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Stadtgeographie

Stadtgeographie

In diesem Artikel erklären wir dir, was es mit der Stadtgeographie auf sich hat, wozu sie dient und welche verschiedenen Forschungsrichtungen ihr unterliegen. Dabei erklären wir dir auch, über welche Kennzeichen eine Stadt verfügt.

Dieser Artikel gehört zum Fach Geographie und bietet dir einen ersten Einblick in die Stadtforschung, damit du bestehende Unterthemen leichter verstehen kannst. Viel Spaß beim Lernen!

Stadtgeographie – Definition

Die Stadtgeographie ist ein bedeutendes Teilgebiet der Humangeographie. Sie befasst sich unter anderem mit der Stadtentwicklung, städtischen Prozessen und diversen Stadtmodellen. Dabei werden gesellschaftliche, sozioökonomische und politische Prozesse berücksichtigt. Auch externe Einflussfaktoren wie die Globalisierung oder interne Prozesse, welche eine Stadt prägen, werden betrachtet. Wie man sieht, ist die Stadtgeographie stark verflochten mit anderen interdisziplinären Teilgebieten wie der Wirtschafts- oder Bevölkerungsgeographie. Darüber hinaus ist die Stadtgeographie auch eng verbunden mit anderen Wissenschaften wie der Soziologie, Ethnologie oder Architektur. Deshalb wird sie auch als Teil der interdisziplinären Stadtforschung verstanden.

Stadtgeographie – Ziel

Ziel der Stadtgeographie ist es, die Strukturen, Funktionen und Prozesse einer Stadt unter Berücksichtigung verschiedener Entwicklungen und Probleme zu erforschen. Diese Erkenntnisse werden analysiert und dokumentiert. Auf Mikroebene wird die Stadt als Ganzes mit ihren jeweiligen Vierteln untersucht. Hingegen werden auf Mesoebene Stadt-Umland-Beziehungen betrachtet. Zuletzt werden auf Makroebene ganze Städtesysteme analysiert. Dadurch können Strukturen, Prozesse und mögliche Problematiken moderner Städte erforscht und prognostiziert werden.

Stadtgeographie – Kennzeichen einer Stadt

Um die Stadtgeographie besser verstehen zu können, bietet sich an, erst einmal die Merkmale einer Stadt genauer zu betrachten. Aus geographischer Sicht müssen folgende funktionale, physiognomische und sozialgeographische Kennzeichen erfüllt sein, damit eine Stadt vorliegt:

  • Mindestgröße: Es liegen je nach Land verschiedene Richtwerte vor, ab welcher Zahl an Einwohnern und Fläche ein Gebiet als Stadt bezeichnet werden kann.
  • Siedlungskörper: Liegt eine geschlossene Ortsform vor, so spricht man von einem kompakten Siedlungskörper. Auch dies ist ein Kennzeichen einer Stadt. Dabei sind vor allem eine hohe Bebauungsdichte sowie vorwiegend mehrstöckige Gebäude im Zentrum der Stadt gegeben.
  • Zentralität: Unter Zentralität versteht man den funktionalen Bedeutungsüberschuss einer Stadt gegenüber seinem Umland. Das bedeutet, dass das Angebot einer Stadt höher ist als die Nachfrage. Eine Stadt bietet mehr Dienstleistungen und Waren, als ihre Bürger benötigen. Daher bietet die Stadt auch für das Umland Arbeitsplätze, Versorgungs- und Bildungseinrichtungen und vieles mehr.
  • Hohe Wohn- und Arbeitsplatzdichte: Hier wird die Relation zwischen Einwohnern bzw. Arbeitsplätzen und Fläche betrachtet. Wie schon bei der Zentralität erläutert, bietet eine Stadt mehr Arbeitsplätze, als die Einwohner benötigen.
  • Stadt-Umland-Beziehungen: Aufgrund der Zentralität, welche Städte aufweisen, entwickeln sie gewisse Beziehungen zu ihrem Umland. Während im Umland lebende Personen die Arbeitsplätze, Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen der Städte nutzen, profitieren die Städte wiederum vom Umland (z.B. durch Freizeitmöglichkeiten oder Bereitstellung von Versorgungsanlagen).
  • Differenzierung der Raumstruktur: Eine Stadt besteht aufgrund ihrer funktionalen Differenzierung aus verschiedenen Vierteln, die jeweils eigene Funktionen erfüllen (z.B. Wohn- oder Industriegebiete). Auch liegt eine sozialräumliche Differenzierung der Wohnbevölkerung aufgrund von unterschiedlichen Miet- und Bodenpreisen und eine ethnische Differenzierung aufgrund der Ansammlung bestimmter ethnischer Gruppen innerhalb eigener Viertel vor.
  • Sozioökonomische Struktur: Der sekundäre und tertiäre Berufssektor dominiert in der Stadt. Zum sekundären Sektor gehören beispielsweise Industrie und Baugewerbe, zum tertiären vor allem Dienstleistungen und Handel. Auch gelten Städte als Innovationszentren, in welchen sich zuletzt auch bestimmte charakteristische Lebensformen herausbilden (z.B. hohe Anonymität oder viele Alleinlebende).

