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Literaturepochen

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Über welchen Zeitraum erstreckte sich die Epoche der Romantik?

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Während der Zeit von 1795-1848 werden Friedhöfe und Ruinen sowie Naturlandschaften zu den Schauplätzen, und Psyche und Ironie zu den Motiven der Romantik.

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In welche Abschnitte lässt sich die Romantik gliedern?

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Antwort

1795-1804 Frühromantik
1805-1815 Hochromantik
1816-1848 Spätromantik

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Frage

Für was steht in der Romantik die blaue Blume?

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Antwort

Die blaue Blume steht für die romantische und poetische Welt. Sie ist das wichtigste Symbol der Literaturepoche der Romantik. Sie repräsentiert die Sehnsucht und das Streben nach Liebe. In der blauen Blume verbinden sich die Natur und der Mensch mit dem Geist und bilden somit das Streben nach dem Selbst.

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Was versteht man unter der romantischen Ironie?

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Der Autor kann sein Werk und damit freigesetzte Stimmungen bewusst zerstören. Oft reicht ein einziges Wort oder ein Satz aus.

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Frage

Was versteht man unter der Progressive Universalpoesie?

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Als Universalpoesie bezeichnet wird der Versuch, Wissenschaft, Kunst und Poesie in Texten und Literatur miteinander zu verbinden. Der Künstler wird als freischaffendes Genie betrachtet. Die Universalpoesie versucht, den Traum und die Wirklichkeit, Poesie und das wahre Leben in einen Wechselbezug zu setzen. Alle Sinne sollen angesprochen werden.

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Frage

Wie werden offene Formen definiert?

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Die Gedichte und Literatur der Romantik folgt keinem festgesetzten Schema. Keine Inhalte und Formen sind festgelegt, Philosophie und Wissenschaft werden verbunden.

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Was für eine Verbindung hat die Psyche mit der Romantik?

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Die Psyche des Unbewussten wird zentrales Thema in den Werken der Romantiker.

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Definiere "Trümmerliteratur". Nenne Merkmale und mindestens zwei bekannte Vertreter mit ihren Werken.

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Der Begriff "Trümmerliteratur" bezeichnet die literarische Epoche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg 1945 begann und bis Anfang der 1950er Jahre dauerte. Die Autoren der Trümmerliteratur waren häufig Kriegsheimkehrer, die bei ihrer Rückkehr nur Trümmer vorfanden: die Trümmer der im Krieg zerbombten Städte sowie die ihrer Existenz und ihrer Lebensträume.

Die Autoren stellen in ihrer LIteratur ihre Kriegserlebnisse und die Zerstörung ihres Lebens dar. So beschäftigt sich die Trümmerliteratur mit dem leiderfüllten Leben in den Trümmern der Nachkriegsgesellschaft. 

Charakteristisch dafür ist eine schmucklose Erzählweise in einfachem und knappen Stil.


Bekannte Werke sind u.a.:

- Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür (1946-1947)

- Heinrich Böll: Wanderer, kommst du nach Spa... (1950)

- Carl Zuckmayer: Des Teufels General (1946/1967)

- Günther Eich: Inventur (1945-1947)

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Frage

Akkumulation

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Anhäufung von Wörtern ohne
Nennung eines Oberbegriffs

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Frage

Anapher

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Wiederholung eines Wortes/
einer Wortgruppe zu Beginn
aufeinanderfolgender Sätze,
Verse oder Strophen

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Antithese

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Gegenüberstellung von gegen-
sätzlichen Gedanken/Aussa-
gen/Begriffen

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Chiasmus

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Überkreuzstellung von Satz-
gliedern

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Frage

Ellipse

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unvollständiger Satz durch Aus-
lassung eines Wortes oder Satz-
teils

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Frage

Euphemismus

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Beschönigung, Verschleierung

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Hyperbel

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Übertreibung

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Inversion

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Umstellung von Satzgliedern,
abweichend vom normalen
grammatikalischen Gebrauch

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Frage

Metapher

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sprachl. Bild, bei dem ein Aus-
druck durch einen anderen, meist
anschaulicheren Begriff mit ähnli-
cher Bedeutung ersetzt wird; oft
als verkürzter Vergleich, bei dem
zwei Vorstellungsbereiche ohne
„wie“ verbunden sind

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Frage

Neologismus

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Wortneuschöpfung

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Parallelismus

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gleichartiger Satzbau

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Frage

Personifikation

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Vermenschlichung eines Gegen-
standes

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Frage

Symbol

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bildhafter Ausdruck, der auf
etwas Abstraktes (einen Begriff,
eine Idee) verweist

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Frage

Vergleich

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Verknüpfung zweier Sachver-
halte oder Bildbereiche durch
Hervorhebung des Gemeinsa-
men (durch das Wort „wie“)

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In welchem Zeitraumm war die Epoche des Barock?

