Geschichte

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Geschichte

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Geschichte
Was war die größte Kolonie des deutschen Kaiserreichs 
Namibia

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Definition Imperialismus
Streben einzelner Großmächte, ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss in der Welt zu erweitern

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Gründe und Motive des Imperialismus
Erschließung neuer Absatzmärkte, Rohstoffquellen, Siedlungsgebiete

Wettexpansion

Industrialisierung

Ansehensgewinn

Massenproduktion 

sich verschiebendes Mächtegleichgewicht

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Antifaschismus als Staatsdoktrin der DDR

Um sich von der „imperialistischen“ Bundesrepublik abzugrenzen und
die eigene Legitimation zu stärken, erhob die DDR den Antifaschismus zur Staatsdoktrin. Dabei wurde u. a. auf den verlustreichen Widerstand der Kommunisten gegen die Nationalsozialisten verwiesen.

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Entnazifizierung in der SBZ

• konsequente Verfolgung von NS-Tätern und ihren Unterstützern in der SBZ nach 1945
• Entfernung der NS-Funktionseliten aus Verwaltung, Justiz und Schulwesen

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Schattenseiten der Entnazifizierung

• willkürliche Verhaftungen und Internierungen Unschuldiger
• frühe Integration einfacher NSDAP-Mitglieder durch Eintritt in die KPD / SED
• Missbrauch der Entnazifizierung zur Denunziation und Ausschaltung politischer Gegner
• Antifaschismus als Begründung von Bodenreform und Verstaatlichung von Betrieben bei der sozialistischen Umgestaltung des Staats
• fehlende Diskussion über die kollektive Verantwortung für die NS-Verbrechen
• Ablehnung von Verantwortung für NS-Verbrechen und Wiedergutmachung an Israel

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Der Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953

• Generalstreik der Arbeiter anlässlich einer Erhöhung der Arbeitsanforderungen durch das SED-Regime
• Entwicklung zum Volksaufstand durch zahlreiche Sympathisanten
• Verhängung des Kriegsrechts
• blutige Niederschlagung des Aufstandes mithilfe sowjetischer Panzer
• Verhaftung vieler Aktivisten, Säuberungswelle in der SED
• Legitimationsschock für SED-Führung, da Bestandsgarantie der DDR nur durch UdSSR möglich

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Was waren die Maßnahmen zur Machsicherung?

• Einflussnahme auf die Justiz: strafrechtliche Verfolgung und Ver-
urteilung von Oppositionellen unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien
• Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit („Stasi“); Aus-
bau zum mächtigen Überwachungs- und Repressionsinstrument von Oppositionellen und Dissidenten (Systemkritikern)
• Bau der Berliner Mauer (13. August 1961) und der Grenzanlagen an der innerdeutschen Grenze zur Eindämmung der massenhaften „Republikflucht“

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Wie entstand eine „Nischengesellschaft“?

Mit dem Bau der Mauer schienen sich die politischen Verhältnisse in der DDR zu stabilisieren. Weil die DDR-Bürger erkannten, dass eine Flucht nahezu unmöglich war und ein Zusammenbruch des Regimes angesichts der sowjetischen Unterstützung der SED nicht zu erhoffen
war, arrangierten sich die meisten mit den Verhältnissen. Sie zogen sich ins Private zurück und suchten dort nach persönlichen „Nischen“ (Freiräumen). Mit dem Bau der Mauer schienen sich die politischen Verhältnisse in der DDR zu stabilisieren. Weil die DDR-Bürger erkannten, dass eine
Flucht nahezu unmöglich war und ein Zusammenbruch des Regimes angesichts der sowjetischen Unterstützung der SED nicht zu erhoffen war, arrangierten sich die meisten mit den Verhältnissen. Sie zogen
sich ins Private zurück und suchten dort nach persönlichen „Nischen“ (Freiräumen).

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Die DDR und der Westen

Mit der „doppelten Staatsgründung“ entstanden 1949 zwei deutsche
Staaten, die hinsichtlich ihrer politischen und wirtschaftlichen Systeme konkurrierten. Diese Systemkonkurrenz war in den weltweiten Ost-West-Gegensatz eingebunden. Zudem wurden beide Staaten in ihrem politischen Handeln von den jeweiligen Besatzungsmächten gelenkt.

