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Stadtmodelle

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Stadtmodelle

In der Stadtgeographie bedarf es einer gewissen Raumplanung, damit Städte eine Struktur haben und einen Zweck erfüllen. Stadtmodelle können dabei helfen. Dazu unterscheidet man zwischen verschiedenen Modellen. Weißt Du schon, welche verschiedenen Stadtmodelle es gibt und was deren Unterschiede sind?

Stadtmodell – Definition

Stadtmodelle können auch Strukturmodelle genannt werden. Es handelt sich dabei um ein theoretisches Konstrukt, welches eine idealisierte und vereinfachte Abbildung einer Stadt ist. Sie dient dazu, Sachverhalte, Prozesse und die Regelhaftigkeiten zu erklären.

Unter einem Stadtmodell versteht man die vereinfachte Darstellung einer Stadt.

Es sind also Modellvorstellungen zu einer optimalen Nutzung der Stadt, sowie der Struktur in den Bereichen der Bevölkerung, der Wirtschaft und dem Sozialem. Dabei liegt der Fokus auf den räumlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten.

Stadt

Typische Merkmale für eine Stadt sind Größe und die Bebauungsdichte sowie die zentrale Lage. Es gibt zudem eine Struktur für den Verkehr, die Verwaltung und der Versorgung. Vom Kern zum Rand nimmt unter anderem die Wohndichte und die Menge der Arbeitgeber ab. Hauptsächlich arbeiten die Bewohner von Städten im sekundären und tertiären Sektor, also in der Industrie und in den Dienstleistungen. Der sekundäre Sektor befindet sich recht zentral in der Stadt und der tertiäre Sektor hingegen ist am Stadtrand gelegen.

Wenn Du mehr über die verschiedenen Sektoren lernen möchtest, dann lies auch die Erklärung von StudySmarter zum sekundären Sektor und zum tertiären Sektor.

Städte sind also nicht nur Wohnorte, sondern auch Standorte von Güterproduzenten und Dienstleistungsunternehmen, Verteilerstellen, Innovations- sowie Macht- und Verwaltungszentren. Diese vielfältigen Funktionen siedeln sich innerhalb des Stadtgebietes in bestimmten Zonen an, wobei dabei verschiedene Faktoren, wie die Verkehrsanbindung, eine Rolle spielen.

Die Gliederung einer Stadt in mehrere Teilräume, die sich nach der jeweils vorherrschenden Nutzung oder Funktion unterscheiden, bezeichnet man als funktionale Gliederung einer Stadt. Eine funktionale Stadtgliederung ist die Basis für die Stadtmodelle.

Unter der funktionalen Gliederung versteht man die Unterteilung einer Stadt in kleinere Räume. Diese haben je einen Nutzen, nachdem man sie unterscheidet.

Die funktionale Gliederung ist unter anderem für die Stadtstrukturmodelle von großer Bedeutung.

Stadtmodelle im Vergleich

Es gibt verschiedene Strukturmodelle. Zu den klassischen Modellen zählen jedoch drei bestimmte Modelle.

Stadtmodelle der Chicagoer Schule

Die drei klassischen Stadtmodelle, die auf einer Reihe von empirischen Studien basieren, sind die Modelle der sogenannten Chicagoer Schule der Sozialökologie.

Ringmodell nach E.W Burgess (1925)

Das Ringmodell, oder auch Zonenmodell, von Burgess bildet idealerweise die US-amerikanische Großstadt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ab. Die Stadt ist dabei in konzentrische Ringe um das Hauptgeschäftszentrum (lila) aufgeteilt. Nach diesem Modell besteht eine Stadt aus dem Hauptgeschäftszentrum, der City, bestehend aus den Geschäfts- und Verwaltungseinrichtungen. Zudem gibt es die Übergangszone (rot) mit Betrieben der Leichtindustrie, Geschäften und Bars, die Zone der Arbeiterbevölkerung (grün), die Zone der gut situierten Mittelschichtbevölkerung (blau) und schließlich die Vorortzone (orange), in der hauptsächlich die Oberschichtbevölkerung wohnt.

Wenn Du mehr über das Ringmodell lernen möchtest, dann lies auch die Erklärung zum Ringmodell von StudySmarter.

Sektorenmodell von Hoyt (1939)

Das Sektorenmodell von Hoyt basiert auf empirischen Untersuchungen zur Höhe der Mietpreise in 30 US-amerikanischen Städten. Seine These lautete: Die Entwicklung von Wohngebieten unterschiedlicher Miethöhen folgt einem sektoralen Muster von der Stadtmitte in die Peripherie. Nach seinen Ergebnissen nehmen die Bodenpreise tatsächlich nicht gleichmäßig vom Zentrum in Richtung Peripherie ab. Die weniger wohlhabende Arbeiterbevölkerung wohnt in der Nähe von Industrieanlagen, die wohlhabendere Bevölkerung in Gebieten mit weniger Emissionen.

