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Kognitive Entwicklung

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Die kognitive Entwicklung ist ein wichtiger Teil der allgemeinen kindlichen Entwicklung in der Entwicklungspsychologie. Hierbei geht es um die Herausbildung von zentralen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns, zum Beispiel die Fähigkeit, Gegenstände und Menschen einordnen und auseinanderhalten zu können. Doch was genau versteht man unter der kognitiven Entwicklung und was gehört alles dazu? 



Kognitive Entwicklung Definition


Die kognitive Entwicklung versteht man als Herausbildung von zentralen Fähigkeiten des Gehirns. Dazu gehören vielfältige kognitive Fähigkeiten. Die Definition lautet folgendermaßen:

 

Laut des Deutschen Bundesverbands für Logopädie e.V. nennt man die kognitive Entwicklung von Kindern auch geistige oder intellektuelle Entwicklung. Es geht also um die Fähigkeit, Gegenstände, Situationen und Personen zu erkennen und einzuordnen.


Zu den kognitiven Funktionen zählen beispielsweise: 


  • die Sprache

  • das abstrakte Denken (z.B. das Problemlösen)

  • das Gedächtnis

  • die Aufmerksamkeit 

  • die Handlungsplanung 

  • die Wahrnehmungsfähigkeit


Möchtest du mehr zu der Sprachentwicklung eines Kindes erfahren? Dann schaue dir gerne unseren Artikel dazu an!


Die Bedeutung der kognitiven Entwicklung 


Eine zentrale Rolle in der kognitiven Entwicklung nimmt die Entwicklung der Intelligenz ein. Die Voraussetzungen von Denken und Intelligenz bilden dabei die Wahrnehmung, die Gedächtnisleistung und die Sprachbeherrschung. Diese Voraussetzungen nennt man auch "kognitive Stützfunktionen", denn die kognitive Entwicklung stützt sich auf diese Funktionen.



Beispiele für kognitive Fähigkeiten


Es gibt viele verschiedene kognitive Fähigkeiten, die für das Alltagsleben eines Menschen zentral sind. Sie werden alle Schritt für Schritt im Kindesalter entwickelt. Im Laufe der Kindheit werden vor allem folgende kognitive Fähigkeiten erlernt:


  • Problemlösung

  • Kreativität

  • Entscheidung

  • Planung

  • Orientierung

  • Imagination/Vorstellungskraft

  • Argumentation

  • Introspektion/Selbstbeobachtung


Dabei gibt es unterschiedliche Theorien, wie genau sich diese Fähigkeiten bei Kindern entwickeln. Im Folgenden lernst du sie und ihre Vertreter genauer kennen.



Theorien der kognitiven Entwicklung


Man versteht das Denken meist als einen Ausdruck höherer geistiger Prozesse. Geistige Prozesse sind zum Beispiel logisches Schlussfolgern und Problemlösen. Allerdings ist es ein Problem, dass das Denken intern, also im Gehirn abläuft und man einem Menschen diese inneren Körpervorgänge nicht ansieht. Daher ist das Denken von außen nicht zu beobachten. 

Vor allem von jüngeren Kindern kann es sprachlich kaum beschrieben werden. Deshalb stellt es eine große Herausforderung dar, kindliches Denken zu untersuchen. 


Jean Piaget


Die wohl einflussreichste Theorie der kognitiven Entwicklung stammt von dem Schweizer Forscher Jean Piaget (1896-1980). Er begann ab den 1920er-Jahren, die kindliche Entwicklung zu untersuchen. Eine von Piagets Hauptaussagen besteht darin, dass Kinder vier aufeinander aufbauende Phasen bzw. Stadien durchlaufen. Jedes Stadium enthält dabei eigene Merkmale des Denkens.


Da seine Theorie eine so wichtige Bedeutung in der Entwicklungspsychologie hat, erfährst du weiter unten Genaueres zu seinen Forschungen.


Wenn dich die Forschungen von Piaget interessieren, kannst du dir auch den Artikel zum Bindungsverhalten auf StudySmarter anschauen.