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Wie waren die deutschlandpolitischen Standpunkte bis 1969?

Unter Deutschlandpolitik versteht man in der Geschichte politische
Konzeptionen, die sich aus der Existenz zweier deutscher Staaten von
1949 bis 1990 ergaben. Bis 1969 bedeutete dies für beide Staaten:
• Selbstbild als deutscher Kernstaat
• Infragestellung der Legitimität des jeweils anderen Teilstaats
• Versuche der Destabilisierung des Nachbarn

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Die neue Ostpolitik der Regierung Brandt

Die neue Ostpolitik unter Willy Brandt war Teil der Entspannungspolitik und stützte sich auf die zunehmende Akzeptanz der deutschen Teilung in Ost und West. Statt auf Abgrenzung und das Warten auf den
Zusammenbruch der DDR setzte man auf eine „Politik der kleinen
Schritte“, die einen „Wandel durch Annäherung“ ermöglichen sollte.

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„Ostverträge“ mit der UdSSR (1970), Polen
(1970) und der Tschechoslowakei (1973)

• Garantie des territorialen Status quo in Europa durch
Deutschland, einschließlich der Oder-Neiße-Grenze
• Verzicht auf gewaltsame Grenzänderungen und
deutsche Gebietsansprüche

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„Brief zur deutschen Einheit“ (1970)

• Wiedervereinigung als bleibendes Ziel der Bundesrepublik Deutschland

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Viermächte-Abkommen über Berlin (1971)


• Aufrechterhaltung der Bindung zwischen Berlins Westsektoren und der Bundesrepublik
• freier Transitverkehr nach Berlin

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Grundlagenvertrag mit der DDR (1972)

• Anerkennung der jeweiligen Hoheitsgebiete
• Festhalten am Sonderstatus der innerdeutschen
Beziehungen
• Austausch „Ständiger Vertreter“
• Ziel: Entwicklung „gutnachbarlicher Beziehungen“
• faktische Aufgabe des Alleinvertretungsanspruchs

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Folgen der Ostpolitik

• internationale Anerkennung der DDR
– Aufnahme der DDR in die UNO (1973)
– Ende ihrer außenpolitischen Isolation auf der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE)
• Stärkung der Opposition in der DDR
– Zunahme der innerdeutschen Kontakte und Kommunikationsmöglichkeiten
– stark wachsende Zahl an Ausreisewilligen

– Möglichkeit der Berufung auf die Schlussakte der KSZE mit Verpflichtung der DDR auf „Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten“
– Bildung von oppositionellen Gruppen im Schutz der Kirchen
– Entstehen einer Friedens- und Frauenbewegung


• Reaktion der DDR-Führung
– Ausbau des Überwachungsstaats (Bespitzelung der Opposition)
– Stärkung der „Stasi“ und Ausbau der Grenzüberwachung
– Einschränkung der Kontaktmöglichkeiten, z. B. der Arbeit westdeutscher Journalisten
– Devisenzwangsumtausch für westliche Besucher
– Verfolgung und Ausbürgerung systemkritischer Intellektueller
– Streichung aller gesamtdeutschen Bezüge aus der Verfassung

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„Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“

1971 wurde Erich Honecker als Nachfolger Walter Ulbrichts zum Generalsekretär der SED ernannt. Sein Ziel war es, die Versorgungslage und den Lebensstandard der Bevölkerung zu verbessern. Durch
diese Maßnahmen sollte die Akzeptanz des „real existierenden Sozialismus“ erhöht und die Arbeitsproduktivität gesteigert werden. So entwickelte sich eine staatlich subventionierte Sozialpolitik und eine neue,
konsumorientierte Wirtschaftspolitik.

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Beispiele für sozialpolitische Maßnahmen in der DDR

• Verbesserung der mangelhaften Wohnsituation (Neubau, Renovie-
rung und Sanierung)
• Erhöhung der Mindestlöhne und Renten
• Ausbau der Kinderbetreuung
• Verbesserung der medizinischen Versorgung und Betreuung
• Ausbau des Erholungswesens

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Was ist Planwirtschaft und wie scheiterte sie?

