Fantasy Romane

Fantasy lässt Dich träumen und versetzt Dich in neue, unbekannte Welten. Mithilfe der Fantasy wird das fantastische, geheimnisvolle, magische und zauberhafte heraufbeschworen. Die Fantasy kommt jedoch nicht nur in Filmen, Musik, Kunst und Spielen vor, sondern auch in der Literatur, zum Beispiel in Form von Fantasy-Romanen.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Fantasy Romane – Definition

    Der Fantasy-Roman gehört der literarischen Gattung der "fantastischen Literatur" an. Innerhalb der Fantasy-Romane wird auch noch einmal zwischen verschiedenen Subgenres wie der High Fantasy, Low Fantasy, Dark Fantasy etc. unterschieden.

    In den Fantasy-Romanen werden fiktive und traumhafte Fantasy-Welten beschrieben. Diese fiktiven Welten sind mit neuen Lebensformen, Naturgesetzen, außergewöhnlichen Geschichten und Geografen ausgestattet. Im Mittelpunkt eines Fantasy-Romans stehen übernatürliche, märchenhafte, geheimnisvolle und unwirkliche Elemente, Figuren und/oder Personen.

    Fantasy Romane – Geschichte

    Die Ursprünge des Fantasy-Genres finden sich in der alten Mythologie, Sagenwelt und in Volksmärchen wieder. Einige Motive und Erzählstrukturen des Fantasy-Romans weisen Ähnlichkeiten zu der Mythologie sowie den Götter- und Heldensagen der Römer und Griechen auf. Genauso erinnern sie an europäische Heldensagen wie „das Nibelungenlied” oder „die König Artus Sage.”

    Der Mythos

    Mythos stammt aus dem Griechischen und bedeutet Erzählung, Rede oder sagenhafte Geschichte. Der Mythos ist jedoch nicht das gleiche wie eine Sage, ein Märchen oder eine Legende! Ein Mythos ist eine ausgedachte Geschichte, die mündlich überliefert wurde. Er erzählt über die Erschaffung der Welt und die Ereignisse der Vorzeit. Viele der bekannteren Mythen handeln größtenteils von den griechischen Göttern der Antike.

    Als Mythologie werden alle Mythen eines Volkes in ihrer Gesamtheit bezeichnet.

    Die Sage

    Eine Sage ist eine volkstümliche Geschichte, die aufgrund mündlicher Überlieferungen entsteht. Das geschieht oft aus dem Volk selbst heraus. Dabei handelt es sich um eine kurze Erzählung von fantastischen Ereignissen, die die Realität überschreiten. Im Gegensatz zum Märchen bezieht die Sage sich auf reale Orte, Personen oder Begebenheiten. Dafür werden Motive von anderen Völkern bzw. Kulturen übernommen und abgewandelt.

    Das Märchen

    Märchen sind Prosatexte. Die Handlung von Märchen wird nicht durch Zeit oder Ort festgelegt. Außerdem werden Märchen frei erfunden. Bei den sogenannten Volksmärchen ging man früher davon aus, dass das Volk sich diese Märchen ausgedacht hat. Heutzutage weiß man, dass die Märchen einfach immer wieder neu erzählt und dabei weitergetragen wurden.

    Die klare Unterscheidung zwischen einer mythologischen Sage und einem Märchen ist jedoch schwierig, da die beiden Gattungen eng miteinander verbunden sind.

    Welche genauen Eigenschaften diese verschiedenen Textarten ausmachen, erfährst Du in der jeweiligen Erklärung zur „Sage”, „Legende” und zum „Märchen” auf StudySmarter!

    Das Buch „Orlando furioso” von Ludovico Ariosto aus dem Jahre 1516 wird als eines der ersten Beispiele des Fantasy-Genres bezeichnet. Zur Zeit der Romantik wurden dann auch Unterhaltungsromane populär. Bücher mussten nicht mehr den Anspruch erfüllen, nur zu Bildungszwecken da zu sein. Daraufhin führten Autorinnen und Autoren wie E. T. A. Hoffmann und Edgar Allan Poe nun auch fantastische Motive in ihre Werke ein. Es wurden viele fantastische Erzählungen, wie Bildungsromane mit fantastischen Elementen, Kunstmärchen und Volksmärchensammlungen geschrieben. Dazu gehören z.B. E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann” und Eichendorffs „Das Marmorbild”.

