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Thatcherismus

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Der Thatcherismus ist in England und im gesamten Vereinigten Königreich ein viel diskutiertes Thema, seine Folgen sind bis heute zu spüren. Der Thatcherismus ist nach der Politik der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher benannt. Fast dreißig Jahre nach dem Ende ihrer Amtszeit sind sich die Briten und Britinnen noch immer uneinig darüber, ob die sogenannte Eiserne Lady die Wirtschaft ihres Landes gerettet oder ihr eher geschadet hat.

Der Thatcherismus bezeichnet die Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik und -praxis, die Margaret Thatcher betrieben hat.

Thatcherismus – Margaret Thatcher

Margaret Thatcher war von Mai 1979 bis November 1990 die Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Sie war der Conservative Party zugehörig.

Margaret Thatcher war eine Rekordbrecherin: Sie war die erste europäische Premierministerin überhaupt. Davor hatten in Europa nur Männer dieses Amt inne. Außerdem war sie seit 1827 die Person mit der längsten Premier-Amtszeit des United Kingdoms. Sie regierte drei aufeinanderfolgende Amtszeiten lang, für elf Jahre.

Leben und Karriere von Margaret Thatcher

Margaret Thatcher (geb. Margaret Hilda Roberts) stammte aus einer Familie der unteren Mittelschicht. Ihr Vater arbeitete als Händler und ihre Mutter war gelernte Schneiderin. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen kam, schaffte es die junge Margaret dank eines Stipendiums an der Oxford Universität zu studieren. Ab diesem Punkt begann ihr Aufstieg bis hin zur erfolgreichen Politikerin.

Thatcherismus Margaret Thatcher StudySmarterAbbildung 1: Margaret ThatcherQuelle: wikipedia.org

Damit du dir ein kompaktes Bild von Thatchers Biographie verschaffen kannst, findest du hier eine Übersicht über die zentralen Stationen ihres (politischen) Lebens.

  • 13. Oktober 1925: Margaret wird in der Grafschaft Lincolnshire geboren.
  • 1947: Abschluss eines Chemiestudiums an der Oxford Universität als Stipendiatin
  • 1947 bis 1950: Arbeit in der Forschung für die Chemieindustrie
  • 1951: Hochzeit mit Denis Thatcher, später bekommt das Paar Zwillinge
  • 1951: Beginn Jurastudium
  • 1954: Thatcher wird als Anwältin zugelassen
  • 1959: Einzug ins britische Unterhaus
  • 1975: Thatcher wird Vorsitzende der konservativen Partei.
  • 1979 bis 1990: britische Premierministerin
  • 1990: Rücktrittserklärung als Premierministerin
  • bis 1992: Abgeordnete im britischen Parlament
  • 8. April 2013: Thatcher verstirbt an den Folgen eines Schlaganfalls

Grundansichten des Thatcherismus

Margaret Thatcher verfolgte den Ansatz des Neoliberalismus, das bedeutet so viel wie "neuer Liberalismus". Um den Neoliberalismus zu verstehen, solltest du also zuerst wissen, was der Liberalismus ist.

Der Liberalismus steht für Freiheit und für die Ablehnung von geistigen, sozialen und politischen Zwängen.

Der Liberalismus entstand im 17. Jahrhundert als in Europa noch Erbmonarchen und Erbmonarchinnen an der Macht waren. Er stellte die "gottgegebene Legitimation" in Frage, auf die sich die Monarchie stützte.

Die gottgegebene Legitimation geht davon aus, dass ein Monarch oder eine Monarchin von Gott dazu berechtigt wird, zu herrschen. Damit rechtfertigte man, dass eine Person in einer Monarchie über viele Menschen regieren durfte, ohne, dass das Volk ihn oder sie für diese Aufgabe ausgewählt hatte.

Der Neoliberalismus lehnt sich an den Liberalismus an und ist im frühen 20. Jahrhundert aufgekommen.

