Select your language

Suggested languages for you:
Log In Anmelden
StudySmarter - Die all-in-one Lernapp.
4.8 • +11k Ratings
Mehr als 5 Millionen Downloads
Free
|
|

Die All-in-one Lernapp:

  • Karteikarten
  • NotizenNotes
  • ErklärungenExplanations
  • Lernpläne
  • Übungen
App nutzen

Wissenschaftliche Psychologie

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden

Want to get better grades?

Nope, I’m not ready yet

Get free, full access to:

  • Flashcards
  • Notes
  • Explanations
  • Study Planner
  • Textbook solutions
Wissenschaftliche Psychologie

Die Psychologie gilt als eine empirische Wissenschaft, die sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen befasst. Der Begriff stammt vom griechisch-lateinischen Psychologia ab und wird als "Lehre von der Seele" übersetzt.

Alltagspsychologie vs. wissenschaftliche Psychologie

Heutzutage ist die Psychologie nicht mehr wegzudenken. Dabei wird zwischen der Alltagspsychologie und der wissenschaftlichen Psychologie unterschieden.

Erstere befasst sich vor allem mit dem Bilden von Erklärungen für psychologische Phänomene im täglichen Leben. Sie beobachtet und erforscht also Alltagssituationen, die dann mit dem "gesunden Menschenverstand" bewertet werden.

Die wissenschaftliche Psychologie hingegen stellt Hypothesen auf, die durch methodische und neutrale Versuchsanordnungen verifiziert werden müssen. Sie verwendet klare Definitionen, ihre Aussagen sind widerspruchsfrei und ihre Erkenntnisse sind empirisch nachprüfbar. Dadurch können Theorien gebildet werden, die zu generellen Erklärungen und Vorhersagen werden. Dadurch wird sie objektiv.

In der Erklärung "Abgrenzung der Wissenschaft Psychologie zur Alltagspsychologie" bekommst Du einen tieferen Einblick in die Merkmale und Unterschiede zwischen der wissenschaftlichen Psychologie und der meist gängigeren Alltagspsychologie.

Wissenschaftliche Psychologie Beispiele

Um wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen, müssen systematische Verfahren gewählt werden. Dazu gehören zum Beispiel experimentelle Untersuchungsmethoden, Fragebögen und Interviews. Damit sucht die Psychologie nach Regeln, die für alle Menschen oder bestimmte Gruppen gelten.

Ein Fallbeispiel aus der wissenschaftlichen Psychologie: Rauchverhalten

Man möchte herausfinden, welchen Einfluss die Stimmung der Raucher*innen auf ihr Rauchverhalten hat. Dabei ist die erste Beobachtung, dass scheinbar gestresste Menschen häufiger zur Zigarette greifen, um sich zu beruhigen. Daraus wird die Theorie aufgestellt, dass Stress das Rauchverhalten von Raucher*innen bestärkt.

Um daraus eine wissenschaftliche Erkenntnis zu gewinnen, folgt eine systematische und methodische Versuchsanordnung. Ein Verfahren könnte sein, dass eine Gruppe von Raucher*innen über einen gewissen Zeitraum Tagebuch führen sollen. In diesem sollen sie jeden Tag ihre Stimmung angeben und notieren, wie viele Zigaretten sie geraucht haben.

Diese Informationen werden anschließend statistisch ausgewertet und interpretiert, bis eine empirisch nachprüfbare Aussage getroffen werden kann.

Alle psychologischen Studien, die Du in Büchern und den Medien findest, sind Beispiele der wissenschaftlichen Psychologie. Viele sind sehr bekannt und haben einen großen Einfluss auf die heutigen Erkenntnisse über die Menschen und ihr Verhalten.

Du findest in einigen der anderen Erklärungen einige dieser Studien. Ein Beispiel ist die Bobo-Doll-Studie des Psychologen Albert Bandura, welche Du in der Erklärung zum "Behaviorismus" findest.

