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Die Bücherdiebin

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Die Bücherdiebin

Viele Bücher berichten von dem Horror und den Schrecken, die im nationalsozialistischen Deutschland verübt wurden. Der Erlebnisbericht "Ist das ein Mensch?" von Primo Levi thematisiert etwa die Erlebnisse des Autors im Vernichtungslager Auschwitz. Die Serie "Holocaust" erzählt von der fiktiven Familie Weiß und begründete in den 70er-Jahren in Deutschland eine neue Form der Erinnerungskultur.

Ein Roman, dessen Handlung ebenfalls während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland spielt, sich jedoch insbesondere durch seine besondere Erzählperspektive von allen anderen Werken unterscheidet, ist das Werk "Die Bücherdiebin" (2005) des deutsch-australischen Schriftstellers Markus Zusak.

In "Die Bücherdiebin" erzählt die Figur des Todes die Geschichte von Liesel Meminger, die als Tochter eines Kommunisten in einer Pflegefamilie aufwächst. Sie entflieht immer wieder in die Welt der Literatur und entgeht dem Tod mehrere Male.

Der Nationalsozialismus ist eine politische Strömung, die in Deutschland nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) entstand. Im Rahmen des Nationalsozialismus etablierte sich 1933 unter der Leitung von Adolf Hitler eine Diktatur in Deutschland. Vertreterinnen und Vertreter dieser politischen Strömung wurden als Nationalsozialisten bezeichnet.

Die Ziele der Nationalsozialisten waren es, die "deutsche Rasse" zu bewahren. Gleichzeitig schürten sie Hass gegenüber ethnischen Minderheiten und verübten Verbrechen an diesen. Im Zuge des Massenmords an der jüdischen Bevölkerung, der auch als Holocaust bezeichnet wird, ermordeten die Nationalsozialisten schätzungsweise sechs Millionen Menschen jüdischer Abstammung.

"Die Bücherdiebin" – Zusammenfassung

Der Roman "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak teilt sich in 12 Teile auf, die einen Prolog und einen Epilog beinhalten. Die restlichen Teile sind jeweils nach einem oder mehreren, meist fiktiven, Büchern benannt, die Liesels Geschichte prägen. Die Handlung des Romans setzt im Jahr 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, ein. Im Epilog trifft Liesel, die ein hohes Alter erreicht hat, auf den Tod, der ihre Seele mitnimmt.

Die erste Begegnung mit dem Tod

Der Tod erzählt von seiner Tätigkeit, die Seelen von verstorbenen Menschen mit sich zu nehmen. Er kommentiert, dass ihm diese Praxis zu wider ist, allerdings reflektiert er auch über das Wesen der Menschen und deren Aufgabe in der Welt. Er berichtet, dass er Liesel Meminger bereits drei Mal begegnet sei, sie aber nie erfolgreich mitnehmen konnte. Bei einer Begegnung hat er allerdings ihr Tagebuch gefunden, das sie während der Bombardierung ihrer Heimatstadt verloren hatte. Der Tod empfindet eine tiefe Zuneigung für das Mädchen und will ihre Lebensgeschichte erzählen, die er dem Tagebuch entnommen hat.

Zu Beginn des Romans ist Liesel neun Jahre alt. Ihre Mutter muss sie und ihren kleinen Bruder Werner in eine Pflegefamilie in die Nähe von München abgeben, da sie nicht die Mittel hat, um ihre Kinder zu ernähren. Der Vater gilt seit mehreren Jahren als vermisst, da er als Kommunist von den Nationalsozialisten verfolgt wurde.

Der Kommunismus ist eine politische und wirtschaftliche Ideologie, die sich im Frankreich der 1840er-Jahre entwickelt hat. Sie geht auf die Schriften des Philosophen Karl Marx zurück, in denen der Kommunismus die idealisierte Gesellschaftsform darstellt, die auf den Sozialismus folgt. Kommunisten und Kommunistinnen sind gegen kapitalistische Wirtschaftsordnungen und glauben, dass die Abschaffung von individuellem Eigentum die Gleichheit und Freiheit aller Mitglieder der Gesellschaft herbeiführen würde und Probleme nur im Kollektiv gelöst werden könnten.

Anhängerinnen und Anhänger des Kommunismus wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, weil sie ihnen ideologisch fern waren. Die Ideologie des Kommunismus geht davon aus, dass alle Menschen gleich sind, was der Ideologie des Nationalsozialismus entschieden widerspricht.

Auf der Zugfahrt nach München stirbt Werner durch die Kälte und die prekären Bedingungen der Reise. Der Tod begegnet Liesel zum ersten Mal. Werner wird in einem namenlosen Dorf, das sich auf der Strecke befindet, beerdigt. Bei der Beisetzung findet das Mädchen ein Buch und nimmt es mit sich, obwohl es nicht lesen kann. Das Buch ist ein Handbuch für Totengräber.

Die Pflegefamilie

Liesel kommt bei der Familie Hubermann an, die in der Himmelstraße im fiktiven Ort Molching bei München wohnt. Die Hubermanns sind keine Nationalsozialisten. Sie führen ein sehr einfaches Leben. Die Pflegemutter Rosa Hubermann erscheint zunächst als sehr hartherzig, allerdings öffnet sie sich gegenüber dem Kind im Laufe der Handlung und schließt Liesel in ihr Herz. Der Pflegevater Hans ist ein liebevoller und sanfter Mann.