Wichtige Forschungsrichtungen der Stadtgeographie

Die Stadtgeographie lässt sich in sieben Forschungsrichtungen unterteilen. Die Reihenfolge richtet sich hierbei nach ihrer Entstehung:

  1. Morphogenetische Stadtgeographie
  2. Funktionale Stadtgeographie
  3. Kulturgenetische Stadtgeographie
  4. Sozialgeographische Stadtforschung
  5. Quantitative Stadtgeographie
  6. Verhaltensorientierte Stadtgeographie
  7. Angewandte Stadtgeographie

Morphogenetische Stadtgeographie (seit ca. 1910)

Die morphogenetische Stadtgeographie untersucht die physischen, äußeren Merkmale einer Stadt. Hierbei werden beispielsweise Gestaltung von Grund- und Aufriss der Stadt und ihre Entstehung betrachtet.

Funktionale Stadtgeographie (seit ca. 1925)

Wie der Name schon verrät, wird hier die Funktion einer Stadt genauer analysiert. Dabei werden funktionale Raumeinheiten (z.B. Wohnviertel, Innenstadt etc.) innerhalb einer Stadt betrachtet.

Kulturgenetische Stadtgeographie (seit ca. 1950)

Die kulturgenetische Stadtgeographie betrachtet die Folgen kultureller, aber auch historischer Unterschiede auf die Entwicklung von Städten.

Sozialgeographische Stadtforschung (seit ca. 1950)

Die sozialgeographische Stadtforschung untersucht Handlungen bestimmter sozialer Gruppen innerhalb einer Stadt und ihre Folgen auf die städtischen Prozesse.

Quantitative Stadtgeographie (seit ca. 1960)

Diese Forschungsrichtung untersucht bestehende Modelle und Theorien zu Städten und ihren Entwicklungen mithilfe von geostatistischen Methoden.

Verhaltensorientierte Stadtgeographie (seit ca. 1970)

Die verhaltensorientierte Stadtgeographie befasst sich mit der Wahrnehmung und Beurteilung von städtischen Strukturen durch die Einwohner und ihre Folgen auf das Verhalten der Bevölkerung.

Angewandte Stadtgeographie (seit ca. 1975)

Bei der angewandten Stadtgeographie geht es um die Weiterentwicklung der Städte. Bestehende Theorien und Modelle werden hierbei genutzt, um beispielsweise die Stadt zu erneuern oder den Verkehr innerhalb der Stadt zu beruhigen. Diese Forschungsrichtung ist daher stark praxis- und planungsorientiert.

Stadtgeographie Forschungsrichtungen StudySmarter

Abb. 1: Forschungsrichtungen der Stadtgeographie

Quelle: www.spektrum.de

Stadtentwicklung, städtische Prozesse und Stadtmodelle

Wie bereits anfangs erwähnt, befasst sich die Stadtgeographie vor allem mit Stadtentwicklungen, städtischen Prozessen und Stadtmodellen. Was es damit auf sich hat, wollen wir dir hier kurz erläutern.

Stadtentwicklung

Bei der Stadtentwicklung handelt es sich, wie der Begriff schon verrät, um alle Entwicklungen einer Stadt. Sie umfasst neben räumlichen Veränderungen auch strukturelle Entwicklungen, zu denen unter anderem auch ökonomische, demografische, kulturelle oder soziale Faktoren gehören. Die Stadtentwicklung befasst sich beispielsweise mit der historischen Stadtentwicklung, der Stadtentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert und zuletzt auch der nachhaltigen Stadtentwicklung, welche gerade in der heutigen Zeit von besonderer Relevanz ist.

Wusstest du schon? Siedlungen, die später auch zu Städten wurden, wurden vor allem in der Nähe von Gewässern gebaut. Diese eigneten sich nämlich hervorragend als Transport- oder Handelswege, aber auch um sich vor Feinden abzuschotten. Wenn du mehr über die Wasserversorgung in Bezug auf die Stadtentwicklung lernen willst, dann klick dich gerne in unseren Beitrag zu diesem Thema!

Wenn du mehr über die Stadtentwicklung erfahren willst, dann klick dich doch mal in unseren Beitrag dazu rein!

Städtische Prozesse

Wie schon angeklungen, verändern sich Städte stetig. Diese Entwicklungen nennt man auch städtische Prozesse. Aufgrund der oben beschriebenen Charakteristika einer Stadt gibt es eine Vielzahl von städtischen Prozessen, die wichtigsten sind jedoch die Gentrifizierung, Suburbanisierung, Urbanisierung, Verstädterung und Metropolisierung.

Wenn du mehr über die städtischen Prozesse erfahren willst, dann klick dich doch mal in unseren Beitrag dazu rein!

