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Die Vermessung der Welt

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Deutsch

"Die Vermessung der Welt" ist ein weltweiter erfolgreicher Roman des deutschen Schriftstellers Daniel Kehlmann. Die Handlung dreht sich um die beiden Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Ein Teil des Romans erzählt die Lebensgeschichten der beiden Männer getrennt voneinander. Ab dem ersten Zusammentreffen sind ihre Lebenswege aber miteinander verwoben. Daniel Kehlmanns Roman erschien 2005 und wurde 2012 verfilmt.

Bei dem Roman handelt es sich demnach um eine Doppelbiographie.

"Die Vermessung der Welt" – Inhaltsangabe

Die Rahmenhandlung: Kapitel 1

In der Rahmenhandlung lernen sich der Mathematiker Carl Friedrich Gauß und der Naturforscher Alexander von Humboldt kennen und stehen von da an in engem Austausch miteinander. Das erste Kapitel des Romans handelt von dem ersten Aufeinandertreffen, bei dem auch Eugen, der Sohn von Gauß, dabei ist.

1828 findet in Berlin eine Tagung der Deutschen Naturforscher und Ärzte statt, zu dem Carl Friedrich Gauß mit seinem Sohn Eugen fährt. Auf der Fahrt von Göttingen nach Berlin wirft Gauß ein Buch seines Sohnes aus dem Fenster, wobei es sich um eine Ausgabe von "Die deutsche Turnkunst" handelt.

Als sie die Grenze von Hannover nach Preußen überqueren müssen, kommt es zu Schwierigkeiten, da Gauß keinen Pass hat. Da die Gendarmen allerdings mit einem anderen Passagier beschäftigt sind, können sie die Grenze passieren. In Berlin trifft Gauß auf Humboldt und es soll eine Fotografie von ihnen angefertigt werden, wobei sich Gauß unwohl fühlt und nicht stillstehen möchte.

"Gendarm" bezeichnet umgangssprachlich einen bewaffneten und uniformierten Polizisten. Der Begriff stammt vom Französischen gendarme und ist heute eher veraltet.

Die Binnenhandlung: Kapitel 2 bis 10

Die Binnenhandlung des Romans "Die Vermessung der Welt" stellt die einzelnen Lebenswege von Gauß und von Humboldt dar, wobei sich die einzelnen Kapitel einem der beiden Männer widmen. Dabei wird der jeweilige Lebensweg bis zu ihrem gemeinsamen Treffen in Berlin erzählt.

Das Leben von Alexander von Humboldt

Der Rückblick zu Alexander von Humboldts Leben beginnt im zweiten Kapitel "Das Meer". Während seiner Schulzeit steht er im Schatten seines Bruders Wilhelm. Die Adelsfamilie lebt auf einem Schloss und durch den frühen Tod des Vaters ist die Mutter die wichtigste Bezugsperson für von Humboldt. Diese legt viel Wert auf die Bildung ihrer Söhne und obwohl bei Alexander eine große Neugierde und eine Begabung in den Naturwissenschaften zu erkennen ist, nimmt er den Unterricht nicht so ernst wie sein Bruder.

Nach seinem Studium arbeitet er zunächst als Bergwerkinspektor, allerdings reißt sein Interesse an der Erforschung der Natur nicht ab und er experimentiert auch an sich selbst. Nachdem seine Mutter stirbt, beschließt er sich ganz der Wissenschaft zu widmen und in die Neue Welt zu reisen. Er beginnt sofort mit den Vorbereitungen und lernt auf einer Reise nach Frankreich den Naturwissenschaftler Aimé Bonpland kennen, mit dem er weitere Reisen unternimmt.

Die "Neue Welt" ist ein veralteter Begriff für den amerikanischen Doppelkontinent, der erst 1492 von Christoph Kolumbus entdeckt wurde. Bis dahin war den Europäern nur die sogenannte "Alte Welt" mit den Kontinenten Europa, Asien und Afrika bekannt.

Ihre erste gemeinsame Reise nach Südamerika wird im vierten Kapitel "Die Höhle" beschrieben. In den spanischen Kolonien von Südamerika erforschen beide eine Höhle im Dschungel, in der nach indigenem Glauben Tote leben sollen. Von Humboldt glaubt, seine Mutter zu sehen und die beiden Forscher verlassen die Höhle wieder. Später versuchen er und Bonpland einen Kanal zu finden, der den Orinoko und den Amazonas verbinden soll. Durch eine Begegnung mit einer Frau, die vom Gouverneur geschickt wurde, wird deutlich, dass von Humboldt kein sexuelles Interesse an Frauen hat.

Ein Gouverneur bezeichnet in diesem Fall den obersten Leiter der südamerikanischen Kolonie, in der sich von Humboldt und Bonpland befinden.

Der Orinoko ist ein Fluss im heutigen Venezuela und einer der wasserreichsten Flüsse Südamerikas. Er liegt nördlich vom Äquator, dem Breitenkreis, der die Erde in eine nördliche und südliche Halbkugel teilt.