Aufgrund des Todes ihres Bruders, wird Liesel von nächtlichen Albträumen geplagt, die sie vom Schlafen abhalten. Hans Hubermann beginnt deshalb bei ihr zu schlafen und wenn sie nicht einschlafen kann, dann bringt er ihr anhand des geklauten Buchs "Handbuch für Totengräber" das Lesen bei. Sie lesen gemeinsam jeden Abend ein kurzes Stück des Buches und üben das Schreiben mit Wandfarbe an den Wänden des Kellers.

Rosa ist Wäscherin und Liesel hilft ihr tagsüber bei ihrer Arbeit. Zu Liesels Aufgabe zählt vorwiegend das Ausliefern der Wäsche. Als im September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbricht, erhält Rosa immer weniger Aufträge, da es sich immer weniger Menschen leisten können, ihre Wäsche in einer Wäscherei waschen zu lassen.

Als im Jahr 1940 an Hitlers Geburtstag am 20. April eine große Bücherverbrennung in Molching stattfindet, stiehlt Liese ein weiteres Buch. Sie wird dabei von der Frau des Bürgermeisters, Ilsa Hermann, beobachtet. Ilsa ermöglicht es Liesel daraufhin regelmäßig die Bibliothek des Bürgermeisters zu besuchen, um sich neuen Lesestoff zu besorgen.

Ilsa muss Rosa ebenfalls kündigen, da auch sie sich keine Wäscherin mehr leisten kann. Liesel wird wütend und bricht den Kontakt zu Ilsa ab. Trotzdem möchte sie weiterhin mit Büchern versorgt werden, weshalb sie ihren besten Freund Rudi Steiner dazu bringt, regelmäßig mit ihr in die Bibliothek einzubrechen.

Max Vandenburg wird versteckt

Max Vandenburg ist Jude und der Sohn eines alten Freundes von Hans. Im Herbst 1940 nimmt die Familie Hubermann ihn auf und versteckt ihn in ihrem Keller vor den Nationalsozialisten. Liesel und Max werden schnell Freunde, da sie einerseits durch ihre Liebe zur Literatur und andererseits durch ihre andauernden Albträume miteinander verbunden fühlen.

Sie verbringen viele Abende gemeinsam und erzählen sich gegenseitig Geschichten. Max schreibt ein Buch, in dem er einige Geschichten festhält. Aufgrund der schlechten Lebensumstände in dem Keller wird er krank und fällt in ein Koma. Währenddessen liest Liesel ihm ihre Bücher vor. Kurz nachdem Max wieder aufgewacht ist, durchsuchen Nationalsozialisten alle Keller in Molching, um geeignete Räumlichkeiten für Luftschutzbunker zu finden. Max bleibt nur knapp unentdeckt.

Die Auswirkungen des Krieges

Der Tod berichtet, wie viel Arbeit er während des Zweiten Weltkriegs hatte und zählt unter anderem die Vernichtungslager, die Ostfront und bombardierte Städte auf, aus denen er viele Seelen holen musste. Auch in Molching müssen sich die Menschen 1942 auf den näher kommenden Krieg vorbereiten und die massenhafte Vernichtung von Jüdinnen und Juden wird für die Einwohnerinnen und Einwohner immer sichtbarer.

Durch Molching laufen immer öfter inhaftierte Jüdinnen und Juden, die in das Konzentrationslager (KZ) Dachau gebracht werden. Hans schenkt einem sterbenden Mann ein Stück Brot und kann in vielen Situationen seine politische Einstellung nicht mehr verbergen. Er gerät ins Visier der Nationalsozialisten. Hans hat Angst davor, dass sein Haus durchsucht werden könnte und Max muss daher in den Untergrund abtauchen. Das Haus der Hubermanns wird jedoch nicht durchsucht.

Das KZ Dachau war das erste Konzentrationslager, das von den Nationalsozialisten errichtet worden ist und befand sich in der Nähe von München.

Hans wird von der Wehrmacht eingezogen und wird der Luftwaffensondereinheit zugeteilt. Der Aufgabenbereich dieser Einheit besteht hauptsächlich daraus, Menschen aus bombardierten Gebäuden zu bergen. Liesel und Rosa bleiben allein in Molching und sorgen sich um die beiden Männer Hans und Max. Liesel und Rosa halten sich viel im Luftschutzbunker auf und Liesel beginnt, die anderen Leute im Bunker durch das Vorlesen ihrer Bücher zu unterhalten.

Als Wehrmacht wurden im nationalsozialistischen Deutschland alle militärischen Streitkräfte bezeichnet. Sie setzte sich aus dem Heer, der Kriegsmarine und der Luftwaffe zusammen.

"Die Worteschüttlerin"

Rosa überreicht Liesel das Buch, in dem Max seine Geschichten aufgeschrieben hat. Eine dieser Geschichten ist die Parabel "Die Worteschüttlerin".

