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Inuit

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Von den in Schnee und Eis lebenden Eskimos hast du bestimmt schon einmal etwas gehört. Doch wer sind die Inuit, die oft mit den Eskimos gleichgesetzt und in Verbindung gebracht werden? Die Inuit sind eine Ureinwohnergruppe Kanadas, die gelernt hat, in der Eiswelt des Nordens zu überleben. Hier erfährst du mehr über sie und ihre Kultur.

Bedeutung der Inuit

Neben den First Nations und den Métis, gehören die Inuit heute zu den drei Ureinwohnergruppen, die zum Großteil im Norden Kanadas, in Alaska und auf Grönland leben. Die First Nations sind die älteste Ureinwohnergruppe Kanadas. Sie leben schon seit über 12.000 Jahren im kanadischen Gebiet, während sich die Métis und die Inuit erst später im heutigen Kanada niederließen.

Die Métis stammen zur Hälfte von Europäer*innen ab, die etwa im 17. Jahrhundert nach Kanada kamen, um dort Pelzhandel zu betreiben. Mit der Zeit entstanden Beziehungen zwischen europäischen Pelzhändler*innen und Mitgliedern der dortigen Ureinwohnerstämme. Dadurch sind Métis die Nachfahren von Familien, in denen ein Elternteil indigene Wurzeln (First Nations, sowie Inuit) und ein Elternteil europäische Wurzeln hat.

Falls du mehr über die Ureinwohnergruppen Kanadas oder die kanadische Bevölkerung lesen möchtest, kannst du dir die Erklärungen "Kanada Bevölkerung" oder auch "First Nations" anschauen.

Eskimo oder Inuit?

Eskimo und Inuit werden von vielen als Synonyme (Wörter mit gleicher Bedeutung) verstanden, doch Eskimos und Inuit bezeichnen verschiedenes: Die Eskimos bilden eine Obergruppe der Inuit. Zu den Eskimos gehören neben den Inuit auch andere arktische Bevölkerungsgruppen wie die Yupik oder auch die Inupiat.

Du fragst dich bestimmt: Sollte ich das Wort Eskimo überhaupt benutzen? Ist das Wort nicht veraltet? Tatsächlich dachten die Sprachforscher*innen früher, dass Eskimo "Rohfleischesser" bedeutet. In Wirklichkeit stammt das Wort aber aus der nordamerikanischen Ureinwohnersprache und heißt übersetzt etwa "Schneeschuhflechter", weswegen das Wort Eskimo – rein von der Bedeutung her – keinesfalls abwertend ist.

Steckbrief über die Inuit

Damit du vorab schon einmal einen kleinen Überblick über die Bevölkerungsgruppe der Inuit bekommst, findest du hier einen kurzen Steckbrief zu den Ureinwohner*innen:

MerkmaleBeschreibung
NameInuit (heißt in ihrer Sprache "Mensch")
Erste Spuren3.000 v. Chr. in Kanada
LebensraumNorden Kanadas, Alaska und Grönland
SpracheInuktitut
Ursprüngliche TätigkeitenJagen und Handel mit Pelzen der erlegten Tiere
KleidungPelze und Felle der Tiere
ReligionAnimismus und Schamanismus (Glaube an Natur und Geister) und Christentum durch Missionare
Ernährung

Jagdausbeute wie Robben- und Walfleisch, sowie Fisch (meist roh, sodass die Vitamine erhalten bleiben)

Lebensweisefrüher: als Nomad*innen (umherziehende Gruppen) oder in Iglus

heute: in Dörfern im Norden Kanadas

Geschichte der Inuit

Die Inuit stammen wahrscheinlich von asiatischen Nomad*innen ab, die etwa 3.000 v. Chr. nach Alaska auswanderten. Sie kamen über die sogenannte Beringstraße, die heute eine Meerenge ist, damals jedoch noch aus Land bestand. Erst etwa 1.000 n. Chr. fanden die Inuit ihren Weg nach Kanada und Grönland. Sie überlebten, indem sie Tiere wie Robben, Fische oder auch Wale erlegten und ihre Pelze als Kleidungsstücke trugen.

