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Great Depression

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Great Depression

Weltweit führte die Great Depression zu einer wirtschaftlichen und damit auch zu einer sozialen Krise. Die wirtschaftliche Gesamtleistung sank auf der ganzen Welt, aber variierte in der Länge und Schwere, je nach den dort geltenden Regelungen und ergriffenen Maßnahmen gegen die Finanzkrise. In manchen Ländern, wie zum Beispiel den USA, konnte die Krise erst nach Beginn des Zweiten Weltkriegs überwunden werden.

Die Great Depression ("Große Depression") war eine schwere Wirtschaftskrise, die ihren Anfang in den USA nahm. Die Folgen machten sich schnell auf der ganzen Welt bemerkbar. Sie begann mit dem Börsencrash am 24. Oktober 1929 und dominierte die 1930er Jahre. Die Great Depression steht mittlerweile als Synonym für "Weltwirtschaftskrise".

Great Depression in den USA – Ursachen

Als Ursache für die Great Depression wird oftmals der Börsencrash am 24. Oktober 1929 genannt. Auch wenn dieser Tag als Ausgangspunkt für die Great Depression ("Große Depression") und die damit verbundene Weltwirtschaftskrise gesehen wird, solltest Du trotzdem über die Zeit davor Bescheid wissen.

Ausgangssituation

Während des Ersten Weltkrieges unterstütze die USA Frankreich, Russland und das Vereinigte Königreich (United Kingdom) zunächst nur mit Materialien und griff nicht aktiv in den Krieg ein. Um dafür zu zahlen, nahmen diese Staaten hohe Kredite von den USA auf. Durch den Krieg wuchs außerdem der Bedarf an Gütern, weshalb die Unternehmen ihre Produktion in der Agrarwirtschaft vergrößerten.

Agrarwirtschaft bezeichnet die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und weitere ähnliche Wirtschaftszweige wie die Fischerei.

1917 beschloss die USA aktiv in den Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) einzugreifen und erklärte Deutschland den Krieg, mit dem Ziel ihn nun zu beenden. Die Vereinigten Staaten gingen als Sieger hervor. Neben dem Ersten Weltkrieg stellte die Spanische Grippe eine weitere Herausforderung vor der Großen Depression dar. Sie wurde jedoch bis 1920 unter Kontrolle gebracht.

Die Spanische Grippe war eine Pandemie, die sich gegen Ende des Ersten Weltkriegs (1918 bis 1920) auf fast allen Kontinenten ausbreitete. Das Virus konnte sich wegen der hohen Mobilität, also dem vielen herumreisen während des Krieges verbreiten. Seinen Ursprung hatte das Virus vermutlich in den USA und wurde dann von Soldaten, die im Ersten Weltkrieg zum kämpfen nach Europa kamen, verbreitet. Das Virus wurde und wird noch immer Spanische Grippe genannt, weil die Spanier*innen die ersten waren, die über das Virus offen berichteten. Von etwa 1,8 Milliarden Menschen auf der Erde starben laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) zwischen 20 Millionen und 50 Millionen davon an der Spanischen Grippe. Der Erste Weltkrieg forderte im Vergleich ca. 17 Millionen Menschenleben.

Wirtschaftsboom und der American Dream

Als die US-amerikanischen Soldaten aus dem Krieg zurückkamen, konnten sie die Frauen in den Fabriken wieder unterstützen, wodurch die Produktion gesteigert werden konnte. Da in Europa die Produktion noch nicht wieder angelaufen war, mussten die USA den Bedarf dort, sowie den eigenen Bedarf decken. Auch viele Frauen wurden deshalb neu angestellt, obwohl Frauen vor dem Ersten Weltkrieg selten Jobs hatten. Also bekamen mehr Menschen mehr Geld, welches sie ausgeben konnten.

In den folgenden Jahren – den Zwanzigern – gab es einen immensen wirtschaftlichen Aufschwung. Diese Zeit wird in den USA Roaring Twenties (auch: Roarin' 20s) genannt, was so viel bedeutet, wie "wilde", "tosende" oder "schwunghafte Zwanziger".

