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Epische Texte

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Epische Texte

Ein junges Waisenkind lebt bei seiner Tante und seinem Onkel, von denen er jedoch nur ausgenutzt wird. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er kurz vor seinem elften Geburtstag einen Brief erhält, der ihn nach Hogwarts, eine Schule für Hexerei und Zauberei, einlädt. Dort lernt er alles über die Welt der Magie und lernt seine neuen Freunde Hermine und Ron kennen. Schon bald entbrennt ein andauernder Kampf gegen den bösen Zauberer Lord Voldemort, gegen den sich die Freunde immer wieder beweisen müssen.

Die Rede ist hier natürlich von "Harry Potter", einem der bekanntesten Romane der letzten Jahrzehnte. Neben "Harry Potter" zählen jedoch auch Märchen wie "Schneewittchen", literarische Klassiker wie "Effi Briest" oder Comics, wie die "Avengers", die später als große Hollywood Produktionen verfilmt wurden, zu den Epischen Texten.

Definition von epischen Texten

Die Epik gehört neben der Dramatik und Lyrik zu den drei literarischen Gattungen. Alle drei Gattungen enthalten Texte der fiktiven Literatur, jedoch zählen zur Epik ausschließlich Werke, die von einem Erzähler wiedergegeben werden.

Der Begriff Epik leitet sich vom griechischen Wort epikós ab, was "zum Epos gehörende Dichtung" bedeutet. Wie der Wortursprung stammt die Gattung der Epik aus der griechischen Antike. Dort galten umfangreiche Dichtungen, die aus Versen und gehobener Sprache bestanden, als Epen. Zu den bekanntesten frühen epischen Texten zählen die "Illias" und die "Odyssee" des griechischen Dichters Homer.

Homer gilt als erster Dichter des westlichen Teils Europas und als Autor der Ilias und der Odyssee, den beiden bekanntesten Werken der griechischen Mythologie. Die Daten seiner Geburt und seines Todes sind nicht zweifelsfrei bekannt, jedoch wird seine Lebenszeit zwischen dem 8. und 7. Jahrhundert vor Christus eingeordnet.

Epische Texte können also neben der Prosaform, in der die meisten Romane oder Märchen verfasst sind, ebenfalls in Versform geschrieben sein. Daher wurde die Epik in der Antike auch als erzählende oder narrative Dichtung bezeichnet.

Zu den epischen Texten zählen alle Textsorten, die von einem Erzähler wiedergegeben werden und in Prosa- oder Versform verfasst sind.

Während sich die frühen epischen Texte auf die Textform beschränkt haben, findet man sie heute auch in Kino- und Fernsehfilmen in Form von Drehbüchern, in Theaterstücken des epischen Theaters, in der Musik als Liedtexte oder als Erzählung in Computerspielen.

Zu den epischen Texten zählen viele verschiedene Textarten, wie der Roman, Kurzgeschichten, Novellen, Sagen, Märchen und noch viele weitere, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Sie können zum Beispiel unterhalten, belehren oder zum Nachdenken anregen.

Wenn Du mehr zu den "Textarten" wissen willst, schau dir die Erklärung dazu hier auf StudySmarter an.

Arten der epischen Texte

Die epischen Texte werden in der Literatur anhand der Länge der Werke in verschiedene Textarten unterteilt, sodass zwischen epischen Kleinformen, mittleren epischen Formen und epischen Großformen unterschieden wird.

Epische Kleinformen

Zu den Kleinformen zählen epische Texte, die lediglich ein paar Seiten lang sind. Inhaltlich unterscheiden sich die Textarten stark voneinander und haben neben ihrem geringen Umfang lediglich gemeinsam, dass sie von einem Erzähler wiedergegeben werden.

  • Die Kurzgeschichte hat einen unmittelbaren Anfang und ein pointiertes Ende. Sie beschränkt sich inhaltlich auf das Wesentliche, handelt häufig von einer ungewöhnlichen Situation und umfasst nur wenige Seiten.
  • Die Sage ist eine Geschichtserzählung mit einem wahren Kern, sodass eine Mischung aus realen Handlungsorten, Handlungszeiten und Hauptpersonen einerseits und dem Auftreten von Magie, Zauberei und Fabelwesen andererseits entsteht.
  • Die Legende ist eine kurze, kulturspezifische Erzählung, die früher zu feierlichen Anlässen vorgetragen wurde. Inhaltlich handelt sie überwiegend von dem Leben und dem Wirken eines realen Heiligen, wobei die Situation jedoch erfunden ist.
  • Die Fabel ist eine Erzählung, bei der häufig durch Tiere mit menschlichen Charaktereigenschaften eine Lehre oder Moral vermittelt werden soll.
  • Die Parabel ist eine kurze belehrende Erzählung, bei der eine allgemeine Erkenntnis durch einen anschaulichen Vergleich verdeutlicht werden soll.
  • Das Märchen ist ein epischer Text, der von fantastischen Geschehnissen, wie Heldenreisen mit fantastischen Wesen in Form von Hexen, Riesen, Geistern und Fabeltieren berichtet. Eine Besonderheit von Märchen bilden auch die sprechenden und wie Menschen handelnden Tiere.
  • Der Schwank ist eine kurze und lustige Erzählung aus dem Volksleben. Meistens werden zwei gegensätzliche Figuren gegenübergestellt, wobei eine der beiden als überlegen gilt.
  • Die Anekdote ist eine kurze, oft witzige Schilderung einer besonderen Begebenheit im Leben einer Person. In den meisten Fällen handelt die Geschichte vom Erzähler/von der Erzählerin selbst, einer ihm/ihr bekannten Person oder einer bekannten Persönlichkeit.
  • Die Kalendergeschichte ist eine kurze und einfache Erzählung, die unterhalten und belehren soll.

