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Großstadtroman

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Großstadtroman

Erinnerst Du Dich noch daran, als Du das erste Mal allein in einer großen Stadt warst? Die hohen Gebäude, das hektische Treiben, die Massen an Menschen – all diese Eindrücke prasselten auf Dich ein und plötzlich warst Du nur noch eine kleine Ameise in einem riesigen Ameisenhaufen.

Besonders diese Anonymität und das Gefühl der eigenen Bedeutungslosigkeit thematisierten auch die Autorinnen und Autoren in ihren Großstadtromanen.

Definition des Großstadtromans

Der Großstadtroman ist eine Sonderform des Genres "Gesellschaftsroman" und wird der literarischen Gattung der Epik zugeordnet sowie in Prosa verfasst. Damit gehört der Großstadtroman zur erzählenden Literatur, die ungebunden ist und keinem Rhythmus oder Versschema folgt.

Der Großstadtroman entstand im 20. Jahrhundert und weist viele Gemeinsamkeiten mit dem Gesellschaftsroman wie beispielsweise die realistische Darstellung der zeitgenössischen gesellschaftlichen Verhältnisse und die Kritik dieser auf. Spezifisch für den Großstadtroman ist dabei aber, dass die Handlung in der Großstadt spielt. Die Großstadt ist dabei mehr als nur der Handlungsort, sondern auch ein zentrales Element der Werke, das auf die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Individuen Einfluss nimmt.

Im Abschnitt "Parallelen zum Gesellschaftsroman" findest Du noch mehr Informationen über die Gemeinsamkeiten zwischen dem Gesellschafts- und dem Großstadtroman.

Bekannte Beispiele für den Großstadtroman sind Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin (1878–1957) aus dem Jahr 1929 oder der Roman „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“, den Erich Kästner (1899–1974) im Jahr 1931 veröffentlichte.

Die beiden Großstadtromane Berlin Alexanderplatz“ oder „Fabian“ interessieren Dich? Dann schau Dir doch gerne die entsprechenden Erklärungen "Berlin Alexanderplatz" und "Fabian Erich Kästner" dazu bei StudySmarter an!

Entstehung des Großstadtromans in der Neuen Sachlichkeit

Der spezifische Romantyp des Großstadtromans entstand im 20. Jahrhundert in der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit. Die literarische Epoche der Neuen Sachlichkeit begann mit der Gründung der Weimarer Republik 1918 und endete 1933 mit der Machtergreifung der NSDAP unter Adolf Hitler.

Wenn Du mehr über die Epoche erfahren möchtest, schau Dir doch die Erklärung "Neue Sachlichkeit" auf StudySmarter an!

Die Neue Sachlichkeit stellte einen Umbruch in der deutschen Literatur dar. Die Autorinnen und Autoren wandten sich von den gefühlsbetonten Erzählungen und subjektiven Darstellungen der vorherigen Epochen ab. Statt einer Beschreibung eigener Emotionen und der eigenen Gefühlswelt näherten sich die Texte einer journalistischen Schreibweise an. Zu diesem Zweck nutzen die Schreibenden eine sachliche Erzählweise und eine neutrale und realistische Ausdrucksweise. Die Sprache war präzise und direkt, um sich auf das Wichtigste zu beschränken.

Die epischen Werke und damit auch die Romane der Neuen Sachlichkeit bezeichnete man als Gebrauchsliteratur, da die Werke vorwiegend einen Nutzen für die Gesellschaft haben sollten. Deswegen ließen die Texte auch kaum Platz für eigene Interpretationen der Lesenden.

Zur Gebrauchsliteratur gehören Berichte, Reportagen oder Dokumentationen, die sich an der Ausdrucksweise journalistischer Texte orientieren.

Der zeitgeschichtliche Hintergrund der Literatur in der Neuen Sachlichkeit war das Ende des Ersten Weltkrieges und die Entstehung der Weimarer Republik 1918. In der deutschen Bevölkerung verbreitete sich eine Entmutigung infolge der Kriegsniederlage. Die Menschen hatten das Gefühl, dass die einzelnen Individuen gegenüber der Masse keine Bedeutung haben. Grund für diese Einstellung war das Massensterben der Soldaten, die im Krieg als ersetzbare Ware angesehen wurde, und das Gefühl, dass ihr Tod sinnlos gewesen war.