Der Neoliberalismus will den Einfluss des Staates auf den Markt auf ein Minimum beschränken. Der Staat soll lediglich die Freiheit, Sicherheit und Gesundheit der Menschen gewährleisten.

Als Thatcher 1979 Premierministerin wurde, waren viele Menschen arbeitslos und es kam immer wieder zu Protesten in der Bevölkerung, weil die Löhne der Menschen nicht zum Leben ausreichten. Angelehnt an den Neoliberalismus war Thatcher davon überzeugt, dass die britische Wirtschaft sich nicht "von oben", also durch staatliche Maßnahmen retten ließe. Vielmehr sollten der Wirtschaft günstige Voraussetzungen geboten werden. In einer geeigneten Umgebung könne der Markt bzw. die Wirtschaft sich selbst aus der Krise ziehen, indem er seine Produktivität erhöhe – so Thatchers Idee.

Eine geeignete Umgebung bzw. günstige Voraussetzungen für den Mark sind Bedingungen, die wirtschaftliches Arbeiten erleichtern: so zum Beispiel wenige staatliche Vorgaben, niedrige Unternehmenssteuern und unbürokratische Prozesse, wenn es etwa um die Zulassung neuer Produkte geht. Erhöhte Produktivität und damit insgesamt mehr Geld, so Thatchers Grundgedanke, sollten dazu führen, dass es allen besser geht.

Einfach erklärt repräsentiert der Thatcherismus den Glauben an eine freie Wirtschaft und wenig Einmischung durch den Staat.

Thatchers persönliche Ansichten

Thatcher vertrat eine eher konservative Sicht auf die Welt und stand fest hinter traditionell britischen Werten, man spricht hier auch von den Victorian Family Values. Diese Familienwerte sehen vor, dass sich eine Gesellschaft verbessert, wenn die einzelnen Menschen sich verbessern. Fundamental für die Victorian Family Values sind die "konventionelle" (heterosexuelle) Heirat und Familiengründung.

Thatcher war beispielsweise dagegen, Kinder in Schulen über Homosexualität aufzuklären. 1988 forderte sie von den Schulen, Kindern nicht zu vermitteln, dass homosexuelle Menschen in einer Familie leben können und unbedingt zu akzeptieren sind.

Thatcher lehnte außerdem ab, dass das Vereinigte Königreich der Europäischen Union angehörte. Generell hatte sie nationalistisch geprägte Ansichten. Zudem war sie eine sehr offen gläubige Christin.

Thatcherismus – Ursachen und Ziele

Thatcher kam in einer Zeit an die Macht, in der es der britischen Wirtschaft schlecht ging. Der Winter im Jahr 1975 gilt im Vereinigten Königreich bis heute als der Winter of Discontent, der "Winter der Unzufriedenheit". Die jährliche Inflationsrate war im Vereinigten Königreich mit 27 % extrem hoch.

Inflation bedeutet, dass der Wert von Geld abnimmt. Das passiert, wenn in einer Volkswirtschaft die Preise für Güter schneller steigen als die Löhne. Eine Volkswirtschaft ist die Gesamtheit von allen Privatpersonen, Unternehmen und staatlichen Einrichtungen in einem Wirtschaftsraum (meistens ein Staat).

Die Inflationsrate beschreibt, um wie viel Prozent Produkte über einen bestimmten Zeitraum in einem Land teurer werden. Meistens vergleicht die Inflationsrate den Preis aller Güter in einem Land mit den Preisen von allen Gütern des Vorjahres. Manchmal wird die Inflationsrate auch Teuerung genannt.

In vielen Branchen streikten Arbeiter*innen – angeheizt durch mächtige Gewerkschaften. Außerdem war die Produktivitätsrate im Land gering und es herrschte eine generelle Ablehnung gegenüber Veränderungen.

Eine geringe Produktivitätsrate bedeutet, dass wenige Güter produziert werden im Verhältnis dazu, wie viele Ressourcen vorher für die Produktion investiert wurden.

