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Denken

Während Du diesen Satz liest, denkst Du automatisch über das Gelesene nach. Vielleicht denkst Du nebenher auch darüber nach, was Du am Wochenende unternehmen möchtest oder Du fragst Dich, was Deine Freund*innen in diesem Augenblick wohl machen. Du denkst ständig – sowohl bewusst als auch unbewusst. Aber was genau bedeutet der Begriff "Denken"?

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Während Du diesen Satz liest, denkst Du automatisch über das Gelesene nach. Vielleicht denkst Du nebenher auch darüber nach, was Du am Wochenende unternehmen möchtest oder Du fragst Dich, was Deine Freund*innen in diesem Augenblick wohl machen. Du denkst ständig – sowohl bewusst als auch unbewusst. Aber was genau bedeutet der Begriff "Denken"?

Denken – Definition

Klären wir zunächst die Frage, was denn eigentlich der Begriff Denken bedeutet. Dazu siehst Du hier die Definition vorbereitet:

Das Denken beschreibt alle (psychologischen) Vorgänge, die durch innere Beschäftigung, Erinnerungen und Vorstellungen stattfinden. Dabei sind uns meist nur die Endprodukte des Denkens bewusst und nicht die Denkprozesse, die vorher ablaufen.

Denken findet größtenteils durch das Aufnehmen von Informationen statt. "Informationsaufnahme" beschreibt alle Vorgänge, die dazu führen, dass ein Reiz in unser Gehirn gelangt und von dort für die Weiterverarbeitung bereitsteht. Mehr findest Du in unserer Erklärung dazu.

Formen des Denkens

Wenn wir denken, kann das auf einer Idee oder einem Einfall beruhen. Es kann auch spontan durch Gefühle, Situationen, Sinneseindrücke oder Personen ausgelöst werden. Dabei kann das Denken auf die eigene Wahrnehmung oder die Intuition gestützt sein: Bei der Wahrnehmung nehmen wir Informationen durch unsere Sinnesorgane auf. Wenn wir Informationen durch unsere Intuition verarbeiten, vertrauen wir mehr auf unser Bauchgefühl als auf den Input, den wir durch unsere Sinnesorgane erhalten.

Man unterscheidet zwischen zwei Formen des Denkens: dem automatischen und dem kontrollierten Denken. Das automatische Denken findet unbewusst und absichtslos statt. Es läuft damit unwillkürlich und ohne Mühe ab. Im Alltag sind viele unserer Denkprozesse ganz automatische Abläufe, wie z. B. die Morgenroutine:

Wenn Du morgens aufstehst und ins Bad gehst, um Deine Zähne zu putzen, dann denkst Du nicht wirklich darüber nach. Du putzt Deine Zähne und das verläuft mehr oder weniger ganz automatisch. Das Gleiche geschieht, wenn Du Dein Frühstück isst oder wenn Du auf dem Weg zur Schule einer Person auf der Straße ausweichst, weil sie Dir im Weg steht. Solche alltäglichen Handlungen geschehen, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken.

Das kontrollierte Denken ist eine bewusste Form des Denkens. Es ist absichtlich, freiwillig und aufwendig. Das Denken benötigt also Konzentration: Wir nehmen etwas wahr und denken bewusst darüber nach, wie z. B. beim Lernen:

Wenn Du für eine Prüfung lernst, denkst Du bewusst über das Gelesene nach und versuchst das Gelesene dadurch, im Gedächtnis zu behalten.

Denken – Psychologie

Das menschliche Denken unterscheidet sich zu gewissen Teilen vom tierischen. Ein Hauptunterschied ist, dass unser Denken viel flexibler ist. Die Psychologie geht davon aus, dass die Einzigartigkeit des menschlichen Denkens auf folgenden Punkten basiert:

  • Aktuelle Informationen und bekanntes Wissen können zu neuen Problemlösungen verknüpft werden
  • Problemlösungen können auf andere Situationen übertragen werden
  • Symbole können konstruiert und verstanden werden
  • Das Abgrenzen von abstrakten Denkprozessen zu Emotionen und Sinneseindrücken.

In der Psychologie wird diese geistige Leistungsfähigkeit und die Fähigkeit, sich neues Wissen anzueignen und logisch zu denken, auch als Intelligenz bezeichnet. Wenn Du mehr zu diesem Thema erfahren willst, dann schau Dir die Erklärung "Arten von Intelligenz" an.

