Urbanisierung

Den Begriff „Urbanisierung“ hast Du im Schulunterricht vielleicht schon mal aufgeschnappt. Grundsätzlich ist die Urbanisierung ein Prozess, der in Städten stattfindet. Spricht man von der Urbanisierung, meint man damit sowohl das Wachstum als auch die Optimierung einer Stadt. Durch die Urbanisierung ändern sich also grundlegende Aspekte einer Stadt, wie die Wirtschaft, das Stadtbild oder soziale Aspekte. Was für eine Bedeutung und Folgen hat die Urbanisierung?

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Urbanisierung — Definition

    Die Urbanisierung bezeichnet einen Vorgang, der in Städten stattfindet. Deswegen gehört die Urbanisierung auch zu den städtischen Prozessen.

    Mehr „städtische Prozesse“ lernst Du in den dazugehörigen Erklärungen kennen!

    Der Begriff „Urbanisierung“ stammt aus dem Lateinischen („urbs“) und heißt übersetzt Stadt. Die Urbanisierung bezieht sich dabei aus die Ausweitung dieser Stadt und der damit verbundenen städtischen Lebensformen.

    Bei der Urbanisierung breitet sich die städtische Lebensform aus. Das heißt, dass zum einen die Städte wachsen und zum anderen wirtschaftliche und soziale Veränderungen auftreten.

    Durch das Wachsen, also die weitere Bebauung der Stadt, stellt die Urbanisierung einen Prozess dar, der das Stadtbild maßgeblich prägt.

    Die erwähnten sozialen und wirtschaftlichen Aspekte sind ebenfalls durch das Wachsen der Stadt bedingt. Je mehr Menschen in einer Stadt leben, desto mehr Arbeitsplätze müssen geschaffen werden. Dieser Aspekt kann die Gesellschaft vor ein Problem stellen, falls nicht genug Arbeitsplätze vorhanden sind. Jedoch kann die höhere Arbeitskraft auch zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führen.

    Das Wachstum der Stadt drückt sich in Form einer Agglomeration aus.

    Eine Agglomeration ist eine Kernstadt mit ihrem dicht besiedelten Umland, was zum Teil sogar über die Stadtgrenzen hinausgeht.

    Als Beispiel einer Agglomeration lässt sich Frankfurt am Main anführen. Die Ausdehnung Frankfurts geht mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus, wodurch die Einwohnerzahl der Nachbarstädte wie Mühlheim oder Bad Vilbel häufig schon zu Frankfurt gezählt wird.

    Formen der Urbanisierung

    Es gibt nun verschiedene Formen der Urbanisierung, je nachdem welche Aspekte man betrachtet. Es gibt die

    • soziale Urbanisierung und die
    • funktionale Urbanisierung

    Sobald eine Veränderung des Sozialverhaltens von Menschen im ländlicheren Raum auftritt, spricht man von der sogenannten „sozialen Urbanisierung“. Bei dem veränderten Sozialverhalten der Bevölkerung im ländlichen Raum handelt es sich in den meisten Fällen um das Übernehmen der Wertvorstellungen der städtischen Bevölkerung. Das höhere Konsumverhalten ist ein Beispiel für die Übernahme der Wertvorstellungen.

    Von einer „funktionalen Urbanisierung“ ist die Rede, wenn ein ländlicher Raum hinsichtlich der Infrastruktur erschlossen wird. Das heißt, dass beispielsweise der öffentliche Nahverkehr auf das Umland einer Stadt ausgeweitet und allgemein das Straßennetz ausgebaut wird, wodurch es mehr Verbindungsstraßen zwischen der Stadt und dem Land gibt.

    Urbanisierung und Verstädterung – Unterschied

    Oftmals wird der Begriff „Verstädterung“ für die Urbanisierung verwendet. Diese beiden Begriffe bedeuten jedoch nicht das Gleiche.