Unter den Folgen des Ersten Weltkrieges litt auch die Politik sowie die Stimmung innerhalb der deutschen Gesellschaft. Die Unzufriedenheit der Menschen spiegelte sich in den Werken der Neuen Sachlichkeit wider, die die sozialen Missstände und das Gefühl der Wertlosigkeit der bzw. des Einzelnen thematisierten. Besonders die Bedeutungslosigkeit des Individuums ist ein zentrales Thema der Großstadtromane und repräsentiert den damaligen Zeitgeist.

Merkmale des Großstadtromans

Da der Großstadtroman ein Subgenre des Gesellschaftsromans ist, weißen beide Romantypen viele Gemeinsamkeiten auf. Welche Gemeinsamkeiten haben der Gesellschafts- und der Großstadtroman einerseits und was zeichnet den Großstadtroman andererseits als spezifischen Romantypen aus?

Parallelen zum Gesellschaftsroman

Der Gesellschaftsroman befasst sich mit gesellschaftlichen Verflechtungen und ihren Entwicklungen in der aktuellen Zeit.

In einem Gesellschaftsroman soll das gesellschaftliche Leben der aktuellen Epoche so realistisch wie möglich dargestellt werden. Die Beschreibungen sollen dabei so detailliert wie möglich die gesellschaftliche Realität darstellen. Daher findet die Handlung stets in der jeweiligen zeitgenössischen Wirklichkeit statt und ist eng mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Entstehungszeit des Romans verknüpft.

Sowohl Gesellschafts- als auch Großstadtromane nutzen eine sachliche Erzählweise, um soziale Milieus und die komplexe Psychologie der Charaktere zu schildern. Die Handlung wird dadurch komplex und ist durch mehrere Handlungsstränge geprägt.

Gesellschaftsromane und Großstadtromane sind häufig gesellschaftskritisch und wollen die spezifischen Probleme der beschriebenen Bevölkerungsgruppen darstellen. Im Fall des Großstadtromans sollen also die Herausforderungen und Probleme, mit denen Menschen beim Leben in der Großstadt konfrontiert werden, dargestellt und kritisiert werden.

Eigentümlichkeit des Großstadtromans

Die wesentliche Besonderheit des Großstadtromans im Vergleich zum Gesellschaftsroman ist, dass ein Großstadtroman das Lebensgefühl der Menschen in der Großstadt einfangen möchte. Auch im Großstadtroman liegt der Fokus der Handlung auf den sozialen, ökonomischen und politischen Bedingungen, wobei die Handlung allerdings stets in der Großstadt angesiedelt ist.

Es werden spezifisch die Verhältnisse des Großstadtlebens beschrieben, wodurch die Großstadt nicht nur der Handlungsort ist, sondern auch als das zentrale Element darstellt, das die gesellschaftlichen Verhältnisse prägt und für sie verantwortlich ist. Die Schreibenden versetzen sich also in das Großstadtmilieu hinein und beschreiben auch die Psychologie der Menschen, die in der Großstadt leben.

Der Großstadtroman zeigt die Menschen beim Leben in der Großstadt. Dieses ist geprägt durch seine Hektik und Unüberschaubarkeit. Der einzelne Mensch findet sich in der Anonymität wieder und in der Masse der verschiedenen Personen in der Großstadt rückt das Individuum in den Hintergrund. Menschen werden nach ihrer Nützlichkeit und nicht nach ihrem individuellen Selbst bewertet.

Auch das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Gesellschaft ist häufig Thema der Großstadtromane, da Großstädte als Höhepunkt der Urbanisierung und als größtmögliche Entfernung von der Natur angesehen werden können. Großstädte verkörperten also Industrie und Technik, durch die der individuelle Mensch an Bedeutung verliert, während die Natur als Gegensatz zur Industrialisierung und zum Wachstum der Städte angesehen wurde.

Als Urbanisierung bezeichnet man die Ausbreitung städtischer Lebensformen. Dazu gehört das Wachstum der Städte sowie der Wandel der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in den Städten, der durch dieses Wachstum bedingt wird.