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ca. 1600 bis 1720

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Barock aus??

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• Mensch als Teil der göttlichen Schöpfungsordnung: die gesellschaftliche Ordnung der 3 Stände (Klerus, Adel, Bürger/ Bauern) wird als Wille Gottes verstanden
• schroffe Gegensätze im Lebensgefühl: Leben und Tod; Gott und Welt (u. a. auch Wiederbelebung des mittelalterlichen Dualismus von Vergänglichkeit im Diesseits und Erlösung im Jenseits)
• Leiderfahrungen (Krieg, Gewalt, Seuchen und Epidemien) prägen Stimmung von
Vergeblichkeit und Hinfälligkeit – antithetisch dazu: Gier nach Leben und Genuss
• Fortschritte in den Wissenschaften (durch Kopernikus, Leibniz, Newton, Galilei, Bacon etc.) lösen den Menschen allmählich aus dem christlich geprägten Erklärungszusammenhang – aber
noch kaum Niederschlag dieser Entwicklung in der barocken Literatur

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Für was steht ein Tor häufig?

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das Tor als Trennung zwischen Welten, das entlässt
(Döblin: Berlin Alexanderplatz, Beginn des ersten Bu-
ches) oder verwehrt (Kafka: Vor dem Gesetz),

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Für was steht ein Haus häufig?

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das Haus (Schloss, Ruine, Wohnung) als Symbol für
Geborgenheit, aber auch Enge (Kafka: Das Schloss ),

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Frage

Für was steht ein Fenster häufig?

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• das Fenster als Grenze zwischen Beengung und Frei-
heit; vgl. die Beliebtheit des Motivs in der Romantik
(dazu im Gegensatz: Kafka: Das Gassenfenster),

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Frage

Für was steht ein Garten häufig?

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der Garten als Bereich zwischen menschlicher Zivilisa-
tion und freier Natur (Eichendorff: Aus dem Leben eines
Taugenichts, Schloß Durande, Das Marmorbild; Novalis:
Heinrich von Ofterdingen),

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Welche historischen Ereignisse spielten sich während der Epoche des Barock ab?

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• grundlegendes historisches Ereignis: Dreißigjähriger Krieg (1618 –1648) mit verheerenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Handel und Kultur (über 15 000 Dörfer in Mitteleuropa zerstört)
• Umwandlung der gesellschaftlichen Strukturen: Herausbildung absolutistischer Höfe und Erstarken des Bürgertums in den Städten
• in der Folge der Reformation konfessionelle Spaltung Deutschlands – Träger kultureller Entwicklung: in den protestantischen Gebieten das zunehmend aufgeklärte Bürgertum sowie kirchliche
Einrichtungen; in katholischen Gebieten vor allem Orden und Einrichtungen des Weltklerus
• Barock (vom frz. baroque bzw. urspr. vom portugies. barucco, eigentlich: „unregelmäßige Perle“) als Kunst der Gegenreformation und des Absolutismus – vor allem in katholischen Gebieten
• höfisches Streben nach Repräsentation verwirklicht sich u. a. in der Größe und in der pathetischen Ausstrahlung des Kunstwerkes
• Verarmung weiter Landstriche, prunkvolle Prachtentfaltung weltlicher und kirchlicher Herrscher
• Blütezeit des literarischen Barock mit Gryphius und Grimmelshausen

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Frage

Für was steht eine Stadt häufig?

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die Stadt als positives Sinnbild menschlicher Zivilisation und als ne-
gativer Ort der Naturferne, Rastlosigkeit, Isolation und des Verbre-
chens (Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse, Der Schüdderump; Keller:
Der grüne Heinrich; Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids
Brigge; Döblin: Berlin Alexanderplatz; Doderer: Die Strudlhofstiege)

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Frage

Für was steht ein Feld häufig?

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Feld (Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe) und Wald (vgl. die
„Waldeinsamkeit“ bei den Romantikern) als Bereiche der Auseinan-
dersetzung, der Verflachung und Vertiefung,

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Für was steht ein Meer häufig?