Der Amazonas liegt in den südamerikanischen Ländern Peru, Kolumbien und Brasilien und ist einer der längsten Flüsse der Erde. Etwa 300 Kilometer südlich vom Äquator fließt er durch das Amazonasbecken, welches den größten Teil des tropischen Regenwaldes enthält.

Bis ca. 1800 haben Forscher eine Verbindung dieser beiden Flüsse für unmöglich gehalten. Mittlerweile hat man jedoch einen Fluss zwischen den beiden Strömen entdeckt. Dessen Entstehung ist allerdings auch bis heute nur teilweise nachvollziehbar. Der Fluss heißt "Rio Casiquiare" und bildet einen natürlichen Kanal zwischen dem Orinoko und dem Amazonas.

Bonpland und von Humboldt finden nach einigen lebensgefährlichen Abenteuern tatsächlich den Kanal und vermessen ihn. Es kommt zu Konflikten mit den Bewohnern der Gegend, da von Humboldt Gräber zu wissenschaftlichen Zwecken schändet.

Ein weiteres Vorhaben der Forscher ist es, die Wirkungsweise des Giftes Curare zu erforschen. Durch Selbstversuche findet von Humboldt heraus, dass die giftige Wirkung nur eintritt, wenn es direkt in die Blutlaufbahn injiziert wird.

Im achten Kapitel "Der Berg" besteigen die beiden den Berg Chimborazo, was mit schweren Komplikationen verbunden ist. Aufgrund des schlechten Wetters schaffen sie die letzte Etappe nicht mehr, lassen allerdings die Öffentlichkeit in dem Glauben, den Berg bestiegen zu haben. Trotzdem schafft Humboldt es, die Höhe des Berges zu ermitteln. Die beiden Forscher gelten ab dem Zeitpunkt als Rekordhalter, was auch der Wirklichkeit entspricht, da vor ihnen noch niemand höher gekommen war.

Der Chimborazo ist mit seinen 6263 Metern der höchste Berg Ecuadors.

Das zehnte Kapitel "Die Hauptstadt" beendet den Rückblick auf von Humboldts Leben. Er erforscht in einer weiteren Exkursion das indigene Volk Mexikos, die Azteken. Dabei besichtigt er den Vulkan "Jorullo" in Mexiko und stellt fest, dass die Ruinenstadt "Teotihuacan" wie ein großer Kalender aufgebaut ist. Zusätzlich kann er auf dieser Reise die Theorie des Neptunismus endgültig widerlegen und wird berühmt.

Der Neptunismus beschreibt eine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass alle Gesteine der Erde ursprünglich aus den Ozeanen stammen. Diese Form der Gesteine heißt Sedimentgesteine. Die Theorie ist wissenschaftlich verworfen und entspricht nicht mehr den modernen Erkenntnissen.

Die Azteken sind ein Volk, das zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert in Mexiko lebte und eine Hochkultur entwickelte. Sie wurden nach der Entdeckung Amerikas von den Europäern im 16. Jahrhundert unterworfen.

Die Stadt "Teotihuacan" liegt ebenfalls im Zentralen Hochland Mexikos und war zwischen 100 und 650 n. Chr. das Zentrum der Kultur und Verwaltung der Einwohner Mittelamerikas.

Ab 750 wurde die Stadt aus bis heute unklaren Gründen verlassen, sodass die Azteken sie bereits als Ruine vorfanden. Das Volk erklärte die Stadt daraufhin zu einem mystischen Ort und gab ihr den Namen.

Der Vulkan "Jorullo" liegt an einem Hang im Südwesten des Zentralen Hochlands in Mexiko. Er ist von 1759 bis 1774, also 15 Jahre lang, ausgebrochen.

Durch den neu erlangten Ruhm von Humboldts werden er und Bonpland auf einer Reise nach Philadelphia zu dem amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson eingeladen, der sie über ihre Reisen ausfragt. Von Humboldt hat derweil aber Heimweh nach Paris und möchte nach Europa zurückkehren.

Das Leben von Carl Friedrich Gauß

Carl Friedrich Gauß stammt im Gegensatz zu Alexander von Humboldt aus armen Verhältnissen. Sein Verhältnis zu seiner Mutter ist innig, während er seinen Vater für unintelligent hält. Durch hervorragende schulische Leistungen erhält er ein Stipendium durch den Herzog von Braunschweig und entdeckt früh seine Begabung und Leidenschaft für die Mathematik.

In seiner Zeit als Student löst er bereits komplexe mathematische Probleme und arbeitet an einem Grundlagenwerk zur Arithmetik, welches er mit nur 20 Jahren veröffentlicht. Aus Geldnot arbeitet er nach seinem Studium als Landvermesser und liest zum ersten Mal über die Reisen Humboldts.

Die Arithmetik ist ein Teilgebiet der Mathematik und umfasst die Grundrechenarten und das Rechnen mit natürlichen Zahlen (=ganze Zahlen).

