Select your language

Suggested languages for you:
Log In Anmelden
StudySmarter - Die all-in-one Lernapp.
4.8 • +11k Ratings
Mehr als 5 Millionen Downloads
Free
|
|

Die All-in-one Lernapp:

  • Karteikarten
  • NotizenNotes
  • ErklärungenExplanations
  • Lernpläne
  • Übungen
App nutzen

Im Westen nichts Neues

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden
Deutsch

"Im Westen nicht Neues" ist ein Roman von Erich Maria Remarque. Die Geschichte setzt sich mit den Schrecken des Ersten Weltkriegs auseinander. Es ist das bedeutendste deutschsprachige Werk der Deutschen Nachkriegsliteratur und ging als Klassiker in die Weltliteratur ein.

Falls Du mehr über die literarische Epoche erfahren möchtest, lies Dir doch unseren Beitrag "Nachkriegsliteratur" durch!

"Im Westen nichts Neues" erschien als Vorabdruck 1928 in der "Vossischen Zeitung" und wurde 1929 in Buchform beim "Propyläen Verlag" veröffentlicht. Innerhalb weniger Wochen hatte sich der Roman 450.000 Mal verkauft und wurde in 26 Sprachen übersetzt. Heute gibt es ihn in über 50 Sprachen. Schätzungen zufolge verkaufte sich "Im Westen nichts Neues" bis heute über 20 Millionen Mal. Der Roman ist damit einer der größten Bestseller, der in der deutschen Literatur zu finden ist.

"Im Westen nichts Neues" - Inhaltsangabe

"Im Westen nicht Neues" schildert den Ersten Weltkrieg aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer, der sich direkt nach Beendigung der Schule freiwillig für den Kriegsdienst meldet. Paul lernt schnell die Realität des Krieges kennen, die sich von allem unterscheidet, was er von seinem Lehrer Kantorek darüber gehört hatte. Um zu überleben, muss er unter widrigsten Umständen Essen finden und lernen, Geschosse am Klang zu unterscheiden.

Bäumer findet Freunde an der Front, doch der Krieg ist unerbittlich und fordert Leben auf beiden Seiten des Schlachtfeldes.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 1

Der 19-jährige Paul Bäumer ist gemeinsam mit seinen ehemaligen Schulkameraden Albert, Müller und Leer an der Front. Zur Gruppe der Freunde gehören aber auch Ältere, die vor dem Krieg bereits gearbeitet haben: Tjaden (Schlosser), Haie (Torfstecher), Detering (Bauer) sowie Katczinsky, genannt Kat (Schuster). Als die Gruppe nach einem 14-tägigen Kampfeinsatz an der Westfront abgelöst wird, sind sie froh, überlebt zu haben. Von 150 Soldaten kehren nur 80 zurück und so gibt es im Lager für jeden Überlebenden eine doppelte Ration Essen.

Ein anderer ehemaliger Schulkamerad, Kropp, überbringt Grüße des Lehrers Kantorek. Der ehemalige Erzieher der Freunde hatte die gesamte Klasse dazu gebracht, sich freiwillig für den Kriegsdienst zu melden. Paul Bäumer erkennt im Rückblick, dass die Schilderungen des Erziehers in keiner Weise mit der Realität übereinstimmen.

Paul ist glücklich, dass er und seine Freunde den Einsatz gut überstanden haben. Einen Mitschüler allerdings hat es nicht so gut getroffen; Franz Kemmerich liegt nach einer Beinamputation im Sterben. Er selbst hat noch nicht begriffen, was passiert ist. Der pragmatische Müller jedoch wartet bereits auf Kemmerichs Tod, um die Stiefel seines Kameraden an sich nehmen zu können.

Die "Front" bezeichnet eine Grenze zwischen einander gegenüberstehenden Streitkräften im Krieg.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 2

Der Drill der Ausbildungskaserne steht in einem starken Gegensatz zu Pauls Leben vor dem Kriegsdienst. Er fragt sich, ob sein Leben jemals wieder so sein wird wie vor dem Krieg. Besonders der Unteroffizier Himmelstoß macht Paul und seinen Freunden immer wieder klar, dass die Bildung und das eigene Denken an der Front egal sind. Wichtig ist dort einzig und allein Gehorsam und das Ausführen von Befehlen.

An der Front sind auch neue Freundschaften entstanden und durch das Schicksal seines todgeweihten Freundes Kemmerich wird Paul Bäumer klar, dass er einfach nur leben möchte.

"Drill" bezeichnet die sture Wiederholung immer gleicher Übungen bis ein perfektes Ergebnis erzielt wird. Sowohl die Eigeninitiative eines Menschen, als auch Kreativität und eigenes Denken werden dabei unterdrückt.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 3

Paul Bäumer und seine Gruppe müssen an einen neuen Standort ziehen, an dem es weder Schlafsachen noch Essen gibt. In dieser Situation wird Kats besondere Eigenschaft gezeigt, aus jeder Situation das Beste zu machen. Er treibt Stroh, Brot und Fleisch auf. Nach dem Essen schwelgen die Freunde in Erinnerungen an ihre Ausbildung. Dann verkündet Tjaden, dass Himmelstoß, der verhasste Ausbilder, an die Front geschickt wurde und bald im Lager eintreffen werde.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 4

Bei Schanzarbeiten werden Paul Bäumer und seine Gruppe beschossen. Sie stehen ungeschützt in den Schützengräben. Alle sind angespannt und voller Angst. Als sie nach den Arbeiten zurück zum Lager gehen, überqueren sie einen kleinen Friedhof. Dort setzt Artilleriebeschuss ein. In von Bomben aufgerissenen Gräbern harren die Soldaten aus. Durch die Augen von Paul Bäumer wird die Zerstörung der Landschaft beschrieben. Die Gruppe übersteht den Angriff. Ein junger Soldat wird jedoch so schwer verletzt, dass allen klar ist, dass der Mann sterben wird.

