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Tourismus in Entwicklungsländern

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Tourismus in Entwicklungsländern

Schöne Strände, unberührte Natur und günstige Preise — damit locken Entwicklungsländer jedes Jahr Urlauber*innen an. Die Anzahl an Tourist*innen, die in Entwicklungsländer reist, hat stark zugenommen. Aber was genau ist ein Entwicklungsland? Und welche Folgen hat der Tourismus in Entwicklungsländern für die lokale Wirtschaft und die dort lebende Bevölkerung?

Tourismus in Entwicklungsländer — Definition

Was genau bedeutet der Tourismus für ein Entwicklungsland? Wo liegen Entwicklungsländer überhaupt?

Tourismus — Definition

Man spricht bei Tourismus auch von den Begriffen Fremdenverkehr und touristischer Reiseverkehr.

Als Tourismus bezeichnet man das Verlassen des eigentlichen Wohn- oder Arbeitsumfeldes und den temporären Aufenthalt an einem anderen Ort.

Die Welttourismusorganisation (WTO) der Vereinten Nationen definiert Tourismus als

Aktivitäten einer Person, die für weniger als einen bestimmten Zeitraum an einen Ort außerhalb ihrer gewöhnlichen Umgebung reist, wobei der Hauptreisezweck ein anderer ist als die Ausübung einer Tätigkeit, die vom besuchten Ort aus vergütet wird.

In vielen Regionen und Ländern ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, da dieser Arbeitsplätze schafft und viele verschiedene Einnahmequellen bringt, wie beispielsweise durch Hotels oder Attraktionen.

Wenn du mehr über Tourismus erfahren willst, dann schau dir die Erklärung "Tourismus" an.

Entwicklungsländer — Definition

Für ein Entwicklungsland gibt es aber bisher keine einheitliche Definition.

Als Entwicklungsland wird meist ein Land bezeichnet, das wirtschaftlich und gesellschaftlich deutlich weniger entwickelt ist als industrialisierte Länder.

Entwicklungsländern haben einige der folgenden Merkmale gemeinsam:

  • niedriges pro-Kopf-Einkommen, niedriger Lebensstandard
  • Einkommensverteilung ungleich
  • hohe Erwerbslosigkeit
  • Arbeit hauptsächlich im primären Sektor
  • überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum
  • mangelhafte staatliche Infrastruktur (Bildung, Gesundheit, Verkehr)
    • Folge: hohe Rate an Analphabeten und Menschen mit keinem Bildungsabschluss
    • Folge: hohe Kindersterblichkeitsrate, geringe durchschnittliche Lebenserwartung
  • unzureichende Nahrungsmittelversorgung
    • Folge: Unterernährung, Hunger
  • hauptsächlich traditionelle Produktionsweise

Dazu zählten nach der Liste der OECD im Jahr 2021 unter anderem die Länder Albanien, Ukraine, Türkei und viele Länder Südamerikas und Afrikas.

Eine aktuelle Liste der Entwicklungsländer auf der Welt findest du bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Als Tourismus in Entwicklungsländer bezeichnet man also den temporären Aufenthalt in einem Land, das im Vergleich zu Industrienationen gesellschaftlich und wirtschaftlich weniger entwickelt ist.

Tourismus in Entwicklungsländern Statistik

Der Tourismus in Entwicklungsländern hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.

Im Jahr 2019 reisten 9,9 Millionen deutsche Bürger*innen in Entwicklungsländer und mehr als die Hälfte der Deutschen war bereits Tourist*in in einem Entwicklungsland. Verglichen mit dem Jahr 2000 sind das 44 Prozent mehr Tourist*innen, die in Entwicklungsländer reisten.

Die meisten Reisen wurden in Entwicklungsländer in der Mittelmeerregion gemacht, ein Drittel in weit entfernte Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Die meisten Reisen in Entwicklungsländern waren Pauschalreisen, also Reisen, bei denen sich das Reiseunternehmen um Unterkunft, Transport und Verpflegung kümmert.

Covid-19 Pandemie

Die Covid-19 Pandemie hat den Tourismus in allen Ländern dieser Welt stark beeinträchtigt.

Weltweit ist die Zahl der Tourist*innen während der Covid-19 Pandemie um mehr als 70 bis zu fast 100 Prozent gesunken. Im Jahr 2021 reisten 72 Prozent weniger Menschen als im Jahr 2019. Besonders Asien und Länder im Pazifik waren von dem Einbruch des Tourismus betroffen. Die Zahl der Tourist*innen hat sich dort um 94 Prozent verringert.

