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Religion USA

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Die USA sind eine der religiösesten Gesellschaften der Welt und dementsprechend gibt es dort eine große Vielfalt verschiedener Konfessionen und Bräuche. Die mehreren hunderttausend Kirchen, Tempel und Moscheen dort unterstreichen noch einmal, wie religiös die amerikanische Gesellschaft ist. 


  • Die amerikanischen protestantischen Kirchen (46,5%) verteilen sich auf mehr als 200 Konfessionen
    • z. B. Baptisten, Methodisten, Lutheraner, Anglikaner, Episkopale und Quäker
  • Die römisch-katholischen Christen bilden die zweitgrößte Gruppe (ca. 20,8%)
    • rund 69 Millionen Anhänger
  • Etwa 1,9 % der Amerikaner sind jüdischen Glaubens 
  • Ca. 0,9% der Bevölkerung sind Muslime
    • in den USA am schnellsten wachsende Religion 
  • Auch der Hinduismus und eine Reihe anderer Glaubensrichtungen haben durch die Einwanderung aus Indien und anderen Ländern zugenommen
  •  Fast 25 % der Amerikaner sind nicht religiös


Zum Vergleich für dich: In Deutschland bezeichnet sich rund ein Drittel der Bevölkerung als konfessionslos


Ihren Glauben bringen die Amerikaner oft zum Ausdruck, indem sie T-Shirts tragen, die für die jeweilige Religion werben oder offen über ihre Überzeugung reden. Zudem wächst auch die Welt der religiösen Rockmusik und viele religiöse Radio- und Fernsehsendungen sind zu einem wichtigen Bestandteil des amerikanischen Lebens geworden.


In den meisten anderen Gesellschaften ist die Zahl der Kirchenbesuche rückläufig, in den USA jedoch geben sechs von zehn Menschen an, dass Religion eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. 



Trennung von Staat und Kirche


Wusstest du, dass die ersten Siedler vor allem einen Ort suchten, an dem sie ihren Glauben praktizieren können, ohne von der Regierung verfolgt zu werden?


Mit dem Entwurf der Verfassung Ende des 18. Jahrhunderts verfolgten die amerikanischen Kolonisten bezüglich der Religion vor allem zwei Ziele:

  • Sie wollten das Recht jedes Einzelnen auf freie Religionsausübung schützen
  • Sie wollten die Einführung von Religionen durch den Staat unterbinden


Die beiden einflussreichsten Politiker, die diesen doppelten Grundsatz vertraten, waren Thomas Jefferson und James Madison. Die beiden waren verantwortlich für Artikel VI der amerikanischen Verfassung. Dieser spiegelt ihre Überzeugung wider: "No religious test shall ever be required as a qualification to any office or public trust under the United States". 


Die Trennung von Kirche und Staat sorgt nicht nur dafür, dass sich die Regierung aus religiösen Angelegenheiten raushält, sie hat auch praktische Konsequenzen:


  • Die Konfessionen erhalten keine finanzielle Unterstützung von der Regierung
  • Im Gegensatz zu Deutschland werden keine Kirchensteuern vom Einkommen abgezogen


Befürworter der Trennung von Staat und Kirche argumentieren, dass dieses System die Kirche lebendiger macht, da die Kirchen gezwungen sind, ihre eigenen Ressourcen zu organisieren.


Debatte um den ersten Verfassungszusatz


Obwohl der erste Verfassungszusatz auf die Trennung von Kirche und Staat abzielt, existieren einige Beispiele dafür, dass es in der Praxis trotzdem oft zu einer Verbindung von Politik und Religion kommt.  


  • Während des Unabhängigkeitskrieges bot die Religion die Garantie, dass die Revolution in den Augen Gottes gerechtfertigt war
  • Als die Siedler in die Gebiete von Indianern zogen und die Ureinwohner vertrieben und umbrachten, taten sie dies "im Namen Gottes"
  • Die Sitzungen des US-Kongress beginnen mit dem Gebet eines Geistlichen
  • Der Präsident der Vereinigten Staaten beendet seine Botschaften an die Öffentlichkeit oft mit "God bless you" oder "God bless America"
  • Bei der Amtseinführungszeremonie bestätigt der Präsident seinen Eid mit "So help me God"


Interpretationen des ersten Verfassungszusatzes


Manche sehen in dem ersten Verfassungszusatz die Bestimmung der Gründerväter, dass sich die Regierung vollständig aus der Religion raushalten soll. Gegner dieser Ansicht argumentieren, dass der erste Verfassungssatz nicht dazu verwendet werden darf, um Amerika zu einem religionsfreien Land zu machen.