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das Meer als Stimmungsträger (Th. Storm: Der Schimmelreiter)

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Für was steht eine Wanderung häufig?

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die Wanderung (auch in den Formen der Reise, Bildungsreise, Le-
bensfahrt; vgl. die Weg- und Bewegungsmotivik; das Sehnsuchts- und
Wandermotiv in der Romantik; Entwicklungs- und Bildungsromane),

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Für was steht der Staat häufig?

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der Staat, der oft den Einzelnen bedrängt (Sophokles: Antigone; Seg-
hers: Das siebte Kreuz; Exilliteratur; Herta Müller: Atemschaukel ),

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Für was steht ein Labyrinth häufig?

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das Labyrinth als Kennzeichen des Orientierungsverlustes (vgl.
Kafka: Der Proceß, Das Schloss ),

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Für was steht ein technisches Gerät häufig?

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technisches Gerät, z. B. in der Form des Autos, Schiffes und Flug-
zeugs (vgl. die „Super-Constellation“ in Frischs Homo faber).

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Wodurch war das literarische Leben im Barock gekennzeichnet?

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• Literaturproduktion im Dienst von Adel und Kirche
• Deutsche Sprachgesellschaften emanzipieren Deutsch gegenüber Latein als Literatursprache
• bürgerliche und bäuerliche Schichten beginnen langsam, aufkommendes Selbstbewusstsein zu zeigen (deutsche Literatur in Kalendern: Lebenshilfe und Erbauung)
• Zwecke der Dichtung: Belehren, Unterhalten, Bewegen
• Dichter meist aus dem humanistisch gebildeten Gelehrtenstand
• Einfluss der Mystik (Jakob Böhme u. a.) auf die Dichtung (Gryphius, Silesius)
• Jesuitendrama als gegenreformatorisches Theater: biblische Stoffe, allegorische
Glaubensunterweisung
• erste Blütezeit der Oper
• Erlernbarkeit des Dichtens; Übertragung antiker Metrik auf die deutsche Sprache (Opitz)

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Barock

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• Regelpoetik: Qualität heißt souveräne / virtuose Regelkonformität; Tendenz zum Manierismus
• glänzende Erfüllung der Regelpoetik fördert Gedanken-, Wort- und Klangfiguren
• starke Bildlichkeit (insbesondere auch Allegorien); Wiederholung ähnlicher Motive
• artifizieller Charakter von Aufbau und Form; Antithetik; Hyperbolik
• zentrale Motive: Vanitas (lat. „leerer Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit“), Memento mori (lat. „Gedenke des Todes“), Carpe diem (lat. „Genieße den Tag“)
• vorherrschende Themen: Krieg, Tod, Vergänglichkeit, Religion, Scheinwelt und Welt als Theater, in dem jeder seine Rolle zu spielen hat
• kaum persönliche Dichtung, starke Tendenz zu Allgemeingültigkeitsanspruch
• Lyrik: (Alexandriner-)Sonette als Form, die für den Ausdruck antithetischen Denkens
besonders geeignet ist; aber auch Oden
• Drama: Tragödie (teilweise auch Komödie) mit Einhaltung der Ständeklausel
• Epik: Roman (z. B. Schäferroman und Schelmenroman)
• Emblem als besondere Form: Verbindung aus Bild und Text

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Autoren und Werke im Barock

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  • Martin Opitz: Buch von der Teutschen Poeterey (für barocke Regelpoetik maßgebliche Abhandlung)
  • Andreas Gryphius: Katharina von Georgien (Drama), Sonette
  • Christoffel v. Grimmelshausen: Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch (Schelmenroman)
  • Paul Gerhardt: Kirchenlieder
  • Angelus Silesius (eig.: Johannes Scheffler): Cherubinischer Wandersmann (Epigramme)
  • Jakob Bidermann: Cenodoxus (Drama)
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In welchem Zeitraum war die Epoche der Aufklärung?

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ca. 1720 bis 1800

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Aufklärung aus?

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• Mensch: von Natur aus gut
• Mensch als selbstbestimmtes Subjekt, das sein Bewusstsein aus der Entfaltung intellektueller, psychischer und physischer Fähigkeiten gewinnt
• Bildung der Humanität und Erziehung zum Rationalismus
• Überwiegen der Verstandesseite führt zu Strömungen, die das Gefühl kultivieren
(Empfindsamkeit, Pietismus u. a.)
• Rationalismus weckt Sehnsucht nach dem Naturzustand des Menschen

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Aufklärung ab?