Auf der Insel Bali in Asien reduzierte sich die Anzahl von Tourist*innen von circa 6 Millionen im Jahr 2019 auf 45 Reisende im Jahr 2021.

Besonders in Entwicklungsländern, in denen viele Menschen von Tourismus leben, hatte der Verlust vieler Arbeitsplätze in der Tourismusbranche starke Auswirkungen.

Tourismus in Entwicklungsländern — Vor- und Nachteile

Der Tourismus hat für die Entwicklungsländer einige Vorteile und Nachteile. Durch den Massentourismus in manchen Entwicklungsländern überwiegen aber die Nachteile.

Vorteile - Tourismus als Entwicklungsfaktor

Tourismus kann als Entwicklungsfaktor dienen, da die Infrastruktur ausgebaut wird, Arbeitsplätze entstehen und auch der Umweltschutz kann erhöht werden.

Arbeitsplätze

Durch den Tourismus in Entwicklungsländern entsteht eine neue Einnahmequelle für diese Länder. Außerdem schafft der Tourismus viele Arbeitsplätze, beispielsweise in Hotels, der Gastronomie oder bei Attraktionen und Touren. Dadurch kann der Lebensstandard der dort lebenden Bevölkerung gesteigert werden.

Umweltschutz

Die Welttourismusorganisation sieht in dem verstärkten Tourismus in Entwicklungsländern auch die Möglichkeit, den Umweltschutz zu verbessern. Den Entwicklungsländern steht mehr Geld zur Verfügung, um die Infrastruktur für die Müllentsorgung auszubauen. Außerdem können Anlagen und Hotels renoviert werden, damit diese umweltschonender werden.

Wirtschaft

Der Tourismus bringt den Entwicklungsländern zudem mehr Devisen ein, als andere Wirtschaftszweige.

Von Devisen spricht man beim Handeln und im Bankwesen. Devisen sind ausländische Zahlungsmittel wie Schecks oder Kontoguthaben bei ausländischen Banken.

Zusätzlich können Entwicklungsländer mit den Einnahmen aus dem Tourismus eine bessere Position auf dem Weltmarkt erreichen, die mit anderen einheimischen Gütern nicht möglich ist. Wenn eine Insel beispielsweise wenig Rohstoffvorkommen hat und somit wenig Exportgüter zu Verfügung hat, ist die Position auf dem Weltmarkt niedrig. Tourismus kann das teilweise kompensieren. Außerdem müssen für Einkünfte aus touristischen Destinationen oder Dienstleistungen im Gegensatz zu anderen Exportstoffen, wie Holz, keine Transportkosten ausgegeben werden, da die Tourist*innen selbst zu den Orten reisen.

Tourismus in Entwicklungsländern Beispiel – Chancen und Risiken

Die Chancen und Risiken von Tourismus in Entwicklungsländer werden jetzt anhand der indonesischen Insel Bali erläutert. Bali erhielt den touristischen Aufschwung durch den Bau des internationalen Flughafens auf der Insel. Heute macht der Tourismus 60 bis 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Wert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellt werden.

Die Insel ist bekannt für ihre traumhaften Strände und steht für Exotik und Tropen. Von 1990 bis 2019 hat sich die Zahl der Tourist*innen dort verzwölf-facht — auf mehr als 6 Millionen im Jahr.

Ein kurzer temporärer Einbruch der Zahlen fand 2002 und 2005 durch Terroranschläge statt.

Tourismus in Entwicklungsländern – Chancen

Durch den Aufschwung des Tourismus in dem Entwicklungsland entstanden viele Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt vom Tourismus abhängen.

Ein Arbeitsplatz, der direkt vom Tourismus abhängt, ist beispielsweise die Arbeit in einem Hotel. Eine indirekt von Tourismus abhängige Stelle kann zum Beispiel die Arbeit an einem Bauprojekt einer Straße, die für den Tourismus ausgeweitet wird, sein.

Die Infrastruktur im Verkehr wurde besonders an der Südküste Balis ausgebaut und schafft bessere Verbindungswege.

Tourismus in Entwicklungsländern – Risiken

Die steigende Anzahl an Tourist*innen in Entwicklungsländer birgt aber auch viele Risiken.

