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Einflussfaktoren Entwicklung

Hast Du Dich schon einmal gefragt, wieso Geschwister trotz gleicher Erziehung unterschiedliche Charakterzüge an den Tag legen? Oder wieso Menschen, die im gleichen sozialen Umfeld aufwachsen, sich trotzdem unterschiedlich entwickeln? Das liegt daran, dass es viele verschiedene Einflussfaktoren gibt, die einen Menschen in seiner Entwicklung prägen. Diese Faktoren werden auch Determinanten der Entwicklung genannt.

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Hast Du Dich schon einmal gefragt, wieso Geschwister trotz gleicher Erziehung unterschiedliche Charakterzüge an den Tag legen? Oder wieso Menschen, die im gleichen sozialen Umfeld aufwachsen, sich trotzdem unterschiedlich entwickeln? Das liegt daran, dass es viele verschiedene Einflussfaktoren gibt, die einen Menschen in seiner Entwicklung prägen. Diese Faktoren werden auch Determinanten der Entwicklung genannt.

Der Begriff Entwicklung steht allgemein für den Verlauf einer Entwicklung. Diese kann in drei Bereiche unterteilt werden: das Wachstum, das Reifen und das Lernen. Wenn Du Dich für das Thema Entwicklung interessierst, dann sind die Erklärungen "Entwicklungspsychologie" und "Entwicklungsphasen" etwas für Dich.

Menschliche Entwicklung – Grundlagenwissen

Die menschliche Entwicklung besteht aus fünf verschiedenen Teilen:

Jeder dieser Anteile spielt eine große Rolle auf dem Entwicklungsweg zu einem gesunden Erwachsenen.

Einflussfaktoren – Kognitive Entwicklung

Die kognitive Entwicklung wird auch geistige oder intellektuelle Entwicklung genannt. Das bedeutet die Fähigkeit, Gegenstände, Situationen, Personen oder auch sich selbst zu erkennen und einzuordnen. Beispiele für kognitive Funktionen sind die Sprache, das abstrakte Denken (wie Problemlösen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung) oder die Wahrnehmungsfähigkeit.

Die Sprachentwicklung eines Kindes ist wichtig, damit das Kind Kommunikationspartner*innen akzeptieren und von ihnen lernen kann. Die Entwicklungsschritte der kognitiven Entwicklung laufen zwischen dem zweiten und dem siebten Lebensjahr ab.

Ein Kind lernt in dieser Zeit seine Umwelt bewusst wahrzunehmen, mit seiner Umwelt zu kommunizieren und auf diese durch Handlungen einzuwirken. In diesem Alter gehen Kinder noch davon aus, dass andere Personen die Umwelt gleich wahrnehmen wie das Kind selbst.

Mehr über die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten kannst Du in den Erklärungen "Kognitive Entwicklung" und "Sprachentwicklung" lernen.

Einflussfaktoren – Emotionale Entwicklung

Die emotionale Entwicklung beschreibt die Kompetenz, unterschiedliche Gefühle wahrzunehmen und die eigenen Gefühle zum Ausdruck bringen zu können. Es gibt neun Gefühlsdimensionen, die als universell (also auf der ganzen Welt vergleichbar) angesehen werden:

  • Interesse
  • Freude
  • Überraschung
  • Not
  • Angst
  • Wut
  • Scham
  • Dissmell (Reaktion auf schlechten Geruch)
  • Ekel

Hat ein Kind eine vertrauensvolle Beziehung und starke Bindung zu seinen Bezugspersonen, lernt es bereits früh positive Gefühle wie Interesse, Freude, Überraschung kennen. Ein Kind mit geringer Bindung lernt primär Gefühle wie Scham, Furcht, Verachtung oder Schuldgefühl kennen. Das folgende Beispiel macht Dir diesen Unterschied deutlich:

Johannas Eltern unterstützen sie stets in ihren Interessen. Johanna malt gerne. Wenn sie ein Bild malt, dann loben ihre Eltern sie für ihre Mühe. So lernt Johanna schon sehr früh positive Emotionen kennen.

Im Gegensatz dazu kritisieren Lenas Eltern oft die Bilder, die Lena malt. Dadurch verliert Lena nicht nur das Interesse daran, zu malen, sondern kommt bereits im Kindesalter vorwiegend mit negativen Gefühlen in Berührung.

Wenn Du noch mehr über das Thema emotionale Entwicklung erfahren möchtest, lies Dir doch mal die Erklärung "Emotionale Entwicklung" durch.