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• gesamteuropäische, vom aufstrebenden Bürgertum getragene Bewegung
• Wurzeln in Renaissance und Humanismus: Sinnfrage und Organisation des menschlichen Lebens ausschließlich aus Vernunftgründen (rationalistisch)
• Vorbereitung bereits zuvor durch Grotius, Descartes, Spinoza (Niederlande); Hobbes, Locke, Newton, Hume (England); Leibniz (rationalistischer Idealismus; Deutschland)
• Immanuel Kant als wichtigster deutscher Philosoph der Aufklärung
• Glaube an den Sieg der Vernunft und an das Fortschrittsdenken: neues Bewusstsein und neues „Modell“ zur Erklärung der Welt
• Staatsvertrag anstelle des Gottesgnadenkönigtums
• natürliche Religiosität / Deismus anstelle des Offenbarungsglaubens
• natürliche Sittlichkeit anstelle tradierter Normen der Moral
• Literatur soll nützlich sein: Erziehung zur Humanität – Literatur mit lehrhaftem Charakter
• Rationalität als neuer Maßstab
• Dichtung soll die Natur nachbilden – allmählich setzt sich aber die kreative Fantasie als zweite schöpferische Quelle durch und bereitet die Vorstellung von der Dichterpersönlichkeit vor
• frz. Vertreter: Voltaire, Rousseau, Diderot

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Wie war das literarische Leben in der Aufklärung?

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• Vorlesungen in deutscher Sprache durch Chr. Wolff stärken Deutsch als Kultursprache
• Vernunftkultur und Bekenntnis zur Toleranz
• zunächst Dramen der französischen Klassik als Vorbilder (nach Gottscheds literaturtheoretischer Regelpoetik: Versuch einer kritischen Dichtkunst für die Deutschen)
• dann mit Lessing: Aufwertung Shakespeares, Entwicklung des freieren bürgerlichen Trauerspiels (Lessings Kritik an Gottsched in seiner Hamburgischen Dramaturgie)
• Gottsched, seine Frau und Schüler übersetzen Voltaire, Molière, Racine und Corneille
• Städte als literarische Zentren: gebildetes bürgerliches Lese- und Theaterpublikum
• Ideale und Ideen der Humanität werden in der kritischen Öffentlichkeit diskutiert – Diskussionsplattformen sind: „moralische Wochenschriften“, literarische Zirkel, Streitschriften
• Beginn freien Schriftstellertums
• Strömung der Empfindsamkeit als Gegengewicht zum Rationalismus: Kultivierung der Freundschaft; Literatur als Ausdruck des Individuums; Innenschau und Pflege edler Gefühle

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Sprache und Stil, Themen und Formen in der Aufklärung

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• allgemein gilt: Klarheit im Satzbau; Einfachheit im Ausdruck; Verständlichkeit
• frz. Vorbilder im Drama: Exemplifizierung eines moralischen Satzes anhand eines geschichtlichen Vorbildes; „Ständeklausel“; Einheit von Ort, Zeit und Handlung; oft gereimte Alexandriner
• Lessings bürgerliches Trauerspiel: Mitleid erregen durch mittlere Charaktere; Lösen von Ständeklausel; selbstbewusst-kritischer Blick auf absolutistische Machtform; keine Versdichtung
• Themen: (religiöse) Toleranz, Bildung, Humanität / Sittlichkeit, Erkenntnisfähigkeit des Menschen
• lehrhafte Kurzformen der fiktionalen Literatur (Fabel, Parabel, Lehrgedicht, Epigramm, Ode, Fortsetzungsroman) und der sachlich-philosophischen Literatur (Essay, Traktat, Aphorismen)
• Aufklärungsroman: Abenteuerroman mit belehrendem Hintergrund
• Gedankenlyrik

• Empfindsamkeit: Lyrik / Idylle, Tagebuch, Briefroman, Autobiografie (Analyse von Gefühlen)

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Autoren und Werke in der Aufklärung

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  • Johann Chr. Gottsched: Der sterbende Cato (Mustertragödie)
  • Georg Chr. Lichtenberg: Aphorismen
  • Gotthold E. Lessing: Minna von Barnhelm (Komödie), Emilia Galotti (bürgerliches Trauerspiel),
  • Nathan der Weise (dramat. Märchen), Hamburgische Dramaturgie (Dichtungstheorie), Fabeln
  • Immanuel Kant: Was ist Aufklärung? (Traktat)
  • Christoph M. Wieland: Geschichte des Agathon (Roman)
  • Christian F. Gellert: Fabeln
  • Friedrich Klopstock: Der Messias (Epos), Gedichte der Empfindsamkeit
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In welchem Zeitraum war die Epoche des Sturm und Drang?