Ressourcen

Der extreme Anstieg der Reisenden auf Bali brachte viele Probleme und Risiken mit sich.

Die Natur auf Bali ist eines der größten Attraktionen und in der Hochsaison werden in vielen Gebieten ökologische Kapazitäten überschritten.

Mangroven sind Bäume, die im Wasser leben und eine große Bedeutung für die Natur und zahlreiche Tiere haben. Auf Bali sind die Bestände der Mangroven durch Abwasser, Müll und Abgase, die durch Tourist*innen verstärkt werden, bedroht.

Durch die vielen Reisenden wird eine große Menge an Müll produziert, die oft nicht ordnungsgemäß entsorgt wird. Müll wird oft direkt am Straßenrand verbrannt oder illegal auf der Insel deponiert.

Durch den Tourismus kommt es zu einem erhöhten Wasserverbrauch. Das ist problematisch, da die Süßwasservorräte der Insel begrenzt sind. Außerdem wird das Abwasser meist ungefiltert in das Meer geleitet, was zur Meeresverschmutzung beiträgt.

Wenn du mehr über die Verschmutzung der Weltmeere erfahren willst, schau dir gerne die Erklärung zu diesem Thema an!

Als Aktivität für Touristen auf Bali werden verschiedene Wassersportarten angeboten. Dadurch bekommt das Meer an der Küste einen zusätzlichen Nutzungsdruck. Unter Nutzungsdruck versteht man die Beanspruchung des Meeres vor der Küste, was man auch als Druck bezeichnen kann. Die Beanspruchung entsteht beispielsweise durch die Einleitung von Abwasser, Schnorcheltouren und Wassersport.

An der Südküste um Ubud wurden zahlreiche Reisfelder beseitigt, um dort Hotels zu errichten, weshalb die Anbaufläche für Reis deutlich zurückgegangen ist. Das macht Bali abhängiger von dem Import von Lebensmitteln und ein Teil der Tradition geht damit verloren.

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist stark abhängig von dem Geld, das durch den Tourismus eingenommen wird. Wenn es also zu Einbußen kommt, hat das starke Folgen für die dort lebenden Menschen.

Verkehr

Die Verkehrsbelastung ist besonders auf der Südküste der Insel enorm, da sich dort der größte Teil des Tourismus konzentriert und viele Reisende Tagesausflüge machen.

Nachhaltiger Tourismus in Entwicklungsländern

Vor der Covid-19 Pandemie gaben 33,7 Millionen Deutsche an, dass sie in den Jahren 2020-2022 Urlaub in einem Entwicklungsland machen möchten. Der Tourismus in Entwicklungsländer wird immer beliebter und es wird deshalb immer wichtiger, dass dieser nachhaltig gestaltet wird. Das Interesse an Nachhaltigkeit aufseiten der Urlauber*innen ist groß, nur meist scheitert es an der Umsetzung in den Zielländern. Aber auch bei den Reisenden selbst werden Ziele nicht nach Nachhaltigkeit ausgesucht. Bei nur vier Prozent aller Deutschen spielte Nachhaltigkeit eine Rolle bei der Urlaubsentscheidung.

Entwicklung von nachhaltigem Tourismus

Rahmenbedingungen für einen nachhaltigeren Tourismus wurden 1992 in Rio de Janeiro auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung geschaffen, bei der auch die Nachhaltigkeit von Tourismus diskutiert wurde.

Nachhaltiger Tourismus wird auch sanfter Tourismus genannt. Wichtige Aspekte dabei sind ethische Grundsätze, soziale, kulturelle und ökologische Verträglichkeit und ökonomische Vorteile.

Wenn du mehr über nachhaltigen Tourismus und die Unterschiede zum Massentourismus erfahren willst, dann sieh dir die Zusammenfassung zu "Globaler Tourismus" und "Massentourismus" an.

Es ist besonders wichtig, die dort lebende Bevölkerung in die Planung von Tourismus einzubeziehen und die Menschenrechte zu beachten. Auch wirtschaftliche und soziale Vorteile müssen gerecht verteilt werden, um den Lebensstandard in Entwicklungsländern zu steigern.

Touristen selbst können einen Teil dazu beitragen und auf Nachhaltigkeit der Unterkunft achten und Verdachtsfälle von Prostitution oder Kindesarbeit auf Plattformen melden.