Stadtmodelle

Stadtmodelle sollen Städte in vereinfachter Form darstellen. Dabei geht es nicht lediglich um den Umriss einer Stadt, sondern auch um ihre ökonomischen, sozialen und kulturellen Merkmale. Unterscheiden lässt sich zwischen den Stadtmodellen nach Chicagoer Schule und den regionalspezifischen Stadtmodellen.

Stadtmodelle nach Chicagoer Schule

Die Chicagoer Schule entwickelte Stadtmodelle, die vor allem nordamerikanische und europäische Städte beschreiben. Dazu gehören:

Regionalspezifische Stadtmodelle

Auch nach Region lassen sich charakteristische Stadtmodelle herausarbeiten. Zu diesen gehören:

  • die europäische Stadt
  • die nordamerikanische Stadt
  • die lateinamerikanische Stadt
  • die orientalische Stadt

Wenn du mehr über die jeweiligen Stadtmodelle erfahren willst, dann klick dich doch mal in unseren Beitrag dazu rein!

Stadtgeographie - das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Stadtgeographie untersucht Stadtentwicklungen, städtische Prozesse und Stadtmodelle unter besonderer Berücksichtigung von internen und externen Einflussfaktoren
  • Sie dient dazu, Strukturen, Prozesse und mögliche Problematiken moderner Städte zu erforschen und zu prognostizieren
  • Insgesamt lässt sich die Stadtgeographie in sieben Forschungsrichtungen unterteilen: die morphogenetische, funktionale, kulturgenetische, quantitative und verhaltensorientierte Stadtgeographie und die sozialgeographische Stadtforschung

Stadtgeographie - Das Wichtigste auf einen Blick

  • In der Stadtgeographie werden zum einen siedlungsinterne Strukturen und die zugrunde liegenden Prozesse untersucht, zum anderen aber auch Beziehungen zwischen Städten bzw. Städten und kleineren Siedlungen, sowie die Stadtentwicklung und ihre Probleme.
  • Es gibt sieben Teilbereiche der Stadtgeographie, nämlich die morphogenetische Stadtgeographie, die funktionale Stadtgeographie, die kulturgenetische Stadtgeographie, die sozialgeographische Stadtforschung, die quantitative Stadtgeographie, die verhaltensorientierte Stadtgeographie und die angewandte Stadtgeographie.
  • Es gibt sieben Teilbereiche der Stadtgeographie, nämlich die morphogenetische Stadtgeographie, die funktionale Stadtgeographie, die kulturgenetische Stadtgeographie, die sozialgeographische Stadtforschung, die quantitative Stadtgeographie, die verhaltensorientierte Stadtgeographie und die angewandte Stadtgeographie.
  • Auf Basis der Merkmale einer Stadt wurden in der Vergangenheit zahlreiche verschiedene Stadtmodelle entwickelt, zum Beispiel die klassischen Modelle der Chicagoer Schule oder bestimmte regionalspezifische Modelle.
  • In der Stadtgeographie sind die Stadtentwicklung und die damit verbundenen verschiedenen städtischen Prozesse zentral. Da immer wieder neue städtische Prozesse in den Gang gesetzt werden, können sich eine Stadt und die umliegenden Gegenden entwickeln.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stadtgeographie

Bei den physiognomischen Merkmalen einer Stadt handelt es sich um Merkmale, die das äußere Erscheinungsbild beeinflussen, zum Beispiel die Hochhausbebauung im Stadtzentrum.

Die Gliederung einer Stadt in Teilräume, die sich nach der jeweils vorherrschenden Nutzung oder Funktion unterscheiden, wird als „funktionale Stadtgliederung“ bezeichnet.

Städte sind dicht bebaut, besitzen ein Kern-Rand-Gefälle bezogen auf beispielsweise die Wohn- und Arbeitsstättendichte und sind funktional gegliedert. Zudem arbeitet die Stadtbevölkerung meist im sekundären oder tertiären Sektor.

In so gut wie allen europäischen Städten gibt es hinsichtlich ihrer Funktion eine grundsätzliche Gliederung in vier Stadtteile: City, citynahe Wohn- und Gewerbeviertel, Außenzone der Städte und Stadt-Umland. Die City bildet den Stadtkern, also die eigentliche Innenstadt. 

Finales Stadtgeographie Quiz

Frage

Welche Merkmale treffen auf die US-amerikanische Stadt zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Central Business District

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale treffen auf die Lateinamerikanische Stadt zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Ursprung: spanische Kolonialstadt

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Frage

Erkläre den Begriff „Stadt“


Antwort anzeigen

Antwort

Rein statistisch ist der Begriff „Stadt“ in den einzelnen Ländern unterschiedlich definiert. In Deutschland spricht man z. B. ab 5 000 Einwohnern von einer Klein-, ab 10 000 Einwohnern von einer Mittel- und ab 100 000 Einwohnern von einer Großstadt.