Durch ihre abgeschottete Lage und die harschen Verhältnisse, bedingt durch die niedrigen Temperaturen, sowie wenig fruchtbaren Boden, gab es lange Zeit kaum andere Menschen, die zu den Inuit fanden.

Erste Begegnung mit Europäer*innen

Den ersten richtigen Kontakt mit der westlichen Gesellschaft hatten die Inuit mit der Hudson's Bay Company. Das Handelsunternehmen war 1670 durch die englische Krone beauftragt worden, den Kontinent Amerika zu erkunden und bekam dafür das sogenannte Ruperts Land zugesprochen, was an der Hudson Bay in Kanada liegt.

Da das Unternehmen sich vergrößerte, begannen die Händler auch in den Norden weiterzureisen und bei den dort lebenden Inuit Pelze einzutauschen. Die Ureinwohner*innen erhielten im Austausch Handwerksutensilien, wie Hammer und Äxte, aber auch bessere Waffen für ihre Jagd.

Viele Jahre lang herrschte davon abgesehen kaum ein direkter Kontakt zwischen Inuit und Europäer*innen. Somit blieben die Inuit weitestgehend unabhängig. Ab etwa 1800 bis 1950 ändere sich die Lebensweise der meisten Inuit jedoch drastisch.

Immer mehr wissenschaftliche Expeditionen kamen in die Region und verbesserten dabei die Infrastruktur. Die Gesellschaft wandelte sich außerdem stark, sodass Pelz zum Beispiel nicht mehr gefragt war und ein Großteil ihrer Handelsgrundlage für die Inuit wegfiel. Schwere Krankheiten wie Tuberkulose hatten zudem zur Folge, dass die schon geringe Bevölkerung weiter schrumpfte.

Überdies kamen im 20. Jahrhundert immer mehr Missionar*innen in den Norden und versuchten die dort lebenden Inuit zum Christentum zu bekehren.

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich die Bevölkerung Kanadas immer weiter aus. Dadurch waren die Inuit größtenteils gezwungen, sich in Städten niederzulassen und ihre traditionelle Lebensweise wurde immer mehr zurückgedrängt. Besonders herausfordernd war der Übergang vom Nomadenleben zur Sesshaftigkeit.

Als Nomadenleben bezeichnet man ein Leben, das nicht an einem Ort stattfindet. Die Stämme der Inuit zogen in der Landschaft umher, um ihre Lebensgrundlage zu sichern. Die Routen waren dabei besonders von den vorhandenen Tieren, wie Robben und Walen, bestimmt.

Durch diesen Übergang fiel die Jagd fast völlig weg, da sie nicht mehr mit einem sesshaften Leben vereinbar war. Zudem kaufte aus Tierschutzgründen fast niemand mehr Pelze, wodurch den Inuit ihre wirtschaftliche Grundlage genommen wurde.

Es fiel ihnen schwer, Arbeit zu finden und sich in diese neue Lebensweise einzugliedern. Das liegt vor allem daran, dass die Dörfer der Inuit sich meistens weitab jeglicher anderer Zivilisation befinden und die Infrastruktur, also Straßen und öffentliche Verkehrsmittel, im rauen Klima Nordkanadas kaum bis gar nicht vorhanden sind. Zudem mangelte es an Schulen und anderen Ausbildungsmöglichkeiten, die der Gesellschaft die Veränderung erleichtert hätten.

Viele Inuit kamen mit ihrer neuen Lebenssituation nicht zurecht. Dadurch stieg nicht nur die Zahl bei Fällen von Alkoholmissbrauch in den Inuit-Dörfern, sondern auch die Selbstmordrate. Seit den 1960er-Jahren versucht die kanadische Regierung mithilfe verschiedener Maßnahmen, wie z. B. einer Schulpflicht für Inuitkinder, die Inuit besser in die Gesellschaft einzugliedern. Jedoch gelang das bisher nur zum Teil.