Die Hauptursache für den Zustand der britischen Wirtschaft war, dass sich das United Kingdom immer noch nicht von den Folgen des Zweiten Weltkriegs erholt hatte. Nach dem Krieg hatte die Regierung entschieden, den Ansatz einer mixed economy (dt. "gelenkte Volkswirtschaft") zu verfolgen: Unternehmen in Privatbesitz und staatliche Instanzen sollten gemeinsam auf dem Markt arbeiten, also nebeneinander Handel betreiben.

Mixed economy heißt auf Deutsch "gelenkte Volkswirtschaft". Der Staat greift in einer mixed economy an den Stellen, an denen es nötig ist, in die Privatwirtschaft ein. Gelenkte Volkswirtschaften kennzeichnen sich häufig dadurch, dass die Regierung sich besonders an Unternehmen beteiligt, die für die Öffentlichkeit wichtig sind: So etwa an den öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Bahnverkehr, der Post und der Telekommunikation.

Der Ansatz, das Vereinigte Königreich zu einer gelenkten Volkswirtschaft umzustrukturieren, verbesserte zwar den Lebensstandard der Briten und Britinnen, er reichte aber nicht aus, um die Wirtschaft wieder ausreichend in Schwung zu bringen. Dies mündete schließlich 1975 im bereits erwähnten Winter of Discontent.

Als Thatcher dann 1979 an die Macht kam, war ihre größte Aufgabe die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dafür setzte sie sich und der britischen Wirtschaft folgende Ziele:

  • Arbeitsplätze schaffen
  • Geld in die Mittelklasse spülen
  • Inflation stoppen
  • Produktivität der britischen Wirtschaft erhöhen
  • mehr private Hausbesitzer*innen

Thatcherismus – Maßnahmen

Den Prinzipien des Neoliberalismus folgend und mit bestimmten Zielen vor Augen setzte Thatchers Regierung einige Maßnahmen in der Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik durch.

Wirtschaftspolitik

Die Staatsausgaben sollten generell gesenkt werden und dem Markt freie Hand gelassen werden. Thatcher veranlasste dafür unter anderem, Unternehmen und Immobilien in Staatsbesitz an Privatpersonen zu verkaufen. Unter diesen Industrien, die an Privatpersonen verkauft wurden, waren die bis heute privaten Instanzen British Telecom, British Gas, British Airways und zahlreiche Elektrizitätsanbieter.

Die britische Wirtschaft sollte wieder in Fahrt kommen. Dafür ließ die Premierministerin Zölle senken und entmachtete Gewerkschaften, um die Widerstände für wirtschaftliches Handeln zu minimieren.

Sozialpolitik

Um das Geld einzusparen, das dem Staat etwa mit der Senkung der Einkommenssteuer entging, kürzte die Regierung Sozialleistungen, wie z. B. finanzielle Unterstützungen für Familien und Zuschüsse für arbeitsunfähige Personen. Man spricht wegen dieser Entscheidungen bei der Beschreibung vom Thatcherismus auch vom "Ende des Wohlfahrtsstaates".

Wegen ihres kompromisslosen Führungs- und Politikstils ist Margaret Thatcher auch als die Iron Lady, die Eiserne Lady, bekannt. Eine sowjetische Zeitung hat ihr den Spitznamen 1976 erstmals gegeben.

Finanzpolitik

Um die Inflation zu bekämpfen, ließ Thatcher die Zinsen erhöhen und die Einkommenssteuer senken. Besonders die gut verdienende Bevölkerung musste unter Thatcher weniger Abgaben machen. Die income tax, also die Einkommenssteuer, sank für Briten und Britinnen mit hohen Gehältern von 83 % auf 40 %.

