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Agnes Peter Stamm

Agnes Peter Stamm

Agnes Peter Stamm Inhaltswarnung Suizid, Gewalt, Rassismus oder Diskriminierung StudySmarter

"Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet."1 – Mit diesen beiden Sätzen beginnt der Roman "Agnes" von Peter Stamm, der im Jahr 1998 veröffentlicht wurde. Wecken diese Sätze Deine Neugier?

Das Werk "Agnes" handelt von der tragischen Liebesbeziehung zwischen der 25-jährigen Agnes und dem anonymen Ich-Erzähler, bei dem es sich um einen etwa 40-jährigen Schweizer Sachbuchautoren handelt. Im Verlauf der Handlung schreibt der Ich-Erzähler eine Geschichte über Agnes. Obwohl Geschichten in der Regel nicht zum Tod führen, nimmt die Fiktion zunehmend Einfluss auf das tatsächliche Leben der jungen Frau und ihre Beziehung zum Ich-Erzähler.

"Agnes" – Zusammenfassung

Der Roman "Agnes" verfügt über eine Rahmen- und eine Binnenhandlung. Die Rahmenhandlung besteht aus dem ersten sowie dem letzten Kapitel. In diesen beiden Kapiteln befindet sich der Ich-Erzähler allein in seiner Wohnung in der US-amerikanischen Stadt Chicago. Die Binnenhandlung umfasst die gesamte Beziehung des Ich-Erzählers zu Agnes. Vom ersten Kennenlernen bis hin zum Verschwinden von Agnes vergehen neun Monate.

Teil 1 der Rahmenhandlung

Der Ich-Erzähler gibt an, dass Agnes tot ist und sie durch eine Geschichte getötet wurde. In seiner Wohnung schaut er sich eine Videokassette an. Auf dem Video ist er mit Agnes während eines gemeinsamen Wanderausflugs in einem Nationalpark zu sehen. Die Lesenden erfahren, dass die beiden ein Paar waren und gemeinsam in der Wohnung des Ich-Erzählers gelebt haben, bevor "Agnes gegangen ist".1

Das Kennenlernen

Neun Monate zuvor – im April – haben sich der Ich-Erzähler und Agnes in einer Bibliothek in Chicago kennengelernt. Die beiden verbringen zwei Tage in Folge ihre Raucherpausen miteinander und führen beiläufige Gespräche über die Stadt und das Wetter. Am dritten Tag besuchen die beiden ein Café. In den nächsten Wochen begegnen sie sich immer wieder in der Bibliothek und lernen sich mehr und mehr kennen.

Der Ich-Erzähler lädt Agnes zum Essen in einem chinesischen Restaurant ein. Als der vor dem Restaurant auf Agnes wartet, entdeckt er die Leiche einer jungen Frau und alarmiert den Notdienst. Beim späteren Abendessen unterhalten sich der Ich-Erzähler und Agnes über den Tod. Agnes erzählt, dass sie große Angst vor dem Sterben hat.

Die beiden machen sich auf den Weg zur Wohnung des Ich-Erzählers und küssen sich im Fahrstuhl zum ersten Mal. In der Wohnung angekommen, schlafen sie miteinander. Für Agnes ist es die erste sexuelle Erfahrung. Am nächsten Tag sprechen die beiden darüber, dass sie nicht an ein Leben nach dem Tod glauben. Außerdem erzählt Agnes von ihrer Kindheit und dem schlechten Verhältnis zu ihrem Vater.

Die fiktionale Geschichte

Nach einer kurzen Reise nach New York, um für ein neues Buch zu recherchieren, besucht der Ich-Erzähler Agnes zum ersten Mal in ihrer Wohnung. Agnes zeigt ihm eine von ihr geschriebene Kurzgeschichte, auf die der Ich-Erzähler sehr neidisch und mit viel Kritik reagiert. Agnes löscht die Geschichte daraufhin.

Nach dem Streit um die Geschichte versöhnen sich die beiden bei einem gemeinsamen Spaziergang. Der Ich-Erzähler bezeichnet sich zum ersten Mal als Agnes Freund. Agnes schlägt ihm vor, eine Geschichte über sie zu schreiben, weil sie erfahren möchte, was der Ich-Erzähler von ihr hält. In der Wohnung des Ich-Erzählers angekommen, wünscht sich Agnes, dass er sofort zu schreiben beginnt. Da sich der Ich-Erzähler lieber ein gerade stattfindendes Feuerwerk anschauen möchte, schreibt er in der Geschichte auf, dass er und Agnes sich ein Feuerwerk anschauen. Daraufhin gehen die beiden auf das Dach des Hauses und schauen sich das Feuerwerk tatsächlich an.

Der Ich-Erzähler schreibt zunächst über vergangene Ereignisse, doch schnell sind sich die beiden uneinig über bestimmte Details, da sie sich unterschiedlich an die vergangenen Situationen erinnern. Bei einem Spaziergang im Park erscheint Agnes dem Ich-Erzähler fremd. Gleichzeitig fühlt er sich aufs Engste mit ihr verbunden. Er gesteht ihr seine Liebe, die für ihn einer Sucht gleichkommt.

Die fiktionale Geschichte des Ich-Erzählers spielt nun in der Zukunft, da er bereits alle vergangenen Ereignisse aufgeschrieben hat. Die Handlungen der fiktiven Agnes beeinflussen nun die Beziehung der beiden. So trägt Agnes die Kleider, die der Ich-Erzähler die fiktive Agnes in seiner Geschichte tragen lässt. Außerdem fragt der Ich-Erzähler Agnes in der fiktiven Geschichte, ob sie bei ihm einziehen möchte, woraufhin Agnes tatsächlich in die Wohnung des Ich-Erzählers einzieht.