Einflussfaktoren – Soziale Entwicklung

Die soziale Entwicklung beschreibt die Fähigkeit des Kindes, Beziehungen zu anderen Menschen herzustellen, also eine Bindungsfähigkeit zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist eine gesunde Beziehung zu den Bezugspersonen des Kindes (z. B. Eltern, Erziehungsberechtigte). Auch im Spracherwerb profitiert ein Kind von einer vertrauensvollen Beziehung zu seinen Bezugspersonen, die es als Vorbilder für erfolgreiche Kommunikation nutzen kann. Außerdem lernt es, sich auf andere Menschen einzustellen und deren Emotionen (sowie die eigenen Emotionen) zu erkennen und mit diesen umzugehen. Wie das aussehen kann, zeigt Dir das folgende Beispiel:

Johanna hat eine starke Bindung zu ihrer Mutter. Ihre Mutter kümmert sich viel um Johanna und nimmt stets Rücksicht auf Johannas Emotionen. So lernt Johanna, offen auf andere Menschen zuzugehen und hat keine Angst davor, soziale Bindungen einzugehen.

Lena und ihre Mutter haben ein schwieriges Verhältnis zueinander. Lena fühlt sich häufig von ihrer Mutter missverstanden und nicht ernst genommen. Als Lena älter wird, hat sie zunehmend Schwierigkeiten dabei auf Menschen zuzugehen und Freundschaften zuschließen.

Wenn Du das Thema soziale Entwicklung noch einmal vertiefen möchtest, klick auch in die Erklärung "Soziale Entwicklung" rein.

Einflussfaktoren – Motorische Entwicklung

Die Motorik fasst alle Bereiche der Bewegung und Bewegungsabläufe zusammen. Dazu gehören die "Primärfunktionen" von Neugeborenen, wie:

  • Saugen
  • Kauen
  • Schlucken
  • Lecken

Außerdem schließt die motorische Entwicklung die Fähigkeiten ein, zu...

  • trinken.
  • essen.
  • greifen.
  • sprechen.
  • laufen.

Für die Sprachentwicklung eines Kindes sind die motorischen Fähigkeiten des Munds für die Artikulation (Bildung der Sprachlaute) und Phonation (Stimmgebung) von großer Bedeutung. Das bedeutet die Bewegung und das Zusammenspiel von:

  • Lippen
  • Zunge
  • Mundmuskulatur
  • Gaumensegelmuskulatur
  • Kaumuskulatur
  • Kehlkopffunktion

Einflussfaktoren Sensorische Entwicklung

Die Sensorik bezeichnet die Entwicklung der unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche. Also wie ein Mensch hört, sieht, fühlt, schmeckt, sich im Raum bewegt und Sinneseindrücke verarbeitet. Daraus bildet der Mensch eine Vorstellung von seiner Umwelt. Dieser Prozess findet sowohl unbewusst als auch bewusst statt.

Auch die Entwicklung des sensorischen Fähigkeiten spielt eine große Rolle für die gesamte Entwicklung. Die Hörentwicklung hat einen starken Einfluss auf die Sprachentwicklung, da die Weiterleitung und Verarbeitung der Sprachlaute der Umgebung auf dem Hören basieren. Das zeigt Dir das folgende Beispiel:

Jora hat Schwierigkeiten dabei, zu hören. Das sorgt dafür, dass er auch Probleme hat, sprechen zu lernen. Dadurch, dass seine Schwerhörigkeit unerkannt und unbehandelt bleibt, fällt es ihm auch schwer Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen. Ebenso das Lesen und vor allem das laute Vorlesen ist für ihn herausfordernder als für seine Klassenkamerad*innen.

Einflussfaktoren bei der Entwicklung von Kindern

Für die gesunde Entwicklung eines Kindes sind das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden eine wichtige Voraussetzung. Das bedeutet, dass Grundbedürfnisse, wie das Bedürfnis nach Nahrung, Schlaf und Pflege, aber auch nach Zuwendung, Schutz und Anregung einfühlsam und zuverlässig befriedigt werden müssen.

Kinder benötigen für eine gesunde Entwicklung also eine Bezugsperson, auf die sie sich verlassen können. Die Bindung zwischen dem Kind und dessen Bezugsperson bildet die Basis, auf der es sich körperlich, geistig und seelisch so entwickeln kann, dass es im Laufe des Heranwachsens auch immer mehr selbst Verantwortung für sein eigenes Wohlbefinden übernehmen kann.