In der „Zentralverwaltungswirtschaft“ (Planwirtschaft) trifft der Staat als zentrale Instanz alle für den Produktionsprozess von Gütern wichtigen Entscheidungen: Er setzt z. B. Produktionsziele, Preise oder Löhne fest und verteilt Arbeit, Kapital, Boden sowie Rohstoffe. Die Wirtschaft selbst hat somit keine Möglichkeit, auf Veränderungen des
Weltmarkts zu reagieren. Aufgrund veralteter Industrieanlagen und steigender Rohstoffpreise wurden zudem die Qualität und die Weiterentwicklung der Produkte vernachlässigt. Das Scheitern der Planwirtschaft in der DDR ging einher mit einer Mangelwirtschaft, in der das Warenangebot so niedrig war, dass der
Lebensstandard der DDR-Bürger wieder stagnierte und in den 1980er-Jahren sogar deutlich zurückging. Die Wirtschaftskrise in der DDR weitete sich aber auch zur Umweltkrise aus, da Geld für Inves-
titionen in den Umweltschutz fehlte, und wurde letztlich zur Legitimationskrise.

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Die Friedliche Revolution

Der Zusammenbruch der DDR lässt sich nur mit dem Zusammenwirken von äußeren und inneren Faktoren erklären. Diese hatten
einen wachsenden Protest der DDR-Bevölkerung zur Folge, der schließlich zur Öffnung der innerdeutschen Grenze führte.

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Die Wiedervereinigung - „Runder Tisch“ und „Dritter Weg“

Bei den „Runden Tischen“ handelte es sich um informelle Zusammenkünfte zwischen den Vertretern der DDR-Bürgerrechtsbewegung und der letzten, reformorientierten DDR-Regierung unter Hans Modrow (SED). Diese Treffen fanden in der Endphase der DDR statt und

führten u. a. zur Ausarbeitung einer neuen DDR-Verfassung, die den Fortbestand der DDR als souveräner Staat gewährleisten sollte. Der Entwurf wurde aber von der neu gewählten Volkskammer abgelehnt.
Die Verfassung stand im Zusammenhang mit dem bei den Bürgerrechtlern beliebten Konzept eines „Dritten Wegs“, der eine sozialistische Wirtschaftsordnung mit demokratischer Mitbestimmung
und Rechtsstaatlichkeit kombinierte.

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Gründe für die Entscheidung zur Ausdehnung des Grundgesetzes (§ 23: „Beitritt“)

• bewährte Qualität des Grundgesetzes
• Ungewissheit über Dauer der Chance zur Wiedervereinigung
• Hoffnung auf Stopp der anhaltenden Abwanderung aus dem Osten
• Deutung des Ergebnisses der Volkskammerwahl als Votum für § 23

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Problematik der Geschichtserinnerung
an die DDR

Die Sozialisation in gegensätzlichen politischen, wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Systemen hat eine Spaltung der mittleren und älteren
Generationen in ehemalige Ost- und Westdeutsche zur Folge. Beide
Seiten nehmen die Mentalitätsunterschiede wahr, die auch zu klischeehaften Zuschreibungen führen. Angesichts
der wachsenden Herausforderungen (Deindustrialisierung und Massenarbeitslosigkeit im Osten, hohe Kosten des „Aufbau Ost“) schlug bei Ost- und Westdeutschen die anfängliche Euphorie in Ernüchterung um, die sich in gegenseitigen Vorurteilen äußerte.

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Aktuelle Situation

• Umfragen zum 25. Jahrestag des Mauerfalls belegen ein weiteres
„Zusammenwachsen“ von Ost und West, was Werte und Einstellungen anbelangt.
• Insgesamt überwiegt die Zustimmung zur Einheit in Ost und West.
• Der Prozess der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und
West hat Fortschritte gemacht, ist aber noch nicht abgeschlossen.
• Der Charakter der DDR als „Unrechtsstaat“ ist nach wie vor Gegen-
stand der politischen Diskussion.

• Umfragen zum 25. Jahrestag des Mauerfalls belegen ein weiteres
„Zusammenwachsen“ von Ost und West, was Werte und Einstellungen anbelangt.
• Insgesamt überwiegt die Zustimmung zur Einheit in Ost und West.
• Der Prozess der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und
West hat Fortschritte gemacht, ist aber noch nicht abgeschlossen.
• Der Charakter der DDR als „Unrechtsstaat“ ist nach wie vor Gegen-
stand der politischen Diskussion.

