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Deutschstunde

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Deutsch

Der Roman wurde vom deutschen Autor Siegfried Lenz verfasst und 1968 veröffentlicht. "Deutschstunde" wird in zwei miteinander verflochtenen Zeitebenen erzählt. In der Rahmenerzählung sitzt der Ich-Erzähler Siggi Jepsen in einer Jugendstrafanstalt bei Hamburg fest. Im Rückblick erzählt er von den Ereignissen, die sich in einem fiktiven Dorf in Schleswig-Holstein in der Zeit von 1943 bis 1946 abspielten.

Inhaltsangabe zu Deutschstunde

Die Rahmenhandlung in der Besserungsanstalt

Der junge Siggi Jepsen muss seine Zeit in einer Besserungsanstalt absitzen. Dort erhält er die Aufgabe, einen Aufsatz zum Thema "Die Freuden der Pflicht" zu schreiben. Er denkt sofort an seinen Vater Jens Ole Jepsen, schafft es jedoch nicht, seine Gedanken zu ordnen und gibt einen leeren Aufsatz ab.

Siggi soll den Aufsatz deshalb zur Strafe in einer Einzelzelle nachschreiben und schreibt mehrere Tage und Nächte wie besessen an seinem Werk. Seine Haftstrafe lässt er freiwillig verlängern, um seine Erzählung vervollständigen zu können. Insgesamt schreibt er mehrere Monate.

Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Wandel der Gesellschaft

Siggi Jepsens Erzählung beginnt mit einem Berufsverbot, das die Nationalsozialisten im April 1943 in Berlin für den expressionistischen Maler Max Ludwig Nansen auf Bleekenwarf verhängen. Jens Ole Jepsen, Nansens eigentlicher Jugendfreund, arbeitet nun als Polizist und überwacht die Einhaltung der Maßnahme ohne Empathie für seinen alten Freund, denn für ihn gelten nur die Regeln der Obrigkeit. Da Siggi den Maler gerne hat und sein Atelier oft besucht, verlangt sein Vater von ihm, diesen für ihn auszuspionieren.

Max Ludwig Nansens gesamte Werke der letzten zwei Jahre soll beschlagnahmt werden und Jens führt den Befehl sofort durch. Mit Max und Jens Jugendfreundschaft ist es vorbei – die Beziehung der beiden bröckelt, denn der Maler beschuldigt Jens, durch seinen unreflektierten Gehorsam der Obrigkeit gegenüber eine Mitverantwortung für sein Berufsverbot zu haben.

Nun wird von Siggis Bruder Klaas Jepsen erzählt: Dieser hat sich in seiner Zeit als Soldat selbst verstümmelt, um nicht weiter kämpfen zu müssen. Aus dem Krankenhaus, in das er anschließend gebracht wird, flüchtet er. Nach Hause traut er sich jedoch nicht; aus Angst, seine Eltern könnten ihn ausliefern, sucht Klaas stattdessen Zuflucht beim Maler Nansen.

Eines Abends, als Siggi und sein Vater zusammensitzen, wird Siggi klar, dass Jens über "das zweite Gesicht" verfügt und ihn häufig Visionen heimsuchen. Siggi erklärt daraufhin Klaas, dass er große Angst habe, sein Vater könne ihn aufspüren.

Schockiert von dieser Nachricht flüchtet Klaas ins Moor und wird von einem Tiefflieger schwerverletzt, doch seine Eltern finden ihn rechtzeitig und liefern den Verletzten aus.