Die Situation der Individuen im Großstadtleben wird im Großstadtroman durch zahlreiche Einzelszenen verdeutlicht. Dabei ist es teilweise schwer, die einzelnen Szenen zu einer durchgängigen Handlung zu verbinden. Oft führen die Handelnden Monologe, die ihre Orientierungslosigkeit ausdrücken sollen.

Der Großstadtroman „Fabian“ von Erich Kästner

"Fabian. Die Geschichte eines Moralisten" ist einer der bekanntesten Großstadtromane. Der satirische Roman wurde 1931 von Erich Kästner (1899–1974) veröffentlicht. Im Zentrum der Handlung steht der 32-jährige Germanist Dr. phil. Jakob Fabian. Er arbeitet als Werbetexter für eine Zigarettenfirma und lebt im Berlin der späten 1920er-Jahre.

Fabian nimmt als ironischer, aber auch distanzierter Beobachter das Berliner Nachtleben und dessen unmoralischen Seiten auf. Zwischen Kneipen, Ateliers und Bordellen wartet er darauf, dass die Menschen anständig werden und sich der Moral zuwenden. Fabian gerät in den Sog der Stadt mit ihrer politischen Polarisierung, Hemmungslosigkeit und freizügigen Sexualität. So entwickelt er sich im Verlauf des Großstadtromans von einem Moralisten, der auf den „Sieg der Anständigkeit“ hofft, zum Realisten.

Während Realisten sich an der Wirklichkeit orientieren und die Welt auf eine nüchterne und sachliche Weise betrachten, bezeichnet man Menschen als Moralisten, wenn sie die Dinge übermäßig moralisierend betrachten. Umgangssprachlich bezeichnet man Moralisten auch mit dem abwertenden Begriff des "Moralapostels".

Nachdem er immer wieder von seinen Mitmenschen enttäuscht wird, glaubt Fabian, dass er nur noch sich selbst bessern kann und verlässt Berlin schließlich, um in seine Heimatstadt Dresden zurückzukehren. Schließlich stirbt Fabian, als er versucht, einen Jungen aus einem Fluss zu retten: Während der Junge sich aus dem Wasser retten kann, ertrinkt Fabian, da er nicht schwimmen kann.

Eines der Hauptmotive in „Fabian“ ist das Leben in der Großstadt Berlin. Berlin stellt einerseits einen Ort der Ausschweifungen dar, an dem die Menschen in Lokalen und moralisch fragwürdigen Etablissements Ablenkung vom Alltag finden und ihrer Vergnügungssucht nachgehen können. Andererseits verkörpert die Großstadt die Folgen der Weltwirtschaftskrise durch eine hohe Arbeitslosigkeit sowie Armut und zahlreiche gescheiterte Existenzen, die in Berlin zu überleben versuchen.

Somit wird Berlin für Fabian die Stadt der Liebe und Exzesse, aber auch ein Ort der Not und des Scheiterns. Fabian merkt, dass er als Einzelner nichts gegen die moralischen Grauzonen Berlins tun kann. Somit findet sich auch im Roman das typische Motiv des Großstadtromans von der Bedeutungslosigkeit des Individuums in der Masse.

Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ kann somit als satirische Kritik Erich Kästners gegenüber den damaligen Zuständen der Gesellschaft gesehen werden. Erich Kästner kritisiert den Faschismus und den politischen wie moralischen Verfall der 1920er- und 1930er-Jahre in Deutschland. Für Kästner kam demnach die Machtergreifung Adolf Hitlers nicht überraschend, sodass sein Roman vor den kommenden Ereignissen warnen sollte.

Während Kästner sich selbst und seinen Protagonisten als Moralisten sieht, die nach ethischen Prinzipien wie Solidarität handeln, beachtet die Gesellschaft diese Ideale nicht. Dies wird im Buch hauptsächlich auf eine ironische Weise vermittelt, da Kästner in „Fabian“ ein übertriebenes pessimistisches Bild der Gesellschaft vermittelt. Besonders die Untätigkeit jener Menschen, die die gesellschaftlichen Verhältnisse und Probleme ihrer Zeit durchschauen, aber nichts dagegen tun, stehen im Zentrum von Kästners Kritik.

Übrigens: Ursprünglich sollte der Roman unter dem Titel „Der Gang vor die Hunde“ veröffentlicht werden. Dieser Titel sollte laut Kästner direkt verdeutlichen, dass sein Großstadtroman das Ziel hatte, die Lesenden vor ihrem herrschenden Zeitgeist zu warnen.