Um Haus- und Grundbesitz attraktiver zu machen, versuchte Thatcher Ende der 1980-er Jahre eine Kopfsteuer, auf Englisch community charge oder auch poll tax genannt, durchzusetzen. Thatchers Entwurf sah vor, dass jede*r Erwachsene im Vereinigten Königreich eine Gemeindesteuer in gleicher Höhe zu entrichten haben sollte. Bis dato hatte man die Höhe der zu zahlenden Gemeindesteuer anhand des Wertes der Immobilie, in der jemand lebt, festgemacht. Besitzer und Besitzerinnen von Villen sollten, wenn es nach Thatchers poll tax ging, nun genauso viel Geld an die Gemeinde abgeben wie jede Person, die in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses lebt.

Proteste

Große Teile der britischen Bevölkerung empfanden diese Finanzpolitik als sozial ungerecht. Die Proteste gegen die poll tax führten schließlich mit dazu, dass die Thatcher-Regierung 1990 ihren Rücktritt erklären musste.

Während Thatchers Regierungszeit war es auch zuvor immer wieder zu Protesten gekommen, allerdings bis zum Ende der 1980-er Jahre vor allem durch die Gewerkschaften. Die Proteste wurden von der Gewerkschaft der Bergarbeitenden angeführt. Als der Streik der Bergarbeitenden in den Jahren 1984/85 schließlich scheiterte, endeten allerdings auch die Widerstände der anderen Gewerkschaften.

Thatcherismus – Folgen

Am Ende von Thatchers Amtszeit (1990) war die britische Wirtschaft grundlegend verändert. Ein großer Erfolg Thatchers war die Senkung der Inflationsrate. Mitte der 1970-er hatte diese zwischenzeitlich über 25 % betragen. 1990 lag die Rate nur noch bei knapp über 10 %.

Besitz und Einkommen

Thatcher hatte der besser verdienende Arbeiterklasse den Hausbesitz leichter gemacht. Zwischen 1981 und 1991 stieg die Zahl der Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen zum Beispiel in England und Wales von 10 Millionen auf mehr als 13 Millionen. Im Vergleich: 2011 waren es knapp 15 Millionen, also kaum mehr.

Viele dieser verkauften Häuser und Wohnungen waren in Staatsbesitz gewesen. Unter dem Slogan Right to Buy ermöglichte Thatcher der Bevölkerung einst staatlichen Wohnraum zu kaufen. In England und Wales erreichten die Verkaufszahlen von Häusern unter dem Right to Buy 1982 ein Rekordhoch: In England wurden im Jahr 1982 rund 175.000 Council Homes, also Wohnungen und Häuser in Staatsbesitz, verkauft. Dieses Verkaufshoch wurde in England auch in den restlichen 1980-er Jahren immer wieder erreicht.

In Schottland verlief die Privatisierung von Wohnraum etwas zögerlicher: Der Höchstwert für Hausverkäufe wurde dort erst 1989 erreicht.

Thatcher verkaufte im Zuge der Privatisierung von Wohnraum im UK insgesamt rund 970.000 Häuser im Staatsbesitz, die soziales Wohnen ermöglicht hatten.

Das mittlere Einkommen von Familien pro Woche stieg zwischen 1979 und 1990 von £ 271 (ca. 320 €) auf £ 342 (ca. 400 €). Das ist ein Anstieg von 26 %. Dieser Gewinn war allerdings nicht gleichmäßig verteilt. Das Einkommen der ärmeren Bevölkerung stieg viel weniger als das der Vielverdiener und -verdienerinnen. Dieser Trend setzt sich im United Kingdom bis heute fort, die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auseinander. Viele sehen Thatcher als mitschuldig daran, wie starr die heutige Klassengesellschaft des Vereinigten Königreichs ist.

Wenn du dich für die Sozialen Klassen Großbritanniens interessierst, lies doch gerne mal in unsere Zusammenfassung "Social Classes UK" rein!

Armut und Arbeitslosigkeit

Die Anzahl der Kinder, die in Armut lebten, verdoppelte sich unter Thatcher. Die Zahl stieg zwischen 1979 und 1990 von knapp zwei Millionen auf mehr als drei Millionen. Mittlerweile liegt die Zahl der Kinder, die in Armut leben, wieder bei rund zwei Millionen. Auch die ökonomisch schwache Gruppe der Rentner und Rentnerinnen wurde während der Thatcher-Regierung ärmer: Der Anteil an Rentner*innen, die unter der Armutsgrenze lebten, stieg im United Kingdom während der Thatcher-Jahre von 13 % auf 43 %.

