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Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Wusstest Du, dass Schillers Werk "Kabale und Liebe" ursprünglich "Luise Millerin" heißen sollte? Der Name wurde kurz vor der Uraufführung des Stücks abgeändert, um mehr Zuschauende anzuziehen.

"Kabale und Liebe" ist nur ein Grund, weshalb Friedrich Schiller als "Dichter der Deutschen" bezeichnet wird. Er zählt zu den berühmtesten deutschen Schriftstellern, seine Werke gehören noch heute zur Weltliteratur.

Friedrich Schiller Steckbrief

Obwohl er nur 45 Jahre alt wurde, erlangte Friedrich Schiller zeit seines Lebens internationales Ansehen. Seine schriftstellerische Karriere startete holprig: Er musste sich gegen den militärischen Drill des württembergischen Herzogs Carl Eugen durchsetzen und befand sich jahrelang auf der Flucht vor Schuldigern.

Friedrich SchillerSteckbrief
Geburtsdatum10. November 1759
GeburtsortMarbach am Neckar
Sterbedatum9. Mai 1805
SterbeortWeimar
AbschlüsseStudium der Medizin
TätigkeitSchriftsteller, Dichter, Dramatiker, Geschichtsprofessor, Militärarzt
Berühmteste Werke"Die Räuber" (1781)"Kabale und Liebe" (1784)"Wallenstein" (1799)"Maria Stuart" (1800)"Wilhelm Tell" (1803/04)
LiteraturepocheSturm und Drang, Weimarer Klassik
EhefrauCharlotte von Lengenfeld (1766–1826)

Friedrich Schiller Beruf und Ausbildung

  • Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar als Sohn eines Militärarztes geboren.
  • Zwischen 1766 und 1773 lernte er an der Lateinschule in Ludwigsburg, wo er bereits seine ersten schriftstellerischen Werke "Absalon" und "Die Christen" verfasste.
  • Ab 1773 besuchte er die Karlsschule des württembergischen Herzogs Carl Eugen, der unter strikten Bedingungen einen Kreis von persönlichen Militärbeamten heranziehen wollte.
  • Während seiner Ausbildung flüchtete Friedrich Schiller sich in die Welt der Bücher, wo er unter anderem Klopstock, Shakespeare und Rousseau studierte.
  • 1780 promovierte Schiller im Fachbereich Medizin und arbeitete als Militärarzt wie bereits sein Vater vor ihm.
  • 1781 beendete Friedrich Schiller seine Arbeit an "Die Räuber", das in Mannheim von Wolfgang Heribert von Dalberg uraufgeführt wurde und ihn über Nacht bekannt machte.
  • Als Carl Eugen von Schillers literarischen Aktivitäten erfuhr und ihm ein Schreibverbot auferlegte, flüchtete Schiller mit seinem Freund Andreas Streicher nach Mannheim.
  • Von 1783 bis 1784 arbeitete er dort als Dichter am Hoftheater, wo sein nächstes Meisterwerk "Kabale und Liebe" uraufgeführt wurde.
  • Zwischen 1785 und 1787 lebte Friedrich Schiller bei wohlhabenden Verehrern seiner Arbeit.
  • In Weimar lernte Schiller 1787 Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder, Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe kennen.

Friedrich Schiller Familie und Leben in Jena und Weimar

  • Ab 1789 arbeitete Friedrich Schiller als unbezahlter Geschichtsprofessor in Jena.
  • 1790 heiratete er in Jena Charlotte von Lengenfeld.
  • Ab 1794 arbeitet er mit Johann Wolfgang von Goethe an der Literaturzeitschrift "Die Horen".
  • 1799 zog er mit seiner Frau und seinen drei Kindern von Jena nach Weimar.
  • 1800 veröffentlichte er "Maria Stuart" und 1801 "Die Jungfrau von Orléans".
  • Im Jahre 1802 wurde er geadelt und hieß seitdem offiziell Friedrich von Schiller. Im Gegensatz zu dem seines Dichterkollegen Johann Wolfgang von Goethe konnte sich dieser Titel jedoch nie durchsetzen.
  • Zwischen 1803 und 1804 veröffentlichte Friedrich Schiller sein berühmtestes Werk "Wilhelm Tell".