Inuit und ihr Lebensraum heute

Heutzutage leben viele Inuit in Dörfern. Die Häuser sind oft auf Stelzen gestellt, damit sie vor Frost geschützt sind. Zudem haben sich die Lebensbedingungen durch Elektrizität, Stromanschluss und Heizung verbessert.

Meistens bleiben die Inuit unter sich, doch immer mehr Tourist*innen verschlägt es in die abgelegenen Regionen Kanadas. Deshalb gibt es in einigen größeren Dörfern – wie in Nunavut – touristische Gemeindehallen und Museen, die die Kultur der Inuit vermitteln und durch den Eintritt die Dorfgemeinden finanzieren.

Nunavut ist das nördlichste Territorium in Kanada, das fast nur von den Inuit bewohnt wird. Im Nordosten des Gebiets befindet sich die Baffin Island, wo sich auch die Hauptstadt der Region befindet: Iqaluit. Im Jahr 2016 lebten dort etwa 7700 Menschen. Wenn du mehr über Kanada und seine Territorien und Provinzen lernen möchtest, lies dir die Zusammenfassung "Kanada" durch.

Einige Dörfer haben nicht mehr als 20 Einwohner*innen, deshalb gibt es dort keine Schulen oder Krankenhäuser. Viele Kinder aus diesen kleinen Dörfern werden deshalb von der Familie unterrichtet. Wer krank wird, muss nach sich selbst sehen oder sehr weite Strecken zurücklegen, um ärztliche Versorgung zu erhalten. Daraus resultieren schlechte Lebensbedingungen, die wiederum oft zu Selbstmord und Alkoholismus führen, was seit Beginn der Inuit-Siedlungen ein Problem darstellt.

Trotz ihrer abgeschotteten Lage gibt es auch in den Inuit-Dörfern meist Internet oder auch einen Fernsehsender, der gemeinsam mit den First Nations und Métis betrieben wird. Der Sender strahlt kulturelle Sendungen sowie Musik aus – so mischen sich etwa Rock und Pop unter traditionelle Musikstücke.

Manche Inuit leben und kleiden sich immer noch traditionsgemäß in Fellen und Pelzen. Sie versuchen das Nomadenleben ihrer Vorfahr*innen wieder aufleben zu lassen und gehen mit Hundeschlitten auf die Jagd. Allerdings jagen sie heutzutage nicht mehr mit Harpunen, sondern mit Gewehren.

Doch der Klimawandel hat auch Auswirkungen auf die Jagd. So gefriert das Eis im Winter nicht mehr dick genug. Durch die Einbruchsgefahr ins Eis können die Inuit oft nicht mehr jagen gehen. Wie der Klimawandel das Leben der Inuit weiter beeinflusst, bleibt noch abzusehen.

Der Klimawandel beschäftigt nicht nur die Inuit, sondern betrifft die ganze Welt. Wenn du mehr zum Schutz unserer Erde wissen möchtest, lies dir die Zusammenfassung "Saving the Planet" durch.

Seit einigen Jahren versuchen die Inuit Landrechte von der kanadischen Regierung zurückzuerhalten, damit sie ihre Traditionen und ihre Kultur wieder mehr ausleben können. Durch die Landrechte wären den Inuit finanziell mehr Möglichkeiten gegeben: Die Arktis verfügt über viele Rohstoffe, darunter zählen Öl, Gas, Eisen, Gold und sogar Diamanten. Durch den Verkauf dieser Rohstoffe auf dem Weltmarkt könnten sich die Inuit finanzieren.

Kultur der Inuit

In der Vergangenheit wohnten die Inuit in Iglus, kleine runde Eisdome, die ca. vier Leute beherbergten. Im Sommer wurden Zelte aus Stein, Gras und Fell aufgebaut, die Schutz boten. Während heutzutage statt Iglus eher Blockhütten bewohnt werden und manche Teile der Inuitkultur verblasst sind, konnten wiederum andere kulturelle Aspekte erhalten werden. Über einige kulturelle Dimensionen erfährst Du in den folgenden Abschnitten mehr:

Sprache der Inuit

Etwa 64 % der 65.000 kanadischen Inuit sprechen Inuktitut (also in etwa 41.000 Personen). Inuktitut wird als "Obersprache" der Inuit angesehen und ist die am meisten gesprochene Sprache der Inuit. Dazu gibt es auch noch viele Dialekte dieser Sprache.

