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Finanzzentren

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Finanzzentren

In diesem Artikel erklären wir dir, was Finanzzentren sind, welche Arten von Finanzzentren es gibt und alles weitere, was du sonst noch zum Thema Finanzzentren wissen musst!

Dieses Thema erweitert den Themenbereich Globalisierung und ordnet sich dem Fach Geographie zu. Am Ende dieses Artikels findest du eine kurze Zusammenfassung, die dir die wichtigsten Infos zu Finanzzentren auf einen Blick liefert.

Viel Spaß beim Lernen!

Was ist ein Finanzzentrum?

Definition Finanzplatz

Ein Finanzplatz ist ein Ort, an dem es eine hohe Dichte bzw. Konzentration an Banken oder anderen Finanzinstitutionen gibt.

An einem Finanzplatz wird die Entwicklung von sogenannten Finanzmärkten nicht eingeschränkt, sodass dort finanzielle Aktivitäten und Transaktionen einfacher und effizienter durchgeführt werden können wie an anderen Orten.

Allgemeines zu Finanzzentren

Ein internationaler Finanzplatz ist meistens ein Platz, an dem sich viele führende nationale und internationale Finanzinstitutionen befinden. Meistens sind diese Orte Städte oder Stadtstaaten, jedoch kann der Begriff auch für gesamte Länder verwendet werden.

Ein Beispiel für einen Finanzplatz ist die Schweiz, aufgrund ihres besonderen Steuerrechts.

Besonderheiten sind Offshore-Finanzplätze, die sich durch niedrige Steuern, ein hohes Maß an Vertraulichkeit und Geheimhaltung und eine minimale Finanzmarktaufsicht und -regulierung auszeichnen. Dies sind oftmals kleinere Inseln, wie zum Beispiel die Cayman Islands oder die Kanalinsel Jersey.

Finanzzentren Offshore-Finanzmärkte Cayman Islands studysmarter

Photo by Jeffrey Blum on Unsplash

Arten von Finanzzentren

Finanzplätze bzw. -Zentren lassen sich in vier Kategorien einteilen, welche hier in hierarchischer Reihenfolge aufgelistet sind:

  1. Nationale Finanzplätze

  • Richten sich nach den Bedürfnissen der inländischen Marktteilnehmer

  1. Regionale Finanzzentren

  • Sind zuständig für eine Wirtschaftsregion

  1. Offshore-Finanzplätze

  • Weisen eine geringe Steuerquote, niedrige Arbeitskosten oder geringe Marktregulierungen auf

  1. Globale Finanzplätze

  • Richten sich nach dem Bedarf einer weltweiten Kundschaft

  • Beispiel: Frankfurt

Finanzzentren - Angebot und Nachfrage

Auch in den Finanzzentren und den Finanzmärkten treffen Angebot und Nachfrager aufeinander.

Die Nachfrager bilden hier die inländischen und transnationalen Finanzunternehmen. Sie wünschen sich Expansion und Diversifikation und fragen deshalb geeignete städtische Einrichtungen nach. Diese Nachfrage kann durch Wirtschaftswachstum und expandierenden Außenhandel gesteigert werden.

Definition: Diversifikation

Unternehmensstrategie, durch Erweiterung oder Anpassung der Produkte und Dienstleistungen oder der Geschäftsbereiche oder durch Risikosteuerung die Gewinnchancen zu verbessern.

Das Angebot sind die Städte, welcher der Nachfrage gerecht werden. Diese müssen intensiv in die nachgefragte Infrastruktur (Flughäfen, Straßen, Häfen, Bahnverbindungen, Telekommunikation, etc.) investieren und den Sektor mit hochwertiger Informationsinfrastruktur versorgen.

Die wichtigsten Finanzzentren

Ermittlung der wichtigen Finanzzentren

Die Wettbewerbsfähigkeit der Finanzzentren vergleicht der Global Financial Centres Index (Index der globalen Finanzzentren). Dabei werden 100 Finanzplätze weltweit miteinander verglichen und bewertet, basierend auf den Meinungen von mehr als 28 Tausend internationalen Finanzakteuren. Dieser Index wird jedes halbe Jahr von der City of London Corporation veröffentlicht.