Verbesserungen

Einige Unternehmen haben bereits ihre Anlagen nachhaltiger gestaltet und renoviert.

Zur Bekämpfung der Müllprobleme wurde beispielsweise auf Bali durch zwei Schwestern die Kampagne "Bye Bye Plastic Bags" ins Leben gerufen, woraufhin 2019 Einweg-Plastiktüten auf Bali verboten wurden.

Kleine, aber wichtige Schritte wurden bereits in die Richtung nachhaltiger Tourismus in Entwicklungsländern getroffen, aber es gibt noch viele Gebiete, in denen Verbesserung nötig ist. Angesichts der steigenden Zahl der Tourist*innen in Entwicklungsländern, muss Nachhaltigkeit im Fokus der Entwicklung von Tourismus in Entwicklungsländern stehen.

Tourismus in Entwicklungsländern – Das Wichtigste

  • Entwicklungsländer sind Länder, die wirtschaftlich und gesellschaftlich deutlich weniger entwickelt ist als industrialisierte Länder.
  • Tourismus in Entwicklungsländer ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2000 reisten 44 Prozent mehr Deutsche in Entwicklungsländer.
  • Tourismus in Entwicklungsländern bietet einige Vorteile, wie Arbeitsplätze und der Ausbau der Infrastruktur.
  • Durch den Massentourismus überwiegen Nachteile wie soziale Ungleichheit, Verschmutzung und Menschenrechtsverletzungen.
  • Nachhaltiger Tourismus achtet auf soziale, kulturelle und ökologische Verträglichkeit und ökonomische Vorteile für alle Bevölkerungsgruppen.

Nachweise

  1. bmz.de: Eine Chance für nachhaltige Entwicklung. (09.06.2022)
  2. diercke.westermann.de: Bali - Tourismus. (11.06.2022)
  3. Brot für die Welt Journal Tourismus (März, 2022). Brot für die Welt.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Tourismus in Entwicklungsländern

Nicht nur Entwicklungsländer, sondern auch Industriestaaten und Schwellenländer profitieren vom Tourismus. In Entwicklungsländern hat Tourismus aber oft eine größere Bedeutung für das Bruttoinlandsprodukt.

Der Tourismus in Entwicklungsländer hilft dabei, Arbeitsplätze zu schaffen und die Infrastruktur aufzubauen.

Eine zukunftsfähige Entwicklung ist durch nachhaltigen Tourismus möglich. Dabei wird auf soziale, kulturelle und ökologische Verträglichkeit und ökonomische Vorteile für alle Bevölkerungsgruppen geachtet. 

Durch den Tourismus in Entwicklungsländern entsteht eine neue Einnahmequelle, die Arbeitsplätze schafft. Zusätzlich können Entwicklungsländer mit den Attraktionen des Tourismus eine bessere Position auf dem Weltmarkt erreichen.

Finales Tourismus in Entwicklungsländern Quiz

Frage

Was sind Devisen, und welche Rolle spielen sie im internationalen Tourismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Im internationalen Tourismus, insbesondere in den Entwicklungsländern spielen Devisen eine besondere Rolle, da sie ein Guthaben in ausländischer Währung (meist Dollar, Euro) sind, und diese generell als sehr stabil gelten. Größere Investitionen stärken auch die Finanzkraft des Landes, da diese Devisen gerade im internationalen Vergleich (u.a. Ranking durch Agenturen) direkt die Kreditwürdigkeit eines Landes beeinflussen. 

Frage anzeigen

Frage

Nenne Vor- und Nachteile des Tourismus für die Infrastruktur eines Entwicklungslandes.

Antwort anzeigen

Antwort

Durch den Tourismus und den damit einhergehenden Wirtschaftsfaktor (u.a. Arbeitsplätze im Bau-, Gast- und Kulturgewerbe) kann eine ökonomisch schwache Region durch einen Strukturwandelprozess aufgewertet werden (Straßenbau, Vernetzung, ÖPNV, Schutz von Kulturgütern, bessere Versorgung). Nachteile entstehen im ökologischen Kontext (Bodenversiegelung, Land-grabbing, Wohnraumverknappung, Zugang zu Versorgung, Gefahr der Segregation etc). 

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Frage

Wer ist im ernstzunehmenden Problem- und Krisenfall der lokale Ansprechpartner für Deutsche im Ausland?