    Wenn man sich auf das reine Wachsen der Stadt bezieht, wird die Urbanisierung auch „Verstädterung“ genannt. Bei der Verstädterung steht also die Stadt im Fokus, während die Urbanisierung auch alle weiteren betroffenen Faktoren einbezieht.

    Aspekte, die die Urbanisierung, jedoch nicht die Verstädterung betreffen, sind folgende:

    • soziale Faktoren
    • wirtschaftliche Faktoren
    • politische Faktoren

    Mehr zum Thema Verstädterung findest Du in der gleichnamigen Erklärung!

    Urbanisierung – Bedeutung

    Die Urbanisierung umfasst also, wie bereits erwähnt, die soziale und die funktionale Ebene. Dadurch hat dieser städtische Prozess große Bedeutung für das Bevölkerungswachstum (soziale Ebene), als auch für die wirtschaftliche Entwicklung (funktionale Ebene).

    Bevölkerungswachstum

    Die Urbanisierung sorgt dafür, dass sich die Stadtstruktur und damit das gesamte Stadtbild im Laufe der Zeit verändert. Häufig ist das ursprüngliche Stadtbild nach dem enormen Bevölkerungszuwachs und dem Ausbau der Stadt kaum noch zu erkennen.

    Die Prozesse, die das Stadtbild im Zuge der Urbanisierung am stärksten prägen, sind das natürliche Bevölkerungswachstum und die Migration.

    Die Migration umfasst dabei die Binnenwanderung, die die Migration innerhalb von Staaten beschreibt und die Außenwanderung, die die Migration über Staatsgrenzen hinaus beschreibt.

    Um eine Migration handelt es sich allgemein, wenn Menschen ihren Lebensschwerpunkt auf räumlicher Ebene verlagern.

    Wirtschaftliche Entwicklung

    Im Zuge der Urbanisierung wächst eine Stadt enorm, was zum einen dafür sorgt, dass die Wirtschaft weiter aufblühen kann, zum anderen aber auch die Polarisierung der Einkommensverhältnisse herausstellt.

    Dass die Wirtschaft aufblühen kann, liegt daran, dass mehr arbeitende Menschen für eine höhere Produktivität sorgen. Auch die Infrastruktur wird ausgebaut, was das Stadtbild verbessert und den Verkehr, unter anderem für Transporte, erleichtert.

    Dem gegenüber steht die Polarisierung der Einkommensverhältnisse, also die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich. Grund dafür ist, dass Menschen in höheren Position durchschnittlich immer mehr Geld verdienen, während von Menschen in niedrigeren Positionen bei gleichbleibender Bezahlung immer mehr gefordert wird. Zudem gibt es eine größere Anzahl an Menschen, die in höheren Positionen arbeiten und aus diesem Grund mehr Geld verdienen.

    Vor allem in Berufen, wo die handwerklichen, verwaltenden und leitenden Tätigkeiten zusammenkommen, sieht man den Unterschied besonders deutlich.

    Die wirtschaftliche Entwicklung wird durch den Zuwachs an Arbeitskräften und durch das allgemeine Wachsen der Stadt enorm vorangetrieben, wobei es jedoch auch Menschen gibt, die unter den Entwicklungen leiden, da sich eben die Einkommensverhältnisse verändern.

    Merkmale der Urbanisierung

    Die Urbanisierung äußert sich unter anderem durch folgende Merkmalen:

    • Verlagerung der Wirtschaftsfaktoren
    • Sozialräumliche Trennung der Bevölkerung
    • Bodenversiegelung

    Die Verlagerung der Wirtschaftsfaktoren

    Das markanteste Merkmal der Urbanisierung ist die Verlagerung des Fokus der Sektoren. Die Landwirtschaft rückt weiter in den Hintergrund, während der Dienstleistungssektor immer weiter wächst.

    Der Grund dafür, dass der Dienstleistungssektor immer weiter wächst ist, dass die Nachfrage durch die höhere Bevölkerungsanzahl ebenfalls höher ist. Der Primär- und Sekundärsektor rückt weiter in den Hintergrund, da die Mechanisierung immer mehr zunimmt, wodurch die Arbeit der Menschen zum Großteil übernommen wird.

