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Die Küchenuhr

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Deutsch

Der Zweite Weltkrieg (1939 – 1945) beeinflusste nicht nur das 20. Jahrhundert, sondern auch das Leben vieler Menschen. Deutschland lag nach der Niederlage 1945 in Trümmern und musste von seiner Bevölkerung wiederaufgebaut werden. Viele waren traumatisiert und mussten nach der Stunde Null von vorn anfangen und sich eine neue Existenz aufbauen.

Als "Stunde Null" wird der 8. Mai 1945 bezeichnet. An diesem Tag kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos, der Zweite Weltkrieg war dadurch beendet. Die Alliierten, also die Siegermächte Großbritannien, Frankreich, die USA und Russland, waren danach für die Regelung des Wiederaufbaus zuständig.

Diese prägende Zeit hat auch in der Literatur ihre Spuren hinterlassen: Die sogenannte Trümmerliteratur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht und thematisiert die Auswirkungen des Krieges. Viele Autorinnen und Autoren verarbeiteten auf diesem Weg ihre Erlebnisse. Zu ihnen gehört auch der Autor Wolfgang Borchert. Eine seiner bekanntesten Kurzgeschichten ist "Die Küchenuhr" von 1947.

Um mehr über die Literatur der Nachkriegszeit zu erfahren, schau Dir gerne die Erklärung "Trümmerliteratur" an!

Inhaltangabe von "Die Küchenuhr"

In der Kurzgeschichte "Die Küchenuhr" von Wolfgang Borchert aus dem Jahr 1947 geht es um einen jungen Mann, der im Krieg seine gesamte Familie und seinen Besitz verloren hat.

Bei einem Spaziergang setzt er sich zu einem jungen Paar auf eine Bank und zeigt ihnen stolz seinen Fund: in den Trümmern hat er seine alte Küchenuhr gefunden. Die Uhr ist rund und tellerweiß und hat blau aufgemalte Zahlen und Zeiger aus Blech. Der Mann sagt, er wisse selbst, dass sie wertlos sei, da die Uhr zumindest innerlich kaputtgegangen ist.

Dennoch freut er sich, dass sie noch heil aussieht und genau um halb drei stehen geblieben ist. Der andere Herr auf der Bank vermutet, die Küchenuhr sei durch den Druck einer Bombe stehengeblieben, doch der junge Mann wehrt dies ab.Er hat eine andere Erklärung dafür: Der junge Mann ist früher immer nachts um halb drei nach Hause gekommen. Seine Mutter ist jedes Mal trotz der späten Zeit für ihn aufgestanden, hat ihm das Abendessen aufgewärmt und gewartet, bis er fertig gegessen hatte. Damals hielt der junge Mann diese Handlung für selbstverständlich. Nun stellt der Mann fest, dass dieser Alltag das Paradies gewesen sei, von dem nun außer der Uhr nichts mehr übrig geblieben ist.Das Paar sieht ihn nicht an, doch die Frau fragt den jungen Mann schließlich nach seiner Familie. Er erzählt, dass er alles – außer der Uhr – verloren habe. Der andere Herr, der auf der Bank sitzt, starrt währenddessen auf seine Schuhe und denkt nur an das Wort "Paradies".

Charakterisierung der Personen in "Die Küchenuhr"

Wie es für eine Kurzgeschichte typisch ist, kommen in Borcherts Werk nur wenige Personen vor, die kaum charakterisiert und auf das Wesentliche beschränkt bleiben.

Der junge Mann

Der junge Mann ist die zentrale Figur der Kurzgeschichte, dessen Name nicht genannt wird. Sein Erscheinungsbild ist auffällig, denn er hat ein "ein ganz altes Gesicht". Trotzdem wird er auf circa 20 Jahre geschätzt. Es wird bereits im ersten Absatz durch diese Antithese deutlich, dass der Mann durch den Krieg geprägt wurde:

Sie sahen ihn schon von weitem auf sich zukommen, denn er fiel auf. Er hatte ein ganz altes Gesicht, aber wie er ging, daran sah man, dass er erst zwanzig war. Er setzte sich mit seinem alten Gesicht zu ihnen auf die Bank.

Alle Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus Borcherts Kurzgeschichtensammlung "Nachts schlafen die Ratten doch" (2018, Hamburger Lesehefte Verlag).