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Antwort

Das Auswärtige Amt betreibt weltweit in jedem Land eine Dependance (i.d.R. eine Deutsche Botschaft bzw. Konsulat), wo man dringende Angelegenheiten (z.B. Passangelegenheiten) erledigen kann. 

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Frage

Mit welchen Problemen muss man insbesondere beim Tourismus in Entwicklungsländern rechnen.

Antwort anzeigen

Antwort

Generell ist die Verkehrs- und medizinische Infrastruktur in Entwicklungsländern, insbesondere abseits von großen Städten immer noch ein weitverbreitetes Problem. Im Allgemeinen ist es wichtig die jeweiligen Hinweise des Auswärtigen Amtes über die jeweilige Destination zu berücksichtigen. 

Frage anzeigen

Frage

Erläutere (in eigenen Worten) warum vom Tourismus in Entwicklungsländern auch die meisten anderen lokalen Gewerke (Baufirmen, Handwerkerbetriebe etc.) profitieren.

Antwort anzeigen

Antwort

Der Tourismus bringt neben den nötigen Devisen auch Aufträge (aus der freien Wirtschaft oder der öffentlichen Hand) für den Ausbau von Hotels, Flughäfen sowie einen beträchtlichen Teil der einheimischen Infrastruktur (welche ohne den Tourismus nur in abgewandelter Form vorhanden wäre). 

Frage anzeigen

Frage

In wie weit kann Tourismus zur Lebensqualität der Menschen in Entwicklungsländern vor Ort beitragen? Nenne ein ausführliches Beispiel und begründe Deine Auswahl. 

Antwort anzeigen

Antwort

Nachhaltiger Tourismus kann in Entwicklungsländern, sofern er sich an den Standards der Entwicklungshilfe (z.B. 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung, UN) orientiert, dauerhaft zur Lebensqualität der lokalen Bevölkerung beitragen. Insbesondere der Zusammenschluss zu Kooperativen, welche sich an internationalen Umwelt-, Arbeit- und Sozialstandards orientiert ist zu fördern und kann den Entwicklungsprozess von Ländern der dritten Welt positiv beeinflussen. 

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Frage

Haiti ist als Teil der großen Antillen in der Karibik besonders bei Strandurlaubern beliebt. Nenne zwei Beispiele für Naturkatastrophen/-gefahren, welche in dieser Region häufig vorkommen. 

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Antwort

Aufgrund der geographischen Lage der Insel entlang zweier tektonisch aktiver Platten, ist Haiti in der Vergangenheit öfter von starken Erdbeben heimgesucht worden. Darüber hinaus ist die Gefahr durch tropische Stürme (Orkane) sehr hoch. 


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Frage

Beschreibe den Begriff Resilienz im Kontext von Naturkatastrophen in Entwicklungsländern.

Antwort anzeigen

Antwort

Im humangeographischen Kontext steht Resilienz nicht selten für die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen (Tsunamis, Erdbeben etc.), sprich in wie weit ist eine Gesellschaft fähig, Katastrophen von großem Ausmaß aus eigener Kraft (wirtschaftlich, gesellschaftlich etc.) zu überwinden. 

Frage anzeigen

Frage

Im Januar 2010 starben in Haiti bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 über 300.000 Menschen. Erläutere das Konzept von Resilienz am Beispiel des Inselstaates Haiti. 

Antwort anzeigen

Antwort

Die Widerstandsfähigkeit einer Gesellschaft gegenüber Naturkatastrophen wird in der Humangeographie oft mit dem Begriff der Resilienz verbunden. Im Kontext der Naturkatastrophe auf Haiti spricht man von einer geringen Resilienz, da es bereits im Vorfeld der Naturkatastrophe Probleme mit der allgemeinen Ernährungsitutation, Infrastruktur aber auch medizinischen Versorgung gab. Erweitert kann man auch die küstennahe, einfache Bebauung, mangelnde Vorsorge von Seiten der Regierung also auch historische wie politische Komponente in die Bemessung des Grades an Resilienz einfließen lassen.  

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Frage

Nenne 4 Merkmale von Entwicklungsländern. 

Antwort anzeigen

Antwort

  • niedriges pro-Kopf-Einkommen, niedriger Lebensstandard
  • Einkommensverteilung ungleich 
  • hohe Erwerbslosigkeit 
  • Arbeit hauptsächlich im primären Sektor 
  • überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum 
  • mangelhafte staatliche Infrastruktur (Bildung, Gesundheit, Verkehr) 
  • unzureichende Nahrungsmittelversorgung
  • hauptsächlich traditionelle Produktionsweise 


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Frage

Wie stark ist die Anzahl an Touristen aus  Deutschland in Entwicklungsländer gestiegen?