    Die Mechanisierung beschreibt das Einsetzen von Maschinen und technischen Hilfsmitteln, die die Arbeit der Menschen erleichtern und teilweise sogar ersetzen.

    Mit Sektoren sind die Wirtschaftssektoren gemeint, zu denen sich jeweils Tätigkeiten zuordnen lassen.

    Die drei grundlegenden Sektoren sind:

    1. Der Primärsektor umfasst die Urproduktion, wie die Landwirtschaft.
    2. Der Sekundärsektor umfasst den industriellen Sektor.
    3. Der Tertiärsektor umfasst die Dienstleistungen.

    Falls Du mehr über diese Themen wissen möchtest, findest Du auch Zusammenfassungen zu den einzelnen Wirtschaftssektoren.

    Die Sozialstruktur in Form von sozialräumlicher Trennung wird durch den erzeugten gesellschaftlichen Wandel ebenfalls verändert und auch die Umwelt ist zum Beispiel durch die Bodenversiegelung unmittelbar von den Veränderungen betroffen.

    Sozialräumliche Trennung

    Der gesellschaftliche Wandel begründet sich in der Polarisierung der Einkommensverhältnisse und äußert sich auch auf diese Art und Weise in Form von einer räumlichen Trennung der Einkommensschichten, wodurch die Gesellschaft gespalten wird.

    Sobald eine Stadt attraktiver wird, steigen sowohl die Mietkosten als auch die Kaufpreise. Dadurch können sich einige Bewohner*innen nur noch in bestimmten Bereichen der Stadt eine Wohnung leisten.

    Die Attraktivität einer Stadt steigt im Zuge der Verstädterung, da die Stadt ausgebaut und zum Großteil aufgewertet wird und zudem viele Menschen von dem wirtschaftlichen Aufschwung Gebrauch machen wollen und sich in der Stadt Chancen auf bessere Arbeitsplätze erhoffen.

    Je mehr Menschen an einem Wohnort interessiert sind, desto höher fallen die Mietpreise aus. Das führt dazu, dass sich viele Menschen ihre Wohnung nicht mehr leisten können.

    Diese sozialräumliche Segregation, also die Trennung der Bewohnergruppen nach der Einkommensschicht, ist ein Beispiel für die Veränderung der Sozialstruktur.

    Bodenversiegelung

    Das schnelle Erbauen neuer Gebäude und die Ausweitung der Infrastruktur geht meist mit flächendeckenden Bodenversiegelungen einher und auch das erhöhte Verkaufsaufkommen, sowie der erhöhte Energieverbrauch haben einen großen Einfluss auf die Umwelt.

    Durch die Bodenversiegelung fallen somit wichtige Grünflächen weg, die zum Anbau, zur Naherholung, oder auch als Lebensraum der Tiere dienten. Das erhöhte Verkehrsaufkommen sorgt dafür, dass die Lärmbelästigung für die Menschen und Tiere höher wird. Auch die Fahrzeuge schaden mit ihren Abgasen der Umwelt.

    Die Bodenversiegelung beschreibt das Bedecken und Bebauen des ursprünglichen Bodens durch Bauwerke, sodass kein Wasser mehr im Boden versickern kann.

    Urbanisierung – Industrialisierung

    Die Tendenz einer wachsenden Stadt gibt es geschichtlich betrachtet schon seit der Entstehung der Stadtkulturen, doch mit dem Einsetzten der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann der Prozess, den wir auch heute noch als Urbanisierung bezeichnen.

    Die Industrialisierung bezeichnet den Wandel einer Agrargesellschaft hin zu einer Industriegesellschaft.

    Markante Merkmale dieser Zeit waren Neuerungen der Produktions- und Transporttechnologien.