Auch die Ballade, die überwiegend als lyrische Textart bezeichnet wird, kann zu den epischen Texten gezählt werden, da sie eine Mischform der drei Literaturgattungen darstellt. Daher enthält die Ballade auch epische Elemente.

Mittlere epische Formen

Zu den mittleren Formen werden epische Texte gezählt, die eine Länge von bis zu hundert Seiten umfassen. Da auch die mittleren Formen einen relativ geringen Umfang aufweisen, zeichnen sie sich dadurch aus, dass ihr Inhalt auf das Wesentliche reduziert ist und ein zentraler Konflikt dargestellt wird.

  • Die Novelle ist eine epische Erzählung mittleren Umfangs, in der wenige außergewöhnliche, aber dennoch realistische Ereignisse geschildert werden, die von einem oder sogar mehreren Wendepunkten beeinflusst werden. Meist folgt die Novelle dem Aufbau des klassischen Dramas.

Als aristotelisches oder klassisches Drama wird die ursprüngliche Form des Dramas bezeichnet. Die Handlung wird dabei in fünf Akte unterteilt.

  1. Akt: Exposition → Die handelnden Figuren werden vorgestellt und ein erster Konflikt deutet sich an.
  2. Akt: Steigerung (auch erregendes Moment genannt) → Die Handlung verschärft sich und steuert auf den Höhepunkt zu.
  3. Akt: Höhepunkt (auch Peripetie genannt) → Der Höhepunkt der Handlung ist erreicht.
  4. Akt: Retardierendes Moment → Die Handlung fällt nach dem Höhepunkt etwas ab und wird im retardierenden Moment verzögert, um Spannung vor der Katastrophe aufzubauen.
  5. Akt: Katastrophe → Das Drama endet zumeist mit dem Tod des Protagonisten.

Zu den bekanntesten Novellen der deutschen Literatur zählen "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann, "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller und "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff.

  • Die Erzählung ist eine Geschichte mittlerer Länge, die sowohl von wahren als auch von fiktionalen Begebenheiten handeln kann. Sie wird in chronologischer Reihenfolge von einem Erzähler wiedergegeben. Inhaltlich beschränkt sich die Erzählung auf eine Handlung mit wenigen Figuren.

Großformen

Zu den Großformen zählen epische Texte, die mehrere hundert oder sogar über tausend Seiten lang sind. Die bekanntesten Textarten der epischen Großform sind der Roman und das Epos. Im Gegensatz zu den mittleren Formen werden Charakterentwicklungen und Handlung in den epischen Großformen ausführlicher dargestellt.

Das Epos

Das Epos ist eine Großform der epischen Dichtung, das in gehobener Sprache und in Versform verfasst ist. Die Epen gehen auf die mündliche Überlieferung von mythischen Erzählungen zurück, die sich meist mit Götter- oder Heldensagen, der Gründung von Staaten, den Taten von Herrschern oder Kriegen beschäftigten. Jedoch werden ebenfalls Motive wie Bräuche und Sitten, Liebe, Tod und Freundschaft thematisiert.

Während der antike Epos überwiegend von Göttern und Helden handelte, waren die Epen des Mittelalters von den Abenteuern ritterlicher Helden und der höfischen Gesellschaft geprägt.

Zu den bekanntesten antiken Epen zählen die "Illias" und die "Odyssee" des griechischen Dichters Homer, sowie die "Aeneis" des römischen Dichters Vergil. Bekannte Epen des Mittelalters sind das Heldenepos "Nibelungenlied" aus dem 13. Jahrhundert, sowie die Artusromane.

Der Artusroman ist eine eigene literarische Gattung, die die Romane verschiedener Autoren umfasst, die Romane über König Artus und seine Ritter der Tafelrunde verfasst haben. Einer der bekanntesten Artusromane ist Wolfram von Eschenbachs "Parzival", der zwischen 1200 und 1210 entstanden ist.

Der Roman

Als Roman wird ein langer epischer Text bezeichnet, der sich durch seine Ausführlichkeit, komplexe Struktur, detaillierte Charakterbeschreibung und -entwicklung, sowie fiktive Ereignisse und verschiedene Erzähler auszeichnet. Im Gegensatz zum Epos ist der Roman nicht in Versform verfasst, sondern ein Prosatext. Romane werden anhand ihres Handlungskerns (Hauptplot), der Hauptfiguren oder durch die Zeit und den Ort (Setting) an dem eine Geschichte stattfindet, in Romangenres eingeteilt.

Romangenres

Im Lauf der letzten Jahrhunderte entwickelten sich neben den klassischen Romangenres zahlreiche weitere Unterformen des Romans.

Klassische Romangenres

Als klassische Romangenres werden die Formen des Romans bezeichnet, die sich seit dem 17. Jahrhundert als eigene literarische Textart etabliert und sich vom mittelalterlichen und früh-neuzeitlichen Epos abgehoben haben.