Die Rangliste ergibt sich aus der Gesamtsumme der Bewertungen aus fünf Kategorien. Diese sind:

  • Menschen: Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, Flexibilität des Arbeitsmarktes, Qualität der Ausbildung
  • Wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Gesetzgebung, Steuern, Korruption, Gewerbefreiheit
  • Marktzugang: Handel mit Wertpapieren, Angebot an unterschiedlichen Finanzdienstleistungen
  • Infrastruktur: Immobilienpreise, Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel
  • Generelle Wettbewerbsfähigkeit: Preisniveau, Lebensqualität, Wirtschaftsklima

Der Index teilt außerdem die Finanzzentren danach auf, ob sie weltweite Bedeutung haben, also sogenannte „Global Centers“ sind oder ob es sich um Finanzzentren mit nur länderübergreifender oder lokaler Bedeutung handelt. Diese nennt man „Transnational Centers“ und „Local Centers“.

Diese Kategorie lässt sich weiter abstufen in:

Global Centers

Diese werden in vier Unterkategorien unterteilt: breit aufgestellte und gefestigte Finanzzentren („Global Leaders“), relativ breit aufgestellte Finanzzentren („Global Diversified“), eher spezialisierte Finanzzentren („Global Specialists“), neu entstehende Finanzzentren („Global Contenders“).

Es gibt 27 Finanzplätze denen eine weltweite Bedeutung zugeschrieben wird.

Transnational Centers

Diese werden auch in Unterkategorien unterteilt. Man unterscheidet zwischen breit aufgestellten und etablierten Finanzzentren („Established Transnational“), relativ breit aufgestellten Zentren („Transnational Diversified“), mehr spezialisierten Finanzzentren („Transnational Specialists“) und neu entstehenden Finanzzentren („Transnational Cotenders“).

Es gibt 34 Finanzplätzen, denen länderübergreifend Bedeutung zugeschrieben wird.

Local Centers

Hier unterscheidet man auch zwischen breit aufgestellten und etablierten Zentren („Established Players“), relativ breit aufgestellten („Local Diversified“), mehr spezialisierten („Local Specialists“) oder neu entstehenden Finanzzentren („Evolving Centers“).

Finanzzentren - Finanzplätze in Deutschland

Einer der wichtigsten Finanzplätze - nicht nur in Deutschland sondern auch weltweit - ist natürlich Frankfurt am Main. Dabei nimmt dieses Finanzzentrum eine führende Stellung ein, bedingt durch die hohe Konzentration von Unternehmen der Finanzbranche vor Ort. Dort ist nicht nur die größte deutsche Börse, die Frankfurter Wertpapierbörse, ansässig, sondern auch andere wichtige Großbanken, Fondsgesellschaften und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben sich dort angesiedelt. Nicht zu vergessen ist, dass Frankfurt der Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank ist.

Ein weiterer wichtiger Finanzplatz ist München. Dieses Zentrum zählt weltweit zu den führenden Versicherungsstandorten, da hier führende Versicherungen wie Allianz und Münchner Rück ihren Sitz haben. Im Gegensatz haben sich in München weniger Finanzinstitute angesiedelt, sondern mehr große Industrieunternehmen wie Siemens oder BMW. Aber auch bedeutende deutsche Banken sind dort zu finden.

Finanzzentren Finanzplätze in Deutschland studysmarter

Weitere wichtige Finanzplätze sind Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf.

In Hamburg gibt es eine hohe Konzentration privater Banken, Spezialversicherungen und es ist der Sitz der größten deutschen Sparkasse (Hamburger Sparkasse).

In Stuttgart sind vor allem die Bereiche Mittelstandsfinanzierung, Altersvorsorge und private Kapitalanlage vertreten.

In Düsseldorf findet sich der größte Standort für Finanzdienstleistungen in Nordrhein-Westfalen und eine hohe Dichte an Banken im Bereich des Private Bankings.

Die führenden Finanzzentren der Welt

Dem halbjährlich erscheinenden Global Financial Centres Index aus dem Monat März in 2019 lässt sich entnehmen, welche Finanzplätze aktuell führend sind.

  • Platz 10: Frankfurt (Rating: 737): blieb im Ranking unverändert, konnte aber beim Rating Punkte dazu gewinnen.
  • Platz 9: Peking
  • Platz 8: Zürich
  • Platz 7: Toronto
  • Platz 6: Tokio
  • Platz 5: Shanghai
  • Platz 4: Singapur
  • Platz 3: Hongkong
  • Platz 2: London
  • Platz 1: New York

Zum Vergleich siehst Du hier die Statistik nach dem Global Financial Centres Index, Stand September 2020:

via statista.de

Das war das wichtigste zum Thema Finanzzentren! Falls du noch mehr zum Thema Globalisierung wissen willst, melde dich kostenlos an und entdecke viele weitere Artikel, Zusammenfassungen oder Karteikarten, die dich beim Lernen unterstützen können. Viel Erfolg!