    Für mehr Informationen zum Thema Industrialisierung kannst Du Dir die Erklärung im Fach Geschichte anschauen.

    Die bedeutendsten Neuerungen zur Zeit der Industrialisierung waren die Dampfmaschine, die Eisenbahn, die Spinnmaschine und der mechanische Webstuhl. Diese Erfindungen sorgten maßgeblich für den Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft.

    Der Grund dafür, dass Menschen vom Land in die Stadt zogen, war damals schon in erster Linie der Wunsch und die Hoffnung auf bessere wirtschaftliche Bedingungen und damit auf bessere Lebensumstände. Auch der Verlust von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft durch technische Neuerungen, wie die Mechanisierung führte dazu, dass immer mehr Menschen in die Stadt zogen.

    In vielen Städten geschah die Urbanisierung so rasant, sodass die Städte mit dem Ausbau der Kanalisation, der Infrastruktur und der Energieversorgung kaum hinterherkamen. Auch der Bau von Wohngebäuden musste rasch geschehen.

    An den Stellen, an denen der Bau von Wohngebäuden nicht schnell genug geschah, oder die Preise so hoch wurden, dass sich einige Menschen keine Wohnung mehr leisten konnten, entstanden Slums.

    Was Slums genau sind, erfährst Du im weiteren Verlauf der Erklärung.

    Urbanisierung – Gründe

    Das starke Wachstum mancher Städte hat viele Ursachen, aber es ist grundlegend auf die folgenden Aspekte zurückzuführen:

    Natürliche Bevölkerungsentwicklung

    Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich stark ausgeprägt, jedoch kann festgehalten werden, dass die Weltbevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten mehr geworden ist und die Tendenz weiterhin nach oben geht. Es muss also für mehr Menschen Lebensraum geschaffen werden und ebendarum wachsen die Städte.

    Migration

    Einen weiteren Teil des starken Wachstums der Städte stellen die Migrant*innen dar, die von Push- und Pull-Faktoren geleitet sind. Pull-Faktoren sind beispielsweise: bessere Lebensbedingungen, mehr Arbeitsplätze, höherer Lebensstandard. Push-Faktoren sind dem entgegengesetzt: Kriegszustände, politische Instabilität, Naturkatastrophen, Hungersnot.

    Push-Faktoren sind die Faktoren, die Menschen aus einem Gebiet „wegdrücken“, ohne, dass die Migrant*innen selbst Einfluss darauf haben.

    Pull-Faktoren sind die Faktoren, die ein anderes Gebiet attraktiver gestalten und dafür sorgen, dass die Migrant*innen aus eigenem Interesse „angezogen“ werden.

    Globale Faktoren

    Die globale Vernetzung von Dienstleistungs- und Produktionsstandorten sorgt dafür, dass einzelnen Städten große wirtschaftliche Bedeutung zukommt, was das Wachstum dieser Städte ebenfalls begünstigt.

    Den einzelnen Städten kommt durch die globale Vernetzung nun große wirtschaftliche Bedeutung zu, da sich die Produktion und die Dienstleistungen nicht mehr nur auf das Umland beschränken, sondern teilweise weltweit gefragt sind.

    Auch hierbei gilt: Je höher die Nachfrage, desto mehr Arbeit muss geleistet werden und somit muss der Platz und die Arbeitskraft ebenfalls vorhanden sein. Angesichts dessen wird auch das Wachstum der Stadt begünstigt. Die hohe Anzahl an Arbeitsplätzen sorgt dafür, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen.

    Urbanisierung – Folgen

    Welche Folgen die Urbanisierung hat, erfährst Du im Folgenden. Da die Tendenz der in Städten lebenden Menschen immer weiter nach oben geht, muss auch vermehrt Platz für diese Menschen geschaffen werden. Das sorgt dafür, dass die Städte auch auf das Umland ausgeweitet werden. Nicht selten gehen dabei wichtige Grünflächen und fruchtbarer Boden verloren, was zur Folge hat, dass die Biodiversität verloren geht und den Tieren ihr Lebensraum genommen wird. Da die Städte immer größer werden, bilden sich immer mehr Megastädte.