"Schanzarbeiten" sind Arbeiten an den Schützengräben, bei denen Aufbauten (bewegliche Teile aus Holz) mit Stacheldraht umwickelt werden.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 5

Eine Läuseplage beschäftigt die jungen Soldaten, die nun wieder im Lager sind. Sie sinnieren über die Zeit nach dem Krieg und was sie wohl erwarten wird. Dabei werden sie von Himmelstoß unterbrochen. Die Gruppe um Paul Bäumer lässt den Unteroffizier spüren, dass sie etwas besitzen, was ihm fehlt: Kampferfahrung.

Nach einer Auseinandersetzung werden Tjaden und Kropp mit Arrest bestraft. Bäumer und Kat stehlen aus dem Regimentslager eine Gans, braten sie und bringen Tjaden und Kropp etwas zu essen.

Als "Regiment" wird ein Verband von zwei bis vier Bataillonen bezeichnet. Ein "Bataillon" umfasst ca. 300 bis 1200 Soldat*innen.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 6

Ein erneuter Fronteinsatz fordert viele Opfer. Paul Bäumer und seine Gruppe müssen drei Tage in einem Graben ausharren. Sie warten auf den Angriff der Franzosen. Die Essensrationen sind knapp, die Ratten umso zahlreicher. Mitten in der Nacht des dritten Tages werden sie angegriffen. Paul und seine Gruppe werden verschüttet, graben sich aber wieder frei. Nach und nach nehmen die Folgen des psychischen Drucks zu, bis einer der Soldaten aus dem Graben klettert und getötet wird.

Schließlich kommt es zum Sturmangriff, bei dem die feindlichen Soldaten die verbliebenen Männer aus den Gräben treiben. Von Angesicht zu Angesicht mit einem französischen Soldaten erkennt Paul, dass sein Gegenüber genauso Mensch, aber auch genauso bereit ist wie er selbst, zum Äußersten zu gehen.

Es vergehen mehrere Tage, in denen Kämpfe und Pausen sich abwechseln. Viele Kameraden sterben. Am Ende kehren von 150 Soldaten 32 lebend ins Lager zurück.

"Sturmangriff" ist ein schneller Angriff mit dem Ziel, den Gegner zu überrumpeln.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 7

Die Gruppe um Paul Bäumer wird weiter ins Hinterland gebracht, wo es etwas ruhiger zugeht. Dort lernen er und seine Freunde drei junge Französinnen kennen, mit denen sie sich in der Nacht heimlich treffen. Sie bringen den Frauen Essen mit und haben anschließend Sex.

Paul bekommt überraschend Heimaturlaub und reist in seine Heimatstadt. Dort trifft er seine Mutter krank an. Er stellt fest, dass die Vorstellung der Zivilisten über den Krieg nichts mit der Realität an der Front gemeinsam hat. Er fühlt sich fremd in der Stadt und vermisst seine Kameraden.

Als "Zivilisten" werden Menschen bezeichnet, die nicht dem Militär angehören.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 8

Nach seinem Heimaturlaub wird Paul Bäumer zwecks einer militärischen Übung in eine alte Kaserne abkommandiert, in welcher er russische Gefangene kennenlernt. Die Gefangenen fristen ein verwahrlostes, elendes Dasein. Paul hängt seinen Gedanken über das Leben und den Krieg nach. Ihm wird klar, dass er nicht weiß, wer diese Männer eigentlich sind und warum sie seine Feinde sein sollen.

Pauls Vater und Schwester kommen zu Besuch und teilen ihm mit, dass die Mutter Krebs hat und ins Krankenhaus muss. Sie haben Kartoffelpuffer dabei, von denen Paul einige den Russen schenkt.

Die "Kaserne" ist ein Gebäude, in welchem Soldaten untergebracht sind.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 9

Als Paul wieder an der Front ist, inspiziert der Kaiser die Truppe. Dafür haben die Soldaten neue Kleidung bekommen, die sie nach diesem Ereignis wieder abgeben müssen. Paul und seine Freunde reden über den Krieg. Ihnen wird klar, dass die Soldaten Schachfiguren sind, die weder wissen, warum sie kämpfen, noch selbst einen Nutzen davon haben.

Die Truppe wird an die vordere Front verlegt. Paul Bäumer meldet sich freiwillig, um die feindlichen Lager auszuspionieren. Dabei kriecht er in Richtung französischer Linie und versteckt sich in einem Bombentrichter, um sich vor Beschuss zu schützen. Später kommt ein feindlicher Soldat ebenfalls in diesen Trichter. In seiner Angst und Panik ersticht Paul den anderen, doch der stirbt nicht sofort. Paul muss stundenlang dabei zusehen, wie der Mann langsam verblutet.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 10

Paul und seine Truppe sollen ein Dorf bewachen, in welchem es Vorräte gibt. Sie sind etwas weiter vom Geschützfeuer entfernt und genießen das Leben mit Cognac, Zigarren und gutem Essen. Nach zwei Wochen müssen sie wieder an die Front. Paul und sein Freund Albert werden verletzt, können sich jedoch retten und kommen in ein Lazarett. Paul wird operiert und dann in ein katholisches Krankenhaus verlegt. Dort wird Albert das Bein amputiert.

Nachdem Paul genesen ist, erhält er Heimaturlaub. Danach muss er jedoch wieder zurück an die Front.

