Schmerz: Definition, Vorkommen & Erklärung | StudySmarter
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Schmerz

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Schmerz ist etwas was wir alle schon empfunden haben, unabhängig davon ob es sich um psychischen oder physischen Schmerz handelt.


Aber was genau bedeutet Schmerz?


Die Weltschmerzorganisation IASP (International Association for the Study of Pain) definiert Schmerz wie folgt: „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder drohenden Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“


Der Begriff „Sinneserlebnis“ beschreibt hier die Stärke und die Qualität des Schmerzes. Dessen Qualität kann beispielsweise als brennend, stechend, bohrend oder reißend beschrieben werden. Das „Gefühlserlebnis“ beschreibt hier das emotionale Empfinden des Schmerzes (zum Beispiel quälend, mörderisch, erschöpfend etc.). Diese Definition umfasst jedoch nur körperlichen Schmerz, welcher im Rahmen von Verletzungen und Erkrankungen oder als Folge von Reizen, die zu Verletzungen folgt, auftreten. Schmerzen können jedoch auch seelischer Natur sein. Psychischer Schmerz wird oft mit einem tiefen Gefühl der Trauer oder Verzweiflung beschrieben. Dieser kann sich aber auch körperlich bemerkbar machen, zum Beispiel durch ein Gefühl des Herzstechen.  

Schmerz entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von biologischen, seelischen und sozialen Faktoren. Eine strikte Einteilung in rein "körperlichen" bzw. "psychischen" Schmerz wird heutzutage nicht mehr genutzt.



Entstehung, Vorkommen und Funktion von Schmerz



Die Nozizeptoren sind für die Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung im Körper zuständig. Sie sind über den gesamten Organismus des Menschen verteilt und fast jedes Gewebe enthält diese Sinneszellen. Ausgenommen das Gehirn und im Funktionsgewebe (Parenchym) bestimmter Organe kommen sind sie nicht vorhanden.


Diese Rezeptoren benötigen vergleichsweise einen starken Reiz um zu reagieren.


Schmerzreize auf die unser Körper reagiert sind beispielsweise thermische Reize (Hitze, Kälte), mechanische Reize (Druck, Verletzung) oder chemische Reize (Entzündung, Säuren, Gifte).


Schmerzen haben in erster Linie eine Signalfunktion. Diese Warnfunktion soll das Lebewesen dazu bringen sich vom Auslöser dieses Schmerzes zu entziehen und diesen zu meiden.

Auch während dem Prozesses der Heilung hat Schmerz eine Funktion. Er sorgt dafür, dass wir uns schonen und erholen.



                                                                        Schmerz, Grafik Signal empfangen, StudySmarter


Schmerzrezeptoren benötigen einen vergleichsweise starken Reiz, um erregt zu werden. Die Aktivierung von Schmerzrezeptoren wird durch Stoffe (zum Beispiel Bradykinine, Serotonin), so genannte Schmerzmediatoren verändert und dadurch meist erhöht. Weitere Faktoren, welche die Erregbarkeit erhöhen können sind Sauerstoffmangel im Gewebe (z.B. durch Infarkt), Absinken des pH-Wertes (CO2-Anstieg) oder eine Änderung der Elektrolytkonzentration im Blut.

Wiederholt auftretende Schmerzen  senken die Schmerzgrenze und führen dabei also zu intensiverem und längerem Schmerzempfinden. Das heißt die subjektive Schmerzempfindung bei gleichbleibender oder sogar abnehmender Schmerzintensität steigt an.


 Funktionsgewebe/Parenchymzellen

Zellen eines Organs, welche für die spezifische Organfunktion verantwortlich sind. Unterstützt durch Stromazellen, welche die allgemeine Stütz- und Ernährungsfunktion haben, bildet diese Einheit aus  Parenchymzellen das eigentliche Funktionsgewebe eines Organs, das Parenchym.