Denken in der kognitiven Psychologie

Die kognitive Psychologie betrachtet das Denken als eine Mischung aus Gedächtnisleistung und logisch abstrakter Symbolverarbeitung. Mithilfe von Modellen (kognitiven Architekturen) werden Denk- und Problemlösungsprozesse simuliert. Im folgenden Abschnitt lernst Du einige der Modelle kennen.

Die ACT-Theorie von John R. Anderson

Adaptive Control of Thought Theory (ACT), ursprünglich Active Control of Thought genannt, ist eine Theorie zur Erklärung der kognitiven Leistungen des Denkens, der Sprache und des Gedächtnisses des Menschen. Eingeführt wurde sie 1983 von John R. Anderson und wird seitdem fortlaufend weiterentwickelt.

Diese Theorie versucht zu erklären, wie Menschen ihr Wissen strukturieren und weshalb sie zu intelligentem Verhalten in der Lage sind. Außerdem möchte die Theorie ein Modell bereitstellen, mit dem die Kognitionswissenschaften und die Künstliche-Intelligenz-Forschung Computersimulationen der geistigen Leistungen des Menschen darstellen können.

Die ACT nimmt drei Gedächtnisarten an:

  • Deklaratives Gedächtnis (Wissensgedächtnis): Speicherung von Tatsachen, Fakten und Ereignissen: Die Informationen können bewusst abgerufen werden
  • Prozedurales Gedächtnis (Verhaltensgedächtnis): Speicherung automatisierter Handlungsabläufe (etwa das Gehen, Radfahren oder Autofahren)
  • Arbeitsgedächtnis: Kurzzeitige Speicherung aufgenommener Informationen: Die Informationen werden ins Langzeitgedächtnis transferiert.

Wenn Du Dich für das Thema Gedächtnis noch mehr interessierst, dann lies Dir doch auch die Erklärung "Gedächtnis" und "Langzeitgedächtnis" durch.

Die PSI-Theorie von Dietrich Dörner

Die PSI-Theorie (Theorie der Persönlichkeits-Systeme-Interaktionen) untersucht die Absichts- und Handlungsorganisation des Menschen. Es wird versucht, die wesentlichen psychischen Funktionen zu erklären. Dazu gehören:

  • Wahrnehmung
  • Denken
  • Lernen
  • Emotion
  • Motivation
  • Gedächtnis

Der Mensch wird als ein sich selbst regulierendes System beschrieben. Das bedeutet, der Mensch besitzt die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Verhaltensweisen zu steuern.

Dietrich Dörner ist ein aus Deutschland stammender Psychologe. Sein Hauptaugenmerk liegt vordergründig auf der künstlichen Intelligenz, der Modellierung und Simulation von Emotionen, sowie der Absichts- und Handlungsorganisation. Bekanntheit erreichte er durch das "EMO-Projekt", in dem ein emotionaler Roboter programmiert und simuliert wurde.

Die SOAR-Theorie

Soar (früher SOAR als Akronym für State, Operator Apply Result) ist eine Theorie, die alle primitiven Mechanismen und Strukturen (dazu gehören etwa die Informationsaufnahme oder das Problemlösen) beschreibt, die der menschlichen Kognition zugrunde liegen.

Menschen verarbeiten nach der SOAR-Theorie Symbole oder auch akustische oder visuelle Signale. Sie können anhand der Symbole und der verschiedenen Arten, wie sich die Symbole interpretieren und kombinieren lassen, auf unterschiedliche Weise handeln. In der SOAR-Theorie geht man davon aus, dass diese Fähigkeit, Symbole zu verarbeiten, intelligentes Handeln ermöglicht.

Denken in der Entwicklungspsychologie

Denken hängt oft mit Wissen und Erfahrung zusammen. Die Entwicklungspsychologie erforscht unter anderem, wie Kinder lernen, Zusammenhänge zu erkennen. Die Kette an kausalen Zusammenhängen wächst mit dem, was wir erleben und denken. Ein Beispiel hierfür findet sich schon in den frühen Erfahrungen, die wir in der Kindheit sammeln, wieder:

Ein Kind lernt durch Erfahrung den Zusammenhang zwischen Weihnachten und Geschenken zu erkennen. Nun denkt es, wenn es etwas über Weihnachten im Fernsehen sieht, an Geschenke.