    Urbanisierung Folgen – Megastädte

    Megastädte sind Städte, die eine hohe Einwohneranzahl aufweisen.

    Eine Stadt gilt als Megastadt, sobald sie mehr als 10 Millionen Einwohner hat.

    Die meisten Agglomerationsräume, die als Megastädte bezeichnet werden können, befinden sich heute in Asien. Megastädte haben mehrheitlich eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, da sie in den meisten Fällen global vernetzt sind und administrative Rollen übernehmen.

    Insgesamt gibt es 30 Megastädte ab 20 Millionen Einwohnern, von denen sich allein 17 in Asien befinden, 3 in Südamerika, 3 in Europa, 3 in Nordamerika und 2 in Afrika.

    Mehr zum Begriff Megastadt findest Du in der Erklärung „Global Cities“.

    Urbanisierung Folgen – Slums

    Vorwiegend werden die Wohnungen in den jeweiligen urbanisierten Städten so teuer, dass sie sich kaum noch jemand leisten kann. Hinzu kommt, dass teilweise auch nicht genug Wohnraum für alle Menschen vorhanden ist, was dafür sorgt, dass einige Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen.

    Die menschenunwürdigen Bedingungen beziehen sich in erster Linie auf die unzureichende Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Auch die medizinische Versorgung ist nicht für alle Menschen garantiert. Es kommt zur Slumbildung.

    Als Slums werden Gebiete der Innenstadt bezeichnet, die infrastrukturell unterversorgt sind. Sie werden von armen Menschen bewohnt, die ihre zeitweiligen Unterkünfte aus Materialien errichten, die sie in der Umgebung finden.

    Slums sind meist illegal errichtete Wohnviertel und werden daher auch „informelle Siedlungen“ genannt.

    Auch die Slums wachsen mit der verstärkten Urbanisierung immer weiter, weshalb sie das Stadtbild in besonders großen Städten zunehmend prägen. Oftmals entwickelt sich ein informeller Dienstleistungssektor, wodurch die Menschen etwas Geld verdienen.

    Der informelle Dienstleistungssektor umfasst wirtschaftliche Aktivitäten, die nicht kontrolliert werden, da sie nicht staatlich registriert sind und daher über keinerlei Unterstützung und Schutz vom Staat verfügen.

    Als Lösungsansatz wurde in solchen Gebieten die Einbindung der Bewohner hinsichtlich der Planungsphasen eingeführt, was zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen soll.

    In Afrika beträgt der Anteil der in Slums lebenden Menschen 70 % und in Asien 30 %.

    Die Priorität besteht darin, die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen, die kaum das Mindestmaß an Grundversorgung genießen dürfen. Damit das erreicht werden kann, muss eine grundlegende medizinische Versorgung gesichert sein und die Infrastruktur mit Nahverkehr und Kanalisation muss ausgeweitet und verbessert werden.

    Um dieses Ziel zu erreichen, müssen große finanzielle Investitionen getätigt werden, die in den meisten Städten bislang auf das Wachstum der Stadt ausgerichtet sind. Auch die Aufmerksamkeit der Anwohner sollte weiter geweckt werden, da sich auch durch umfangreiche Bürgerinitiativen viel verändern kann.

    Ebenso ist es besonders wichtig, zukünftige Entwicklungen nachhaltiger zu gestalten. Die Gewinnung und Nutzung von Energie sollte emissionsfreier und effizienter geschehen, damit der Klimawandel nicht beschleunigt und die Gesundheit der Menschen nicht zunehmend belastet wird.

    Um noch mehr über Slums zu erfahren, lies Dir gerne die Erklärung zu „Armutsviertel“ durch.