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Nennen Sie die fünf verschiedenen Epochen der griechischen Geschichte und erläutern Sie diese kurz.

Man untergliedert diese in folgende Epochen:


1. Ägäische Bronzezeit (2500-1050 v. Chr.) 

  •  Ausbildung eines Netzes von monarchisch regierten, gut organisierten Palastherrschaften auf Kreta, dem griechischen Festland und in Kleinasien
  • großräumige Migrationsbewegung mit Auswirkung auf das Festland und Kleinasien

2. Dark Ages (1050-800 v.Chr.)

  • Verringerung der Bevölkerung
  • sinkende Wirtschaft
  • Verlust der Schriftlichkeit (Kultur)
  • Rückentwicklung der Politik
  • Verdrängung von Bronze durch Eisen 

3. Archaische Zeit (800-490 v.Chr.)

  • politische Formierung der Regionen auf dem Festland
  • neue Siedlungen an zahlreichen Küsten des Mittelmeeres und Schwarzen Meeres
  • Ausbildung der typischen Formen griechischer Bürgerstaatlichkeit (Stadtstaat= Polis, Stammstaat= Ethnos), Bundesstaat= Koinon)
  • Merkmale und Wirkkräfte der Verdichtung 
  •  Ausbildung einer kulturellen Bestimmung des "Grieche Seins"

4. Klassische Zeit (490-338 v.Chr.)

  • Abwehr der Perser
  • demokratischer Bürgerstaat in Athen
  • Großmächtedualismus zw. Athen und Sparta
  • Peloponnesischer Krieg (431-404 v. Chr.)
  • wechselnde Hegemonien u. Aufstieg Makedoniens

5. Hellenismus (338- 30 v.Chr.)

  • Griechenland unter makedonischer Herrschaft
  • Eroberung u. Weltreich Alexanders des Großen
  • Gründung der Diadochenreiche
  • Blütezeit der föderativ verfassten Bundesstaaten
  • Entwicklung einer modernen und globalen Kultur 
  • ab 221 v. Chr politsche Unterwerfung der hellenistischen Welt durch Rom

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Was definieren Historiker unter dem Begriff "Periodisierung"?

Die Historiker definieren:


  • längere Zeitabschnitte gegenüber dem mechanisch benannten Fortschreiten der Zeit (Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert) mit einem Sinn aufladen
  • sollen unter dem gewählten Gesichtspunkt jeweils eine Einheit (Periode, Epoche, Zeitalter) bilden
  • Einzelne Ereignisse erhalten somit den Rang von Einschnitten oder Zäsuren

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Was war eine wesentliche Voraussetzung für die Vielgestaltigkeit der griechischen Staatenwelt?

Eine wesentliche Voraussetzung war die Kleinräumigkeit des Siedlungsraumes im griechischen Mutterland.

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Definieren Sie den Begriff "Subsistenzwirtschaft" und in welchem Zusammenhang steht dieser zur griechischen Landbevölkerung?

Die Definition lautet:


  • Definition: ein Bauer erwirtschaftet nur wenig mehr, als er und seine Familie zum Leben brauchen
  • Viele Landstriche waren für Ackerbau und Ölbaumkultur nicht geeignet
  • Grundlagen des Ackerbaus waren stets gefährdet, weil die ohnehin dünne Humuskrume vom Winterregen abgeschwemmt wurden

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Was ist ein Oikos und welche Regeln und Verhaltensweisen sahen die Griechen zur richtigen Führung eines Oikos?

  • Definition Oikos= Haus (kleinste Einheit des wirtschaftlichen u. sozialen Lebens)
  • Die Regeln zur Führung nannten die Griechen Ökonomie= dazu gehörten ein nüchternes, ertragsorientiertes Kosten-Nutzen-Denken u. das Gebot, dass sich der Mächtige gegenüber dem Schwächeren verantwortungsvoll verhalten soll

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Was versteht man unter der griechischen "öffentlichkeitsorientierten Lebensweise"?

