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Commonwealth

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Bevor wir dir erklären, wie das Commonwealth entstand und welche Länder dazu gehören, gehen wir erst einmal näher darauf ein, was das Commonwealth eigentlich genau ist.


The Commonwealth oder auch The Commonwealth of Nations ist eine freie Vereinigung von Staaten, bestehend aus Großbritannien und größtenteils den ehemaligen Kolonien des British Empires.


Das Commonwealth ist also ein Zusammenschluss oder Bündnis von mehreren Ländern. Zurzeit gehören insgesamt 54 souveräne und unabhängige Länder zu diesem Staatenbund. Von diesen 54 Staaten sind 16 Teil der Commonwealth Realms. Die gesamte Bevölkerung der Staaten des Commonwealth of Nations macht heute rund 30 % der Weltbevölkerung aus. 

Die Mitglieder des Commonwealth sind, wie du unten auf der Karte siehst, verteilt über die ganze Welt und nur selten Nachbarstaaten.


Übersetzt bedeutet The Commonwealth so viel wie "öffentliches Wohl" oder "Gemeinwesen". 



        Commonwealth Karte des Commonwealth of Nations von 2007 StudySmarter

Abbildung 1: Karte des Commonwealth of Nations von 2007

Quelle: commons.wikimedia.org



Entstehung des Commonwealth


Bevor sich die Länder als souveräne Staaten im Commonwealth zusammenschlossen, standen sie als Kolonien unter der Kontrolle des britischen Weltreichs, dem British Empire.


Im Zuge des Kolonialismus begann Großbritannien bereits im 17. Jahrhundert, sein Imperium zu errichten und Kolonien auf der ganzen Welt für sich zu beanspruchen. Durch die Vorherrschaft über die Weltmeere wurde England schließlich zur größten Kolonialmacht der Welt, mit Kolonialgebieten in Amerika, Asien, Afrika, Australien und Ozeanien. Dabei erstreckte sich das British Empire 1921 über eine Fläche von rund 37 Millionen Quadratkilometern. Ein Viertel aller Landflächen der Erde standen damals also als Handelsstützpunkte, Siedlungs-, Wirtschafts- oder Militärkolonien unter der Herrschaft der britischen Krone.


Durch die weitreichende Expansion des British Empires verbreitete sich die englische Sprache auf jedem einzelnen Kontinent. Dabei wurden in den Kolonien oft die einheimischen Sprachen verdrängt und stattdessen Englisch zur Staatssprache ernannt, weshalb letztendlich Englisch im 19. Jahrhundert auch zur Weltsprache wurde.


Der Weg aus der Kolonie zum Commonwealth


Im 19. Jahrhundert begann die damalige Kolonie Kanada sich gegen die Abhängigkeit vom British Empire zu wehren. Um zu verhindern, dass es zu einem Krieg kam oder das British Empire sogar auseinanderbrach, wurde Kanada die Selbstverwaltung gewährt. Kanada wurde so zum Dominion of Canada, wobei es zwar noch Teil des British Empires war, aber unter eigener Verwaltung stand und deutlich unabhängiger war.


Nachdem Kanada sich selbst verwalten durfte, verlangten das auch weitere Kolonien des British Empires. So wurden immer mehr Kolonien zu Dominions unter der britischen Krone ernannt und begannen, sich selbst zu regieren.


Schau dir doch auch unseren Artikel zum British Empire an, um einen richtig guten Überblick über die britische Geschichte zu bekommen.


Weitere Dominions des British Empires


  • Australien (1901)
  • Neuseeland und Neufundland (1907)
  • Südafrikanische Union (1910)
  • Irland (1921, nach Ende des Unabhängigkeitskrieges)


Neben den selbst verwaltenden Dominions standen andere Staaten als Kolonien jedoch immer noch unter der Herrschaft des British Empires, und in der Hochphase des Imperialismus (von ca. 1880 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs) fielen noch weitere Kolonialgebiete unter britische Kontrolle. 


Die britischen Kolonien in Nordamerika erkämpften sich bereits früher, zwischen 1776 und 1783, ihre vollständige Autonomie und die Unabhängigkeit vom British Empire. Auch heute gehören die USA nicht zum Commonwealth of Nations.


The British Commonwealth of Nations


Mit dem Prozess der Entkolonialisierung wollten immer mehr Dominions und Kolonien unabhängig sein. Deshalb wurde auf der Londoner Konferenz 1926 mit der Balfour-Deklaration beschlossen, dass alle britischen Dominions mit dem Vereinigten Königreich gleichgestellt werden sollten. Anwesend auf der Konferenz waren neben Großbritannien auch die Vertreter der Dominions Kanada, Indien, Australien, Neuseeland, Neufundland, die südafrikanische Union und der irische Freistaat.


Mehr zur Landeskunde UK lernst du zum Beispiel in unseren Artikeln Geschichte United Kingdom oder Politisches System Großbritannien.


Mit dem Statut von Westminster, welches das britische Parlament am 11. Dezember 1931 erließ, wurde die Balfour-Deklaration von 1926 formell bestätigt und per Gesetz festgehalten. Die Dominions verfügten nun über die gesetzgeberische Unabhängigkeit. Da Großbritannien nun nicht mehr über die Dominions regierte und seine Herrschaft über die Staaten abgegeben hatte, setzte sich immer mehr der Begriff Commonwealth durch und ersetzte den Begriff British Empire. Das Statut von Westminster markierte also den offiziellen Übergang vom British Empire hin zu den gleichberechtigten Mitgliedern eines Staatenbundes, damals unter dem Namen The British Commonwealth of Nations.