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe die Physiognomie (äußerliches Bild) einer Stadt

Antwort anzeigen

Antwort

• dichte, häufig geschlossene Bebauung
• vom Rand zum Kern (Citymerkmale) zunehmende Gebäudehöhe
• hoher Schaufensterindex (Ladenfronten) im Zentrumsbereich
• hierarchisch gestuftes Straßennetz, zur Mitte hin engmaschiger
• Einrichtungen des ÖPNV, Parkflächen für private Verkehrsmittel

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe die Struktur einer Stadt

Antwort anzeigen

Antwort

• erkennbare Stadtentwicklungsphasen
• Untergliederungsmöglichkeit in Stadtviertel, z. B. Wohnviertel, innerstädtische Erholungsgebiete, z. T. ausgegliederte Gewerbe- und Industrieparks
• sozialräumliche Untergliederung
• Suburbanisierungsformen in verstädterten Vororten /im Umland

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe die Funktion einer Stadt

Antwort anzeigen

Antwort

• hohe Wohn- und Arbeitsstättendichte
• Geschäfts-, Verwaltungs- und Versorgungsfunktion im Zentrum, in Großstädten auch in sog. Nebenzentren
• zum Stadtrand hin Abnahme zentraler Funktionen und Zunahme der reinen Wohnfunktion

• Spezialangebote im Bildungs-, Gesundheits-, Geschäfts-, Dienstleistungs- und Kulturbereich in Abhängigkeit von der Stadtgröße 

Frage anzeigen

Frage

Was sind Stadtstrukturmodelle?

Antwort anzeigen

Antwort

Einerseits besitzt jede Stadt ein unverwechselbares eigenes Profil, andererseits lassen sich in Städten, auch in verschiedenen Kulturerdteilen, deutliche Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten feststellen. 


Stadtstrukturmodelle, d. h. ihre theoretischen Ordnungsmuster, zeigen die jeweiligen funktionalen und sozioökonomischen Gliederungselemente und -prinzipien auf.

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe das Kreismodell (USA bis 1950)

Antwort anzeigen

Antwort

• Hauptgeschäftszentrum in zentraler Lage
• Anordnung der Expansionsbereiche konzentrisch um den Kern
• Abwanderung von Nutzungen und Bevölkerungsgruppen in die nächste äußere Zone (Verdrängungsprozess)
• Bedeutungsverlust in der Mitte (Ghetto-Bildung), Subzentren an der
Peripherie

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe das Sektorenmodell

Antwort anzeigen

Antwort

• Stadtuntergliederung entlang radial verlaufender Verkehrsachsen
• Verlagerung homogener Wohngebiete aus der Mitte zum Rand aufgrund steigender Mietpreise im Stadtzentrum
• Stadtkern wird Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort, Kernrandgebiete erleiden sozialen Abstieg

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe das Mehrkernmodell

Antwort anzeigen

Antwort

• innerstädtische Lage von Industrie-/Gewerbe- und Wohngebieten voneinander getrennt
• sozialräumliche Zuordnung zu den jeweiligen Wirtschaftsräumen (z. B. Wohnbereiche der Arbeiter in der Nähe von Fabriken)
• Anzahl von Kernen mit Spezialfunktion abhängig von der Stadtgröße

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Gründe für das Entstehen von Städten seit dem Mittelalter?

Antwort anzeigen

Antwort

• Entwicklung von Wirtschaft und Fernhandel
• Ausweitung kirchlicher und fürstlicher Macht
• Schutzfunktion für Bewohner durch Stadtmauer und Wehranlagen
• Arbeitsplatzkonzentration, v. a. seit der Industrialisierung
• flächenmäßiges Ausufern wegen Land-Stadt-Wanderungen
• Entlastung von Kernstädten durch Trabanten und New Towns

Frage anzeigen

Frage

Was ist Suburbanisierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Suburbanisierung: Verlagerung des Städtewachstums in verstädterte Vororte und Umlandgemeinden als Folge gestiegener Kaufkraft (Wohneigentum), ausgebauter Verkehrsnetze und preisgünstigen Flächenangebots für Mietwohnungen, Einzelhandelsstandorte und Gewerbebetriebe

Frage anzeigen

Frage

Was ist Segregation?

Antwort anzeigen

Antwort

Segregation: räumliche Trennung von sozialen /ethnischen Bevölkerungsgruppen, die zu ausgeprägter Viertelbildung führt; Trennung von armen und reichen Gruppen führt zu Polarisierung, ggf. zu sozialen Konflikten

Frage anzeigen

Frage

Was ist Gentrifizierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Gentrifizierung: Sanierung und Modernisierung mit der Folge steigender Mietpreise in vorher sozial schwachen kernstadtnahen Bereichen führen zur Verbesserung der Sozialstruktur und zur Aufwertung des Wohnumfeldes

Frage anzeigen

Frage

Was ist Fragmentierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Fragmentierung: Störung des Sozialgefüges und einsetzende Auflösung der Stadt als soziale Einheit durch Privatisierung inselartiger Stadtflächen (Gated Communitys) mit Nutzungsprivilegien für Reichere; Gegenteil von sozialer Durchmischung

Frage anzeigen

Frage

Was sind Shrinking Citys?