Alles, was Du über die menschliche Entwicklung aus psychologischer Perspektive wissen musst, erfährst Du in der Erklärung "Entwicklungspsychologie".

Denken in der Motivationspsychologie

Beim Denken ist auch die Leistungsmotivation relevant. Beim Vorgang des Lernens muss sich das Denken, die Vorstellung, die aktuelle Wahrnehmung und auch das Gedächtnis auf das Ziel konzentrieren. Die Automatisierung aller bedeutsamen Reaktionen ist nötig, damit der Menschen auch unter Leistungsdruck über das komplette persönliche Leistungsspektrum verfügt. Ein Beispiel hierfür findest Du im Sport:

Beim Fußballspielen wäre das Ziel, das man sich setzt und an das man denkt, während man mit dem Ball über das Spielfeld dribbelt, das Tor. Alles konzentriert sich in dem Moment auf das Treffen des Tores.

Unter Leistungsmotivation wird die allgemeine und relativ überdauernde Tendenz des Menschen verstanden, als wichtig bewertete Aufgaben mit Energie, Ausdauer und Elan bis zum erfolgreichen Abschluss zu bearbeiten.

Wie funktioniert Denken?

Alle Gedanken haben ihren Ursprung im Gehirn, fast alle davon im Großhirn. Im Großhirn agieren beim Denken Netze aus Neuronen miteinander. Zum Erfassen von einzelnen Gedanken gibt es jedoch keine zentrale Stelle. Ein Gedanke verstreut sich immer gleichzeitig über das gesamte Gehirn. Dabei breitet sich eine Unmenge elektrischer Signale blitzschnell in unserem Kopf aus und tausende von Zellen werden aktiv.

Neuronen sind Zellen, die durch elektrische und chemische Impulse Signale aufnehmen und dadurch diese als Informationen verarbeiten und weitergeben.

Die Information (also insbesondere das, was wir sehen oder hören) wird dann von Zelle zu Zelle weitergegeben. Verbunden sind die Zellen durch ihre Synapsen. Synapsen sind eine Art enger Spalt zwischen den einzelnen Nervenzellen, die den Informationstransport in alle Richtungen ermöglichen. Dabei schüttet eine Nervenzelle eine Substanz aus, die von der Nächsten wahrgenommen und weitergeleitet wird. Die Vernetzung von Nervenzellen ermöglicht es uns, zu laufen, zu sprechen und zu denken.

In Abbildung 1 siehst Du eine Abbildung des menschlichen Gehirns und eine Darstellung einer Synapse. In der Abbildung kannst Du gut den Spalt zwischen den Nervenzellen erkennen und die Ausschüttung der Substanz, die dafür sorgt, dass Informationen zwischen den Nervenzellen transportiert werden.

Denken Das Gehirn und seine Synapsen StudySmarter

Abbildung 1: Das Gehirn und seine Synapsen
Quelle: bioswing.de

Jeder einzelne Gedanke hinterlässt bei dem Prozess ein eigenes, unverwechselbares Muster. Es ist wie eine Art Abdruck im Gehirn. Das ist der Grund, weshalb jede Erinnerung über eine eigene und einzigartige Spur im Gehirn verfügt. Man nennt diese Abdrücke auch Gedächtnisspuren.

Mit Kernspintomografen (einem Gerät der medizinischen Diagnostik, womit eine Serie an Querschnittbildern des menschlichen Körpers erzeugt werden können) können die Muster sichtbar gemacht, gelesen und gedeutet werden. Außerdem können die Gehirnaktivitäten verfolgt und bei mehreren Versuchspersonen miteinander verglichen werden.

Noetik – Die Lehre vom Denken

Die Noetik befasst sich mit den verschiedenen Arten des Denkens. Diese unterscheiden sich durch ihren Ablauf, die benötigten Fähigkeiten und die Ergebnisse, die Du mit der jeweiligen Denkart erreichst.