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Antwort

...seit dem Jahr 2000 um 44% 

Frage anzeigen

Frage

Was passierte mit der Anzahl an Touristen weltweit durch die Covid-19 Pandemie?

Antwort anzeigen

Antwort

72 % weniger Menschen machten im Jahr 2020 eine Reise. 

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Frage

Welchen Teil des Bruttoinlandproduktes macht der Tourismus auf Bali aus?

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Antwort

60 bis 70 Prozent

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Frage

Wieso fand 2002 und 2005 ein Einbruch der Touristenzahl in Bali statt?

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Antwort

Terroranschlag

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Frage

Nenne drei Risiken des Tourismus in Entwicklungsländer für Ressourcen am Beispiel von Bali.

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Antwort

  • Überschreitung ökologischer Kapazitäten 
  • große Menge an Müll, Müllentsorgung
  • erhöhter Wasserverbrauch 
  • Abwasserentsorgung ins Meer
  • Nutzungsdruck für Meer an der Küste durch Wassersportarten 
  • Reisfelder beseitigt für Hotels 
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Frage

Nenne zwei Risiken des Tourismus in Entwicklungsländer für die Wirtschaft am Beispiel von Bali.

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Antwort

  • Abhängigkeit der Wirtschaft von Tourismus
  • Verkehrsbelastung 
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Frage

Nenne 3 Vorteile des Tourismus in Entwicklungsländer 

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Antwort

  • neue Einnahmequelle 
  • Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Steigerung Lebensstandard
  • mehr Devisen
  • bessere wirtschaftliche Position auf Weltmarkt 
  • Ausbau Infrastruktur 
Frage anzeigen

Frage

Wie kann Tourismus in Entwicklungsländer dazu beitragen, den Umweltschutz zu verbessern?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch mehr Einnahmen, hat der Staat potenzielle mehr Geld, um beispielsweise eine Infrastruktur für die Müllentsorgung auszubauen. Außerdem können Anlagen und Hotelanlagen renoviert werden, um diese umweltschonender zu machen.

Frage anzeigen

Frage

Wie erreichen Entwicklungsländer eine besserer Position auf dem Weltmarkt urhc den Tourismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch die Attraktionen des Tourismus können sie eine bessere Position auf dem Weltmarkt errreichen, als mit anderen einheimischen Gütern. 

Frage anzeigen

Frage

Wie werden räumliche Disparitäten durch Tourismus verringert? 

Antwort anzeigen

Antwort

Einige touristische Ziele befinden sich in der Peripherie, also dünn besiedelten Gebieten mit wenig Arbeitsplätzen. Durch Tourimus werden diese Gebiete mehr an die Infrastruktur angebunden. 

Frage anzeigen

Frage

Nenne 3 Nachteile von Tourimus in Entwicklungsländer.

Antwort anzeigen

Antwort

  • wirtschaftliche Abhängigkeit
  • Verstärkung Ungleichheit
  • kulturelle Folgen 
  • Menschenrechtsverletzungen 
  • Umweltschädigungen
  • Klimawandel Verstärkung 
Frage anzeigen

Frage

Was ist besonders wichtig für einen nachhaltigen Tourismus? 

Antwort anzeigen

Antwort

  • ethische Grundsätze 
  • soziale, 
  • kulturelle und 
  • ökologische Verträglichkeit 
  • ökonomische Vorteile
Frage anzeigen

Frage

Welche Nachteile hat Tourimus für die Umwelt? 

Antwort anzeigen

Antwort

  • Überschreitung ökologischer Grenzen 
  • Entfernung Küstenvegetation für Hotelbau
  • Müllmenge 
  • Abwasserentsorgung in Flüsse und Meere 
Frage anzeigen

Frage

Welche Folgen hat die Abhängigkeit der Entwicklungsländer vom Tourismus ?

Antwort anzeigen

Antwort

  • ein Wegfallen nimmt vielen Menschen die Einkommensquelle

Bsp.: Covid-19-Pandemie, in welcher weltweit 62 Millionen Arbeitsplätze im Tourismus verloren gingen

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