Eine Parabel ist eine kurze und lehrhafte Erzählung und gehört damit zu den epischen Kurzformen. Die Parabel besteht aus zwei Ebenen: Sie erzählt eine Geschichte im Vordergrund (Bildebene), aus der die Leser*innen die eigentliche Bedeutung auf der Metaebene (Sachebene) interpretieren sollen.

In der Parabel geht es um einen kleinen Mann, der die Weltherrschaft erlangen will und die Macht der Worte verwendet, um sein Ziel zu erreichen. Der Mann hat in ganz Deutschland Samen verteilt, aus denen zunächst Bäume und schließlich auch Wälder bestehend aus Worten entstanden sind. Weil die Menschen von dem Mann hypnotisiert sind, dürsten sie nach diesen Worten und wollen immer mehr von ihnen.

Die sogenannten Worteschüttler sind Menschen, die auf die Bäume klettern und sie schütteln, sodass die Worte hinab zu den anderen Menschen fallen. Ein kleines Mädchen ist ebenfalls Worteschüttlerin und da sie ein großes Verlangen nach Worten hat, klettert sie noch höher als die anderen. Ihr ist bewusst, wie viel Macht die Wörter besitzen.

Die Worteschüttlerin lernt einen Mann kennen, mit dem sie sich anfreundet. Obwohl der Mann in Deutschland gehasst wird, pflanzt das Mädchen einen Samen mit dem Wort Freundschaft zwischen sich und den Mann. Der Baum, der daraus erwächst, wird noch größer als alle anderen Bäume, was dem kleinen Mann, der die Weltherrschaft erlangen will, nicht gefällt. Er will den Baum fällen lassen, allerdings ist der Baum unverwundbar, denn das Mädchen ist in die Krone des Baums geklettert.

Der Freund des Mädchens kehrt eines Tages zurück und klettert zu ihr in den Baum. Er überredet sie dazu, gemeinsam mit ihm nach unten zu klettern. Als sie unten angekommen sind, fällt der Baum um und reißt viele der anderen Bäume mit sich. Das Licht erreicht den Boden wieder, wodurch die Leute aus der Hypnose befreit werden und der Fluch des kleinen Manns gebrochen wird.

Die zweite Begegnung mit dem Tod

Der Tod begegnet Liesel ein zweites Mal als Liesel und Rudi in Molching ein abgestürztes Kampfflugzeug sehen, in dem ein toter Pilot der Alliierten liegt. Aufgrund dieser Begegnung und weil Liesel ununterbrochen auf der Suche nach Max ist, verzweifelt das Mädchen zunehmend.

Als die Alliierten wurden die westlichen Länder (USA, Großbritannien und Frankreich) bezeichnet, die im Zweiten Weltkrieg gemeinsam gegen Deutschland kämpften.

Liesel findet Max in einer Gruppe von Menschen, die gerade in das Konzentrationslager Dachau deportiert werden. Liesel rennt zu ihm. Die beiden reden miteinander und halten sich dabei an den Händen. Dabei werden sie von SS-Männern beobachtet und durch Peitschenhiebe voneinander getrennt.

Die Sturmstaffel (SS) war eine nationalsozialistische Organisation, die bereits in den 1920er-Jahren gegründet wurde. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland wurde sie zu einem der zentralsten Unterdrückungsinstrumente des Regimes. Die SS war auch für die Verwaltung der Konzentrations- und Vernichtungslager zuständig.

Durch die Erlebnisse und die sich immer weiter verschlechternden Situation verliert Liesel zunehmend den Glauben an die Literatur und die Macht der Worte. Zu Hause angekommen zerstört sie aus Wut eines der Bücher, das sie aus der Bibliothek von Ilsa erhalten hatte.

Hans kommt wieder nach Molching, da er an einer Beinverletzung leidet. Aufgrund dieser soll er nach seinem Heimaturlaub nach München verlegt werden, um dort in der Verwaltung zu arbeiten.

Die dritte Begegnung mit dem Tod

Ilsa schenkt Liesel ein Tagebuch, damit sie ihre Geschichte aufschreiben kann. Liesel nennt ihre Aufzeichnungen "Die Bücherdiebin" und schreibt nun regelmäßig im Keller des Hauses. 1943 wird Molching bombardiert, während Liesel im Keller ist. Hans, Rosa, Rudi und alle Nachbarn sterben. Liesel wird verschüttet, überlebt in den Trümmern und entkommt dem Tod ein weiteres Mal.

Während ihrer Befreiung aus den Trümmern verliert das Mädchen ihr selbst geschriebenes Buch, das der Tod an sich nimmt.

Epilog

Nach der Bombardierung von Molching wohnt Liesel eine Zeit lang bei Ilsa. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geht sie nach Australien und lebt ein erfülltes und glückliches Leben. Als sie im hohen Alter verstirbt, begrüßt sie den Tod freundlich, ganz so als wären sie alte Freunde. Der Tod übergibt der toten Liesel ihr verlorenes Buch und nimmt dann ihre Seele mit sich.