Psychologische Einflussfaktoren – Menschliche Entwicklung

Generell lassen sich die Faktoren, die die oben genannten Fähigkeiten und Teile der Entwicklung beeinflussen, in drei Bereiche unterteilen:

  • exogene Faktoren
  • genetische Faktoren
  • Selbststeuerung

Endogene Einflussfaktoren auf die Entwicklung – Gene

Die genetische Ausstattung eines Menschen, die bereits vor der Geburt festgelegt wird, wird auch als Anlage bezeichnet. Aus diesen Anlagen entstehen endogene Faktoren. Die genetischen Voraussetzungen lösen den Entwicklungsprozess aus und führen ihn fort.

Zu der genetischen Ausstattung eines Menschen gehören unter anderem:

  • die Augenfarbe
  • die Haarfarbe
  • die Körpergröße
  • die Aktivität
  • angeborene Verhaltensweisen, wie Reflexe, Automatismen (z. B. Saugreflex als Baby)

Exogene Einflussfaktoren auf die Entwicklung – Erziehung und soziales Umfeld

Von exogenen Faktoren spricht man, wenn Reize, die ein Kind durch seine Umwelt aufnimmt, bestimmte Entwicklungsprozesse auslösen. Die Umwelteinflüsse ermöglichen eine gesunde Entwicklung, können aber auch zu Entwicklungsstörungen führen. Am Beispiel von Luana kannst Du erkennen, wie der Einfluss der Familie auf die Sprachentwicklung aussehen kann:

Luana wächst mit älteren Geschwistern auf. Dadurch, dass ihre Eltern und ihre Geschwister sehr viel miteinander reden, beginnt Luana schon früh selbst zu sprechen, da sie die Sprache, die sie jeden Tag umgibt, nachahmt.

Autogene Einflussfaktoren auf die Entwicklung – Selbststeuerung

Bei der Selbststeuerung spricht man auch von autogenen Faktoren. Diese beziehen sich auf den Willen einer Person. Setzt sich das Kind von selbst und aktiv mit seiner Umwelt auseinander, spricht man von autogenen Kräften. Das Kind übt also selbst Einfluss auf seine Entwicklung aus. Ein Beispiel hierfür ist die Sprachentwicklung:

Shane ist eher schüchtern und introvertiert. Als er etwas älter wird, merkt er, dass diese Eigenschaften ihn daran hindern neue Freundschaften zu schließen. Da Shane aber gerne neue Menschen kennenlernen möchte, entschließt er sich trotz seiner Schüchternheit, auf dem Sportplatz andere Kinder anzusprechen.

Einflussfaktoren Entwicklung - Das Wichtigste

  • Die menschliche Entwicklung besteht aus fünf verschiedenen Teilen. Dazu gehören:
    • kognitive Entwicklung: Fähigkeit, Gegenstände, Situationen, Personen oder auch sich selbst zu erkennen und einzuordnen
    • emotionale Entwicklung: Kompetenz, unterschiedliche Gefühle wahrzunehmen und die eigenen Gefühle zum Ausdruck bringen zu können
    • soziale Entwicklung: Fähigkeit, Beziehungen zu anderen Menschen herzustellen
    • motorische Entwicklung: alle Bereiche der Bewegung und Bewegungsabläufe
    • sensorische Entwicklung: Entwicklung der unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche
  • Generell lassen sich die Einflussfaktoren in drei Bereiche unterteilen:
    • endogene Faktoren (Genetik)
    • exogene Faktoren (Umwelteinflüsse)
    • autogenen Faktoren (Selbststeuerung)

Nachweise

  1. Grundwissen Psychologie - Sekundarstufe II (2022). Cornelsen Verlag GmbH.
  2. Lehrbuch Psychologie (2014). Springer.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Einflussfaktoren Entwicklung

Es gibt drei Faktoren, die die Entwicklung beeinflussen: 

  • endogene Faktoren (Genetik)
  • exogene Faktoren (Umwelteinflüsse)
  • autogenen Faktoren (Selbststeuerung)

Soziale Einflussfaktoren sind das soziale Umfeld, in dem man aufwächst und durch das ein Mensch geprägt wird.

Faktoren, die eine positive Entwicklung fördern können, sind: 

  • soziale Kompetenz.
  • positive Selbstwahrnehmung.
  • angemessene Selbststeuerungsfähigkeit.
  • Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.
  • angebrachter Umgang mit Stress.
  • Fähigkeit Probleme zu lösen

Die Erziehung beeinflusst die Entwicklung dadurch, dass die Erziehung einen entscheidenden Einfluss auf das Erlernen von Denkens- und Verhaltensweisen hat und dadurch auch Einfluss die Entwicklung der Persönlichkeit hat.

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