Abenteuerroman

Der Abenteuerroman zeichnet sich durch eine spannungsreiche Handlung und einer kettenartigen Anordnung von Ereignissen aus, die dem Helden/der Heldin widerfahren. Diese/r bricht dabei meist aus seinen/ihren eigenen geordneten Strukturen aus und muss sich in verschiedenen Herausforderungen behaupten.

"Robinson Crusoe" von Daniel Defoe aus dem Jahr 1719

"Die Abenteuer des Tom Sawyer" von Mark Twain aus dem Jahr 1876

Bildungsroman

Der Bildungsroman ist ein Typus des Romans, in dem die Hauptfigur eine Weiterentwicklung und innere Reifung durchläuft, sodass sie am Ende der Handlung eine höhere Bildung erreicht hat. Diese Idee des Bildungsziels stammt aus der Epoche der Aufklärung, in der die Erziehung des Menschen zu einem zentralen Ziel wurde.

"Wilhelm Meisters Lehrjahre" und "Wilhelm Meisters Wanderjahre" von Johann Wolfgang von Goethe aus den Jahren 1795/96

Entwicklungsroman

Im Entwicklungsroman steht die Entwicklung einer meist jungen Hauptfigur im Mittelpunkt, wobei dieser Prozess im Gegensatz zum Bildungsroman nicht zwangsläufig mit dem Erreichen eines höheren Bildungsideals enden muss.

"Die Blechtrommel" von Günter Grass aus dem Jahr 1959

"Homo faber" von Max Frisch aus dem Jahr 1957

Gesellschaftsroman

Der Gesellschaftsroman rückt gesellschaftliche Strukturen, die zur Zeit des Autors vorherrschten, in den Vordergrund. Diese Darstellung ist meist umfassend und stellt die verschiedenen Gesellschaftsschichten und ihre politischen, sozialen sowie wirtschaftlichen Merkmale gegenüber. Die Handlung ist mehrsträngig und durch eine Vielzahl an Figuren geprägt.

"Effi Briest" von Theodor Fontane aus den Jahren 1894/95

"Buddenbrooks" von Thomas Mann aus dem Jahr 1901

Historischer Roman

Der historische Roman zeichnet sich durch eine umfangreiche fiktive Handlung aus, die in eine historische Epoche eingebettet ist oder sich vor dem Hintergrund eines geschichtlichen Ereignisses der Vergangenheit abspielt.

"Waverly" von Walter Scott aus dem Jahr 1814

"Wallenstein" von Alfred Döblin aus dem Jahr 1920

"Der Name der Rose" von Umberto Eco aus dem Jahr 1980

Liebesroman

Der Liebesroman diente im 18. Jahrhundert zunächst als Erziehungsroman der Gesellschaft über Moral- und Wertvorstellungen. Auch heute zeichnet sich der Liebesroman durch das Hauptmotiv der Liebe, das häufig von Hindernissen und einem Happy End begleitet wird, aus.

"Die Leiden des jungen Werthers" von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1774

"Stolz und Vorurteil" von Jane Austen aus dem Jahr 1813

Familienroman

In Familienromanen wird das Familienleben einer oder mehrerer Generationen beschrieben. Dabei werden vor allem Generationenkonflikte, Erbschaften, Familiengeheimnisse und persönliche Träume und/oder Probleme einzelner Familienmitglieder thematisiert.

"Das Leben der Schwedischen Gräfin von G***" von Christian Fürchtegott Gellert aus den Jahren 1747/48

"Buddenbrooks" von Thomas Mann aus dem Jahr 1901

Kunstmärchen

Kunstmärchen sind eine Unterkategorie des Märchens und weisen daher inhaltliche und sprachliche Gemeinsamkeiten auf. Im Gegensatz zum traditionellen Märchen ist jedoch der Verfasser bzw. die Verfasserin des Kunstmärchens bekannt und der Inhalt ist komplexer und umfangreicher gestaltet, sodass das Kunstmärchen nicht zur epischen Kleinform zählt.

Da das Kunstmärchen über den traditionellen Märchenstoff hinausgeht, der Inhalt größtenteils neu geschaffen wird und der Umfang deutlich über den des klassischen Märchens hinausgehen kann, wird die Textart auch als modernes Märchen oder Märchenroman bezeichnet.

"Der blonde Eckbert" von Ludwig Tieck aus dem Jahr 1797

"Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann aus dem Jahr 1814

"Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry aus dem Jahr 1943

Romangenres seit dem 19. und 20. Jahrhundert

Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche weitere Romangenres, die ihre Wurzeln jedoch häufig in älteren Genres haben.

Großstadtroman

Der Großstadtroman ist eine Unterkategorie des Gesellschaftsromans und befasst sich daher auch mit zeitgenössischen gesellschaftlichen Verhältnissen und der Kritik daran. Spezifisch für den Großstadtroman ist dabei aber, dass die Handlung in der Großstadt spielt.

"Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin aus dem Jahr 1929

"Fabian" von Erich Kästner aus dem Jahr 1931

Zeitroman

Der Zeitroman gilt als Unterkategorie des historischen Romans und bildet eine bestimmte Epoche und die dafür typische Lebensweise detailgetreu ab.

"Armuth, Reichthum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores" von Achim von Arnims aus dem Jahr 1810

"Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane aus dem Jahr 1887

Kriegsromane

In Kriegsromanen erzählen die Autoren und Autorinnen Geschichten aus ihren Erfahrungen an der Kriegsfront und schildern dabei ihre Erlebnisse im Krieg. Häufig werden dabei die Themen Angst, Tod und Leid wird das menschliche Verhalten wie Mut, Loyalität oder Feigheit und Verrat behandelt.

"Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque aus dem Jahr 1928

Nachkriegsromane

Nachkriegsromane sind in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) entstanden und verarbeiten die Kriegszeit und die Gräueltaten des Nationalsozialismus.

"Und sagte kein einziges Wort" von Heinrich Böll aus dem Jahr 1953

Kriminalromane

Kriminalromane gehen zurück auf Abenteuer-, Ritter- und Schelmenromane. Inhaltlich befassen sich Kriminalromane mit einem Verbrechen, das durch eine*n Ermittler*in oder Detektiv*in aufgeklärt wird.

"Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt aus dem Jahr 1952

Fantasy Roman

Fantasy Romane zeichnen sich durch die Darstellung einer Gegenwelt zur realen Welt aus. Ähnlich wie im Märchen stehen übernatürliche und magische Elemente im Vordergrund.

"Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien aus den Jahren 1954/55

Science-Fiction-Roman

Science-Fiction-Romane befassen sich mit Themen, die typischerweise aus wissenschaftlich-technischen Bereichen stammen und behandeln Motive wie den Weltraum, Außerirdische, Zeitreise oder künstliche Intelligenz.

"Fahrenheit 451" von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953

Merkmale epischer Texte

Epische Texte weisen einige typische Eigenschaften auf, durch die sie sich von Textarten anderer Literaturgattungen abgrenzen. Gleichzeitig dienen diese Aspekte als Grundlage für die Analyse eines epischen Textes. Dazu gehören das Erzählverhalten und die Erzählperspektive, der prosaistische Schreibstil und die fiktionale Handlung.

Erzähltechnik

Durch unterschiedliche Erzähltechniken können Autoren und Autorinnen ihre Geschichten auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Dadurch kann Spannung gesteigert werden, die Erzählung schneller oder langsamer voranschreiten oder die Handlung aufgelockert werden.

Eine Art, wie Geschichten wiedergegeben werden, ist in der Form des Erzählerberichts. Dabei werden die Handlungen der Figuren von einem Erzähler beschrieben. Je nachdem, welche Erzählperspektive gewählt wurde, kann der Erzähler dadurch auch eigene Betrachtungen und Kommentare einfließen lassen.

Eine weitere Möglichkeit, wie Texte erzählt werden, ist die Figurenrede. Dazu gehört die direkte Rede, die indirekte Rede, die erlebte Rede, der Monolog und der Bewusstseinsstrom.

Die direkte Rede lässt den Text und die Charaktere lebendiger erscheinen, während die indirekte Rede genutzt wird, um eine gewisse Distanz zu den Aussagen herzustellen oder um die Handlung durch die Zusammenfassung des Gesagten zu beschleunigen. Eine weitere Erzähltechnik ist der Bewusstseinsstrom, bei dem Gedanken, Gefühle und Eindrücke einfach aneinandergereiht werden. Dieser Bewusstseinsstrom wird als innerer Monolog in der Er-/Sie-/ oder Ich-Form wiedergegeben.

Erzählperspektive

Epische Texte zeichnen sich durch einen Erzähler aus und unterscheiden sich dadurch maßgeblich von der Dramatik und der Lyrik. Der Erzähler ist die Person bzw. Stimme, die den Lesenden die Geschichte erzählt. Je nachdem, aus welcher Sichtweise das Geschehen wiedergegeben wird, unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Erzählperspektiven.

Auktorialer Erzähler

Der auktoriale Erzähler wird auch als allwissender Erzähler bezeichnet, weil er einen uneingeschränkten Blick auf die Handlung hat und alles über die Charaktere weiß. Diese Erzählperspektive dient vorwiegend der umfassenden Darstellung von Zusammenhängen zwischen den Figuren und den Handlungen der Figuren. Daneben kann der auktoriale Erzähler auch Rückblenden oder Aussichten in die Zukunft geben und weiß damit mehr als die Figuren selbst.

Die Informationen, die der auktoriale Erzähler besitzt, erlauben es ihm, das Geschehen zu kommentieren und zu bewerten. Der Blick dieser Erzählperspektive von außen auf die Handlung wird auch als Außenperspektive bezeichnet.

Der Erzähler eines epischen Textes ist nicht gleichzeitig auch der Autor der Geschichte. Der Autor erschafft vielmehr den Erzähler eines Textes.

Neutraler Erzähler

Der neutrale Erzähler nimmt auch nicht die Sicht einer Figur ein, sondern schildert das Geschehen ebenfalls aus der Außenperspektive. Im Gegensatz zum auktorialen Erzähler wertet oder kommentiert der neutrale Erzähler die Handlung nicht, sondern berichtet nur das, was nach außen hin wahrnehmbar ist. Der neutrale Erzähler ist damit komplett losgelöst von den Figuren des epischen Texts.

Diese Erzählperspektive wird daher überwiegend dann verwendet, wenn ein epischer Text viele Dialoge enthält, da dort die Handlung durch die direkte Rede vorangetrieben wird und der Erzähler nicht kommentierend eingreifen muss.

Personaler Erzähler

Der personale Erzähler nimmt die Sicht von einer Person ein und beschreibt das Geschehen aus dieser Perspektive. Der personale Erzähler kann die Sicht, aus der er die Handlung wiedergibt, wechseln. Er bleibt aber immer auf eine Figur gleichzeitig beschränkt. Wechselt der personale Erzähler innerhalb einer Geschichte zwischen den einzelnen Figuren, wird dies als Multiperspektive bezeichnet.

