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Der Schimmelreiter

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Der Schimmelreiter

"Der Schimmelreiter" ist eine Novelle von Theodor Storm, die im Jahr 1888 in der Zeitschrift „Deutsche Rundschau“ publiziert wurde. "Der Schimmelreiter" gilt als bekannteste Erzählung Storms und wurde erst wenige Monate vor dessen Tod fertiggestellt. Die Novelle besteht aus schriftlichen Überlieferungen sowie mündlichen Erzählungen und regionalen Sagen. "Der Schimmelreiter" spielt in einem Dorf an der Nordseeküste in Nordfriesland, was auch die Heimat von Theodor Storm war.

Wenn Du mehr über das Leben und Wirken von Theodor Storm erfahren möchtest, kannst Du Dir den Abschnitt "Über Theodor Storm und "Der Schimmelreiter" anschauen"!

Zusammenfassung von "Der Schimmelreiter"

„Der Schimmelreiter“ behandelt die Lebensgeschichte des fiktiven Deichgrafen Hauke Haien. Diese Geschichte von Hauke wird einem Reisenden von einem Schulmeister in einem Wirtshaus erzählt. Schon in seiner Kindheit faszinierten Hauke die Deiche und die Entwicklung neuer Deichformen. Als Erwachsener wird er schließlich selbst zum Deichgraf ernannt und setzt diese neuen Ideen schließlich um.

Ein Deich ist ein künstlich angelegter Damm, der zum Hochwasserschutz an der Küste errichtet wurde. Als Deichgraf hat Hauke die Verantwortung für die Erhaltung und Überwachung dieser Deiche.

Mit seinen Projekten zieht Hauke jedoch den Unmut der Dorfbewohnenden auf sich, während er mit zunehmendem Erfolg außerdem immer weiter in einen Konflikt mit seinem Konkurrenten Ole Peters gerät.

Als Hauke einen abgemagerten Schimmel kauft, verängstigt er die Menschen zusätzlich, da diese den Schimmel für ein auferstandenes Pferdegerippe aus dem Moor halten. Hauke gelingt es nicht, den Konflikt mit der Dorfgemeinschaft zu lösen, weshalb Ole Peters diese überzeugen kann, einen beschädigten Deich nur oberflächlich zu befestigen, statt ihn zu reparieren.

Damit endet die Geschichte tragisch, als der Deich in einem starken Unwetter bricht und Haukes Frau und Tochter in den Tod reißt. Hauke selbst stürzt sich daraufhin mit seinem Schimmel in die Meeresfluten und nimmt sich somit selbst das Leben.

Inhaltsangabe zu "Der Schimmelreiter"

Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick eines Ich-Erzählers, der sich an einen Bericht erinnert, den er früher im Haus seiner Urgroßmutter gelesen hatte. In dieser Geschichte besucht ein Reisender in den 1820er-Jahren seine Verwandtschaft an der Nordseeküste. Er ist der zweite Erzähler der Novelle. Auf dem Weg begegnet er während eines starken Unwetters einem Reiter auf einem Schimmel, die beide kurz darauf im Meer verschwinden.

In einem Gasthaus im Dorf hinter dem Deich, wo der Reisende den Reiter auf dem Schimmel gesehen hat, berichtet er schließlich von seinem Erlebnis. Ein pensionierter Schulmeister erzählt ihm daraufhin die Geschichte des Schimmelreiters. Er ist der dritte Erzähler in der Novelle und erzählt daraufhin die Lebensgeschichte von Hauke Haien.

Der junge Hauke Haien

Hauke wächst als Sohn des einfachen, nordfriesischen Bauern Tede Haien auf. Hauke ist ein intelligentes Kind und interessiert sich schon als kleiner Junge für das Rechnen und die Geometrie. Auch ist Hauke von dem Deich, der das Dorf vor Sturmfluten schützen soll, fasziniert. Zu seinen Altersgenossen findet er kaum Anschluss. Von seinem Vater wird Hauke oft zu Arbeiten mit dem Karren am Deich veranlasst. So verbringt er viel Zeit auf dem Deich und beobachtet das Meer. Dort genießt er die mystische Umgebung. Hauke fällt aber auch auf, dass der Deich nicht stabil genug ist und so denkt er sich neue Modelle für den Deich aus und beschließt, später einmal selbst Deichgraf zu werden.

Knecht des Deichgrafen

In seiner Jugend zeigt Hauke auch eine grausame Seite von sich, als er in einem Wutanfall den Angorakater einer alten Frau namens Trien` Jans tötet, die ihn daraufhin verflucht. Haukes Vater gibt ihn daraufhin mit 18 Jahren Kleinknecht in den Dienst des Deichgrafen Tede Volkerts. Hauke erkennt einige Verbesserungsmöglichkeiten am Deich vom Grafen und weist ihn darauf hin. Er arbeitet sich außerdem in die Verwaltungsaufgaben ein und hilft Tede Volkerts bei den Rechenarbeiten. Während der Deichgraf ihn dafür lobt, ist der Mitarbeiter Ole Peters eifersüchtig auf den eifrigen Hauke. Elke, die Tochter des Deichgrafen, nimmt Hauke vor Ole Peters in Schutz. Die beiden finden bereits von Anfang an Gefallen aneinander und kommen sich schließlich bei einem traditionellen Winterfest näher. Außerdem übernimmt Hauke den Posten von Ole Peters, der daraufhin seine Arbeit aufgibt.