"Die Bücherdiebin" – Figurenkonstellation

Die Figur des Todes ist in dem Roman "Die Bücherdiebin" zugleich der Ich-Erzähler, als auch ein auktorialer Erzähler. Die Hauptfigur des Werks ist Liesel Meminger, deren Geschichte vom Tod erzählt wird, da dieser ihr Tagebuch gefunden hat. Liesel lebt während des Zweiten Weltkriegs in der fiktiven Kleinstadt Molching bei München. Der Tod begegnet Liesel insgesamt viermal und nimmt sie erst bei der vierten Begegnung mit sich, als sie bereits sehr alt ist.

"Die Bücherdiebin" – Charakterisierung der Figuren

Während der Tod die Geschichte von Liesel erzählt, deren Tagebuch er gefunden hat, ist er beeindruckt von dem Mädchen und von ihrer Einstellung gegenüber dem Tod. Neben der Hauptfigur Liesel, mit der die Lesenden sympathisieren sollen, sind auch die anderen Charaktere aus Liesels direktem Umfeld Sympathieträger. Sie alle leiden auf unterschiedliche Art und Weise unter der Herrschaft der Nationalsozialisten.

Der Tod

Der Tod ist der Ich-Erzähler in "Die Bücherdiebin". Er ist zwar nicht menschlich, allerdings verfügt er über viele menschliche Eigenschaften. So beschreibt er sich selbst vordergründig durch Eigenschaften, die er nicht besitzt: Nach eigener Aussage ist der Tod nicht nett, nicht bösartig und nicht unfair.

Der Tod empfindet seine Tätigkeit als ermüdend. Er reflektiert viel über das Wesen der Menschen, das er auch kritisiert. Dadurch, dass er während des Zweiten Weltkrieges besonders viel Arbeit hat, verliert er zunehmend den Glauben an die Menschheit. Seiner Überzeugung nach, wird seine Rolle allein durch menschliches Handeln bedingt, er selbst ist hingegen nicht die Ursache für das Versterben der Menschen.

Er erklärt, dass die Menschen das Leben von anderen Menschen grausam gestalten und dass Menschen durch grausame Lebensumstände ebenfalls grausam werden. Seine Aufgabe, die er immer wieder als "Arbeit" bezeichnet, ist eine Pflicht, die er leisten muss. Die überlebenden Menschen sind für ihn nur schwer zu ertragen, da sie ihn für das Leid auf der Welt verantwortlich machen.

Liesel hingegen betrachte den Tod nie als Ursache des Sterbens, sondern sieht die Schuld immer bei den Nationalsozialisten. Ebendarum ist der Tod von Liesel fasziniert. Dass das kleine Mädchen diese Zusammenhänge versteht, sorgt dafür, dass er ihre Geschichte erzählen möchte.

Liesel Meminger

Liesel Meminger ist zu Beginn des Romans neun Jahre alt. Ihr Vater ist Kommunist und gilt seit Jahren als vermisst, weswegen die wirtschaftliche Situation ihrer Mutter äußerst prekär ist. Ihre Mutter ist gezwungen, ihre beiden Kinder Liesel und Werner in eine Pflegefamilie zu geben, damit sie versorgt werden können.

Auf der Zugfahrt begegnet Liesel zum ersten Mal dem Tod, da Werner stirbt. Auch wenn Liesel schließlich zu den Hubermanns kommt, die sich liebevoll um sie kümmern, kann sie Werners Tod nur schwer verkraften. Sie leidet unter Schlaflosigkeit und Albträumen. Als ihr Pflegevater Hans ihr das Lesen beibringt, eröffnet sich für das Mädchen eine vollkommen neue Welt. Sie lebt von da an vorwiegend für die Sprache und die Literatur, die ihr dabei helfen, die Zeit des Weltkriegs durchzustehen.

Die Umstände, in denen sie lebt, zwingen Liesel dazu, ihre Ängstlichkeit abzulegen. Am Ende schafft sie es trotz aller Widrigkeiten, ein erfülltes Leben in Australien zu führen. Als der Tod sie letztendlich zu sich holt, empfängt sie ihn freudig.

Hans Hubermann

Hans Hubermann ist Liesels Pflegevater. Er und seine Frau Rosa leben in Molching bei München. Hans arbeitet als Anstreicher, verdient sich aber für die Familie als Akkordeonspieler etwas dazu. Er ist ein liebevoller und gutherziger Mann, der den Nationalsozialismus zutiefst ablehnt. Die größte Enttäuschung für ihn ist, dass sein Sohn zu einem überzeugten Nationalsozialisten geworden ist.

Hans nimmt sich Liesel sofort an und schläft bei ihr, weil sie Albträume hat. Er bringt ihr das Lesen und Schreiben bei und versucht sie zu beschützen. Sein Charakter wird auch deutlich, als er Max Vandenburg in seinem Haus versteckt. Der Sohn eines Freundes wird verfolgt, weil er Jude ist. Durch das Versteck bei den Hubermanns kann Max eine Deportation einige Jahre umgehen. Für Hans ist es ein schwerer Schlag, als er gezwungen wird, sich der Wehrmacht anzuschließen.

Max Vandenburg

Max ist der Sohn eines engen Freundes von Hans. Weil er als Jude im nationalsozialistischen Deutschland in besonders großer Gefahr ist, nimmt Hans ihn bei sich auf und versteckt ihn in seinem Keller. Dort freunden sich Max und Liesel an, da sie ihre Liebe zur Sprache teilen und Max schreibt mehrere Geschichten für Liesel.