    Im 20. Jahrhundert entstand die Fantasy dann als eigenes Genre. Zu den Begründer*innen der Fantasy als eigene Literaturgattung gehörten unter anderem J. R. R. Tolkien, Fritz Leiber und C. S. Lewis.

    Im späteren Abschnitt „Fantasy Roman Autor*innen und ihre Werke” erfährst Du genauer, wer diese drei Autoren waren und was sie zum Literaturgenre Fantasy beigetragen haben!

    Fantasy Romane – Merkmale

    Unter die Merkmale von Fantasy-Romanen fällt, dass sie fiktive und traumhafte Welten beschreiben, in denen der Fokus auf magischen, geheimnisvollen und zauberhafte Elementen liegt. Die Umgebung der Fantasy-Welt kann von historischen Epochen wie dem Mittelalter und der Renaissance, aber ebenso gut auch von der modernen Welt inspiriert sein.

    Die übernatürliche und die wirkliche Welt sind oftmals zeitgleich vorhanden. Die fantastische Welt kann jedoch auch alleine existieren. In Romanen, in denen beide bzw. mehrere Realitäten vorkommen, wird die Fantasy-Welt jedoch nicht angezweifelt. Die fantastischen Elemente gehören zur Normalität.

    Fantasy Roman – Elemente

    Die Autorinnen und Autoren von Fantasy-Romanen erstellen in ihren Werken neue Welten mit eigenen Lebensformen, Naturgesetzen, außergewöhnlichen Geschichten und Geografien. Im Vordergrund stehen übernatürliche, märchenhafte, magische und unwirkliche Elemente, Figuren und/oder Personen. Diese fiktiven Elemente werden im Kontext der literarischen Dichtung als etwas Normales dargestellt und nicht weiter hinterfragt. Die magischen Erlebnisse der handelnden Figuren werden fast schon als selbstverständlich aufgefasst.

    Fantasy Roman – Figuren

    Die handelnden Figuren in Fantasy-Romanen sind meistens ganz normale Menschen. Im Handlungsverlauf treffen diese dann auf magische Wesen bzw. Fabelwesen.

    Zu den übernatürlichen Geschöpfen und Völkern, die in einem Fantasy Roman existieren können, gehören beispielsweise:

    • sprechende Tiere
    • vermenschlichte Tiergestalten
    • Trolle
    • Hexen/Hexer
    • Zwerge/Zwerginnen
    • Riesen/Riesinnen
    • Elfen
    • Zauberer/Zauberinnen
    • Geister
    • Drachen
    • Einhörner
    • Werwölfe

    Fantasy Roman – Themen

    Trotz aller Unterschiede zum wirklichen Leben finden sich in den Themen der Fantasy-Welt bekannte Elemente wieder. Auch hier spielt Abenteuer, Freundschaft, Liebe, Hass, Freude und Trauer eine wichtige Rolle. Vor allem sind Motive, die in der Abenteuer-Literatur charakteristisch vorkommen, charakteristisch für das Fantasy-Genre. Klassischerweise steht im Fantasy-Roman nämlich auch der Sieg des Guten über das Böse im Vordergrund.

    Zu den häufigsten Fantasy-Roman-Themen gehört, dass ein*e Held*in sich auf eine Reise begeben muss, um eine bestimmte Aufgabe (die sogenannte „Quest” zu erfüllen). Hierbei sind Begegnungen mit Monstern, Schwertkämpfe, Schlachten, ausgeklügelte Listen, Täuschungen etc. typisch. Zum Schluss gibt es meist ein Happy End, das damit einhergeht, dass der/die Held*in an den gemeisterten Aufgaben gewachsen ist und das Böse besiegt hat.

    Ein klassisches Thema von Fantasy-Romanen ist die Quest: Hierbei muss der Hauptcharakter eine bestimmte Aufgabe lösen. Von dieser Aufgabe hängt meistens das Schicksal der gesamten Fantasy-Welt ab. Um die Aufgabe zu lösen, taucht die Hauptfigur in die Geheimnisse dieser Welt ein, versucht Verbündete zu finden und die Nutzung magischer Elemente zu erlernen. All das nutzt der/die Protagonist*in zum Schluss, um den/die Gegner*in, der/die ihn/sie davon abhalten will, die Quest zu erfüllen, zu besiegen und letztendlich seine Aufgabe zu erledigen.