Antwort anzeigen

Antwort

Während weltweit die Bevölkerung in Städten ständig anwächst, lassen sich v. a. in den USA sowie in Staaten Europas und auch in Deutschland seit den 1990er-Jahren gegenläufige Tendenzen und Vorgänge feststellen. 


Man spricht von schrumpfenden Städten (Shrinking Citys), in denen ein Überangebot an Wohn- und Gewerberaum zu Leerständen führt und der Verlust städtischer Funktionen droht.

Frage anzeigen

Frage

Welche Gründe gibt es für den Bevölkerungsrückgang in Städten?

Antwort anzeigen

Antwort

• geändertes generatives Verhalten = demographischer Wandel
• Transformationsprozesse und Deindustrialisierung mit der Folge von Arbeitsplatzverlusten und Arbeitslosigkeit
• Abwanderung

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe typische Merkmale einer lateinamerikanische Stadt

Antwort anzeigen

Antwort

Mit mehr als 80 % weist Lateinamerika den höchsten Verstädterungsgrad auf. Weil die ersten städtischen Siedlungen aus der Zeit der indianischen Hochkulturen (u. a. Maya, Inka) von den spanischen bzw. portugiesischen Eroberern weitgehend zerstört wurden, stammen die heutigen Städte meist aus der Gründungszeit des 16. Jh. Sie waren damals Kolonialstädte zur Absicherung der wirtschaftlichen und politischen Interessen der beiden europäischen Mutterländer.


Merkmale der lateinamerikanischen Stadt
• Schachbrettgrundriss
• Plaza Mayor /Stadtkern mit angrenzenden Repräsentationsbauten
• ursprünglich Abnahme des Sozialstatus vom Zentrum (Adel, Oberschicht) nach außen (einfache Hütten der indigenen Bevölkerung), heute noch so in Kleinstädten
• Überformung des Zentrums im 20. Jh. durch europäischen Baustil und Zentrumsfunktionen
• Marginalsiedlungen im Kernstadtbereich (nach Wegzug der Oberschicht) sowie an der Peripherie und an Hängen
• starke Fragmentierung: condominios (Brasilien) / barrios cerrados (z. B. Venezuela) = Marginalsiedlungen vs. Gated Communitys

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Frage

Wie führt Migration zur Urbanisierung? 

Antwort anzeigen

Antwort

Die zunehmende globale Verstädterung ist u. a. Folge einer starken Migration, sowohl innerhalb von Staaten (Binnenwanderung) als auch über Staatsgrenzen hinweg (Außenwanderung). Die Motive für solche dauerhaften Veränderungen des Wohnstandortes können unterschiedlicher Natur sein: Es kann sich um freiwillige oder erzwungene Migration handeln, teilweise auch um illegale. In jedem Fall ist Migration ein Indikator für regionale Disparitäten

Frage anzeigen

Frage

Was sind Primate Citys?

Antwort anzeigen

Antwort

Aufgrund des enormen Bedeutungsüberschusses ist in vielen Hauptstädten der Entwicklungsländer ein anhaltender Zuwachs an Bevölkerung zu verzeichnen. Diese Primate Citys weisen gegenüber der zweitgrößten Stadt des Landes ein Vielfaches an Bevölkerung auf, sie sind in wirtschaftlicher und in politischer Hinsicht dominierende Zentren.

Frage anzeigen

Frage

Was sind Megastädte?

Antwort anzeigen

Antwort

Riesenstädte mit mehr als 10 Mio. Einwohnern werden als Megastädte (Megacitys) bezeichnet. 2019 gab es bereits 30 Megastädte, bis 2025 werden es ca. 40 sein.

Frage anzeigen

Frage

Erkläre aktuelle Raumordnungskonzepte in Deutschland

Antwort anzeigen

Antwort

• Entwicklungsschwerpunkte und -achsen: Verkehrsachsen als Entwicklungsleitlinien in Kombination mit Zentralen Orten ergeben ein punktachsiales System, das Zersiedlung und lineare Entwicklung verhindern soll
• Vorranggebiete: funktionale Trennung zwischen dicht besiedelten Räumen und Freiräumen; Nutzung der Regionen entsprechend ihrer Naturausstattung, Historie oder wirtschaftlichen Voraussetzungen
• Ausbau von Infrastrukturstandorten und -trassen: „Kooperation statt Konkurrenz“ als Motto eines gemeinsamen Regionalmarketings im nationalen und internationalen Wettbewerb

Frage anzeigen

Frage

Was beschreibt das Taaffe-Modell?