Hier ein Beispiel, wie weit der Einfluss der Regierung reichen darf:


Es geht um die langanhaltende Debatte über Gebete vor Sportveranstaltungen. Im Juli 2000 erlaubte die Schulbehörde in Santa Fe den Schüler*innen, vor den Fußballspielen Gebete über die Lautsprecheranlage zu sprechen. Eine Gruppe von Eltern ging dagegen vor und reichte Klage ein. Sie argumentierten damit, dass die Politik des Schulbezirks gegen den ersten Verfassungssatz verstoße, da so eine durchdringende religiöse Atmosphäre geschaffen werde. 


Der Streit über öffentliche Gebete wurde mehr als einmal vor den Gerichtshof der USA gebracht. Von großer Bedeutung für die aktuelle Debatte ist eine Entscheidung aus 1992. Das Gericht entschied mit 5:4 Stimme, dass Gebete bei Abschlussfeiern oder anderen offiziellen Schulveranstaltungen gegen den ersten Verfassungssatz verstoßen. 



Religiöse Gruppierungen

Die Einwohner der USA sind meistens Protestanten. Im Jahr 2020 ergab eine Umfrage, dass mehr als 45% der Befragten sich als Protestanten beschreiben. Andere weit verbreitete Religionen in den USA sind 


  • Römisch-katholische Christen
  • Juden
  • Muslime
  • Hinduisten
  • Mormonen


Protestanten


Puritaner und Calvinisten waren die ersten Siedler, die nach Nordamerika kamen. Sie suchten nach einem Ort, an dem sie ihren Glauben praktizieren können, ohne von der Regierung verfolgt zu werden. Sie verließen England und zogen zunächst nach Holland und gründeten die Separatistengemeinde. Als sie die Erlaubnis bekommen hatten, sich in Amerika niederzulassen, zogen sie weiter dort hin. 


Die Puritaner, dir vielleicht auch bekannt als Pilgerväter, verließen England 1620 mit dem Segelschiff "Mayflower". Die Reise dauerte 65 Tage und es starben 102 Passagiere während dessen. Noch an Bord des Schiffes unterzeichneten 41 Männer den sogenannten Mayflower Compact, der die Grundlage der Regierung in der Kolonie Plymouth wurde. Zudem wählten sie John Carver zu ihrem ersten Gouverneur. 


Im 18. Jahrhundert wurde Amerika zu einem religiösen Zufluchtsort für viele protestantische Gemeinden, weshalb der Protestantismus die vorherrschende Glaubensrichtung in den USA ist. Nach der Ankunft der Pilgerväter kamen immer mehr Anhänger verschiedener religiöser Gruppen in die nordamerikanischen Kolonien.


Baptisten


Im frühen 17. Jahrhundert entstand in England und Wales die baptistische Kirche. In den USA wurde die erste Baptistengemeinde 1638 in Providence, Rhode Island, von Roger Williams gegründet. Roger war ein englischer Kolonist, der sich den anglikanischen Puritanern anschloss. 

 

Der Name der Gemeinschaft leitet sich von ihrer gängigsten Praxis ab: Die Taufe von Erwachsenen durch Untertauchen. Sie glauben daran, dass nur Erwachsene bereit sind, ein Bekenntnis zu Jesus abzulegen. Der Schwerpunkt im baptistischen Gottesdienst liegt auf der Bibellesung und der Predigt. 


Taufe heißt auf englisch "baptism".


Im späten 18. und im 19. Jahrhundert fand die baptistische Kirche in den USA immer mehr Anhänger, vor allem von der dunkelhäutigen Bevölkerung. Die dunkelhäutige Baptistengemeinde spielt eine wichtige Rolle in der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre, die von Martin Luther King angeführt wurde. 

                        

                                                                    Abbildung 2: Martin Luther King
Quelle: commons.wikimedia.org


Du möchtest mehr über die Bürgerrechtsbewegung und Martin Luther King erfahren? Dann schau doch mal in unsere Artikel "The Civil Rights Movement in the USA" und "Martin Luther King".


Methodisten


Die größte Einzelgruppe der Methodisten ist die United Methodist Church mit etwa 7,6 Millionen Mitgliedern in den Vereinigten Staaten. Die methodistische Bewegung wurde im 18. Jahrhundert von John und Charles Wesley und George Whitefield in England gegründet. Schon bald verbreitete sich die Bewegung Weltweit, da die Brüder und ihre Anhänger umher reisten und predigten. 