Ein "Lazarett" ist ein Krankenhaus für Soldaten.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 11

Im Sommer 1918 sehnen Paul und seine Freunde mehr denn je ein Ende des Krieges herbei. Immer mehr Soldaten finden den Tod. Der Tod macht auch vor Paul und seiner Gruppe nicht halt. Berger, Müller, Leer, Kat und der Kompanieführer Bartnick sterben. Detering desertiert und mehrere Soldaten leiden unter Front-Anfällen, da sie dem Krieg, dem Hunger, der schlechten medizinischen Versorgung und ihren eigenen Erlebnissen nicht mehr gewachsen sind.

"Im Westen nichts Neues" - Kapitel 12

Paul ist mittlerweile der Letzte aus seiner Schulklasse, der noch lebt. Er liegt mit einer Gasvergiftung im Krankenhaus und wünscht sich, leben zu können. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass er lange brauchen wird, um sich im normalen Leben wieder zurechtzufinden.

In einem Nachtrag berichtet ein anonymer Erzähler, dass Paul kurz vor Kriegsende gestorben sei. Es war ein ruhiger Tag und der Bericht des Heeres besagt, dass es "im Westen nichts Neues" zu melden gebe.

Charakterisierung der zentralen Figuren

Die Hauptfigur im Roman "Im Westen nichts Neues" ist Paul Bäumer. Er ist einer von sieben Jungen, die sich nach Schulende freiwillig zum Kriegsdienst melden. Die Figurenkonstellation in der Geschichte ist geprägt durch Paul und drei seiner Schulfreunde, sowie weiterer Freunde, die er an der Front kennenlernt. Die Gruppe umfasst acht Soldaten, die namentlich genannt werden und die aufgrund von Herkunft und Alter gut voneinander zu unterscheiden sind.

Auffällig ist, dass die Dynamik der Gruppe um Paul Bäumler sehr harmonisch ist. Trotz der Unterschiede in Herkunft, Alter und Bildung gibt es keine Spannungen. Damit wird deutlich, dass es für die Soldaten vor allem darum geht, zu überleben. Der Krieg schweißt sie zusammen und macht sie zu einer Gemeinschaft.

Dem gegenüber stehen die beiden Antagonisten Kantorek und Himmelstoß, die exemplarisch die Unterdrückung der jungen Männer symbolisieren.

Paul Bäumer

  • 19 Jahre alt,
  • hat sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet,
  • liebt seine (krebskranke) Mutter sehr,
  • verschweigt der Familie die Brutalität des Kriegs,
  • ist sehr reflektiert über die Geschehnisse an der Front,
  • erkennt die Menschlichkeit hinter den feindlichen Soldaten,
  • hält das Konzept von Krieg für unmenschlich und sinnlos,
  • fällt an einem der letzten Kriegstage im Jahr 1918.

Albert Kropp

  • Ist ernsthaft und rational,
  • glaubt, als gebrochener Mann aus dem Krieg zurückzukehren,
  • kritisiert den Militarismus der wilhelminischen Gesellschaft,
  • ihm wird ein Bein amputiert,
  • verfällt anschließend in eine Depression.

Müller V

  • Möchte unbedingt das Notabitur machen,
  • hat seine Lehrbücher mit an der Front dabei,
  • lernt auch unter Beschuss noch Physik,
  • steht dem Krieg pragmatisch gegenüber.

Stanislaus Katczinsky (Kat)

  • 40 Jahre alt,
  • Schuster und Familienvater,
  • erfahrener Soldat,
  • wird als Gruppenleiter anerkannt.
  • lehnt den Krieg ab, aber nimmt ihn hin.

Kantorek

  • Ehemaliger Klassenlehrer von Paul und seinen Mitschülern,
  • hält oftmals patriotische Reden in der Schule,
  • überredet die Schüler, sich zum freiwilligen Kriegsdienst zu melden.
  • wird als Rekrut eingezogen und ist beim Militär einem seiner ehemaligen Schüler unterstellt.

Himmelstoß

  • Von Beruf Postbote,
  • seit 12 Jahren beim Militär,
  • ist Ausbilder von Pauls Gruppe beim Militär,
  • handelt als Ausbilder schikanös und pedantisch,
  • an der Front zeigt er Schwäche und täuscht eine Verletzung vor.

"Im Westen nichts Neues" - Aufbau und Sprache

Der Roman "Im Westen nichts Neues" ist in 12 Kapitel unterteilt. In diesen erzählt die Hauptfigur Paul Bäumer von den Schrecken des Krieges aus der Ich-Perspektive. Der Erzählstil ist direkt und unmittelbar, wodurch die Leser*innen in das Geschehen eintauchen können und die Geschichte und damit die Schrecken des Krieges hautnah miterleben.

Remarques Werk hat einen kurzen einleitenden Text, der als eine Art Untertitel fungiert:

Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde — auch wenn die seinen Granaten entkam.

Alle Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus: "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque (1992, Köln, Verlag Kiepenheuer & Witsch).

Dieser Untertitel legt nahe, dass Remarque sich politisch vom Krieg distanzieren wollte. Allerdings ist darin auch ein Widerspruch in sich zu erkennen. Ein Bericht gehört einer anderen Gattung an als ein Roman. Ein Bericht ist faktual, ein Roman hingegen erzählt meist eine fiktive Geschichte. "Im Westen nichts Neues" ist ein Roman und somit ein fiktionaler Text.

Fiktional bedeutet auf einer Fiktion beruhend. Einzelne Elemente innerhalb eines Textes sind ausgedacht. Fiktionale Texte beschäftigen sich mit Handlungen und Figuren, die es in der Realität nicht gibt.

Faktuale, also nicht-fiktionale Texte werden auch als Sachtexte oder Sachliteratur bezeichnet. Sie beschäftigen sich mit der realen Welt. Alle Texte, in denen es um reale Ereignisse oder Personen geht, gehören zu den Sachtexten.