Nachfolger des Deichgrafen

Als Haukes Vater Tede Haien stirbt, hinterlässt dieser Hauke ein kleines Vermögen, mit dem er das Deichgrafenamt übernehmen soll. Um wirklich Deichgraf zu werden, hat Hauke weder genügend Besitz noch genügend Anhänger im Dorf. Als Tede Volkerts stirbt, will Elke Hauke endlich heiraten, wodurch Hauke genügend Besitz erlangt und tatsächlich zum Deichgrafen ernannt wird.

Als neuer Deichgraf kann Hauke Haien endlich seine Pläne für den Deich durchsetzen. Die Bauarbeiten, denen Hauke und Elke mit großem Eifer nachgehen, führen allerdings auch zu Spannungen zwischen Hauke und der Dorfbevölkerung, mitunter weil Ole Peters weiter gegen Hauke intrigiert. Besonders Haukes Härte und strenge Art sind in der Dorfgemeinschaft nicht willkommen, weshalb auch Hauke Haien sich immer weiter von der Dorfgemeinde distanziert.

Der Schimmel und die Tochter Wienke

Hauke kauft einem Unbekannten einen abgemagerten Schimmel ab und bringt ihn mit ins Dorf. Die Bewohner sind verängstigt, weil sie glauben, dass der Schimmel die Auferstehung eines Pferdegerippes aus dem Moor sei. Dank Haukes Pflege wird aus dem Schimmel schon bald ein stattliches Pferd, was eine enge Verbindung zu Hauke aufbaut.

Elke bringt die gemeinsame Tochter Wienke zur Welt. Nach der Geburt erkrankt sie schwer am Kindbettfieber und entrinnt nur knapp dem Tod. Als Wienke ein paar Jahre alt ist, stellt sich heraus, dass sie geistig behindert ist, woraufhin sie von Trien` Jans betreut wird, die damit ihren Groll auf Hauke beiseitelegt. Auch wird die Liebe zwischen Hauke und Elke noch stärker.

Abschluss des Deichbaus

Der Bau des neuen Deichs steht indes kurz vor dem Abschluss. Ein Aberglaube besagt, dass etwas Lebendiges zwischen den Deichen vergraben werden muss. Als Hauke aber den dafür bestimmten Hund rettet, stellen sich die Dorfbewohner endgültig gegen ihn. Trotzdem wird der Bau des Deiches abgeschlossen und Hauke Haien wird vom Oberdeichgrafen und den Behörden für seine Arbeit gelobt.

Schaden am alten Deich

Kurz nach Abschluss des Deichbaus erkrankt Hauke und schwebt im Lebensjahr. Als er im Frühjahr schadhafte Stellen im alten Deich feststellt, will er deren Reparatur veranlassen. Geschwächt von einer Krankheit gelingt es ihm aber nicht, dies im Dorf durchzusetzen. Ole Peters veranlasst währenddessen lediglich oberflächliche Befestigungsmaßnahmen des Deichs. Hauke ist deshalb stark beunruhigt. Auch stirbt Trien` Jans 1756 und prophezeit auf ihrem Sterbebett den Bruch des Deiches.

Die Sturmflut

Am 1. November 1756 kommt es zu einer Sturmflut, die das Dorf in Angst versetzt. Ole Peters schlägt vor, den neuen Deich zu durchstechen, um den alten Deich zu entlasten und Schlimmeres zu verhindern.

Hauke aber reitet mit seinem Schimmel an den Deich hinaus und verbietet dieses Vorhaben, da der neue "Hauke-Haien-Koog", der nach Hauke benannt wurde, dadurch überschwemmt werden würde.

Als Koog bezeichnet man ein Stück Land, das durch den Bau eines Deiches gewonnen wurde.

Das starke Unwetter führt dazu, dass der Deich tatsächlich bricht und die Wassermengen das Flachland fluten. Hauke erkennt, dass seine Fehlentscheidung dafür verantwortlich ist. Die Wassermassen überschwemmen den alten Koog und das Dorf. Haukes Familie versucht, ihm mit einem Wagen entgegenzukommen, doch sie versinken in der Flut und sterben. Nachdem Hauke Zeuge dieses Unglücks wird, stürzt er sich und seinen Schimmel ins Wasser und begeht damit Selbstmord.

Ende des Berichts vom Schulmeister

Am Schluss der Novelle beendet der Schulmeister seine Erzählung von Hauke Haien und lobt Haukes Deich, der noch heute steht. Da Hauke in seinem Leben nie Dank für seine Arbeit erhalten hat, soll man ihn noch heute als geisterhafte Erscheinung mit seinem Schimmel umgehen sehen. Der Reisende bricht bei Tageslicht wieder in Richtung Küste auf und reitet über den Deich.

