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Hast Du schon einmal einen Text verfasst, in dem Du über vergangene Ereignisse und Handlungen berichtet hast? Wahrscheinlich hast Du dabei die Zeitform des Präteritums verwendet. Das Präteritum ist eine Zeitform, die vorwiegend in der schriftlichen Sprache verwendet wird, um vergangene Ereignisse und Handlungen zu beschreiben.Der Begriff "Präteritum" leitet sich vom lateinischen Wort praeteritum ab, was übersetzt "das Vorbeigegangene" bedeutet. Alternativ…
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Jetzt kostenlos anmeldenHast Du schon einmal einen Text verfasst, in dem Du über vergangene Ereignisse und Handlungen berichtet hast? Wahrscheinlich hast Du dabei die Zeitform des Präteritums verwendet.
Das Präteritum ist eine Zeitform, die vorwiegend in der schriftlichen Sprache verwendet wird, um vergangene Ereignisse und Handlungen zu beschreiben.
Der Begriff "Präteritum" leitet sich vom lateinischen Wort praeteritum ab, was übersetzt "das Vorbeigegangene" bedeutet. Alternativ wird das Präteritum auch "Imperfekt" oder "1. Vergangenheit" genannt. Der Begriff "Imperfekt" leitet sich von dem lateinischen Wort imperfectus ab, was übersetzt "unvollendet" bedeutet.
Weitere Vergangenheitsformen im Deutschen sind das Perfekt und das Plusquamperfekt. Wenn Du mehr über diese beiden Vergangenheitsformen erfahren möchtest, lies Dir gern die Erklärungen "Perfekt" und "Plusquamperfekt" auf StudySmarter durch!
Das Präteritum hat zwei Funktionen: Einerseits kannst Du damit auf in der Vergangenheit bereits abgeschlossene Handlungen und Ereignisse Bezug nehmen, andererseits kannst Du mit dem Präteritum auch über als wahr anerkannte Zustände und Tatsachen aus der Vergangenheit sprechen.
In dem folgenden Beispiel wird über ein Ereignis gesprochen, das in der Vergangenheit abgeschlossen wurde und keinen Bezug zur Gegenwart des Sprechers bzw. der Sprecherin hat.
Um 10 Uhr machte sich Michael auf den Weg zur Uni und erreichte sie gegen 11 Uhr.
Das Präteritum wird hauptsächlich in der Schriftsprache verwendet. Zwar kannst Du das Präteritum auch in der gesprochenen Sprache nutzen, dies ist jedoch eher ungewöhnlich. Beim Sprechen über Vergangenes verwendet man im Deutschen in der Regel das Perfekt.
Das Präteritum wird verwendet, um über Fakten zu sprechen, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Im folgenden Beispiel werden mit dem Präteritum Aussagen über einen bekannten deutschen Schriftsteller getroffen, dessen Leben und Wirken historisch belegt werden können.
Friedrich Schiller war ein Dichter des 18. Jahrhunderts und schrieb viele Gedichte.
In der deutschen Sprache wird zwischen Sätzen, die im Präteritum Aktiv stehen und Sätzen, die im Präteritum Passiv stehen, unterschieden.
In einem Aktivsatz liegt der Fokus auf der handelnden Person:
Der Lehrer unterrichtete die Kinder.
Im obigen Beispiel stellt der Lehrer das Subjekt dar. Du erfährst in diesem Satz also, wer die beschriebene Handlung ausübte.
In einem Passivsatz liegt der Fokus hingegen auf der Handlung und nicht auf dem Subjekt. Das heißt, wer die Handlung in einem Passivsatz ausführt, ist unwichtig. Oft wird der oder die Handelnde gar nicht erwähnt:
Die Kinder wurden unterrichtet.
In dem Beispielsatz "Die Kinder wurden unterrichtet" fehlt das Subjekt: Du erfährst nicht, wer die Kinder unterrichtete.
Falls Du mehr über das Aktiv und das Passiv erfahren möchtest, dann schau Dir doch die Erklärung "Aktiv und Passiv" auf StudySmarter an!
Um das Präteritum Aktiv zu bilden, werden die Verbendungen -te, -test, -te, -ten, -tet, -ten an den Stamm des Verbs angehängt. Diese Bildungsregel lässt sich jedoch nur im Fall von regelmäßigen Verben anwenden. Die Bildung des Präteritum Aktiv von unregelmäßigen Verben weicht davon ab. Mehr dazu erfährst Du im folgenden Abschnitt.
Regelmäßige Verben
Bei regelmäßigen Verben verändert sich der Verbstamm beim Konjugieren nicht.
