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Humangeographie

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Geographie

Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass es in der Geographie grob zwei Teilbereiche gibt. Viele Themen beschäftigen sich eher aus der naturwissenschaftlichen Sicht mit der Geographie, wie die Geosphären der Erde, die Klimatologie oder die Hydrogeographie.

Andere Themen beschäftigen sich dagegen eher mit dem Verhältnis von Raum und Mensch, wie die Bevölkerungsgeographie, die Siedlungsgeographie oder die Verkehrsgeographie. Diesen großen Teilbereich der Allgemeinen Geographie nennt man Humangeographie. Wenn du mehr über diesen Bereich der Geographie erfahren willst, bist du hier genau richtig!

Humangeographie – Definition

Die Humangeographie ist neben der physischen Geographie der zweite große Teilbereich der allgemeinen Geographie und beschäftigt sich mit menschlichen Gesellschaften und ihrer Beziehungen zur Umwelt.

Die Humangeographie konzentriert sich auf die unnatürlichen, von Menschen gemachten Aspekte der Erde. Man beschäftigt sich mit allen Tätigkeiten von Menschen, die den Raum verändern, wie zum Beispiel das Siedeln.

Siedeln bedeutet, sich an einem neuen Ort niederzulassen, um dort langfristig zu leben.

Das Siedeln verändert also dahingehend den Raum, dass an einem Ort Menschen abwandern und an einem anderen dazukommen.

Deshalb sind zum Beispiel auch Einwanderungs- und Migrationsbewegungen Themen, mit denen man sich in der Humangeographie beschäftigt. Mehr Beispiele zu Themen der Humangeographie findest du weiter unten in der Zusammenfassung.

Humangeographie einfach erklärt

Humangeographen teilen die Welt nach Kategorien wie Raum, Ort, Region, Territorium, Staaten und Kontinente ein. Sie untersuchen dann den wechselseitigen Zusammenhang zwischen Gesellschaften und räumlichen Organisationsmustern. Dabei werden auch die zeitlichen Veränderungen mit beachtet.

Aber auch Strukturen und Prozesse, die durch Tätigkeiten des Menschen den Raum verändern, sind Gegenstand der Humangeographie, wie die Suburbanisierung oder der Tourismus.

Generell untersucht die Humangeographie die Beziehungen, Abhängigkeiten und Unterschiede zwischen Regionen und Orten und enthält die raumbezogenen Aspekte von Kulturen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Merkmale der Humangeographie sind

  • Die Verteilung von Bevölkerungen und Kulturen auf der Erde und deren Wechselbeziehungen.
  • Die Art und Weise, wie Menschen mit dem Raum interagieren.
  • Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme von Bevölkerungen und Räumen als Teil der geografischen Lage.

Anthropogeographie

Die Humangeographie kann auch als Kulturgeographie oder als Anthropogeographie bezeichnet werden. Die Bezeichnung leitet sich aus dem altgriechischen Wort ánthropos ab, was übersetzt "Mensch" bedeutet. Dieser Begriff beschreibt also ganz deutlich, womit sich die Humangeographie beschäftigt: dem Menschen.

Begründer der Humangeographie

Alexander von Humboldt (1769–1859) gilt als einer der Begründer der Humangeographie, da er die Kausalität zwischen Mensch und Natur erkannte.

Wenn du mehr zu "Alexander von Humboldt" und seinen Einfluss auf die Geographie erfahren willst, dann schau doch bei der zugehörigen Zusammenfassung vorbei!

Eine weitere geographische Persönlichkeit, die als Initiator der Humangeographie gilt, ist Carl Ritter (1779–1859).

"Carl Ritter" ist eine berühmte Persönlichkeit innerhalb der Geographie. Über ihn erfährst du in einer separaten Zusammenfassung noch mehr!

Humangeographie – Themen

Typische Fachgebiete der Humangeographie sind die Folgenden.

Die Bevölkerungsgeographie

Dieses Gebiet der Geographie untersucht die menschliche Verteilung auf der Erdoberfläche und die historischen Prozesse, die sie bestimmen.

Die Wirtschaftsgeographie

Dieser Teilbereich der Humangeographie konzentriert sich auf wirtschaftliche Muster und ihre Geschichte und insbesondere auf die Verteilung wirtschaftlicher Faktoren auf der Erde wie zum Beispiel Rohstoffe.