Schwangerschaft und Trennung

Das Paar macht im Oktober einen kurzen Camping-Ausflug in einen nahegelegenen Nationalpark. Dort erleidet Agnes einen Schwächeanfall.

Wieder in Chicago angekommen, schreibt der Ich-Erzähler an der Geschichte über Agnes weiter. In der Geschichte macht er ihr einen Heiratsantrag, den die fiktive Agnes annimmt. In einem tatsächlichen Traum des Ich-Erzählers lehnt Agnes den Antrag wütend und ängstlich ab. Der Ich-Erzähler wird eifersüchtig, weil er denkt, dass Agnes einen anderen Mann liebt. Im wachen Zustand integriert er den Traum in die fiktive Geschichte.

An Halloween möchte Agnes gemeinsam mit dem Ich-Erzähler an einem Umzug ihrer Universität teilnehmen. Agnes ist wütend und enttäuscht, weil der Ich-Erzähler absagt und zu einer anderen Feier geht. Auf dieser Feier lernt der Ich-Erzähler Louise kennen. Louise flirtet mit ihm, küsst ihn auf die Wange und gibt ihm ihre Telefonnummer.

Am nächsten Morgen teilt Agnes dem Ich-Erzähler mit, dass sie schwanger ist. Der Ich-Erzähler ist gegen die Schwangerschaft und deutet an, dass sie das Kind abtreiben könne. Agnes ist traurig und enttäuscht. Der Ich-Erzähler wirft Agnes vor, dass sie ihn nicht lieben würde und sagt, dass die fiktive Agnes nicht schwanger werden würde. Er verlässt daraufhin die Wohnung.

Als er zurückkommt, ist Agnes mit ein paar ihrer Sachen aus der Wohnung verschwunden. Am nächsten Tag trennt sich Agnes während eines Telefonats von ihm.

Affäre

Der Ich-Erzähler hält sich häufig in der Nähe von Agnes Wohnung auf und ist außerdem in Bars und in der Bibliothek unterwegs. In der Bibliothek trifft er erneut auf Louise. Diese lädt ihm zu einem Familienessen bei ihren Eltern ein. Der Ich-Erzähler nimmt die Einladung an, hat kurz darauf jedoch ein schlechtes Gewissen. Er setzt sich wieder an die Geschichte über Agnes und löscht den Teil der Handlung, in dem er seinen Traum aufgeschrieben hat. Nun schreibt er, dass das Paar sich gemeinsam um das Kind kümmern will.

Beim Familienessen behandeln Louises Eltern den Ich-Erzähler wie ihren zukünftigen Schwiegersohn. Wenige Tage später besucht der Ich-Erzähler Louise auf ihrer Arbeit. Dort küssen die beiden sich und Louise gibt an, dass die beiden sich nicht lieben müssen, um miteinander Spaß haben zu können. Solange der Ich-Erzähler nicht an Agnes denkt, geht es ihm gut.

Fehlgeburt und zweiter Beziehungsversuch

Der Ich-Erzähler schreibt die Geschichte über Agnes weiter und nennt das darin vorkommende Kind Margaret. Er entschließt sich dazu, sein Leben zu ändern und ist sich sicher, dass er und Agnes wieder zusammenkommen werden. Ihn erreicht ein Anruf von einer Kollegin von Agnes, die ihm mitteilt, dass Agnes krank sei und er sie besuchen solle. Der Ich-Erzähler kämpft mit dem Gefühl, seine Freiheit zu verlieren. Erst drei Tage nach dem Anruf macht er sich auf den Weg zu Agnes und kauft auf dem Weg zu ihr einen Ratgeber über Babys.

Agnes hatte eine Fehlgeburt und kann diese nur schwer verkraften. Der Ich-Erzähler entschuldigt sich für sein Verhalten und schlägt ihr vor, dass die beiden zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen können, ein gemeinsames Kind zu bekommen. Kurz darauf zieht Agnes erneut bei ihm ein. Während der Ich-Erzähler bei den Erzählungen über einen von Agnes Professoren von Eifersucht geplagt wird, ist Agnes nicht eifersüchtig, als er ihr von Louise erzählt. Dies kränkt ihn sehr.

Das Paar schreibt gemeinsam an der fiktionalen Geschichte mit Margaret weiter. In der Geschichte heiratet das Paar und sie bekommen ein zweites Kind. Agnes forscht sogar nach dem Sternzeichen des fiktiven Kindes Margaret. Bei einem Einkaufsbummel kaufen der Ich-Erzähler und Agnes einen Teddybären für Margaret und eine Puppe für das zweite Kind ein. In der Kinderabteilung beginnt Agnes zu weinen.

Zu Hause erkennt sie, dass die fiktive Geschichte eine Lüge ist und sie dadurch nicht glücklich wird. Sie fordert, dass der Ich-Erzähler von nun an wieder über reale Ereignisse schreibt. Die beiden küssen sich und beschließen, nun wieder zusammen zu sein.

Agnes wirkt meist distanziert, scheint die Fehlgeburt jedoch zu verarbeiten. Die beiden überlegen, ob sie in Zukunft in Chicago oder der Schweiz leben werden. Das Weihnachtsfest feiern die beiden gemeinsam. An Weihnachten erhält der Ich-Erzähler eine Einladung zur Silvesterfeier von Louises Eltern. Später am Abend sprechen Agnes und der Ich-Erzähler über vergangene Beziehungen und Agnes sagt, dass sie nur den Ich-Erzähler wirklich liebe.