Er lernt seine spätere Ehefrau Johanna kennen und vollendet mit 21 Jahren sein Grundlagenwerk, das ihm den Ruf des Fürsten der Mathematik einbringt. Dabei trifft auf den bereits geistig schwachen Immanuel Kant, den er sehr verehrt. Doch dieser ist nicht mehr in der Lage, Gauß' Buch zu lesen. Gauß macht Johanna einen Heiratsantrag, den sie ablehnt. Daraufhin beschließt er sich umzubringen, sollte sie ihn auch beim zweiten Mal nicht heiraten wollen, doch Johanna nimmt diesen Antrag schließlich an.

Immanuel Kant (1724–1804) ist ein deutscher Philosoph der Aufklärung. In dieser Epoche wird der Mensch als vernunftbegabtes, rational denkendes Wesen begriffen. Der christliche Glaube rückte in den Hintergrund und man wendete sich mehr den Naturwissenschaften zu.

Gauß erhält eine Anstellung als Direktor der Sternenwarte. Dadurch ist er zunächst finanziell abgesichert. Nach dem Tod des Herzogs, bei dem er angestellt war, zieht er mit seiner Frau Johanna nach Göttingen, um ein Observatorium aufzubauen. Der Plan kann nicht in die Tat umgesetzt werden, weil Napoleon den Krieg ins Land bringt und das Observatorium daher nicht gebaut wird. Gauß wird daraufhin verpflichtet, an der Universität zu unterrichten. Die Geburt seines ersten Sohnes verpasst er und als seine Frau nach der Geburt des dritten Kindes im Sterben liegt, ist Gauß schwer getroffen.

In einer Sternwarte bzw. einem astronomischen Observatorium kann man mit Hilfe von wissenschaftlichen Instrumenten den Sternenhimmel genau beobachten.

Die sogenannten Koalitionskriege fanden von 1792 bis 1815 statt. Sie wurden durch die Französische Revolution (1789–1795) hervorgerufen und führten dazu, dass Frankreich unter der Führung ihres Kaisers Napoleon unter anderem einige Teile Europas und des damaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation besetzte. 1812 führte Napoleon sogar einen Feldzug gegen Russland, scheiterte jedoch. 1813 gelang es dem deutschen Volk, sich von der Fremdherrschaft zu befreien. 1815 kehrte Napoleon für 100 Tage zurück und wurde dann endgültig in der Schlacht von Waterloo besiegt und ins Exil verbannt, wo er 1821 starb.

Das neunte Kapitel "Der Garten" ist das letzte, das Gauß' Leben vor der Begegnung mit von Humboldt behandelt. Da er nun allein mit seinen beiden Kindern ist, heiratet er die beste Freundin seiner verstorbenen Frau, Minna. Um finanzielle Sicherheit zu erlangen, arbeitet er als Leiter der staatlichen Messkommission, wodurch er zu einem Anwesen mit einem merkwürdigen Bewohner kommt.

Die Vermessung der Welt Inhaltsangabe Lebenswege von Humboldt und Gauß StudySmarter

Abbildung 1: Lebenswege von Humboldt und Gauß vor ihrem ersten Treffen

Die Rahmenhandlung: Kapitel 11 bis 16

Die Handlung in den Kapiteln 11 bis 16 schließt an die Rahmenhandlung des ersten Kapitels an, in dem sich Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt kennenlernen. Sie befinden sich im elften Kapitel "Der Sohn" zusammen mit Eugen Gauß in Berlin im Anwesen von Humboldts. Dort tauschen sie sich über die Wissenschaften aus, wobei verschiedene Herangehensweisen der beiden deutlich werden.

Während von Humboldt ein Verfechter der Empirie ist, ist Gauß als Mathematiker eher theoretisch veranlagt, beide haben allerdings nicht viel für Literatur und Dichtung übrig. Das Verhältnis von Gauß zu seinem Sohn zeigt sich im Gespräch als sehr angespannt, bis Eugen den Raum verlässt, um nicht weiter den Beschimpfungen seines Vaters ausgesetzt zu sein. Der Verbleib von Bonpland wird ebenfalls thematisiert, da sich dieser aus politischen Gründen im Hausarrest in Paraguay befindet.

Unter "Empirie" versteht man eine methodische Sammlung von Daten, um bestimmte Erkenntnisse zu gewinnen.

Nachdem Eugen vor seinem Vater geflüchtet ist, findet er sich in der Großstadt Berlin wieder. Er ist zunächst orientierungslos, schließt sich aber schnell einer Gruppe von Studierenden, die für Freiheit eintreten, an. Eugen kann sich in ihren Forderungen wiederfinden und folgt ihnen zu einer unerlaubten Versammlung.

Es tritt ein Redner auf, den Eugen von dem Grenzübertritt mit seinem Vater wiedererkennt und stellt sich als Verfasser des Buches "Die Deutsche Turnkunst" vor, das Eugen ebenfalls besessen hatte, bevor sein Vater es aus dem Zug schleuderte. Als die Polizei die Versammlung stürmt, wird Eugen verhaftet.