Finales Finanzzentren Quiz

Frage

Was sind Ausländische Direktinvesitionen?

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Antwort

Ausländische Direktinvestitionen (ADI) bezeichnen Kapitalanlagen von einem Unternehmen oder von Staatsregierungen. Ziel ist die dauerhafte Beteiligung an einem Unternehmen im Ausland.

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Frage

Wann begann die rasante Entwicklung Ausländischer Direktinvestitionen?

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Antwort

Die rasante Entwicklung Ausländischer Direktinvestitionen begann in den 1980er Jahren.

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Frage

Für was steht OECD?

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Antwort

OECD steht für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Es handellt sich um eine internationale Organisation, deren Ziel eine bessere Politik für ein besseres Leben ist.

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Frage

Wie viele Mitgliedsstaaten zählt die OECD?

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Antwort

Die OECD zählt derzeit 38 Mitgliedsstaaten.

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Frage

Nenne Motive von Ausländischen Direktinvestitionen.

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Antwort

  • Erschließung/ Sicherung von Absatzmärkten 
  • Steuerliche Vorteile
  • Umgehen von Handelshemmnissen
  • Sicherung von Rohstoff- und Energiequellen
  • Nutzung günstiger Standortbedingungen   
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Frage

Nenne Risiken, welche die Standortwahl für 

Ausländische Direktinvestitionen betreffen.

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Antwort

  • Politische Risiken (z. B. Handeln der ausländischen Regierung)
  • Wirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursrisiko, Absatzrisiko, Arbeitsmarktprobleme, Lagerrisiko, Zahlungsrisiko)
  • Soziale Risiken (z. B. Sprachschwierigkeiten)
  • Sonstige Risiken (z. B. klimatische Bedingungen)
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Frage

Auf welchem Wirtschaftssektor liegt der Fokus von Ausländischen Direktinvestitionen?

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Antwort

Der Fokus liegt auf dem Tertiären Sektor.

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Frage

Auf welcher Branche liegt der Schwerpunkt im Tertiären Sektor?

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Antwort

Im Tertiären Sektor liegt der Schwerpunkt vor allem auf Finanzdienstleistungen und Handelsunternehmen.

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Auf welcher Branche liegt der Schwerpunkt im Sekundären Sektor?

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Antwort

Im sekundären Sektor liegt der Fokus fast nur noch auf wissensintensiven Branchen, wie die Elektronik-, Pharmazie-, Chemie- oder Datenverarbeitungsindustrie.

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Frage

Was sind Großagrarinvestitionen?

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Antwort

Kapitalkräftige Investoren sichern sich große Flächen vor allem in Afrika. Das Ziel ist es, dort mit Hilfe von industrieller Landwirtschaft Nahrung und Bioenergie zu produzieren, um eigene nationale Defizite auszugleichen oder Gewinne zu erzielen.

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Frage

Was sind Spill Over Effekte?

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Antwort

Spill-over-Effekte sind Ausstrahlungseffekte. Es handelt sich dabei um über den eigentlichen Zielbereich einer Entscheidung hinausgehende Wirkungen. Viele Aktivitäten in der Unternehmung bringen auch Effekte mit sich, die sachlich, räumlich oder zeitlich vom Entscheidungsträger gar nicht gewollt sind oder für das Entscheidungsfeld gar nicht relevant sind.

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Frage

Nenne Vorteile von Ausländischen Direktinvestitionen.

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Antwort

  • Produktionsverlagerung: die direkten Kosten der Produktion werden gesenkt und Skaleneffekte werden erzielt 
  • Steuervermeidung: der Besteuerungsunterschied zwischen verschiedenen Ländern wird als Kostenvorteil genutzt
  • Finanzmärkte: leichterer Zugang zu Finanzmärkten durch verbesserte Liquidität oder Fremdfinanzierung 
  • Globale Koordination: bestimmte Tätigkeiten werden zentral dort erfüllt, wo die Rahmenbedingungen für diese Tätigkeit optimal sind
  • Reduktion des politischen Risikos:  In Regionen relativer politischer Stabilität sind hohe Investitionen sicherer als in Regionen mit hoher Instabilität.
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Frage

Nenne Nachteile von Ausländischen Direktinvestitionen.

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Antwort

  • Die negative Beeinflussung von Entscheidungsträgern in den Entwicklungsländern
  • Die negative Entwicklungseffekte, da Unternehmen gewinnorientiert handeln
  • Die Ausbeutung der Arbeitskraft, ohne dabei den Wohlstand zu erhöhen
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