Agnes wird krank

Agnes hat sich schwer erkältet und der Ich-Erzähler kümmert sich um sie. Er schreibt außerdem an der Geschichte weiter und beginnt das Ende der Geschichte zu verfassen: Agnes fährt an Silvester mit dem Zug von Chicago in einen anderen Ort, dort steigt sie aus und irrt in der Kälte umher.

Am nächsten Tag bezeichnet Agnes den Ich-Erzähler während eines Telefonats mit ihrer Mutter lediglich als einen Freund. Sie begründet diese Wortwahl mit dem seltenen Kontakt, den sie zu ihren Eltern hat. Der Ich-Erzähler schreibt das Ende der Geschichte um und lässt die Geschichte positiv enden.

Das positive Ende der Geschichte gefällt Agnes nicht. Auch der Ich-Erzähler ist unzufrieden damit. Er entscheidet sich dafür, das erste Ende weiterzuschreiben. Agnes' Gesundheitszustand verschlechtert sich, sie ist sich sicher, dass sie an Silvester zu schwach sein wird, um gemeinsam mit dem Ich-Erzähler zu feiern. Deshalb erlaubt sie dem Ich-Erzähler an Silvester zu Louises Feier zu gehen.

Während der Ich-Erzähler auf Louises Feier ist, bleibt Agnes an Silvester zu Hause. Vor Mitternacht telefonieren Agnes und der Ich-Erzähler miteinander. Agnes sagt, dass sie den Ich-Erzähler vermisst und dieser antwortet, dass er am nächsten Tag wieder bei ihr sein wird. Gegen Ende der Feier begleitet der Ich-Erzähler Louise in deren Wohnung.

Wieder in seiner Wohnung angekommen, findet der Ich-Erzähler auf seinem Computerbildschirm das Dokument mit dem Ende der Geschichte geöffnet vor. In dieser Geschichte befindet sich die fiktive Agnes zunächst vor dem Computerbildschirm, zieht ihren Wintermantel an und verlässt dann die Wohnung. Sie fährt mit dem Zug fort. An einer Station steigt sie aus und irrt durch die Kälte umher bis in einen Wald hinein. An einem zugefrorenen See legt sie sich schließlich schlafen und erfriert.

Agnes befindet sich nicht in der Wohnung des Ich-Erzählers. Auch ihr Wintermantel fehlt.

Teil 2 der Rahmenhandlung

Agnes ist nicht zurückgekehrt. Der Ich-Erzähler schaut sich das Ende der Videokassette an.

"Agnes" – Charakterisierung

Die beiden zentralen Charaktere des Romans "Agnes" stellen Agnes sowie der namenlose Ich-Erzähler dar. Die Handlung dreht sich um die Liebesbeziehung der beiden, andere Figuren haben in der Personenkonstellation nur kleinere Nebenrollen. Einen gemeinsamen Freundes- oder Bekanntenkreis haben die beiden nicht, da Agnes den Großteil ihres Lebens in der Universität verbringt, während sich das Leben des Ich-Erzählers darum dreht, Sachbücher zu schreiben.

Agnes

  • ist 25 Jahre alt
  • schreibt ihre Dissertation in Physik und arbeitet nebenbei als Assistentin am Mathematik-Institut der Chicago University
  • hatte ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater
  • hatte eine kurze romantische Beziehung mit einem Schauspieler
  • spielt Cello in einem Streichquartett
  • liebt die Malerei und Gedichte
  • wird als schlanke, nicht sehr große Frau beschrieben
  • hat braune Haare und blaue Augen
  • ist blass und schminkt sich nicht
  • scheint eine Essstörung sowie eine Angststörung zu haben und weist außerdem Tendenzen für eine Zwangsstörung auf
  • wirkt manchmal schwach und hilfsbedürftig, manchmal jedoch auch sehr stark und selbstständig
  • ist eine Einzelgängerin und sagt von sich selbst, dass sie "kein sehr sozialer Mensch"1 sei
  • ist rational, distanziert und kühl, gleichzeitig jedoch auch sehr emotional, sensibel und verletzlich
  • führt eine Beziehung mit dem Ich-Erzähler
  • macht ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit dem Ich-Erzähler
  • Im Verlauf der Handlung wird Agnes vom Ich-Erzähler schwanger. Da er das Kind nicht möchte, trennen sich die beiden.
  • erleidet eine Fehlgeburt und kann den Verlust nicht verkraften
  • kommt erneut mit dem Ich-Erzähler zusammen, distanziert sich jedoch emotional von ihm
  • flüchtet sich zunehmend in eine fiktive Welt
  • kopiert zunehmend die Handlungen ihrer literarischen Figur in der Geschichte des Ich-Erzählers und begeht vermutlich Suizid

Der Ich-Erzähler

  • Der Ich-Erzähler bleibt namenlos und auch sein genaues Alter wird nicht genannt. Lesende erfahren lediglich, dass er so alt ist, dass er der Vater von Agnes sein könnte. Daher ist er wahrscheinlich über 40 Jahre alt.
  • ist ein Schweizer Sachbuchautor, der vorübergehend in den USA lebt
  • wohnt in einem Hochhaus in Chicago
  • lernt Agnes in der Bibliothek kennen
  • verliebt sich in Agnes und geht eine Beziehung mit ihr ein
  • Der Ich-Erzähler schreibt eine Geschichte über Agnes, in der er die Figur der Agnes idealisiert. Der Handlungsverlauf der Geschichte nimmt zunehmend Einfluss auf die tatsächliche Beziehung des Paares.
  • ist ein Einzelgänger und meidet soziale Kontakte
  • ist unfähig, über seine Gefühle zu reden
  • ist routiniert und strukturiert
  • wird leicht eifersüchtig
  • ist schnell gekränkt und neidisch
  • kann sich Fehler eingestehen
  • fordert, dass Agnes die Schwangerschaft abbricht
  • hat eine Affäre mit Louise
  • Der Ich-Erzähler ist sehr freiheitsliebend: Er findet es einengend, in einer festen Beziehung zu sein und will sich nicht an eine Frau binden.