Die Entwicklung der Psychologie als Wissenschaft

Nun geht es um die Frage, wie sich die Psychologie überhaupt zu einer wissenschaftlichen Disziplin entwickelt hat. Dabei gibt es vor allem zwei wissenschaftstheoretische Grundlagen, auf welchen die wissenschaftliche Psychologie beruht:

  • den Logischen Empirismus,
  • den Kritischen Rationalismus.

Der Logische Empirismus

Diese Strömung, die aus dem 20. Jahrhundert stammt, will vorrangig wissenschaftlich kontrollierbare und überprüfbare Erkenntnisse gewinnen. Dabei stützt sie sich auf vorhandene Erfahrungen. Um eine wissenschaftliche Sichtweise auf die Dinge zu schaffen, hat der Logische Empirismus das Induktionsprinzip entwickelt.

Induktion und Deduktion

Bei der Induktion schließt man vom Einzelnen auf das Ganze. Aus einer Beobachtung wird also eine allgemeine Erkenntnis oder ein Naturgesetz.

Beobachtung: "Gestern Morgen habe ich beobachtet, wie die Sonne aufgeht. Heute Morgen ging sie auch auf. Also muss sie wohl jeden Morgen aufgehen."

Erkenntnis/Naturgesetz: Jeden Morgen geht die Sonne auf.

Den umgekehrten Vorgang nennt man dann Deduktion. Das heißt, man schließt von einer allgemeinen Erkenntnis auf Einzelfälle.

Psychologie als Wissenschaft Das Prinzip der Induktion und Deduktion Induktion und Deduktion, StudySmarter

Abbildung 1: Das Prinzip der Induktion und Deduktion

Du siehst, dass hier durch induktive Verallgemeinerungen deduktive Schlussfolgerungen gezogen werden. Da dieser Prozess jedoch oft ein vorschneller und nicht verifizierbarer ist, wird der Logische Empirismus heute kritisch hinterfragt. Hier besteht also wie in der alltagspsychologischen Vorgehensweise die Gefahr zu subjektiven Aussagen, die als wissenschaftliche Aussagen angesehen werden.

Der Kritische Rationalismus

Der Kritische Rationalismus ist ein Ansatz, der sich auf eine methodische (planmäßig), undogmatische und rationale (vernünftige) Problemlösung stützt. Diese Denkrichtung, die auf den österreichisch-britischen Philosophen Karl Popper (1902—1994) zurückgeht, möchte damit einen vorsichtig optimistischen Blickwinkel auf das Leben und die Dinge schaffen. Sie nimmt an, dass alles im Leben Problemlösen ist und stützt sich damit auf positive Wahrnehmungen.

Es ist eine Lebenseinstellung, die zugibt, dass ich mich irren kann, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden. — Karl Popper

Das Prinzip der Falsifikation

Karl Popper hat den kritischen Rationalismus hauptsächlich durch seine Auseinandersetzung mit der Wissenschaftstheorie des Logischen Empirismus geprägt. Denn im Gegensatz zum Logischen Empirismus vertrat er die Grundidee, dass auch die sicherste Theorie falsch sein könnte. Somit hat er dem Prinzip der Induktion und Verifikation das Prinzip der Falsifikation entgegengesetzt.

Was bedeutet das nun genau?

  • Suche nach Fehlern statt nur nach neuen Verifikationen.
  • Nur Theorien, die falsifiziert werden können, sind erfahrungswissenschaftlich.

Das Prinzip der Falsifikation besagt, dass eine Hypothese niemals bewiesen, aber gegebenenfalls widerlegt werden kann.

Wie das aussehen kann, zeigt Dir das folgende Beispiel:

"Alle Schwäne sind weiß."

Beim Prinzip der Induktion wird davon ausgegangen, dass durch eine ausreichende Anzahl an Beobachtungen allgemeine Aussagen gemacht werden können, die einen Gesetzescharakter haben.

Eines der bekanntesten Beispiele ist das der schwarzen Schwäne.Beobachtung: Dieser Schwan ist weiß oder alle bekannten Schwäne sind weiß.

Schlussfolgerung: Daher sind alle Schwäne weiß.