Das Problem der Arbeitslosigkeit konnte der Thatcherismus ebenfalls nicht effektiv bekämpfen: Zu Beginn von Thatchers Amtszeit lag die Arbeitslosenquote im United Kingdom bei rund 4 %, am Ende bei etwa 6 %.

Einfluss auf andere Länder

Analog zum Thatcherismus im Vereinigten Königreich verfolgte US-Präsident Ronald Reagan zu Beginn der 1980-er Jahre die Reaganomics in den Vereinigten Staaten. Diese Wirtschaftspolitik war dem Thatcherismus sehr ähnlich. Sie werden darum häufig als "Cousins" bezeichnet.

Die Taktik der Privatisierung war zu Thatchers Zeiten etwas revolutionäres und ein neuer Ansatz, der später auch in anderen Ländern aufgegriffen wurde.

Kritik am Thatcherismus

Wegen seiner zwiespältigen Ergebnisse wird der Thatcherismus bis heute hitzig diskutiert. Einige halten ihn für ein Erfolgsmodell, um eine unproduktive Wirtschaft wieder nach vorne zu bringen. Andere kritisieren, dass der Thatcherismus gnadenlos war und keine Rücksicht auf Menschen in sozial schwachen Positionen genommen wurde.

Diese Kritikpunkte finden zum Beispiel darin Bestätigung, dass das Vereinigte Königreich durch den Thatcherismus zwar im Großen und Ganzen reicher wurde, die soziale Ungerechtigkeit sich aber gleichzeitig verschärfte. Die Anzahl der in Armut lebenden Kinder oder Rentnern und Rentnerinnen hatte beispielsweise rapide zugenommen.

Die Idee von freiem Markt und individuellem Reichtum würde laut Kritikern und Kritikerinnen außerdem Egoismus befeuern. Zudem widersprechen viele Thatchers Idee einer trickle down economy. Dieser Gedanke geht davon aus, dass vom Reichtum einiger schlussendlich alle profitieren. Dies ist häufig nicht der Fall und auch im United Kingdom hat das Prinzip nicht gegriffen.

Inflation

1979 setzte Thatcher Maßnahmen durch, um die Inflation zu stoppen. Kritiker und Kritikerinnen halten die Maßnahmen Thatchers heute für zu radikal, denn sie führten 1981 in eine Rezession und die Arbeitslosenquote stieg rapide.

Von einer Rezession spricht man, wenn in einer Volkswirtschaft die wirtschaftlichen Tätigkeiten insgesamt zurückgehen. Dann sind zum Beispiel Warenlager häufiger überfüllt, weil Kunden und Kundinnen weniger einkaufen.

In den späten 1980-er Jahren erlebte das Vereinigte Königreich unter Thatcher allerdings einen Boom: Die Arbeitslosenquote sank, die Wirtschaft wuchs immens und Hauspreise schossen in die Höhe. Das Wachstum war allerdings so stark, dass es erneut eine Inflation auslöste. Kritiker und Kritikerinnen bezeichnen das Wirtschaftswachstum unter Thatcher als nicht nachhaltig: 1991 folgte auf das Hoch der 1980-er wieder eine Rezession.