Bei dem Verb "spielen" handelt es sich beispielsweise um ein regelmäßiges Verb. Der Verbstamm "spiel" bleibt bei der Konjugation unverändert, z. B. "ich spielte", "du spieltest", "er spielte" usw.
Unregelmäßige Verben
Im Gegensatz zu regelmäßigen Verben verändert sich bei unregelmäßigen Verben bei der Konjugation der Verbstamm.
Bei dem Verb "fahren" handelt es sich um ein unregelmäßiges Verb. Der Verbstamm "fahr" verändert sich bei der Konjugation. So lautet das Präteritum Aktiv des Verbs "ich fuhr", "du fuhrst", "er fuhr", "wir fuhren", "ihr fuhrt", "sie fuhren".
Wie Du bereits im vorherigen Abschnitt erfahren hast, wird das Präteritum Aktiv von regelmäßigen Verben gebildet, indem die Endungen -te, -test, -te, -ten, -tet, -ten an den jeweiligen Stamm eines Verbs angehängt werden. In der folgenden Tabelle kannst Du die Bildung des Präteritums Aktiv am Beispiel des regelmäßigen Verbs "lernen" nachvollziehen:
Verbstamm | Verbendung | |
ich | lern | -te |
du | lern
| -test |
er/sie/es | lern
| -te |
wir | lern
| -ten |
ihr | lern
| -tet |
sie | lern
| -ten |
Falls Du mehr über Verben erfahren möchtest, dann schau Dir doch die Erklärung "Verben" auf StudySmarter an!
Im Gegensatz zur Bildung des Präteritums Aktiv von regelmäßigen Verben wird das Präteritum Aktiv von unregelmäßigen Verben und Mischverben abweichend gebildet. Während die Verbendungen von Mischverben identisch mit den Verbendungen von regelmäßigen Verben sind, weist das Präteritum von unregelmäßigen Verben eigene Verbendungen auf. Außerdem verändert sich bei Mischverben jeweils ein Vokal ihres Verbstammes. In der folgenden Tabelle siehst Du diese Veränderung.
Mischverben
Manche Verben besitzen sowohl Eigenschaften von regelmäßigen Verben als auch Eigenschaften von unregelmäßigen Verben. Sie werden deshalb Mischverben genannt. So stimmen die Endungen der Präteritumform von Mischverben mit den Endungen von regelmäßigen Verben überein. Zudem findet ein Vokalwechsel im Verbstamm statt, wobei es sich um eine typische Eigenschaft von unregelmäßigen Verben handelt. Häufig vorkommende Mischverben sind u. a. "kennen", "denken" und "bringen".
Das unregelmäßige Verb "essen" | Das unregelmäßige Verb "fahren" | Das unregelmäßige Verb "schreiben" | Das unregelmäßige Verb "lesen" | Das unregelmäßige Verb "vergessen" | |
ich | aß | fuhr | schrieb | las | vergaß |
du | aßest | fuhrst | schriebst | lasest | vergaßt |
er/sie/es | aß | fuhr | schrieb | las | vergaß |
wir | aßen | fuhren | schrieben | lasen | vergaßen |
ihr | esst | fuhrt | schriebt | last | vergaßt |
sie | aßen | fuhren | schrieben | lasen | vergaßen |
Der Vokal in jedem der angeführten unregelmäßigen Verben erfährt im Präteritum einen Wechsel. Im Fall von "essen" wird der Vokal "e" zu einem "a", das "a" im "fahren" wird zu einem "u" usw.
Mehr Informationen über unregelmäßige Verben erhältst Du in der Erklärung "Verben" auf StudySmarter.
Präteritum des Mischverbs "wissen" | |
ich | wusste |
du | wusstest |
er/sie/es | wusste |
wir | wussten |
ihr | wusstet |
sie | wussten |
Wie Du sehen kannst, sind die Verbendungen für das Präteritum des Mischverbs "wissen" identisch mit den Verbendungen regelmäßiger Verben, es handelt sich in beiden Fällen um die Endungen "-te", "-test", "-te", "-ten", "-tet", "-ten". Der Vokal "i" des Mischverbs "wissen" wird im Präteritum zu einem "u".
Die Bildung des Präteritums von Modalverben ist relativ einfacher. Denn ihre Präteritumform wird gebildet, indem Du jeweils der Umlaut entfernst und nach dem Verbstamm ein "-t" anhängst. Und dann fügst du auch noch die üblichen Verbendungen dazu, die mit den Verbendlungen für regelmäßige Verben im Präteritum identisch sind. Wie das geht, das siehst Du in der Tabelle.