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ca. 1765 bis 1785

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche des Sturm und Drang ab?

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• Wendung gegen den fortschrittsoptimistischen Rationalismus der Aufklärung
• Aufbruchsstimmung: kraftvolle Befreiung von gesellschaftlichen Beschränkungen
• Idealismus begründet in seiner Rationalismuskritik den Subjektivismus: Gegenstand der Erkenntnis sind Abbilder der Dinge als Produkte der geistigen Tätigkeit (Kants Erkenntnistheorie)
• seit Kants „Kopernikanischer Wende“: metaphysische Fragen nicht rational bzw. wissenschaftlich beantwortbar – Bedeutung für die Ethik: das Tun des Menschen nicht nach metaphysischen
Prinzipien regelbar
• Subjektivismus, Vorrang des Wollens vor dem Sollen und Gefühlskult der Empfindsamkeit: Entdeckung des kreativen Anteils des Individuums an der literarischen Produktion (Schlagworte: Genie; Ideal)
• Ablösung künstlerischer Produktion von ihrer Zweckgebundenheit und weitgehende Autonomie des Künstlers und der Schönheit des ästhetischen Werkes
• Begriff „Sturm und Drang“: zurückgehend auf gleichnamiges Drama von Friedrich Maximilian von Klinger – alternative Epochenbezeichnungen: Geniezeit
• Vorbilder: Homer, Shakespeare, Bibel, Volksdichtung (hier vor allem Macphersons Ossian)

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Sturm und Drang aus?

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• Ideal: natürlicher und unverbildeter Mensch, Individualität mit schrankenloser Selbstentfaltung, Befreiung von Bevormundung und von unbegründeter Autorität, Mensch als Individuum mit Herz und Verstand (in diesem Sinne Weiterentwicklung der Aufklärung)
• „Originalgenie“ als Begriff für den Kraftmenschen: Dichter als Schöpfer – Medium der Literatur als Ausdruck der Schöpferkraft des Menschen schlechthin
• Kampf um Freiheit von Regeln / Zwängen im ästhetischen und gesellschaftspolitischen Sinne
• Begriffe wie Herz, Fantasie und Gefühl als Ergänzung zur auf den Verstand reduzierten Vernunft
• Vordenker: J. J. Rousseau, E. Young

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Wie war das literarische Leben im Sturm und Drang?

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• Träger der jungen Bewegung: hauptsächlich gebildete Männer aus dem Bürgertum
• „Göttinger Hain“ (Mitglieder u. a. Boie, Voss, Hölty, Graf Stolberg): Freundschafts- und Dichterbund überwiegend norddeutscher Studenten – Vorbild Klopstock und Nähe zur Empfindsamkeit
• Zentren: Straßburg (Herder, Lenz, Goethe); Frankfurt (Goethe, Schlosser, Klinger); Schwaben (Schiller, Schubart); Göttingen
• heftige Kritik an Empfindsamkeit und Geniekult durch Nicolai und Lichtenberg
• Herder als gemeinsamer Bezugspunkt der meisten Schriftsteller des Sturm und Drang

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Sturm und Drang

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• Kraftausdrücke, Dialekt etc. als Ausdruck natürlicher Sprache
• Gefühlsbetontheit / Leidenschaftlichkeit der Sprache: Ausrufe, Hyperbeln, starke Bildlichkeit etc.
• Leitbegriffe und Leitthemen: Herz, Natur, Abend, Nacht, Freundschaft, Liebe, Einsamkeit, Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit, politischer Widerstand, Einstehen für Gerechtigkeit
• Lyrik: beeinflusst von Klopstocks Oden; Erlebnislyrik: unmittelbarer Ausdruck des Gefühls (bevorzugt Liebeslyrik)
• Dramen: geschichtlich verortbare Stoffe mit Kritik an autoritären Strukturen
• Orientierung der Dramenform an Shakespeare: Abkehr vom hohen Stil der aristotelischen
Tragödie; Tendenz zur freieren Form des offenen Dramas
• Briefroman als Gestaltungsmöglichkeit der individuellen Perspektive einer Romanfigur

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