Durch dieses Stilmittel verdeutlicht Borchert, dass der Krieg Spuren bei dem Mann hinterlassen hat. Man sieht dem Mann die Schrecken des Krieges an, obwohl er noch jung ist. So klammert er sich an seine Küchenuhr, die für ihn das einzige Überbleibsel seiner Familie darstellt. Sie symbolisiert für ihn das "Paradies", wie er es im Alltag der Vorkriegszeit hatte. Seine Familie und auch seine ganzen materiellen Besitztümer hat er verloren.

Der junge Mann wirkt zudem verstört oder sogar psychisch krank: Er lächelt, obwohl er von seinem Verlust erzählt, beim Sprechen wiederholt er sich sehr oft. Das Paar hört ihm irgendwann noch kaum zu, sodass er stattdessen mit seiner Küchenuhr zu sprechen beginnt:

Da sagte er der Uhr leise ins weißblaue runde Gesicht: Jetzt, jetzt weiß ich, dass es das Paradies war. Das richtige Paradies.

Für Borcherts Texte ist es typisch, dass die wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet wird, damit sich die Lesenden stärker auf den Text konzentrieren.

Der Herr

Der Herr, welcher in der Geschichte mit seiner Familie auf der Parkbank sitzt, wird ebenfalls nicht beim Namen genannt. Über ihn erfährt man in der Geschichte nicht viel: Er blickt oft auf seine Schuhe, während der junge Mann von seinem Schicksal erzählt.

Ansonsten äußert er noch die Vermutung, dass die Uhr um halb drei stehen geblieben sei, weil zu diesem Zeitpunkt die Bombe einschlug:

Dann wurde Ihr Haus sicher um halb drei getroffen, sagte der Mann und schob wichtig die Unterlippe vor. Das habe ich schon oft gehört. Wenn die Bombe runtergeht, bleiben die Uhren stehen. Das kommt von dem Druck.

Am Ende der Geschichte ergreift ihn schließlich doch die Erzählung des jungen Mannes, denn der Herr denkt durch das Erzählte an das Wort "Paradies".

Die Frau

Die Frau, die ebenfalls namenlos ist, sitzt neben ihrem Mann auf der Bank. Sie hat einen Kinderwagen bei sich und schaut den jungen Mann während seiner Erzählung nicht an. Außerdem beteiligt sie sich kaum am Gespräch.

Sie weist den jungen Mann nur darauf hin, dass seine Uhr kaputt ist und fragt ihn am Ende, was nun mit seiner Familie geschehen ist. Dies zeigt, dass auch sie von der Geschichte ergriffen ist, denn vermutlich hat sie auch die Auswirkungen des Krieges erlebt.

Die Anderen

Neben den drei Figuren, die tatsächlich genannt werden, kann man weitere Figuren vermuten, die sich um die Bank herum aufhalten. Denn der Erzähler redet immer im Plural von den Personen und erwähnt explizit "Die auf der Bank [...] saßen".

Außerdem wird die erste Frage an den jungen Mann von einem "Jemand" gestellt, was darauf hindeutet, dass sich auf der Bank oder in der direkten Nähe noch mehr Leute befinden. Sie handeln nicht aktiv in der Geschichte, repräsentieren aber die Gesellschaft, da alle Bürger*innen der Nachkriegszeit von den Auswirkungen des Krieges betroffen waren.

Aufbau und Erzählperspektive der Kurzgeschichte "Die Küchenuhr"

"Die Küchenuhr" folgt dem typischen Aufbau einer Kurzgeschichte mit einem unvermittelten Einstieg und behandelt, wie es für diese Textsorte typisch ist, einen charakteristischen Ausschnitt aus dem Leben eines Menschen. In diesem Fall wird der junge namenlose Mann näher beleuchtet.

Aufbau

Borcherts Text ist sehr knapp gehalten, wie es für eine Kurzgeschichte typisch ist. Trotz ihrer Kürze lässt sich die Geschichte im Wesentlichen in drei Teile gliedern:

  1. Ankunft bei der Sitzbank – Nachkriegszeit: Der junge Mann setzt sich zu dem fremden Pärchen auf die Bank und präsentiert ihnen seine alte Küchenuhr.
  2. Erinnerungen an Früher – Rückblick: Der junge Mann blickt in seinen Erinnerungen auf sein nächtliches Heimkommen und die Fürsorge seiner Mutter zurück. Er begreift nun, wie wertvoll diese Momente für ihn waren.
  3. Das Paradies – Nachkriegszeit: Dem jungen Mann kommt der Alltag vor dem Krieg nun wie ein Paradies vor – diese Vorstellung ergreift auch die bis dahin teilnahmslosen Fremden um ihn herum.