Die Kulturgeographie

In der Kulturgeographie werden menschliche Kulturen und deren Zusammenhänge mit ihren geographischen Lagen untersucht.

Die politische Geographie

Dieser Geographiebereich ist spezialisiert auf politische Räume wie Länder oder Staaten.

Die Stadtgeographie

Die Stadtgeographie ist ein bedeutendes Teilgebiet der Humangeographie. Sie befasst sich unter anderem mit der Stadtentwicklung, städtischen Prozessen und diversen Stadtmodellen.

In der Zusammenfassung "Stadtgeographie" bekommst du noch mehr Informationen zu diesem geographischen Teilbereich.

Des Weiteren gibt es noch die:

  • Medizinische Geographie
  • Agrargeographie
  • Industriegeographie
  • Geographie des tertiären und quartären Sektors
  • Geographie der Geisteshaltung
  • Verkehrsgeographie
  • Bildungsgeographie
  • Geographie der Freizeit
  • Siedlungsgeographie

Es gibt etliche Themen, die innerhalb der Humangeographie und deren Teilgebiete behandelt werden.

Die Raumplanung ist zum Beispiel ein Unterthema. Sie umfasst die Stadtgeographie, Stadtmodelle, städtische Prozesse und die Stadtentwicklung. Darunter fallen auch die Suburbanisierung, die Verstädterung, die Urbanisierung und die Gentrifizierung.

Zusätzlich wird in der Humangeographie der Tourismus, sowie alle Entwicklungstheorien behandelt. Globale Disparitäten und die Demographie mit ihren Entwicklungen und Prozessen gehören auch in diesem Themenblock.

Europa, seine Bevölkerung und Kultur; der Strukturwandel mit seinen Modellen und Theorien und die Globalisierung mitsamt ihren Ursachen und Phasen zählen auch zur Humangeographie. Zu allen diesen Themen gibt es separate Zusammenfassungen, in denen alles ganz genau erklärt wird.

Du findest unter anderem einzelne Erklärungen zu "Raumplanung", "Globale Disparitäten", "Europa", "Tourismus", "Entwicklungstheorie", "Strukturwandel" und "Globalisierung".

Humangeographie – Beispiele

Was sind denn aber nun Fragen, mit denen Humangeographen sich auseinandersetzen? Es folgen jetzt einige Beispiele.

Die Humangeographie untersucht globale oder regionale Wanderungsbewegungen. Dazu zählen zum Beispiel Einwanderungen und Auswanderungen.

Die Regionen der Erde werden auf ihre politische Verfassung untersucht. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, welche wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Faktoren die Schaffung neuer Staaten beeinflussen.

Gebiete und das Vorkommen natürlicher Ressourcen werden wirtschaftlich bewertet.

Trends städtischer Prozesse werden beobachtet. Hierbei kann man sich zum Beispiel die Frage stellen, wie einzelne Stadtgebiete sich erweitern und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Angewandte Humangeographie

Die Angewandte Humangeographie beschäftigt sich mit der Umsetzung geographischer Erkenntnisse in der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Verwaltung und der Politik. Dabei sollen raumrelevante Faktoren und Entwicklungen ermittelt, analysiert und bewertet werden.

Dazu zählen zum Beispiel Faktoren wie die Standortfaktoren eines Raumes oder städtische Prozesse wie die Urbanisierung oder die Gentrifizierung.

Nach der Bewertung der Erkenntnisse sollen Lösungen gefunden werden. Man möchte in der angewandten Humangeographie das Wissen über alle raumrelevanten Entwicklungen und Faktoren zur Umsetzung für Unternehmen oder die Politik nutzen. Dazu müssen von den Geographen geeignete Lösungen und Ansätze erarbeitet werden. Die Angewandte Humangeographie gibt es auch als Studiengang, zum Beispiel an der Universität Würzburg.

Die Bedeutung der Humangeographie

Die Humangeographie ist ein sehr wichtiges Forschungsgebiet. Durch sie versteht man verschiedene Migrationsströme, Dynamiken des internationalen Handels oder andere menschliche Prozesse in Staaten und Kulturen, die unseren Planeten seit Tausenden von Jahren prägen.