Der Postbote Okko Brodersen wirft dem Polizisten Jens vor, zu übereifrig seine Pflicht zu erfüllen. Dieser rechtfertigt sein Handeln mit der Aussage, es handele sich bei Nansens Bildern schließlich um entartete Kunst. Nansen indes malt trotz der Sperre weiter und wird bald darauf von Jens ertappt, der auf einer Anzeige beharrt. Entnervt zerreißt Nansen das Bild. Sohn Siggi aber hat großes Mitleid mit dem Maler und klebt das Bild später heimlich wieder zusammen.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges

Nansen wird vorerst verhaftet, doch er überreicht Siggi im letzten Moment noch ein Bild, dass dieser für ihn aufbewahren soll. Kurze Zeit darauf verrät Siggi seinem Vater aus Versehen das Versteck der Bilder und hilft ihm dadurch unabsichtlich bei seiner Arbeit. Selbst als der Krieg sich dem Ende zuneigt und die Engländer in Glüserup landen, hat die Erfüllung seiner Pflicht oberste Priorität für Jens. Bevor er selbst von einem englischen Kommando verhaftet wird, verbrennt er deshalb noch schnell sämtliche Aktien der letzten Zeit.

Nach dem Ende des Krieges kehrt auch der traumatisierte Klaas Jepsen zurück nach Rugbüll. Er entscheidet sich, ins Haus des Malers zu ziehen, wo er langsam wieder gesund wird. Nach drei Monaten Internierung darf Jens Jepsen wieder als Polizist weiterarbeiten und verbietet Klaas, jemals wieder sein Haus zu betreten.

Obwohl der Krieg endgültig vorbei ist, hält Jens wie besessen an seiner empfundenen Pflicht fest, Nansens Bilder zerstören zu müssen. Kurzerhand stieht er eine Bilderreihe aus der Strandhütte des Malers und verbrennt sie. Siggi kommt zu spät zum Tatort und kann den Brand nicht mehr verhindern.

Als Siggis persönliches Versteck, eine alte Mühle, in der er seine Besitztümer sammelt, kurz danach abbrennt, verdächtigt Siggi sofort seinen Vater. Der traumatisierte Sohn wird immer paranoider und bangt Tag und Nacht um die Bilder des Malers.

Deshalb beginnt er, heimlich Bilder aus Nansens Haus zu stehlen und sie zu verstecken. Infolgedessen wird er festgenommen und wegen seiner Kunstdiebstähle zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt.

Epilog

Der Roman kehrt in die Rahmenhandlung zurück: Siggi hat seinen Aufsatz fertiggeschrieben und versteht, dass eigentlich nicht er, sondern sein Vater umerzogen werden sollte. Trotzdem akzeptiert er seine Verbannung auf die Insel und wird bald darauf entlassen. Siggi blickt nun in eine ungewisse, aber freiere Zukunft.

Hauptpersonen in Deutschstunde

Siggi Jepsen

  • Siggi ist zum Zeitpunkt der Handlung (1943–1946) zehn Jahre alt.
  • Er entwickelt aufgrund seiner Faszination vom Künstler ein Pflichtgefühl für Nansens Bilder.
  • Siggi ist in einem Zwiespalt und steht zwischen seinen beiden Vaterfiguren: dem Maler Nansen und seinem leiblichen Vater Jens Ole.
  • Er versucht, die Bilder des Künstlers vor seinem Vater zu retten.
  • Siggi überwindet am Ende seinen zwanghaften und obsessiven Drang, die Bilder zu retten.
  • Das Aufschreiben seiner Lebensgeschichte hat für Siggi eine therapeutische Wirkung.