Währenddessen hält Humboldt bei der wissenschaftlichen Konferenz einen Vortrag, dem Gauß wenig abgewinnen kann. Bei dem späteren Empfang fühlt sich Gauß derartig unwohl, dass er die Veranstaltung verlässt, bevor er dem König vorgestellt werden kann, was von Humboldt später kritisiert. Während einer Grundsatzdiskussion zwischen den beiden Wissenschaftlern erhalten sie die Nachricht von Eugens Verhaftung und versuchen ihm, auf von Humboldts Initiative hin, zu helfen.

Um Eugen befreien zu können, müssen die beiden an einer spiritistischen Sitzung teilnehmen, auf der sich der Gendarmerie-Kommandant befindet. Von Humboldt hat dabei eine Begegnung mit seiner verstorbenen Mutter, während Gauß sich über die Veranstaltung lustig macht. Durch Gauß' schlechte Verhandlungen wird Eugens Lage zunächst noch verschlimmert. Nach dem gescheiterten Versuch, den Sohn aus seiner Haft zu befreien, berichten sich von Humboldt und Gauß gegenseitig von neu gefassten wissenschaftlichen Plänen.

Von Humboldt unternimmt daraufhin seine geplante Reise durch Russland, bei der er jedoch nicht forschen kann. Gauß untersucht währenddessen das Magnetfeld der Erde, wobei er Messdaten von von Humboldt benötigt, die dieser nicht liefern kann. Beide begegnen sich gegenseitig in Träumen und Halluzinationen.

Eugen kommt durch von Humboldts Bemühungen doch noch aus seiner Haft frei, wird allerdings nach Amerika verbannt. Nach einer letzten Begegnung mit seinem Vater tritt er die Reise an. Von Humboldt gibt ihm Ratschläge zum richtigen Verhalten in der Neuen Welt. Eugen wird seinem Vater währenddessen immer ähnlicher.

Die Vermessung der Welt Inhaltsangabe  Handlung Humboldt und Gauß StudySmarter

Abbildung 2: Handlung nach dem ersten Treffen in Berlin

"Die Vermessung der Welt" – Figurenkonstellation

Der Roman handelt von den Wissenschaftlern Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt. Sie stellen das Ende und den Übergang einer Ära der Wissenschaft dar, in der das Ideal des Universalgenies vorherrschte und dann von spezialisierten Wissenschaftlern abgelöst wurde, die sich nur noch einem einzelnen Gebiet widmeten. Dabei entspricht von Humboldt dem alten Universalgenie, während Gauß eher den neuen, modernen Typ von Wissenschaftler verkörpert.

Unter dem "Universalgenie" versteht man einen Menschen, der auf vielen verschiedenen Gebieten zu genialen Leistungen fähig ist.

Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt wächst im ständigen Schatten seines älteren Bruders Wilhelms auf, was ihn schließlich dazu animiert, diesen zu übertrumpfen. Er stammt aus einer wohlhabenden Adelsfamilie, in der viel Wert auf Bildung gelegt wird. Allerdings widmet er sich erst nach dem Tod seiner Mutter der Wissenschaft.

Ebenso wie sein Wissens- und Entdeckungsdrang wird auch sein Patriotismus deutlich, besonders durch das Tragen der preußischen Uniform und den Anspruch, das Leben der Menschen seines Landes durch seine Forschungsergebnisse zu verbessern. Er ist trotz dieser starken Verbundenheit zu Preußen ein politisch-liberal geprägter Mensch, was auch durch seine Liebe zu Frankreich erkennbar ist. Die Französische Revolution, die von 1789 bis 1799 stattfand, brachte eine neue Staatsform und moderne Ideale hervor, die von Humboldt stark beeinflusst haben.

Von Humboldts wissenschaftliche Aktivitäten werden auch durch die Freundschaft zu Aimé Bonpland ermöglicht. Bonpland steht zwar ständig im Schatten seines Gefährten, allerdings ermöglicht er durch seine praktischen Ausführungen viele der Entdeckungen von Humboldts. Gleichzeitig ist von Humboldt bereit, viele, zum Teil auch gefährliche Experimente, an sich selbst durchzuführen.

Von Humboldt hat einen ausgeprägten Geltungsdrang, der sich in der Rivalität mit seinem Bruder ausdrückt, obwohl Wilhelm diese gar nicht wahrzunehmen scheint. Später entspannt sich das Verhältnis der Brüder allerdings und sie beginnen, sich näherzukommen.

Alexander unterdrückt seine pädophile Neigung zu kleinen Jungen, die jedoch über den gesamten Roman hinweg immer wieder angedeutet wird. Zu einem späteren Zeitpunkt wird deutlich, dass Wilhelm schon immer davon gewusst hatte.