"Agnes" – Analyse

Der Roman "Agnes" besteht aus 36 kurzen Kapiteln, die sich in eine Rahmen- und eine Binnenhandlung einteilen lassen. Neben diesen Textebenen des Werks werden in diesem Abschnitt die Erzählperspektive sowie das Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit im Roman erläutert. Im Rahmen der sprachlichen Analyse von "Agnes" werden zum einen der Schreibstil sowie zum anderen die verwendeten rhetorischen Stilmittel analysiert.

Textebenen in "Agnes"

Während das einleitende sowie das abschließende Kapitel in den Zeitformen Präsens und Perfekt verfasst sind, ist der Rest der Handlung im Präteritum geschrieben. Grund dafür ist Aufteilung in eine Rahmen- und Binnenhandlung: In der Rahmenhandlung des Romans wird eine gegenwärtige Situation beschrieben, die Ereignisse in der Binnenhandlung liegen hingegen in der Vergangenheit zurück. Die Handlung der Binnenerzählung wird in chronologischer Reihenfolge erzählt.

Mehr Informationen zu Rahmen- und Binnenhandlungen erhältst Du in der Erklärung "Novelle" auf StudySmarter!

Außerdem wird durch die zum Teil fiktive Geschichte, die der Ich-Erzähler über Agnes schreibt, eine dritte Textebene eröffnet. Insbesondere die fiktiven Komponenten dieser Textebene beeinflussen im Verlauf des Romans zunehmend die tatsächliche Beziehung des Liebespaares.

Erzählperspektive von "Agnes"

Im Roman "Agnes" liegt die Erzählperspektive des Ich-Erzählers vor. Bei dem Ich-Erzähler handelt es sich gleichzeitig um eine der beiden Hauptfiguren des Romans. Sein Name wird an keiner Stelle des Werks erwähnt.

Durch die Erzählperspektive des Ich-Erzählers erhalten Lesende Informationen über die Gefühle und Gedanken des Ich-Erzählers. Alle geschilderten Ereignisse werden subjektiv aus seiner Perspektive berichtet. Damit handelt es sich um einen unzuverlässigen Erzähler.

Ein unzuverlässiger Erzähler berichtet nicht wahrheitsgemäß über Ereignisse. Beispielsweise kann sich eine vom Erzähler aufgestellte Behauptung im weiteren Handlungsverlauf als unwahr herausstellen. Dabei kann der Erzähler absichtlich in Form von Lügen oder unabsichtlich, z. B. aufgrund von fehlerhaften Erinnerungen, agieren. Lesende werden durch widersprüchliche Aussagen auf den unzuverlässigen Erzähler aufmerksam und müssen für sich entscheiden, inwieweit sie die Aussagen des Erzählers glauben.

Mehr Informationen zum Ich-Erzähler erhältst Du in der Erklärung "Erzähler" auf StudySmarter!

Diese Subjektivität zeigt sich beispielsweise als der Ich-Erzähler und Agnes über die Geschichte reden, die der Ich-Erzähler über Agnes geschrieben hat. Die beiden diskutieren über bestimmte niedergeschriebene Details, da Agnes sich teilweise an andere Geschehnisse erinnert als der Ich-Erzähler. So schreibt der Ich-Erzähler beispielsweise in seinem Text, dass die beiden in einem chinesischen Restaurant gegessen haben, während Agnes sich sicher ist, dass es sich um ein indisches Restaurant gehandelt habe.

Der Ich-Erzähler nutzt sowohl die direkte als auch die indirekte Rede, wenn er von den Äußerungen der Figuren erzählt:

Er habe, erzählte Agnes, in einem Café in der Lobby eines großen Hotels etwas getrunken. An einem Nachmittag. "Ich bin ein paarmal mit ihm dort gewesen", sagte Agnes [...] 1

Erzählzeit und erzählte Zeit in "Agnes"

Die Erzählzeit des Romans "Agnes" ist sehr viel kürzer als die erzählte Zeit. Während letztere neun Monate beträgt, ist es möglich den Roman in nur wenigen Stunden vollständig zu lesen. Dementsprechend liegen im Roman mehrere Zeitsprünge vor oder Teile der Handlung werden stark zusammengefasst:

Wir sprachen nur stichwortartig über uns selbst, diskutierten stattdessen über Kunst und Politik, über die Präsidentschaftswahlen im Herbst und über die Verantwortung der Wissenschaft.1

Das Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit unterstützt den kühlen und distanzierten Schreibstil des Autors: Eine ganze Beziehung – vom Kennenlernen des Paares bis hin zum Verschwinden von Agnes – wird auf 152 Seiten komprimiert wiedergegeben.