In Deutschland nennt man die Roaring Twenties "Goldene Zwanziger". In den USA begann diese Zeit bereits 1920, in Deutschland jedoch erst drei Jahre später. Allerdings war diese Zeit nicht nur golden oder glamourös, sondern geprägt von großen sozialen Unterschieden. Zwar gab es wirtschaftlichen Aufschwung nach der Kriegszeit, der Spanischen Grippe und der Hyperinflation (Geld verlor an Wert und alles wurde teurer), aber an dem konnten nicht viele teilhaben. Es herrschte noch hohe Arbeitslosigkeit und die deutsche Bevölkerung radikalisierte sich politisch. Auf der anderen Seite gab es bei einigen ein lockereres Lebensgefühl und neue Konsumgüter nach den Kriegsjahren.

Schau Dir gerne die Erklärung "Roaring Twenties" an, um mehr dazu zu erfahren.

Herbert Hoover versprach bei seiner Kandidatur, als Präsident 1928 diese Wirtschaftspolitik beizubehalten, um den Wohlstand der Bürger*innen der USA weiterhin zu garantieren. Hoover gewann die Wahl und war überzeugt, die Wirtschaft weiter vorantreiben zu können. Im Jahr 1929 hate sich der Wohlstand im Vergleich zu 1922 verdoppelt.

Da die US-Amerikaner*innen durch die hohe Beschäftigung immer wohlhabender wurden, schafften sie sich zuvor nicht bezahlbare Güter an, wie Radios und Autos. Auch neue Innovationen, wie Staubsauger, Waschmaschinen oder Mixer waren beliebte Produkte.

Bis 1972 war das Modell T von Ford das weltweit meistverkaufte Automobil. Rund 15 Mio. Exemplare fertigte man zwischen 1908 und 1927 an. Umgangssprachlich wurde dieser Mittelklasse Wagen Tin Lizzie, also „Blechliesel“ genannt. Das weltweit meistverkaufte Automobil war in den Folgejahren – bis 2002 – der VW Käfer.

Durch den zum Greifen nahen Wohlstand sahen viele Menschen in naher Zukunft ihren American Dream in Erfüllung gehen oder lebten ihn schon in den Roaring Twenties.

Der American Dream ("amerikanische Traum") ist die Überzeugung, dass jeder/jede, egal welcher Herkunft, durch Entschlossenheit, harte Arbeit und Talent in den Vereinigten Staaten Amerikas seinen/ihren Traum von Reichtum und Erfolg erreichen kann.

Dieses Sprichwort hast Du bestimmt schon einmal gehört:

From rags to riches.

(Vom Tellerwäscher zum Millionär.)

Das Zitat basiert auf der Grundlage des American Dream und gibt den Grundgedanken knapp in einem Satz wieder. Jeder/jede kann es von ganz unten bis ganz oben schaffen und seinen/ihren persönlichen American Dream leben.

Du möchtest mehr erfahren? Dann schau bei der Zusammenfassung "American Dream" vorbei.

Spekulationsblase

Einigen Bürger*innen reichte der Lohn nicht, um die gängigen Konsumgüter zu bezahlen oder ihren American Dream zu leben, weshalb sie günstig Kredite aufnahmen, um zum Beispiel die neue Waschmaschine zu bezahlen. Außerdem wurde es populär Kredite aufzunehmen, um an der Börse mit Aktien zu handeln, in der Hoffnung den eigenen Reichtum zu vergrößern. Langsam aber sicher bildete sich eine Spekulationsblase.

Mit einer Aktie kannst Du einen Anteil an einem Unternehmen kaufen.

Eine solche Spekulationsblase geht nur solange gut, bis wirtschaftliche Unsicherheit steigt – dann platzt die Blase. Das bedeutet, irgendwann fällt auf, dass die gekauften Aktien gar nicht so viel wert sind und dann alle zum gleichen Zeitpunkt verkauft werden. Auf die wirtschaftlichen Schwankungen und die Investitionswelle folgte schließlich eine Verkaufswelle.