Sind wirklich alle Schwäne weiß? Die klassische Wissenschaftstheorie sah es als ihre Aufgabe an, Hypothesen wie diese zu beweisen oder eben aus Beobachtungen herzuleiten. Jedoch müsste man dann von Einzelfällen auf eine allgemeine Regel schließen. Wenn man dann einen schwarzen Schwan sehen würde, würde man erkennen, dass die Aussage, alle Schwäne seien weiß, falsch ist.

Du siehst hier also, dass der Falsifikationismus immer nach einem Hinterfragen, einer Falsifizierung, von Hypothesen sucht, statt eine beweisen zu wollen.

Wissenschaftliche Methoden der Psychologie

Die wissenschaftliche Psychologie ist vor allem durch ihre Empirie gekennzeichnet. Das bedeutet, dass Erkenntnisse mithilfe von systematischen Datenerhebungen gewonnen werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Experimente,
  • Gespräche,
  • Fragebögen,
  • Beobachtungen.

Diese Vorgehensweisen dienen dazu, zu möglichst objektiven Erkenntnissen über menschliches Erleben und Verhalten (Handeln) im Alltag zu gelangen. Das schafft den Unterschied zur alltäglichen Psychologie, deren Aussagen auf subjektiven Erfahrungen und Beobachtungen beruhen, was nicht als wissenschaftliche Methode angesehen werden kann.

Die Psychologie als Humanwissenschaft

Die wissenschaftliche Psychologie beschäftigt sich mit der Psyche von Menschen. Daher gilt sie als Humanwissenschaft. Dennoch hat die Öffentlichkeit kein klares Bild von ihr als Wissenschaft. Sie orientiert sich eher an Anwendungsgebieten, die vor allem von der Psychoanalyse geprägt sind.

Oft steht die Psychologie im Schatten anderer Forschungsbereiche, mit welchen sie eng zusammenarbeitet. Das liegt vor allem daran, dass verbesserte technologische Untersuchungsmethoden, z. B. Hirnforschung, immer wieder neue Erkenntnisse liefern.

Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie

Die Frage nach dem Gegenstand der Psychologie als Wissenschaft lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

Der Gegenstand der Psychologie sind Verhalten, Erleben und Bewusstsein des Menschen, deren Entwicklung über die Lebensspanne und deren innere (im Individuum angesiedelte) und äußere (in der Umwelt lokalisierte) Bedingungen und Ursachen. — Philip Zimbardo (1988)

Da die Psychologie wissenschaftstheoretisch schwer einzuordnen ist, fällt eine klare Definition ihrer Aufgaben und Fragestellungen auch oft schwierig.

Die Psychologie ist sozusagen eine Integrationsfunktion an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften.

Zudem hat sie keinen eindeutigen Gegenstandsbegriff, denn dieser ist abhängig von dem jeweiligen Ansatz, der Betrachtungsweise und Aufgabenstellung sowie dem Forschungsschwerpunkt.

Die Psychologie ist nicht immer eine Grundlagendisziplin, sondern agiert oft als Neben- oder Hilfswissenschaft für andere Disziplinen.

Die Psychologie als Wissenschaft vom (menschlichen) Erleben und Verhalten

Weil die Psychologie sich als die Wissenschaft vom (menschlichen) Erleben und Verhalten versteht, die sogar physiologische Vorgänge mit einschließt, hat ihr Forschungsgegenstand mehrere Seiten. Und diese können komplett verschiedene methodische Zugänge verlangen. Dazu gehören:

  • subjektive Methoden,
  • objektive Methoden,
  • historisch verstehende Verfahren,
  • systematisch erklärende Verfahren,
  • Beobachtung und Experiment.

Damit umfasst die Psychologie-Methoden der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften.