Sie bildete eine wichtige Voraussetzung für die politische Kultur der Griechen: Debatten und Kontroversen unter freiem Himmel kennzeichneten die typisch mittelmeerische ‚Palaverkultur‘, ohne welche die Entwicklung zum Bürgerstaat, also einer von den Bürgern getragenen politischen Ordnung, nicht denkbar gewesen wäre. 

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Definieren Sie die zwei verschiedenen Ausprägungen des griechischen Bürgerstaates

Es gab verschiedene Ausprägungen des griechischen Bürgerstaates: den für sich stehenden Stadtstaat (Polis) und den von mehreren, oft dörflichen Gemeinden gebildeten Stammstaat (Ethnos), der sich von der Polis v. a. durch eine geringere Besiedlungsdichte und schwächere Intensität des politischen Lebens unterschied.

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Was versteht man unter dem Begriff "Polis" und welche Bedeutung hatte dieser in der griechischen Kultur?

  • Der Begriff Polis steht für den zwiebelschalenartig gegliederten Raum (Umland, Siedlung, Zentrum) und die Bevölkerung: Die Polis war zugleich Siedlung und Personenverband. Anders als bei der mittelalterlichen Stadt spielte der Wohnort – innerhalb oder außerhalb der Siedlung – für die Zugehörigkeit und den Rechtsstatus keine Rolle.


  •  Als Personenverband war die Polis ferner nicht identisch mit der Siedlungsgemeinschaft, da nicht alle Einwohner Bürger waren. Vollbürger konnten nur erwachsene Männer sein, weil stets ein enger Zusammenhang zwischen der Fähigkeit, im Krieg für die Polis zu kämpfen, und den politischen Rechten bestand. In vielen Poleis gab es zusätzlich noch Vermögenskriterien für das volle Bürgerrecht oder für die Möglichkeit, politische Ämter zu bekleiden.

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Wer galt im Antiken Griechenland alles als Bürger?

Bürger ist allgemein gesagt, wem die Teilnahme am Herrschen und Beherrschtwerden offensteht, in jeder Verfassung ist er verschieden bestimmt, in der besten Verfassung ist Bürger derjenige, der fähig ist und die Entscheidung getroffen hat, ausgerichtet auf ein Leben nach der Norm höchster menschlicher Qualität zu herrschen und sich beherrschen zu lassen.

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Woran unterschied sich die griechische Religion vom Christentum oder dem Islam?


Die griechische Religion war anders als im Christentum oder im Islam
keine Quelle unbedingter Autorität. Man musste den Göttern opfern, aber
sie verboten nicht, das Denkmögliche auch tatsächlich zu denken.
 Die Götter oder eine von Priestern verkörperte Theologie gaben keine politische Ordnung vor – und sie schützten auch keine. So experimentierten die Griechen bereits in der archaischen Zeit mit der Ordnung.

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Nenne die drei Grundelemente der Polis und erläutern Sie diese.

1. Die Volksversammlung war identisch mit der ganzen Bürgerschaft, die
sich von Polis zu Polis unterschiedlich zusammensetzte. In der Versammlung wurde beraten und letztgültig entschieden. Alles war prinzipiell Sache des Volkes, auch religiöse Angelegenheiten und ‚Privates‘, Kontrolle der Beamten, Gesetze, Wahlen/Losung der Ämter. Die Volksversammlung war nicht nur Beschluss-, sondern auch Gerichtsorgan; das Volksgericht bildete eine Art Ausschuss der Volksversammlung.


2. Jede Polis hatte mindestens ein Ratsorgan (in Athen: der Areopag und der Rat der 500; in Sparta: die Gerusie; in Rom [das in dieser Hinsicht auch eine Polis war]: der Senat); dabei gab es sehr verschiedene Rekrutierungskriterien (Wahl, Losung, Eintritt durch Ämter), Zugehörigkeiten (Dauermitgliedschaft oder Rotation), Kompetenzen und Größen (500 in Athen; 28 + 2 in Sparta; 300/600 in Rom).


3. Die Entwicklung der Ämter zeichnete sich durch wachsende Aufgliederung verschiedener Funktionen und Aufgaben zwischen den einzelnen Beamten und durch die Ausbildung von Kollegien aus mehreren, gleichberechtigten Amtsträgern, oft gekoppelt mit Beschränkungen der Amtsdauer. Offensichtlich sollte die Macht der Amtsträger durch diese kollegiale Organisation kontrolliert werden (Intraorgankontrolle), hinzu kam die Aufsicht durch die Ratsgremien und die Volksversammlung (Interorgankontrolle).