Es ist eben nicht ausreichend, nur die natürlichen Aspekte der Erde zu untersuchen, wie es die Physische Geographie tut. Menschliche Eingriffe, Prozesse und Entwicklungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Natur und ihre Gegebenheiten. Deshalb ist es wichtig auch aus der humangeographischen Perspektive die Welt zu untersuchen.

Humangeographie - Das Wichtigste

  • Die Humangeographie ist neben der physischen Geographie der zweite große Teilbereich der Allgemeinen Geographie und beschäftigt sich mit menschlichen Gesellschaften und ihrer Beziehungen zur Umwelt.
  • Die Humangeographie kann auch als Kulturgeographie oder als Anthropogeographie bezeichnet werden.
  • Alexander von Humboldt (1769–1859) und Carl Ritter (1779–1859) gelten als Begründer der Humangeographie.
  • Es gehören zum Beispiel die Kulturgeographie, die Sozialgeographie, die Stadtgeographie, die Politische Geographie, die Wirtschaftsgeographie und die Bevölkerungsgeographie zur Humangeographie.
  • Die Physische Geographie hat im Gegensatz zur Humangeographie einen eher naturwissenschaftlichen Ansatz und beschäftigt sich mit den natürlichen Aspekten der Erde.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Humangeographie

Die Humangeographie ist neben der physischen Geographie der zweite große Teilbereich der Allgemeinen Geographie und beschäftigt sich mit  menschlichen Gesellschaften und ihrer Beziehungen zur Umwelt. 

Es gehören unter Anderem die Kulturgeographie, die Sozialgeographie, die Stadtgeographie, die Politische Geographie, die Wirtschaftsgeographie und die Bevölkerungsgeographie zur Humangeographie. 

Erkunde untersucht die Welt mit ihren natürlichen und menschengemachten Gegebenheiten. Um so Entwicklungen und Prozesse der Natur oder der Menschen zu verstehen, muss geographisch geforscht werden. 

Die Humangeographie und die Physische Geographie

Finales Humangeographie Quiz

Frage

Welche Stadtbegriffe gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

statistischer Stadtbegriff

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale treffen auf das Modell der islamisch-orientalischen Stadt zu?

Antwort anzeigen

Antwort

große Moschee

Frage anzeigen

Frage

Welche Arten von wirtschaftlichen Strukturwandel lassen sich unterscheiden?

Antwort anzeigen

Antwort

sektoraler Wandel

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale treffen auf die US-amerikanische Stadt zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Central Business District

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale treffen auf die Lateinamerikanische Stadt zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Ursprung: spanische Kolonialstadt

Frage anzeigen

Frage

Der "Sanfte Tourismus" ist ein Gegenentwurf zum ...

Antwort anzeigen

Antwort

Massentourismus

Frage anzeigen

Frage

Welche Standortfaktoren bestimmen z. B. die Produktionsstandorte von Konzernen?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Rohstoffe
  • Günstige Arbeitskräfte
  • Qualifizierte Arbeitskräfte
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Frage

Welche positiven Auswirkungen hat die Globalisierung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Globale Marktpräsenz
  • Bessere Transfermöglichkeiten von Know-How, Kapital, Waren und Dienstleistungen
  • Stärkere internationale Kooperation
Frage anzeigen

Frage

Welche negativen Auswirkungen hat die Globalisierung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Inernationaler Anpassungsdruck
  • Standortverlagerung innländischer Unternehmen
  • Arbeitsplatzverlust und Zunahme von Arbeitslosigkeit
  • Sinkende Steuereinnahmen
  • Risiko eines sozialen Abstiegs
Frage anzeigen

Frage

Was beschreiben die Terms of Trade?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Terms of Trade beschreiben das Preisverhältnis zwischen Export - und Importgütern.

Frage anzeigen

Frage

Mit welchen Kriterien lassen sich die Arten des Tourismus unterscheiden?