Psychologie als Wissenschaft Psychologie als Schnittstelle von Geistes-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften, StudySmarterPsychologie als Wissenschaft Psychologie als Schnittstelle von Geistes-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften, StudySmarter

Fragestellungen der wissenschaftlichen Psychologie

Nun weißt Du, dass die Psychologie das Verhalten und Erleben des Menschen im Alltag verstehen möchte. Beides ist gut beobacht- und beschreibbar. Wenn es aber zu menschlichem Bewusstsein kommt, sieht das schon wieder anders aus. Wie genau lässt sich Bewusstsein beobachten und verstehen? Das ist eine der Fragen, mit denen sich die Psychologie auseinandersetzt. Daraus ergeben sich zahlreiche weitere Fragen über den Menschen, sein Bewusstsein, sein Verhalten, seine Wahrnehmung und Entwicklung.

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Was sind Gefühle? Wie kann man Gefühle wissenschaftlich erklären?
  • Was ist Wahrnehmung und wie funktioniert sie?
  • Ist Wahrnehmung ein bewusster oder unbewusster Prozess?
  • Wie entsteht Sozialverhalten und wodurch wird es beeinflusst?
  • Wie denkt und lernt der Mensch?
  • Wie funktioniert Erinnerung?
  • Was ist Intelligenz und kann man sie beeinflussen?
  • Was genau ist Persönlichkeitsentwicklung und wie wird sie von äußeren Faktoren beeinflusst?

Vielleicht fallen Dir selbst direkt weitere Fragen ein, die Du Dir schon einmal gestellt hast. Du siehst, diese Liste kann beliebig lang weiter geführt werden. Und um all diese Fragen beantworten zu können, wurden in der Psychologie wissenschaftliche Methoden entwickelt. Zudem hat sie, wie oben schon genannt, Methoden aus anderen Disziplinen übernommen, die ihr dabei helfen, das Verhalten des Menschen zu analysieren, zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen.

Die Psychologie lässt sich in wissenschaftlich-theoretische Grundlagendisziplinen und Anwendungsdisziplinen unterteilen.

Zu den verschiedenen Grundlagen- und Anwendungsdisziplinen findest Du viele weitere Erklärungen bei StudySmarter! Damit kannst Du ganz einfach die einzelnen Fragestellungen, Methoden und Erklärungen der Psychologie vertiefen.

Theoriebildung als Teil der wissenschaftlichen Psychologie

Ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Psychologie ist es, Theorien zu formulieren. Mit einer Theorie soll der aktuelle Zustand des Menschen unter Beachtung seiner individuellen Prägung beschrieben werden, um dann Aussagen über Verhaltensweisen im situativen Kontext und im Alltag treffen zu können.

Theorien formulieren

Um Theorien formulieren zu können, nutzt die Psychologie Erkenntnisse, die sie durch Experimente, Untersuchungen und Beobachtungen gewinnt.

Da es jedoch verschiedene Blickwinkel der Betrachtung und Paradigmen gibt, entstehen unterschiedliche Erklärungsansätze und Theorien. Somit macht die Psychologie es auch zu ihrem Gegenstand, verschiedene Ansätze und Sichtweisen zu erklären. Das Ziel dabei ist, ein mehrdimensionales Bild zu erschaffen, das nachvollziehbar ist und als Grundlage für weitere anwendungsorientierte Richtungen der Psychologie dienen kann.

Die folgende Grafik veranschaulicht, wie Paradigmen, Methoden, Theoriebildung und Anwendung in Bezug auf das Erleben, Verhalten und Bewusstsein des Menschen zusammenhängen.

Wissenschaftliche Psychologie Gegenstand der Psychologie, StudySmarterPsychologie als Wissenschaft Psychologie als Schnittstelle von Geistes-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften, StudySmarter

Interdisziplinarität: Die Stellung der Psychologie im Kanon der Wissenschaften

Die Psychologie kann keinem wissenschaftlichen Bereich eindeutig zugeordnet werden. Sie kann entweder als eigenständige Wissenschaft, als Hilfs- und Nebenwissenschaft oder als Verbindung vieler wissenschaftlicher Disziplinen angesehen werden.