                           Abbildung 1: Das Wahrnehmen von Schmerz
Quelle: fernarzt.com



Arten von Schmerz



Es existieren verschiedene Arten von Schmerz.


Zum Beispiel:


  • Somatischer Schmerz
    Ein Schmerz der entweder durch Reize auf der Haut entsteht.

    Durch das Anschlagen des Armes (Oberflächenschmerz) oder im Körperinneren wie beispielsweise bei Gelenkschmerzen (Tiefenschmerz).

        
  • Viszeraler Schmerz (Eingeweideschmerz)
    Dumpfes oder kolikartiges Schmerzgefühl, dessen Ursache ist oft schwer zu lokalisieren. Dieser Schmerz strahlt oft in eine korrespondierende Zone an der Körperoberfläche aus und ist begleitet von vegetativen Reaktionen des Nervensystems (zum Beispiel  Übelkeit, Schwindel oder Schweißausbrüche).

    Ein Beispiel hierfür wäre Sodbrennen, was durch Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre ausgelöst wird. Die Ursache ist also organisch. Es äußert sich durch Schmerz in der Magengegend, der hinter das Brustbein sowie bis in Hals und Rachen ausstrahlen kann. 

        
  • Neuropathischer Schmerz (Nervenschmerz)
    Ein brennender, oft fix auftretender Schmerz, dessen Ursache zum Beispiel durch Nervenverletzungen auftritt. Häufig wird dieser durch äußere Einflüsse (zum Beispiel Kälte) ausgelöst. Oft sind schon leichte Hautberührungen in der betroffenen Gegend extrem schmerzhaft.    
        

  • Psychogener Schmerz (somatoforme Schmerzstörung)
    Ein oft starker, häufig in seiner Lokalisierung wechselnder Schmerz, welcher sich auf keine     (ausreichende) körperliche Ursache zurückführen lässt. Was nicht bedeutet, dass die Person simuliert. Man spürt diese Schmerzen und leidet unter diesen. Körperliche und psychogene Schmerzen werden in den selben Gehirnarealen verarbeitet und haben somit den gleichen     Entstehungsprozess. Man vermutet, dass dieser durch traumatische Lebensereignisse oder aktuelle psychische Konflikte ausgelöst wird.        

    Bei starker Stressbelastung kann der Körper mit physischen Symptomen bzw. Schmerzen reagieren, wie Kopf- oder Rückenschmerzen.


                                               Schmerz Darstellung von Schmerzarten StudySmarterAbbildung 2: Bildliche Darstellung von Schmerzarten  
Quelle: nachhilfe-team.net


Schmerzarten nach Dauer


Man unterscheidet hier zwischen zwei Arten.


Akuter Schmerz


Akute Schmerzen sind ein Signal des Körpers, welches uns warnt: treten diese auf, dann ist die Ursache dringlich und muss schnellstmöglich beseitigt werden. Bei akuten Schmerzen lindert und verschwindet der Schmerz nach Beseitigung Ursache nach einigen Stunden oder Tagen. Methoden hierzu, abgesehen davon sich dem auslösenden Stimulus zu entziehen, sind beispielsweise den schmerzenden Bereich zu entlasten und ihn zu kühlen (zum Beispiel bei Entzündungen) oder zu wärmen (bei Arthrose). Bei mittelstarken und starken Schmerzen kann eine Behandlung mit Schmerzmitteln oder lokalen Betäubungsmitteln helfen.


Man hängt ein Bild auf und schlägt beim Einschlagen des Nagels auf den Finger. Es schmerzt, jedoch verschwindet dieser Schmerz nach Kühlung der betroffenen Stelle nach ein paar Stunden oder spätestens Tagen wieder. 


Chronischer Schmerz


Chronischer Schmerz bezeichnet man Schmerzen, welche länger als sechs Monate anhalten. Zum Beispiel Rückenschmerzen bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Auch Schmerzen, welche immer wiederkehren zählen zu chronischen Schmerzen, wie zum Beispiel Migräne (diese gilt als chronische Schmerzen, wenn sie an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten). Chronischer Schmerz besteht losgelöst von der Erkrankung, welche diesen ursprünglich verursacht hat, das bedeutet er hat seine Wirkung als Warnsignal verloren.