Max kann die politische Lage in Deutschland gut einschätzen und verfasst die Parabel "Die Worteschüttlerin" für Liesel. Seine Freundschaft mit dem Mädchen steht demnach entgegen der Diktatur und nationalsozialistischen Ideologie. Er überlebt das KZ Dachau und trifft sich später noch einmal mit Liesel in Molching.

"Die Bücherdiebin" – Aufbau und Sprache

Der Roman "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak ist ein historischer Roman, der für die Zielgruppe von Jugendlichen beziehungsweise für junge Erwachsene verfasst ist. Dementsprechend ist auch die Sprache darauf ausgelegt, diese Zielgruppe zu erreichen und die Hauptfigur Liesel Meminger kann als eine Identifikationsfigur für junge Menschen verstanden werden.

Historische Romane sind fiktionale Erzählungen, die in einer bestimmten historischen Epoche stattfinden. Dabei soll das Leben in der dargestellten Zeit so wahrheitsgetreu wie möglich dargestellt werden.

Aufbau des Romans

Der Roman "Die Bücherdiebin" verfügt über eine Rahmen- und eine Binnenhandlung. Beide werden aus der Perspektive des Todes erzählt, wobei die Binnenhandlung die Geschichte von Liesel Meminger ist. Diese Binnenhandlung spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in der fiktiven Kleinstadt Molching.

Eine Rahmenhandlung ist eine Handlung, die um die Binnenhandlung gelegt ist. Oft finden beide Handlungen in verschiedenen Zeiten statt und die Binnenhandlung wird häufig innerhalb der Rahmenhandlung erzählt oder ist anderweitig in die Rahmenhandlung eingebettet.

Die Erzählperspektive in "Die Bücherdiebin" ist außergewöhnlich: Der Ich-Erzähler des Romans in Form des Todes ist keine menschliche Figur, ihm werden dennoch menschliche Eigenschaften zugeschrieben. So empfindet der Tod Empathie mit den Menschen und verurteilt die Gräueltaten, die von den Nationalsozialisten verübt werden. Gleichzeitig ist er pflichtbewusst und weiß, dass seine Aufgabe notwendig ist.

Durch sein umfassendes Wissen und seine Begegnungen mit Liesel, kann er in der Binnenhandlung auch als ein auktorialer, also allwissender, Ich-Erzähler eingeordnet werden. Er kennt die Gefühle und Beweggründe aller Figuren sowie deren Schicksale.

Sprachliche Besonderheiten

Die Sprache in Markus Zusaks Roman "Die Bücherdiebin" richtet sich an eine junge Zielgruppe, bildet jedoch auch die sehr brutale Realität ab, die der Nationalsozialismus in Deutschland und Europa verursacht hat. Dadurch, dass der Tod all die ermordeten und im Krieg gefallenen Menschen zu sich holen muss, werden Szenen geschildert, die historische Begebenheiten aufgreifen.

Die Figur des Todes hat eine andere Perspektive auf das Geschehen als die Menschen. Er reflektiert die Ereignisse und seine eigene Tätigkeit wie folgt:

Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese Tätigkeit schon ausübe. Das Problem ist: Wer könnte mich ersetzen? Wer könnte für mich einspringen, während ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.1

Besonders Farben werden als wiederkehrende Metapher eingesetzt und erzeugen gleichzeitig bestimmte Stimmungen. Der Ich-Erzähler beschreibt die Farben des Himmels, die die Menschen häufig nicht wahrnehmen und zeigt so, dass er das Geschehen sehr genau und aufmerksam beobachtet.

Das rhetorische Stilmittel der Metapher ersetzt einen eigentlich gemeinten Begriff durch einen anderen sprachlichen, bildhaften Ausdruck. Dabei wird eine sprachliche Bedeutungsübertragung vollzogen: Zwei Bereiche werden miteinander verbunden, die im eigentlichen Sinne nicht zusammengehören. Beispiel: Mit der Metapher "Die grüne Lunge der Erde" sind Regenwälder gemeint.

Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert der Tag durch eine Vielzahl von Farbtönen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbesprühtes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Geschäft habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.1

Durch die metaphorische Verwendung von Farben im obigen Zitat wird deutlich, dass das Leben aus verschiedenen Nuancen besteht und nicht nur schwarz/weiß ist: Im Roman ereignet sich zwar viele Negatives, dennoch stechen auch die positiven Bestandteile des Lebens, wie Freundschaft und familiärer Zusammenhalt, aus den schrecklichen Ereignissen der Handlung heraus.

Die Metapher bezüglich der Farben des Tages kann zudem mit dem Umgang des Menschen mit dem Tod in Verbindung gebracht werden. Während das Leben von Menschen oft linear von der Geburt bis zum Tod wahrgenommen wird, betont die Metapher die Bedeutsamkeit aller Zwischentöne und Ereignisse, die zwischen ebendiesen beiden Ereignissen stattfinden.