Nachdem John Wesley 1791 starb, trennten sich die Methodisten von der englischen Kirche. In den 1840er Jahren wurde dann die Wesleyan Methodist Church of America gegründet. Die Gruppe spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Sklaverei. Aus Protest gegen Rassenvorurteile wurden auch drei große schwarze methodistische Kirchen gegründet. 


Mehr über Sklaverei in den USA erfährst du in unserem Artikel "Slavery".


Katholiken


Die Anzahl der römischen Katholiken in den USA stieg im 19. Jahrhundert. Zu diesem Zeitpunkt wurden hunderttausende Iren durch die große Hungersnot aus ihrer Heimat vertrieben. So kamen sie zur Zeit des Bürgerkriegs (1861-1865) in die Vereinigten Staaten. 


Sie wurden von der protestantischen Mehrheit dort nicht besonders gut aufgenommen, daher gründeten die Katholiken ihre eigenen Schulen. In diesen Schulen wurde der katholischen Lehre eine große Priorität eingeräumt. Aufgrund der Disziplin und der Qualität der schulischen Ausbildung zogen diese staatlichen Schulen auch eine stetig steigende Anzahl von nicht-katholischen Schülern an. 


Auch bis heute sind diese Schulen sehr beliebt. Sie erhalten jedoch keine öffentlichen Gelder und müssen von den Eltern der Schüler*innen finanziert werden. In den letzten Jahren beantragten viele Eltern mehrfach finanzielle Mittel vom Staat, um dieses separate Bildungssystem aufrecht zu erhalten. Der oberste Gerichtshof entschied jedoch, dass die Unterstützung religiöser Schulen durch den Staat gegen den ersten Verfassungszusatz verstoßen würde und staatliche Subventionen somit verfassungswidrig sind. 


Subventionen sind Gelder, die ein Betrieb oder Wirtschaftszweig als Unterstützung vom Staat bekommt. 


Vorurteile gegen Katholiken haben in den Vereinigten Staaten eine lange Tradition. Diese waren so tief verwurzelt, dass sie auch noch mehr als hundert Jahre nach der ersten Einwanderungswelle andauerten. 1960 lehnten einige Amerikaner den Präsidentschaftskandidaten John F. Kennedy ab, da er Katholik war. Die Argumentation dahinter: Wenn er gewählt werden würde, dann würde er seine Befehle vom Papst in Rom erhalten. Trotz dieser Anschuldigen gewann er die Wahlen. 


2009 wurde Joe Biden der erste katholische Vizepräsident der USA. Heute ist er der zweite katholische Präsident. 


In den USA ist die katholische Kirche heutzutage die Konfession, die in Bezug auf den ethnischen und kulturellen Hintergrund die vielfältigste ist. Durch die Einwanderungen aus Lateinamerika, insbesondere aus Mexiko, sind die Latinos die am schnellsten wachsende Gruppe und machen inzwischen 38% der Katholiken aus.


Juden


Ähnlich wie die Katholiken waren auch die Juden in den ersten Jahren der amerikanischen Republik eine kleine Minderheit.

Die meisten Juden kamen zunächst aus Mitteleuropa und gehörten der Reformbewegung an, einem liberalen Zweig des Judentums, der die alte Lehre modifiziert und an das moderne Leben angepasst hatte. Sie wurden bei ihrer Ankunft schnell akzeptiert und Antisemitismus stellte vor dem Bürgerkrieg kein großes Problem dar. 


Antisemitismus bezeichnet alle Formen von Judenhass, Judenfeindlichkeit oder Judenfeindschaft.


Die Situation änderte sich jedoch. Mit der Einwanderungswelle des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Antisemitismus. Es kam eine immer größere Zahl orthodoxer Juden aus Russland und Polen in die Vereinigten Staaten. Sie hielten sich streng an Traditionen (Kleidung, Feste) und und Gesetze (Speisegesetze) des Judentums und zogen es vor, in bestimmten Stadtvierteln eng zusammen zu leben. Daher wurden sie oft als Außenseiter betrachtet. 


Heute leben mehr Juden in den Vereinigten Staaten als in jedem anderen Land, einschließlich Israel. 