Antwort anzeigen

Antwort

Für die Entwicklung von Räumen sind Verkehrsnetze von großer Bedeutung. Ihr Ausbau verläuft häufig sehr unterschiedlich: Gut entwickelten Netzen in Aktivräumen stehen schlechter oder kaum entwickelte in Passivräumen gegenüber. Die Gründe für diese unterschiedliche Verkehrs- und damit Raumentwicklung sind vielfältig; oft spielt die historische Entwicklung eine entscheidende Rolle. Das Taaffe-Modell beschreibt idealtypisch die Entwicklung von Verkehrsnetzen und die Raumerschließung in einem Entwicklungsland. Verkehrsnetzausbau in Entwicklungsländern In Entwicklungsländern, die früher Kolonien waren, sind es oft die europäischen Mutterländer gewesen, die an der Ausbildung eines vollständigen Verkehrsnetzes und einer einheitlichen und flächenhaften Raumentwicklung nicht interessiert waren.
Phase A: Anlage von Siedlungen an der Küste aus strategischen Gründen, Gründung von Hafenstädten an den Kontinenträndern wegen Handelsverbindungen mit dem Mutterland (Exportorientierung)
Phase B: lineares Straßen- und / oder Schienennetz ins Hinterland zum Abtransport der agrarischen Produkte oder Rohstoffe zu den Exporthäfen
Phase C: oft erst nach Erlangung der staatlichen Freiheit Entstehen erster Querverbindungen im Hinterland (= häufiger Zustand von Verkehrsstrukturen in Entwicklungsländern in der Gegenwart)
Phase D: Entstehen einer hierarchischen Verkehrsstruktur

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Frage

Was sind Pull-Faktoren?

Antwort anzeigen

Antwort

Pull-Faktoren verlocken Menschen, in die Stadt zu ziehen.

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Frage

Was sind Push-Faktoren?

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Antwort

Push-Faktoren veranlassen Menschen, ländliche Regionen zu verlassen.

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Frage

Erkläre den Begriff „Stadt“


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Antwort

Rein statistisch ist der Begriff „Stadt“ in den einzelnen Ländern unterschiedlich definiert. In Deutschland spricht man z. B. ab 5 000 Einwohnern von einer Klein-, ab 10 000 Einwohnern von einer Mittel- und ab 100 000 Einwohnern von einer Großstadt.

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Beschreibe die Physiognomie (äußerliches Bild) einer Stadt

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Antwort

• dichte, häufig geschlossene Bebauung
• vom Rand zum Kern (Citymerkmale) zunehmende Gebäudehöhe
• hoher Schaufensterindex (Ladenfronten) im Zentrumsbereich
• hierarchisch gestuftes Straßennetz, zur Mitte hin engmaschiger
• Einrichtungen des ÖPNV, Parkflächen für private Verkehrsmittel

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Beschreibe die Struktur einer Stadt

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Antwort

• erkennbare Stadtentwicklungsphasen
• Untergliederungsmöglichkeit in Stadtviertel, z. B. Wohnviertel, innerstädtische Erholungsgebiete, z. T. ausgegliederte Gewerbe- und Industrieparks
• sozialräumliche Untergliederung
• Suburbanisierungsformen in verstädterten Vororten /im Umland

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Frage

Beschreibe die Funktion einer Stadt

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Antwort

• hohe Wohn- und Arbeitsstättendichte
• Geschäfts-, Verwaltungs- und Versorgungsfunktion im Zentrum, in Großstädten auch in sog. Nebenzentren
• zum Stadtrand hin Abnahme zentraler Funktionen und Zunahme der reinen Wohnfunktion

• Spezialangebote im Bildungs-, Gesundheits-, Geschäfts-, Dienstleistungs- und Kulturbereich in Abhängigkeit von der Stadtgröße 

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Frage

Was sind Stadtstrukturmodelle?

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Antwort

Einerseits besitzt jede Stadt ein unverwechselbares eigenes Profil, andererseits lassen sich in Städten, auch in verschiedenen Kulturerdteilen, deutliche Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten feststellen. 


Stadtstrukturmodelle, d. h. ihre theoretischen Ordnungsmuster, zeigen die jeweiligen funktionalen und sozioökonomischen Gliederungselemente und -prinzipien auf.

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Frage

Beschreibe das Kreismodell (USA bis 1950)

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Antwort

• Hauptgeschäftszentrum in zentraler Lage
• Anordnung der Expansionsbereiche konzentrisch um den Kern
• Abwanderung von Nutzungen und Bevölkerungsgruppen in die nächste äußere Zone (Verdrängungsprozess)
• Bedeutungsverlust in der Mitte (Ghetto-Bildung), Subzentren an der
Peripherie

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Beschreibe das Sektorenmodell

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Antwort

• Stadtuntergliederung entlang radial verlaufender Verkehrsachsen
• Verlagerung homogener Wohngebiete aus der Mitte zum Rand aufgrund steigender Mietpreise im Stadtzentrum
• Stadtkern wird Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort, Kernrandgebiete erleiden sozialen Abstieg

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Frage

Beschreibe das Mehrkernmodell

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Antwort

• innerstädtische Lage von Industrie-/Gewerbe- und Wohngebieten voneinander getrennt
• sozialräumliche Zuordnung zu den jeweiligen Wirtschaftsräumen (z. B. Wohnbereiche der Arbeiter in der Nähe von Fabriken)
• Anzahl von Kernen mit Spezialfunktion abhängig von der Stadtgröße

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Was waren die Gründe für das Entstehen von Städten seit dem Mittelalter?