Wenn Du mehr über die verschiedenen Textarten wie Roman oder Bericht wissen möchtest, dann schau Dir gerne unsere Artikel "Romane" und "Bericht Schreiben" an.

Aufbau

Die 12 Kapitel des Romans sind episodisch aufgebaut. Die Erzählweise ist szenisch und ohne zusammenfassende und deutende Anteile. Der kühle szenische Schreibstil erinnert an einen militärischen Rapport. Indem der Erzähler jedoch das Geschehen gelegentlich kommentiert, erhält die distanziert-sachliche "Berichterstattung" eine emotionale Note und gibt einen kleinen Einblick in Bäumers Ansichten über den Krieg. Dadurch gelingt es ihm, Empathie und Nähe bei der Leserschaft auszulösen; das Kriegsgrauen wird erst dadurch nachfühlbar.

Die Leser*innen werden mit dem subjektiven Empfinden des jungen Soldaten konfrontiert. Paul sinniert oft über den Krieg, wem er nützt und was mit den Soldaten wird, wenn sie aus dem Krieg heimkehren.

Die einzelnen Kapitel scheinen zufällig aneinandergereiht zu sein. Jedes Kapitel für sich erzählt eine Situation. Mal sind es große Einsätze an der Front, mal die Läuseplage im Lager. Kämpfe und Pausen im Wechsel zeichnen das Bild eines Kriegsalltags, der durch viele bildhafte Beschreibungen plastisch und nah wirkt. Die Handlung spielt kapitelweise an verschiedenen Orten. (Kapitel 1: Front, Kapitel 2: Ausbildungskaserne, Kapitel 3: Neues Lager, Kapitel 4: Schützengraben usw.)

Dennoch werden die Kapitel durch eine innere Chronologie zusammengehalten. Die zeitliche Abfolge wird nur durch Rückblenden unterbrochen, was jedoch die Logik der Handlungsabfolge nicht stört. Auch die Folgen des Krieges und des Kampfes der Soldaten werden im Ablauf der Kapitel dramatischer. Trotz eines episodenhaften Charakters ist so dennoch eine zusammenhängende Geschichte erzählt.

Durch den steten Wechsel zwischen entspannteren Szenen, in denen die Soldaten Läuse bekämpfen, in Latrinen Karten spielen oder sich mit Französinnen treffen, und den Kampfszenen, in welchen die Soldaten mit dem Tod konfrontiert werden, baut sich Spannung auf.

Es ist beschwerlich, die einzelne Laus zu töten, wenn man Hunderte hat. Die Tiere sind etwas hart und das ewige Knipsen mit den Fingernägeln wird langweilig. (Kapitel 5)

Aus uns sind gefährliche Tiere geworden. Wir kämpfen nicht, wir verteidigen uns vor der Vernichtung. [...] dort hetzt mit Händen und Helmen der Tod hinter uns her. (Kapitel 6)

In Wirklichkeit vergessen wir nichts. [...]; denn soviel habe ich gelernt: Das Grauen läßt sich ertragen, solange man sich einfach duckt; aber es tötet, wenn man darüber nachdenkt. (Kapitel 7)

Auf ruhigere Szenen folgen die des Kampfes und wieder jene, in denen über den Krieg nachgedacht wird. Das bietet auch den Leser*innen die Möglichkeit und die Zeit, darüber nachzudenken, was Krieg mit den Menschen macht.

Spannung wird aber nicht nur durch die szenische Erzählweise und den Wechsel von ruhigen Szenen und jenen des Kampfes bestimmt. Von Anfang an wird klar, worum es im Grunde geht: um das Überleben.

Der Wechsel der Szenen unterstützt den Aufbau der Spannung auch durch die unterschiedliche atmosphärische Dichte. Vor allem die Kapitel, in welchen die Soldaten an der Front in Kampfeinsätzen sind, sind voller Bilder.

Auffällig ist auch, dass in den ruhigen Szenen, in denen Paul und seine Freunde über den Krieg reflektieren, oft Rückblenden eingebaut sind. Durch diese erfahren die Leser*innen, wer Kantorek ist und wie er eine gesamte Klasse dazu brachte, sich dem Kriegsdienst zu verpflichten. Auch an ihre Ausbildung unter Himmelstoß erinnern sich die Freunde in einer solchen Szene der Reflexion.

Sprache

"Im Westen nichts Neues" wird zur literarischen Strömung der "Neuen Sachlichkeit" gezählt. Remarque schreibt knapp und präzise. Selbst Kampfhandlungen werden sachlich distanziert beschrieben. Ausschmückendes Beiwerk wird vermieden:

Wir lauern. Das Feuer springt hundert Meter weiter, und wir brechen wieder vor. Neben mir wird einem Gefreiten der Kopf abgerissen. Er läuft noch einige Schritte, während das Blut ihm wie ein Springbrunnen aus dem Halse schießt.

Ohne Emotionen wird der Tod eines Soldaten geschildert. Remarque beschreibt nüchtern und realistisch, was passiert. Diese präzisen, emotionslos geschilderten Textstellen lassen sich im gesamten Roman finden. Sie sind zentral in der sprachlichen Darstellung. Nur an wenigen Stellen werden expressionistische Merkmale sichtbar.

Das Dunkel wird wahnsinnig. Es wogt und tobt. Schwärzeste Dunkelheiten als die Nacht rasen mit Riesenbuckeln auf uns los, über uns hinweg.

Anstatt sachlich von der Dunkelheit zu sprechen, wird diese ausgeschmückt und personifiziert. Der Dunkelheit werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben.

Remarque lässt die Handlung durch einen jungen Soldaten erzählen. Die Sprache dieses Mannes ist einfach und alltäglich. Der Autor nutzte in seinem Roman auch viele rhetorische Stilmittel, was für die Literaturepoche der "Neuen Sachlichkeit" eher unüblich war. Neben der bereits erwähnten Personifizierung sind es auch Ellipsen, Parallelismen und Metaphern.