Im Stadtzentrum (lila) befinden sich auch in diesem Modell die Geschäfts- und Verwaltungseinrichtungen, welche das Zentrum der Stadt bilden. Um den Kern herum sind die verschiedenen Sektoren angeordnet, die immer nahe des Zentrums beginnen. Der Industriesektor (rot) ist gut an das Verkehrsnetz angeschlossen. Umschlossen wird dieser von dem Wohnviertel der Unterschicht und der Arbeiter (grün). Daran grenzt das Wohngebiet der Mittelschicht (blau) an und ist somit weiter von der Industrie entfernt. Zuletzt folgt noch das Wohnviertel der Oberschicht (orange), was zwischen dem der Mittelschicht liegt.

Möchtest Du mehr über das Sektorenmodell wissen? Dann lies auch die StudySmarter Erklärung zum Sektorenmodell.

Mehrkernmodell nach Harris und Ullman (1945)

In dem Mehrkernmodell von Harris und Ullman steht die Nutzung der einzelnen Teilbereiche der Stadt im Vordergrund. Um die City (lila) herum sind dabei die Unter- und Mittelschichtwohngebiete (grün und blau), in der Nachbarschaft die Industriegebiete (rot) und am Stadtrand und im suburbanen Raum locker bebaute Oberschichtgebiete (orange). Je größer dabei die Stadt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Sub-Kerne herausbilden, um die sich die Stadt mit ihren sonstigen Funktionen organisiert. Es können sich zum Beispiel Subzentren (gelb) bilden.

Um mehr über das Mehrkernmodell zu erfahren, lies gerne die Zusammenfassung zum Mehrkernmodell von StudySmarter.

Stadtstrukturmodelle – Funktion

Die verschiedenen Stadtmodelle haben gemeinsam, dass sie versuchen, die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse städtischer Siedlungen verallgemeinernd abzubilden. Viele Stadtmodelle versuchen auch, die Regelhaftigkeiten der wechselseitigen Abhängigkeit des sozialen und wirtschaftlichen Lebens innerhalb der Stadt konkret zu erfassen.

Stadtstrukturmodelle – Kritik

Problematisch ist allerdings, dass die oft grafisch dargestellten Modelle häufig zum unmittelbaren Rückschluss auf die Realität verleiten, was aufgrund des hohen Abstraktionsniveaus und zumeist fehlender Angaben zu den Modellrestriktionen nicht möglich ist. Meist sind die Städte eine Mischung aus verschiedenen Stadtmodellen, was an der wirtschaftlichen Situation liegt.

Stadtmodelle – Das Wichtigste

  • Ein Stadtmodell ist die idealisierte und vereinfachte Darstellung der räumlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gliederung einer Stadt in einer bestimmten Region für einen bestimmten historischen Zeitrahmen.

  • Die funktionale Gliederung bezeichnet eine Stadt, mehrere Teilräume hat, die sich nach der jeweils vorherrschenden Nutzung oder Funktion unterscheiden.

  • Die verschiedenen Stadtmodelle versuchen, die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse städtischer Siedlungen allgemeingültig abzubilden.

  • Städte sind nicht immer komplett den Stadtmodellen getreu, sondern bestehen oft auch aus Mischformen.

  • Die drei klassischen Stadtmodelle sind die Modelle der Chicagoer Schule.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stadtmodelle

Typische für eine Stadt sind die Größe, die Bebauungsdichte und der zentrale Lage. 

Unter der funktionalen Gliederung versteht man die Unterteilung einer Stadt in kleinere Räume. Diese haben je einen Nutzen nachdem man sie unterscheidet.

Das Stadtzentrum in einer europäischen Stadt nennt man Stadtzentrum oder City.

Finales Stadtmodelle Quiz

Frage

Was ist ein Stadtmodell?

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Antwort

Stadtmodell sind idealisierte und vereinfachte Darstellung der räumlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gliederung einer Stadt in einer bestimmten Region für einen bestimmten historischen Zeitrahmen.

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Frage

Welche Funktionen hat eine Stadt?

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Antwort

Städte sind Wohnorte, Standorte von Güterproduzenten und Dienstleistungsunternehmen, Verteilerstellen, Innovations- sowie Macht- und Verwaltungszentren.

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Frage

Was ist typisch für eine Stadt?

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Antwort

Typische Merkmale für eine Stadt sind Größe und die Bebauungsdichte, sowie die zentrale Lage. Es gibt zudem eine Struktur für den Verkehr, die Verwaltung und der Versorgung. Vom Kern zum Rand nimmt unter anderem die Wohndichte und die Menge der Arbeitgeber ab. Hauptsächlich arbeiten die Bewohner von Städten im sekundären und tertiären Sektor, also in der Industrie und in den Dienstleistungen.