Lew Wygotski


Zeitgleich zu Piaget entstand eine andere einflussreiche Theorie der kognitiven Entwicklung: Die soziokulturelle Theorie von Lew Wygotski (1896-1934). Sie stammt aus der Kultur Russlands. WyKognitive Entwicklung, Kognitive Entwicklung Theorien, StudySmarterAbbildung 1: Der Psychologe Lew Wygotski
Quelle: gedankenwelt.de
gotski untersuchte in seiner Theorie, welche Bedeutung der kulturelle Kontext, also das Umfeld, in dem man aufwächst, für die kognitive Entwicklung hat. 


In seiner Theorie wird das Kind in erster Linie als soziales Wesen betrachtet, das sein Denken im Kontext des Denkens anderer Personen entwickelt. Wygotski ging also davon aus, dass die vielfältigen Gedanken eines Kindes sich durch den Austausch zwischen dem Kind und anderen Personen ergeben. 


Wygotski war außerdem der Überzeugung, dass sich Kinder selbst mithilfe psychologischer Werkzeuge formen. Die Sprache ist für ihn dabei das wichtigste psychologische Werkzeug. Andere Werkzeuge sind das Zahlen- und das Schriftsystem, sowie mnemotechnische Mittel. Dies sind Techniken, um die Gedächtnisleistung zu verbessern, wie beispielsweise Eselsbrücken.


Domänenspezifische Theorien


Heutzutage gibt es außerdem die sogenannten domänenspezifischen Theorien. Dabei wird angenommen, dass die kognitive Entwicklung nicht, wie Piaget meinte, auf unterschiedlichen Denkstufen beruht. Stattdessen geht man davon aus, dass die Veränderungen des kindlichen Denkens durch bestimmte Erfahrungen und erworbenes Wissen beeinflusst werden. Nach diesen Theorien ist der Mensch von Geburt an mit bestimmten Lernmechanismen ausgestattet, zum Beispiel dem Drang, die Umwelt zu erkunden, mit deren Hilfe er schnell neues Wissen aufnehmen kann. 


Mit dem Begriff domänenspezifisch ist in der Kognitionsforschung die Erkenntnis gemeint, dass kognitive Entwicklung abhängig vom Wissen über bestimmte Sachverhalte ist.  


Dabei kann das kindliche Wissen drei Bereichen zugeordnet werden: 


  • Wissen über das Verhalten von Objekten

  • Wissen über das Verhalten von Menschen 

  • Wissen über das Verhalten von nicht menschlichen Lebewesen 


Mithilfe des folgenden Beispiels werden die domänenspezifischen Theorien klarer:


Säuglinge kommen mit bestimmten kognitiven Fähigkeiten auf die Welt, wie der Fähigkeit, Stimmen zu verarbeiten. Diese erlauben es ihnen, domänenspezifische Wissenssysteme (zum Beispiel physikalisches Wissen, mathematisches Wissen, biologisches Wissen) auszubilden. Sie bilden das Kernwissen. Der weitere Wissenserwerb ist durch die kontinuierliche Erweiterung des Kernwissens gekennzeichnet.



Die kognitive Entwicklung nach Piaget


Jean Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung ist eine umfassende Theorie über die Entwicklung der menschlichen Intelligenz. Die Theorie beschäftigt sich mit der Natur des Wissens und wie Menschen Wissen erwerben, aufbauen und nutzen. Man nennt Piagets Theorie auch die Entwicklungsstufentheorie.


Grundlagen der Theorie


Im Jahr 1919 arbeitete Piaget an der Alfred-Binet-Laborschule in Paris und war fasziniert von der Tatsache, dass Kinder unterschiedlichen Alters beim Lösen von Problemen unterschiedliche Fehler machten. Seine dortigen Erfahrungen und Beobachtungen waren der Beginn seiner Theorie.


Kognitive Entwicklung, piaget kognitive Entwicklung, StudySmarterAbbildung 2: Der Entwicklungspsychologe Jean Piaget
Quelle: biography.com

Piaget glaubte, dass Kinder keine „kleinen Erwachsenen“ sind, die einfach weniger wissen, sondern dass Kinder eine andere Denkweise als Erwachsene haben. Aus der Überzeugung heraus, dass Kinder große kognitive Fähigkeiten haben, entwickelte Piaget vier verschiedene kognitive Entwicklungsstadien. Es gelang ihm, diese einzelnen Phasen unterschiedlichen Altersstufen zuzuordnen. Somit konnte nachvollzogen werden, wie Kinder ihre kognitiven Fähigkeiten entwickeln. 