Wir sind mager und ausgehungert. [...] Die Fabrikbesitzer in Deutschland sind reiche Leute geworden – uns zerschrinnt die Ruhr die Därme. [...] Unsere Artillerie ist zerschossen – sie hat zuwenig Munition –, und die Rohre sind ausgeleiert, daß sie unsicherer schießen und bis zu uns herüberstreuen. Wir haben zu wenig Pferde. Unsere frischen Truppen sind blutarme, erholungsbedürftige Knaben …

In den ersten beiden Sätzen wird der Parallelismus sichtbar:

"Wir sind mager und ausgehungert. Die Fabrikbesitzer sind reiche Leute."

Die Satzstruktur ist gleich: Subjekt, Prädikat, Objekt. Es folgen weitere Sätze nach dieser Struktur:

"Wir haben zu wenig Pferde. Unsere frischen Truppen sind …"

Remarque verwendet ebenso bildhafte Metaphern in seinem Werk:

"... uns zerschrinnt die Ruhr die Därme."

"Zerschrinnen" bedeutet auch "zerbomben" oder "zerstören". Die Krankheit wird als Waffe dargestellt, welche die Körper der Soldaten zerstört

"Ruhr" ist eine Erkrankung des Dickdarms, welche durch Bakterien ausgelöst wird. Es handelt sich dabei um eine Durchfallerkrankung.

Die Aufzählungen sind einerseits Ellipsen, denn es handelt sich um unvollständige Sätze, andererseits sind es auch Parallelismen, denn der Satzbau ist hier absolut identisch.

Granaten, Gasschwaden und Tankflottillen – Zerstampfen, Zerfressen, Tod. Ruhr, Grippe, Typhus – Würgen, Verbrennen, Tod.

Remarque verwendet auch mehrfach Tiermetaphoriken und setzt Umgangssprache ein.

"Aus uns sind gefährliche Tiere geworden. Wir kämpfen nicht, wir verteidigen uns vor der Vernichtung."

Wenn Du mehr über die rhetorischen Figuren erfahren möchtest, lies Dir doch unsere Erklärung "Rhetorische Stilmittel" durch!

Interpretationsansätze in "Im Westen nichts Neues"

"Im Westen nichts Neues" ist ein Antikriegsroman, was auch durch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, deutlich wird. Krieg und Kämpfe werden nicht als etwas Glorreiches, sondern als etwas Todbringendes und Traumatisierendes dargestellt.

Der Schrecken des Krieges

Durch die Erzählweise des Romans werden die Leser*innen direkt mit den Bildern des Krieges konfrontiert. Es wird nichts beschönigt.

Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war an der ganzen Front, daß der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden.

Der Tod des Soldaten Bäumer, der sein Leben für den Krieg hergegeben hat, ist hier nicht einmal mehr eine Meldung wert. Alles geht seinen gewohnten Gang, als hätten er und seine Leistungen, seine Opfer und sein Leid gar nicht existiert. Auch hier wird ohne jede Emotion beschrieben, was geschehen ist. Dadurch wird die Bedeutungslosigkeit des Todes deutlich, der die Soldaten jeden Tag ereilt.

Remarque schreibt über die modernen Waffen im Ersten Weltkrieg, z. B. über Gasangriffe oder Artillerie, die Löcher in Böden und Körper reißen. Immer wieder werden die Schützengräben zum Schauplatz der Kämpfe. Hunger, Angst, Krankheit und Tod werden nah und ungeschönt beschrieben.

Der Krieg selbst und diejenigen, die vom Krieg profitieren, werden angeklagt. Durch Bäumers Gedanken und die Gespräche zwischen den Freunden wird immer wieder die Sinnlosigkeit des Ganzen angeprangert. Nichts ist gut oder heldenhaft an dem, was die Soldaten tun.

Die verlorene Generation

In "Im Westen nichts Neues" werden zu Beginn der Geschichte die Charaktere vorgestellt. Junge Männer, die teilweise gerade mit der Schule fertig sind und hoffnungsvoll Pläne für die Zukunft schmieden, werden mit Gewalt und Tod konfrontiert. Ein einschneidendes Erlebnis, das eine ganze Generation junger Männer aus dem Leben riss.

Diese sogenannte "Lost generation" wurde von zeitgenössischen US-amerikanischen Autoren thematisiert, die nach dem Ersten Weltkrieg in Europa lebten. Der Begriff selbst wurde durch die amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein eingeführt und beschrieb eine Generation von jungen Männern, die durch ihre Kriegserfahrungen schnell erwachsen werden mussten. Die Kriegsteilnehmer wurden durch den Krieg desillusioniert, betranken sich viel, um die schrecklichen Erlebnisse zu vergessen und zeigten in den Nachkriegsjahren keinen Respekt gegenüber Autoritäten. Diese Einstellungen und das Fehlen einer Hoffnung auf eine bessere Zukunft führte zum Erstarken von radikaleren politischen Bewegungen (u. a. dem Nationalsozialismus).

In der Gruppe um Paul Bäumer wird dies durch Kropp verbalisiert.

"Was soll das bloß werden, wenn wir zurückkommen?", meint Müller, und selbst er ist betroffen.

[...]

Kropp denkt ebenfalls darüber nach. "Es wird überhaupt schwer werden mit uns allen. Ob die sich in der Heimat eigentlich nicht manchmal Sorgen machen deswegen? Zwei Jahre schießen und Handgranaten – das kann man doch nicht ausziehen wie einen Strumpf nachher –"

Eine Lebensplanung nach dem Krieg scheint unmöglich zu sein. Die Männer haben keine Hoffnung mehr, ein normales Leben führen zu können.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund von "Im Westen nichts Neues"

Der Roman "Im Westen nichts Neues" erschien zehn Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und zu Beginn einer erstarkenden rechtsradikalen politischen Front.