Friedrich Schiller Todesursache

  • Bereits im Jahr 1791 erkrankte Friedrich Schiller an Tuberkulose und erholte sich nur schwer. Sein gesundheitlicher Zustand blieb bis zu seinem Lebensende hin schlecht.
  • Am 9. Mai 1805 verstarb er an einer Lungenentzündung. Er hinterließ seine junge Frau mit den Kindern, zu denen nur wenige Monate vor seinem Tod ein Viertes dazu kam.

Friedrich Schiller Epoche und Themen

Friedrich Schiller (1759 – 1805) wirkte vor allem in den Epochen Sturm und Drang und Weimarer Klassik, daher wandte er sich mit fortschreitendem Alter auch der Epoche der Antike zu. In den 1790er-Jahren befasste er sich zudem intensiv mit den aufklärerischen Schriften des Philosophen Immanuel Kant, der die schriftstellerische Ästhetik als Entwicklung der geistigen Freiheit betrachtete.

Der Sturm und Drang (1765 bis 1790) ist eine Epoche der deutschen Literaturgeschichte. Dabei wurde bewusst mit den Regeln und Konventionen der vorigen literarischen Bewegung gebrochen. Die jungen Autorinnen und Autoren setzten stattdessen auf ihr eigenes schöpferisches Genie.

Sie rebellierten gegen die Rationalität der Aufklärung, den Fortschrittsoptimismus und enge Moralvorstellungen. Außerdem protestierten sie gegen die steife Verwendung von Sprache, indem sie Emotionalität in ihre Werke einfließen ließen.

Du möchtest mehr über diese Literaturepoche erfahren? Dann sieh Dir die Erklärung "Sturm und Drang" auf StudySmarter an!

Als Teil des Viergestirns war er neben Goethe, Herder und Wieland ein wichtiger Vertreter in der Epoche der Weimarer Klassik und wurde schnell zur Kulturikone. Literatur sowie Musik, Architektur und Kunst der Weimarer Klassik orientierten sich stark an den Idealen der Antike. Klare Formsprache, Symmetrie und inhaltliche sowie formale Ästhetik waren Bestrebungen dieser Epoche.

Die Antike galt als eine vollkommene Zeit der Harmonie und Humanität. Mit der Rückbesinnung auf diese Zeit versuchte die Weimarer Klassik Elemente der vernunftbezogenen Aufklärung und dem emotionalen Sturm und Drang miteinander zu verbinden. Ziel in dieser Epoche war es, eine perfekte Balance zwischen Verstand und Gefühl zu finden. Kunst und Wissenschaft sollten in dieser Ideologie nebeneinander existieren und sich nicht gegenseitig ausschließen.

Wenn Du mehr über diese Literaturepoche erfahren möchtest, dann sieh Dir die Erklärung "Weimarer Klassik" auf StudySmarter an!

Trotz seiner sehr konservativen Erziehung setzte sich Friedrich Schiller durch seine Literatur für den Aufstieg des einfachen Bürgertums ein. So befasste er sich beispielsweise ausführlich mit der französischen Sage um Jeanne d'Arc, die als einfache Bürgerliche zur Retterin Frankreichs wurde. Ihre Legende verarbeitete er in seinem Werk "Die Jungfrau von Orléans", wobei er sich jedoch einige dichterische Freiheiten gewährte.

Wenn Du mehr über Jeanne d'Arc erfahren möchtest, sieh Dir die Erklärung "Die Jungfrau von Orléans" auf StudySmarter an!

Die Bürgerinnen und Bürger Frankreichs verstanden auch sein Drama "Die Räuber" als Rebellion gegen die dort herrschende Tyrannei. Friedrich Schiller wurde zu Ehren seiner demokratischen Bestrebungen die französische Staatsbürgerschaft verliehen.