Charakterisierung der Personen in "Der Schimmelreiter"

Hauke Haien

  • Geschätztes Geburtsjahr: 1715
  • Zu Beginn der Handlung ca. 16 Jahre alt
  • Ist schon früh von Deichen fasziniert
  • ausgeprägtes mathematisches und technisches Verständnis
  • arbeitet als Kleinknecht beim Deichgrafen
  • Will selbst Deichgraf werden
  • Verliebt sich in Elke, die Tochter des Deichgrafen
  • Mit ihrer Unterstützung wird er der neue Deichgraf
  • Ole Peters ist sein Gegenspieler
  • Ist besessen von der Arbeit am Deich
  • Seine hohen Ansprüche machen ihn unbeliebt
  • Ist Besitzer eines mystischen Schimmels
  • Haukes und Elkes Tochter Wienke ist schwachsinnig
  • Wird durch eine Krankheit körperlich geschwächt
  • Verliert seinen Einfluss auf die Dorfbewohner
  • Gibt sich die Schuld am Einsturz des Deiches
  • Opfert sich selbst mit einem Ritt in die Fluten

Elke

  • Tochter des Deichgrafen
  • Wächst ohne Mutter auf
  • Verliebt sich in Hauke
  • Verteidigt ihn gegen Ole Peters
  • Identifiziert sich mit dem klassischen Rollenschema
  • Heiratet Hauke
  • Unterstützt ihn bedingungslos bei seiner Arbeit
  • Bringt die Tochter Wienke zur Welt
  • Erkrankt schwer am Kindbettfieber
  • Liebt Wienke und Hauke innig
  • Holt die abergläubische alte Trin ins Haus
  • Hängt stark am christlichen Glauben
  • Die Gründe für ihren Ritt in die Sturmflut bleiben ungeklärt

Ole Peters

  • Sohn eines Tagelöhners
  • Arbeitet sich zum Repräsentanten der Dorfgemeinschaft hoch
  • Arbeitet als Großknecht beim Deichgrafen
  • Fleißiger Arbeiter
  • Ist eifersüchtig auf Hauke
  • Schikaniert ihn immerzu
  • Versucht vergeblich Elke zu gewinnen
  • Heiratet die Tochter eines Deichgevollmächtigten
  • Übernimmt das Amt des Deichgevollmächtigten
  • Intrigiert gegen Hauke
  • Nutzt dessen Krankheit für sich selbst aus
  • Hat einen Blick auf die Bedürfnisse der Dorfbewohner
  • Kann soziale Gefüge besser durchblicken als Hauke
  • Steht daher im Gegensatz zu Hauke

Tede Haien

  • Haukes Vater
  • Alleinerziehend
  • Kleinbauer mit wenig Vieh
  • Betätigt sich nebenbei als Landvermesser
  • Ist kein autoritärer Erzieher
  • Verschafft Hauke die Arbeit beim Deichgrafen
  • Bestärkt Haukes Ziel Deichgraf zu werden
  • Hinterlässt ihm ein wenig Geld und Land

Tede Volkert

  • ElkesVater
  • Alleinerziehend
  • Großbauer und Deichgraf
  • bequemer, gutmütiger Mann
  • Ist mit seinem Amt überfordert und auf Hilfe angewiesen
  • Erkennt Haukes geistige Begabung
  • Ist sehr traditionsgebunden
  • Hätte die Hochzeit von Hauke und Elke zu Lebzeiten nicht unterstützt
  • Gegenfigur zu Hauke Haien

Aufbau und Erzählverhalten von "Der Schimmelreiter"

Aufbau

Eine Novelle bezeichnet eine mittellange Prosa-Erzählung, die in der Regel ein außergewöhnliches Ereignis im Leben eines Menschen beschreibt. Überwiegend bestimmt der Konflikt zwischen Hauke Haien und den Naturgewalten die Haupthandlung der Erzählung.

Jedoch wird ein weiterer Konflikt deutlich, der sich zwischen Hauke und den Dorfbewohnern abspielt. Der Wendepunkt der Novelle ist die Unfähigkeit Haukes den Deich zu reparieren, trotz seines Wissens über die Notwendigkeit dessen. Die für Haukes Familie tödliche Sturmflut stellt die offensichtliche Katastrophe von Storms Erzählung dar.

Das Wichtigste zum Aufbau:

  • Der Hauptkonflikt der Novelle ist der Kampf von Hauke mit den Naturgewalten
  • Der Nebenkonflikt findet zwischen Hauke und den Dorfbewohnern statt
  • Die Katastrophe entsteht durch Haukes Familie, die in die Sturmflut reitet

Erzählverhalten

Das Erzählverhalten das im Schimmelreiter von Theodor Storm verwendet wurde, stellt eine Besonderheit in der Struktur der Novelle dar. Sie wird von insgesamt drei Erzählern erzählt. Die Rahmenhandlung bildet der erste Erzähler, der die Geschichte in einer Zeitschrift liest. Der zweite Erzähler ist der Reisende, dem die Geschichte des Schimmelreiters in einem Gasthaus von einem Schulmeister erzählt wurde. Dieser Schulmeister bildet die Dritte Erzählebene.

Die drei Ebenen sollen dem Leser eine größere Glaubhaftigkeit der Erzählung vermitteln. Die äußere Handlung wird an mehreren Stellen unterbrochen und kehrt zur inneren Handlung, also dem Reisenden und dem Schulmeister, zurück. So wird der Leser zurückgeholt und mit der Tatsache konfrontiert, dass es sich bei Hauke Haiens Geschichte um eine Erzählung des Schulmeisters handelt.