    Fantasy Roman – Erzählperspektive

    Fantasy-Romane sind größtenteils in der dritten Person geschrieben. Diese Erzählperspektive wird auch als „personale Erzählweise” bezeichnet. Hier gibt es immer eine*n Erzähler*in, der/die aus seiner/ihrer Sicht beschreibt, was gerade geschieht. Diese Erzählperspektive ist vor allem so praktisch für Fantasy-Romane, da sie die Option bietet, von den verschiedenen Figuren an verschiedenen Orten zu berichten.

    Es gibt dadurch die Möglichkeit, einen genauen Überblick der Fantasy-Welt zu erlangen und die Handlungsstränge erst nach und nach ineinander verschmelzen zu lassen. Außerdem kann durch die personale Erzählweise die Handlung generell komplexer angelegt werden.

    Viele Autorinnen und Autoren verwenden zunehmend die Erzählperspektive der ersten Person, wenn sie einen Fantasy-Roman schreiben. Durch die sogenannte „Ich-Erzählung” siehst Du durch die Augen der (Haupt-)Figuren und weißt, was sie wissen. Dadurch können die Leser*innen sich besser in die Figuren hineinversetzen, mit ihnen mitfühlen und sich mit ihnen identifizieren. Die Nutzung der ersten Person ist besonders ideal für eine geradlinige und klare Grundidee, die stark an die Gefühle und Gedanken der Hauptfigur angepasst ist.

    Was genau der Unterschied zwischen auktorialem, personalem und neutralem Erzählweisen erfährst Du in der Erklärung „Erzählverhalten”!

    Fantasy Roman – Genre

    Im 20. Jahrhundert wurde aus dem Themenbereich Fantasy ein eigenes Genre in der Literatur. Seitdem sind viele neue und unterschiedliche Varianten des Fantasy-Romans entstanden. Aufgrund einiger Ähnlichkeiten und thematischen Übereinstimmungen ist es jedoch schwierig, die unterschiedlichen Arten des Romans klar voneinander zu trennen.

    Die folgenden Merkmale der jeweiligen Subgenres können Dir aber zumindest eine Orientierung für eine Kategorisierung bieten:

    High Fantasy

    Was die meisten wahrscheinlich unter einem klassischen Fantasy-Roman verstehen, wird auch als High Fantasy bezeichnet. Dieses Subgenre der Fantasy spielt häufig in einer mittelalterlichen Welt. Im Mittelpunkt steht der klassische Kampf zwischen Gut und Böse.

    Die Hauptfigur durchlebt innerhalb des Romans meist eine Entwicklung ihrer Persönlichkeit und wird zum/zur Held*in. Das wichtigste Merkmal der High Fantasy ist das Auftreten von Fantasiewesen, fremdartigen Völkern und dunklen Bedrohungen.

    Eines der bekanntesten und bedeutsamsten Werke dieses Genres ist der Roman „Der Herr der Ringe” von J. R. R. Tolkien. Ein ebenfalls bekanntes Beispiel ist das Buch „Eragon - Das Erbe der Macht” von Christopher Paolini.

    Low Fantasy

    Die Low Fantasy ist auch unter dem Begriff „Sword and Sorcery” bekannt. Dieses Subgenre hat seinen Ursprung in der Pulp-Magazin-Szene. Die Geschichten handeln oftmals von einem zwiegespaltenen Charakter, der sich einem/einer übernatürlichen Gegner*in stellen muss.

    Pulp-Magazine (kurz: Pulps) waren Zeitschriftenmagazine in denen sich unterschiedlichste literarische Erzählungen aus vielen verschiedenen Literaturgattungen wieder gefunden haben. Der Name „Pulp” stammt vom englischen Begriff „wood pulp”, der sich auf das billige Papier bezieht, aus dem die Zeitschriften angefertigt wurden. Umgangssprachlich würden Pulp-Magazine auch mit dem Begriff „Schundliteratur” beschrieben werden. Es handelt sich bei Pulps also um angeblich anrüchige und unmoralische Magazine.