Friedrich Schiller Werke

Friedrichs Schillers literarisches Schaffen umfasst zahlreiche Werke der Epik und Dramatik. Zu seinen bekanntesten Stücken gehören:

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Friedrich Schiller Gedichte

Neben epischen und dramatischen Werken verfasste Friedrich Schiller auch zahlreiche lyrische Schriften. Allein 1797, in seinem sogenannten "Balladenjahr" schrieb er sechs Balladen:

  • "Der Taucher"
  • "Die Kraniche des Ibykus"
  • "Ritter Toggenburg"
  • "Der Handschuh"
  • "Der Gang nach dem Eisenhammer"
  • "Der Ring des Polykrates"

Die Ballade wird auch Erzählgedicht genannt, weil sie meist Heldentaten oder tragische Ereignisse zum Inhalt hat und eine der inhaltlich längsten Gedichtformen der deutschen Lyrik ist. Wenn Du mehr über diese Gedichtform erfahren möchtest, sieh Dir die Erklärung "Ballade" auf StudySmarter an!

Weitere berühmte Gedichte von ihm sind:

  • 1786: "An die Freude"
  • 1790: "Hektors Abschied"
  • 1798: "Die Bürgschaft"
  • 1799: "Das Lied von der Glocke"
  • 1800: "Nänie"

Du möchtest mehr über die Gedichte von Friedrich Schiller erfahren? Dann sieh Dir beispielsweise die Erklärung "Nänie" auf StudySmarter an!

Friedrich Schiller Sprache und Stil

Schillers persönlicher Stil entwickelte sich erst im Laufe seiner Schaffensjahre, wobei besonders zu Beginn die Einflüsse Gleichgesinnter zu erkennen sind. Unter den Dichtern, die Friedrich Schillers Sprache inspirierten und formten, waren vor allem:

Auch die Texte der Bibel prägten Schillers Dichtung, da er in einem sehr religiösen Haushalt aufwuchs und sie von Kindheit an studieren musste. Der Einfluss Immanuel Kants lässt sich erst in Schillers späteren Werken feststellen.

Seine kraftvollen Sprachbilder wurden bereits in jungen Jahren hochgelobt. Im Laufe der Zeit mischte sich jedoch auch Kritik unter die positiven Stimmen. Schillers Stil wurde von vielen als überanstrengt und pathetisch, also übertrieben feierlich, empfunden. Heutzutage sind seine Werke aus diesem Grund teils eher schwer zu lesen.

Friedrich Schiller Zitate

Friedrich Schillers Werke werden noch heute im Schulunterricht gelesen, seine Worte häufig und gerne zitiert. Eines vieler berühmter Zitate entstammt Schillers "Das Lied von der Glocke":

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,Ob sich das Herz zum Herzen findet.Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.1

Daraus wurde eine bekannte Redewendung, die darauf hinweist, dass die Ehe eine lange Zeit umfasst und eine ernste Sache ist. Liebende sollen sich ihrer Entscheidung sicher sein, bevor sie voreilig handeln. Eine abgewandelte Version von Schillers Worten beinhaltet außerdem die Möglichkeit, dass irgendwo in der Welt vielleicht eine Person wartet, die sich noch besser als Begleiter oder Begleiterin für die Ewigkeit eignet.

Ein mindestens ebenso bekannter Leitspruch ergibt sich aus Schillers "Wallensteins", das 1799 veröffentlicht wurde. Friedrich Schiller schreibt hier:

Wer nichts waget, der darf nichts hoffen.2

Friedrich Schiller Das Wichtigste

  • Friedrich Schiller Steckbrief: Er wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und ist der "Dichter der Deutschen". Zitate aus seinen Werken finden noch heute ihren Weg in die Alltagssprache.
  • Friedrich Schiller Epoche: Als Stürmer und Dränger wandte er sich im Laufe der Zeit der Epoche der Weimarer Klassik zu.
  • Friedrich Schiller Beruf: Er absolvierte eine Ausbildung zum Militärarzt, bevor er seinen Beruf wechselte und sich allein auf das Schreiben konzentrierte.
  • Friedrich Schiller Familie: In Jena heiratete Schiller 1790 Charlotte von Lengenfeld, mit der er vier Kinder zeugte.
  • Friedrich Schiller Werke: Seine bekanntesten Werke sind "Maria Stuart", "Die Räuber", "Kabale und Liebe" sowie seine "Wallenstein"-Trilogie.
  • Friedrich Schiller – Gedichte: Berühmte Gedichte aus seiner Hand sind unter anderem "Das Lied von der Glocke", "An die Freude" und "Nänie".
  • Friedrich Schiller Todesursache: Am 9. Mai 1805 verstarb Schiller nach langen Jahren der Krankheit. Todesursache war eine erneute heftige Lungenentzündung, nachdem er bereits 1791 mit Tuberkulose diagnostiziert wurde. Er hinterließ eine fünfköpfige Familie, die aus seiner Frau Charlotte von Lengenfeld und vier Kindern bestand.