Hier kannst du sehen, wie das Schriftbild von Inuktitut aussieht:

Inuit Sprache StudySmarterAbbildung 1: Sprache der InuitQuelle: creartion.net

Inuktitut ist eine Sprache, die aus einem sogenannten Silbenalphabet besteht. Das bedeutet, dass ein Schriftzeichen für eine Silbe steht. Zusätzlich zu den Zeichen, die die Silben darstellen, kommen auf Inuktitut noch sogenannte Finalzeichen dazu, wie du sie in der rechten Spalte in Abbildung 1 siehst. Finalzeichen werden klein hinter einer Silbe ergänzt und verlängern oder verkürzen die Silbe.

Wie Inuktitut in der Sprache selbst geschrieben wird, siehst du auf der Karte unten. Diese zeigt dir außerdem, welche anderen größeren Sprachen es noch in Kanada und Grönland gibt.

Inuit, Inuit Sprache, StudySmarterAbbildung 2: Sprachen der Inuit in KanadaQuelle: thecanadianencyclopedia.ca

Religion der Inuit

Wie auch die Ureinwohner*innen in den USA glauben die Inuit an Geister und Seelen in jedem Lebewesen. Sie waren – und sind zu großen Teilen auch heute noch – animistischen und schamanischen Glaubens.

Animistisch bedeutet, dass alle Tiere, Pflanzen sowie leblose Dinge eine Seele haben. Die Inuit waren und sind sehr umwelt- und tierfreundlich. Sie nahmen sich nur, was sie zum Überleben brauchten und nicht mehr. In der unten stehenden Abbildung kannst du Inuit bei einem schamanistischen Ritual sehen. Sie tragen Masken und Gewänder, um Kontakt mit ihren Göttern aufzunehmen.

Inuit Religion Study SmarterAbbildung 3: SchamanismusQuelle: bivrost.com

Schamanismus ist der Glaube an götterähnliche Geister, die die Welt bewohnen. So hatte jeder Stamm der Inuit eine/n Schaman*in, der/die als Bindeglied zwischen der Geisterwelt und der realen Welt galt und meist auch für die Heilung der anderen Inuit zuständig war.

Für große Feste kamen mehrere Inuit-Stämme zusammen und bauten große Iglus, in denen nicht nur vier, sondern bis zu 100 Menschen Platz fanden. In der Mitte dieser Bauten musste genügend Platz für den Trommeltanz bleiben. Dieser wurde von einem Mann aufgeführt, der eine Rahmentrommel spielte, dazu tanzte und sang. Die Feste fanden zum Beispiel bei Totenfeiern, Hochzeiten und zum Wechsel der Jahreszeiten statt.

Wie schon zuvor beschrieben, gibt es heutzutage auch einige christliche Inuit, die früher von den Missionar*innen bekehrt wurden. Ihr Anteil ist jedoch sehr gering.

Ernährung der Inuit

Die Inuit ernähren sich zum Großteil von den Tieren, die sie bei ihrer Jagd erlegen. Dazu gehören: Robben- und Walfleisch, Fische und Rentierfleisch.

Da es schwer ist, im Norden Kanadas Holz für Feuer zu finden und das Holz durch den Schnee sehr nass wäre, essen die Inuit einen Großteil ihrer Speisen roh. Für ihre fleischlastige Ernährung ist das sogar sehr vorteilhaft, da so alle Vitamine im Fleisch erhalten bleiben und nicht durch das Erhitzen verloren gehen.

Die Unterhaut von Walen ist zum Beispiel sehr reich an Vitamin C.