In der Kurzgeschichte wird also durch einen Rückblick die Vergangenheit, also der Krieg, reflektiert. Eine Spannungskurve lässt sich aufgrund der knappen Handlung zwar nicht beschreiben, aber der Beginn und das Ende in der Gegenwart der Kurzgeschichte bilden einen Rahmen.

Erzählperspektive

Die Kurzgeschichte wird von einem auktorialen, also einem allwissenden Erzähler, beschrieben.

In vielen Teilen tritt er jedoch auch personal auf, denn der Erzähler fokussiert sich sehr auf den Protagonisten, den jungen Mann.

Der Großteil des Textes ist dabei als direkte Rede des jungen Mannes angelegt, der in einem Monolog seine tragische Familiengeschichte erzählt. Typisch für den Autor Wolfgang Borchert ist, dass er die direkte Rede nicht mit Anführungszeichen kennzeichnet. So können sich die Lesenden mehr auf den Inhalt des Textes konzentrieren. Borchert verfasste den gesamten Text – außer der wörtlichen Rede – im Präteritum, da in der Geschichte die Vergangenheit geschildert wird.

Stilmittel in "Die Küchenuhr"

Obwohl der Text nicht sehr lang ist, verwendet der Autor Wolfgang Borchert einige Stilmittel. Die Küchenuhr tritt dabei als Motiv auf. Der Sprachstil des Werkes ist, wie es typisch für die Trümmerliteratur ist, eher nüchtern und sachlich gehalten.

Sprachstil

Auffällig sind in der Kurzgeschichte die vielen Wiederholungen und oft sehr kurzen Sätze, die Wolfgang Borchert nur im Monolog des jungen Mannes ein wenig länger ausformuliert. Durch diese Stilmittel baut Borchert Spannung auf und macht die Verwirrung und Traumatisierung des jungen Mannes deutlich.

Im folgenden Auszug beschreibt der Mann seine Uhr:

Sie hat weiter keinen Wert, meinte er entschuldigend, das weiß ich auch. Und sie ist auch nicht besonders schön. Sie ist nur wie ein Teller, so mit weißem Lack. Aber die blauen Zahlen sehen doch ganz hübsch aus, finde ich. Die Zeiger sind natürlich nur aus Blech. Und nun gehen sie auch nicht mehr. Nein. Innerlich ist sie kaputt, das steht fest. Aber sie sieht noch aus wie immer. Auch wenn sie jetzt nicht mehr geht.

Zudem verwendet Borchert in seiner Kurzgeschichte viele Konjunktionen, die das Tempo der Handlung erhöhen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, da es sich bei den Figuren um einfache Leute und eine Alltagssituation – ein Gespräch im Park – handelt.

Die Küchenuhr als Metapher

Wie die vorangegangenen Zitate bereits zeigen, hat die Küchenuhr der Familie eine enorme Bedeutung für den jungen Mann. Sie steht symbolisch für sein "Paradies", wobei er an die Zeit vor dem Krieg denkt, in der seine Mutter noch lebte und ihn umsorgte. Die Uhr ist das Einzige, was ihn an diese Zeit erinnert. Daher personifiziert er sie auch und sagt ihr etwas ins "weißblaue runde Gesicht".

Gleichzeitig dient die Küchenuhr auch als eine Metapher für den jungen Mann: Die Uhr ist innerlich kaputt und sieht äußerlich dennoch aus wie immer. Genau so geht es dem jungen Mann, der den Krieg zwar überlebt hat, aber alles verloren hat und sich nun vor allem mit den psychischen Folgen und dem Trauma dieser schweren Zeit auseinandersetzen muss.

Interpretation von "Die Küchenuhr"

Die Kurzgeschichte "Die Küchenuhr" versucht, das Leid im Alltag der Nachkriegszeit zu veranschaulichen. Dennoch kann man auch eine zeitlose Botschaft aus diesem Text ableiten: Jeder kann sich glücklich schätzen über das, was er oder sie gerade hat, denn das Glück kann schnell vorbei sein.