Zwischen 1935 und 1945 kamen viele Juden aus Deutschland in die Vereinigten Saaten, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. Seit 1950 kommen die meisten Juden aus dem Mittleren Nahen Osten und aus europäischen Ländern. Es hielten sich jedoch nicht alle an die traditionellen Praktiken und viele nahmen eine nicht-religiöse und liberale Haltung ein. 


Jüdische Bürger haben in allen Bereichen des amerikanischen Lebens wichtige Beiträge geleistet:


  • in der Politik
  • im Finanz- und Bankwesen
  • in der Kunst
  • in der Presse
  • in der Wissenschaft
  • in der Unterhaltungsindustrie


Viele jüdische Einwanderer gelangten schnell in die Berufswelt und an die Universitäten, wo sie zu intellektuellen Führern wurden. Berühmte Nobelpreisträger waren zum Beispiel Albert Einstein, Milton Friedman, Henry Kissinger und Bob Dylan.


Muslime


Einwanderungen im 19. und 20. Jahrhundert veränderten das Mischverhältnis religiöser Gruppen in den Vereinigten Staaten erheblich. Als Mitte der 1960er Jahre auch nicht-europäische Einwanderer zugelassen wurden, trug dies zu einem wesentlichen Wachstum von Menschen muslimischen Glaubens bei. 


Nach dem 11. September 2001 änderte sich jedoch die Einstellung gegenüber Muslimen und dem Islam drastisch. Angesichts von Terroranschlägen und Hassverbrechen stellen viele Amerikaner die Bereitschaft der Muslime zur Übernahme westlicher Werte in Frage, während sich die große Mehrheit der muslimischen Gemeinschaft selbst mit den USA identifiziert und ist gleichermaßen besorgt über islamistischen Extremismus ist.


Mormonen & Christian Science


Mormonen und Christian Science sind die bekanntesten 

Glaubensgemeinschaften mit Ursprung in Amerika. 


Wichtige Fakten über die Mormonen: 



  • Die Mitglieder werden ermutigt, religiöse Dienste zu leisten (Junge Männer und Frauen widmen zwei Jahre ihres Lebens der Missionsarbeit)
  • Der Verzicht auf Tee, Kaffee, Alkohol und Tabak ist in einem Gesundheitskodex festgelegt (Dieser wird "Wort der Weisheit" genannt)
  • Die Gleichstellung der Geschlechter stört ihrer Ansicht nach das Familienleben


Wichtige Fakten über die Christian Science


  • Gründung 1879 von Mary Baker Eddy
  • Zentraler Glaube: Gott ist die einzige Realität und die materielle Welt samt Leiden, Kampf und Tod ist unwirklich
    • Krankheiten werden als Wahnvorstellungen des menschlichen Verstands betrachtet und können folglich durch Gebete geheilt werden
    • Die Mitglieder der Kirche lehnen medizinische oder andere materielle Mittel zur Heilung ab


Andere Kirchen


Die außerordentliche Toleranz der amerikanischen Gesellschaft gegenüber Menschen mit anderer Glaubensrichtungen hat für eine große Vielfalt unterschiedlicher Religionen in den Vereinigten Staaten gesorgt. 


  • Die USA hat vielen kleineren Sekten Heimat geboten
  • Mennoniten (eine konservative protestantische Gruppe) ließ sich in Pennsylvania nieder
    • Auch bekannt als Amish-Gemeinde
    • Sie leben ein einfaches Leben, tragen schlichte Kleidung und lehnen den Einsatz von Technologie ab
  • Andere Kirchen mit hoher Mitgliederanzahl sind die Zeugen Jehovas, die Seven Day Adventists und die Disciples of Christ
  • Scientology (gegründet 1954) ist in den USA, im Gegensatz zu Deutschland, ebenfalls als Kirche anerkannt


Sekten und Kulte


Zusätzlich hat die große Toleranz gegenüber anderen Religionen zu einer Reihe von Gruppen geführt, die extremistische oder esoterische Überzeugungen haben. 


  • Bhagwan Rajneesh
  • Vereinigungskirche (Moonies)
  • Hare Krishnas


Die meisten Amerikaner halten diese Sekten für ziemlich bizarr, aber solange sich ihre Mitglieder an das Gesetz halten, können sie ihre "Religion" frei ausüben. Einige exzentrische Führer von Sekten haben jedoch oft einen schädlichen Einfluss auf ihre Anhänger, wodurch es in der Geschichte schon häufiger zu Ritualmorden und Massakern kam.