Thatcherismus - Das Wichtigste

  • Der Thatcherismus bezeichnet die Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik und -praxis, die Margaret Thatcher betrieben hat.
  • Thatcher war von 1979 bis 1990 die Premierministerin des Vereinigten Königreichs.
  • Die Politik des Thatcherismus war vom Neoliberalismus geprägt: Der Markt sollte möglichst frei ohne staatliche Einmischung agieren können.
  • Der Thatcherismus hatte unter anderem zum Ziel, die britische Wirtschaft produktiver zu machen und die Inflationsrate zu senken.
  • Um ihre Ziele zu erreichen, setzte Thatchers Regierung einige Maßnahmen in der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik durch:
    • Verkauf von Unternehmen und Immobilien in Staatsbesitz an Privatpersonen
    • Senkung von Zöllen & Einkommenssteuern
    • Kürzung von Sozialleistungen
  • Häufig spricht man im Zusammenhang mit dem Thatcherismus vom "Ende des Wohlfahrtsstaats".
  • Die Bilanz der Regierung Thatchers ist umstritten: Die britische Wirtschaft ist zwar stärker geworden, gleichzeitig ist die Schere zwischen Arm und Reich aber auch immer weiter auseinandergegangen.

Thatcherismus

Der Thatcherismus bezeichnet die Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik und -praxis, die Margaret Thatcher betrieben hat.

Margaret Thatcher war von Mai 1979 bis November 1990 die Premierministerin des Vereinigten Königreichs.

Kritikpunkte am Thatcherismus sind zum Beispiel, dass er die britische Klassengesellschaft zusätzlich verhärtet hat und Arbeitslosigkeit nicht effektiv bekämpfen konnte.

Die Politik des Thatcherismus war vom Neoliberalismus geprägt: Der Markt sollte möglichst frei ohne staatliche Einmischung agieren können.

Finales Thatcherismus Quiz

Frage

Fülle die Lücke: Margaret Thatcher war von 1979 bis ____ die Premierministerin Großbritanniens.

Antwort anzeigen

Antwort

1990

Frage anzeigen

Frage

Welcher Partei war Thatcher zugehörig?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Conservative Party.

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Der Neoliberalismus will den Einfluss des Staates auf den Markt ________.

Antwort anzeigen

Antwort

minimieren

Frage anzeigen

Frage

Margaret Thatcher sah in der Europäischen Union die Zukunft Großbritanniens.


Wahr oder falsch?

Antwort anzeigen

Antwort

Falsch

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Thatcher kam in einer Zeit an die Macht, in der es der britischen Wirtschaft ______ ging. 


Antwort anzeigen

Antwort

schlecht

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Punkte waren Ziele des Thatcherismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Arbeitsplätze schaffen

Frage anzeigen

Frage

Die Arbeitslosenquote ist während der Thatcher-Jahre gesunken.


Wahr oder falsch?

Antwort anzeigen

Antwort

Falsch

Frage anzeigen

Frage

Der Thatcherismus hat mehr Menschen in Großbritannien Hauseigentum ermöglicht.


Wahr oder falsch?

Antwort anzeigen

Antwort

Wahr

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Die Zahl der Kinder, die in Armut leben, stieg zwischen 1979 und 1990 von 1.7 Millionen auf ___ Millionen.

Antwort anzeigen

Antwort

3.3

Frage anzeigen

Frage

Thatcher ist es gelungen, die Inflationsrate in Großbritannien zu senken. 


Wahr oder falsch?

Antwort anzeigen

Antwort

Wahr

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Wegen ihres kompromisslosen Führungs- und Politikstils ist Margaret Thatcher auch als die ______ bekannt.


Antwort anzeigen

Antwort

Iron Lady

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Thatcher regierte _____ aufeinanderfolgende Amtszeiten lang als Premierministerin.


Antwort anzeigen

Antwort

drei

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: "Neoliberalismus" bedeutet so viel wie "______ Liberalismus".

Antwort anzeigen

Antwort

neuer

Frage anzeigen

Frage

Fülle die Lücke: Bevor Thatcher ins Amt kam, waren _____ ein großes Problem in der britischen Arbeitswelt.

Antwort anzeigen

Antwort

Streiks

Frage anzeigen

Frage

Der Thatcherismus gilt heute als unumstrittenes Vorbild für eine produktive, 

soziale Marktwirtschaft.


Wahr oder falsch?

Antwort anzeigen

Antwort

Falsch

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