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Antwort

• Motive der Reisenden
• Organisationsform der Reise
• Lage der Zielorte
• Art der Unterkunft
• Dauer des Urlaubs

• Binnen-, Auslands-, Ferntourismus
• Schwerpunkt der Urlaubsaktivitäten

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Frage

Welche naturgeographischen Faktoren erzeugen ein touristisches Potenzial eines Raumes?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Relief(energie)
  • Strand und Gewässer (Wassertemperatur, Sauberkeit etc.)
  • Klima: Temperatur, Regenhäufigkeit, Schnee- und Windsicherheit, Sonnenscheindauer
  • (exotische) Tier- und Pflanzenwelt
  • beeindruckende Natur (Wüste, Vulkane, ...) und Vielfalt der Landschaftsformen

im Vergleich mit und im Unterschied

zu den Verhältnissen am Wohnort

Frage anzeigen

Frage

Welche kultur- und sozialgeographischen Faktoren erzeugen ein touristisches Potenzial eines Raumes?

Antwort anzeigen

Antwort

  • kulturelles Angebot: z. B. historische und archäologische Zeugnisse
  • infrastrukturelles Angebot: z. B. Beherbergung (Umfang, Art, Qualität, Preis : Leistung), Entertainment (z. B. Freizeitpark, Einkaufsmöglichkeiten), Sportanlagen, Dienstleistungsbetriebe (z. B. Skischulen, Andenkenläden), verkehrsinfrastrukturelle Erschließung und Anbindung
  • Image des Ortes (Prestigewert)
  • Sicherheit während des Aufenthalts
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Frage

Welche Voraussetzungen gibt es für eine steigende Reiseintensität?


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Antwort

• verkürzte Arbeitszeiten
• größerer Wohlstand
• mehr Urlaubstage
• Pauschaltourismus
• gewachsene Motorisierung
• verbilligte Flugreisen

Frage anzeigen

Frage

Positive wirtschaftliche Folgen des Fremdenverkehrs

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Antwort

• Devisenzufluss
• positive Beschäftigungseffekte
• Zunahme des Tertiärisierungsgrades (allerdings: auch der Schattenwirtschaft)
• Trickle-down-Effekte (Sekundär- / Multiplikatoren-Effekte)
• Infrastrukturentwicklung (z. B. Kläranlagen, Trinkwasser)
• Entlastung der Hauptstadtregion in Entwicklungsländern
• Abbau regionaler Disparitäten

Frage anzeigen

Frage

Welche Ziele verfolgt der sanfte Tourismus?

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Antwort

• Schutz und Erhalt der Landschaft
• Schaffung einer innerregional verankerten Tourismuswirtschaft
• Verflechtung der Tourismuswirtschaft mit anderen einheimischen Wirtschaftsbereichen
• Sicherung der soziokulturellen Identität der Einheimischen
• Zufriedenheit aufseiten der Reisenden und der Einheimischen

Frage anzeigen

Frage

Welche wirtschaftlichen Folgen kann Tourismus erzeugen?

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Antwort

  • Preissteigerungen, auch bei Bodenpreisen
  • Devisenabfluss, u. a. für Lebensmittelimporte 
  • zu geringer Nutzen von Infrastrukturmaßnahmen für Einheimische
  • nur saisonale Beschäftigungsmöglichkeit, oft im Niedriglohnsektor
Frage anzeigen

Frage

Welche ökologischen Folgen kann Tourismus erzeugen?

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Antwort

  • Versiegelung und Zerschneidung der Landschaft
  • Störung empfindlicher Ökosysteme (z. B. Korallenriffs, Hochgebirge)
  • zu starker Ressourcenverbrauch, u. a. von Wasser 
  • erhöhter CO -Ausstoß durch Anstieg des Reiseverkehrs
Frage anzeigen

Frage

Welche soziokulturellen Folgen kann Tourismus erzeugen?