Das Wichtigste zum Erzählverhalten:

  • Die Novelle wird von drei Erzählern erzählt, auf verschiedenen Ebenen
  • Die drei Ebenen sollen für eine größere Glaubhaftigkeit beim Leser sorgen
  • Die äußere Handlung wird immer wieder unterbrochen und kehrt zur inneren Handlung zurück

Interpretation von "Der Schimmelreiter"

In „Der Schimmelreiter“ treten einige Motive immer wieder auf. Auch gibt es mehrere Dingsymbole, die für die Interpretation der Novelle von Bedeutung sind.

Ein Dingsymbol ist ein Gegenstand, ein Tier oder auch eine Pflanze in einer Novelle mit einer symbolischen Bedeutung. Dingsymbole verkörpern die Handlung der Novelle und symbolisieren diese dadurch.

Der Deich und das Meer

Der Deich steht in „Der Schimmelreiter“ für das menschliche Können und die Leistung von Hauke Haien. So taucht der Deich mehrmals in der Erzählung auf und zieht sich durch Haukes gesamte Lebensgeschichte. So interessiert sich Hauke bereits als Kind für die Deiche und beobachtet stundenlang das Meer auf den Deichen. Außerdem stellt er fest, dass die Deiche nicht stabil genug sind, um das Dorf vor einer Sturmflut zu beschützen. Als Erwachsener strebt Hauke danach, selbst Deichgraf zu werden und einen besseren Deich zu bauen

.

Somit kann der Deich als eines der Dingsymbole in „Der Schimmelreiter“ gesehen werden. Der Deich symbolisiert Hauke Haiens Leben und sein Schicksal. Es ist Haukes Lebensziel, einen neuen Deich zu bauen. Als ihm dies nach Jahren gelingt, scheinen auch Haukes Leben und seine Karriere ihren Höhepunkt zu erreichen. Solange der Deich noch gegen die Stürme anhalten kann, verläuft auch Haukes Leben geordnet.

Mit der Zunahme von Konflikten in Haukes Leben verliert auch der Deich zunehmend an Stabilität, bis schließlich der Bruch des Deiches den Auslöser für Hauke Haiens Untergang darstellt, da er das Ende von Haukes Leben und dem seiner Familie zur Folge hat.

Ebenso kann der Deich auch sinnbildlich für den Kampf der Menschen gegen die Natur stehen, wobei das Meer in der Novelle die Natur symbolisiert. Das Meer ist in „Der Schimmelreiter“ allgegenwärtig. Die Menschen im Dorf können sich nur durch die Deiche vor dem Wasser und den Überschwemmungen schützen.

Dadurch stellen der Deich und das Meer einen Gegensatz dar. Während der Deich von Menschen erbaut wurde und vor dem Meer schützen soll, steht das Meer für die Gewalt der Natur, gegen die die Menschen ankämpfen. Somit werden der Deich und das Meer zum Leitmotiv in „Der Schimmelreiter“, die den Kampf zwischen dem Menschen und der Natur symbolisieren.

Der Schimmel und der Angora-Kater

Zwei weiße Tiere sind in „Der Schimmelreiter“ von Bedeutung. Diese spielen besonders im Aberglauben, durch den nahezu die gesamte Bevölkerung des Dorfes geprägt ist, eine große Rolle.

Im Aberglauben wird weißen Tiere eine besondere Bedeutung zugesprochen. Der Kontakt zu ihnen soll Unglück bringen, wobei es besonders gravierende Folgen haben soll, wenn man ein weißes Tier tötet. Auch gelten weiße Tiere oft als Kennzeichen des Todes und werden als Kreaturen des Teufels angesehen. So ist beispielsweise auch in „Der Schimmelreiter“ vom „weißen Tod“ die Rede.

In der Novelle spielt einerseits der weiße Angorakater von Trien` Jans eine Rolle. Zu diesem baut Hauke eine enge Bindung auf, während er mit gleichaltrigen Kindern keine Freundschaft schließt. Haukes Hobby ist es, Vögel auf dem Deich mit Steinen abzuwerfen und zu töten. Oft wirft er dem Angorakater dann auf dem Heimweg einen der toten Vögel zu. Als Hauke dies jedoch einmal nicht tut, entreißt der Kater ihm den Vogel, woraufhin Hauke so wütend wird, dass er ihn erwürgt. Trien` Jans bestraft Hauke daraufhin für den Mord mit einem Fluch, da der Kater das einzige Vermächtnis ihres Sohnes war, der auf See verstorben ist.

Andererseits hat der weiße Schimmel, den Hauke kauft, eine zentrale Bedeutung für die Binnenerzählung der Novelle und steht immer wieder mit Unheil in Verbindung. Aber auch bereits in der Rahmenerzählung taucht der Schimmel auf, als der Reisende dem Schimmelreiter begegnet.

Bevor der Schimmel jedoch wirklich in Haukes Leben eintritt, finden sich bereits erste Andeutungen auf seine Präsenz durch das mysteriöse Pferdegerippe auf einer Hallig. Als die Männer des Dorfes dem Schimmel das erste Mal begegnen, jagt dieser ihnen bereits Angst ein.

Halligen sind kleine Inseln an der Küste, die nicht durch Deiche geschützt sind. Deshalb werden sie immer wieder bei Sturmfluten überschwemmt.