Der personale Erzähler weiß daher immer nur das, was die Person weiß, aus dessen Sicht er das Geschehen erzählt. Blicke in die Vergangenheit beschränken sich daher auch auf die Sicht dieser Person, wohingegen Blicke in die Zukunft nicht möglich sind.

Der Blick dieser Erzählperspektive von innen aus der Sicht einer Person wird auch als Innenperspektive bezeichnet. Zu erkennen ist der personale Erzähler an der Verwendung der Pronomen Er und Sie, sowie die namentliche Nennung der Figur, aus deren Perspektive das Geschehen wiedergegeben wird.

Ich-Erzähler

Der Ich-Erzähler ist ein Teil der erzählten Welt und schildert das Geschehen aus der Ich-Perspektive. Daher beschränkt sich das Wissen des Ich-Erzählers auf die Gefühle, Gedanken und Eindrücke einer Person. Bewertungen, Kommentare, Ausblicke kann der Ich-Erzähler nicht geben, da es sich auch hierbei um einen Erzähler der Innenperspektive handelt. Rückblicke des Ich-Erzählers beschränken sich darauf, was er selbst erlebt oder gesehen hat.

Den Ich-Erzähler erkennt man an der Verwendung der Ich-Form.

Prosaistischer Schreibstil

Epische Texte sind nicht an eine bestimmte Form des Schreibstils gebunden. Im Gegensatz zu lyrischen Texten, die überwiegend ein Metrum und Reimschema aufweisen, folgen epische Texte keinen Formanforderungen. Sie können in Versen oder in Prosa verfasst sein.

Als Prosa wird eine Form der Sprache bezeichnet, die frei von Reimen, Rhythmus und Versen ist.

Fiktionale Handlung

Epische Texte befassen sich mit fiktionalen Handlungen. Das bedeutet, dass die Inhalte epischer Texte der Vorstellung entstammen und nur ausgedacht sind. Der Ort der Handlung und die Figuren können dabei der Fantasie des Autors bzw. der Autorin entstammen oder auf einer wahren Begebenheit basieren. Epische Texte, die auf ein reales Ereignis zurückgehen, zählen trotzdem zur Fiktion, weil sie in der ausgedachten, künstlerischen Welt des Verfassers bzw. der Verfasserin stattfinden.

Bekannte epische Texte

Da die Epik bereits seit der Antike existiert und auch heute noch die beliebteste literarische Gattung darstellt, ist die Anzahl der epischen Texte nahezu unüberschaubar. Dennoch haben sich in den verschiedenen Epochen einige Werke etabliert, die besondere Bekanntheit erlangten.

Antike

In der Antike wurde vor allem epische Texte in der Form des Epos verfasst. Zu den bekanntesten Schriftstellern epischer Texte der Antike zählen Homer, Hesoid, Vergil und Ovid.

Die bekanntesten Epen der Antike sind:

  • "Illias" und die "Odyssee" von Homer
  • "Theogonie" von Hesiod
  • "Aeneis" und die "Georgica" von Vergil
  • "Metamorphosen" von Ovid.

Mittelalter

Auch im Mittelalter war das Epos die bevorzugte Form des epischen Textes. Dazu zählen vor allem ritterlich-höfische Epen sowie Heldenepen. Dazu verbreiteten sich mündlich die ersten Sagen und Legenden, die jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt niedergeschrieben wurden.

Die bekanntesten Epen der Antike sind:

  • Das "Niebelungenlied"
  • "Parzival" von Wolfram von Eschenbach
  • "Die göttliche Komödie" von Dante Alighieri

19. Jahrhundert bis Gegenwart

Seit der Renaissance und vor allem seit dem 19. Jahrhundert haben sich weitere Formen der epischen Texte etabliert. Zu den bekanntesten Schriftstellern dieser Zeit zählen:

Analyse epischer Texte

Wie bei den Textarten der anderen literarischen Gattungen, lassen sich auch epische Texte im Rahmen einer Analyse in ihre Einzelteile zerlegen, um ihre Merkmale und Besonderheiten herauszuarbeiten.

Unter einer Analyse versteht man die Untersuchung eines lyrischen oder epischen Textes, eines Dramas oder eines Films durch die Zerlegung in seine Einzelteile. Dadurch können Merkmale und Besonderheiten herausgearbeitet werden.

Aufbau der Analyse eines epischen Textes

Wie jede andere Analyse wird die Analyse eines epischen Textes ebenfalls in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert.

1. Einleitung

  • Angaben zu Titel, Autor bzw. Autorin, Textsorte, Erscheinungsdatum und -ort sowie die literarische Epoche
  • Deutungshypothese: In der Deutungshypothese wird in wenigen Sätzen das Kernthema des Textes zusammengefasst. Dabei werden auch Vermutungen über die Intention des Autors bzw. der Autorin angestellt.

2. Hauptteil

  • Kurze Zusammenfassung des Inhalts
  • Untersuchung des Textaufbaus, der Erzählsituation, der Zeit (Erzähltempo und Chronologie der Handlung), des Ortes und der Sprache, sowie die Charakterisierung der Figuren

3. Schluss

Mehr zu diesem Thema findest Du in der Erklärung "Analyse epischer Texte" hier auf StudySmarter!