Trotz des rauen Klimas wachsen in Kanadas Norden auch Beeren, wie etwa die kanadische Büffelbeere. Diese werden von den Inuit gesammelt und sind ein weiterer Bestandteil ihrer traditionellen Ernährung. Trotz des vergleichsweise hohen Vitaminvorkommens im Fleisch, ist die Ernährung der Inuit immer noch sehr einseitig und beeinflusst die Lebenserwartung. Diese liegt durchschnittlich nur zwischen 35 und 48 Jahren, was für heutige Verhältnisse sehr niedrig ist.

Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Lebenserwartung bei 79 bis 83 Jahren.

Das Jagen und die Kleidung der Inuit

Das Jagen war ein großer und wichtiger Bestandteil der Inuitkultur. Es war nicht nur überlebenswichtig, sondern auch spirituell von Bedeutung.

Die Inuit nahmen sich nur so viel von der Natur, wie sie wirklich zum Überleben benötigten. Aufgrund ihres Glaubens befolgten sie auch bei der Jagd viele Regeln und Verbote. Eine davon ist, dass das tote Tier nicht neben einen toten Menschenkörper gelegt wird. Eine weitere Regel, oder mehr ein Ritual ist, dass getöteten Tieren ein Schluck Wasser gegeben wird, da ihre Seele die Stärkung braucht.

Die Inuit jagten größtenteils Robben, Wale, Fische, Rentiere oder manchmal auch Eisbären. Als Waffen verwendeten sie dafür meist Harpunen oder Pfeil und Bogen. Heute jagen sie hauptsächlich mit Gewehren. Die Pelze der Rentiere (auch Karibu) genannt, sowie der Eisbären wurden oftmals auch verkauft oder eingetauscht.

Die Inuit verwerteten die Tiere, die sie erlegt hatten, fast vollständig. Die Knochen wurden z. B. als Stangen für die Zelte, das Fleisch zum Essen und die Haut für Schuhe oder Kleidung benutzt. Demnach bestand die Kleidung der Inuit überwiegend aus Fellen, Pelzen und Leder, da diese vom Tier stammten und gleichzeitig sehr warm hielten. Wie diese Kleidung aussehen kann, siehst du auf dem Bild unten.

Inuit Kleidung StudySmarterAbbildung 4: Inuit in traditioneller PelzkleidungQuelle: bushcraftbuddy.com

Teile der erlegten Tiere wurden auch für die Fortbewegung genutzt. Hundeschlitten waren damals die einzige Möglichkeit in der Region voranzukommen. Meistens werden die Schlitten aus Walknochen, Geweihen und Robbenhaut hergestellt. Bei den Kufen ist das Material nicht von besonderer Relevanz, solange es von einer dicken Eisschicht bedeckt ist.

Noch heute gibt es Teile der Arktis, die nur durch Hundeschlitten befahren werden können, weil das Eis zu dünn ist, um einen Motorschlitten zu halten. Je nach Größe des Schlittens werden unterschiedlich viele Hunde angespannt. Ein kleiner Schlitten wird von drei bis vier Hunden gezogen, ein langer Schlitten kann um die neun Hunde angespannt haben. Im Normalfall handelt es sich dabei um Huskys.

Der traditionelle Hundeschlitten wird Qamutiik genannt und ist besonders gut für das Eismeer geeignet, weil er flexibler ist als Schlitten, die mit Holz und Nägeln gebaut werden. Im Sommer wurden zudem Kajaks häufig verwendet, um auf dem Meer zu fahren.

Inuit - Das Wichtigste

  • Die Inuit (in ihrer Sprache heißt das "Menschen") sind eine Gruppe von weltweit 150.000 Ureinwohner*innen, die zum Großteil im Norden Kanadas, in Alaska und auf Grönland leben.
  • Die Inuit bilden eine Untergruppe der Eskimos und lebten als Nomad*innen und Jäger*innen.
  • Sie kamen etwa 3.000 v. Chr. nach Alaska und 1.000 n. Chr. nach Kanada.
  • Die Inuit ernähren sich von ihren erlegten Tieren und von gesammelten Beeren.
  • Die Religion der Inuit besteht aus dem Glauben an die Seele der Natur (Animismus) und an Naturgeister (Schamanismus).
  • Heutzutage leben die Inuit in Dörfern, tun sich jedoch schwer, sich in die kanadische Gesellschaft einzugliedern.