Die Psychologie ist eine eigenständige Wissenschaft, eine Hilfs- und Nebenwissenschaft sowie eine interdisziplinäre Wissenschaft, die viele Disziplinen miteinander verbindet. Das ist einer der großen Unterschiede zwischen ihr und anderen wissenschaftlichen Disziplinen.

Psychologie und Neurowissenschaften

Vor allem in den letzten Jahren wurde immer deutlicher, wie eng die Psychologie mit den Neurowissenschaften verbunden ist. Durch die Weiterentwicklung beider Disziplinen gelang man zu immer spektakuläreren Forschungsergebnissen. Davon profitiert vor allem die Hirnforschung, da es immer bessere technische Möglichkeiten und Verfahren sowie wissenschaftliche Methoden gibt, um Ergebnisse zu gewinnen, z. B. funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Und warum hängen genau diese zwei Disziplinen so eng zusammen? Weil die Psyche des Menschen ohne neuronale Aktivitäten überhaupt nicht denkbar wäre.

Die Psychologie als interdisziplinäre Wissenschaft

Hier siehst Du eine Übersicht der verschiedenen Disziplinen, mit denen die Psychologie eng verbunden ist. Sie liefert den Hintergrund über menschliches Erleben und Verhalten, der in vielen anderen Disziplinen Verwendung findet, und verbindet diese dabei auch immer wieder. Deshalb wird die Psychologie auch als interdisziplinäre Wissenschaft bezeichnet.

Human Factors: Die psychologische Forschung über menschliches Verhalten wird mit Techniken und Forschung aus der Informatik verknüpft, um die Nutzerfreundlichkeit und Anwendbarkeit von Apps zu verbessern.

Wissenschaftliche Psychologie Interdisziplinarität der wissenschaftlichen Psychologie, StudySmarter

Abbildung 4: Die Psychologie als interdisziplinäre Wissenschaft

Wissenschaftliche Psychologie - Das Wichtigste

  • Die Psychologie ist eine Humanwissenschaft, die vor allem auf den wissenschaftstheoretischen Grundlagen des Logischen Empirismus und des Kritischen Rationalismus beruht.
  • Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie sind Verhalten, Erleben und Bewusstsein des Menschen.
  • Da sie nicht eindeutig als Grundlagendisziplin einzuordnen ist, agiert sie oft als Neben- oder Hilfswissenschaft für andere Disziplinen.
  • Die Psychologie verfügt auch über eine Integrationsfunktion an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften. Als interdisziplinäre Wissenschaft verbindet sie viele Disziplinen miteinander.
  • Ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Psychologie ist die Formulierung von Theorien, um den Zustand des Menschen zu beschreiben. Dazu nutzt die Psychologie durch Experimente, Untersuchungen und Beobachtungen gewonnene Erkenntnisse.
  • Da es viele verschiedene Blickwinkel der Betrachtung gibt, entstehen unterschiedliche Erklärungsansätze und Theorien.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Wissenschaftliche Psychologie

Die wissenschaftliche Psychologie ist eine Humanwissenschaft, die möglichst objektiv Erkenntnisse über das Erleben und Verhalten des Menschen gewinnen möchte.

Eine Theorie hat die Merkmale, den aktuellen Zustand des Menschen unter Beachtung seiner individuellen Prägung zu beschreiben. Damit möchte sie Aussagen über Verhaltensweisen im situativen Kontext treffen. Zur Formulierung von Theorien nutzt die Psychologie Erkenntnisse, die durch Experimente, Untersuchungen und Beobachtungen gewonnen werden.

Der Unterschied zwischen der Alltagspsychologie und der wissenschaftlichen Psychologie liegt darin, dass die Alltagspsychologie auf subjektiven Aussagen beruht, die anhand persönlicher Erfahrungen entstehen. Damit ist sie weder überprüfbar noch systematisch, also nicht wissenschaftlich. Dabei verwendet die Wissenschaftspsychologie verbindliche, wissenschaftlich fundierte Aussagen, die objektiv sind. Sie nutzt zur Auswertung neutrale Versuchs- und Testreihen.