Großstadtroman - Das Wichtigste

  • Der Großstadtroman ist eine Sonderform des Gesellschaftsromans und gehört zur literarischen Gattung der Epik. Ein Großstadtroman wird in Prosa verfasst.
  • Der Großstadtroman entstand im 20. Jahrhundert in der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit (1918–1933). Die politische und soziale Lage in Deutschland war zu dieser Zeit sehr angespannt und die Menschen hatten das Gefühl, als Individuum bedeutungslos in der breiten Masse zu sein, was die Schreibenden in den Großstadtromanen widerspiegelten.
  • Genau wie der Gesellschaftsroman befasst sich der Großstadtroman mit den zeitgenössischen gesellschaftlichen Verhältnissen. Beide Romantypen wollen die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der aktuellen Zeit beschreiben und kritisieren.
  • Spezifisch für den Großstadtroman ist dabei, dass die Handlung in der Großstadt spielt. Die Großstadt ist nicht nur der bloße Handlungsort, sondern auch das zentrale Element der Werke, das die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Charaktere beeinflusst.
  • Besonders die Hektik und Unüberschaubarkeit der Großstadt sowie die Bedeutungslosigkeit des Individuums in der anonymen Masse an Menschen ist ein häufiges Thema in Großstadtromanen.
  • "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten" ist einer der bekanntesten Großstadtromane. Der satirische Roman wurde 1931 von Erich Kästner (1899–1974) veröffentlicht.

Nachweise

  1. Anette Huesmann (2019). Buchgenres kompakt: Handbuch der Genres von Actionthriller bis Zeitgeschehen. Dr. Anette Huesmann.
  2. lektuerehilfe.de: Gesellschaftsroman. (08.07.2022)
  3. lektuerehilfe.de: Fabian. (11.07.2022)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Großstadtroman

Großstadtromane sind eine Sonderform des Gesellschaftsromans. Sie thematisieren das Leben in der Großstadt und das Lebensgefühl der Menschen, die in der Großstadt leben.

Bekannte Beispiele für den Großstadtroman sind „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin (1878–1957) aus dem Jahr 1929 oder der Roman „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“, der 1931 von Erich Kästner (1899–1974) veröffentlicht wurde.

Der Unterschied zwischen einem Großstadtroman und einem Gesellschaftsroman liegt daran, dass der Großstadtroman eine Sonderform des Gesellschaftsromans ist. Während beide Romantypen das gesellschaftliche Leben der aktuellen Epoche darstellen und auch kritisieren, ist im Großstadtroman die Großstadt der Handlungsort und ein zentrales Element, das die gesellschaftlichen Verhältnisse prägt.

Der Großstadtroman entstand im 20. Jahrhundert in der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit (1918–1933). Grund für die Entstehung war das Ende des Ersten Weltkrieges 1918. Die politische und soziale Lage in Deutschland war sehr angespannt und die Menschen hatten das Gefühl, als Individuum bedeutungslos in der breiten Masse zu sein. Dieses Gefühl spiegelten die Schreibenden in den Großstadtromanen wider.

Finales Großstadtroman Quiz

Frage

Wer schrieb den Roman Berlin Alexanderplatz?

Antwort anzeigen

Antwort

Alfred Döblin schrieb Berlin Alexanderplatz.

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Frage

Warum kam Franz Biberkopf ursprünglich ins Gefängnis?

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Antwort

Er erschlug seine damalige Freundin aus Eifersucht.

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Frage

Wie kommt es dazu, dass Franz einen Arm verliert?

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Antwort

Auf der überstürzten Flucht nach einem Verbrechen verliert er einen Arm. 

Frage anzeigen

Frage

Welche Situation führt zu Franz endgültigem psychischem Zusammenbruch?

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Antwort

Der Mord an seiner Freundin Mieze löst seinen Zusammenbruch aus. 

Frage anzeigen

Frage

In welcher besonderen Technik erzählt Döblin die Geschichte seines Protagonisten?

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Antwort

Döblin schreibt in Montage- und Collagetechnik, das heißt viele verschiedene Textelemente wechseln sich ab. 

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Frage

Wofür steht der Alexanderplatz symbolisch im Roman?