Mit dem Begriff der Erzählzeit wird die Zeitspanne definiert, die Lesende benötigen, um einen literarischen Text zu lesen. Die erzählte Zeit eines literarischen Werks meint hingegen den Zeitraum, in dem sich die Handlung inhaltlich abspielt.

Sprache in "Agnes"

"Agnes" ist in Hochdeutsch verfasst und leicht verständlich. Der Roman besteht vorwiegend aus einfachen Hauptsätzen, die nur selten durch Nebensätze verschachtelt sind. Stamm verzichtet zudem an vielen Stellen des Werks darauf, Substantive durch die Verwendung von Adjektiven und Adverbien näher zu beschreiben:

Lange wanderte ich am See entlang. Am Ende des Grant Park fand ich ein Café. Es war niemand darin zu sehen, aber als ich eintrat, kam die Kellnerin aus dem Hinterzimmer. Sie machte das Licht an und fragte mich, was ich wünsche. Sie brachte mir einen Kaffee und verschwand wieder durch die Tür hinter der Theke.1

Insgesamt trägt Stamms nüchterner und distanzierter Schreibstil dazu bei, die kühle und triste Stimmung, die im Leben der Romanfiguren vorherrscht, sprachlich zu unterstützen.

Rhetorische Stilmittel

Stamm geht in seinem Roman "Agnes" sparsam mit rhetorischen Stilmitteln um. Auffällig häufig verwendet er jedoch Metaphern.

Eine Metapher ersetzt einen eigentlich gemeinten Begriff durch einen anderen sprachlichen, oft bildhaften Ausdruck. Dabei findet eine Bedeutungsübertragung statt. Mehr Informationen dazu findest Du in der Erklärung "Metapher" auf StudySmarter!

Dann und wann kamen wir an Häusern vorbei, die nicht alleine standen und doch kein Dorf bildeten.1

Mit diesem sprachlichen Bild spielt der Autor auf die Liebesbeziehung des Ich-Erzählers und Agnes an: Obwohl die beiden ein Paar sind, werden sie in Laufe des Romans keine eigene Familie gründen. Insbesondere der Ich-Erzähler fürchtet sich davor, sich fest an Agnes zu binden und die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen.

Ein kurzer Austausch zwischen Agnes und dem Ich-Erzähler während einer Wanderung lässt sich ebenfalls auf die Beziehung der beiden übertragen:

Wir sollten Zweige knicken", sagte Agnes, "damit wir zurückfinden."

"Wir gehen nicht zurück", sagte ich, "nicht diesen Weg."1

Durch diese Metapher zeichnet es sich bereits ab, dass die Wanderung einen Wendepunkt in der Beziehung des Paares darstellen wird. Und tatsächlich — während des Wanderns gibt es erste Anzeichen dafür, dass Agnes schwanger ist. Diese Schwangerschaft führt wenig später zur Trennung des Paares.

"Agnes" – literarische Epoche

Der Roman "Agnes" wird der literarischen Epoche der Postmoderne zugeordnet, die grob auf den Zeitraum von 1968 bis 2011 datiert wird.

Bezüglich der genauen Datierung der Epoche liegen unterschiedliche Einschätzungen vor. Mehr Informationen dazu erhältst Du in der Erklärung "Postmoderne Literatur" auf StudySmarter!

Autorinnen und Autoren der Epoche nahmen an, dass der Mensch stark von äußeren Einflüssen geformt wird und er sich diesem Formungsprozess kaum entziehen kann. In den Werken der Postmoderne lässt sich daher häufig das Motiv der Sinnlosigkeit des Lebens wiederfinden.

In Werken der Postmoderne wurde oft sehr subjektiv von Geschehnissen berichtet. Autorinnen und Autoren der Postmoderne verwendeten dafür vermehrt einen unzuverlässigen Erzähler, der u. a. widersprüchlich von bestimmten Ereignisse berichtet. Lesende sollen dadurch an der Vertrauenswürdigkeit der Erzählinstanz zweifeln, so auch in "Agnes".

Ein weiteres Merkmal der Postmoderne stellen Bezüge zu anderen bekannten (literarischen) Werken dar. Auch in "Agnes" lassen sich zahlreiche solcher Verweise, u. a. auf bekannte Theaterstücke, Lieder und lyrische Werke, finden.

Bezüge zu literarischen Werken werden unter dem Begriff "Intertextualität" zusammengefasst, Bezüge zu Kunstwerken oder Musikstücken werden unter der Bezeichnung "Intermedialität" zusammengefasst.

Werke der Postmoderne wirken oft sehr konstruiert: Auch Stamm nimmt durch den Rahmen der Erzählung einiges an Informationen vorweg. Bereits in den ersten beiden Sätzen teilt der Autor den Lesenden mit, wie der Roman – höchstwahrscheinlich – enden wird und begründet gleichzeitig, wie es dazu kommt: "Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet."1 Das Ende des Romans bleibt damit nicht offen, vielmehr läuft die Handlung unausweichlich auf diesen, bereits zu Beginn des Romans postulierten, Ausgang zu. Auch das Motiv der Sinnlosigkeit wird anhand dieser Rahmung sichtbar: Lesende ahnen bereits voraus, dass Agnes gegen Ende des Romans sterben wird.

"Agnes" – Interpretation

Neben der Liebesbeziehung des Ich-Erzählers und Agnes wird in "Agnes" thematisiert, wie mächtig der Einfluss von Worten auf das Leben einer Person sein kann. Außerdem spielen im Roman "Agnes" auch die Themen Leben und Tod sowie die Frage nach dem Sinn des Lebens eine Rolle. Das Motiv der Kälte und die Farbsymbolik im Roman lassen ebenfalls Interpretationen zu.