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Antwort

  • Zwangsumsiedlungen wegen touristischer Großprojekte
  • Verlust traditionellen Handwerks zugunsten von Tourismus-Kitsch
  • Abwendung von der traditionellen Kultur (Akkulturation)
  • Gefahr zunehmender gesellschaftlicher / sozialer Disparitäten
  • Zunahme von Kriminalität, (Kinder-)Prostitution, Bettelei
  • fehlende Bürgerbeteiligung bei relevanten Entscheidungen
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Frage

Beschreibe die Phasen des Butler-Modells

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Antwort

Phase 1 – Erkundung: Zielregionen unbekannt, „exotisch“; Pionier-, Individualtouristen; Ziel schwer erreichbar; kaum Infrastrukturangebote
Phase 2 – Erschließung: bekannter durch Mundpropaganda; steigende Urlauberzahlen, Verkehrs- und Beherbergungsstrukturen im Aufbau
Phase 3 – Entwicklung: Aufnahme in das Programm von Reiseveranstaltern; einsetzender Massentourismus; Arbeitsplatzangebote für Einheimische; ökologische Belastungen
Phase 4 – Konsolidierung: starke Werbung, saisonale (Sonder-)Angebote; noch leichte Zuwachsraten; hohe ökologische Belastung; Verdrängung der Einheimischen aus der Tourismusbranche
Phase 5 – Stagnation: abnehmende Touristenzahlen; wenig Erstreisende; sinkendes Gästeniveau; künstliche Attraktionen als Impulsversuch;
Arbeitsplatzrückgang; Erreichen der Tragfähigkeitsgrenze
Phasen 6 A bis 6 E (zwischen Erneuerung und Verfall):
Erneuerung: Bewerbung neuer, spezieller Zielgruppen; Modernisierung der Infrastruktur; Abnahme der ökologischen Belastung 

Verfall: Werbung nachlassend; Touristenzahlen rückläufig; ökonomischer Nutzen gering; ökologische Belastung hoch

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Frage

Was sind positive Rückwirkungen des Globalisierungsprozesses auf den Wirtschaftsstandort Deutschland?


Antwort anzeigen

Antwort

• globale Marktpräsenz, d. h. Chance auf Teilnahme an internationalen (Absatz-)Märkten
• bessere Transfermöglichkeiten von Know-how, Kapital (Auslandsdirektinvestitionen = ADI) und Waren und Dienstleistungen
• stärkere internationale Kooperation infolge zunehmender Wirtschaftsliberalisierung

Frage anzeigen

Frage

Was sind negative Rückwirkungen des Globalisierungsprozesses auf den Wirtschaftsstandort Deutschland?


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Antwort

• Standortverlagerung inländischer Unternehmen
• Produktionsfaktor Arbeit unter internationalem Anpassungsdruck
• Arbeitsplatzverluste und Zunahme von Arbeitslosigkeit
• sinkende Steuereinnahmen und damit geringere Investitionen der öffentlichen Hand
• Risiko eines sozialen Abstiegs, v. a. von weniger qualifizierten Berufsgruppen

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Frage

Was sind Risiken der Internationale Arbeitsteilung?

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Antwort

  • Verstärkung der Einkommensschere zwischen einfacher und qualifizierter Arbeit
  • Verlust staatlicher Autorität im Rahmen der Internationalisierung von Produktionsfaktoren
  • sinkender Handlungsspielraum innerhalb der nationalen Lohnpolitik infolge wachsenden ausländischen Lohnkostendrucks
  • Gefahr des unkontrollierten Transfers von technologischem Know-how in weniger entwickelte Länder
  • ständiger Anpassungsdruck an neue Produktionsverfahren, um durch Wissensvorsprünge auf dem Weltmarkt bestehen zu können
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Frage

Was sind Chancen für Schwellen- und Entwicklungsländer im Rahmen der Internationale Arbeitsteilung?

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Antwort

  • wirtschaftliche Wachstumsimpulse infolge neu geschaffener Arbeitsplätze
  • Spezialisierung auf die Produktion arbeitsintensiver Produkte, langfristig höhere Löhne und dadurch Chanceauf Verringerung der Armut
  • Teilhabe am Technologie-, Know-how und Kapitaltransfer (z. B. durch ausländische Direktinvestitionen)
  • ausgeglichenere soziale Verhältnisse, politische Stabilität und Wohlstandsverbesserung
  • Möglichkeit zur Spezialisierung in Branchen, die von den Industrieländern aufgegeben werden
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Frage

Was sind Risiken für Schwellen- und Entwicklungsländer im Rahmen der Internationale Arbeitsteilung?