Zum Ende seines Lebens hin muss sich Alexander von Humboldt eingestehen, dass er sein Lebenswerk, die gesamte Welt zu vermessen, nicht vollenden wird. Seine Reise durch Russland wird durch politische Vorbehalte des Zaren und die Behinderungen durch seine Gefolgschaft zu einem Reinfall und von Humboldt realisiert, dass eine jüngere Generation von Wissenschaftler*innen sein Vorhaben vollenden muss.

Carl Friedrich Gauß

Anders als von Humboldt wächst Gauß in ärmlichen Verhältnissen auf und kann diesen nur durch seine akademischen Leistungen entkommen. Er ist von Anfang an ein Einzelgänger, was sich auch in seiner wissenschaftlichen Methode manifestiert, welche sich eher auf die Theorie konzentriert. Seine tiefe Liebe zu seiner Mutter prägt ihn ein Leben lang, während sein Verhältnis zum Vater eher kühl bleibt.

Er arbeitet über sein Leben hinweg als Vermesser, Astronom und Professor für Mathematik und vollendet sein Hauptwerk "Disquisitiones Arithmeticae" im sehr jungen Alter von 21 Jahren. Seine Genialität im mathematischen Feld wirkt sich allerdings auch negativ auf seinen Charakter aus, da er früh eine starke Arroganz gegenüber allen Menschen entwickelt, die ihm intellektuell nicht gewachsen sind.

Er lehnt die nicht-naturwissenschaftlichen Lehren, wie die Literatur und andere Künste, vollkommen ab. Besonders sein Sohn Eugen muss unter dieser Arroganz leiden, da sein Vater ihn ständig demütigt und herabsetzt.

Eine ähnlich starke Bindung wie zu seiner Mutter kann Gauß nur zu seiner ersten Ehefrau Johanna eingehen. Nach ihrem Tod heiratet er zwar ein zweites Mal, allerdings nur aus praktischen Gründen. Mit der Prostituierten Nina hat er zwar ein inniges Verhältnis, geht aber keine Liebesbeziehung mit ihr ein.

Gauß lehnt die höhere Gesellschaft ab und sehnt sich, im Gegensatz zu von Humboldt, nicht nach Ruhm. Sein Verhalten wird dabei durch seine Unbeholfenheit in sozialen Situationen oft als unhöflich gedeutet.

Seine Freundschaft mit Alexander von Humboldt wird auch durch ihre Unterschiede getragen, da er von Humboldt als ebenbürtig akzeptiert, obwohl sie nicht nur charakterlich verschieden sind, sondern auch im wissenschaftlichen Feld verschiedenen Pfaden folgen.

Gauß ist ein Theoretiker, der die Welt durch Logik zu verstehen versucht und auch keinen tieferen Sinn dahinter sucht. Er ist politisch konservativ und hat kein gesteigertes Interesse, an den Verhältnissen etwas zu ändern. Während von Humboldt in den verschiedenen Teilen der Welt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch das Abenteuer sucht, kann Gauß dem Reisen nichts abgewinnen.

Eugen Gauß

Eugen ist das dritte Kind von Carl Friedrich Gauß und stammt aus dessen zweiter Ehe. Sein Vater hält ihn für intellektuell unzulänglich und zeigt ihm das bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Eugen interessiert sich besonders für die Urburschenschaften und den Autor des Buches "Die Deutsche Turnkunst", Friedrich Ludwig Jahn. Er steht damit für einen Zeitenwandel und einen Aufbruch der damaligen Jugend.

Die Urburschenschaft verfolgte das Ziel, die Zusammenschlüsse an den Universitäten abzuschaffen und alle Studenten in einer "Allgemeinen Burschenschaft“ zusammenzuführen.

Als er wegen seiner Teilnahme an der geheimen Veranstaltung allerdings in die Verbannung nach Amerika geschickt wird, wird deutlich, dass er sich charakterlich seinem Vater immer weiter annähert.

Die Vermessung der Welt Figurenkonstellation StudySmarter

Abbildung 3: Figurenkonstellation in "Die Vermessung der Welt"

Aufbau und Sprache in "Die Vermessung der Welt"

Die verschiedenen Zeitebenen drücken sich in der Sprache des auktorialen, beziehungsweise berichtenden Erzählers aus. Insgesamt ist der Roman als experimentell zu verstehen und besonders bei seinem Erscheinen eine Neuheit gewesen. Die historischen Ereignisse, Zusammenhänge und Figuren, die dargestellt werden, sind nur teilweise an echten Geschehnissen orientiert, zum Teil aber auch fiktiv, was das Werk zu einem historischen Roman macht.

Der auktoriale Erzähler blickt von außen auf die Geschichte und ist allwissend in Hinblick auf die Figuren und deren Gedanke und Gefühle.

Der Roman ist in eine Rahmenhandlung und zwei Binnenhandlungen aufgeteilt. Das erste Kapitel, wie auch die Kapitel 11 bis 16, bilden dabei die Rahmenhandlung, in der sich von Humboldt und Gauß kennenlernen und auch zusammenarbeiten. In den Kapiteln 2 bis 10 werden abwechselnd die Biografien der Wissenschaftler vor ihrem ersten Treffen beleuchtet.