Interpretation epischer Texte

Basierend auf der Analyse eines epischen Textes erfolgt seine Interpretation. Die Interpretation eines epischen Textes ist die Deutung der Merkmale, die bei der Analyse herausgearbeitet wurden. Dabei wird versucht, nicht nur den Text zu beschreiben, sondern auch seine Bedeutung, seine Absicht und seine Wirkung zu erschließen.

Aufbau der Interpretation

Auch die Interpretation eines epischen Textes wird in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert.

1. Einleitung

  • Die Einleitung besteht aus dem Basissatz. Darin werden der Titel des Werkes, Name des Autors/der Autorin, die Textgattung, Ort und Zeit der Handlung und eine kurze Inhaltszusammenfassung angegeben.

2. Hauptteil

  • Inhaltsangabe: Verlauf der Geschichte, wichtigste Personen und wichtige Ereignisse
  • Hypothese: Behauptung, wie der Text verstanden wird, und Hinweis darauf, dass diese Behauptungen im Folgenden anhand von Textstellen belegt wird
  • Interpretation: Untersuchung des Textes auf inhaltliche, sprachliche, formale, biografische und historische Besonderheiten mit anschließender Deutung dieser Erkenntnisse

3. Schluss bzw. Fazit

  • Die Ergebnisse der Interpretation werden zusammengefasst und mit einer eigenen, sachlichen Wertung versehen.

Mehr zu diesem Thema findest Du in unserer Erklärung "Interpretation literarischer Texte" hier auf StudySmarter!

Werkvergleich epischer Texte

Bei einem Werkvergleich werden zwei Texte auf Gemeinsamkeiten, Unterschiede oder Ähnlichkeiten untersucht. Dabei werden die Texte nicht nur gegenübergestellt, sondern ihre Besonderheiten so herausgearbeitet, dass eine Beziehung zwischen den Werken hergestellt werden kann.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, diese Gegenüberstellung aufzubauen:

  1. Der diachrone Vergleich: Dabei wird zuerst der Basistext auf vorgegebene Aspekte hin analysiert und anschließend wird ein Bezug zum Vergleichstext hergestellt und die vorgegebenen Aspekte verglichen.
  2. Der synchrone Vergleich: Dabei werden Vergleichsaspekte bei beiden Texten herausgearbeitet und parallel miteinander verglichen.

Aufbau des Werkvergleichs

Auch der Werkvergleich wird in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert.

1. Einleitung

  • Basissatz zum Werk, das interpretiert werden soll
  • Aspekte, die analysiert werden sollen
  • Thematische Hinführung zur Textstelle → Welche thematischen Gemeinsamkeit besitzen die beiden Werke?

2. Hauptteil

Interpretationsteil

Vergleichsteil

  • Vorstellung des Vergleichswerks und bibliografische Angaben
  • Beide Texte in Bezug setzen, um Vergleichsaspekte zu ermitteln
  • Anhand der Vergleichsaspekte Parallelen zwischen den Werken identifizieren
  • Anhand der Vergleichsaspekte Unterschiede zwischen den Werken identifizieren
  • Erkenntnisse knapp zusammenfassen

3. Schluss

  • Zusammenfassung und Begründung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Werke in Hinblick auf den Leitaspekt

Epische Texte - Das Wichtigste

  • Die Epik gehört neben der Dramatik und Lyrik zu den drei literarischen Gattungen und zeichnet sich durch die Wiedergabe durch einen Erzähler aus.
  • Epische Texte können in Prosaform oder in Versform verfasst sein, weshalb die Epik in der Antike auch als erzählende oder narrative Dichtung bezeichnet wurde.
  • Epische Texte werden anhand ihrer Länge in die Kleinformen, mittlere epische Formen und in Großformen eingeteilt.
  • Zu den bekanntesten Arten epischer Texte zählen die Kurzgeschichte, das Märchen, die Sage, die Novelle, das Epos und der Roman.
  • Epische Texte sind an den Merkmalen des Erzählverhaltens, der Erzählperspektive, dem prosaistsichen Schreibstil und der fiktionalen Handlung zu erkennen.
  • Epische Texte bieten mit der Analyse, der Interpretation und dem Werkvergleich epischer Texte eine Vielzahl von Möglichkeiten der Textproduktion.

Nachweise

  1. Paradisi.de: Merkmale und Beispiele der drei großen literarischen Gattungen. (19.07.2022)
  2. Br.de: Epische Kurzformen. (19.07.2022)
  3. Lessing-schule.de: Leitfaden "Vergleich epischer Texte". (19.07.2022)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Epische Texte

Zur Epik gehören alle Texte der fiktiven Literatur, die von einem Erzähler wiedergegeben werden. 

Ein epischer Text ist jeder Text der fiktiven Literatur, der von einem Erzähler wiedergegeben wird und in Prosa- oder Versform verfasst ist. 

Ja, Romane sind epische Texte. Sie zählen zur epischen Großform. 

Bekannte Beispiele für epische Werke sind die "Illias" und die "Odyssee" von Homer, "Effi Briest" von Theodor Fontane, "Buddenbrooks" und "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann oder "Die Verwandlung" und "Der Prozess" von Franz Kafka. 

Finales Epische Texte Quiz

Frage

Warum heißt die Erzählung "Die Verwandlung"?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Hauptfigur Gregor Samsa macht äußerlich und innerlich eine dramatische Verwandlung durch.