Der Autor Peter Stamm möchte die Lesenden mit seinem Werk zum Nachdenken anregen und will sich nicht zur Interpretation seines Werks äußern. Solange sich Lesende unvoreingenommen und detailliert mit dem Text beschäftigen, sind laut dem Autor viele Interpretationsansätze möglich:

Es gibt für das Buch keine Lösung wie für ein Kreuzworträtsel. Nicht einmal die Frage, ob Agnes am Ende des Buches tot ist oder lebt, lässt sich eindeutig beantworten. Weder von mir noch von Ihnen. Das soll Sie nicht daran hindern, darüber nachzudenken.2

Die Macht der Worte: Das Wechselspiel von Fiktion und Realität

Im Roman "Agnes" vermischen sich die fiktiven Ereignisse der Geschichte, die der Erzähler schreibt, und die realen Ereignisse in der Beziehung des Paares zunehmend. Nachdem der Ich-Erzähler alles bereits Geschehene in der Beziehung der beiden aufgeschrieben hat, fügt er seinem Buch zunehmend fiktionale Elemente hinzu, die wiederum die Beziehung der beiden beeinflussen. Beispielsweise schreibt der Ich-Erzähler auf, was Agnes anzieht und am nächsten Tag trägt Agnes die beschriebene Kleidung:

Du kommst im dunkelblauen Kleid", sagte ich.

"Wie meinst du das?", fragte sie erstaunt.

"Ich habe die Gegenwart überholt", sagte ich, "ich weiß schon, was geschehen wird."

Sie lachte.

Wirklich trug Agnes das blaue kurze Kleid, als sie am nächsten Tag zu mir kam.1

Außerdem zieht Agnes in die Wohnung des Ich-Erzählers ein, nachdem der Ich-Erzähler der fiktiven Agnes in seiner Geschichte vorgeschlagen hat, zusammenzuziehen. Durch die Geschichte des Ich-Erzählers wird deutlich, dass er eine andere Vorstellung von Agnes und von der Beziehung hat als sie selbst.

Dem zunächst spielerisch anmutenden Wechselspiel von Fiktion und Realität naht ein jähes Ende, als Agnes schwanger wird. Für seine fiktive Geschichte hat der Ich-Erzähler keine Schwangerschaft vorgesehen: "Agnes wird nicht schwanger."1 Der Sachbuchautor kann die von seiner literarischen Grundlage abweichende Realität nicht akzeptieren. Da die Realität nicht seinen eigenen subjektiven Wünschen entspricht, trennt sich das Paar: Der Ich-Erzähler möchte keine Kinder, Agnes schon.

Nachdem Agnes eine Fehlgeburt erlitten hat, baut der Ich-Erzähler das Kind in seine Geschichte ein, um Agnes über den Verlust hinwegzuhelfen. Doch Agnes kann die Fehlgeburt nicht verkraften.

Der Ich-Erzähler entwickelt unterschiedliche Enden für sein Buch. Da weder er noch Agnes mit einem glücklichen Ausgang der Geschichte zufrieden sind, verfasst er ein tragisches Ende, in dem Agnes einen Kältetod stirbt. Agnes entdeckt dieses Ende der Geschichte in einem Dokument auf dem Computer des Ich-Erzählers und nimmt sich ihre literarische Figur höchstwahrscheinlich zum Vorbild.

Interpretiert man das Ende des Romans "Agnes" so, dass Agnes Suizid begeht, so stellt sich die Frage, inwiefern der Ich-Erzähler sie in ihrer Entscheidung beeinflusst hat. Hätte Agnes ebenfalls den Tod gewählt, wenn sie die Worte des Ich-Erzählers nie gelesen hätte? Der Ich-Erzähler wusste, dass Agnes sich von seinen fiktionalen Elementen leicht beeinflussen lässt.

Frage nach dem Sinn des Lebens

Das Motiv von Leben und Tod im Roman "Agnes" ist eng mit der Frage nach dem Sinn des Lebens verknüpft. Insbesondere Agnes setzt sich im Roman häufig mit dem Tod auseinander. Agnes ist nicht religiös und geht davon aus, dass der Tod endgültig ist und dass das menschliche Leben aufgrund der Vergänglichkeit wenig Sinn bereithält.

Agnes fürchtet sich davor, eines Tages gänzlich zu verschwinden. Viele ihrer Handlungen werden von ihrem Wunsch vorangetrieben, etwas Bleibendes zu hinterlassen. So bitte sie den Ich-Erzähler darum, eine Geschichte über sie zu schreiben. Ihr Kinderwunsch sowie das nicht Verkraften der Fehlgeburt, können als gescheiterte Versuche wahrgenommen werden, Spuren zu hinterlassen und den Sinn des Lebens zu finden.

Beziehungskälte und emotionale Distanz

Über den gesamten Roman hinweg greift der Autor wiederholt das Motiv der Kälte auf. Die Kälte kann als Metapher für die Beziehungskälte und emotionale Distanz zwischen Agnes und dem Ich-Erzähler interpretiert werden. Zum Teil kommt diese auch durch die gestörte bzw. fehlende Kommunikation zwischen den beiden zustande. Insbesondere gegen Ende des Romans ist die Stimmung zwischen dem Paar angespannt und geprägt von Missverständnissen, wie im folgenden Beispiel:

Du warst lange weg", sagte Agnes, als ich zurückkam.