Bei einer Spekulationsblase steigt der Wert einer bestimmten Sache (hier Aktien) immer weiter an. Das liegt daran, dass davon ausgegangen wird, dass sich diese Sache für viel Geld weiterverkaufen lässt und kaufen unglaublich viel von ihr ein, obwohl diese Sache eigentlich gar nicht so viel wert ist.

Black Friday – Börsencrash 1929

Der 24. Oktober 1929 ist in den USA als Black Thursday, "Schwarzer Donnerstag" bekannt. Er markiert das Ende der Roaring Twenties und den Start für Massenarbeitslosigkeit und Armut.

Auf der Wall Street ("Wallstraße"), einer im Stadtbezirk Manhattan gelegenen Straße in New York, befinden sich viele Kreditinstitute sowie der New York Stock Exchange – die weltgrößte Wertpapierbörse. So nennt man eine Börse, an der Wertpapiere, wie Aktien gehandelt werden. Den Namen bekam die Wall Street von dem Wall, der vorher an dieser Stelle errichtet worden war. Der Wall sollte die amerikanischen Ureinwohner*innen von dem Krankenhaus und der Schule fernhalten, die Petrus Stuyvesant, Gouverneur dieser Region 1652 errichten ließ.

Mehr über die amerikanischen Ureinwohner*innen kannst Du in der Erklärung "Amerikanische Ureinwohner" lernen.

Der Börsencrash geschah natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. Bereits im September 1929 begannen die Aktienkurse zu sinken. Der Dow-Jones-Index ist der bekannteste Börsenindex der Welt. Ein Börsenindex zeigt Dir generell die Weiterentwicklung von Aktien. Der Dow-Jones-Index stellt die durchschnittliche Kursentwicklung der dreißig wichtigsten Aktien in den USA dar. Im Herbst 1929 verlor er mehr als 15 Prozent seines vorherigen Wertes und sank damit enorm.

Etwa 1,6 Mio. Aktien wurden am 24. Oktober allein in den ersten 30 Minuten nach Öffnung der Börse gehandelt. Durch diesen rasanten Abstieg der Aktienkurse gerieten die Menschen in Panik und wollten ihre Aktien auch schnellstmöglich verkaufen, um wenigstens noch etwas von ihrem angelegten Geld zu haben. Tausende Menschen versammelten sich auf der Wall Street, wie Du in der Abbildung sehen kannst.

Da die Aktien oft durch Kredite gekauft wurden, kam die Befürchtung auf, die meist sehr hohen Kredite, nicht zurückzahlen zu können, wenn der Wert der Aktien weiter sinkt. Das Kaufinteresse blieb – wenig überraschend, bei den sinkenden Kursen – aus. Die stetig fallenden Kurse sorgten dafür, dass am 24. Oktober 1929 etwa 13 Mio. Aktien gehandelt wurden – das ist ungefähr das vierfache eines gewöhnlichen Tages.

In Deutschland und Europa wird der Tag des Börsencrashs allerdings Black Friday "Schwarzer Freitag" genannt. Der Grund dafür ist die Zeitverschiebung. Das Chaos von der Wall Street kam erst am 25. Oktober 1929 in Europa an, sodass sich auch erst ab diesem Tag die Folgen bemerkbar machten.

Great Depression – Folgen

Der Börsencrash war aber nur der Anfang, noch waren in der Realität die Auswirkungen nicht zu sehen. Es war die Panik und das Misstrauen gegenüber den Banken, was letztlich zur Great Depression führte.

Bankenkrise

Die durch den Börsencrash platzende Spekulationsblase führte dazu, dass Anfang der 1930er Jahre die Banken in eine Krise gestürzt wurden. Die Bürger*innen vertrauten den Banken nicht mehr und wollten ihre Ersparnisse von der Bank abheben. Auch die Banken machten durch den Börsencrash Verluste mit den Aktien, die sie mit dem Geld ihrer Kunden*innen kauften. Dadurch schrumpfte die Menge an Geld, die sie ihren Kunden*innen auszahlen oder an Krediten vergeben konnte.