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Antwort

Der bunte, chaotische Alexanderplatz steht für die zahlreichen Umwälzungen in Politik und Gesellschaft während der Weimarer Republik.

Frage anzeigen

Frage

Welche Symbolfiguren tauchen im Roman auf?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Hure von Babylon und der Tod.

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Frage

In wie viele einzelne "Bücher" ist der Roman unterteilt?

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Antwort

Er ist in neun Bücher unterteilt.

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Frage

Was passiert immer nach circa einem Drittel des Romans?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach jeweils einem Drittel ereilt Franz Biberkopf ein folgenreicher Schicksalsschlag.

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Frage

Wann entstand der Großstadtroman?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Großstadtroman entstand im 20. Jahrhundert in der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit (1918–1933).

Frage anzeigen

Frage

Der Großstadtroman ist eine Sonderform des ...

Antwort anzeigen

Antwort

... Gesellschaftsromans.

Frage anzeigen

Frage

Was sind bekannte Beispiele für Großstadtromane?

Antwort anzeigen

Antwort

Bekannte Beispiele für den Großstadtroman sind „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin (1878–1957) aus dem Jahr 1929 oder der Roman „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“, der 1931 von Erich Kästner (1899–1974) veröffentlicht wurde.

Frage anzeigen

Frage

Welche historischen Ereignisse beeinflussten die Literatur der Neuen Sachlichkeit?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und der Gründung der Weimarer Republik war die politische und gesellschaftliche Lage in Deutschland sehr angespannt. Die Menschen hatten das Gefühl, als Individuen irrelevant gegenüber der Masse zu sein.

Frage anzeigen

Frage

Wodurch war die Situation der Bevölkerung in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg geprägt?

Antwort anzeigen

Antwort

Entmutigung

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Frage

Wer schrieb "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten"?

Antwort anzeigen

Antwort

Erich Kästner (1899–1974)

Frage anzeigen

Frage

Ursprünglich sollte "Fabian" unter dem Titel ..... veröffentlicht werden.

Antwort anzeigen

Antwort

"Der Gang vor die Hunde"

Frage anzeigen

Frage

Welche Bedeutung hat die Großstadt Berlin im Roman "Fabian"?

Antwort anzeigen

Antwort

Berlin wird im Roman zur Stadt der Liebe und Exzesse, auch ein Ort der Not und des Scheiterns durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise. 

Frage anzeigen

Frage

Erich Kästner sieht sich selbst und seinen Protagonisten Fabian als ..., während der Rest der Gesellschaft ...

Antwort anzeigen

Antwort

... Moralisten

... ethische Prinzipien wie Solidarität nicht beachtet.

Frage anzeigen

Frage

Welches Ziel verfolgte Erich Kästner mit dem Großstadtroman "Fabian"?

Antwort anzeigen

Antwort

Kästner wollte mit "Fabian" jene Menschen kritisieren, die die Probleme ihrer Zeit erkennen, aber nichts dagegen tun. Auch erkannte er den damaligen Zeitgeist und wollte vor den kommenden Ereignissen wie der Machtergreifung Adolf Hitlers warnen.


Frage anzeigen

Frage

Was sind Großstadtromane?

Antwort anzeigen

Antwort

Großstadtromane sind eine Sonderform des Gesellschaftsromans. Sie thematisieren das Leben in der Großstadt und das Lebensgefühl der Menschen, die in der Großstadt leben.

Frage anzeigen

Frage

Was zeichnet den Aufbau und die Erzählweise im Großstadtroman aus?

Antwort anzeigen

Antwort

zahlreiche Einzelszenen

Frage anzeigen

Frage

Was ist das spezifische Merkmal, das den Großstadtroman vom Gesellschaftsroman unterscheidet?

Antwort anzeigen

Antwort

Spezifisch für den Großstadtroman ist, dass die Handlung in der Großstadt spielt und, dass das Lebensgefühl in der Großstadt mit seinen spezifischen gesellschaftlichen Bedingungen beschrieben werden soll. Die Großstadt ist mehr als nur der Handlungsort, sondern auch das zentrale Element der Werke, das die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Charaktere beeinflusst.