Hauke hingegen kauft den Schimmel fast schon zufällig. Bereits beim Kauf kommt jedoch eine erste Ahnung auf, dass der Schimmel Unglück bringen wird, da er kein gesundes Pferd ist, sondern mager und kränklich wirkt. Der Kauf des Pferdes ist somit nicht nachvollziehbar und erscheint auch Hauke selbst kurzzeitig unheimlich. Doch schon kurz darauf siegt Haukes Vernunft und er baut eine Verbindung zu dem Schimmel auf, der daraufhin auch nur Hauke auf sich reiten lässt.

Den Dorfbewohnern flößt diese Verbindung zwischen Hauke und dem Schimmel noch mehr Furcht ein, da sie den Schimmel für das auferstandene Pferdegerippe halten und meinen, ihn Hauke die Erscheinung des Schimmelreiters zu sehen. Dass Hauke diese Angst ausnutzt, indem er auf seinem Schimmel zu den Arbeitern am Deich reitet, verstärkt die Abneigung der Dorfbevölkerung gegen ihn und das Pferd zusätzlich.

Schließlich ist der Schimmel auch für Haukes Schicksal verantwortlich, als das Dorf sich von ihm abwendet. Gleichzeitig begleitet er Hauke bis in den Tod. Der Schimmel ist also ein weiteres Dingsymbol in „Der Schimmelreiter“ und symbolisiert den Teufel oder das Unheil.

Aberglaube

Auch der Aberglaube hat für das Geschehen in „Der Schimmelreiter“ eine zentrale Bedeutung. Über das gesamte Werk hinweg finden sich immer wieder abergläubische Schilderungen, sodass es auch unklar ist, ob Hauke Haien tatsächlich existiert hat.

Zahlreiche Menschen in Deutschland waren abergläubisch und genossen gespenstische Erzählungen. Theodor Storms „Der Schimmelreiter“ gilt damit als eines der Beispiele die unheimlichen Erzählungen.

Bereits in der Rahmenerzählung von „Der Schimmelreiter“ wird der Aberglauben thematisiert. Der Schulmeister, welcher die Geschichte von Hauke Haien erzählt, weißt den Reisenden darauf hin, dass die Erzählung stark vom Aberglauben durchzogen ist. Der Reisende aber möchte sich ein eigenes Bild machen und bittet den Schulmeister, die abergläubischen Aspekte nicht auszulassen.

Auch innerhalb Binnenhandlung ist der Aberglaube der Bevölkerung von Bedeutung, da er Haukes Streben nach Erfolg beeinflusst. Hauke als rational denkender Mensch wird oft mit dem Aberglauben seiner Mitmenschen konfrontiert.

Während Hauke das rationale Vernunftdenken verkörpert, kann die alte Trien` Jans als Verkörperung des Aberglaubens angesehen werden. So erzählt sie Haukes Tochter eine Sage von der Wasserfrau, woraufhin Hauke ihr verbietet, diese Geschichte zu erzählen. Auch belegt Trien` Jans Hauke mit einem Fluch, nachdem dieser ihre Katze tötet und prophezeit das Unglück durch den brechenden Deich.

Der Aberglauben bildet innerhalb der Novelle einen starken Kontrast zu den rationalen Deichplanungen von Hauke. Hauke kann nicht verstehen, dass seine Mitmenschen mit ihrem Aberglauben ihre Ängste verarbeiten, weshalb er nicht auf diese zugeht.

Als die Arbeiter am Deich aus Aberglauben einen Hund lebendig eingraben wollen, damit der Deich besser hält, verhindert Hauke dieses Vorhaben. Es zeigt sich also, dass Hauke nicht sensibel mit den Ängsten der Arbeiter umgehen kann.

Obwohl Hauke ein Gegner des Aberglaubens ist, ist er trotzdem von diesem fasziniert und nutzt ihn, um seine eigene Autorität zu bestärken. So kauft er den Schimmel in dem Wissen, dass die Dorfgemeinde sich vor diesem fürchtet und ihn für ein altes Pferdegerippe hält. Auch, dass Hauke mit dem Schimmel auf dem Deich reitet, verstärkt den Konflikt zwischen den abergläubischen Dorfbewohnenden. Die Menschen glauben zunehmend, dass Hauke einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist.

Ironischerweise wird Hauke Haien, der zu seinen Lebzeiten nie an Aberglauben und Schauergeschichten geglaubt hat, nach seinem Tod selbst zum Schimmelreiter gemacht und zum Mythos erklärt.

Wohltat und Machtstreben in Hauke

Innerhalb der Geschichte findet sich immer wieder der Konflikt zwischen Haukes Haiens Vernunft und seinem Streben nach Macht. Einerseits neigt Hauke zu Überheblichkeit. So ist der Ruhm, den Hauke durch einen neuen Deich erlangen könnte, sein großer Traum. Für diesen setzt er sich auch über den Willen der Dorfgemeinde hinweg, anstatt zu versuchen, diese von seinem Vorhaben zu überzeugen.