    Anstatt von größeren Konflikten, wie bei der High Fantasy, steht hier die direkte Auseinandersetzung mit Gegner*innen und Gefahren im Mittelpunkt. Bei der Low Fantasy steht das Schicksal der Hauptfigur im Zentrum. Außerdem ist die Erzählstruktur simpler und hat dafür mehr Action. Der Unterschied zur High Fantasy wird noch deutlicher durch den Verzicht auf die klare Teilung in gute und böse Figuren.

    Die Werke von H. P. Lovecraft sind charakteristisch für diese Unterkategorie des Fantasy Romans.

    Pseudohistorische Fantasy

    Für die Unterkategorie der Low Fantasy gibt es zwei unterschiedliche Definitionsansätze. Dieser zweite Ansatz wird auch als Pseudohistorische Fantasy bezeichnet.

    Bei der ersten Definition stellt die Erzählstruktur den Unterschied her. Bei dieser Definition des Subgenres liegt der Unterschied in der Magiemenge. Die Pseudohistorische Fantasy spielt in real historischen oder fiktiv historischen Welten, in denen nur sehr wenige Fantasy-Wesen und wenig Magie vorkommen. Es handelt sich meistens um die Kreuzung von historischen Romanen und Fantasy-Romanen.

    Bekannte Pseudohistorische Fantasy-Bücher sind z.B.

    • Arkadien Trilogie (Kai Meyer)
    • Avalon Reihe (Marion Zimmer Bradley)

    Urban und Contemporary Fantasy

    Der Unterschied zwischen Urban und Contemporary Fantasy ist gering. Beide Subgenres spielen in keiner Fantasy-Welt. Die Erzählungen dieser Fantasy-Romane finden in der Gegenwart statt. Die Magie bricht hier in die moderne Welt ein, in der es normalerweise gar keine Magie gibt. Bei den Geschichten der Urban Fantasy wird der Stadt jedoch eine bedeutsame Rolle zugeschrieben. Bei der Contemporary Fantasy wird kein großer Wert auf die Räumlichkeit gelegt.

    Bedeutsame Romanbeispiele, die den Einbruch der Magie in die Alltagswelt behandeln, sind z.B.

    • House of Night (P. C. Cas)
    • Twilight (Stephenie Meyer)

    Portal Fantasy

    Der Name des Genres bezieht sich auf Portale, die Welten miteinander verbinden. Die sogenannten Portale können Orte oder Gegenstände sein, wie etwa:

    • Spiegel
    • Steinkreise
    • Höhlen
    • Schränke
    • Tunnel
    • Kamine

    In der Portal Fantasy verbinden Portale die reale Welt mit einem unerreichbaren Land auf einem natürlichen Weg. Den Anfang nahm dieses Genre in der Kinder- und Jugendliteratur. Als ein frühes Beispiel der Portal Fantasy gilt "Alice im Wunderland" (1865) von Lewis Carroll.

    Weitere bekannte Beispiele für Werke der Portal Fantasy sind:

    • Narnia (C.S. Lewis)
    • Die unendliche Geschichte (Michael Ende)
    • Der goldene Kompass (Philipp Pullmann)
    • Harry Potter (J.K. Rowling)
    • Die Chroniken der Unterwelt (Cassandra Clare)

    Märchenhafte Fantasy (Märchenromane)

    Bei der märchenhaften Fantasy handelt es sich um moderne Märchen und Poesie. Die Erzählweise erinnert stark an die Volkserzählungen. Auch in dieser Unterkategorie spielt die Unvereinbarkeit zwischen dem Guten und dem Bösen eine große Rolle. Außerdem kommen in diesem Subgenre viele Fabelwesen vor und es werden viele Sinnbilder eingesetzt.

    Zu den bekanntesten Vertretern der märchenhaften Fantasy gehören:

    • Die unendliche Geschichte (Michael Ende)
    • Alice im Wunderland (Lewis Caroll)

    Animal Fantasy

    Die Animal Fantasy spielt grundsätzlich im Tierreich. Tierische Held*innen stehen im Mittelpunkt. Dabei kann der/die Held*in selbst aus dem Reich der Tiere sein oder es handelt sich um einen Menschen, der sich in ein Tier verwandeln kann.