Durch die Aufteilung in Rahmen- und Binnenhandlung wird ein gemeinsamer Handlungsstrang der beiden Hauptfiguren schon vor dem ersten Zusammentreffen angedeutet, obwohl es ihn nicht wirklich gibt. Diese "erzählerische Illusion" wird auch durch den Aufbau beider Lebensgeschichten gestützt, die fast gleich gegliedert sind.

Zwischen den einzelnen Lebensstationen liegen mitunter größere Zeitsprünge und die einzelnen Kapitel bilden jeweils eine in sich geschlossene Geschichte ab. Das wird durch die Kapitelbezeichnungen unterstrichen, die sich immer mit nur einem Nomen auf das Wesentliche der Handlungsstränge beziehen und damit an die Überschriften in einem Lexikon erinnern.

Die Sprache

Die Sprache des Romans ist sachlich und frei von Emotionen, was auch durch die kurzen Kapitelnamen deutlich wird. Allerdings werden die Biographien von von Humboldt und Gauß nicht anhand von Jahreszahlen erzählt. Vielmehr werden ihre wissenschaftlichen Errungenschaften fast wie eine Aufzählung aneinandergereiht. Die Sprache weist auch ironische Töne bezüglich der Protagonisten und deren Weltsicht auf, wodurch deutlich wird, dass sie von einem modernen Erzähler aus der heutigen Perspektive betrachtet werden und nicht aus dem Kontext ihrer eigenen Zeit heraus.

Selbstverständlich wollte er [Gauß] nicht dorthin. ...Nun versteckte sich also Professor Gauß im Bett."

Alle Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" (2008, Hamburg: Rowohlt Verlag)

Die komische Stimmung wird vor allem durch das Wort "selbstverständlich" untermauert, da einer der größten Mathematiker der Zeit nicht an einem wissenschaftlichen Kongress teilnehmen möchte. Im Anschluss versteckt sich der "Professor" in seinem Bett.

Die Überschriften unterscheiden sich in der Binnen- und Rahmenhandlung. In den beiden Binnenhandlungen, die die individuellen Lebenswege der Protagonisten zeichnen, werden die Kapitel nach wissenschaftlichen Erkenntnissen oder naturwissenschaftlichen Vokabeln benannt. In der Rahmenhandlung gibt es Kapitelnamen, die familiäre Verhältnisse beschreiben oder auf die Handlung selbst eingehen.

"Die Vermessung der Welt" – Interpretation

Sowohl Gauß als auch von Humboldt sind als geistige Kinder der Aufklärung zu verstehen. Sie stehen ebenso für einen Wandel der Wissenschaft, der nach ihnen eingetreten ist. Von Humboldt wird häufig als der letzte Universalgelehrte beschrieben und steht in dem Roman stellvertretend für eine aussterbende Art von Wissenschaftler.

Das wird daran erkennbar, dass seine Methoden immer wieder als alt oder überholt dargestellt werden. Außerdem machen sich bei dem Kongress im ersten Kapitel junge Wissenschaftler über ihn lustig.

Die Aufklärung ist gekennzeichnet vom Bekenntnis zur Vernunft. Mit dieser Vernunft einhergehend, plädierte die aufklärerische Gesinnung für Toleranz, Bildung und Unabhängigkeit.

Der Philosoph Immanuel Kant sah die Aufklärung als "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Unter dieser Unmündigkeit verstand er die Unfähigkeit, autonom (selbstständig) zu denken, seine Meinung zu sagen und zeitgenössische Zustände zu kritisieren. Das Gegenstück zu dieser Unmündigkeit bildet das "autonome Ich". Dieses ermöglicht die Befreiung von jeglicher Abhängigkeit und führt zur Selbstverwirklichung, Fortschritt, Wissenschaft und Freiheit.

Gauß verkörpert hingegen den modernen Typus des Wissenschaftlers, der sich stark spezialisiert, hauptsächlich theoretisch arbeitet und alte Herangehensweisen hinterfragt.

Von Humboldt nähert sich im Laufe des Romans der wissenschaftlichen Weltsicht von Gauß an. Noch zu Beginn der Handlung, bei der Vermessung des Kanals im Dschungel, ist er der Überzeugung, dass die Welt durch seine Entdeckungen verändert werden würde. In höherem Alter übernimmt er die Meinung von Gauß, dass die einzelnen Phänomene der Welt bloß zufällig sind und nicht viel über die Gesetzmäßigkeiten der Physik aussagen würden.

Die Gedanken der Aufklärung waren für beide Wissenschaftler prägend und damit auch die Ablehnung von jeglichem Aberglauben. Im Roman wird diese rationale Weltsicht häufiger thematisiert, indem beide übernatürliche Erlebnisse haben, die von den Wissenschaftlern jedoch ignoriert werden.