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Antwort

  • Risiko, an den Globalisierungsprozessen nicht intensiv genug bzw. gar nicht teilhaben zu können
  • Gefahr des Anwachsens von Einkommensunterschieden zwischen den Entwicklungsländern
  • Gefahr des Protektionismus seitens der Industrieländer (z. B. Einfuhrzölle)
  • starke Einflussnahme ausländischer Direktinvestitionen, dadurch Gefahr der Fremdbestimmung
  • weiterhin geringe Entwicklungsperspektiven für die ärmsten, politisch oft instabilen Länder infolge Fehlens ausländischen Kapitalzuflusses
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Frage

Was ist Protektionismus?

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Antwort

Protektionismus ist eine Wirtschaftspolitik von Staaten zum Schutz inländischer Produkte sowie des Binnenmarktes gegenüber ausländischen Konkurrenten.


Hierzu zählen u. a. Einfuhr- / Schutzzölle, Einfuhrbegrenzungen, Embargos (Handelssperren) und Subventionierung eigener Produkte.

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Frage

Was ist der freie Welthandel?

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Antwort

Internationaler Handel ohne Verbote oder Handelshemmnisse (Ziel der Handelsliberalisierung)

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Frage

Die wirtschaftliche Globalisierung und der Großteil der Handelsabkommen sind überwiegend für die Industrieländer von Vorteil. Welche Gründe gibt es dafür?

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Antwort

• Einige wenige reiche Industrieländer steuern die Weltwirtschaft.
• Auch innerhalb von Verbünden dominieren einzelne Staaten (z. B. die USA in der NAFTA).
• Das Stimmrecht erlaubt es den Industriestaaten in den global agierenden Organisationen wie UNCTAD oder Weltbank, über die wirtschaftliche Integration anderer Staaten zu bestimmen.
• In globalen Netzwerken spielen Kommunikation, Technologie und Kapitaltransfer eine immer größere Rolle. Aufgrund ihres Entwicklungsvorsprunges dominieren hierbei die Industriestaaten in besonderem Maße.
• Allgemein gehaltene Abkommen können die sehr unterschiedlich gelagerten (Unter-) Entwicklungsgründe der einzelnen Entwicklungsländer nicht angemessen berücksichtigen.

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Frage

Welche Voraussetzungen für eine Zunahme von Tourismus gibt es?

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Antwort

• verkürzte Arbeitszeiten
• mehr Urlaubstage
• höheres Realeinkommen
• gewachsene Motorisierung
• Pauschaltourismus
• verbilligte Flugreisen

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Frage

Nenne Folgen von Tourismus in den Quellregionen

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Antwort

• Gewinnbeteiligung der Touristikbranche
• Zinsgewinne von Kapitalleistungen
• Rückwirkungen fremder Kulturen auf eigene Lebensweise und -einstellungen
• Zuwanderung aus Zielgebieten
• Zunahme der Toleranz gegenüber fremden Religionen und Kulturen

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Frage

Was sind positive Folgen für Zielregionen von Fernreisen?

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Antwort

• Devisenzufluss
• positive Beschäftigungseffekte
• Zunahme des Tertiärisierungsgrades (allerdings: auch der Schattenwirtschaft)
• Trickle-down-Effekte
• Infrastrukturentwicklung (u. a. Kläranlagen, Trinkwasser)
• Entlastung der Hauptstadtregion in Entwicklungsländern
• Abbau regionaler Disparitäten

Frage anzeigen

Frage

Negative Folgen für Zielregionen (Fernreisen)

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Antwort

• allgemeine Preissteigerungen (u. a. für Boden und Nahrungsmittel)
• hoher Devisenrückfluss (u. a. für Lebensmittel und Management)
• hohe Ausgaben für Infrastruktur bei geringer eigener Nutzung
• überwiegend nur saisonale Beschäftigung (v. a. Niedriglohnsektor)
• starker Ressourcenverbrauch (u. a. von Wasser)
• Störung empfindlicher Ökosysteme (u. a. Hochgebirge, Korallenriffs)
• Verlust traditionellen Handwerks, stattdessen Tourismus-Kitsch
• Abwendung von der traditionellen Kultur (Akkulturation)
• Zunahme von Kriminalität (Prostitution, Bettelei)

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Frage

Tragfähigkeit


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Antwort

Mit Tragfähigkeit bezeichnet man die maximale Anzahl von Menschen in einem bestimmten Raum /einer Region im Hinblick auf die agrarischen, natürlichen oder gesamtwirtschaftlichen Grundlagen.