Psychologie ist dann wissenschaftlich, wenn sie empirisch ist. Das bedeutet, dass Erkenntnisse mithilfe von systematischen Datenerhebungen gewonnen werden. Dadurch werden Erkenntnisse objektiv, was einen großen Unterschied zur alltäglichen Psychologie darstellt. Sie gilt als eigenständige Humanwissenschaft, weil sie sich mit der Psyche des Menschen befasst, ist aber ebenso eine Hilfs- und Nebenwissenschaft sowie eine interdisziplinäre Wissenschaft, die viele Disziplinen miteinander verbindet.

Finales Wissenschaftliche Psychologie Quiz

Frage

Welche zwei Strömungen spielten eine besonders große Rolle in der Psychologie des 19. Jahrhunderts?

Antwort anzeigen

Antwort

Strukturalismus und Funktionalismus

Frage anzeigen

Frage

Wer gründete das erste psychologische Labor?

Antwort anzeigen

Antwort

Wilhelm Wundt

Frage anzeigen

Frage

Auf welchem Gebiet forschten Ernst Weber und Gustav Fechner?

Antwort anzeigen

Antwort

Sinnesphysiologie

Frage anzeigen

Frage

Vervollständige den Satz:

Paul Broca und Carl Wernicke leisteten wichtige Beiträge für die...

Antwort anzeigen

Antwort

... Neuropsychologie.

Frage anzeigen

Frage

Was ist Strukturalismus?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Verständnis der Struktur von Erleben und Verhalten durch die Zerlegung in kleine Bausteine
  • Untersuchung dieser einzelnen psychologischen Bestandteile
Frage anzeigen

Frage

Bei welcher dieser Strömungen war Introspektion beliebt?

Antwort anzeigen

Antwort

Strukturalismus

Frage anzeigen

Frage

Wer führte die Statistik in die Psychologie ein?

Antwort anzeigen

Antwort

​Francis Galton

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke:

Die Psychologie ist eine ... Wissenschaft.

Antwort anzeigen

Antwort

empirische

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine empirische Wissenschaft?

Antwort anzeigen

Antwort

  • auf Erfahrung basierend
  • Überprüfung von Hypothesen und Theorien
  • methodisch-systematische Sammlung von Daten


Frage anzeigen

Frage

Worum geht es im Weber-Fechnerschen-Gesetz?

Antwort anzeigen

Antwort

Reizintensität

Frage anzeigen

Frage

Was davon passierte im 19. Jahrhundert NICHT auf dem Gebiet der Psychologie?

Antwort anzeigen

Antwort

Menschen beschäftigten sich erstmals mit psychologischen Fragen

Frage anzeigen

Frage

Was ist Funktionalismus?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Betrachtung psychologischer Vorgänge im Hinblick auf ihre Funktion
  • Verständnis von psychologischen Prozessen
Frage anzeigen

Frage

Welche dieser psychologischen Strömungen aus dem 20. Jahrhundert haben sich schon Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt?

Antwort anzeigen

Antwort

Behaviorismus

Frage anzeigen

Frage

Was meint das Zitat "Die Psychologie hat eine lange Vergangenheit, doch nur eine kurze Geschichte" von Ebbinghaus?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Psychologische Fragestellungen wurden schon in der Antike betrachtet
  • Die Psychologie als eigene, wissenschaftliche Disziplin ist erst im 19. Jahrhundert, also vor vergleichsweise kurzer Zeit entstanden
Frage anzeigen

Frage

Welches Gesetz sorgte dafür, dass viele Psychologen in den erzwungenen Ruhestand gingen?


Antwort anzeigen

Antwort

Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums


Frage anzeigen

Frage

Welche beiden psychologischen Schulen traf die NS-Diktatur in Deutschland besonders hart?


Antwort anzeigen

Antwort

​Psychoanalyse

Frage anzeigen

Frage

Richtig oder falsch?

Nach dem Krieg gab es eine gründliche Entnazifizierung in der Psychologie.

Antwort anzeigen

Antwort

falsch

Frage anzeigen

Frage

Welches Land wurde in den 40er-Jahren zur führenden Psychologie-Nation?