    Die beiden Romanreihen „Warrior Cats” und „Survivor Dogs” von Erin Hunter sind nur zwei der vielen berühmten Werke dieser Unterkategorie des Fantasy Romans.

    Science und Space Fantasy

    Die Science Fantasy wird durch die Mischung aus Science-Fiction und der Unterbringung von fantastischen Elementen gekennzeichnet. Vor allem bei diesem Genre ist es meistens nicht wirklich sinnvoll, Grenzen zu den anderen Subgenres zu ziehen. Besonders das Subgenre der Space Fantasy gleicht der Science Fantasy oft fast bis ins Detail, da hier die Fantasy-Elemente und die Handlung des Ganzen einfach nur ins Weltall verlegt wird.

    Das prominenteste Band der Science Fantasy ist die Romanreihe „Erdsee” von Ursula K. Le Guins. Es besitzt neben den Fantasy-Elementen sowohl naturwissenschaftliche als auch geisteswissenschaftliche Ansätze.

    Dark Fantasy

    Wenn in einer fantastischen Welt die Wesen der Nacht die Hauptrollen spielen, handelt es sich um das Subgenre der Dark Fantasy. Hier wird das düstere und unheimliche mit der Fantasy-Welt verknüpft. Hauptmerkmal der Dark Fantasy ist der melancholische, finstere Grundtenor. Düstere Leidenschaften, Wahnsinn und auch die Auseinandersetzung mit dem Tod bzw. der Unsterblichkeit gehören zu den charakteristischen Eigenschaften dieser Kategorie.

    Die Dark Fantasy wird oftmals fälschlicherweise dem Horror zugeteilt. Der Unterschied ist jedoch, dass Horrorgeschichten häufig in der Menschenwelt spielen, während sich die Dark Fantasy nicht darauf beschränken lässt. Dazu kommt, dass die Existenz des Übernatürlichen in der Dark Fantasy normalerweise weitverbreitetes Wissen ist. Die Unterscheidung zum Horror ist dadurch relativ schnell getan, während die Abgrenzung zu den anderen Subgenres meist schwerer fällt.

    Beispiele für Dark Fantasy-Romane, die sich z.B. mit Romance-Elementen vermischen sind „Die Chroniken der Unterwelt” von Cassandra Clares oder die Reihe „Fallen” von Lauren Kate.

    Der Fantasy-Roman gilt als modernes Subgenre der Phantastik: Die Phantastik unterteilt sich nochmal in die Genres Science Fiction, Fantasy und Horror. Diese drei Unterkategorien klar voneinander abzugrenzen ist nicht wirklich möglich, da sie sich alle mit dem Übernatürlichen und Unmöglichen befassen.

    All Age Fantasy

    All Age Fantasy-Bücher sollen für Leser*innen jeder Altersgruppe geeignet sein. Mit diesem Subgenre sollen alle Leser*innen zwischen 10 und 50 Jahren angesprochen werden. Deswegen müssen die All Age Fantasy Rome komplex genug sein, damit die erwachsene Leserschaft sich nicht langweilt und unterfordert fühlt. Gleichzeitig muss die Sprache und Themenauswahl aber auch die jugendlichen Leser*innen erreichen und ansprechen.

    Das beste Beispiel für eine Fantasy-Roman-Reihe, die Leser*innen jedes Alters anspricht, sind die „Harry Potter” Bücher von J. K. Rowling.

    Fantasy Romane – Autoren und Autorinnen

    Die Liste von Autoren und Autorinnen, die Fantasy Romane schreiben oder geschrieben haben, ist sehr lang. Zu den bekanntesten Vertretern der Fantasy Literatur gehören beispielsweise:

    • J. R. R. Tolkien
    • Fritz Leiber
    • C. S. Lewis
    • Bernhard Hennen
    • Kay Meier
    • J.K. Rowling
    • Cornelia Funke
    • Walter Moers
    • Markus Heitz
    • Terry Pratchet

    Im Folgenden werden einige Werke von den Autoren betrachtet, die das Genre begründet haben.