Inuit

Die Eskimos bilden eine Obergruppe der Inuit. Zu der Gruppe der Eskimos gehören die Inuit, die Yupik und die Inupiat. 

Es sind also alle Inuit Eskimos, aber nicht alle Eskimos sind auch Inuit.

Die Inuit leben im Norden Kanadas, in Alaska und auf Grönland. Sie lebten früher als Nomad*innen und sind immer dahin gezogen, wo es die besten Jagdgebiete gab. Sie jagten Wale, Robben und Fische.

Heutzutage leben sie in kleinen Dörfern in Nordkanada.

Die Inuit haben zum Großteil einen animistischen und schamanistischen Glauben. Das bedeutet, dass sie glauben, dass alle Dinge (Pflanzen, Tiere, unbelebte Dinge) eine Seele haben und, dass es götterähnliche Geister in der Natur gibt.

Die Inuit haben eine niedrige Lebenserwartung und werden im Durchschnitt nur 35 bis 48 Jahre alt. Ein Grund dafür ist die sehr einseitige Ernährung von fast nur Meerestieren und Fleisch.

Finales Inuit Quiz

Frage

Was heißt "Inuit" in der Sprache der Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

Es bedeutet "Mensch".

Frage anzeigen

Frage

Wie viele Inuit gibt es weltweit?

Antwort anzeigen

Antwort

2 Millionen

Frage anzeigen

Frage

Wo ist der Lebensraum der Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Nordkanada
  • Grönland
  • Alaska
Frage anzeigen

Frage

Was ist der Unterschied zwischen Eskimos und Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Eskimos sind eine Obergruppe der Inuit.
  • Die Inuit sind neben den Yupik oder auch den Inupiat ein Teil der Eskimo-Gruppierung.
Frage anzeigen

Frage

Wann kamen die ersten Inuit nach Alaska und wann nach Kanada?

Antwort anzeigen

Antwort

  • nach Alaska: 3.000 v. Chr.
  • nach Kanada: 1.000 n. Chr.
Frage anzeigen

Frage

Wer sind die Vorfahren der Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

Asiatische Nomaden

Frage anzeigen

Frage

Womit handelten die Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Pelze, Felle, Leder
  • Tiere wie Robben, Wale, Fische
Frage anzeigen

Frage

Wann hatten die Inuit erstmals Kontakt mir Europäer*innen?

Antwort anzeigen

Antwort

zu Zeiten Kolumbus'

Frage anzeigen

Frage

Wie heißt die Obersprache der Inuit und von wie vielen wird diese Sprache gesprochen?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Inuktitut 
  • gesprochen von ca. 65.000 Inuit
Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Religion der Inuit zu beschreiben?

Antwort anzeigen

Antwort

animistisch

Frage anzeigen

Frage

Woran glauben die Inuit (Religion)?

Antwort anzeigen

Antwort

  • sind animistischen und schamanistischen Glaubens
  • animistisch: laut ihrer Auffassung haben alle Tiere, Pflanzen und auch leblose Dinge eine Seele
  • schamanistisch: glauben an götterähnliche Geister, die die Welt bewohnen 
Frage anzeigen

Frage

Wovon ernähren sich die Inuit hauptsächlich? Nenne drei Beispiele.

Antwort anzeigen

Antwort

  • allgemein: von ihrer Jagdbeute
  • z.B. Wal- und Robbenfleisch
  • Karibufleisch
  • Beeren
Frage anzeigen

Frage

Wie kleiden sich die Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie tragen Pelze, Felle und das Leder der erlegten Tiere.

Frage anzeigen

Frage

Welche Lebensweise hatten die Inuit?

Antwort anzeigen

Antwort

  • lebten wie Nomaden
  • zogen in die besten Jagdgebiete
  • waren ein Jagdvolk: jagten Wale, Robben, Karibus etc. mit Harpunen und Pfeil und Bogen
Frage anzeigen
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