Antwort anzeigen

Antwort

die USA

Frage anzeigen

Frage

Womit befasst sich die Psychotechnik?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Berufseignung
  • Arbeitsleistung


Frage anzeigen

Frage

Wer gilt als Mitbegründer der Massenpsychologie?

Antwort anzeigen

Antwort

der französische Mediziner und Psychologe Gustave Le Bon

Frage anzeigen

Frage

Welches psychologische Anwendungsgebiet wurde in der Zeit des Nationalsozialismus deutlich größer?

Antwort anzeigen

Antwort

Wehrmachtpsychologie

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücken: 

Die psychologische Forschung erlebte in der NS-Zeit eine ... Verschlechterung und gleichzeitig einen ... Aufschwung

Antwort anzeigen

Antwort

  • qualitative
  • quantitaven
Frage anzeigen

Frage

Wieso wurde die Wehrmachtpsychologie 1942 teilweise wieder aufgelöst?

Antwort anzeigen

Antwort

Aufgrund der hohen Verluste war eine Auslese unnötig und unpraktisch.

Frage anzeigen

Frage

Vervollständige den Satz: 

Während des Aufschwungs des NS-Regimes hatte die Gestaltpsychologie ihr Zentrum in ...

Antwort anzeigen

Antwort

Berlin

Frage anzeigen

Frage

Vervollständige den Satz: 

Die genetische Komponente psychologischer Eigenschaften wurde zur Bestätigung von Rassenideologien und -hygiene...

Antwort anzeigen

Antwort

... überbetont.

Frage anzeigen

Frage

Richtig oder falsch: 

Viele Theorien aus der Zeit des Nationalsozialismus sind heute noch relevant.

Antwort anzeigen

Antwort

falsch

Frage anzeigen

Frage

Was ist ein Grund dafür, dass kaum (nachweisbar) gezielt psychologische Taktiken für Propagandazwecke benutzt wurden?

Antwort anzeigen

Antwort

Es gab noch nicht genug Forschung zu Einstellungsänderungen und Meinungsbeeinflussung.

Frage anzeigen

Frage

Welche drei deutschen Psychologen gelten als Begründer der "Berliner Schule der Gestaltpsychologie"?

Antwort anzeigen

Antwort

Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka

Frage anzeigen

Frage

Nenne drei Psychologen, die zu dieser Zeit ausgewandert sind.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Kurt Lewin
  • Wolfgang Köhler
  • William Stern
  • Max Wertheimer
  • Sigmund Freud
  • Kurt Koffka
  • Otto Selz
  • Karl & Charlotte Bühler
Frage anzeigen

Frage

Von welcher heutigen Teildisziplin der Psychologie war die Psychotechnik der Vorläufer?

Antwort anzeigen

Antwort

der Arbeitspsychologie

Frage anzeigen

Frage

Was wurde 1941 eingeführt und trug damit zur Professionalisierung der Psychologie bei?

Antwort anzeigen

Antwort

der Diplom-Studiengang

Frage anzeigen

Frage

Was ist ein Laborexperiment?

Antwort anzeigen

Antwort

eine vom Menschen erstelle Versuchsanordnung


Frage anzeigen

Frage

Welches sind die drei Kerngütekriterien für ein Laborexperiment? 

Antwort anzeigen

Antwort

  • Validität
  • Objektivität 
  • Reliabilität
Frage anzeigen

Frage

Was drückt die Validität aus?

Antwort anzeigen

Antwort

die Gültigkeit einer Messung 


Frage anzeigen

Frage

Zwischen welchen zwei Arten der Validität unterscheidet man?

Antwort anzeigen

Antwort

  • interne Validität 
  • externe Validität
Frage anzeigen

Frage

Was sind Störvariablen?

Antwort anzeigen

Antwort

Einflüsse, welche die Datenerhebung beeinflussen, in dem sie den Versuchsaufbau und dessen Validität stören und somit die Ergebnisse beeinflussen.