Jens Ole Jepsen

  • Jens ist ein pflichtbewusster Polizeibeamter, der dem Nazi-Regime gehorsam ist.
  • Er hinterfragt seine Befehle nicht, auch wenn sie von den Nazis kommen.
  • Jens ist ein typischer deutscher Kleinbürger, der eine übergeordnete Macht braucht, der er sich fügen kann.
  • Er zeigt trotzdem eine gewisse Distanz zu seiner Aufgabe und scheint keine Freude an ihrer Ausführung zu haben; trotzdem "muss" er seinen Befehl einhalten.
  • Jens trägt trotz allem eine Liebe für seine Kinder in sich und es belastet ihn, dass er Klaas in seiner Rolle als Polizist als Deserteur ausliefern muss.
  • Er wirkt unselbstständig und wird hauptsächlich durch äußere Aufforderungen und Befehle zum Handeln motiviert.
  • Im Laufe des Romans wird er immer gewalttätiger und wütender und verinnerlicht die NS-Ideologie komplett.
  • Jens und seine Frau Gudrun bemitleiden sich selbst für die "schlimmen Taten ihrer Kinder".
  • Er zerstört die Jugendfreundschaft zwischen ihm und Ludwig Nansen, gegen Ende will er ihn sogar erschießen.
  • Jens besitzt die Gabe des zweiten Gesichts und hat häufig gruselige Visionen.

Max Ludwig Nansen

  • Max Ludwig Nansen ist der Gegenspieler des Polizisten Jens.
  • Er ist ein großzügiger und hilfsbereiter Mensch, der sein Leben der Kunst verschrieben hat.
  • Als Jens noch ein Kind war, rettete Max ihn vor dem Ertrinken.
  • Nansen setzt sein eigenes kritisches Urteil den Befehlen der Nazis entgegen.
  • Mit der Zeit zeigt er immer weniger Verständnis für Jens' Gesetzestreue.
  • Er bleibt seiner Bestimmung als Künstler treu und malt trotz des Verbots weiter.
  • Max ist ein mitfühlender Mensch, da er den desertierten Sohn Klaas zeitweise bei sich aufnimmt.
  • Er kümmert sich um Siggi und nimmt damit bei diesem die Rolle einer Vaterfigur ein

Aufbau und Sprache des Romans Deutschstunde

Der Roman ist bildhaft und poetisch aus der Ich-Perspektive von Siggi Jepsen, einem Jugendlichen, geschrieben. Im Kontrast zu seiner ungezwungenen Sprache, wird die Handlung immer wieder von den wissenschaftlichen Passagen des fiktiven Psychologen Wolfgang Mackenroth durchbrochen.

Die Rahmenhandlung erfolgt Anfang der 50er Jahre in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Eingebettet darin erzählt der Ich-Erzähler Siggi Jepsen von seinen Kindheits- und Kriegserinnerungen. An manche Szenen kann er sich nur noch teilweise erinnern, die Binnenhandlung wird also nur sehr bruchstückhaft erzählt. Auch die einzelnen Kapitel sind lose und zufällig angeordnet.

Seinem jungen Alter entsprechend, neigt Siggis Sprache häufig zu Übertreibungen, gleichzeitig schreibt er aber gekonnt und kunstvoll. Der Erzählort ist eingeschränkt, Siggi schreibt die ganze Zeit in einem abgeschlossenen Raum auf der Anstalt, die wiederum auf einer fiktiven Insel liegt.

Interpretation der Deutschstunde

Der Roman beschäftigt sich mit Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Polizist Jens Jepsen erfüllt seine Pflichten, ohne je selbst nachzudenken oder moralische Bedenken gegenüber dem Nazi-Regime zu äußern. Er und sein Jugendfreund Max Ludwig Nansen haben mit der Zeit unterschiedliche Arten von Pflichtbewusstsein entwickelt. Jepsen sieht sich in der Pflicht, dem Gesetz zu folgen und stets zu tun, was ihm aufgetragen wird, während Nansen sich moralisch dazu verpflichtet fühlt, Menschen zu helfen und Handlungen zu hinterfragen – unabhängig von den derzeit geltenden Gesetzen. Schließlich führt Nansen auch seine Kunst trotz Verbot im Geheimen weiter.

Siggi befindet sich in einer komplizierten Lage, denn für ihn gibt es zwei Vaterfiguren: Sein leiblicher Vater Jens Jepsen, der nun als Polizist für das Regime tätig ist, und Max Nansen, der freidenkende Künstler, zu dem er eine enge Beziehung aufgebaut hat. Im Laufe der Handlung entfernt sich Siggi von seinem kaltherzigen Vater und rückt näher zum offenen Maler hin.