Eine Bankenkrise ist eine Unternehmenskrise eines oder mehrerer Kreditinstitute. Den Banken droht die Insolvenz, da ihnen Stabilität und Funktionsfähigkeiten fehlen. Durch die Verluste wird die Situation der Banken verschlechtert. Fast wie bei einem Virus ist es möglich nationale Bankensysteme, Finanzmärkte und sogar ganze Volkswirtschaften "anzustecken". Im schlimmsten Fall bedeute dies ökonomische, soziale oder politische Instabilität.

Viele Banken gerieten in die Insolvenz, also gingen bankrott. Die Bankenkrise war somit Folge des Börsencrashs, verschlimmerte jedoch gleichzeitig die Situation und ist somit auch ein Grund für die Great Depression.

Zudem gab die Bevölkerung weniger Geld aus. Die Wirtschaftslage machte den Eindruck, sie könnten es in Zukunft dringend brauchen und sich zudem nicht mehr darauf verlassen einen Kredit zu bekommen. Weil weniger gekauft wurde, schraubten Unternehmen ihre Produktion zurück und entließen ihre Mitarbeiter*innen. Auch Unternehmen hätten Kredite gebraucht, um ihre Arbeiter*innen zu bezahlen, allerdings wurden keine mehr vergeben.

Wie Du merkst, war es ein Teufelskreis und es entwickelte sich eine wirtschaftliche Abwärtsspirale, die letztlich zur Great Depression führte.

Der Smoot-Hawley Tariff Act

Aber auch andere Staaten folgten dem amerikanischen Beispiel, was letztlich dazu führte, dass der weltweite Handel zusammenbrach. Man konnte sich die Produkte aus dem Ausland nicht leisten, weil sie durch den Zoll zu teuer waren und die eigene Ware konnte in anderen Ländern schlecht verkauft werden, weil diese dort zu viel kosteten.

Im Endeffekt brachte das Gesetz nicht die erhoffte Entspannung der Krise. Im Gegenteil, es sorgte sogar für die Verschärfung der Weltwirtschaftskrise.

Soziales Elend

Die Massenarbeitslosigkeit war das Ergebnis der Great Depression. 24,9 % der US-Amerikaner*innen hatte keine Arbeit und es gab keine Aussicht auf Veränderung. Suppenküchen bekamen einen ernormen Andrang, weil die Menschen nichts zu essen hatten.

Die Menschen konnten sich auch kein Dach mehr über dem Kopf leisten und zogen in shanty towns (im Deutschen: Elendsviertel, Barackenstadt oder Slum). Shanty towns waren Ansammlungen zusammengewürfelter, improvisierter Hütten aus Holz, Lehm oder was auch immer man finden konnte – den shanties – die Du auch hier auf dem Bild sehen kannst. Diese Viertel oder Gebiete bekamen auch den Spitznamen Hooverville, da während dieser Zeit der damaligen Präsident Hoover regierte.

Die Armut und die Frustration sorgten für Radikalisierung und den Zulauf zu alternativen Gesellschaftsidealen. Die Kommunistische Partei der USA sowie rechtsextreme und faschistische Organisationen erfreuten sich neuer Beliebtheit. Trotzdem überwiegte der Wunsch nach einer sozialen Orientierung der Politik.

Great Depression – Ende

Die USA schafften es trotz der schlechten Lebensumstände wie hoher Arbeitslosigkeit, Hunger, Frust und Radikalisierung ihr demokratisches System aufrechtzuerhalten. Einige Länder, wie Deutschland, die von der Krise betroffen waren, wandelten sich unterdessen zur Diktatur. Deshalb war es etwas Besonderes, als 1933 der Demokrat Franklin Delano Roosevelt (oft als FDR abgekürzt) zum 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt wurde.