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Antwort

• Entwicklung von Wirtschaft und Fernhandel
• Ausweitung kirchlicher und fürstlicher Macht
• Schutzfunktion für Bewohner durch Stadtmauer und Wehranlagen
• Arbeitsplatzkonzentration, v. a. seit der Industrialisierung
• flächenmäßiges Ausufern wegen Land-Stadt-Wanderungen
• Entlastung von Kernstädten durch Trabanten und New Towns

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Was ist Suburbanisierung?

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Antwort

Suburbanisierung: Verlagerung des Städtewachstums in verstädterte Vororte und Umlandgemeinden als Folge gestiegener Kaufkraft (Wohneigentum), ausgebauter Verkehrsnetze und preisgünstigen Flächenangebots für Mietwohnungen, Einzelhandelsstandorte und Gewerbebetriebe

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Was ist Segregation?

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Antwort

Segregation: räumliche Trennung von sozialen /ethnischen Bevölkerungsgruppen, die zu ausgeprägter Viertelbildung führt; Trennung von armen und reichen Gruppen führt zu Polarisierung, ggf. zu sozialen Konflikten

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Was ist Gentrifizierung?

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Antwort

Gentrifizierung: Sanierung und Modernisierung mit der Folge steigender Mietpreise in vorher sozial schwachen kernstadtnahen Bereichen führen zur Verbesserung der Sozialstruktur und zur Aufwertung des Wohnumfeldes

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Was ist Fragmentierung?

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Antwort

Fragmentierung: Störung des Sozialgefüges und einsetzende Auflösung der Stadt als soziale Einheit durch Privatisierung inselartiger Stadtflächen (Gated Communitys) mit Nutzungsprivilegien für Reichere; Gegenteil von sozialer Durchmischung

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Was sind Shrinking Citys?

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Antwort

Während weltweit die Bevölkerung in Städten ständig anwächst, lassen sich v. a. in den USA sowie in Staaten Europas und auch in Deutschland seit den 1990er-Jahren gegenläufige Tendenzen und Vorgänge feststellen. 


Man spricht von schrumpfenden Städten (Shrinking Citys), in denen ein Überangebot an Wohn- und Gewerberaum zu Leerständen führt und der Verlust städtischer Funktionen droht.

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Welche Gründe gibt es für den Bevölkerungsrückgang in Städten?

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Antwort

• geändertes generatives Verhalten = demographischer Wandel
• Transformationsprozesse und Deindustrialisierung mit der Folge von Arbeitsplatzverlusten und Arbeitslosigkeit
• Abwanderung

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Beschreibe typische Merkmale einer lateinamerikanische Stadt

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Antwort

Mit mehr als 80 % weist Lateinamerika den höchsten Verstädterungsgrad auf. Weil die ersten städtischen Siedlungen aus der Zeit der indianischen Hochkulturen (u. a. Maya, Inka) von den spanischen bzw. portugiesischen Eroberern weitgehend zerstört wurden, stammen die heutigen Städte meist aus der Gründungszeit des 16. Jh. Sie waren damals Kolonialstädte zur Absicherung der wirtschaftlichen und politischen Interessen der beiden europäischen Mutterländer.


Merkmale der lateinamerikanischen Stadt
• Schachbrettgrundriss
• Plaza Mayor /Stadtkern mit angrenzenden Repräsentationsbauten
• ursprünglich Abnahme des Sozialstatus vom Zentrum (Adel, Oberschicht) nach außen (einfache Hütten der indigenen Bevölkerung), heute noch so in Kleinstädten
• Überformung des Zentrums im 20. Jh. durch europäischen Baustil und Zentrumsfunktionen
• Marginalsiedlungen im Kernstadtbereich (nach Wegzug der Oberschicht) sowie an der Peripherie und an Hängen
• starke Fragmentierung: condominios (Brasilien) / barrios cerrados (z. B. Venezuela) = Marginalsiedlungen vs. Gated Communitys

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Wie führt Migration zur Urbanisierung? 

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Antwort

Die zunehmende globale Verstädterung ist u. a. Folge einer starken Migration, sowohl innerhalb von Staaten (Binnenwanderung) als auch über Staatsgrenzen hinweg (Außenwanderung). Die Motive für solche dauerhaften Veränderungen des Wohnstandortes können unterschiedlicher Natur sein: Es kann sich um freiwillige oder erzwungene Migration handeln, teilweise auch um illegale. In jedem Fall ist Migration ein Indikator für regionale Disparitäten

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Was sind Primate Citys?