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Warum ging die mykenische Palastkultur (1225- 1150 v. Chr) wesentlich unter?

  • Der Einbruch äußerer Feinde, vor allem der sog. Seevölker sowie
    von Gruppen aus dem Norden des Balkan, spielte dabei gewiss eine Rolle


  • Zu der Ressourcenüberdehnung trat wohl auch eine Rohstoffknappheit. Die Metallzufuhr zu den mykenischen Zentren und der Getreideimport funktionierten Ende des 13. Jahrhunderts nicht mehr richtig, eine Folge der durch die Seevölker hervorgerufenen Unsicherheit im gesamten Ostmittelmeerraum. 


  • Diese Störung der Vernetzung im Verein mit äußeren Bedrohungen und der generellen Überforderung der knappen Produktionsmittel brachten das komplexe, hochgezüchtete und eben deshalb auch anfällige System der Paläste ins Wanken. Dann reichten ein kleines Erdbeben hier, eine Getreidekrise da, eine Barbarenhorde dort. Deshalb wurden auch Paläste aufgegeben, die gar nicht bedroht waren.

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Was waren die Auslöser für die Ausbildung staatlicher Strukturen?

Auslöser waren die immer komplexer und konfliktträchtiger werdenden Gemeinschaftsaufgaben und der zunehmende Zwang zur Mobilisierung aller Ressourcen gegen äußeren Druck.

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Wie sah die Rolle der Adligen im Prozess der Polisbildung aus?


  • Die Rolle der Adligen im Prozess der Polisbildung darf dabei aber nicht unterschätzt werden. In auffälliger Weise entsprachen nämlich z. B. die ältesten Untergliederungen in der Polis adligen Vorstellungen: Phylen und Phratrien wurden als Abstammungsgemeinschaften gedacht und folgten somit einer gerade unter Adligen verbreiteten Art von Bindung. 


  • Die Entwicklung der Polis und die Gliederung der Bürgerschaft in Phylen und Phratrien erfolgte nahezu parallel nebeneinander. Ansätze zu einer kollektiven Herrschaft des Adels lagen wohl in den ältesten Räten, doch kam darin weniger Konsens als vielmehr Misstrauen der Adligen untereinander zum Ausdruck. Auch im Kontakt mit den Herren und Königen im Osten lernten die griechischen Adligen rasch, was Macht und Alleinherrschaft wirklich bedeuteten. Das Ausbrechen aus der Ordnung war Ziel jedes Adligen.

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Welche Folgen hatte die Ausbreitung der Schrift?

Die Politik in Griechenland beschränkte sich dadurch, anders als in vielen Staaten des Orients, nicht mehr auf eine kleine Elite 

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Warum wird in der politschen Philosophie des 4. Jahrhunderts v. Chr. der Erziehung der Bürger ein so hoher Rang eingeräumt?

Auf eine regulierende Obrigkeit konnten die Griechen dabei aufgrund der skizzierten Umstände nicht setzen, vielmehr mussten sie selbst Institutionen, Regeln der Entscheidungsfindung und Verfahrensweisen entwickeln und erhalten, welche das Zusammenleben steuerten und dafür sorgten, dass der latente Konflikt möglichst latent blieb. Sie wussten, dass die Mobilisierung der Gegenkräfte aller Ehren wert ist.

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Welche Aspekte ermöglichte den verschiedenen Griechen sich vereint als die Hellenen zu betrachten?

Folgende Aspekte ermöglichten dies:


  • Sprache
  • Schrift
  • Geschichten von Homer
  • gemeinsame Religion
  • gemeinsame Rituale (Orakel von Delphi)

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Wer hatte alles bei der Volksversammlung Mitspracherecht?

Dort hatte jeder Erwachsene männliche Bürger Athens als Einzelner Rede-, Antrags- und Abstimmungsrecht.

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Welche Form der Demokratie besaßen die Athener und wie sah diese aus?