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Gattungsform gehört das Werk?

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Antwort

Es handelt sich um eine Erzählung. Erzählungen haben eine kurze Einleitung, einen spannenden Hauptteil und einen kurzen Schluss.

Frage anzeigen

Frage

Wer ist der Hauptversorger der Familie?

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Antwort

Vor der Verwandlung ist es Gregor und nach der Verwandlung sein Vater.

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Frage

In was für ein Wesen verwandelt sich Gregor?

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Antwort

In eine Art riesigen Käfer. Er kann nicht mehr sprechen und daher seine Bedürfnisse nicht kommunizieren.

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Frage

Wie geht Gregors Familie nach der Verwandlung mit ihm um?

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Antwort

Anfangs kümmern sie sich noch ein wenig um ihn, aber bald wird er nur noch als Ungeziefer behandelt und sie wollen ihn loswerden.

Frage anzeigen

Frage

Wie endet die Erzählung?

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Antwort

Sie endet mit Gregors Tod. Die Familie verspürt dabei eher Erleichterung als Trauer.

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Frage

Vor welcher Zwickmühle steht Gregor Samsa in seinem Leben?

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Antwort

Er möchte einerseits seinen eigenen Weg gehen, andererseits muss er seine Familie versorgen.

Frage anzeigen

Frage

Welche Rolle spielt Grete in der Familie?

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Antwort

Sie hat viele Freiheiten und ist verwöhnt. Vor der Verwandlung steht sie unter Gregor. Danach nimmt sie eine wichtigere Rolle ein und soll reich heiraten.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Erzählung aufgebaut?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie ist in drei Kapitel und in drei Schwerpunkte unterteilt.

Frage anzeigen

Frage

Um was geht es in den drei Schwerpunkten der Handlung?

Antwort anzeigen

Antwort

1.Teil: Gregors Verhältnis zu seinem Beruf. 2.Teil: Gregors Verhältnis zu seiner Familie. 3.Teil: die Beziehung zu sich selbst.

Frage anzeigen

Frage

Wie entwickeln sich die familiären Machtverhältnisse?

Antwort anzeigen

Antwort

Zu Beginn ist der Vater dominant, am Ende rückt die Schwester in den Mittelpunkt der Familie. 

Frage anzeigen

Frage

Inwiefern stellt die Zahl 3 ein wichtiges Leitmotiv für die Struktur dar?

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Antwort

Es gibt drei Kapitel, drei weitere Familienmitglieder, drei Verwandlungen (Gregor, Vater, Schwester), drei Zimmerherren und drei Hausangestellte.

Frage anzeigen

Frage

Welcher literarischen Epoche gehört "Die Verwandlung" an?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Erzählung gehört zeitgeschichtlich gesehen zum Expressionismus.

Frage anzeigen

Frage

In welcher Stadt verbrachte Franz Kafka einen Großteil seines Lebens?

Antwort anzeigen

Antwort

In Prag, welches damals noch zu Österreich gehörte.

Frage anzeigen

Frage

Was waren typische gesellschaftliche Themen zu Kafkas Zeit (1915)?

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Antwort

Die Frage nach persönlicher und beruflicher Perspektive. Kritik an der Gesellschaft. Theodor Herzls Idee vom Judenstaat.

Frage anzeigen

Frage

Wie heißt der Verfasser von "Der Schimmelreiter?

Antwort anzeigen

Antwort

Theodor Storm

Frage anzeigen

Frage

Für was interessiert sich Hauke bereits als Kind sehr?

Antwort anzeigen

Antwort

Für den Deich. Wie man ihn geometrisch gestaltet und berechnet. Er fertigt immer wieder neue Modelle für den Deich an.

Frage anzeigen

Frage

Für wen beginnt Hauke als Kleinknecht zu arbeiten?

Antwort anzeigen

Antwort

Für den Deichgrafen Tede Volkerts. 

Frage anzeigen

Frage

Wer ist Haukes Gegenspieler?

Antwort anzeigen

Antwort

Ole Peters, der Großknecht bei Tede Volkerts. Er ist eifersüchtig auf Hauke und intrigiert jahrelang gegen ihn.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Beziehung zwischen Hauke und Elke?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie führen eine Ehe nach dem klassischen Rollenschema. Elke unterstützt Hauke bedingungslos mit seiner Arbeit, obwohl sie oft zu kurz kommt. Sie lieben sich innig.

Frage anzeigen

Frage

Wie würdest du Tede Volkerts beschreiben?

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Antwort

Der Deichgraf ist ein gutmütiger, bequemer Mann. Er ist mit seinem Amt oft überfordert. Er ist sehr traditionell und hätte die Hochzeit von Elke und Hauke nicht unterstützt.

Frage anzeigen

Frage

Welches tragische Ende hat die Novelle?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Deich bricht und Hauke und seine Familie werden von den Fluten in den Tod gerissen.

Frage anzeigen

Frage

Warum ist Hauke bei den Dorfbewohnern unbeliebt?

Antwort anzeigen

Antwort

Er hat sehr hohe Ansprüche an den Bau des Deichs und lässt die Bewohner hart dafür arbeiten.

Frage anzeigen

Frage

Welcher Konflikt bestimmt die Haupthandlung?

Antwort anzeigen

Antwort

Der ständige Konflikt zwischen Hauke und den Naturgewalten, den er schließlich auch verliert.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Nebenkonflikt in der Novelle?