    Smart City als Lösungsansatz

    Das Prinzip der Smart City befasst sich damit, eine Großstadt so zu konzipieren, dass allen Menschen das Mindestmaß an Lebensqualität zukommt. Das Bestreben der intelligenten Stadt bezieht sich auch auf die technologischen Fortschritte und eine nachhaltigere Gestaltung.

    Die Aspekte der technologischen Fortschritte und nachhaltigen Gestaltung lassen sich unter anderem auf den Verkehr beziehen, wobei der Fokus auf die Elektromobilität und das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln gelegt werden soll.

    Das Ziel ist es, Energie umzuwandeln, anstatt sie nur zu verbrauchen. Alle möglichen freien Stellen sollen mit Solaranlagen ausgestattet werden und überschüssige Energie soll nicht wie üblich verschwendet, sondern zu anderen Zwecken verwendet werden.

    Die soziale Stadtentwicklung soll durch die Verbesserung der physischen Wohn- und Lebensbedingungen vorangetrieben werden. Dieses Ziel könnte durch den Bau von Mehrgenerationenhäusern erreicht werden, weil sich die Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und -lagen befinden und sich somit gut gegenseitig unterstützen können.

    Genug Grünflächen sind ebenfalls ein Aspekt, der beim Konzept einer Smart City in Hinblick auf die Umwelt und die Naherholung eine wichtige Rolle spielt.

    Verschiedene Aspekte des öffentlichen Lebens sollen ineinandergreifen.

    Die Stadt der kurzen Wege steht hierbei besonders im Fokus, da es das Ziel ist alltägliche Dinge wie Wohnen, Arbeiten und Einkaufen in kurzer Zeit zu bewältigen und das sogar ohne das Auto zu benutzen.

    Vor allem kompakte Siedlungsstrukturen, wo der Wohnort, das Einkaufszentrum und der Arbeitsplatz nah beieinander liegen, sorgen dafür, dass das Verkehrsaufkommen und somit der Lärm und die Emissionen geringer werden.

    Das Stichwort der Smart City lautet: Innovationen.

    Urbanisierung – Das Wichtigste

    • Bei der Urbanisierung breitet sich die städtische Lebensform aus, was heißt, dass die Städte wachsen.
    • Wenn man sich auf das reine Wachsen der Stadt bezieht, wird die Urbanisierung auch „Verstädterung“ genannt.
    • Eine Agglomeration ist eine Kernstadt mit ihrem dicht besiedelten Umland, was zum Teil sogar über die Stadtgrenzen hinausgeht.
    • Das markanteste Merkmal der Urbanisierung ist die Verlagerung des Fokus der Sektoren.
    • Folgen der Urbanisierung sind die Entstehung von Megastädten und die Bildung von Slums.
    • Als Slums werden Gebiete der Innenstadt bezeichnet, die infrastrukturell unterversorgt sind.
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Urbanisierung

    Was ist der Unterschied zwischen Urbanisierung und Verstädterung?

    Zwischen Urbanisierung und Verstädterung gibt es keinen Unterschied, wenn man sich auf das reine Wachsen der Stadt bezieht. Dann wird die Urbanisierung auch „Verstädterung“ genannt.

    Wann begann die Urbanisierung?

    Die Tendenz einer wachsenden Stadt gibt es geschichtlich betrachtet schon seit der Entstehung der Stadtkulturen, doch mit dem Einsetzten der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann der Prozess, den wir auch heute noch als Urbanisierung bezeichnen.

    Was sind städtische Lebensräume?

    Städtische Lebensräume sind Lebensräume der Menschen innerhalb einer Stadt.

    Was versteht man unter Urbanisierung?

    Unter Urbanisierung versteht man einen enormen Städtewachstum, was zum einen dafür sorgt, dass die Wirtschaft weiter aufblühen kann, zum anderen aber auch die Polarisierung der Einkommensverhältnisse herausstellt.

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    Zu welcher Form der Urbanisierung zählt folgendes Szenario?Eine neue Buslinie verbindet einen Vorort von Köln auf schnellstem Weg mit dem Stadtzentrum. 

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