Die Athener hatten eine direkte Demokratie, in der die Bürger unmittelbar und in eigener Person alle politischen Entscheidungen trafen und auch alle öffentlichen Aufgaben wahrnahmen. Im Vordergrund stand der Gedanke der Gleichheit. Sie wurde u. a. durch die uns heute so merkwürdig berührende Losung zu vielen Funktionen erstrebt.
Abhängigkeitsverhältnisse im vorpolitischen Raum, Absprachen und Bestechung sollten die Bestimmung der Amtsträger und jede Entscheidung möglichst wenig beeinflussen.

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Die meisten Tragödien spielten in der alten Zeit der Helden und Sagen. Wer waren die Hauptpersonen und was wollte man damit bezwecken?

Die Hauptpersonen waren meist Könige mit ihren Familien. Priester traten auf, um diese mächtigen und oft selbstherrlichen Männer vor Überhebung (Hybris) zu warnen. Auch die Götter griffen in das Geschehen ein. Die Stücke dienten nicht nur der Unterhaltung, sie regten die Zuschauer auch zum Nachdenken und zur kritischen Überprüfung ihrer eigenen Wahrnehmungsweisen, Einstellungen und Werthaltungen an.

Die Hauptpersonen waren meist Könige mit ihren Familien. Priester traten auf, um diese mächtigen und oft selbstherrlichen Männer vor Überhebung (Hybris) zu warnen. Auch die Götter griffen in das Geschehen ein. Die Stücke dienten nicht nur der Unterhaltung, sie regten die Zuschauer auch zum Nachdenken und zur kritischen Überprüfung ihrer eigenen Wahrnehmungsweisen, Einstellungen und Werthaltungen an.

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Definiere den Begriff Mythos und welchen Zweck erfüllte er im Leben der Griechen?




Wenn eine Erzählung heute als ‚Mythos‘ bezeichnet wird, so ist damit vor allem eines gemeint: Die Geschichte ist zwar unterhaltsam, erbaulich oder gut fürs Selbstbewusstsein, aber sie ist erfunden. ‚Mythos‘ steht hier gegen ‚Wahrheit‘ oder, wenn es um Vergangenheit geht, gegen ‚geschichtliche Wahrheit‘ bzw. ‚Geschichte‘. Der Mythos diente den Griechen dazu, Wissen zu speichern und weiterzugeben, Ansprüche zu formulieren oder Fragen nach dem richtigen Verhalten durchzuspielen. Er konnte dies leisten, weil die Geschichten nur in ihren Grundstrukturen festgelegt waren, ansonsten aber fast beliebig erweitert, um erzählt, aufgeladen und lokalen Gegebenheiten angepasst werden konnten.

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Was war der Auslöser für die Perserkriege?

Den Anstoß zum Kampf zwischen Griechen und Persern gab der Ionische Aufstand (500 – 494 v. Chr.), der im Grunde eine von der Griechenstadt Milet geführte Revolution gegen die Herrschaft der von Persien unterstützten Tyrannen in Kleinasien darstellte.

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Wie lange ging der Krieg zwischen Sparta und Athen?

Der Krieg ging zwischen 431-404 v. Chr.

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Wer war Alexander der Große und was bewirkte er?

Als Alexander, König von Makedonien, 334 v. Chr. nach dem Tod seines Vaters Philipp im Alter von 20 Jahren an der Spitze eines makedonischen Heeres zum Kriegszug gegen die Perser über den Hellespont nach Kleinasien aufbrach, ahnte er gewiss noch nicht, dass er in einem Zeitraum von nur zehn Jahren ein riesiges Weltreich erobern sollte, das von Griechenland im Westen bis an den Indus im Osten, von Ägypten bis ins Gebiet des heutigen Afghanistan reichte. Vielmehr war dieses Reich aus einer Eigendynamik entstanden:

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Was waren die Folgen von Alexanders Tod?

Nach dem frühen Tod Alexanders in Babylon 323 v. Chr. zerfiel sein Reich
und es entstanden stattdessen eine Anzahl von makedonisch-griechisch
dominierten Reichen, die sog. Diadochenreiche. Deren wichtigste waren
das Antigonidenreich in Makedonien, das Seleukidenreich in Asien und das Ptolemäerreich in Ägypten. In den ersten beiden Generationen gab es
zahlreiche Kriege.

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