Werden chronische Schmerzen nicht ausreichen oder gar nicht therapiert bildet sich ein „Schmerzgedächtnis“:In Folge dessen treten zum Beispiel Schlafstörungen auf und die körperliche und seelische Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit  ist erheblich eingeschränkt. Eine alleinige medikamentöse Schmerzbehandlung reicht in diesen Fällen oft nicht aus.


Ein Beispiel sind Schmerzen im Bein durch falsche oder zu große Belastung des Beines. Diese können unbehandelt bis in den Rücken strahlen, was wiederum zu chronischen Kopfschmerzen führen kann. 

                                                          Schmerz, Grafik Schmerz am menschlichen Körper, StudySmarter



Wahrnehmung von Schmerz



Schmerz wird durch sogenannte Schmerzrezeptoren wahrgenommen und tritt durch die Wahrnehmung eines äußeren Reizes (wie thermische Reize (Hitze, Kälte)), mechanische Reize (Druck, Verletzung) oder chemische Reize (Entzündung, Säuren, Gifte) ausgelöst werden. Diese wahrgenommenen Reize werden an das Gehirn weitergeleitet. Dieser im Gehirn angekommene Reiz, wird ausgewertet und nun als bewusster Schmerz wahrgenommen.


Das Wahrnehmen von Schmerz durch Sinnesorgane


Die Haut als Sinnesorgan enthält Rezeptoren und Sinneszellen für Schmerz, Druck, Kälte und Wärme und nimmt die meisten von außerhalb auf uns wirkenden Schmerzauslöser wahr. Sie reagiert als erstes auf Oberflächenschmerz, welcher bei Verletzungen und Unfällen meist der erste Schmerz ist welchen wir empfinden.


Schmerz, Sinnesorgane, StudySmarterQuelle: dasgehirn.info


Aber auch die Ohren können Schmerzen wahrnehmen.

Trifft Schall ungebremst auf die feinen Haarzellen des Innenohrs wie es bei lauten und plötzlichen Geräuschen der Fall ist, dann können, je nach Stärke der Schalleinwirkung, ein stechender Schmerz im Ohr, (vorübergehender) Hörverlust und Pfeifgeräusche auftreten.


Wenn zu starkes oder grelles Licht auf die Nervenstränge des Augapfel-Nervs eintritt, dann kann dies zu Schmerzen innerhalb des Auges (und sogar zu vorübergehendem Sehverlust) führen.



Schmerz beim Menschen



Die Wahrnehmung von Schmerz und dessen Stärke unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Das Empfinden von Schmerzen hängt ebenfalls vom seelischen Zustand und der allgemeinen gesundheitlichen Verfassung ab.


Körperlicher SchmerzPsychischer Schmerz
  • Körperliche Schmerzen als Ursache von Verletzungen und Erkrankungen auf, oder als Folge von Reizen, welche zu Verletzungen führen können. 
  • Psychische Ursachen für körperliche Schmerzen nennt man psychosomatischen Schmerzen.
  • Psychogener Schmerz hat  keine organische oder körperliche Ursachen und basiert wahrscheinlich überwiegend auf psychischen Vorgängen
  • Dieser entsteht oft durch innere Konflikte und seelische Belastung. Auslöser hierfür können Alltagsstress, Ängste und Depressionen sein.



Diagnose von Schmerz



Im Verlauf der Anamnese werden die Dauer, Häufigkeit, Art, Lokalisation und Stärke des Schmerzes geprüft.Dies wird mit der zur Hilfenahme von Schmerzskalen zur groben Einordnung der Schmerzintensität durchgeführt. Bei der Diagnose eines psychogenen Schmerzsyndroms müssen organische Ursachen  ausgeschlossen werden.