Nachweise

  1. Gedichte-Lyrik-Online.de: Das Lied von der Glocke. (10.10.2022)
  2. Projekt-Gutenberg.org: Friedrich Schiller: Wallensteins Lager. (10.10.2022)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Friedrich Schiller

Schiller promovierte im Bereich der Medizin und arbeitet wenige Jahre als Militärarzt. Nachdem er von seiner Arbeitsstelle geflohen war, machte er die Schriftstellerei zu seinem Beruf. Ab 1789 arbeitete er als Geschichtsprofessor in Jena.

Schillers erstes Drama heißt "Die Räuber". Es machte ihn über Nacht im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt.

Schiller hat unzählige Werke geschrieben, darunter epische und dramatische Schriften sowie zahlreiche Gedichte und Balladen.

Friedrich Schiller studierte in Stuttgart an der Karlsschule des württembergischen Herzogs Carl Eugen.

Finales Friedrich Schiller Quiz

Frage

Wann wurde Friedrich Schiller geboren?

Antwort anzeigen

Antwort

10. November 1759

Frage anzeigen

Frage

In welchem Fach promovierte Friedrich Schiller 1780?

Antwort anzeigen

Antwort

Medizin

Frage anzeigen

Frage

Welche Schulen besuchte Friedrich Schiller im Laufe seiner beruflichen Ausbildung?

Antwort anzeigen

Antwort

Friedrich Schiller besuchte die Lateinschule in Ludwigsburg und die Karlsschule in Stuttgart.

Frage anzeigen

Frage

Weshalb floh Friedrich Schiller nach Mannheim?

Antwort anzeigen

Antwort

Der württembergische Herzog Carl Eugen hatte Schiller ein ausdrückliches Schreibverbot erteilt, an das sich der junge Dichter nicht halten wollte.

Frage anzeigen

Frage

Welches Werk machte Friedrich Schiller über Nacht berühmt?

Antwort anzeigen

Antwort

"Die Räuber"

Frage anzeigen

Frage

Welches ist heute als das berühmteste Werk Friedrich Schillers bekannt?

Antwort anzeigen

Antwort

"Wilhelm Tell"

Frage anzeigen

Frage

Mit wem floh Friedrich Schiller nach Mannheim?

Antwort anzeigen

Antwort

Andreas Streicher

Frage anzeigen

Frage

Wie lautete der ursprüngliche Name von Schillers "Kabale und Liebe"?

Antwort anzeigen

Antwort

Der ursprüngliche Name von "Kabale und Liebe" lautete "Luise Millerin".

Frage anzeigen

Frage

Welcher Literaturepoche gehörte Friedrich Schiller an?

Antwort anzeigen

Antwort

Sturm und Drang

Frage anzeigen

Frage

Woran erkrankte Friedrich Schiller 1791?

Antwort anzeigen

Antwort

Friedrich Schiller erkrankte an Lungentuberkulose.

Frage anzeigen

Frage

Wann ist der Todestag von Friedrich Schiller?

Antwort anzeigen

Antwort

Friedrich Schiller verstarb am 9. Mai 1805 in Weimar.

Frage anzeigen

Frage

Nenne mindestens drei Literaten, die den Schreibstil Friedrich Schillers inspirierten!

Antwort anzeigen

Antwort

  • Johann Wolfgang von Goethe
  • William Shakespeare
  • Ovid

Frage anzeigen

Frage

Welches Jahr wird auch Schillers "Balladenjahr" genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

1797

Frage anzeigen

Frage

Wie hieß die Zeitschrift, die Friedrich Schiller gemeinsam mit Johann Wolfgang von Goethe publizierte?

Antwort anzeigen

Antwort

Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe veröffentlichten gemeinsam "Die Horen".

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Frage

In welcher Stadt arbeitete Friedrich Schiller als Geschichtsprofessor?

Antwort anzeigen

Antwort

Jena

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