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Frage

Was ist die Funktion von Stadtstrukturmodellen?

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Antwort

Die verschiedenen Stadtmodelle haben gemeinsam, dass sie versuchen, die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse städtischer Siedlungen verallgemeinernd abzubilden. Viele Stadtmodelle versuchen auch, die Regelhaftigkeiten der wechselseitigen Abhängigkeit des sozialen und wirtschaftlichen Lebens innerhalb der Stadt konkret zu erfassen.  

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Frage

Was sind die drei klassischen Stadtmodelle?

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Antwort

Die drei klassischen Stadtmodelle sind die Modelle der sogenannten Chicagoer Schule der Sozialökologie. 


  • das Ringmodell der Stadtentwicklung nach E.W. Burgess 1925/1929
  • das Sektorenmodell nach H. Hoyt 1939
  • das Mehrkernmodell nach C.D. Harris und E.L. Ullman 1945
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Frage

Welche Modelle sind die regionalspezifischen Stadtmodelle?

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Antwort

Die regionalspezifischen Stadtmodelle sind die Lateinamerikanische Stadt und die Orientalische Stadt sowie, auch die Modelle der Europäischen Stadt und der Nordamerikanischen Stadt. 

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Frage

Was versteht man unter der funktionalen Gliederung einer Stadt?

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Antwort

Städte haben eine Vielzahl von Funktionen. Diese Funktionen siedeln sich innerhalb des Stadtgebiets immer in bestimmten Zonen oder Quartieren an. 


Unter der funktionalen Gliederung versteht man die Unterteilung einer Stadt in kleinere Räume. Diese haben je einen Nutzen nachdem man sie unterscheidet.


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Frage

Was versteht man unter der Stadtstruktur?

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Antwort

Die verschiedenen Stadtmodelle haben gemeinsam, dass sie versuchen, die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse städtischer Siedlungen verallgemeinernd abzubilden. Viele Stadtmodelle versuchen auch, die Regelhaftigkeiten der wechselseitigen Abhängigkeit des sozialen und wirtschaftlichen Lebens innerhalb der Stadt konkret zu erfassen.

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Frage

Was ist das zugrundeliegende Konzept der Stadtgliederung?

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Antwort

Das zugrundeliegende Konzept der Stadtgliederung ist, dass ein städtisches Teilgebiet eine bestimmte Leistung für andere Menschen und für das gesamte städtische Gefüge vollbringt.

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Frage

Was versteht man unter der optimalen Nutzung der Ressource "Boden"?

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Antwort

Von großer Bedeutung ist eine optimale Nutzung der Ressource "Boden" für die Daseinsgrundfunktionen. Es geht darum, wie eine Stadt mit der Fläche, die sie besitzt, ihre Bevölkerung möglichst gut mit allem versorgen kann, was diese braucht.

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Frage

Welche Faktoren sind entscheidend für den Standort der Teilräume einer Stadt?

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Antwort

Der Standort der verschiedenen Teilräume in einer Stadt ist nicht zufällig, sondern wird durch zahlreiche wichtige Faktoren beeinflusst. Diese Faktoren können Verkehrsanbindung, Transportkosten und Flächenbedarf sein, oder auch politische und stadtplanerische Vorgaben, an die man sich halten muss.

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Frage

Wie kann eine Stadt funktional gegliedert werden?

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Antwort

Unter der funktionalen Gliederung einer Stadt können verschiedene Vorgänge verstanden werden, somit gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Stadtgliederung vorzunehmen. Möglich ist:


  • die funktionale Stadtgliederung auf der Basis von Flächennutzungsplänen: dabei ist die städtebauliche Trennung von Funktionen wie Wohnbezirken, Industrieflächen usw. gemeint
  • die verwaltungsrechtliche Gliederung einer Stadt in verschiedene Stadtteile
  • die geographische bzw. topologische Stadtgliederung in Stadtkern, Innenstadt, Vorstadt, Umland usw.
  • die soziale Gliederung einer Stadt als Forschungsgegenstand der Stadtsoziologie
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Frage

Wie erfolgt die Einteilung der Städte in bestimmte Funktionen?

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Antwort

Die Einteilung der Städte in bestimmte Funktionen erfolgt meist durch verschiedene Stadtmodelle, wie zum Beispiel das Ringmodell, das Mehrkernmodell oder das Sektorenmodell. Diese Modelle geben Aufschluss darüber, wie sich die verschiedenen Stadtgebiete zueinander verhalten können und welche Funktionen sie möglicherweise einnehmen. 

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