Religiöse Bewegungen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft


The Great Awakening


In Amerika gab es mehrere Bewegungen, die die Menschen "erwecken" sollten. Die Anhänger dieser Bewegungen reisten mit ihrer Botschaft von der Erlösung durch Christus über den Kontinent. 


Abbildung 3: Second Great Awakening
Quelle: Flickr

In der Mitte des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts schwappten zwei Wellen durch die Staaten: das erste und das zweite "Große Erwachen". Die eifrigsten Prediger dieser Bewegung waren die Methodisten und die Baptisten. 


Um 1740 schlossen sich mehrere protestantische Konfessionen zusammen, um das Interesse an der Religion wiederzubeleben. Sie hatten zuvor festgestellt, dass die Menschen in den amerikanischen Kolonien ihre Suche nach Gott und ihre religiösen Praktiken vernachlässigen.  


Die Bewegung wurde im frühen 19. Jahrhundert wiederbelebt. Sie verfolgte ebenfalls das Ziel, die Kirche spirituell zu beleben. Es wurden neue Organisationen, wie zum Beispiel die Amerikanische Bibelgemeinschaft und die Amerikanische Sonntagsschulvereinigung gegründet. Missionare reisten in den Westen, um die Siedler zu ermutigen, die Bibel zu lesen, Kirchen zu bauen und die Sonntagsgottesdienste zu besuchen. Dadurch sollten die Moral und politische Stabilität gefördert und die amerikanischen Ureinwohner bekehrt werden. 



Evangelisten und die elektronische Kirche



Um die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren, nutzen die Prediger von heute Radio, Fernsehen und das Internet, anstatt wie ihre Vorgänger durch das Land zu reisen. Daher werden sie auch "Prediger der elektronischen Kirche" genannt. 


Der bekannteste Prediger war Billy Graham. 1950 wurde die Billy Graham Evangelistic Association gegründet, um Radio- und Fernsehprogramme zu entwickeln und Filme zu produzieren, die den Glauben fördern.


"The Rise of the Christian Right"


  • Beginn in den späten 1960er und 1970er Jahren
  • Hintergrund: Jesus Christus wird wieder auf der Erde "herrschen"
  • Sie sprechen sich gegen Verhütung, Abtreibung, Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehe, embryonale Stammzellenforschung, Pornografie und unmoralisches Verhalten im Allgemeinen aus


Auch dieser Bewegung hat das Internet dabei geholfen, ihre politischen und kulturellen Standpunkte zu verbreiten. 



Religion in the USA - Das Wichtigste auf einen Blick


  • Die Amerikanische Gesellschaft ist sehr religiös
  • Staat und Kirche sind in den USA voneinander getrennt, um:
    • Freie Religionsausübung zu schützen
    • Die Einführung von Religionen durch den Staat zu vermeiden
  • Trotz des ersten Verfassungszusatzes kommt es oft zu einer Verbindung von Religion und Staat
  • Es gibt verschiedenen Interpretationen des ersten Verfassungszusatzes
  • Die meisten religiösen Gruppierungen in den USA sind durch Einwanderer entstanden, die nach einem Ort suchten, an dem sie ihre Religion frei praktizieren können
  • Der Protestantismus ist die vorherrschende Glaubensrichtung in den USA
  • Andere Religionen sind:
    • Römisch-katholische Christen
    • Juden
    • Muslime
    • Hinduisten
    • Mormonen
    • Christian Science
  • Die große Toleranz gegenüber anderen Religionen hat dafür gesorgt, dass es in den USA auch viele Sekten gibt
  • "The Great Awakening": Eine Bewegung, die die Menschen "erwecken" sollte
    • Botschaft: Die Erlösung durch Christus
  • Die elektronische Kirche: Um die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren, nutzten die Prediger Radio, Fernsehen und Internet
  • "The Rise of the Christian Right": Verbreitung, dass Jesus Christus wieder auf der Erde "herrschen" wird




Häufig gestellte Fragen zum Thema Religion USA

In den USA gibt es viele verschiedene Religionen. Am meisten verbreitet sind die Protestanten, die Katholiken, Juden und Muslime. Auch der Hinduismus ist in den USA vertreten.

Die größte Religion in den USA ist die amerikanisch protestantische Kirche.

Religion hat in den USA einen bedeutenden Einfluss auf das öffentliche Leben und prägt die Identität der Gesellschaft. Der erste Verfassungszusatz sichert die Religionsfreiheit.

Ja, mehr als 75% der Amerikaner fühlen sich einer Religion zugehörig.

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