Der Roman setzt sich als einer der ersten seiner Zeit mit dem Nationalsozialismus, Gehorsam und Macht auseinander. Während der Protagonist Siggi seine Erinnerungen aufschreibt, findet er durch diese Tätigkeit auch mehr Klarheit und inneren Frieden. Es ist also auch ein Prozess des Erwachsenwerdens für ihn. Gleichzeitig hat das Aufschreiben seiner Lebensgeschichte aber auch eine sehr therapeutische Wirkung.

Viele von Siggis Erinnerungen sind äußerst traumatisch, und er arbeitet sie in der Jugendvollzugsanstalt auf. Es wird klar, dass es seine Kindheitserlebnisse waren, die ihn zum "Kriminellen" und zum Dieb gemacht haben.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Der Roman spielt zur Zeit des Nationalsozialismus. 1933 gelangte Adolf Hitler an die Macht und änderte die Weimarer Republik in die NS-Diktatur.

Diese löste 1939 mit dem Überfall auf Polen den zweiten Weltkrieg aus, während dem grausame Kriegsverbrechen und Massenmorde, unter anderem die Shoa*, der Massenmord an etwa sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden, verübt wurden.Der Nationalsozialismus endete mit der Kapitulation der Wehrmacht 1945.

Der Nationalsozialismus ist eine rassistische, nationalistische, antisemitische und antidemokratische Ideologie. Nach dem ersten Weltkrieg wurde er zur eigenständigen politischen Bewegung in Deutschland. Im Nationalsozialismus herrschte eine Rassenideologie vor, in deren Folge die nordische, "arische Rasse" als die einzig wertvolle dargestellt wurde und ethnische Minderheiten, vor allem Juden und Jüdinnen, unterdrückt und in Konzentrationslagern misshandelt und getötet wurden.

Auch Sinti und Roma, deutsche politische Gegner*innen, Personen mit Behinderungen, Homosexuelle, sogenannte "Asoziale", Polinnen und Polen, gefangengenommene sowjetische Soldaten und die Zeugen Jehovas wurden verfolgt und ermordet.

Auch die Kunst in der NS-Zeit musste mit der Nazi-Ideologie übereinstimmen und von "reinrassigen" Deutschen stammen. In diesem Kontext entstand der Begriff der "Entarteten Kunst".

Entartete Kunst war der offiziell propagierte Begriff für Moderne Kunstwerke, die mit der Ideologie und dem Schönheitsideal der Nazis nicht übereinstimmten oder die von jüdischen Künstler*innen stammten.

Neue Kunstrichtungen, Kunstwerke von jüdischen Künstler*innen oder Werke, die POC*, Jüdinnen und Juden oder Menschen mit Behinderungen positiv darstellten, wurden als entartete Kunst bezeichnet und verboten. Viele Bilder wurden vernichtet und einige Künstler*innen verließen das Land.

Als dann Deutschland am 8. Mai 1945 vor den Siegermächten Amerika, England, Frankreich und Russland kapitulierte, war damit der Weltkrieg vorbei und manche Künstler*innen konnten ihre Arbeit wieder aufnehmen.

POC (People of Color) ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren, zum Beispiel aus der afrikanischen, der lateinamerikanischen, oder der asiatischen Bevölkerung.

Der Künstler Emil Nolde

Für den Maler Max Ludwig Nansen existiert ein reales Vorbild, nämlich der expressionistische Maler Emil Nolde.

Diesen wählte Siegfried Lenz zur Inspiration, weil der Künstler selbst lange Zeit in Schleswig-Holstein lebte, und auch seine Kunst während der NS-Zeit verboten wurde. Nolde konnte seine Tätigkeit erst nach Kriegsende wiederaufnehmen.