Für Piaget war kognitive Entwicklung also eine fortschreitende Re- und Neuorganisation verschiedener geistiger Prozesse, die sich aus biologischer Reifung und Umwelterfahrungen ergeben. Er glaubte, dass Kinder ein Verständnis von der Welt konstruieren. Dabei nehmen sie Unstimmigkeiten zwischen dem, was sie bereits wissen, und dem, was sie in ihrer Umgebung entdecken, wahr. Entlang dieser Unstimmigkeiten können sie dann ihre Vorstellungen von der Welt entsprechend anpassen. 


Vom Kind zum Erwachsenen - Die Phasen der kognitiven Entwicklung 


In seiner Theorie der kognitiven Entwicklung schlug Piaget vor, dass ein Kind vier Entwicklungsstadien bzw. Phasen durchläuft. Er unterschied dabei: 


  • die sensomotorische Phase

  • die präoperative Phase

  • die konkrete operative Phase

  • die formale operative Phase


Die sensomotorische Phase


Diese Phase erstreckt sich von der Geburt bis zum Spracherwerb. Säuglinge konstruieren hier nach und nach das Wissen und Verständnis der Welt, indem sie Erfahrungen aus körperlichen Interaktionen mit Objekten verknüpfen. Säuglinge gewinnen ihr Wissen aus der Welt also durch die körperlichen Handlungen, die sie in ihr ausführen. 


Dazu ein Beispiel, das dir das Prinzip etwas verdeutlicht:


Ein Kind macht beispielsweise verschiedene Erfahrungen des Sehens oder des Hörens, während es nach Spielzeug greift oder gegen Gegenstände tritt.


Kinder lernen zudem, dass sie von der Umwelt getrennt sind. Sie lernen, über Aspekte der Umwelt nachzudenken, auch wenn diese nicht in Reichweite der Sinne des Kindes liegen. In der sensomotorischen Phase ist die Entwicklung der Objektpermanenz eine der wichtigsten Entwicklungen. 


Objektpermanenz ist das Verständnis eines Kindes, dass ein Objekt (z.B. ein Spielzeug) immer noch existiert, auch wenn es das Objekt nicht mehr sehen oder hören kann. 


Bei dem Spiel "Peek-a-boo" reagieren junge Kinder, die noch keine vollkommene Objektpermanenz besitzen, auf das plötzliche Verstecken und Enthüllen eines Gesichts. Am Ende der sensomotorischen Phase entwickeln Kinder schließlich ein permanentes Selbst- und Objektgefühl und verlieren daher schnell das Interesse an "Peek-a-boo".


Es gibt sechs Unterstadien der sensomotorischen Phase:


Unterstadium
Alter des Kindes
Beschreibung
Einfache Reflexe
Geburt bis 6 Wochen
  • drei Hauptreflexe: das Saugen von Gegenständen im Mund, das Verfolgen von bewegten Gegenständen mit den Augen und das Schließen der Hand, wenn ein Gegenstand die Handfläche berührt 
  • die Reflexe werden zu konkreten Handlungen
Erste Gewohnheiten und primäre zirkuläre Reaktionsphase
6 Wochen bis 4 Monate

  • Gewohnheiten/Reflexe und Wiedergaben eines ursprünglich zufälligen Musters im Bereich des Körpers des Säuglings, z.B. Greifbewegungen
  • viel Selbstbeschäftigung
Sekundäre zirkuläre Reaktionsphase4 bis 8 Monate
  • Gewohnheiten festigen sich, Handlungen mit interessanten Ergebnissen werden wiederholt
  • die Unterscheidung zwischen Mitteln und Zwecken beginnt
Koordination der sekundären Ringreaktionsstufen 
8 bis 12 Monate
  • Sichtbares und Berührbares wird koordiniert
  • die Logik entwickelt sich
  • Orientierung an einem Ziel, das man durch einzelne Schritte erreichen kann, beginnt
Tertiäre zirkuläre Reaktionen, Neugier12 bis 18 Monate
  • Kinder experimentieren mit verschiedenen Objekten und neuen Verhaltensweisen
  • neue Mittel, um die eigenen Ziele zu erreichen bzw. um Herausforderungen zu meistern, werden entdeckt
Verinnerlichung von Schemata18 bis 24 Monate
  • der Beginn der Entwicklung von Einsicht und Kreativität des Kindes