In Borcherts Kurzgeschichte lernt die Hauptfigur ihr Glück erst im Nachhinein schätzen, denn vor dem Krieg sah der junge Mann es als selbstverständlich, dass seine Mutter ihm nachts Essen zubereitete. Nach dem Krieg und dem Verlust seiner Familie und materiellen Güter bezeichnet er diese Zeit als das "Paradies", also als Idealvorstellung. Er weiß nun, dass diese Zeit nicht selbstverständlich war. Da die Geschichte mit diesem Wort endet, werden die Lesenden dazu motiviert, sich mit ihrem eigenen Paradies auseinanderzusetzen.

So wie dem jungen Mann wird es vielen Menschen während und nach dem Krieg gegangen sein, denn ihr normaler Alltag hatte sich schlagartig verändert: Männer mussten in den Krieg, viele verloren z. B. durch die Bomben ihr Zuhause. Andere wurden wiederum nach dem Kriegsende aus ihrer Heimat vertrieben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in den Gebieten, die Deutschland abgeben musste, die Menschen in das neue Deutschland vertrieben. Dies waren die sogenannten Ostgebiete hinter der Oder-Neiße-Linie, die u.a. Hinterpommern oder Schlesien umfassten. Die Menschen konnten oft nur ein paar Taschen mitnehmen, denn sie waren zu Fuß oder mit Pferd und Wagen unterwegs. Ihre Häuser mussten sie zurücklassen.

Doch auch andere Schicksalsschläge können dazu führen, dass sich der "paradiesische" Alltag schlagartig verändert. Daher ist die Aussage von Borcherts Kurzgeschichte auch individuell interpretierbar und heute noch aktuell.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund zu "Die Küchenuhr"

Der Autor Wolfgang Borchert ist ein typischer Vertreter der Trümmerliteratur. Er schrieb die meisten seiner Werke während und nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945), vor allem, um das ertragene Leid zu veranschaulichen und selbst zu verarbeiten.

Trümmerliteratur

Als Trümmerliteratur wird Literatur in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) bezeichnet. Häufig ist sie von heimkehrenden Soldaten verfasst und berichtet über die Erlebnisse und Folgen des Krieges. Eine andere Bezeichnung ist daher auch Heimkehrerliteratur.

Diese Literatur betraf aber nicht nur Soldaten, sondern auch Heimkehrende aus dem Exil und Gefangenschaft sowie Vertriebene aus den Gebieten, die Deutschland abgeben musste. Sie alle mussten nun ihren Platz in der neuen Gesellschaft finden.

Die Autorinnen und Autoren dieser Strömung setzten sich auch mit der Frage nach der eigenen Kriegsschuld auseinander und übten Kritik am Wiederaufbau Deutschlands. Die Werke dieser Zeit versuchen möglichst realitätsnah die damals herrschenden Zustände zu beschreiben. Sie wollen das Ausmaß der Zerstörung durch den Krieg, aber auch die Not und Perspektivlosigkeit der Menschen deutlich machen.

Daher ist die Sprache dieser Werke meist eher nüchtern gehalten, auch um einen Gegensatz zur ideologisch geprägten Sprache der Nationalsozialisten zu schaffen.

Die Küchenuhr wurde Anfang 1947 verfasst und im selben Jahr in der "Hamburger Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht.

Borchert musste selbst an der Kriegsfront kämpfen und hat bis zu seinem Tod am 20. November 1947 die Auswirkungen des Krieges in Deutschland miterlebt. Diesen Ausnahmezustand versucht er in seinen Geschichten wiederzugeben, denn die meisten seiner Hauptfiguren sind verstört und traumatisiert, wie es auch der Fall in "Die Küchenuhr" ist.

Weitere bekannte Beispiele von Borcherts Kurzgeschichten sind "Nachts schlafen die Ratten doch", "Das Brot" oder "Die Kirschen".

Die Küchenuhr - Das Wichtigste

  • In der Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert geht es um einen jungen, vom Krieg traumatisierten Mann, der die kaputte Küchenuhr seiner Familie findet und den Vorkriegsalltag im Nachhinein als Paradies beschreibt.

  • Neben dem jungen Mann wird noch ein junges Paar mit Kinderwagen auf der Bank erwähnt, jedoch werden alle Figuren nur knapp charakterisiert. Man kann annehmen, dass noch weitere Leute anwesend sind, die nicht explizit genannt werden und für die Gesellschaft im Nachkriegsdeutschland stehen.

  • Der Text ist durch eine einfache, alltagsnahe Sprache, kurze Sätze und häufige Wiederholungen gekennzeichnet und wird durch einen auktorialen Erzähler mit personalen Elementen wiedergegeben.