Frage anzeigen

Frage

Was sind häufige Themen im Großstadtroman?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Hektik
  • Unüberschaubarkeit
  • Anonymität
  • Bedeutungslosigkeit des Individuums
  • Spannungsfeld zwischen Natur und Gesellschaft
Frage anzeigen

Frage

Welche Bedeutung hat die Natur im Verhältnis zur Gesellschaft in Großstadtromanen?

Antwort anzeigen

Antwort

Während die Natur als Gegensatz zur Industrialisierung und zum Wachstum der Städte angesehen wird, verkörpern Großstädte den Höhepunkt der Vergesellschaftung durch Industrie und Technik, wobei der individuelle Mensch an Bedeutung verliert.

Frage anzeigen

Frage

Welche Gemeinsamkeiten haben Gesellschaftsromane und Großstadtromane?

Antwort anzeigen

Antwort

Beide Romantypen wollen die gesellschaftliche Realität mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen der aktuellen Zeit so realistisch wie möglich darstellen. Dabei sind sie häufig gesellschaftskritisch.

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Zeit spielt die Handlung in "Das kunstseidene Mädchen"?

Antwort anzeigen

Antwort

1930er-Jahre

Frage anzeigen

Frage

Wer verfasste "Das kunstseidene Mädchen"?

Antwort anzeigen

Antwort

Irmgard Keun

Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet der "Glanz" in "Das kunstseidene Mädchen"?

Antwort anzeigen

Antwort

Als "Glanz" bezeichnet Doris eine bekannte und beliebte Person, die ein erfolgreiches Leben in Ruhm, Reichtum und Luxus führt.

Frage anzeigen

Frage

Wie viele Teile umfasst "Das kunstseidene Mädchen"?

Antwort anzeigen

Antwort

3

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Frage

Was ist kein Merkmal der Sprache in "Das kunstseidene Mädchen"?

Antwort anzeigen

Antwort

Übertriebene, gehobene Rede

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Frage

Welcher Handlungsort wurde für "Das kunstseidene Mädchen" gewählt?

Antwort anzeigen

Antwort

Berlin

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Frage

Weshalb wurde "Das kunstseidene Mädchen" von den Nationalsozialisten verboten?

Antwort anzeigen

Antwort

Es beschrieb ein sexuell freizügiges Frauenbild, das nicht den Idealen einer deutschen Familie im Verständnis der Nationalsozialisten entsprach.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde "Das kunstseidene Mädchen" von der Emanzipationsbewegung wiederentdeckt?

Antwort anzeigen

Antwort

Ab 1979 erfreute sich "Das kunstseidene Mädchen" erneut großer Popularität.

Frage anzeigen

Frage

Worin ergeben sich Parallelen zwischen dem Leben der Protagonistin Doris und Irmgard Keun?

Antwort anzeigen

Antwort

Beide arbeiteten zunächst als Stenotypistin beziehungsweise Sekretärin und nahmen dann Schauspielunterricht.

Frage anzeigen

Frage

Vor welchem historischen Hintergrund spielt "Das kunstseidene Mädchen"?

Antwort anzeigen

Antwort

"Das kunstseidene Mädchen" spielt vor dem Hintergrund der untergehenden Weimarer Republik und der Weltwirtschaftskrise 1929, durch die Armut und Arbeitslosigkeit im Volk stark anstiegen.

Frage anzeigen

Frage

Inwiefern macht Doris während ihres Aufenthalts in Berlin eine innere Entwicklung durch?

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Antwort

Doris erkennt, dass es im Leben nicht auf Luxus oder Reichtum, sondern vielmehr auf das Glücklichsein ankommt.

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Frage

Welcher literarischen Gattung gehört "Das kunstseidene Mädchen" an?

Antwort anzeigen

Antwort

Epik

Frage anzeigen

Frage

Weshalb wird "Das kunstseidene Mädchen" auch als Zeitroman bezeichnet?

Antwort anzeigen

Antwort

Er spiegelt die Ereignisse, die Trends und die Gesellschaft der frühen 30er-Jahre.

Frage anzeigen

Frage

Welcher Literaturepoche lässt sich "Das kunstseidene Mädchen" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Neue Sachlichkeit

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Frage

Aus welcher Erzählperspektive wird in "Das kunstseidene Mädchen" berichtet?

Antwort anzeigen

Antwort

Personale Ich-Perspektive

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