Der vorherige Präsident Hoover war Mitglied der Republikanischen Partei. Somit stellte die Wahl Roosevelts einen klaren Wechsel in der Politik dar, der noch mehr Demokratie wünschte.

Die US-Amerikaner*innen schöpften neue Hoffnung aus den von ihm versprochenen Sozial- und Wirtschaftsreformplänen. Diese Reform wurde New Deal genannt.

Roosevelt wurde zu einem der bedeutendsten Präsidenten der USA. Er wurde bis zu seinem Tod 1945 dreimal wiedergewählt.

New Deal

Der New Deal definierte die Rolle der US-Regierung neu, denn er stellte einen großen Umbruch in der Wirtschafts-, Sozial- und Politikgeschichte der USA dar. Die Serie von Reformen versprach jedem/jeder ein ausreichendes Einkommen zu verdienen, sollte die Great Depression zu einem Ende bringen und dafür sorgen, dass es nicht erneut zu so einer Situation kommen würde.

Im Englischen gilt der Ausdruck New Deal als eine Redewendung für "Neuverteilung der Karten". Zuerst war New Deal 1932 nur ein Slogan von Roosevelt in seinem Präsidentschaftswahlkampf. Später setzte sich der Begriff dann für die Bezeichnung der Reformpläne durch.

Die Maßnahmen des New Deals werden heute unterteilt in drei Kategorien, die Du in der folgenden Tabelle siehst.

Bezeichnung
Nutzen
Umsetzung
Relief (Erleichterung)
Not lindern
monetäre Hilfe für Arbeitslose und Arme
Recovery (Erholung)
kurzfristig die Wirtschaft ankurbeln
z. B. Änderung der Geldpolitik, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
Reform (Reform)
langfristig und vorbeugend System reformieren
Regulierung der Finanzmärkte und die Einführung von Sozialversicherungen

Die Vereinigten Staaten investierten wieder Geld in die Wirtschaft, indem sie verschiedene Projekte finanzierten, die Arbeitsplätze schafften, wie zum Beispiel:

  • Bauprojekte
  • Ausbau der Infrastruktur
  • Kunst- und Kulturprojekte

Auch, wenn es mehr Arbeit gab und die Wirtschaft sehr langsam wieder in Schwung kam, war die Einkommens- und Vermögensverteilung noch nicht gerecht. Ein wichtiger Aspekt war aber durch die massive Interventionspolitik der Bevölkerung wieder neue Hoffnung zu geben.

Intervention bedeutet "in etwas eingreifen". Durch die Interventionspolitik wurde also so weit in das Leben der Bevölkerung eingegriffen, dass sich ihre Situation verbessern sollte. Der New Deal ist ein Beispiel für Interventionspolitik.

Es wurden nach den Ereignissen der letzten Jahre schließlich doch entschieden, das Bankensystem und den Wertpapierhandel zu regulieren. Dafür wurden verschiedene Gesetze erlassen.

Durch den Glass-Steagall Act von 1933 wurde die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC;" Bundeseinlagenversicherungsgesellschaft") gegründet. Sie soll durch ein Trennbankensystem mit Aufsicht für Stabilität und Vertrauen in das Bankensystem sorgen. Das bedeutet, dass die Geschäfte der Investmentbanken und der Geschäftsbanken getrennt wurden. Dieses System sollte mehr Stabilität geben, da somit die Investitionen der Bevölkerungen besser geschützt seien. Nach heutigem Wissensstand ist das jedoch nicht der Fall.

Investmentbanken sind auf den Handel mit Investitionen, wie Aktien, spezialisiert. Geschäftsbanken tätigen eigentlich alle Bankgeschäfte und werden von Privatpersonen wie Dir genutzt. Die Deutsche Bank ist beispielsweise eine Geschäftsbank.

Der Securities Exchange Act führte 1934 zudem die United States Securities and Exchange Commission (SEC;"US-Börsenaufsichtsbehörde für die Kontrolle des Wertpapierhandels") ein. Diese überprüft den Handel mit legislativer, exekutiver sowie judikativer Kompetenz auf Ordnungsmäßigkeit. Die SEC wird deshalb auch "Vierte Gewalt" genannt.