Am Ende ihrer beider Leben stehen sie in telepathischem Kontakt, was von ihnen zwar zur Kommunikation verwendet, gleichzeitig aber auch nicht hinterfragt wird. Dieses Phänomen kann weder von Gauß, noch von Humboldt erklärt werden und auch nicht durch wissenschaftliche Methoden, weshalb es sich dem Kompetenzbereich beider Männer entzieht.

Immanuel Kant, der als einer der wichtigsten Köpfe der europäischen Aufklärung gilt, ist in dem Roman bereits senil. Seine Ideen sind zwar eine Grundlage für das Weltbild von Humboldt und Gauß, allerdings haben sie keine besonders enge Verbindung zu dem Philosophen.

Das Altern

Die Figur Kants in "Die Vermessung der Welt" schickt dabei ein Thema voraus, das am Ende des Romans besonders tragend wird: das Altern. Kant ist bereits senil, ein Schicksal, das die beiden Hauptcharaktere nicht ereilen wird. Doch auch sie bemerken später ihren eigenen körperlichen und geistigen Verfall. Das Treffen zwischen Gauß und Kant ist fiktiv. Zu dem Zeitpunkt, an dem der Roman spielt, war der historische Kant bereits verstorben.

Von Humboldt wird als typischer Vertreter der Weimarer Klassik charakterisiert. Er tritt häufig in einer ungemütlichen Uniform in Erscheinung und orientiert sich an ein Weltbild, in dem der Mensch als freies Wesen im Mittelpunkt steht. Trotzdem bleibt er in seiner Lebensführung fast schon fremdbestimmt, da er sich so sehr an den gesellschaftlichen Konventionen seiner Zeit orientiert. Seine Humorlosigkeit und sein gesteigertes Interesse an genauen Daten kann auch als eine Satire auf das typisch Deutsche verstanden werden, das auch in den Werken des echten Alexander von Humboldt deutlich wird.

Gauß ist hingegen uninteressiert an der Gesellschaft und ihren Vertretern, wie auch an der Politik und scheint dadurch noch freier zu leben als von Humboldt.

Entstehungsgeschichte von "Die Vermessung der Welt"

"Die Vermessung der Welt" ist das bisher erfolgreichste Werk des Schriftstellers Daniel Kehlmann. Es wurde 2005 veröffentlicht und war für lange Zeit Anführer der Spiegel-Bestsellerliste. Zudem war es 2006 laut der New York Times auf der Liste der meistverkauften Bücher weltweit auf dem zweiten Platz. Kehlmann ist seitdem eine Figur der Öffentlichkeit und neben seinen Romanen in vielen Interviews, Essays und Kolumnen in der Presse vertreten.

Die Idee zu dem Roman kam Daniel Kehlmann, als er das erste Mal davon hörte, dass sich Gauß und Humboldt begegnet seien und Gauß sogar kurz in von Humboldts Haus in Berlin gewohnt haben soll. Kehlmann war Gauß als Persönlichkeit aus dem Schulunterricht bekannt und er hatte sich auch mit Alexander von Humboldt schon eingehender beschäftigt. Er sah in der Vorstellung einer solchen Begegnung eine gewisse Komik.

Aus diesem Grund beschreibt das erste Kapitel den Kongress, an dem beide Wissenschaftler teilnahmen. Aus diesem zentralen Ereignis des Romans entspinnt sich schließlich dann auch die weitere Handlung.

Kehlmanns Roman ist als fiktives Werk zu verstehen. Viele Gegebenheiten wurden verfremdet oder hinzugedichtet. So wird beispielsweise die Osterformel in die Jugendzeit von Carl Friedrich Gauß verlegt, obwohl er diese erst viel später entdeckt hatte. Auch von Humboldt ist nicht mit dem realen Alexander von Humboldt zu vergleichen und besonders sein lebenslanges politisches Engagement für Menschenrechte rückt in Kehlmanns Roman in den Hintergrund.

Der Autor Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren und wuchs hauptsächlich in Wien auf. Sein Vater war der Theater- und Filmregisseur Michael Kehlmann und seine Mutter ist die Schauspielerin und Künstlerin Dagmar Mettler. Er studierte Philosophie und Germanistik und veröffentlicht seit 1997 Romane und Erzählungen. Er war an verschiedenen Universitäten Poetik-Professor und arbeitet als Gast-Professor am German Department der New York University. Kehlmanns Werk wurde mit mehreren Preisen, darunter dem Candide-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.

Ein Thema, das sich durch Kehlmanns Literatur zieht, ist die Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion. Auch seine Begeisterung für die Naturwissenschaft und die Metaphysik kommt in seinen Werken zum Ausdruck. Heute lebt er in Berlin und New York City.