Hauke Haien orientiert sich primär an seiner Macht und seinem Ruhm und findet somit keinen Zugang zu seinen Mitmenschen, da er auf diese weder eingehen noch angemessen mit ihnen kommunizieren kann. Obwohl Hauke zunächst lediglich ehrgeizig ist, entwickelt er im Laufe der Geschichte einen Hochmut und eine abwertende Sicht auf seine Mitmenschen, da er seine Mühen nicht wertgeschätzt sieht.

Andererseits kann Hauke Haien auch als verantwortungsvoller Wohltäter angesehen werden. Bereits als Kind erkennt Hauke, dass die Deiche den Sturmfluten mit einem anderen Profil besser standhalten würden. Konsequent strebt er nach dem Ziel, Deichgraf zu werden. Außerdem möchte Hauke einen neuen Deich errichten, um zu verhindern, dass die alten Deiche brechen und somit das Dorf überflutet wird. Hier zeigt sich Haukes Verantwortungsbewusstsein für das Schicksal der Dorfgemeinschaft, die er schützen möchte.

Haukes Standhaftigkeit gegenüber den Einwänden der Dorfbewohnenden kann deshalb auch als rationales Denken gedeutet werden, das nicht vom Aberglauben der Dorfbevölkerung getrübt wird. Anstatt sich von seinem Vorhaben abbringen zu lassen, setzt Hauke sich über alle Widerstände hinweg, auch wenn er damit einen Kampf gegen das Dorf beginnt, dessen Bewohnende sich zunehmend von ihm abwenden.

In dieser Sichtweise wirkt Hauke viel eher wie ein Vernunftmensch, der seine eigene Beliebtheit zum Wohl seiner Mitmenschen zurückstellt, anstatt wie ein selbstsüchtiger Deichgraf, den vor allem seine eigene Macht und sein Ruhm interessieren.

Einordnung von "Der Schimmelreiter" in die literarische Epoche

Die Novelle „Der Schimmelreiter“ kann in die Epoche des Realismus eingeordnet werden, welche den Zeitraum von 1848 bis 1890 umfasst.

Das 19. Jahrhundert in Deutschland war durch die industrielle Revolution gekennzeichnet. Damit einher ging das Wachstum der Städte und eine zunehmende soziale Ungleichheit, was einerseits zur Entstehung des Proletariats in den Städten und andererseits zum wirtschaftlichen Erstarken des Bürgertums führte.

Nach dem Scheitern der Märzrevolution 1848, bei der die Revolutionäre hauptsächlich einen deutschen Nationalstaat angestrebt hatten, verbreitete sich eine resignierte und enttäuschte Stimmung im Bürgertum. Dieses Gefühl griff die Literatur des Realismus auf.

Bei StudySmarter findest Du eine Erklärung zur "Revolution 1848", in der Du mehr Informationen zu den historischen Ereignissen dieser Zeit erfahren kannst!

Im Bürgerlichen Realismus sollte die gesellschaftliche Realität so objektiv und detailliert wie möglich geschildert werden. Dabei stand Leben des Bürgertums im Vordergrund der Werke. Besonders das Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft war im Fokus der Erzählungen.

Obwohl im Realismus der bürgerliche Lebensalltag beschrieben wurde, hielten die Schreibenden sich von der Beschreibung der zeitgenössischen sozialen und politischen Probleme und des damit einhergehenden Elends fern. Die Wirklichkeit sollte nicht realitätsgetreu beschrieben, sondern viel eher verklärt werden, um zur Kunst gemacht zu werden. Hierbei erkennt man auch eine Tendenz, die Erzählungen dichterisch zu gestalten.

Ab 1880 entstand der Naturalismus als neue literarische Epoche. Der Naturalismus richtete sich gegen den Realismus und wollte die Not und sozialen Probleme der damaligen Zeit so realitätsnah und schonungslos wie möglich darstellen.

Die Autorinnen und Autoren des Realismus verfassten vorwiegend Prosa-Werke wie Romane und Novellen, aber auch lyrische Werke wie beispielsweise Balladen kamen vor. Die Sprache in den Werken ist meist sachlich, schlicht und nüchtern. Um die Realität möglichst objektiv darzustellen, verzichteten die Schreibenden auf besondere Gefühlsausbrüche in den Werken. Auch vermieden sie ihre eigenen Ansichten und Gefühle innerhalb der Werke, um den Lesenden ein eigenes Urteil zu ermöglichen.

Neben einer detaillierten Beschreibung der Umgebung zeichnen sich die Werke des Realismus durch ihre alltäglichen Charaktere aus, die oftmals aus der Unter- oder Mittelschicht stammen. Außerdem spielen viele der Erzählungen auf dem Land, was mit dem Regionalismus der realistischen Schreibenden erklärt werden kann, durch den sich viele Autorinnen und Autoren ihrer Heimat zuwendeten. Aber auch der Historismus spielt eine Rolle, weshalb die Autorenschaft im Realismus häufig ebenfalls historische Stoffe bevorzugte.

Schließlich ist ein wesentliches Merkmal für die Werke des Realismus, dass in realistischen Erzählungen nahezu alles für erzählwürdig angesehen wurde. Das bedeutet, dass nicht nur besondere und wichtige Ereignisse geschildert wurden, sondern vor allem das alltägliche Geschehen Gegenstand der Erzählungen war. Dadurch konnten die Lesenden sich besonders gut mit den Charakteren und ihrem Handeln identifizieren oder sich in das Geschehen hineinversetzen.