Logisches Denken/schlussfolgerndes Denken

Logisches Denken erlaubt uns, Zusammenhänge zu erschließen und Muster zu erkennen. Es hilft uns auch dabei, von etwas Bekanntem auf etwas Unbekanntes zu schließen. Das logische Denken wird in zwei Hauptformen unterteilt:

  • Deduktives Denken: Hier steht eine logische Regel im Vordergrund. Anhand des Gegebenem wird eine zwingende Schlussfolgerung gezogen. Man schließt also von etwas Allgemeingültigen auf den Einzelfall. Das heißt, dass das deduktive Denken keine neuen Erkenntnisse hervorbringt. Das lässt sich an einem einfachen Beispiel gut erkennen:

Fische leben im Wasser (logische Regel). → Dein Goldfisch, Goldi, ist ein Fisch (Bedingung). → Auch Goldi lebt im Wasser (logische Konsequenz).

  • Induktives Denken: Das induktive Denken nennt man auch verallgemeinerndes Denken, da hier anhand mehrerer Beobachtungen und Bedingungen auf eine allgemeine Regel geschlossen wird. Mit der Methode können zwar neue Erkenntnisse und neues Wissen gewonnen werden, jedoch ist das Ergebnis nicht immer sicher oder gültig. Auch hier lässt sich das oben verwendete Beispiel anwenden:

Deine Goldfische Hans und Hermann leben im Wasser (Konsequenz). → Hans und Hermann sind Fische (Bedingungen). → Alle Fische leben im Wasser (Herbeiführung einer möglichen logischen Regel).

Mehr zu diesem Thema findest Du in der Erklärung "Schlussfolgerndes Denken".

Konvergentes Denken

Konvergentes Denken bedeutet das Denken in die gleiche Richtung. Bei dieser Form des Denkens geht man hauptsächlich durch das Zusammenführen und Analysieren von Informationen vor. Dabei werden Ideen gebündelt, Informationen gesammelt und zu Ergebnisse verknüpft. Das folgende Beispiel soll Dir das verdeutlichen:

Du möchtest effektiver für Deine nächste Klassenarbeit lernen. Also sammelst Du alle Informationen zum Thema effektives Lernen. Nachdem Du all diese Informationen gesammelt und aufgelistet hast, versuchst Du all diese Ideen zu einem gemeinsamen Ergebnis mit dem einem Ziel (effektiveres Lernen) zusammenzuführen.

Du möchtest mehr über "Konvergentes Denken" erfahren? Dann schau Dir die Erklärung dazu an.

Divergentes Denken

Divergentes Denken stellt einen kreativen Denkprozess dar, bei dem mehrere Lösungen gesucht werden. Diese Lösungen fallen meist spontan, durcheinander und frei ein. Es läuft oft offen und unsystematisch ab. Ein Beispiel dafür ist es, wenn man auf der Suche nach einer Lösung zu unkonventionellen Ideen greift:

Du möchtest gerne mehr Geld verdienen. Dafür versuchst Du andere Möglichkeiten als die typischen Nebenjobs. Du fängst vielleicht an, selbst gebastelten Schmuck oder selbstverfasste Texte online anzubieten und zu verkaufen, um etwas Geld zu verdienen.

Um divergent zu denken, benötigst Du die Fähigkeit, etwas neu zu erschaffen und dabei originelle und nützliche Lösungswege zu finden. Diese Fähigkeit wird auch als "Kreativität" bezeichnet.

Rationales Denken

Rationales Denken entspricht vernunftgeleitetem Denken und Handeln. Es ist auf die Zwecke und Ziele von Denkweisen und Handlungen ausgerichtet. Ein Beispiel für rationales Denken ist es, wenn wir uns Zeit dafür nehmen, wichtige Entscheidungen zu treffen und sie noch einmal in Ruhe überdenken:

Du möchtest Deinen Nebenjob wechseln? Wenn Du, bevor Du Deine Entscheidung triffst, darüber nachdenkst, welcher Job Dir mehr Vorteile verschafft und die Vor- und Nachteile abwägst, dann denkst Du rational.

Analytisches Denken

Beim analytischen Denken werden Probleme erkannt und gelöst. Es geht hierbei nicht darum, mathematische Probleme zu lösen, sondern bestimmte Sachverhalte mit der passenden "Wenn-dann-Formel" zu durchleuchten. Ein Spiel, bei welchem analytisches Denken eine große Rolle spielt, ist z. B. Schach:

Wenn mein*e Gegner*in seine/ihre Figur auf das Spielfeld D3 bewegt, auf welches Feld bewege ich dann meine Figur, um zu gewinnen?