"Die Bücherdiebin" – Interpretation

"Die Bücherdiebin" von Martin Zusak kann auf verschiedene Arten interpretiert werden. Prominent bei den möglichen Analysen ist dabei immer die Thematik von Tod und Sterben, die sich einerseits durch die Erzählperspektive, aber auch durch den historischen Hintergrund der Handlung ergibt. Der Roman kann aber auch als ein Bildungsroman verstanden werden, der von der Bedeutung der Sprache handelt. Eine weitere mögliche Interpretation von "Die Bücherdiebin" fokussiert sich auf die Freundschaft und die familiäre Liebe, die sich innerhalb widrigster Umstände entwickeln kann.

Das Sterben

Die Tatsache, dass die Geschichte von Liesel Meminger in "Die Bücherdiebin" vom Tod persönlich erzählt wird, kann als eine Betonung der Gräueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus verstanden werden. Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg kosteten unglaublich viele Menschenleben, viele Menschen wurden allein aufgrund ihrer Identität inhaftiert, in Lagern festgehalten und ermordet.

Der Zweite Weltkrieg sowie der Völkermord an den Jüdinnen und Juden im nationalsozialistischen Deutschland werden während des gesamten Romans hinweg thematisiert. Zu Beginn des Romans stirbt Liesels kleiner Bruder Werner, wodurch das Sterben bereits früh eine präsente Rolle im Leben des jungen Mädchens einnimmt.

Zur selben Zeit wird die Mortalität der Figuren durch die Einordnungen des Todes als Erzähler in einen anderen Zusammenhang gestellt. Der Tod beschreibt die sich ereignenden Gräueltaten als menschlich und seine eigene Tätigkeit als eine notwendige Folge. Der Tod handelt wie ein Arbeiter, dessen Aufgabe sich nur bedingt durch die Verbrechen ergibt, allerdings nicht als selbstständige Handlung zu verstehen ist. Er kümmert sich vielmehr um die Seelen der Verstorbenen, als dass er einen bedrohlichen Charakter hat.

Bildungsroman

Markus Zusaks Roman "Die Bücherdiebin" kann als ein Bildungsroman verstanden werden, der die geistige und politische Entwicklung von Liesel anhand der Bücher beschreibt, die sie im Verlauf der Geschichte stiehlt oder ausleiht. Dabei steht besonders Liesels Verhältnis zum Nationalsozialismus im Vordergrund, wie auch ihr Verständnis der schrecklichen Ereignisse.

Bei der provisorischen Beerdigung ihres Bruders stiehlt sie zum ersten Mal ein Buch. Da sie noch nicht lesen kann, ist dieses Buch bloß als ein Gegenstand zu verstehen, der zwar ihre Aufmerksamkeit erhält, dessen Inhalt sie jedoch nicht erfassen kann. Dass es sich dabei um "Das Handbuch des Totengräbers" handelt, spiegelt sich in ihrem Verhältnis zum Lernen des Lesens wider. Das Erlernen des Lesens ist zunächst eine vollkommen pragmatische Handlung, wie auch ein solcher Ratgeber ein rein pragmatisches Buch ist.

Ein solch pragmatisches Handeln spiegelt sich auch bezüglich des Lesenlernens wider: Da in ihrer Pflegefamilie kein anderes, kindgerechtes Buch verfügbar ist, lernt Liesel anhand dieses Ratgebers lesen. "Das Handbuch des Totengräbers" kann dementsprechend als eine Metapher für Liesels Situation verstanden werden, in der sie von klein auf mit den tragischen Ereignissen des Lebens konfrontiert wird.

Das Lesen selbst fungiert als eine Art der Kontrolle. Die Welt wird von extremen und unkontrollierbaren Veränderungen geprägt. Das Lesen und Schreiben kann als Versuch gewertet werden, die Umwelt bis zu einem bestimmten Grad erklären und kontrollieren zu können. Dies spiegelt sich auch in der Geschichte "Die Worteschüttlerin" wider, die Max für Liesel geschrieben hat. Darin wird das Wissen um die Macht der Worte als Grund für den Aufstieg der Nationalsozialisten aufgefasst. Gleichzeitig kann die Macht der Worte die nationalsozialistische Herrschaft wieder zu Fall bringen.

Die besten Worteschüttler waren jene, die die wahre Macht der Worte begriffen. Sie waren es, die auf die höchsten Bäume klettern konnten. Eine solche Worteschüttlerin war ein kleines, hageres Mädchen. Sie war berühmt als die beste Worteschüttlerin ihres Gebiets, denn sie wusste, wie machtlos ein Mensch OHNE Worte war.1

Die Bedeutung der Sprache zu erkennen und sie sich zu eigen zu machen, wird in dem obigen Zitat mit Macht gleichgestellt. Dazu passt auch Liesels Verhältnis zu dem Wort "Kommunist", das sie zwar immer mit ihrem Vater in Verbindung bringt, dessen Bedeutung sie aber nicht kennt. Als sie die Rede von Adolf Hitler hört, in der der Reichskanzler lange auf die Kommunisten schimpft, versteht Liesel, dass die Nationalsozialisten ihr ihre leiblichen Eltern genommen haben und reagiert mit Hass auf die herrschende Partei und Hitler.