Frage anzeigen

Frage

Worum geht es bei der Objektivität?

Antwort anzeigen

Antwort

Darum, dass Mess- und Untersuchungsergebnisse unabhängig von individuellen Rahmenbedingungen sein müssen.

Frage anzeigen

Frage

Welche beiden Arten von Objektivität gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

  • interindividuelle Objektivität  
  • intraindividuelle Objektivität 
Frage anzeigen

Frage

Was ist die Reliabilität?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Gütekriterium, das die Zuverlässigkeit von Messungen statistisch erhebt.


Frage anzeigen

Frage

Was wird bei der Augenscheinvalidität geprüft?

Antwort anzeigen

Antwort

Ob Ergebnisse mit den subjektiven Voreinschätzungen von Experten übereinstimmen. 

Frage anzeigen

Frage

Nenne mindestens zwei Nachteile eines Laborexperiments.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Beeinflussung der Proband*innen durch Beobachtung
  • geringe Realitätsnähe 
  • geringe externe Validität 
Frage anzeigen

Frage

Nenne mindestens drei Vorteile eines Laborexperiments.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Kontrollierbarkeit
  • relativ gute Reproduzierbarkeit
  • gut messbar
  • Störvariablen leichter zu beseitigen 
  • hohe interne Validität
Frage anzeigen

Frage

Woraus besteht die psychologische Forschung?

Antwort anzeigen

Antwort

aus eigenen Modellen und aus Befunden der Natur-, Geistes-, und Sozialwissenschaft

Frage anzeigen

Frage

Welche psychologischen Forschungsmethoden gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

  • quantitative Forschung
  • qualitative Forschung 
  • biologische Forschung 
  • klinische Forschung
Frage anzeigen

Frage

Welche Methoden werden bei der psychologischen quantitativen Forschung genutzt?

Antwort anzeigen

Antwort

statistische Analysen

Frage anzeigen

Frage

Nenne mindestens eine Forschungsmethode der psychologischen qualitativen Forschung.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Interviews
  • Inhaltsanalysen 
  • Gruppendiskussionen
Frage anzeigen

Frage

Nenne ein Beispiel für die Anwendung von psychologischer qualitativer Forschung.

Antwort anzeigen

Antwort

die Nutzung eines Fragebogens

Frage anzeigen

Frage

Womit befasst sich die psychologische qualitative Forschung?

Antwort anzeigen

Antwort

mit der umfassenden Analyse eines Phänomens


Frage anzeigen

Frage

Nenne mindestens eine Forschungsmethode der psychologischen qualitativen Forschung.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Interviews
  • Inhaltsanalysen 
  • Gruppendiskussionen
Frage anzeigen

Frage

Was untersucht die biologische psychologische Forschung?

Antwort anzeigen

Antwort

die biologischen Grundlagen von Verhalten und Erleben des Menschen

Frage anzeigen
60%

der Nutzer schaffen das Wissenschaftliche Psychologie Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer

Alles was du für deinen Lernerfolg brauchst - in einer App!

Lernplan

Sei rechtzeitig vorbereitet für deine Prüfungen.

Quizzes

Teste dein Wissen mit spielerischen Quizzes.

Karteikarten

Erstelle und finde Karteikarten in Rekordzeit.

Notizen

Erstelle die schönsten Notizen schneller als je zuvor.

Lern-Sets

Hab all deine Lermaterialien an einem Ort.

Dokumente

Lade unzählige Dokumente hoch und habe sie immer dabei.

Lern Statistiken

Kenne deine Schwächen und Stärken.

Wöchentliche

Ziele Setze dir individuelle Ziele und sammle Punkte.

Smart Reminders

Nie wieder prokrastinieren mit unseren Lernerinnerungen.

Trophäen

Sammle Punkte und erreiche neue Levels beim Lernen.

Magic Marker

Lass dir Karteikarten automatisch erstellen.

Smartes Formatieren

Erstelle die schönsten Lernmaterialien mit unseren Vorlagen.

Melde dich an für Notizen & Bearbeitung. 100% for free.