Personalpronomen | "müssen" | "können" | "dürfen" |
ich | musste | konnte | durfte |
du | musstest | konntest | durftest |
er/sie/es | musste | konnte | durfte |
wir | mussten | konnten | durften |
ihr | musstet | konntet | durftet |
sie | mussten | konnten | durften |
Für das Modalverb "möchten" gibt es keine Präteritumform! Stattdessen wird "wollten", also das Präteritum von "wollen", verwendet.
Das Präteritum von "wollen" wird genauso wie das Präteritum von "müssen", "können" und "dürfen" gebildet, nur brauchst Du bei "wollen" den Umlaut nicht wegzumachen, da "wollen" ja keinen Umlaut hat.
Beim Präteritum Passiv spielt das handelnde Subjekt keine wichtige Rolle mehr, d. h. es ist nicht wichtig, wer und was etwas tut, sondern nur wichtig, dass etwas geschehen ist oder getan wurde.
Am letzten Samstag wurde die Patientin in das Krankenhaus eingewiesen.
In dem Beispiel ist es nicht relevant, wer die Patientin in das Krankenhaus eingewiesen hat.
Um das Präteritum Passiv zu bilden, brauchst Du dafür neben dem Präteritum des Hilfsverbs "werden" auch noch das Partizip II eines Verbs. Beim Satz im Präteritum steht dann das Hilfsverb meist an der zweiten, das Partizip II eines Verbs dagegen an der letzten Stelle.
Das Partizip II
Das Partizip II — auch "Partizip Präteritum" genannt — ist die zweite Vergangenheitsform des Verbs und wird beispielsweise auch bei der Bildung des Perfekts, wie im folgenden Beispiel, verwendet.
Ich habe gegessen.
Das Partizip II des Verbs "essen" ist "gegessen".
Auch beim Partizip II solltest Du den Unterschied zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Verben beachten. Während das Partizip II des regelmäßigen Verbs "arbeiten" "gearbeitet" ist, lautet das Partizip II des unregelmäßigen Verbs "befehlen" hingegen "befohlen". Es kommt in diesem Beispiel also zu einer Vokalveränderung im Stamm des unregelmäßigen Verbs.
Mehr Details zu den Themen "Partizip II" findest Du in der Erklärung "Verben" auf StudySmarter.
Das Präteritum Passiv von regelmäßigen Verben wird mit dem Präteritum des Hilfsverbs "werden" und dem Partizip II des regelmäßigen Verbs gebildet. In der folgenden Tabelle siehst Du, wie das Präteritum Passiv des regelmäßigen Verbs "ausbilden" gebildet wird.
Personalpronomen | Hilfsverb "werden" | Partizip II des regelmäßigen Verbs "ausbilden" |
ich | wurde | ausgebildet |
du | wurdest | ausgebildet |
er/sie/es | wurde | ausgebildet |
wir | wurden | ausgebildet |
ihr | wurdet | ausgebildet |
sie | wurden | ausgebildet |
Wie das Präteritum Passiv von unregelmäßigen Verben und Mischverben gebildet wird, siehst Du im Folgenden anhand der Beispiele des unregelmäßigen Verbs "ansprechen" und des Mischverbs "bringen".
Bei der Bildung des Präteritums von Mischverben und unregelmäßigen Verben gibt es Ausnahmen bzw. Abweichungen.
Die Verbendungen von Mischverben sind zwar identisch mit den Verbendungen von regelmäßigen Verben, jedoch verändert sich bei Mischverben im Präteritum ein Vokal.
Das Präteritum von unregelmäßigen Verben dagegen hat eigene Verbendungen, so lautet z. B. das Präteritum von "werden" "wurden" und nicht etwa "wurdten."
Obwohl das Präteritum und das Perfekt zwei Vergangenheitsformen darstellen, wird das Präteritum vorwiegend in der Schriftsprache und das Perfekt dagegen in der mündlichen Sprache verwendet.
Das Präteritum ist eine Zeitform, die vorwiegend in der schriftlichen Sprache benutzt wird, um über vergangene Ereignisse und Handlungen zu berichten.
Zur Bildung des Präteritums von regelmäßigen Verben gehören der Stamm eines Verbs und eine Verbendung. Z. B. "spiel" (Verbstamm) + "-te" (Verbendung) = spielte.
Das Präteritum wird auch 1. Vergangenheit genannt.
Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Präteritum und dem Imperfekt. Der Begriff "Imperfekt" ist eine alternative Bezeichnung für das Präteritum.
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