Die aktuelle Schmerzforschung vertritt die Meinung, dass es für eine erfolgversprechende Behandlung wichtig ist Schmerzen nicht nur nach ihrer Stärke und Dauer, sondern ebenfalls nach ihrer Art zu bewerten um diese erfolgreich zu behandeln.



Behandlung und Therapie von Schmerz



  • Bei körperlichen Schmerzen muss die Ursache gefunden werden um diese zu beseitigen um den Schmerz langfristig zu beseitigen.

  • Akute Schmerzbehandlung kann durch Entlastung, Kühlung oder Wärmen des schmerzenden Bereich gelindert werden. Handelt es sich um mittelstarken oder starken Schmerzen kann dieser medikamentös durch Schmerzmittel oder eine lokale Betäubungsmittel behandelt werden.

  • Bei dem psychogenen Schmerzsyndrom ist eine rein medikamentöse Schmerztherapie wenig sinnvoll. Stattdessen sollte der Behandlungsschwerpunkt auf einem multimodalen Konzept gemeinsam mit Stressbewältigung und Psychotherapie beruhen.




Schmerz - Das Wichtigste

  • Schmerz ist laut Weltschmerzorganisation IASP (nternational Association for the Study of Pain) „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder drohenden Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“
  •  Die Nozizeptoren sind für die Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung im Körper zuständig. Sie sind über den gesamten Organismus des Menschen verteilt und fast jedes Gewebe enthält diese Sinneszellen. 
  • Diese Sinneszellen nehmen einen äußeren Reiz (wie thermische Reize (Hitze, Kälte)), mechanische Reize (Druck, Verletzung) oder chemische Reize (Entzündung, Säuren, Gifte) auf. 
  • Diese wahrgenommenen Reize werden an das Gehirn weitergeleitet. Dieser im Gehirn angekommene Reiz, wird ausgewertet und nun als bewusster Schmerz wahrgenommen.
  •  Schmerzen haben in erster Linie eine Signalfunktion. Diese Warnfunktion soll das Lebewesen dazu bringen sich vom Auslöser dieses Schmerzes zu entziehen und diesen zu meiden. 
  • Auch während dem Prozesses der Heilung hat Schmerz eine Funktion. Er sorgt dafür, dass wir uns schonen und erholen. 
  • Es existieren verschiedene Arten von Schmerz. Zum Beispiel: somatischer Schmerz, viszeraler Schmerz (Eingeweideschmerz), neuropathischer Schmerz (Nervenschmerz) und psychogener Schmerz (somatoforme Schmerzstörung). 
  • Außerdem wird nach Dauer des Schmerzes unterschieden (akuter und chronischer Schmerz) und nach Lokalisierung der Ursache des Schmerzes (körperlicher oder psychischer Schmerz). 
  • Bei der Behandlung von körperlichen Schmerzen muss die Ursache gefunden werden um diese zu beseitigen um den Schmerz langfristig zu beseitigen. 
  • Akute Schmerzbehandlung kann durch Entlastung, Kühlung oder Wärmen des schmerzenden Bereich oder medikamentöse Behandlung gelindert werden. 
  • Bei chronischen Schmerzen sollte der  Behandlungsschwerpunkt auf einem multimodalen Konzept gemeinsam mit Stressbewältigung und Psychotherapie beruhen. 




Häufig gestellte Fragen zum Thema Schmerz

Schmerz ist laut Weltschmerzorganisation IASP (International Association for the Study of Pain) „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder drohenden Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“ 

Es existieren verschiedene Arten von Schmerz.

Zum Beispiel: somatischer Schmerz, viszeraler Schmerz (Eingeweideschmerz), neuropathischer Schmerz (Nervenschmerz) und psychogener Schmerz (somatoforme Schmerzstörung).

Schmerz ist ein körperliches Gefühlserlebnis. Aber auch ein psychisches. Außerdem können starke Emotionen (starke Gefühle) wie Trauer und Verzweiflung zu Schmerz führen.