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Aufgrund des enormen Bedeutungsüberschusses ist in vielen Hauptstädten der Entwicklungsländer ein anhaltender Zuwachs an Bevölkerung zu verzeichnen. Diese Primate Citys weisen gegenüber der zweitgrößten Stadt des Landes ein Vielfaches an Bevölkerung auf, sie sind in wirtschaftlicher und in politischer Hinsicht dominierende Zentren.

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Was sind Megastädte?

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Riesenstädte mit mehr als 10 Mio. Einwohnern werden als Megastädte (Megacitys) bezeichnet. 2019 gab es bereits 30 Megastädte, bis 2025 werden es ca. 40 sein.

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Erkläre aktuelle Raumordnungskonzepte in Deutschland

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• Entwicklungsschwerpunkte und -achsen: Verkehrsachsen als Entwicklungsleitlinien in Kombination mit Zentralen Orten ergeben ein punktachsiales System, das Zersiedlung und lineare Entwicklung verhindern soll
• Vorranggebiete: funktionale Trennung zwischen dicht besiedelten Räumen und Freiräumen; Nutzung der Regionen entsprechend ihrer Naturausstattung, Historie oder wirtschaftlichen Voraussetzungen
• Ausbau von Infrastrukturstandorten und -trassen: „Kooperation statt Konkurrenz“ als Motto eines gemeinsamen Regionalmarketings im nationalen und internationalen Wettbewerb

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Was beschreibt das Taaffe-Modell?

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Antwort

Für die Entwicklung von Räumen sind Verkehrsnetze von großer Bedeutung. Ihr Ausbau verläuft häufig sehr unterschiedlich: Gut entwickelten Netzen in Aktivräumen stehen schlechter oder kaum entwickelte in Passivräumen gegenüber. Die Gründe für diese unterschiedliche Verkehrs- und damit Raumentwicklung sind vielfältig; oft spielt die historische Entwicklung eine entscheidende Rolle. Das Taaffe-Modell beschreibt idealtypisch die Entwicklung von Verkehrsnetzen und die Raumerschließung in einem Entwicklungsland. Verkehrsnetzausbau in Entwicklungsländern In Entwicklungsländern, die früher Kolonien waren, sind es oft die europäischen Mutterländer gewesen, die an der Ausbildung eines vollständigen Verkehrsnetzes und einer einheitlichen und flächenhaften Raumentwicklung nicht interessiert waren.
Phase A: Anlage von Siedlungen an der Küste aus strategischen Gründen, Gründung von Hafenstädten an den Kontinenträndern wegen Handelsverbindungen mit dem Mutterland (Exportorientierung)
Phase B: lineares Straßen- und / oder Schienennetz ins Hinterland zum Abtransport der agrarischen Produkte oder Rohstoffe zu den Exporthäfen
Phase C: oft erst nach Erlangung der staatlichen Freiheit Entstehen erster Querverbindungen im Hinterland (= häufiger Zustand von Verkehrsstrukturen in Entwicklungsländern in der Gegenwart)
Phase D: Entstehen einer hierarchischen Verkehrsstruktur

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Frage

Was unterscheidet die klassische europäische Stadt von der nordamerikanischen Stadt?

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Antwort

Wesentliche Unterschiede sind die unterschiedlichen Gründungsjahre; Städte in Europa sind in der Regel historisch und organisch gewachsen, und blicken auf eine lange Geschichte zurück. Deren Pendant in Amerika ist aufgrund der Geschichte oftmals sehr viel jünger, dementsprechend (verkehrstechnisch) optimiert, durchgeplant, ausgehend von einem zentralen Bezirk (central district) und von späterer Suburbanisierung geprägt. 

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Frage

Welche Komponenten tragen zu einer resilienten Stadtentwicklung bei?

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Antwort

Lokale Versorgung, erneuerbare Energien, Bürgerbeteiligungen, solidarische Netzwerke, Kooperativen (SoLaWi), regionale partizipative Politik, heterogene Zusammensetzung der lokalen Wirtschaft, kleiner ökologischer Fussabdruck, eine Vielzahl von Kleinunternehmen (weniger Abhängigkeit von Großunternehmen). 

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Frage

Was haben Bruno Taut, Le Corbusier und Walter Gropius gemeinsam?

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Antwort

Sie alle waren bedeutende (Stadt-) Architekten des 20. Jahrhunderts, welche die Zeitepoche der Modernen Stadt mit ihren Entwürfen maßgeblich prägten. 

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Frage

Städte im 21. Jahrhundert stehen im Klimakontext vor großen Herausforderungen. Nenne vier dieser typischen Probleme.

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Antwort

Aus klimatischer Sicht haben Städte insbesondere mit einer zu dichten Bebauung, hohen Versiegelungsraten, geringer Vegetation und Luftverschmutzung (Smog) zu kämpfen. Ursachen dafür sind u.a. die Akkumulation von verschiedenen Lebensbedürfnissen, Energieverbrauch, Individualverkehr und Industrie.

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