Genau wie Nansen malte auch Nolde während des Berufsverbots jedoch privat weiterhin seine "Ungemalten Bilder".

Trotz des Malverbots war der echte Emil Nolde lebenslang Antisemit und unterstützte das dritte Reich. Es ist nicht bekannt, inwiefern Siegfried Lenz beim Erscheinen seines Romans über Noldes problematische Einstellungen informiert war.

Die beiden Vornamen der Buchfiguren Max und Ludwig weisen außerdem auf zwei weitere expressionistische Künstler hin, die im Dritten Reich verfolgt wurden: Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner.

Der Autor Siegfried Lenz

Ein genauerer Blick auf den Autor der Deutschstunde:

  • Siegfried Lenz wird 1926 im ostpreußischem Lyck geboren.
  • Nach seinem Abitur wird er zur Marine eingezogen, desertiert jedoch kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg entschließt Siegfried Lenz sich dazu, Lehrer zu werden, bricht sein Studium jedoch bald ab und wird Journalist.
  • Bald erscheint auch sein erster Roman "Es waren Habichte in der Luft".
  • Als freier Schriftsteller veröffentlicht Siegfried Lenz noch weitere Romane, für die er zahlreiche Preise erhält.
  • 2014 stirbt Siegfried Lenz im Alter von 88 Jahren in Hamburg.

Deutschstunde - Das Wichtigste

  • Der Roman ist in eine Rahmenhandlung (Schreiben in der Jugendvollzugsanstalt) und eine Binnenhandlung (sehr bruchstückhafte Erinnerungen über die Zeit von 1943 bis 1946) eingeteilt.
  • Rahmenhandlung: Siggi Jepsen soll einen einen Strafaufsatz in einer Besserungsanstalt schreiben und beginnt obsessiv, seine Lebensgeschichte zu verfassen.
  • Binnenhandlung: Der expressionistische Maler Max Ludwig Nansen bekommt ein Berufsverbot von den Nationalsozialisten.
  • Obwohl Max und Jens Jugendfreunde sind, befolgt Siggis Vater Jens Jepsen stur die Befehle der Nazis, während Max trotz Sperre weitermalt.
  • Siggi gerät in einen Gewissenskonflikt zwischen den beiden Vaterfiguren und wird nach Ende des Krieges aus Angst um Nansens Bilder zum Kunstdieb. So landet er in der Jugendstrafanstalt.
  • Der Roman spielt zur Zeit des Nationalsozialismus.
  • Die Kunst musste zur NS-Zeit den Ansprüchen der Nazis gerecht werden, als "Entartete Kunst" verunglimpfte Werke von Jüdinnen und Juden etc. wurden verboten, viele Bilder wurden vernichtet, Künstler*innen mussten ins Ausland fliehen.
  • Die zentralen Themen im Roman drehen sich um Schuld, Macht und Pflicht zur NS-Zeit.
  • Während Jens Jepsen sämtlichen Befehlen der Obrigkeit folgt, wägt Nansen Entscheidungen stets auch moralisch und ethisch ab.
  • Der Roman ist aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Siggi geschrieben und hat eine jugendliche, aber dennoch bildhafte und poetische Sprache.
  • Der Autor Siegfried Lenz wurde 1926 geboren und verstarb 2014.
  • Er erlebte den Zweiten Weltkrieg mit und desertierte kurz vor Kriegsende.
  • Siegfried Lenz erhielt zu Lebzeiten als freier Schriftsteller zahlreiche Literaturpreise.

Deutschstunde

Die Deutschstunde spielt an zwei Orten, in einer Jugendstrafanstalt in Hamburg und in einem Dorf in Schleswig-Holstein.

Der deutsche Autor Siegfried Lenz hat die Deutschstunde geschrieben. 

Die Rahmenhandlung spielt in den 1950er Jahren, die Binnenhandlung in der Zeit von 1943 bis 1946.