Liesel entwickelt sich über den Roman hinweg zu einem politisch denken Menschen. Jede Form der Wissensaneignung steht im Kontext des Nationalsozialismus und muss in Abgrenzung zu diesem geschehen. Metaphorisch wird dies auch durch das selbst geschriebene Buch von Max deutlich, der die Seiten aus Hitlers "Mein Kampf" als Papier benutzt und überschreibt.

Freundschaft und Familie

Freundschaft und Familie können in dem Roman "Die Bücherdiebin" als die Ressourcen interpretiert werden, die den Verbrechen der Nationalsozialisten und dem Zweiten Weltkrieg entgegengesetzt werden. Die Pflegefamilie, die Liesel wie ein eigenes Kind annimmt, ermöglicht ihr nicht nur das Überleben, sondern sie bietet ihr auch ein sicheres Umfeld.

Hans und Rosa Hubermann sind einfache Menschen, die sich gegen die Nationalsozialisten stellen. Hans bringt Liesel das Lesen bei und baut eine enge Beziehung zu ihr auf. Als sie den Juden Max Vandenburg bei sich verstecken, wird ihre politische Haltung noch deutlicher, da sie dadurch ein großes Risiko eingehen.

Liesel wird zudem von Ilsa Hermann beschützt, von der sie bei der Bücherverbrennung beim Stehlen eines Buches beobachtet wurde. Ilsa unternimmt nichts gegen den Diebstahl, sondern ermöglicht Liesel stattdessen den Zugang zu ihrer Bibliothek und damit auch Zugang zu einem weiteren sicheren Raum.

Mit Max schließt Liesel ebenfalls eine enge Freundschaft. Die beiden verbindet ihre Liebe zur Sprache und zur Literatur. Die Freundschaft der beiden wird ebenfalls in "Die Worteschüttlerin" thematisiert, indem ihre Freundschaft der Baum ist, der selbst nach seinem eigenen Fall die Ideologie der Nationalsozialisten zum Einstürzen bringen kann.

Freundschaft und familiäre Liebe stellen in "Die Bücherdiebin" die einzigen Instrumente dar, die der oder dem Einzelnen zum Kampf gegen die Schreckensherrschaft zur Verfügung stehen. Sie sind es, die es Liesel ermöglichen, zu überleben und später ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Über den Autor Markus Zusak

Markus Zusak (*1975) ist ein deutsch-australischer Schriftsteller. Zusak ist der Sohn einer Deutschen und eines Österreichers. Seine Eltern hatten den Zweiten Weltkrieg in Olching bei München überlebt, bevor sie in den 1950-er Jahren nach Australien auswanderten. Die Erzählungen seiner Eltern über den Krieg und insbesondere über die Judenverfolgung und Bombenangriffe dienten ihm als Vorlage und Inspiration für seinen Roman "Die Bücherdiebin".

Neben dem Roman "Die Bücherdiebin" (2005) zählt auch der Roman "Der Joker" (2002) zu seinen bekanntesten Werken.

Die Bücherdiebin - Das Wichtigste

  • "Die Bücherdiebin" ist ein Roman des deutsch-australischen Schriftstellers Markus Zusak, der 2005 unter dem englischen Originaltitel "The Book Thief" erschien.
  • Der Ich-Erzähler des Romans ist der Tod, der die Geschichte von Liesel Meminger erzählt, die als Kind während des Zweiten Weltkrieges in der fiktiven Stadt Molching bei München gelebt hat.
  • "Die Bücherdiebin" verfügt über eine Rahmen- und eine Binnenhandlung, wobei der Tod in beiden der Ich-Erzähler ist.
  • Die Sprache in "Die Bücherdiebin" ist an das Zielpublikum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen angepasst. Sie zeichnet sich besonders durch die metaphorischen Einordnungen des Todes aus.
  • Die Mortalität ist eines der zentralen Themen in "Die Bücherdiebin", da das Sterben durch den Krieg und die Massenvernichtung während des Holocausts allgegenwärtig ist. Fast alle Figuren sterben während des Romans, nur Liesel und Max überleben die Kriegszeit.
  • "Die Bücherdiebin" kann auch als Bildungsroman verstanden werden, der Liesels Entwicklung thematisiert, die durch den Krieg und den Nationalsozialismus geprägt und durch Freundschaft und familiäre Liebe ermöglicht wird.


Nachweise

  1. Markus Zusak (2009). Die Bücherdiebin. Blanvalet Verlag.
  2. inhaltsangabe.de: Die Bücherdiebin (25.07.2022)
  3. shmoop.com: The Book Thief (25.07.2022)
  4. Charlotte Gauger (2019). Literatur im Kontext – M. Zusaks The Book Thief. Transcript Verlag.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Die Bücherdiebin

Im Epilog des Buches die Bücherdiebin schafft es der Tod Liesels Seele einzusammeln. Sie empfängt ihn jedoch wie einen alten Freund und hat ein langes glückliches Leben hinter sich.

Die Bücherdiebin spielt in der fiktiven Kleinstadt Molching bei München, in Anlehnung an den realen Ort Olching im Westen von München.

Die Bücherdiebin wurde von Markus Zusak geschrieben.