"Du hast doch gesagt, du wolltest allein sein."

"Es war kein Vorwurf, sei doch nicht so empfindlich. Ich habe gesagt, es stört mich nicht, wenn du gehst. Nicht, dass ich allein sein will."1

Zudem friert Agnes schnell, auch in Anwesenheit des Ich-Erzählers. Dies kann im übertragenen Sinne bedeuten, dass die Beziehung zum Ich-Erzähler sie nicht erfüllt und ihr auch keine Wärme und Geborgenheit schenkt. Am Ende der fiktiven Geschichte des Ich-Erzählers erfriert Agnes. Es kann interpretiert werden, dass Agnes ihrem literarischen Vorbild nacheifert, da die Kälte sie von innen auffrisst und ihr ihren Lebenswillen raubt.

Farbsymbolik

Stamm macht sich an vielen Stellen des Werks den symbolischen Kontrast von Licht und Dunkelheit zunutze, um die Beziehung des Liebespaares zu charakterisieren. Während helle Farben und Licht in den schönen Momenten der Beziehung dominieren, taucht eine dunkle Farbsymbolik auf, wenn sich das Paar in Krisen befindet.

Als der Ich-Erzähler und Agnes zum ersten Mal miteinander schlafen, brennt die ganze Nacht Licht im Schlafzimmer und die beiden erwachen erst, als der neue Tag hereinbricht und es draußen hell wird:

Wir hatten das Licht nicht gelöscht, und es brannte noch immer, als wir irgendwann später in der Nacht einschliefen. Ich erwachte, als es draußen schon langsam hell wurde. Das Licht war jetzt gelöscht […]1

Das Licht symbolisiert die Wärme und Nähe zwischen Agnes und dem Ich-Erzähler, die zu Beginn ihrer Beziehung von keinen negativen Gefühlen oder Ereignissen geschmälert werden. Gegen Ende des Romans wird das Motiv der Dunkelheit insbesondere in der Geschichte, die der Ich-Erzähler über Agnes schreibt, zunehmend aufgegriffen:

Agnes hatte das Ende der Straße erreicht. Vor ihr lag der Park in vollkommener Dunkelheit. Blind machte sie einige Schritte ins Dunkle hinein, dann konnte sie wieder sehen. Es war, als würde sie eine andere Welt betreten. Der Himmel, der, vom Licht der Straßenlampen verschmutzt, wie eine orangefarbene Decke über den Wohnvierteln gelegen hatte, war hier durchsichtig schwarz.1

Das Ende der Geschichte des Ich-Erzählers, in der Agnes erfriert, führt vermutlich dazu, dass Agnes es ihr gleichtut. Damit spiegelt die dunkle Farbsymbolik den inneren, psychischen Zustand von Agnes wider. Alternativ ist es möglich, dass Agnes die Beziehung zum Ich-Erzähler beendet und nun keine Rolle mehr im Leben des Ich-Erzählers spielt. Ihr Tod wäre demnach nur ein symbolischer Tod im Leben des Ich-Erzählers.

Über den Autor Peter Stamm

Der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm wurde im Jahr 1963 geboren. Er studierte zunächst Anglistik, dann Psychologie und Psychopathologie, brach die Studiengänge jedoch ab, um sich dem Schreiben zu widmen. Seit 1990 arbeitet Stamm sowohl als freier Journalist als auch als Autor. Das Werk "Agnes", das im Jahr 1998 veröffentlicht wurde, stellte das Romandebüt des Autoren dar. Neben Romanen schreibt Stamm auch Theaterstücke und Hörspiele.

Agnes Peter Stamm – Das Wichtigste

  • Der Roman "Agnes" des Autors Peter Stamm wurde im Jahr 1998 veröffentlicht. Thematisiert wird die Liebesgeschichte zwischen der 25-jährigen Agnes und einem etwa 40-jährigen Schweizer Sachbuchautoren, der gleichzeitig der Ich-Erzähler des Romans ist.
  • Im Verlauf des Romans bittet Agnes den Ich-Erzähler eine Geschichte über ihre Beziehung zu schreiben. Die fiktiven Elemente der Geschichte nehmen zunehmend Einfluss auf Agnes' Leben und gegen Ende des Romans scheint Agnes wie ihr fiktives Ich Suizid begangen zu haben.
  • Der Roman verfügt über eine Rahmen- und eine Binnenhandlung. Außerdem wird durch die Geschichte, die die Figur des Ich-Erzählers schreibt, eine weitere Textebene eröffnet.
  • Stamms Schreibstil lässt sich als nüchtern und distanziert beschreiben. Sprachliche Mittel setzt der Autor in "Agnes" nur sparsam ein.
  • In "Agnes" wird thematisiert, wie mächtig der Einfluss von Worten auf das Leben einer Person sein kann. Außerdem spielen im Roman die Themen Leben und Tod sowie die Frage nach dem Sinn des Lebens eine Rolle.
  • Das Motiv der Kälte sowie die Farbsymbolik in der Geschichte spiegeln den Zustand der Beziehung des Paares wider: Die anfänglichen Motive der Wärme und Helligkeit weichen mit zunehmenden Problemen in der Beziehung des Paares den Motiven der Kälte und Dunkelheit.