Das Commonwealth hat seit seiner Gründung keine Verfassung und wird deshalb auch nur als "loser Staatenbund" bezeichnet. Die einzig konstitutionelle Verbindung der Dominions zum Vereinigten Königreich ist die Treue zur englischen Krone, welche die Dominions beim Eintritt ins Commonwealth erklären müssen.


Mitglieder des Commonwealth


Aufgrund der weitreichenden kolonialen Vergangenheit des British Empires sind die Mitgliedsstaaten des Commonwealth sehr unterschiedlich. Sie umfassen Länder mit riesigen Gebietsflächen und winzige Inselstaaten, Staaten mit über 100 Millionen Einwohnern und Staaten einer Bevölkerung von knapp 10.000 Menschen, sowie sehr reiche und sehr arme Länder. Zudem sind die Mitglieder des Commonwealth heutzutage nicht mehr ausschließlich ehemalige britische Kolonien, sondern auch Staaten, die zuvor nie zum British Empire gehört hatten. 


Aufgeteilt in Regionen sind die aktuellen Mitgliedsstaaten des Commonwealth (Stand 2021) folgende:


Europa


  • Vereintes Königreich
  • Malta
  • Zypern

Afrika


  • Botswana
  • Kamerun
  • Gambia
  • Ghana
  • Kenia
  • Swasiland
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mauritius
  • Mosambik
  • Namibia
  • Nigeria
  • Ruanda

  • Seychellen

  • Sierra Leone

  • Südafrika

  • Tansania

  • Sambia

Asien


  • Bangladesch
  • Brunei Darussalam
  • Indien
  • Malaysia
  • Malediven
  • Pakistan
  • Singapur
  • Sri Lanka

Karibik und Amerika


  • Antigua und Barbuda
  • Bahamas
  • Barbados
  • Belize
  • Kanada
  • Dominica
  • Grenada
  • Guyana
  • Jamaika
  • Saint Lucia
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Trinidad und Tobago

Pazifik


  • Australien
  • Fiji
  • Kiribati
  • Nauru
  • Neuseeland
  • Papua-Neuguinea
  • Samoa
  • Solomon Inseln
  • Tonga
  • Tuvalu
  • Vanuatu


Commonwealth Realms


16 der insgesamt 54 Staaten sind immer noch eng mit der britischen Krone verbunden und werden deshalb auch als Commonwealth Realms bezeichnet. Das bedeutet, dass der amtierende Monarch Großbritanniens gleichzeitig auch König*in der Gebiete der Commonwealth Realms ist. Tatsächlich trägt das Amt des/der Monarch*in nur noch eine formelle Bedeutung und er/sie kann keine politischen Entscheidungen über das jeweilige Realm ausüben. Jedoch können nur Bürger eines Commonwealth Realm zum Adel gekürt werden.


Commonwealth Realm bedeutet übersetzt soviel wie "Commonwealth-Königreich".


                    Commonwealth Karte der aktuellen Commonwealth Realms (Stand 2018) StudySmarterAbbildung 2: Karte der aktuellen Commonwealth Realms (Stand 2018)
Quelle via commons.wikimedia.org


Auf dieser Karte siehst du, welche Länder zum Commonwealth Realm gehören, zum Beispiel Australien, Papua-Neuguinea und Zypern.


The Commonwealth heute


Das Staatenbündnis des Commonwealth hat heute seinen Sitz in London. Im Commonwealth Office treffen sich die Vertreter der jeweiligen Mitgliedsländer zweimal im Jahr, zusammen mit den Regierungsvorsitzenden der Länder. Offizielles Oberhaupt des Commonwealth ist Königin Elizabeth II. (Stand 2021), obwohl sie nur noch eine symbolische Rolle übernimmt. Mit den amtierenden Vorsitzenden des Commonwealth besprechen die Mitgliedsstaaten wirtschaftliche, politische und soziale Fragen. 


Die Commonwealth Charter ist ein Dokument, das die Werte, Ziele und Prinzipien der Commonwealth Nations bestimmt. Darunter sind zum Beispiel Demokratie, Menschenrechte, Gleichberechtigung der Geschlechter festgehalten.



Our members work together to promote prosperity, democracy and peace, amplify the voice of small states, and protect the environment.

– thecommonwealth.org



Commonwealth - Das Wichtigste auf einen Blick


  • Das Commonwealth besteht aus 54 souveränen Staaten und ist ein loser Länderbund
  • Mitglieder des Commonwealths sind größtenteils ehemalige Kolonien des British Empires
  • Geschichte des Commonwealths: Vom British Empire zu selbstverwalteten Dominions zum Commonwealth, dem Zusammenschluss der unabhängig gewordenen Staaten
  • Commonwealth Realms: 16 weitere Staaten neben Großbritannien haben den britischen Monarchen noch als repräsentatives Staatsoberhaupt
  • Commonwealth Charter: Prinzipien und Ziele, die den Mitgliedsstaaten des Commonwealths als Leitfaden dienen sollen


Häufig gestellte Fragen zum Thema Commonwealth

Zum Commonwealth gehören insgesamt 54 Länder, unter anderem Kanada, Südafrika und Zypern.

The Commonwealth ist ein Zusammenschluss oder Bündnis von mehreren Ländern, die zum größten Teil unter britischer Herrschaft standen. Zurzeit gehören insgesamt 54 souveräne und unabhängige Länder zu diesem Staatenbund.

Viele Länder des Commonwealth waren früher britische Kolonien des British Empires. Im Zuge der Entkolonialisierung wurden mehr und mehr Länder unabhängig und Großbritannien herrschte nicht mehr über sie. Das Statut von Westminster markierte den offiziellen Übergang vom British Empire hin zu den gleichberechtigten Mitgliedern eines Staatenbundes, damals unter dem Namen The British Commonwealth of Nations.

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