Schmerzen sind eine subjektive Empfindung, die jeder Mensch sehr unterschiedlich wahrnehmen kann. Weswegen Schmerz nicht gleich für jeden Schmerz ist. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass wir dann etwas als Schmerz empfinden, wenn wir eine körperliche oder emotionale Empfindung wahrnehmen, welche wir als unangenehm und quälend empfinden. 

Finales Schmerz Quiz

Frage

Was bedeutet Schmerz?

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Antwort

Schmerz ist laut Weltschmerzorganisation IASP (International Association for the Study of Pain) „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder drohenden Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“ 

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Frage

Wie entsteht das Empfinden von Schmerz?


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Antwort

Die Nozizeptoren sind für die Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung im Körper zuständig. Sie sind über den gesamten Organismus des Menschen verteilt und fast jedes Gewebe enthält diese Sinneszellen.

Diese Sinneszellen nehmen einen äußeren Reiz (wie thermische Reize (Hitze, Kälte), mechanische Reize (Druck, Verletzung) oder chemische Reize (Entzündung, Säuren, Gifte)) auf. Diese wahrgenommenen Reize werden an das Gehirn weitergeleitet. Dieser im Gehirn angekommene Reiz, wird ausgewertet und nun als bewusster Schmerz wahrgenommen. 

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Frage

Auf welche Schmerzreize reagiert unser Körper?

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Antwort

Thermische Reize (Hitze, Kälte), mechanische Reize (Druck, Verletzung) oder chemische Reize (Entzündung, Säuren, Gifte).

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Welche Funktion hat Schmerz?

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Antwort

Schmerzen haben in erster Linie eine Signalfunktion. Diese Warnfunktion soll das Lebewesen dazu bringen sich vom Auslöser dieses Schmerzes zu entziehen und diesen zu meiden.

Auch während dem Prozesses der Heilung hat Schmerz eine Funktion. Er sorgt dafür, dass wir uns schonen und erholen. 

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Frage

Welche Arten von Schmerz gibt es?


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Antwort

Es existieren verschiedene Arten von Schmerz.

Zum Beispiel: somatischer Schmerz, viszeraler Schmerz (Eingeweideschmerz), neuropathischer Schmerz (Nervenschmerz) und psychogener Schmerz (somatoforme Schmerzstörung).

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Frage

Wie definiert man Somatischen Schmerz?

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Ein Schmerz der entweder durch Reize auf der Haut entsteht wie beispielsweise durch     das Anschlagen des Armes (Oberflächenschmerz) oder im Körperinneren wie beispielsweise bei Gelenkschmerzen (Tiefenschmerz).


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Wie definiert man Viszeralen Schmerz?

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Antwort

Dumpfes oder kolikartiges Schmerzgefühl, dessen Ursache ist oft schwer zu lokalisieren. Dieser Schmerz strahlt oft in eine korrespondierende Zone an der Körperoberfläche aus und ist begleitet von vegetativen Reaktionen des Nervensystems (zum Beispiel  Übelkeit, Schwindel oder Schweißausbrüche).

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Frage

Wie definiert man Neuropathischen Schmerz? 

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Antwort

Nervenschmerz.


Ein brennender, oft fix auftretender Schmerz, dessen Ursache zum Beispiel durch  Nervenverletzungen auftritt. Häufig wird dieser durch äußere Einflüsse (zum Beispiel Kälte) ausgelöst. Oft sind schon leichte Hautberührungen in der betroffenen Gegend extrem schmerzhaft. 

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Wie definiert man Psychogenen Schmerz?

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Antwort

Ein oft starker, häufig in seiner Lokalisierung wechselnder Schmerz, welcher sich auf keine (ausreichende) körperliche Ursache zurückführen lässt. Was nicht bedeutet, dass die Person simuliert. Man spürt diese Schmerzen und leidet unter diesen. Körperliche und psychogene Schmerzen werden in denselben Gehirnarealen verarbeitet und haben somit den gleichen Entstehungsprozess. Man vermutet, dass dieser durch traumatische Lebensereignisse oder aktuelle psychische Konflikte ausgelöst wird. 