Der Erste Weltkrieg hatte etwa 17 Millionen Menschen das Leben gekostet. Etwa 800.000 Zivilisten verhungerten während des Krieges. Viele junge Männer hatten sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, doch das, was sie an der Front erlebten, war anders als alles, was sie sich je hätten vorstellen können. In diesem ersten industriellen Krieg waren die Waffen gewaltig und zerstörerisch. Es hieß nicht mehr Mann gegen Mann, sondern Maschine gegen Mann. U-Boote spielten eine ebenso wichtige Rolle wie Panzer, Flugzeuge und Kanonen.

Zwischen November 1914 und März 1918 erstarrte die Front im Westen. Gekämpft wurde in Gräben. Die Heere bewegten sich nicht mehr. Es ging darum, welche Seite länger durchhält. Diese Material- und Grabenschlachten werden im Roman beschrieben. Die Soldaten, die dort stationiert waren, erlebten traumatisierende Kämpfe. Täglich waren sie mit dem Tod konfrontiert und die, die den Krieg überlebten, hatten Schwierigkeiten, ins normale Leben zurückzukehren. Der Krieg hatte sich tief in das Gedächtnis der Menschen eingegraben und verfolgte sie auch Jahre später noch.

Andererseits war die Zeit zwischen 1924 und 1929 auch von wirtschaftlichem Aufschwung gekennzeichnet. In den "Goldenen Zwanziger Jahren" erlebten zudem die deutsche Kunst, Kultur und Wissenschaft ihre Blütezeit. Die "Neue Sachlichkeit" war die prägendste Kunstrichtung der 20er-Jahre, die aus den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und dem daraus folgenden gesellschaftlichen Wandel resultierte. Die Kunst wurde zwangloser und löste sich von alten und einengenden Konventionen.

Neue Themen etablierten sich. Es ging um das Selbstbewusstsein der Frauen, aber auch um die Kluft zwischen Arm und Reich.

In dieser Zeit, in der die Menschen sich, ebenso wie die Kunst, von den Zwängen befreien wollten und in der sie wieder leben wollten, erschien Remarques Werk "Im Westen nichts Neues". Eine Erinnerung an die Zeit vor dem wirtschaftlichen Aufschwung. Ein Erinnern an den Krieg und ein Mahnen vor einem weiteren. Der Antikriegsroman erreichte die Menschen zu einer Zeit, in der sich diese gerade vom Krieg erholt hatten, die Erinnerungen daran aber noch frisch und überall zu spüren waren.

Entstehungsgeschichte

Betrachtet man den Erfolg von "Im Westen nichts Neues", kann man sich kaum vorstellen, dass Erich Maria Remarque zunächst Schwierigkeiten hatte, einen Verlag für sein Werk zu finden. Schließlich bekam er einen Vertrag beim Ullstein Verlag, sollte aber im Falle eines Misserfolgs die Vorschusszahlungen als Journalist abarbeiten.

Nicht alles, was in "Im Westen nichts Neues" erzählt wird, beruht auf eigenen Erlebnissen Remarques. Er war nur kurze Zeit im Krieg, konnte sich jedoch auch durch Gespräche mit anderen Soldaten ein umfassendes Bild, vor allem während seiner Zeit im Lazarett, machen.

Der Autor von "Im Westen nichts Neues"

Erich Maria Remarque wurde am 22. Juni 1898 als Erich Paul Remark geboren. Er war das zweite von vier Kindern. Sein Vater arbeitete als Buchbinder. Die Familie war katholisch und lebte kleinbürgerlich und beengt.

Das Interesse des Schülers Erich Paul galt vor allem der Literatur und der Musik. Er sang im Chor und gab am Ende der Schulzeit Klavierunterricht, womit er sich ein wenig Geld verdiente. Damit konnte er sich eine kleine Bibliothek mit bedeutenden Werken aus dem 19. Jahrhundert anlegen und Theatervorführungen besuchen. Erich Paul besuchte die Volksschule und danach die "Königliche Präparanden-Anstalt". Diese konnten von begabten Volksschulabsolventen kostenlos besucht werden. Erich Paul eröffnete es die Möglichkeit, Lehrer zu werden.

Eine Präparandenanstalt bezeichnete vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein die untere Stufe der Volksschullehrerausbildung.

Viele seiner Mitschüler meldeten sich freiwillig für den Kriegsdienst, nicht jedoch Erich Paul. Dennoch musste auch er an die Front. 1916 wurde er eingezogen. Am 31. Juli 1917 wurde er schwer verletzt und war bis Oktober 1918 im Lazarett, wo er nach seiner Genesung in der Schreibstube arbeitete. Nach Kriegende sollte er mit dem "Eisernen Kreuz" ausgezeichnet werden, was er ablehnte. Die Erfahrungen, die er während seiner kurzen Zeit an der Front und seiner Zeit im Lazarett sammelte, bildeten die Grundlage für den Roman "Im Westen nicht Neues".

Nach Kriegsende setzte er sein Lehrerstudium fort, arbeitete auch als Junglehrer, wandte sich aber bereits 1920 vom Lehrerberuf ab. Er schrieb Theaterkritiken und kleinere Texte, doch das war zu wenig, um davon zu leben. Daher hielt er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er 1922 nach Hannover zog, wo er für den "Echo Continental" kleine Artikel schrieb. Er stieg zum Redakteur auf und ging 1925 nach Berlin, wo er als Redakteur für "Sport im Bild" arbeitete.