  • Die Küchenuhr kann als Metapher für den Protagonisten gesehen werden und symbolisiert für ihn das "Paradies" der Vorkriegszeit. Daher wird sie von ihm auch personifiziert.

  • Die Kurzgeschichte ist 1947 in der Zeit der Trümmerliteratur nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht worden.

Die Küchenuhr

Die Küchenuhr ist eine weiße tellerförmige Uhr mit blau lackierten Blechzeigern. Vom Protagonisten der Kurzgeschichte wird die Uhr des Weiteren so beschrieben: "Innerlich ist sie kaputt, das steht fest. Aber sie sieht noch aus wie immer. Auch wenn sie jetzt nicht mehr geht."

Die Küchenuhr ist das Einzige, was von der Familie des Mannes noch übrig ist, daher besitzt sie eine große Bedeutung für ihn. Dies wird durch eine Personifizierung und die Symbolik der Uhr als Zeichen für das "Paradies", also die Vorkriegszeit, deutlich.

Die Kurzgeschichte "Die Küchenuhr" von Wolfgang Borchert wurde 1947, also in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges veröffentlicht. Daher spielt sie in den Trümmern Nachkriegsdeutschlands.

Wo genau die Kurzgeschichte spielt, wird im Text nicht explizit genannt, was typisch für diese Textsorte ist. Vermutlich spielt sie aber in einer Stadt in Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Finales Die Küchenuhr Quiz

Frage

Wovon handelt die Kurzgeschichte "Die Küchenuhr"?

Antwort anzeigen

Antwort

In der Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert geht es um einen jungen, vom Krieg traumatisierten Mann, der die kaputte Küchenuhr seiner Familie findet und den Vorkriegsalltag im Nachhinein als Paradies beschreibt.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde die Kurzgeschichte "Die Küchenuhr" veröffentlicht ?

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Antwort

1923, weit vor dem Zweiten Weltkrieg

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Frage

Zu welcher Epoche wird "Die Küchenuhr" gezählt?

Antwort anzeigen

Antwort

Trümmerliteratur

Frage anzeigen

Frage

Welche Figuren kommen in der Kurzgeschichte vor?

Antwort anzeigen

Antwort

ein junger traumatisierter Mann

Frage anzeigen

Frage

Durch welches Stilmittel wird das Aussehen des jungen Mannes beschrieben?


"Er hatte ein ganz altes Gesicht, aber wie er ging, daran sah man, dass er erst zwanzig war. "

Antwort anzeigen

Antwort

Antithese

Frage anzeigen

Frage

Welche Stilmittel werden für die Küchenuhr verwendet?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Küchenuhr wird von dem jungen Mann personifiziert, indem er ihr "Gesicht" beschreibt. Des Weiteren steht sie symbolisch für sein "Paradies", womit er den Vorkriegsalltag beschreibt. Sie kann auch als Metapher für den jungen Mann gesehen werden, denn sie sieht äußerlich heil aus, geht aber nicht mehr. Auch der junge Mann hat den Krieg überstanden, aber ist nun traumatisiert.

Frage anzeigen

Frage

Warum kann man annehmen, dass sich noch andere Figuren, die nicht genannt werden, in der Kurzgeschichte befinden?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Erzähler betont bei dem Paar sowie dem jungen Mann, dass sie auf der Bank sitzen und unterscheidet sie so von Leuten, die nicht auf der Bank sitzen. Außerdem stellt ihm "jemand" die erste Frage, also ist dies keine den Leser*innen bekannte Figur (sonst wäre sie direkt genannt).

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Kurzgeschichte "Die Küchenuhr" aufgebaut?

Antwort anzeigen

Antwort

In der Kurzgeschichte wird zunächst die Gegenwartssituation auf der Parkbank beschrieben, dann findet ein Rückblick in den Vorkriegsalltag statt und schließlich begreift der junge Mann diese als "Paradies" (wieder in der Gegenwart der Geschichte).

Frage anzeigen

Frage

Welche Erzählerform liegt in "Die Küchenuhr" vor?

Antwort anzeigen

Antwort

ein auktorialer (allwissender Erzähler) mit personalen Elementen

Frage anzeigen

Frage

Wie kann die Sprache in "Die Küchenuhr" beschrieben werden?

Antwort anzeigen

Antwort

nüchtern und einfach

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