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Frage

Welche zwei Begriffe definieren die Dauer von Schmerz?

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Akuter und chronischer Schmerz 

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Wie definiert man akuten Schmerz?

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Akute Schmerzen sind ein Signal des Körpers, welches uns warnt: treten diese auf, dann ist die Ursache dringlich und muss schnellstmöglich gemacht und beseitigt werden. Bei akuten Schmerzen lindert und verschwindet der Schmerz nach Beseitigung Ursache nach einigen Stunden oder Tagen. Methoden hierzu, abgesehen davon sich dem auslösenden Stimulus zu entziehen, sind beispielsweise den schmerzenden Bereich zu entlasten und ihn zu kühlen (zum Beispiel bei Entzündungen) oder zu wärmen (bei Arthrose). Bei mittelstarken und starken Schmerzen kann eine Behandlung mit Schmerzmitteln oder lokalen Betäubungsmitteln helfen.

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Wie definiert man chronischen Schmerz?

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Antwort

Chronischer Schmerz bezeichnet man Schmerzen, welche länger als sechs Monate anhalten. Zum Beispiel Rückenschmerzen bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen.Auch Schmerzen, welche immer wiederkehren zählen zu chronischen Schmerzen, wie zum Beispiel Migräne (diese gilt als chronische Schmerzen, wenn sie an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten). Chronischer Schmerz besteht losgelöst von der Erkrankung, welche diesen ursprünglich verursacht hat, das bedeutet er hat seine Wirkung als Warnsignal verloren.

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Wie definiert man körperlichen Schmerz?


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Antwort

Körperliche Schmerzen als Ursache von Verletzungen und Erkrankungen auf, oder als Folge von Reizen, welche zu Verletzungen führen können. Psychische Ursachen für körperliche Schmerzen nennt man psychosomatischen Schmerzen. 

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Frage

Wie definiert man psychischen Schmerz?

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Antwort

Psychogener Schmerz hat  keine organische oder körperliche Ursachen und basiert     wahrscheinlich überwiegend auf psychischen Vorgängen. Dieser entsteht oft durch innere Konflikte und seelische Belastung. Auslöser hierfür können Alltagsstress, Ängste und Depressionen  sein.

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Frage

Wie läuft die Diagnostik bei Schmerzen ab?

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Antwort

Im Verlauf der Anamnese werden die Dauer, Häufigkeit, Art, Lokalisation und Stärke des Schmerzes geprüft.Dies wird mit der zur Hilfenahme von Schmerzskalen zur groben Einordnung der Schmerzintensität durchgeführt. Bei der Diagnose eines psychogenen Schmerzsyndroms müssen organische Ursachen  ausgeschlossen werden.

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Wie behandelt und therapiert man körperliche Schmerzen?

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Antwort

Bei körperlichen Schmerzen muss die Ursache gefunden werden um diese zu beseitigen um den Schmerz langfristig zu beseitigen.

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Wie behandelt und therapiert man akute körperliche Schmerzen?

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Antwort

Akute Schmerzbehandlung kann durch Entlastung, Kühlung oder Wärmen des schmerzenden Bereich gelindert werden. Handelt es sich um mittelstarken oder starken Schmerzen kann dieser medikamentös durch Schmerzmittel oder eine lokale Betäubungsmittel behandelt werden. 

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Frage

Wie behandelt und therapiert man psychische Schmerzen?

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Antwort

Bei dem psychogenen Schmerzsyndrom ist eine rein medikamentöse Schmerztherapie wenig sinnvoll. Stattdessen sollte der Behandlungsschwerpunkt auf einem multimodalen Konzept gemeinsam mit Stressbewältigung und Psychotherapie beruhen.

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