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Frage

Bevölkerungsdiagramme

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Antwort

Bevölkerungsdiagramme (auch Bevölkerungspyramiden genannt) bilden die Anteile der Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung und damit auch die jeweiligen Entwicklungsphasen ab:
• Kinder und Jugendliche (0 –14 Jahre)
• Personen im erwerbsfähigen Alter (15 – 65 Jahre)
• Senioren (älter als 65 Jahre)

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Frage

Demographischer Wandel

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Antwort

Nach 1945 ging in allen Industriestaaten die Fertilitätsrate (Zahlenverhältnis der Lebendgeborenen zu Frauen) zurück, das durchschnittliche Heiratsalter stieg, ebenso das Alter bei der Geburt des ersten Kindes und die Überalterung der Gesellschaft begann. Der demographische Wandel beschreibt damit die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur.

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Frage

Demographische Transformation

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Antwort

Demographische Transformation bedeutet die unterschiedliche Entwicklung von Geburten- und Sterberaten im Zuge der allgemeinen Entwicklung auf der Welt, veranschaulicht im Modell des demographischen Übergangs.

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Frage

Beschreibe die fünf Phasen des Modells des demographischen Übergangs

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Antwort

1. Prätransformative Phase (Phase der Vorbereitung): mit hohen, nahe beieinanderliegenden Geburten- und Sterbeziffern sowie geringem Bevölkerungswachstum

2. Frühtransformative Phase (Phase der Einleitung):  mit deutlich fallenden Sterberaten bei weitgehend konstanten Geburtenraten und damit steigendem Bevölkerungswachstum

3. Mitteltransformative Phase (Phase des Umschwungs): mit weiterem Sterblichkeitsrückgang und einsetzendem Geburtenrückgang sowie daraus folgend weiterhin hohem Bevölkerungswachstum

4. Spättransformative Phase (Phase des Einlenkens): mit raschem Abfall des Geburtenniveaus, nur noch leicht abnehmender Sterblichkeit und sinkendem Bevölkerungswachstum

5. Posttransformative Phase (Phase des Ausklingens): mit niedrigen Geburten- und Sterberaten sowie geringem Bevölkerungswachstum

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Frage

Wie soll in Industrieländern das Ziel von

mehr Geburten erreicht werden?

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Antwort

• Sozialprogramme (z. B. Elterngeld)
• Anerkennung von Erziehungszeiten bei der
Rentenberechnung

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Frage

Wie soll in Entwicklungsländern das Ziel von weniger Geburten erreicht werden?

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Antwort

• Belohnungssysteme für geringe Kinderzahl
• Aufklärungskampagnen
• kostenlose Verteilung von Verhütungsmitteln
• Veränderung traditioneller Wertvorstellungen
• Emanzipation der Frauen

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Frage

Gründe für freiwillige Wanderungen

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Antwort

• berufsorientierte Motive / Arbeitsplatzwechsel und -angebot
• wohnungsorientierte Motive / Verbesserung oder Eigentum
• familienorientierte Motive wie Heirat oder Nachzug der Familie
• Verbesserung des Lebensstandards (z. B. Land-Stadt-Wanderung)

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Frage

Gründe für erzwungene Wanderungen

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Antwort

• Klimabeeinträchtigungen und ihre Folgen, z. B. Desertifikation
• Umweltschäden, z. B. als Folge von Kraftwerksexplosionen
• Naturkatastrophen, z. B. Überflutungen
• politische oder religiöse Verfolgung
• Vertreibung durch Kriege

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Frage

Motive staatlich gelenkter Migration

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Antwort

• Umsiedlungen wegen Überbevölkerung und Nahrungsmangel
• Kolonisation und Entwicklung peripherer Regionen
• Durchsetzen von Territorialansprüchen (geopolitische Gründe)