    J. R. R. Tolkien

    John Ronald Reuel Tolkien gilt als Hauptgründer der modernen Fantasy. Ihm wird nachgesagt, dass er die Fantasy-Literatur überhaupt erst modern gemacht hat und sie sich dadurch zu einem eigenen Genre entwickeln konnte.

    Vor allem mit seinem Buch „Der Herr der Ringe” (englischer Originaltitel: „The Lord of the Rings”) schuf er einen Prototyp für High-Fantasy-Romane. Anhand seiner Fantasy-Bücher „Der Hobbit” (englischer Originaltitel: „The Hobbit or There and Back Again”), „Der Herr der Ringe” und dem „Das Silmarillion” (englischer Originaltitel: „The Silmarillion”) erschuf J. R. R. Tolkien seine eigene Mythologie.

    Der Herr der Ringe

    "Der Herr der Ringe" gilt als Klassiker der Fantasy-Literatur. Er wurde 1955 erst veröffentlicht und kam 1970 in deutscher Übersetzung von Margaret Carroux auf den deutschen Markt. Der Fantasy-Roman spielt in der ausgedachten Fantasy-Welt des Autoren J. R. R. Tolkien: Die sogenannte „Tolkiens Welt”. Diese wird umgangssprachlich auch nach ihrem bekanntesten Kontinent „Mittelerde” bezeichnet.

    Die Hauptfiguren sind vier Hobbits, die ein heldenhaftes Abenteuer vor sich haben. Auf ihrer Seite stehen Elb*innen, die Menschen des Westens und des Nordens, Zwerg*innen und Zauber*innen. Auf der Gegenseite befinden sich Orks, Trolle, die Menschen des Ostens und des Südens sowie Untertanen Saurons. Mithilfe der Zerstörung eines besonderen Rings soll die dunkle Macht endgültig aus der Welt verschwinden.

    C. S. Lewis

    Clive Staples Lewis lebte zur selben Zeit wie J. R. R. Tolkien. Beide gehörten dem literarischen Diskussionskreis namens „Die Inklings” an. Zu den bekanntesten Werken des Autors C. S. Lewis gehören „Die Chroniken von Narnia” (englischer Originaltitel: „The Chronicles of Narnia”).

    Die Chroniken von Narnia

    "Die Chroniken von Narnia" bestehen aus einer Reihe von sieben Fantasy-Romanen. Sie wurden zwischen 1950 und 1956 veröffentlicht. Das bekannteste Band von C. S. Lewis beschreibt ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Welten. Darin existiert unter anderem Narnia und parallel auch die Welt der Menschen. Innerhalb der Romane besuchen Kinder und Jugendliche aus der echten Welt immer wieder Narnia und durchleben dort verschiedene Abenteuer.

    Die Charaktere Narnias sind teilweise inspiriert durch die griechische und deutsche Mythologie sowie durch britische Märchen. In Narnia leben normale Tiere, Menschen, Hexen, Riesen, sprechende Tiere und Gottheiten.

    Fritz Leiber

    Fritz Leiber war nicht nur Fantasy-Autor, er schrieb auch Horror- und Science-Fiction-Geschichten. Dennoch spielt er eine sehr bedeutende Rolle für das Fantasy-Genre. Mithilfe seiner Geschichten über das Helden- und zeitgleiche Schurkenduo Fafhrd und der Graue Mausling (englischer Originaltitel: „Fafhrd and the Grey Mouser”) und ihre Abenteuer gründete er das Subgenre „Sword and Sorcery”.

    Fafhrd und der graue Mausling

    Im gleichnamigen Roman leben der geschickte Kämpfer Fafhrd und der clevere Dieb, der grauer Mausling genannt wird, in der mythischen Welt namens „Newhon”. Hier gibt es Piraten, Reiter, Zauberer, Kultpriester und Händler. Das Duo kämpft neben Geld für sich selbst auch für das Gute und nimmt es mit Dämonen und finsteren Gestalten auf. Die Abenteuer sind voller Action, Zauberei, Melancholie und Witz.

    Wenn Du noch mehr Fantasy-Romane kennenlernen willst, ließ Dir doch unsere Erklärungen zu „Momo”, „Schöne neue Welt” oder "Das Bildnis des Dorian Gray” durch!