Agnes Peter Stamm Hilfe in Krisensituationen telefonseelsorge.de, telefonseelsorge.at StudySmarter


Nachweise

  1. Peter Stamm (2013). Agnes. Fischer Taschenbuch Verlag.
  2. http://www.peterstamm.ch/agnes.php: Peter Stamm Texte – Agnes. (25.08.2022)
  3. https://lektuerehilfe.de/peter-stamm/agnes: Agnes. (28.08.2022)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Agnes Peter Stamm

Der Roman "Agnes" kann als Liebesgeschichte bezeichnet werden, da im Roman die Liebesbeziehung des namenlosen Ich-Erzählers und Agnes thematisiert wird. 

Der Roman "Agnes" spielt in der US-amerikanischen Stadt Chicago.

Was mit der Figur Agnes am Ende des Romans "Agnes" passiert, bedarf der Interpretation der Leserschaft. Eine mögliche Interpretation ist, dass Agnes am Ende des Romans Suizid begeht. 

Der Roman "Agnes" wird der Epoche der Postmoderne zugeordnet. 

Finales Agnes Peter Stamm Quiz

Frage

Fasse den Inhalt des Romans "Agnes" kurz zusammen!

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Antwort

  • Im Roman "Agnes" beschreibt der Ich-Erzähler seine Beziehung zur 25-jährigen Agnes. 
  • Der Ich-Erzähler schreibt eine Geschichte über die Beziehung des Paares und vermischt Realität mit Fiktion.
  • Agnes wird schwanger, der Ich-Erzähler will jedoch kein Kind und das Paar trennt sich.
  • Agnes verliert das Kind und sie und der Ich-Erzähler kommen wieder zusammen. 
  • Agnes' Realität wird zunehmend von der fiktiven Handlung in der Geschichte des Ich-Erzählers bestimmt.
  • Das Ende des Romans deutet darauf hin, dass Agnes sich ihr fiktives Ich zum Vorbild genommen und ebenfalls Suizid begangen hat. 

Frage anzeigen

Frage

Über welche Textebenen verfügt der Roman "Agnes"? 

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Antwort

Der Roman verfügt über eine Rahmen- und eine Binnenhandlung. Außerdem wird durch die fiktive Geschichte, die der Ich-Erzähler schreibt, eine weitere Textebene eröffnet. 

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Frage

Durch die Erzählperspektive des Ich-Erzählers in "Agnes" ...

Antwort anzeigen

Antwort

erhalten Lesende Einblicke in die Gefühle und Gedanken von Agnes.

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Frage

Welche Aussage trifft auf das Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit im Roman "Agnes" zu? 

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Antwort

Die Erzählzeit ist kürzer als die erzählte Zeit. 

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Frage

Beschreibe die Sprache im Roman "Agnes"!

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Antwort

  • Hochdeutsch
  • leicht verständliche Sprache 
  • vorwiegend einfache Hauptsätze
  • wenige Adjektive und Adverbien
  • sparsame Verwendung von rhetorischen Stilmitteln
  • nüchterner und distanzierter Schreibstil

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Frage

Welcher literarischen Epoche lässt sich der Roman "Agnes" zuordnen?

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Antwort

Postmoderne

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Frage

In welchem Jahr wurde der Roman "Agnes" veröffentlicht?

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Antwort

1998

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Frage

In welcher Stadt spielt die Handlung des Romans "Agnes"?

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Antwort

Chicago

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Wie kann das Motiv der Kälte im Roman "Agnes" interpretiert werden? 

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  • Metapher für die Beziehungskälte und emotionale Distanz zwischen Agnes und dem Ich-Erzähler
  • Agnes friert schnell, auch in Anwesenheit des Ich-Erzählers: Beziehung zum Ich-Erzähler erfüllt sie nicht, die Beziehung schenkt ihr keine Wärme und Geborgenheit 
  • eventueller Kältetod von Agnes: Kälte hat ihr den Lebenswillen geraubt

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Wie kann die Farbsymbolik im Roman "Agnes" interpretiert werden?

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  • Kontrast von Licht und Dunkelheit charakterisiert die Beziehungsphasen des Liebespaares
  • helle Farben und Licht dominieren in den schönen Momenten der Beziehung 
  • dunkle Farbsymbolik taucht in Krisensituationen auf

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Wie heißt der Autor des Romans "Agnes"?

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Peter Stamm

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Inwiefern kann interpretiert werden, dass Agnes nach dem Sinn des Lebens sucht?

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  • Agnes geht davon aus, dass der Tod endgültig ist und dass das menschliche Leben aufgrund der Vergänglichkeit wenig Sinn bereithält. 
  • Ihre Handlungen werden von dem Wunsch vorangetrieben, etwas Bleibendes zu hinterlassen. 
  • Sie bittet den Ich-Erzähler darum, eine Geschichte über sie zu schreiben, wünscht sich Kinder und verkraftet die Fehlgeburt nicht.

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Warum trennt sich Agnes von dem Ich-Erzähler?

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Agnes ist schwanger und möchte das Kind bekommen. Der Ich-Erzähler will keine Kinder und schlägt vor, das Kind abzutreiben. 

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Was passiert in der Rahmenhandlung des Romans "Agnes"?

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  • Der Ich-Erzähler gibt zunächst an, dass Agnes tot ist und sie durch eine Geschichte getötet wurde. 
  • Die Lesenden erfahren, dass der Ich-Erzähler und Agnes ein Paar waren und gemeinsam in der Wohnung des Ich-Erzählers gelebt haben, bevor "Agnes gegangen ist".1
  • Der Ich-Erzähler schaut sich eine Videokassette an, die während eines gemeinsamen Wanderausflugs mit Agnes entstanden ist. 
  • Agnes kehrt nicht zurück. 

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Wo lernen sich der Ich-Erzähler und Agnes kennen?

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