Antwort anzeigen

Antwort

Der ständige Streit zwischen Hauke und den Dorfbewohnern.

Frage anzeigen

Frage

Warum ist die Erzählsituation recht außergewöhnlich?

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Antwort

Die Novelle wird von drei verschiedenen Erzählern auf drei Ebenen erzählt.

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Welche Wirkung haben die drei Erzählebenen auf den Leser?

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Es soll eine größere Glaubwürdigkeit der Erzählung geschaffen werden, dadurch dass die Handlung von drei Quellen bestätigt wird.

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In welche literarische Epoche gehört die Novelle?

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Zum literarischen Realismus (1848-1890). Dabei geht es um die wirklichkeitsgetreue Darstellung von Ereignissen und Personen.

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Was war das Ziel des Realismus?

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Die Erschaffung neuer Wirklichkeitserfahrungen. Ausgelöst durch die aufstrebenden Naturwissenschaften und die Entwicklung der Technik.

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Was ist der "Wendepunkt" in der Geschichte?

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Haukes Unfähigkeit den Deich zu reparieren, obwohl er genau weiß, dass dies dringend von Nöten wäre.

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Wer ist der Verfasser von "Die Leiden des jungen Werther"?

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Johann Wolfgang von Goethe

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Warum handelt es sich um einen Briefroman?

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Der Roman besteht aus einer Sammlung von Briefen, die Werther an seinen Freund schreibt. Alle Briefe sind genau datiert.

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Warum ist Lotte von Anfang an unerreichbar für Werther?

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Sie ist mit Albert verlobt und mit ihm glücklich.

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Wie würdest du Werthers Charakter beschreiben?

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Er hört stets auf sein Herz. Er ist sehr selbstfixiert. Ständig ist er unausgeglichen und ruhelos. Die unglückliche Liebe treibt ihn in den Selbstmord.

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Was für eine Rolle spielt die Beziehung zu Werther für Lotte?

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Sie sieht ihn als treuen Freund. Hat ihm nie aktiv Hoffnung auf mehr gemacht. Sie merkt, wie Werther leidet, will ihn aber als Freund nicht verlieren. Sein Selbstmord trifft sie zutiefst.

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Wie steht Albert zu Werther?

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Er toleriert ihn. Anfangs sieht er ihn als Freund, später sieht er seine Ehe durch Werther bedroht. Er geht ihm am Ende aus dem Weg.

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Wie endet der Roman?

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Werther ist todunglücklich, weil er nicht mit Lotte sein kann. Als letzten Ausweg schießt er sich in den Kopf. Er hofft Lotte im Jenseits wiederzusehen. Erst Stunden später erliegt er seinen Verletzungen.

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Wie ist der Briefroman aufgeteilt?

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Er ist in zwei Teile unterteilt und besteht aus einer Sammlung datierter Briefe. Sie bilden einen Monolog, da keine Gegenbriefe vorhanden sind. 

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Was bewirkt die exakte Datierung der Briefe?

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Der Leser bekommt so einen authentischen Eindruck. Man hat mehr das Gefühl, die Briefe gab es wirklich.

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Wer leitet die Erzählung ein?

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Ein fiktiver Herausgeber versichert den Lesern, dass er alles in dem Buch festgehalten hat, was er über Werthers Leben herausfinden konnte.

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Warum erweckt es den Eindruck, als würde es keinen Erzähler geben?

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Durch die nahtlose Aneinanderreihung der Briefe wirkt es, als ob sich die Geschichte selbst erzählt. Die Struktur wurde allerdings vom Erzähler bestimmt.

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Welche Themen der Aufklärung hat Goethe in diesem Werk verarbeitet?

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Die Komplexität von Liebesbeziehungen, die Kritik am Adel und die göttliche Schönheit der Natur.

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Welches Streitgespräch führen Albert und Werther?

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Sie streiten um die Berechtigung von Selbstmord. Während Albert strikt dagegen ist, stellt Suizid für Werther den letzen Ausweg dar.

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Wer hat die Erzählung "Der Verlorene" geschrieben?

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Hans-Ulrich Treichel

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Wann und wo spielt die Erzählung?

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Die Erzählung spielt Mitte der 1950er- bis Anfang der 1960er- Jahre in einer Kleinstadt in Ostwestfalen.

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Was geschah mit Arnold auf der Flucht?

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Die Mutter hat ihn einer Frau in die Arme gedrückt, als die Russen sie aus dem Flüchtlingstrack herauszogen. Nichtmal den Namen des Kindes konnte sie der Frau noch sagen.

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Wie steht der Ich-Erzähler zu Arnold?

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Er fühlt sich von ihm bedroht, da sich in der Familie stets alles um Arnold dreht und er selbst dabei untergeht.

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Welcher Auslöser lässt die Familie wieder hoffen Arnold zu finden?

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Als das Findelkind 2307 auftaucht und es sogar Ähnlichkeit mit dem Ich-Erzähler aufweist.

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Mit welcher körperlichen Reaktion reagiert der Ich-Erzähler auf das Findelkind?

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Er leidet unter Gesichtskrämpfen, die sich in einem verzerrten Dauergrinsen äußern. Es wird eine nicht behandelbare Trigeminusneuralgie festgestellt.

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Was ergeben die zahlreichen Verwandtschaftstests?

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Das es sehr unwahrscheinlich ist, dass das Findelkind wirklich der verlorene Arnold ist.

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