Die präoperative Phase


Piaget konnte durch die Beobachtung von Spielsituationen die zweite Stufe seiner Theorie, die präoperative Stufe, demonstrieren. Diese Phase beginnt gegen Ende des zweiten Jahres mit dem Erlernen des Sprechens und dauert bis zum Alter von sieben Jahren


Hier können Kinder noch keine konkrete Logik verstehen und haben Schwierigkeiten, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das Denken ist also egozentrisch, was bedeutet, dass das Kind nur schwer den Standpunkt anderer verstehen kann. Allerdings sind die Kinder meist in der Lage, sogenannte "magische Überzeugungen" zu bilden.


Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei der ein Kind annimmt, dass seine Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf Ereignisse nehmen können, die ursächlich nicht verbunden sind. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden dabei ignoriert.


Die präoperative Phase ist in zwei Unterphasen unterteilt: 


  • die symbolische Unterphase 

  • die intuitive Unterphase 


Die symbolische Unterstufe besteht darin, dass Kinder in der Lage sind, Objekte in ihrem Kopf zu verstehen, darzustellen, sich an sie zu erinnern und sie sich vorzustellen, ohne das Objekt vor sich zu haben. Die Kinder können in Bildern und Symbolen denken und beispielsweise Rollenspiele spielen. 


Dazu ein Beispiel, damit dir die symbolische Unterstufe klarer wird:


Die kleine Marie ist vier Jahre alt. Ihr großer Bruder, der siebenjährige Paul, und sie spielen immer gemeinsam mit seinem Spielzeugauto. Als Paul bei seinem Freund übernachtet und seine Spielzeuge mitgenommen hat, denkt Marie während des Spielens an sein rotes Auto.


In der Unterstufe des intuitiven Denkens werden Kinder sehr neugierig und stellen in der Regel viele Warum-Fragen. Das kommt laut Piaget daher, dass sie erkennen, dass sie über ein enormes Wissen verfügen, aber nicht verstehen, wie sie es erworben haben. 


Auch hier eine beispielhafte Situation, an der das Prinzip erkennbar wird:


Paul, der große Bruder von Marie, schaut gerade mit seinem Vater einen Film an. Während des Filmes fragt Paul seinen Vater mehrmals, warum was passiert. Er hinterfragt Situationen und möchte gerne Wissen, weshalb das so dargestellt wurde. 


Konkrete operative Phase


Dieses Stadium beginnt zwischen dem 7. und 11. Lebensjahr und wird durch den angemessenen Einsatz von Logik geprägt. Während dieser Phase werden die Denkprozesse eines Kindes reifer und "erwachsener". Die Kinder beginnen, Probleme logisch zu lösenAbstraktes und hypothetisches Denken ist beim Kind allerdings noch nicht entwickelt. Es kann also nur solche Probleme lösen, die sich auf konkrete Ereignisse oder Gegenstände beziehen. 


Die Kinder sind zumeist in der Lage, induktiv zu denken. Das bedeutet, dass sie Schlussfolgerungen aus Beobachtungen ziehen können, um Verallgemeinerungen anzustellen. Deduktives Denken, also ein verallgemeinertes Prinzip zu verwenden, um den Ausgang eines konkreten Ereignisses vorherzusagen, ist aber noch schwierig. Zudem können die Kinder oft noch nicht sicher die Logik begreifenHier ein Beispiel zum besseren Verständnis des Problems:


Ein Kind kann beispielsweise verstehen, dass „A mehr als B“ und „B mehr als C“ ist. Die Frage "Ist A mehr als C?", kann das Kind aber möglicherweise nicht verstehen.


Der Egozentrismus nimmt in diesem Stadium ab, das Kind erwirbt die Fähigkeit, die Dinge aus der Perspektive einer anderen Person zu betrachten. Sieh dir gerne das folgende Szenario an:


Das Kind liest ein Buch, in dem ein Mädchen eine Puppe in eine Kiste legt und den Raum verlässt und ein Junge die Puppe danach nimmt und in eine Schublade legt. Das Mädchen aus der Geschichte kommt dann in den Raum zurück.