Zu den bedeutendsten deutschen Vertretern des Realismus zählen beispielsweise Theodor Storm, Gottfried Kellner, Gustav Freytag oder auch Marie von Ebner-Eschenbach. Als wichtigster Autor der Epoche gilt aber Theodor Fontane.

Über Theodor Storm und "Der Schimmelreiter"

Theodor Storm wurde am 14. September 1817 in der nordfriesischen Stadt Husum geboren. Seine Heimatstadt erhielt dank Storms bekannten Gedicht „Die Stadt“ (1852) den Beinamen „die graue Stadt am Meer“.

Bereits während seiner Schulzeit veröffentlichte Theodor Storm erste Gedichte in lokalen Zeitungen wie dem „Husumer Wochenblatt“. 1837 begann Storm dann ein Jurastudium in Kiel und Berlin. Nach seinem Studium kehrte Theodor Storm in seine Heimatstadt zurück, wo er zunächst in der Rechtsanwaltskanzlei seines Vaters arbeitete, bis er schließlich eine eigene Kanzlei eröffnete.

Nachdem Storm bereits während seines Studiums eine Verlobung mit Emma Kühl einging und schließlich auch wieder auflöste, machte er 1842 Bertha Buchan einen Heiratsantrag, den diese ablehnte. Theodor Storm heiratete daraufhin 1846 seine Cousine Constanze Esmarch, mit der er insgesamt acht Kinder bekam. Gleichzeitig begann Storm schon ein Jahr nach der Hochzeit eine Affäre mit Dorothea Jensen, welche er nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1865 auch heiratete.

Politisch beteiligte sich Theodor Storm 1849 an der nationalen Unabhängigkeitsbewegung Schleswig-Holsteins, weshalb er ab 1853 seine Kanzlei aufgeben und ins Exil nach Preußen auswandern musste. Im Exil in Berlin wurde Storm zum preußischen Gerichtsassessor ernannt. Nach seiner Ernennung zum Kreisrichter in Heiligenstadt 1856 siedelte Storm dann nach Thüringen um.

Nach der Niederlage Dänemarks im Deutsch-Dänischen-Krieg im Jahr 1864 konnte Theodor Storm nach Husum zurückkehren, wo er zum Landvogt befördert wurde. Als Storms Amt als Landvogt 1868 aufgehoben wurde, wurde Theodor Storm zunächst zum preußischen Amtsrichter und ab 1874 zum Oberamtsrichter ernannt. 1880 wurde Storm auf seinen Wunsch hin pensioniert und beschloss, Husum zu verlassen und nach Hademarschen in Schleswig-Holstein zu ziehen.

Am 4. Juli 1888 verstarb Theodor Storm in Hademarschen an den Folgen einer Magenkrebs-Erkrankung. Beerdigt wurde Storm in seiner Heimatstadt Husum, die ihn zum Ehrenbürger ernannte und zehn Jahre nach seinem Tod eine Denkmalbüste zu Storms Ehren enthüllte.

Theodor Storms Schaffen war zeit seines Lebens durch einen Spagat zwischen seinem bürgerlichen Beruf und seiner Aktivität als Schriftsteller geprägt. Mit seinen frühen lyrischen Werken knüpfte Storm an die Epoche der Spätromantik an, weshalb er oft auch als der „letzte Romantiker“ bezeichnet wird. Theodor Storms Gedichte thematisierten oft die Heimat und Landschaft, aber auch Ehe und Familie sowie die Liebe.

Die späteren Werke Theodor Storms können jedoch dem Realismus zugeordnet werden. In seinen späteren Werken und besonders den Novellen Storms erkennt man zunehmend eine Kritik gesellschaftlicher Zustände oder den sozialen sowie politischen Problemen der Zeit. Auch die bürgerlichen Verhältnisse kritisierte Storm zunehmend.

Die Novelle „Der Schimmelreiter“ (1888) ist Storms berühmtestes Werk, das er erst kurz vor seinem Tod fertigstellen konnte. Das Werk thematisiert den Kampf von Hauke Haien gegen die Naturgewalten und zählt ebenfalls zu Storms Werken des Realismus.

Der Schimmelreiter - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Auto: Hans Theodor Woldsen Storm
  • Erscheinungsjahr 1888
  • Gattung: Novelle
  • Ort und Zeit der Handlung:
    • Äußere Rahmenerzählung: erinnerte Lektüre im Haus der Urgroßmutter in den 1830er Jahren
    • Innere Rahmenerzählung: Oktobernachmittag in den 1820er Jahren, Wirtshaus in Nordfriesland •
    • Binnenerzählung: um 1750 in Nordfriesland
  • Erzählstruktur: Doppelter Erzählrahmen -> Die Erzählungen verlaufen ineinander
  • Der Hauptkonflikt der Novelle ist der Kampf von Hauke mit den Naturgewalten
  • Der Nebenkonflikt findet zwischen Hauke und den Dorfbewohnern statt
  • Die Katastrophe entsteht durch Haukes Familie, die in die Sturmflut reitet
  • Die Hauptfiguren:
    • Hauke Haien - Protagonist
    • Elke - Verlobte von Hauke
    • Ole Peters - Haukes Gegenspieler
    • Tede Haien - Haukes Vater
    • Tede Volkert - Elkes Vater

Häufig gestellte Fragen zum Thema Der Schimmelreiter

Die Hauptperson ist Hauke Haien, der »Schimmelreiter«, der einen neuen dauerhaften Deich bauen lässt. Er und seine Familie gehen in einer Sturmflut unter.