Die Legislative, Exekutive und die Judikative kennst Du vielleicht schon aus dem Politikunterricht. Sie beschreiben die drei Gewalten, die es in einem demokratischen Staat (wie Deutschland) gibt. Die Legislative ist die gesetzgebende, die Exekutive die ausführende und die Judikative die Recht sprechende Gewalt.

1935 traten zwei weitere wichtige Regelungen für den Schutz der Menschen in Kraft. Der National Labor Relations Act (auch: Wagner Act) der die Gründung von Gewerkschaften organisierte und dafür sorgen sollte, dass die Arbeitnehmer*innen gerecht behandelt werden.

In einer Gewerkschaft organisieren sich die Arbeitnehmer*innen, um ihre Interessen – wie Lohnerhöhungen – durchzusetzen.

Mit dem Social Security Act gewährleistete die Regierung außerdem zum ersten Mal soziale Sicherheit für alle Bürger*innen der USA. Damit sollte eine Unterstützung für Menschen mit Behinderung, mittellose Kinder und Menschen im hohen Alter gewährleistet werden. Auch Arbeitslose wurden unterstützt.

Zweiter Weltkrieg

Die Bemühungen des New Deal linderten einigen das Leid, aber reichte nicht aus, um die Great Depression zu überwinden. Es gab noch weitere Pläne der Regierung, um dem Land wieder auf die Füße zu helfen. Allerdings begann dann 1939 der Zweite Weltkrieg.

Mit der Bombardierung Pearl Harbors, dem Hauptquartier der Pazifikflotte der US-Navy am 7. Dezember 1941 durch Japan, trat die USA in den Zweiten Weltkrieg ein. Durch die Rüstungskonjunktur erreichte die USA wieder Vollbeschäftigung und erholte sich somit von der Krise.

Rüstungskonjunktur ist wirtschaftlicher Aufschwung durch militärische Aufrüstung. Dabei werden viele Ressourcen, wie Geld, Zeit und Arbeitskräfte in die Produktion von Waffen und anderen kriegsrelevanten Aspekten gesteckt.

Great Depression - Das Wichtigste

  • Die Great Depression ("Große Depression") ist die bisher schwerste Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten Amerikas, die die 1930er Jahre dominierte und die gesamte Weltwirtschaft beeinflusste.
  • Ursachen: Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in den USA zu einem wirtschaftlichen Boom, der die Bildung einer Spekulationsblase an der Wall Street zur Folge hatte. Als die Spekulationsblase 1929 am Black Thursday (in Europa: Black Friday) platzte, kam es zu einer Bankenkrise und einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale.
  • Folgen: Es kam zu Massenarbeitslosigkeit und sozialem Elend. Als 1933 Franklin D. Roosevelt zum Präsidenten der USA ernannt wurde, verabschiedete die Regierung Maßnahmen namens New Deal zur Beendung der Great Depression.
  • Der New Deal sah vor, dass jeder/jede ein ausreichendes Einkommen bekam, die Wirtschaft durch Bauprojekte angekurbelt wurde und Sozialversicherungen eingeführt wurden.
  • Ende: Nachdem die Wirtschafts- und Sozialreformen, New Deal, unter der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt nur für geringen Aufschwung sorgten, beendete der Zweite Weltkrieg die Great Depression durch die Rüstungskonjunktur (wirtschaftlicher Aufschwung durch militärische Aufrüstung).