Ein Kind in der konkreten operativen Phase wird sagen, dass das Mädchen immer noch denkt, die Puppe sei in der Kiste, obwohl das Kind selbst weiß, dass sie in der Schublade liegt.
Es denkt damit aus ihrer Perspektive.


Formale operative Phase


Diese letzte Phase geht bis ins Erwachsenenalter. An diesem Punkt ist die Person zu hypothetischem (frei erfundenem) und deduktivem Denken (von Verallgemeinerungen auf etwas Konkretes schließen) fähig. „Was-wäre-wenn“-Situationen, die nicht immer in der Realität verwurzelt sind, können in Betracht gezogen werden. Die Fähigkeit, über abstrakte Konzepte nachzudenken, wird entwickelt. Außerdem entsteht die Fähigkeit zum „Nachdenken über das Denken“, sodass die eigenen Gedanken überwacht und reflektiert werden können.  

Hier ein Beispiel zu einer "Was-wäre-wenn"-Situation:


Ein Kind kann sich vorstellen, wie es wohl reagieren würde, wenn Aliens auf die Welt kämen.



Bewegung und kognitive Entwicklung


Kognitive Entwicklung, Bewegung und kognitive Entwicklung, StudySmarterAbbildung 3: Körperliche Aktivität
Quelle: t-online.de

Körperliche Aktivität fördert die kognitive Entwicklung von Kindern. Wenn Kinder ihre Umwelt durch körperliche Aktivität (z.B. hüpfen, springen oder balancieren) erkunden, fördern sie dabei folgende Fähigkeiten:


  • ihr Koordinationsvermögen
  • motorische und kognitive Fähigkeiten
  • ihre Sozialkompetenz


In mehreren Untersuchungen kamen Forscher*innen zu dem Ergebnis, dass Bewegung quasi klug macht:


Kinder lernen besser durch körperliche Aktivität.

- Sport- und Bewegungswissenschaftler Dieter Breithecker in der Zeitung "Der Westen" im Dezember 2011


Bewegung sei wie "Nahrung für das Gehirn", denn die Nervenzellen würden unterstützt, sich miteinander zu verbinden. Wenn Kinder Schwierigkeiten haben, in der Schule still zu sitzen, kann das also von den Bedürfnissen eines wachsenden Gehirns kommen. Der Körper bekommt durch Bewegung spezielle Botenstoffe und Sauerstoff, um wach sein zu können.


Kognitive Entwicklung - Das Wichtigste


  • Die kognitive Entwicklung nennt man auch geistige oder intellektuelle Entwicklung. Darunter versteht man die Fähigkeit, Gegenstände, Situationen und Personen zu erkennen und einzuordnen.
  • Zu den kognitiven Funktionen zählen z.B.:
    • Sprache
    • abstraktes Denken,
    • Gedächtnis
    • Aufmerksamkeit
    • Handlungsplanung
    • Wahrnehmungsfähigkeit.
  • Die wohl einflussreichste Theorie der kognitiven Entwicklung stammt von Jean Piaget. Eine seiner Hauptaussagen besteht darin, dass Kinder vier aufeinander aufbauende Phasen bzw. Stadien durchlaufen. 
  • Es gibt laut Piaget die sensomotorische Phase, die präoperative Phase, die konkrete operative Phase und die formale operative Phase.
  • Körperliche Aktivität fördert die kognitive Entwicklung von Kindern.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Kognitive Entwicklung

Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen beispielsweise die Sprache, das abstrakte Denken, das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit, die Handlungsplanung oder die Wahrnehmungsfähigkeit.

Als kognitive Aufgabe wird in der Psychologie eine Versuchsanordnung bezeichnet, die eine kleine Anzahl grundlegender mentaler Prozesse und deren spezifische Reaktionen testet.

Körperliche Aktivität fördert die kognitive Entwicklung von Kindern. Wenn Kinder ihre Umwelt durch körperliche Aktivität erkunden, fördern sie dabei ihr Koordinationsvermögen, motorische und kognitive Fähigkeiten, sowie ihre Sozialkompetenz.

Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen zum Beispiel die Problemlösung, die Planung, die Imagination und die Argumentation.

Finales Kognitive Entwicklung Quiz

Frage

Wie lautet die Definition der kognitiven Entwicklung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Fähigkeit, Gegenstände, Situationen und Personen zu erkennen und einzuordnen
Frage anzeigen

Frage

Was gehört zu den kognitiven Funktionen?

Antwort anzeigen

Antwort


  • die Sprache
  • das abstrakte Denken, zum Beispiel das Problemlösen 
  • das Gedächtnis
  •  die Aufmerksamkeit
  • die Handlungsplanung  
  • die Wahrnehmungsfähigkeit
Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Wahrnehmung, Gedächtnisleistung und Sprachbeherrschung bilden als sogenannte __ die Voraussetzungen von Denken und Intelligenz.

Antwort anzeigen

Antwort

"kognitive Stützfunktionen"

Frage anzeigen

Frage

Nenne 6 Beispiele für kognitive Fähigkeiten.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Problemlösung
  • Kreativität
  • Entscheidung
  • Planung
  • Orientierung
  • Imagination/Vorstellungskraft
Frage anzeigen

Frage

Was untersuchte Lew Wygotski in seiner Theorie zur kognitiven Entwicklung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • welche Bedeutung der kulturelle Kontext für die kognitive Entwicklung hat
  • Kind als soziales Wesen betrachtet, das sein Denken im Kontext des Denkens anderer Personen entwickelt
Frage anzeigen

Frage

Von wem stammt die Entwicklungsstufentheorie?

Antwort anzeigen

Antwort

  • vom Schweizer Entwicklungspsychologen Jean Piaget
Frage anzeigen

Frage

Welche vier Entwicklungsphasen unterschied Piaget in seiner Theorie der kognitiven Entwicklung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • die sensomotorische Phase
  • die präoperative Phase
  • die konkrete operative Phase
  • die formale operative Phase
Frage anzeigen

Frage

Was lernen Kinder in der sensomotorischen Phase?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Säuglinge konstruieren Wissen & Verständnis der Welt, indem sie Erfahrungen aus körperlichen Interaktionen mit Objekten verknüpfen
  • lernen zudem, über Aspekte der Umwelt nachzudenken, auch wenn diese nicht in Reichweite der Sinne des Kindes liegen
Frage anzeigen

Frage

Was passiert in der präoperativen Entwicklungsphase nach Piaget?

Antwort anzeigen

Antwort


  • Kinder können noch keine konkrete Logik verstehen 
  • haben Schwierigkeiten, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten
  • meist in der Lage, "magische Überzeugungen" zu bilden
Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Unterphasen der präoperativen Phase gibt es NICHT?

Antwort anzeigen

Antwort

Die deduktive Unterphase

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Kinder beginnen in der konkreten operativen Phase Probleme logisch zu lösen. __ ist beim Kind allerdings noch nicht entwickelt. Es kann also nur solche Probleme lösen, die sich auf konkrete Ereignisse oder Gegenstände beziehen.

Antwort anzeigen

Antwort

Abstraktes und hypothetisches Denken

Frage anzeigen

Frage

Was können Personen in der formalen operativen Phase?

Antwort anzeigen

Antwort

  • hypothetisches und deduktives Denken 
  • „Was-wäre-wenn“-Situationen können in Betracht gezogen werden
  • über abstrakte Konzepte nachdenken
  • „Nachdenken über das Denken“, eigene Gedanken überwachen und reflektieren
Frage anzeigen

Frage

In welchem Zusammenhang stehen körperliche Bewegung und die kognitive Entwicklung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • körperliche Aktivität fördert kognitive Entwicklung von Kindern
Frage anzeigen

Frage

Was machen Kinder in Unterstufe des intuitiven Denkens der präoperativen Phase?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Kinder werden sehr neugierig und stellen in der Regel viele Fragen 

 

Frage anzeigen

Frage

Vervollständige: Die wohl einflussreichste Theorie der kognitiven Entwicklung stammt von ...

Antwort anzeigen

Antwort

... dem Schweizer Forscher Jean Piaget.

Frage anzeigen
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