Dynamisches Denken

Dynamisches Denken bedeutet, sich auf etwas einzulassen. Gewohnte Gedankengänge können verändert und angepasst werden. In der Psychologie und der Medizin ist dynamisches Denken unabdinglich. Es werden ständig neue Entdeckungen gemacht, die an allen Modellen und Ansichten rütteln. Um sich auf die verschiedenen Ansichten einzulassen, benötigt man die Fähigkeit des dynamischen Denkens:

Seit Jahrzehnten wird eine Krankheit mit einem bestimmten Medikament behandelt. Findet sich jedoch ein neueres Medikament, das weniger Nebenwirkungen hat, werden alte Behandlungsmethoden angepasst und aktualisiert.

Abstraktes Denken

Beim abstrakten Denken findet der Denkprozess losgelöst von komplexen Inhalten statt. Dadurch lassen sich bestimmte Inhalte verallgemeinert und somit vereinfacht betrachten. Dabei reduziert man die aufgenommenen Informationen auf das Wesentliche, um sie auf eine andere Art zu verarbeiten. Ein Beispiel hierfür wäre das Nutzen von Abkürzungen:

Es gibt drei Wegpunkte A, B und C. Die drei Punkte sind in einem Dreieck angeordnet. Statt von A über B zu laufen, um nach C zu kommen, erkennt und läuft man den einfacheren und direkteren Weg von A nach C.

Problemlösendes Denken

Problemlösendes Denken beschreibt die Fähigkeit, Probleme zu erkennen, zu analysieren und anhand dieser Analyse und durch gezielte Denkprozesse, Lösungswege für das untersuchte Problem zu finden. Ein Beispiel für problemlösendes Denken ist das Denkspiel "Die Türme von Hanoi":

In diesem Spiel werden auf die Stäbchen A, B und C, mehrere Scheibchen mit einem Loch in der Mitte gelegt. Jedes Scheibchen hat eine andere Größe. Am Anfang befinden sich alle Scheiben auf Stab A. Dabei sind sie der Größe nach geordnet. Die größte Scheibe liegt ganz unten und die kleinste ganz oben. Das Ziel ist es, alle Scheiben von Stapel A nach C zu versetzen.

Bei jedem Zug ist es nur erlaubt, die oberste Scheibe eines Stabes zu bewegen, wenn sich dort nicht schon eine kleinere Scheibe befindet. Also sind die Scheiben auf jedem Feld stets nach der Größe geordnet.

Schau Dir die Erklärung "Problemlösung" an, um mehr über dieses Thema zu erfahren.

Denken - Das Wichtigste

  • Definition: Das Denken fasst alle (psychologischen) Vorgänge zusammen, die durch innere Beschäftigung, Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen versuchen.
  • Es gibt unterschiedliche kognitionspsychologische Theorien des Denkens wie die ACT-Theorie, die PSI-Theorie und die SOAR-Theorie.
  • Man unterscheidet zwischen automatischem Denken und kontrolliertem Denken.
  • Vier Fähigkeiten machen das menschliche Denken einzigartig:
    • Aktuelle Informationen und bekanntes Wissen können zu neuen Problemlösungen verknüpft werden.
    • Problemlösungen können auf andere Situationen übertragen werden.
    • Symbole können konstruiert und verstanden werden.
    • Das Abgrenzen von abstrakten Denkprozessen zu Emotionen und Sinneseindrücken.
  • Arten des Denkens sind z.B.: logisches Denken, konvergentes und divergentes Denken oder problemlösendes Denken.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Denken

Es gibt folgende Arten des Denkens: logisches Denken, rationales Denken, analytisches Denken und dynamisches Denken.

Denken funktioniert, indem Netze von Neuronen in der Großhirnrinde zusammen arbeiten.

Die Information muss von Zelle zu Zelle weitergegeben werden. Dabei schüttet eine Nervenzelle eine Substanz aus, die von der Nächsten wahrgenommen und weitergeleitet wird. 


Menschen denken basierend auf einem Einfall oder es wird spontan durch Gefühle, Situationen, Sinneseindrücke oder Personen ausgelöst. 

Das Denken bedeutet eine Zusammenfassung aller (psychologischen) Vorgänge, die durch innere Beschäftigung, Vorstellungen und Erinnerungen eine Erkenntnis zu formen versuchen. Bewusst nehmen wir dabei meist nur die Endprodukte des Denkens, nicht aber die Denkprozesse, die sie hervorbringen, wahr. 

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