    Fantasy Romane – Das Wichtigste

    • Der Fantasy-Roman gilt als modernes Subgenre der fantastischen Literatur. Die Fantastik unterteilt sich in die Genres Science Fiction, Fantasy und Horror. Diese drei Unterkategorien kann man nicht klar voneinander trennen, da sie sich alle mit dem Übernatürlichen und Unmöglichen befassen.
    • Fantasy-Romane beschreiben fiktive und traumhafte Welten. Autor*innen erstellen innerhalb ihrer Werke neue Welten mit eigenen Lebensformen, Naturgesetzen, außergewöhnlichen Geschichten und Geografien. Der Fokus liegt auf magischen, geheimnisvollen und zauberhaften Elementen, Figuren und/oder Personen.
      • Die handelnden Figuren im Fantasy-Roman sind meist normale Menschen. Im Verlauf treffen sie auf magische Wesen bzw. Fabelwesen (sprechende Tiere, Geister, Drachen, Hexen/Hexer etc.)
      • Themen wie Abenteuer, Freundschaft, Liebe, Hass etc. spielen eine wichtige Rolle. Klassischerweise steht in Fantasy-Romanen der Sieg des Guten über das Böse im Fokus.
    • Zu den Begründer*innengehören u. a. J. R. R. Tolkien, Fritz Leiber und C. S. Lewis.
      • J. R. R. Tolkien gilt als Hauptgründer der modernen Fantasy. Mit seinem Buch „Der Herr der Ringe” schuf er einen Prototyp für High-Fantasy-Romane.
      • Fritz Leiber gründete mithilfe seiner Geschichten über die Abenteuer des Heldenduo Fafhrd und der Graue Mausling das Subgenre „Sword and Sorcery”.
      • Zum bedeutensten Werk von C. S. Lewis zählen „die Chroniken von Narnia.
    • Das Genre des Fantasy-Romans kann in viele kleinere Subgenreskategorisiert werden. Dazu gehören u. a. die High Fantasy, Low Fantasy, Urban und Contemporary Fantasy, Dark Fantasy und All Age Fantasy.
      • High Fantasy spielt häufig in einer mittelalterlichen Welt. Im Mittelpunkt steht der Kampf zwischen Gut und Böse. Die Hauptmerkmale sind das Auftreten von Fantasywesen, fremdartigen Völkern und dunklen Bedrohungen.
      • Low Fantasy (auch als „Sword and Sorcery” bekannt), handelt vom Schicksal von zwiegespaltenen Charakteren, die sich übernatürlichen Gegener*innen stellen müssen.
      • Urban und Contemporary Fantasy finden in der Gegenwart statt. Die Magie bricht in die moderne Welt ein.
      • In der Dark Fantasy spielen die Wesen der Nacht die Hauptrollen. Das düstere und unheimliche wird mit der Fantasy-Welt verknüpft.
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Fantasy Romane

    Welche Fantasy Genres gibt es?

    Es gibt viele verschiedene Fantasy Roman Genres. Dazu gehören z.B. High Fantasy, Low Fantasy, Urban und Contemporary Fantasy, Märchenromane, Dark Fantasy, All Age Fantasy und viele weitere Subgenres. 

    Was sind Merkmale eines Fantasy Romans?

    Merkmale eines Fantasy Romans sind, dass in einem Fantasy Roman fiktive und traumhafte Welten beschrieben werden. Dabei liegt der  Fokus auf den magischen, geheimnisvollen und zauberhaften Elementen, Figuren und/oder Personen.

    Was ist ein Fantasy Roman?

    Ein Fantasy Roman ist ein Werk des literarischen Genres Fantasy. In Fantasy Romanen werden fiktive und traumhafte Welten beschrieben. Diese sind mit neuen Lebensformen, Naturgesetzen, außergewöhnlichen Geschichten und Geografien ausgestattet. Im Mittelpunkt eines Fantasy Romans stehen übernatürliche, märchenhafte, geheimnisvolle und unwirkliche Elemente, Figuren und/oder Personen.

    Was macht einen guten Fantasy Roman aus?

    Ein guter Fantasy Roman sollte sich auf sein Subgenre spezifizieren und die passenden Fantasy Merkmale, Elemente und Strukturen einbauen. Der Fokus sollte auf den magischen, geheimnisvollen und zauberhaften Elementen liegen. 

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