Der aus einfachen Verhältnissen stammende Hauke steigt dank seines Ehrgeizes und des Vermögens seiner Frau zum Deichgraf auf. 


Der Deichgraf stirbt und beim Leichenessen nach seinem Begräbnis belauscht Elke ein Gespräch, in dem der Oberdeichgraf über die Nachfolge Volkerts im Amt nachdenkt. Elke setzt ihn von ihrer Verlobung mit Hauke in Kenntnis, und auch von der beabsichtigten Übertragung ihres Erbes auf ihren künftigen Mann. Damit verfügt Hauke neben seiner Erfahrung über den notwendigen Grundbesitz und wird zum Deichgraf ernannt. (S.40-47)


Ein starkes Unwetter führt dazu, dass der Deich bricht und die Wassermengen das Flachland fluten. Haukes Familie versucht ihm mit einem Wagen entgegenzukommen, doch sie kommen dabei ums Leben. Nachdem Hauke Zeuge dieses Unglücks wird, stürzt er sich und seinen Schimmel ins Wasser und begeht damit Selbstmord.

Der Schimmelreiter wird in einem doppelten Erzählrahmen erzählt:

Sie wird von insgesamt drei Erzählern erzählt. Die Rahmenhandlung bildet der erste Erzähler, der die Geschichte in einer Zeitschrift liest. 


Der zweite Erzähler ist der Reisende, dem die Geschichte des Schimmelreiters in einem Gasthaus von einem Schulmeister erzählt wurde.


Der Schulmeister bildet die Dritte Erzählebene.


Die drei Ebenen sollen dem Leser eine größere Glaubhaftigkeit der Erzählung vermitteln. Die äußere Handlung wird an mehreren Stellen unterbrochen und kehrt zur inneren Handlung, also dem Reisenden und dem Schulmeister, zurück

 

Finales Der Schimmelreiter Quiz

Frage

Wie heißt der Verfasser von "Der Schimmelreiter?

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Antwort

Theodor Storm

Frage anzeigen

Frage

Für was interessiert sich Hauke bereits als Kind sehr?

Antwort anzeigen

Antwort

Für den Deich. Wie man ihn geometrisch gestaltet und berechnet. Er fertigt immer wieder neue Modelle für den Deich an.

Frage anzeigen

Frage

Für wen beginnt Hauke als Kleinknecht zu arbeiten?

Antwort anzeigen

Antwort

Für den Deichgrafen Tede Volkerts. 

Frage anzeigen

Frage

Wer ist Haukes Gegenspieler?

Antwort anzeigen

Antwort

Ole Peters, der Großknecht bei Tede Volkerts. Er ist eifersüchtig auf Hauke und intrigiert jahrelang gegen ihn.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Beziehung zwischen Hauke und Elke?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie führen eine Ehe nach dem klassischen Rollenschema. Elke unterstützt Hauke bedingungslos mit seiner Arbeit, obwohl sie oft zu kurz kommt. Sie lieben sich innig.

Frage anzeigen

Frage

Wie würdest du Tede Volkerts beschreiben?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Deichgraf ist ein gutmütiger, bequemer Mann. Er ist mit seinem Amt oft überfordert. Er ist sehr traditionell und hätte die Hochzeit von Elke und Hauke nicht unterstützt.

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Welches tragische Ende hat die Novelle?

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Der Deich bricht und Hauke und seine Familie werden von den Fluten in den Tod gerissen.

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Warum ist Hauke bei den Dorfbewohnern unbeliebt?

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Er hat sehr hohe Ansprüche an den Bau des Deichs und lässt die Bewohner hart dafür arbeiten.

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Welcher Konflikt bestimmt die Haupthandlung?

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Der ständige Konflikt zwischen Hauke und den Naturgewalten, den er schließlich auch verliert.

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Was ist der Nebenkonflikt in der Novelle?

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Der ständige Streit zwischen Hauke und den Dorfbewohnern.

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Warum ist die Erzählsituation recht außergewöhnlich?

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Die Novelle wird von drei verschiedenen Erzählern auf drei Ebenen erzählt.

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Welche Wirkung haben die drei Erzählebenen auf den Leser?

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Es soll eine größere Glaubwürdigkeit der Erzählung geschaffen werden, dadurch dass die Handlung von drei Quellen bestätigt wird.

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In welche literarische Epoche gehört die Novelle?

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Zum literarischen Realismus (1848-1890). Dabei geht es um die wirklichkeitsgetreue Darstellung von Ereignissen und Personen.

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Was war das Ziel des Realismus?

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Die Erschaffung neuer Wirklichkeitserfahrungen. Ausgelöst durch die aufstrebenden Naturwissenschaften und die Entwicklung der Technik.

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Was ist der "Wendepunkt" in der Geschichte?

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Haukes Unfähigkeit den Deich zu reparieren, obwohl er genau weiß, dass dies dringend von Nöten wäre.

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