Lenz wuchs in Masuren auf. Als er gegen Ende des Zweiten Weltkriegs desertierte, geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung zog Lenz nach Hamburg. 

Finales Deutschstunde Quiz

Frage

Wer verfasste den Roman "Deutschstunde"?

Antwort anzeigen

Antwort

Siegfried Lenz verfasste den Roman.

Frage anzeigen

Frage

Auf welchen Zeitebenen wird der Roman erzählt?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Roman wird einmal durch die Rahmenhandlung; den schreibenden Siggi Jepsen in der Jugendstrafanstalt, und durch die Binnenhandlung, seine aufgeschriebenen Erinnerungen, erzählt. Die beiden Handlungsstränge sind miteinander verflochten.

Frage anzeigen

Frage

An wen ist der fiktive Maler Max Ludwig Nansen angelehnt?

Antwort anzeigen

Antwort

Nansen ist an den expressionistischen Maler Emil Nolde angelehnt. 

Frage anzeigen

Frage

Worauf weisen die Vornamen "Max" und "Ludwig" des Malers hin?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Vornamen weisen auf die Maler Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner hin.

Frage anzeigen

Frage

Aus welcher Perspektive ist der Roman geschrieben?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive Siggi Jepsens geschrieben.

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Frage

Welche wichtigen Thematiken behandelt das Buch?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Buch behandelt unter anderem die Thematiken von Schuld, Pflicht, Moral und "Entarteter Kunst" im Nationalsozialismus.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der größte Unterschied zwischen Jepsen und Nansen?

Antwort anzeigen

Antwort

Jepsen erfüllt stumpf seine Pflicht vor dem Gesetz, während Nansen seine Entscheidungen auch menschlich und moralisch abwägt.

Frage anzeigen

Frage

Welche Funktion hat das Aufschreiben seiner Vergangenheit für Siggi Jepsen?

Antwort anzeigen

Antwort

Für Siggi hat das Schreiben eine sehr therapeutische Funktion.

Frage anzeigen

Frage

Warum kam Siggi in die Jugendstrafanstalt?

Antwort anzeigen

Antwort

Weil er zum Kunstdieb wurde, um den Maler Nansen zu schützen.

Frage anzeigen

Frage

Mit welchen Adjektiven lässt sich die Ideologie des Nationalsozialismus beschreiben?

Antwort anzeigen

Antwort

Die menschenfeindliche Ideologie des Nationalsozialismus lässt sich beispielsweise als rassistisch, nationalistisch, antisemitisch und antidemokratisch bezeichnen.

Frage anzeigen

Frage

Warum fängt Siggi an, den Aufsatz zu schreiben? 

Antwort anzeigen

Antwort

Der Aufsatz ist eine Strafaufgabe. Er soll einen Text zum Thema "Die Freuden der Pflicht" verfassen.

Frage anzeigen

Frage

In welcher Beziehung stehen die Hauptcharaktere des Buches zueinander?

Antwort anzeigen

Antwort

Jens Ole Jepsen ist Siggis Vater. Der Maler Ernst Ludwig Nansen war sein früherer Jugendfreund. Siggi besucht den Maler gerne in seinem Atelier und pflegt eine freundschaftliche Beziehung zu ihm.

Frage anzeigen

Frage

Wie heißen die drei Hauptcharaktere?

Antwort anzeigen

Antwort

Jens Ole Jepsen, Siggi Jepsen, Max Ludwig Nansen

Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet der Begriff "Entartete Kunst"?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Begriff war die offiziell propagierte Bezeichnung für Moderne Kunstwerke, die mit der Nazi-Ideologie nicht übereinstimmten oder von jüdischen Künstler*innen stammten.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der gravierende Unterschied zwischen dem fiktiven Maler Nansen und seinem realen Vorbild, dem Maler Emil Nolde?

Antwort anzeigen

Antwort

Der echte Emil Nolde war lebenslang Antisemit und unterstützte das nationalsozialistische Regime.

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