Die Vermessung der Welt - Das Wichtigste

  • "Die Vermessung der Welt" ist das bisher erfolgreichste Werk des Schriftstellers Daniel Kehlmann. Es wurde 2005 veröffentlicht und war für lange Zeit Anführer der Spiegel-Bestsellerliste.
  • Der Roman ist eine fiktive Doppelbiographie der beiden Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß.
  • Er gilt als eines der erfolgreichsten Romane der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.
  • Die wichtigsten Motive sind die Veränderung der Wissenschaft und das Altern, wie auch das Verhältnis von Rationalität und Übernatürlichem.
  • Es handelt sich bei dem Werk um einen historischen Roman, da reale Ereignisse und Figuren mit fiktiven Schilderungen verbunden werden.
  • Die Sprache ist sachlich gehalten, wobei eine gewisse Ironie des Erzählers in Hinblick auf die Weltansichten der beiden Wissenschaftler zu erkennen ist.

Die Vermessung der Welt

"Die Vermessung der Welt" ist ein historischer Roman. Die Handlung findet zwar in der Vergangenheit statt, allerdings sind einige Ereignisse fiktiv oder fiktionalisiert. Die Sprache des Romans entspricht eher einer modernen Erzählung.

In dem Roman "Die Vermessung der Welt" arbeiten der Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt und der Mathematiker Carl Friedrich Gauß daran die Welt zu vermessen, können dies aber nicht vollenden. 

Die Rahmenhandlung beginnt im Jahr 1828 beim ersten Zusammentreffen der beiden Hauptfiguren. Die Binnenhandlung erzählt deren Lebenswege bevor sie sich getroffen haben.

Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß haben sich tatsächlich 1828 bei einer Tagung kennengelernt und Gauß hat daraufhin einige Monate bei Humboldt in Berlin gewohnt. 

Finales Die Vermessung der Welt Quiz

Frage

Wie heißt der Verfasser von "Die Vermessung der Welt"?

Antwort anzeigen

Antwort

Daniel Kehlmann publizierte den Roman im Jahr 2003.

Frage anzeigen

Frage

In welchem Jahr beginnt die Geschichte? 

Antwort anzeigen

Antwort

Im September 1828.

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Frage

Wie würdest du Alexander von Humboldts Charakter beschreiben?

Antwort anzeigen

Antwort

Er ist mathematisch-naturwissenschaftlich begabt. Er hat einen starken Sinn für Ordnung. Beweist großen Ehrgeiz und Selbstdisziplin.

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Frage

Wie endet der Roman?

Antwort anzeigen

Antwort

Das letzte Kapitel dreht sich um Gauß' Sohn Eugen. Als Eugen die Küste Amerikas erblickt, endet der Roman.

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Frage

Von welchem Schicksalsschlag wird Gauß schwer getroffen?

Antwort anzeigen

Antwort

Vom Tod seiner Frau und seines dritten Kindes. Er stürzt sich in Arbeit um sich abzulenken.

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Frage

Wie würdest du Gauß Charakter beschreiben?

Antwort anzeigen

Antwort

Er ist ein begabter analytischer Wissenschaftler. Hängt sein Leben lang stark an seiner Mutter. Will seiner Zeit/Welt entfliehen. Überzeugter Theoretiker. 

Frage anzeigen

Frage

Wer ist Alexanders Gegenpart und Begleiter?

Antwort anzeigen

Antwort

Der französische Botanikstudent Bonpland. Er wird Alexanders Reisegefährte. Er ist emotionaler und weniger kontrolliert als Alexander. Die Beziehung beruht auf gegenseitigem Respekt.

Frage anzeigen

Frage

Welche Grundstruktur lässt der Roman erkennen?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Kapitel 1 und 11 spannen einen Rahmen um die dazwischenliegenden Kapitel. Diese Binnenkapitel enthalten eine lange Rückwendung.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Erzählhaltung gestaltet?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Erzählhaltung wirkt gebrochen: Einerseits hat der Erzähler auktoriale Züge,

andererseits wird die Handlung aber nur protokolliert und nicht (direkt) kommentiert.

Frage anzeigen

Frage

Was war Kehlmanns Inspiration für den Roman?

Antwort anzeigen

Antwort

Gauß und Humboldt trafen sich 1828 im echten Leben und dieses Treffen stellte sich Kehlmann sehr komisch vor.

Frage anzeigen

Frage

Was für eine besondere Biografie ist der Roman?

Antwort anzeigen

Antwort

Es handelt sich um eine fiktive Doppelbiografie der Wissenschaftler Humboldt und Gauß.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Beziehung zwischen Alexander und seinem Bruder Wilhelm von Humboldt? 

Antwort anzeigen

Antwort

Als Kind stand Alexander in Wilhelms Schatten, wodurch sie lange einen Konkurrenzkampf hegen. Später nähern sie sich an und werden enge Vertraute.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist der Roman aufgebaut?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Roman verfügt über eine Rahmen- und eine Binnenhandlung. Die Binnenhandlung beschreibt die Lebensgeschichten von Gauß und Humboldt vor ihrem ersten Zusammentreffen in Berlin. 

Frage anzeigen

Frage

Wie sind die Überschriften der Kapitel gestaltet? 

Antwort anzeigen

Antwort

Alle Kapitelüberschriften bestehen aus einem Substantiv im Nominativ und dem entsprechenden bestimmten Artikel. 

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