Remarque hatte sich inzwischen umbenannt und lebte in Berlin auf großem Fuß. Er mochte es, sich elegant zu kleiden und umgab sich gerne mit Prominenz. Aber er arbeitete auch weiter an seinen literarischen Texten. Von den verträumt, verklärenden Texten wandte er sich immer mehr ab; stattdessen wandte er sich zunehmend dem Realismus zu.

Bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 befand sich Remarque in der Schweiz. Im Mai 1933 wurden seine Werke bei den Bücherverbrennungen verbrannt.

1938 verlor er die deutsche Staatsbürgerschaft. Während des Krieges pendelte er zwischen den USA und der Schweiz hin und her und nahm die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Am 25. September 1970 verstarb Remarque.

Bedeutung des Werks "Im Westen nichts Neues"

Die Reaktionen auf Remarques "Im Westen nicht Neues" waren zweigeteilt. Einerseits wurde es als authentische Beschreibung vom Schrecken des Krieges geschätzt. Der Roman war ein großer Erfolg. Andererseits löste er auch eine wahre Hetzkampagne der politischen Rechten gegen das Werk und seine Verfilmung aus. Es gab unzählige Rezensionen und Positionierungen zwischen dem Erscheinen des Werkes und dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, in welchen politische Haltungen deutlich wurden.

"Im Westen nichts Neues" zählt zur literarischen Epoche der "Neuen Sachlichkeit". Das Werk ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg. Durch die ungeschönte, sachliche und präzise Beschreibung dessen, was Soldaten an der Front erleben, gehen der/dem Leser*in das Schicksal der Figuren sehr nahe. Es ist wie ein Blick durch eine Helmkamera.

Im Westen nichts Neues - Das Wichtigste

  • "Im Westen nichts Neues" ist ein Antikriegsroman, welcher 1929 erschien und sich bis heute circa 20 Millionen Mal verkaufte. Er wurde in über 50 Sprachen übersetzt und gilt als einer der größten Bestseller der deutschen Literatur.
  • Der Roman schildert den Ersten Weltkrieg aus Sicht eines jungen Soldaten, Paul Bäumer, der sich direkt nach Beendigung der Schule freiwillig für den Kriegsdienst meldet.
  • Die Figurenkonstellation in der Geschichte ist durch Paul und drei seiner Schulfreunde, sowie weitere Freunde, die er an der Front kennenlernt, geprägt.
  • "Im Westen nichts Neues" ist in 12 Kapitel unterteilt, die episodisch aufgebaut sind und den Leser*innen durch einen Wechsel von reflektierenden Szenen und Szenen des Kampfes ein fesselndes Leseerlebnis bietet.
  • Der Roman gehört in die Epoche der "Neuen Sachlichkeit". Die Sprache ist daher präzise, knapp und sachlich; es finden sich aber auch Metaphern, Parallelismen und Ellipsen.

Im Westen nichts Neues

"Im Westen nichts Neues" erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der von 1916 bis 1918 im Ersten Weltkrieg war. Die Handlung beginnt im Jahr 1917 und endet 1918. 

Am Ende des Romans heißt es in einem Satz, dass es  "Im Westen nichts Neues“ zu vermelden gebe. Der Krieg war zu Ende. In den letzten Kriegstagen war die erzählende Figur Paul Bäumer gestorben. 

Ja, es handelt sich um einen Antikriegsroman. Der Autor zeigt in diesem Werk, wie zerstörerisch und gleichzeitig sinnlos der Erste Weltkrieg für die Menschen war und welche traumatischen Folgen dieser hatte. 

Der Autor des Romans heißt Erich Maria Remarque. 

Finales Im Westen nichts Neues Quiz

Frage

Wie heißt der Autor von "Im Westen nicht Neues"?

Antwort anzeigen

Antwort

Erich Maria Remarque 

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Epoche gehört der Roman "Im Westen nichts Neues"?

Antwort anzeigen

Antwort

"Im Westen nichts Neues" gehört epochal zur "Neuen Sachlichkeit".

Frage anzeigen

Frage

Wann erschien "Im Westen nichts Neues?"

Antwort anzeigen

Antwort

"Im Westen nichts Neues" erschien als Vorabdruck 1928 in der "Vossischen Zeitung" und wurde 1929 in Buchform beim "Propyläen Verlag" veröffentlicht. 

Frage anzeigen

Frage

Worum geht es in "Im Westen nichts Neues"?

Antwort anzeigen

Antwort

"Im Westen nicht Neues" schildert den Ersten Weltkrieg aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer, der sich direkt nach Beendigung der Schule freiwillig für den Kriegsdienst meldet. 

Frage anzeigen

Frage

Wer hat den Protagonisten Paul Bäumer und seine Freunde aus der Schule dazu gebracht, sich freiwillig für den Kriegsdienst zu melden?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Erzieher Kantorek.

Frage anzeigen

Frage

Welcher Mitschüler Paul Bäumers wird als erstes an der Front verletzt?

Antwort anzeigen

Antwort

Müller

Frage anzeigen

Frage

Was ist die zentrale Lektion, die der Unteroffizier Himmelstoß den Freunden in der Ausbildung erteilt?

Antwort anzeigen

Antwort

Bildung und das eigene Denken sind an der Front egal. Wichtig ist dort einzig und allein Gehorsam und das Ausführen von Befehlen. 

Frage anzeigen

Frage

Als Paul Bäumer Fronturlaub bekommt, reist er in seine Heimatstatt. 

Was fällt ihm dort hinsichtlich der Vorstellung der Zivilisten zum Krieg auf?

Antwort anzeigen

Antwort

Er stellt fest, dass die Vorstellung der Zivilisten über den Krieg nichts mit der Realität an der Front gemeinsam hat. 