Häufig gestellte Fragen zum Thema Great Depression

Man sagt, die Great Depression wurde vom New Yorker Börsencrash 1929 eingeleitet und dauerte bis in die späten 1930er und frühen 1940er. Ganz genau lässt sich das nicht bestimmen, da die Länge und Intensität der Great Depression in jedem Land etwas variierte. In den USA datiert man das Ende der Great Depression auf 1941.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in den USA zu einem wirtschaftlichen Boom, der die Bildung einer Spekulationsblase an der Wall Street zur Folge hatte. Als diese Spekulationsblase 1929 platzte, kam es zu einer Bankenkrise. Gepaart mit einer Überproduktion führte die Bankenkrise zu  Massenarbeitslosigkeit und Hunger. Die Regierung unter dem US-Präsident Hoover wollte sich nicht in die Wirtschaft einmischen, weswegen dieser Zustand lange anhielt. Als 1932 Franklin D. Roosevelt zum Präsidenten der USA gewählt wurde, verabschiedete die Regierung Maßnahmen zur Beendung der Great Depression, namens New Deal. Die Great Depression wurde aber erst durch die Rüstungsindustrie des Zweiten Weltkriegs überwunden.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in den USA zu einem wirtschaftlichen Boom, der die Bildung einer Spekulationsblase an der Wall Street zur Folge hatte. US-Amerikaner*innen nahmen Kredite auf, um damit Aktien zu kaufen. Als die Aktienkurse fielen, verkauften alle ihre Wertpapiere panisch, um noch die Kredite bezahlen zu können –  die Spekulationsblase platzte 1929. Es kam es zu einer Bankenkrise, die gepaart mit einer Überproduktion zu Massenarbeitslosigkeit, Hunger und sozialem Elend führt.

Es kam zu Massenarbeitslosigkeit und sozialem Elend. Bis heute sind die Folgen bemerkbar, da der Staat in den Markt eingreifen konnte. 

Finales Great Depression Quiz

Frage

Wie wurden shanty towns ("Elendsviertel") noch genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Hooverville

Frage anzeigen

Frage

Was beendete letztlich die Great Depression?

Antwort anzeigen

Antwort

der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg

Frage anzeigen

Frage

Was waren beliebte Haushaltsprodukte in den Roaring Twenties?


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Antwort

Mixer

Frage anzeigen

Frage

Was war der Smoot-Hawley Tariff Act?


Antwort anzeigen

Antwort

Einführung von Importzöllen der USA

Frage anzeigen

Frage

Was ist der American Dream?

Antwort anzeigen

Antwort

Der American Dream ist die Überzeugung, dass jede*r, egal welcher Herkunft, durch Entschlossenheit, harte Arbeit und Talent in den Vereinigten Staaten Amerikas seinen Traum von Reichtum und Erfolg erreichen kann.

Frage anzeigen

Frage

Welche Bedeutung hat Black Thursday?


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Antwort

Es ist der "Schwarze Donnerstag" in den USA, an dem die Börse 1929 crashte.

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Frage

Was waren die Ursachen für die Great Depression?


Antwort anzeigen

Antwort

Inflation

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Frage

Was war der New Deal?


Antwort anzeigen

Antwort

Der New Deal war eine Sozial- und Wirtschaftsreform der Regierung im Jahr 1933.

Frage anzeigen

Frage

Unter der Regierung welches Präsidenten wurde der New Deal verabschiedet?

Antwort anzeigen

Antwort

Franklin D. Roosevelt

Frage anzeigen

Frage

Was ist die Great Depression?

Antwort anzeigen

Antwort

eine Weltwirtschaftskrise

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Bankenkrise?

Antwort anzeigen

Antwort

Bankenkrise ist eine Unternehmenskrise eines oder mehrerer Kreditinstitute. Den Banken drohen in so einem Fall durch fehlende Stabilität und Funktionsfähigkeit hohe Verluste oder die Insolvenz.

Frage anzeigen

Frage

Welche der Antworten ist eine Maßnahme des New Deal?

Antwort anzeigen

Antwort

Recovery

Frage anzeigen

Frage

Was war bis 1972 das meistverkaufte Automobil?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Modell T von Ford

Frage anzeigen

Frage

Wie wurden die 1920er Jahre in den USA genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Roaring Twenties

Frage anzeigen

Frage

Wann war die Great Depression in den USA?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach dem Ende der Roaring Twenties bis in die frühen 1940er Jahre hinein.

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