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Frage

Auswirkungen von Migration auf Quellregionen

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Antwort

+ Abbau von Arbeitslosigkeit und sozialen Spannungen
+ finanzielle Unterstützung der nicht abgewanderten Familienmitglieder
ermöglicht Konsum und Investitionen
– Überalterung der Bevölkerung wegen des Abwanderns v. a. jüngerer Bevölkerungsgruppen
– Braindrain: Arbeitskräfteverlust v. a. jüngerer und qualifizierter Arbeitskräfte
(vgl. Braingain in Zielregionen)
– Gefährdung von bis dahin gewachsenen sozialen Strukturen
– drohende Infrastrukturverluste wg. Rückgangs der Bevölkerung
– Entleerung von Räumen mit der Folge von Wüstungen und / oder politischer
Destabilisierung

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Frage

Auswirkungen von Migration auf Zielregionen

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Antwort

+ Braingain: Arbeitskräftegewinn
+ Zunahme der Wirtschaftsleistung und des Steueraufkommens
+ Ausbau von Arbeitsplatzangeboten und Infrastruktureinrichtungen
+ Verjüngung der Altersstruktur
+ Stabilisierung der Sozialsysteme
– Belastung der Infrastruktur (Wohnungen, Schulen, Gesundheitssysteme)
bei zu schneller und zu starker Zuwanderung, z. B. in Megastädten
– soziale Konflikte wegen fehlender Integration und zunehmender Segregation
(Ghetto-Bildung oder Parallelgesellschaften)
– Entstehen von Marginalsiedlungen
– politische, wirtschaftliche und soziale Belastungen durch illegale Einwanderer,
z. B. von Mexiko in die USA oder aus Afrika nach Europa

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Frage

Regionale und globale Gesamtauswirkungen von Migration

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Antwort

+ Hin-und-Her-Wechsel zwischen Heimat- und Zielland je nach ökonomischer
Situation hilft beiden Regionen
– Zunahme regionaler Disparitäten
+ /– Notwendigkeit staatlich gelenkter (Gegen-)Maßnahmen im Rahmen von
Stadt- und Raumplanung

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Frage

Erkläre den Begriff „Stadt“


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Antwort

Rein statistisch ist der Begriff „Stadt“ in den einzelnen Ländern unterschiedlich definiert. In Deutschland spricht man z. B. ab 5 000 Einwohnern von einer Klein-, ab 10 000 Einwohnern von einer Mittel- und ab 100 000 Einwohnern von einer Großstadt.

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Frage

Beschreibe die Physiognomie (äußerliches Bild) einer Stadt

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Antwort

• dichte, häufig geschlossene Bebauung
• vom Rand zum Kern (Citymerkmale) zunehmende Gebäudehöhe
• hoher Schaufensterindex (Ladenfronten) im Zentrumsbereich
• hierarchisch gestuftes Straßennetz, zur Mitte hin engmaschiger
• Einrichtungen des ÖPNV, Parkflächen für private Verkehrsmittel

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Frage

Beschreibe die Struktur einer Stadt

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Antwort

• erkennbare Stadtentwicklungsphasen
• Untergliederungsmöglichkeit in Stadtviertel, z. B. Wohnviertel, innerstädtische Erholungsgebiete, z. T. ausgegliederte Gewerbe- und Industrieparks
• sozialräumliche Untergliederung
• Suburbanisierungsformen in verstädterten Vororten /im Umland

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Frage

Beschreibe die Funktion einer Stadt

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Antwort

• hohe Wohn- und Arbeitsstättendichte
• Geschäfts-, Verwaltungs- und Versorgungsfunktion im Zentrum, in Großstädten auch in sog. Nebenzentren
• zum Stadtrand hin Abnahme zentraler Funktionen und Zunahme der reinen Wohnfunktion

• Spezialangebote im Bildungs-, Gesundheits-, Geschäfts-, Dienstleistungs- und Kulturbereich in Abhängigkeit von der Stadtgröße 

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Frage

Was sind Stadtstrukturmodelle?

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Antwort

Einerseits besitzt jede Stadt ein unverwechselbares eigenes Profil, andererseits lassen sich in Städten, auch in verschiedenen Kulturerdteilen, deutliche Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten feststellen. 


Stadtstrukturmodelle, d. h. ihre theoretischen Ordnungsmuster, zeigen die jeweiligen funktionalen und sozioökonomischen Gliederungselemente und -prinzipien auf.

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