Mark Zusak schrieb das Buch "Die Bücherdiebin" welches im Zweiten Weltkrieg spielt.

Finales Die Bücherdiebin Quiz

Frage

Was rettete Liesel beim Bombenangriff auf die Himmelstraße das Leben?

Antwort anzeigen

Antwort

Liesel schrieb während des Angriffs Tagebuch im Keller ihres Hauses und kam somit nicht ums Leben.

Frage anzeigen

Frage

Wer ist der Erzähler des Buches "Die Bücherdiebin"?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Tod 

Frage anzeigen

Frage

Wieso ist der Erzähler in "Die Bücherdiebin" besonders?

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Antwort

Durch die "Leblosigkeit" des Todes kann er mit einem anderen Blickwinkel auf die Menschen schauen. Er wird im Buch zwar personifiziert, jedoch trotzdem klar von den Menschen abgetrennt.

Frage anzeigen

Frage

Was ist das erste Buch, das Liesel stiehlt und wofür verwendet sie es?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach dem Tod ihres Bruders findet sie an seinem Grab das Buch "Handbuch für Totengräber". Mit dem Buch bringt ihr Pflegevater, Hans Hubermann, ihr das Lesen und Schreiben bei. 

Frage anzeigen

Frage

Was ist die Erzählhaltung des Erzählers im Buch?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Erzähler in "Die Bücherdiebin" ist auktorial bzw. allwissend.

Frage anzeigen

Frage

Was verbindet Max und Liesel?

Antwort anzeigen

Antwort

Max und Liesels Freundschaft entwickelt sich durch die Liebe zu Worten und die Hoffnung, die beide aus ihnen schöpfen können.

Frage anzeigen

Frage

Was macht Liesel als Max im Koma liegt?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie liest ihm aus ihren Büchern vor

Frage anzeigen

Frage

Wie viele Begegnungen mit dem Tod hatte Liesel?

Antwort anzeigen

Antwort

Liesel hat zur Zeit ihres Lebens vier Begegnungen mit dem Tod. Die erste, als ihr Bruder stirbt und sie an seinem Grab ihr erstes Buch stiehlt. Die zweite, als Liesel und Rudi einen sterbenden, abgestürzten feindlichen Soldaten finden und die dritte, als die Himmelstraße bombardiert wird. Am Ende ihres erfüllten Lebens trifft sie den Tod zum letzten Mal und empfängt ihn wie einen alten Freund.

Frage anzeigen

Frage

Warum kam Liesel nach Molching?

Antwort anzeigen

Antwort

Ihre Mutter musste sie wegen Verfolgung und finanzieller Not zu Pflegeeltern geben.

Frage anzeigen

Frage

Was ist die Rahmen- und was die Binnenhandlung im Roman "Die Bücherdiebin"?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Rahmenhandlung sind die Berichte des Todes über die Schrecken des Zweiten Weltkrieges und das Ende als der Tod Liesel letztendlich mit sich nimmt. Die Binnenhandlung hingegen ist die Geschichte, die Liesel selbst aufgeschrieben hat und die der Tod erzählt. 

Frage anzeigen

Frage

Durch welches Ereignis kommt Liesel mit Ilsa Hermann in Kontakt?

Antwort anzeigen

Antwort

Als im Dorf Bücher verbrannt werden, rettet Liesel ein Buch aus den Flammen. Ilsa Hermann, die Frau des Bürgermeisters, beobachtet sie dabei und versteht sie. Sie verschafft Liesel daraufhin freien Zutritt zu ihrer Bibliothek.

Frage anzeigen

Frage

Wieso kennt der Erzähler die Geschichte der Bücherdiebin?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach dem Bombenangriff auf die Himmelstraße verliert Liesel ihr Tagebuch. Der Tod nimmt es an sich und sieht Liesels Geschichte als "eine, die erzählt werden muss". Am Ende ihres Lebens gibt er ihr das Buch und ihre Geschichte zurück.

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Parabel?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Parabel ist eine kurze und lehrhafte Erzählung und gehört damit zu den epischen Kurzformen. Die Parabel besteht aus zwei Ebenen: Sie erzählt eine Geschichte im Vordergrund (Bildebene), aus der die Leser*innen die eigentliche Bedeutung auf der Metaebene (Sachebene) interpretieren sollen. 

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Wie heißt die Parabel, die Max für Liesel schreibt? 

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Die Worteschüttlerin

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In Form welches Stilmittels setzt Markus Zusak in "Die Bücherdiebin" Farben ein?

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Wer schrieb den Roman "Die Bücherdiebin"?

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Markus Zusak

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Wann erschien "Die Bücherdiebin"?

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2005

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Die Freundschaft und die familiäre Liebe stehen in "Die Bücherdiebin" für die Instrumente, die _________________________________________. Sie sind es, die es Liesel ermöglichen zu überleben und später ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. 


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Die Freundschaft und die familiäre Liebe stehen in "Die Bücherdiebin" für die Instrumente, die dem Einzelnen zum Kampf gegen die Schreckensherrschaft übrig bleiben. Sie sind es, die es Liesel ermöglichen zu überleben und später ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. 

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Wo liegt die fiktive Stadt Molching in "Die Bücherdiebin"?

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Bei München

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