Frage anzeigen

Frage

Welche Figuren sind in "Im Westen nicht Neues" neben dem Protagonisten Paul Bäumer noch zentral?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Figurenkonstellation in der Geschichte ist geprägt durch Paul und drei seiner Schulfreunde, sowie weiterer Freunde, die er an der Front kennenlernt. 
  • Die Gruppe umfasst acht Soldaten, die namentlich genannt werden und die aufgrund von Herkunft und Alter gut voneinander zu unterscheiden sind. 
  • Zwei weitere wichtige Figuren sind die beiden Antagonisten Kantorek und Himmelstoß, die exemplarisch die Unterdrückung der jungen Männer symbolisieren. 
Frage anzeigen

Frage

Wie kann der Erzählstil von "Im Westen nicht Neues" beschrieben werden?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Hauptfigur Paul Bäumer erzählt von den Schrecken des Krieges aus der Ich-Perspektive. 
  • Der Erzählstil ist direkt und unmittelbar, wodurch die Leser*innen in das Geschehen eintauchen können und die Geschichte und damit die Schrecken des Krieges hautnah miterleben. 
Frage anzeigen

Frage

Wie ist der Roman "Im Westen nichts Neues" aufgebaut?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Es gibt 12 episodisch aufgebaute Kapitel.
  • Jedes Kapitel für sich erzählt eine Situation. 
  • Die Handlung spielt kapitelweise an verschiedenen Orten. 
  • Die Geschichte wird durch eine innere Chronologie (zeitliche Abfolge) zusammengehalten.
Frage anzeigen

Frage

Wie wird im Roman "Im Westen nichts Neues" Spannung erzeugt?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Es gibt einen steten Wechsel zwischen handlungsreichen und entspannteren Szenen. Diese Wellenbewegungen sorgen für Spannung.
  • Von Anfang an wird klar, worum es im Grunde geht: um das Überleben. Der/die Leser*in fiebert mit.
  • Die Kapitel haben eine unterschiedliche atmosphärische Dichte. Vor allem jene, in welchen die Soldaten an der Front in Kampfeinsätzen sind, sind voller Bilder. Dadurch entsteht Nähe zum Geschehen, was Spannung erzeugt.
  • In den ruhigen Szenen, in denen Paul und seine Freunde über den Krieg reflektieren, gibt es oft Rückblenden, die den/die Leser*in mit zusätzlichen Informationen versorgen, was ebenfalls Spannung aufbaut.
Frage anzeigen

Frage

Wodurch zeichnet sich die Epoche der "Neuen Sachlichkeit" sprachlich aus?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Sprache ist knapp, präzise und distanziert.

Frage anzeigen

Frage

Der Roman "Im Westen nichts Neues" gehört zur Strömung der "Neuen Sachlichkeit". Diese zeichnet sich durch eine knappe, distanzierte und präzise Sprache aus. Doch Remarque verwendet auch Stilmittel wie Metaphern, Personifizierungen, Parallelismen und Ellipsen. 

Für welche Epoche stehen diese Stilmittel in dem Roman?

Antwort anzeigen

Antwort

Expressionismus

Frage anzeigen

Frage

Welches ist das zentrale Thema des Romans "Im Westen nichts Neues"?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Schrecken des Krieges

Frage anzeigen

Frage

Was ist die größte Angst Paul Bäumers und seiner Kameraden, falls sie den Krieg überleben?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Männer haben keine Hoffnung mehr, ein normales Leben führen zu können. 

Frage anzeigen

Frage

Warum ist "Im Westen nichts Neues" ein Antikriegsroman?

Antwort anzeigen

Antwort

  • "Im Westen nichts Neues" beschreibt den Krieg ungeschönt und realistisch. Der/die Leser*in wird nicht geschont.
  • Krieg wird nicht als heroisch, sondern als traumatisierend dargestellt.
  • Der Roman zeigt die körperliche und psychische Zerstörung der Soldaten, die nach dem Krieg nicht wieder ins normale Leben zurückfinden.
Frage anzeigen

Frage

Beruhen die Erlebnisse, die erzählt werden, auf Remarques eigenen Erfahrungen?

Antwort anzeigen

Antwort

Ja, denn er war viele Jahre selbst im Krieg.

Frage anzeigen

Frage

Auch Erich Maria Remarque war im Ersten Weltkrieg an der Front. 

Hatte er sich freiwillig für den Kriegsdienst gemeldet?

Antwort anzeigen

Antwort

Nein

Frage anzeigen

Frage

Wie waren die Reaktionen der Leser*innen beim Erscheinen von "Im Westen nichts Neues"?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Reaktionen auf Remarques "Im Westen nicht Neues" waren zweigeteilt. 

Frage anzeigen
60%

der Nutzer schaffen das Im Westen nichts Neues Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer

Alles was du für deinen Lernerfolg brauchst - in einer App!

Lernplan

Sei rechtzeitig vorbereitet für deine Prüfungen.

Quizzes

Teste dein Wissen mit spielerischen Quizzes.

Karteikarten

Erstelle und finde Karteikarten in Rekordzeit.

Notizen

Erstelle die schönsten Notizen schneller als je zuvor.

Lern-Sets

Hab all deine Lermaterialien an einem Ort.

Dokumente

Lade unzählige Dokumente hoch und habe sie immer dabei.

Lern Statistiken

Kenne deine Schwächen und Stärken.

Wöchentliche

Ziele Setze dir individuelle Ziele und sammle Punkte.

Smart Reminders

Nie wieder prokrastinieren mit unseren Lernerinnerungen.

Trophäen

Sammle Punkte und erreiche neue Levels beim Lernen.

Magic Marker

Lass dir Karteikarten automatisch erstellen.

Smartes Formatieren

Erstelle die schönsten Lernmaterialien mit unseren Vorlagen.

Melde dich an für Notizen & Bearbeitung. 100% for free.