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Martin Luther King

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Englisch

"I have a dream" – diesen berühmten Satz von Martin Luther King hast Du wahrscheinlich schon ziemlich häufig gehört. Wenn Du nicht schon im Englischunterricht über Martin Luther King und seine weltbekannte Rede gesprochen hast, kennst Du den Satz vielleicht auch aus dem Remix "One Day" von DJ Bakermat. Doch wer war eigentlich Martin Luther King und warum wurde der Satz "I have a dream" so berühmt?

Martin Luther King – Kurzbiografie

Martin Luther King war neben Baptistenpfarrer auch Menschenrechtler und Anführer der Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung in den USA. Gewaltlos kämpfte King für eine gerechte Welt, in der alle Menschen in gleicher Weise behandelt werden, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion.

Abbildung 1: Martin Luther King bei einer KundgebungQuelle: geo.de

Familie und Kindheit

Am 15. Januar 1929 wurde Martin Luther King Jr. unter dem Namen Michael King Jr. in Atlanta geboren. Als Sohn einer Lehrerin und eines Pfarrers wuchs er in einer religiösen Familie auf.

1934 reiste sein Vater Michael King Sr. nach Deutschland und war tief beeindruckt vom Augustinermönch Martin Luther, der die Reformation im 16. Jahrhundert bewirkt hatte. Daraufhin ließ er sich in Martin Luther King Sr. und seinen Sohn in Martin Luther King Jr. umbenennen. Zur Vereinfachung wird mit Martin Luther King für gewöhnlich der Sohn Martin Luther King Jr. gemeint.

Schule und Beruf

In seiner Jugend zeigte sich Martin Luther Kings Sprachtalent mit der Teilnahme an zahlreichen Redner-Wettbewerben. Da Vater und Sohn den Glauben an Gott teilten, fing Martin Luther King mit 17 Jahren an, als Hilfsprediger in der Gemeinde seines Vaters aufzutreten. 1948 beendete Martin Luther King sein Soziologiestudium und meisterte 1951 ein weiteres Studium der Theologie.

Wenn Du mehr zum Schulsystem in den USA erfahren möchtest, lies Dir doch auch unseren Artikel "Schulsystem USA" durch.

Während des Studiums faszinierten Martin Luther King verschiedene Philosophen wie Aristoteles, John Locke oder Henry David Thoreau. Besonders geprägt hat ihn Mahatma Gandhi, der in Indien friedlichen Widerstand gegen die Engländer leistete.

Nach seinem Studium zog Martin Luther King nach Montgomery und fing in der Dexter Avenue Baptist Church an, als Pfarrer zu arbeiten. Zeitgleich heiratete Martin Luther King die Autorin Coretta Scott Williams, mit der er später vier Kinder hatte.

Martin Luther King als Anführer der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung

Afroamerikanische Menschen, darunter auch Martin Luther King, bekamen den Rassismus und die sogenannte Racial Segregation täglich zu spüren.

Racial Segregation

Obwohl ein Drittel der Bevölkerung Montgomerys Schwarze waren, hatten sie kaum Rechte und mussten immer wieder mit Rassismus und Diskriminierung kämpfen. Schulen, Kirchen oder öffentliche Verkehrsmittel waren durch das Gesetz der Segregation getrennt. In Bussen mussten schwarze Menschen zum Beispiel immer aufstehen, um für weiße Menschen Platz zu machen.

Montgomery Bus Boycott

Am 1. Dezember 1955 weigerte sich die Afroamerikanerin Rosa Parks, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzugeben. Daraufhin wurde sie verhaftet. Dieser Vorfall löste den sogenannten "Montgomery Bus Boycott" aus, welcher von Martin Luther King angeführt wurde. Menschen wurden dazu aufgerufen, auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten. Mit diesen gewaltfreien Protesten wollte Martin Luther King die wirtschaftliche Abhängigkeit der schwarzen Bevölkerung deutlich machen.

Abbildung 2: Rosa Parks in einem Bus Quelle: Landeszeitung.de

Als Mitglied und zukünftiger Präsident der Bürgerrechtsorganisation Southern Christian Leadership Conference (SCLC) organisierte der 26-jährige Martin Luther King die friedlichen Demonstrationen gegen die Rassentrennung. Nach insgesamt 381 Tagen war der Boykott schließlich erfolgreich. 1956 beschloss der Oberste Gerichthof, dass jegliche Art von Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln in Zukunft verboten sei.

In unseren Artikel American Dream und Melting Pot Salad Bowl haben wir noch mehr Infos zur Immigration in die USA für Dich. Falls Du noch mehr über den Obersten Gerichtshof erfahren möchtest, kannst Du Dir auch den Artikel Supreme Court USA ansehen!

In den nächsten Jahren setzte Martin Luther King sich noch intensiver als Anführer der Bürgerrechtsbewegung ein. Um landesweite Proteste zu unterstützen, kündigte er seine Arbeitsstelle und reiste durch den Süden der USA. King demonstrierte gegen Ungerechtigkeiten und engagierte sich unter anderem für bessere Wohnungen, Bildungs- oder Berufsmöglichkeiten und mehr Rechte für Schwarze.

"I have a dream"

Zu Kings wirksamsten Maßnahmen gehören die Massenproteste in Birmingham, Alabama und der sogenannte "March on Washington" am 28. August 1963. Bei dieser Demonstration in der Hauptstadt Washington, D.C. hielt Martin Luther King seine bis heute bekannteste Rede. Darin äußerte er seinen Traum von einer friedlichen und gerechten Welt, in der es keine Rassentrennung mehr geben wird. Mehr als 250.000 Erwachsene und Kinder, darunter auch Weiße Menschen, beteiligten sich friedlich an der Demonstration und verfolgten seine Rede.

"I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character."

Civil Rights Act

1963 traf sich Präsident John F. Kennedy bereits mit Martin Luther King, um das Bürgerrechtsgesetz zur Aufhebung der Rassentrennung zu vereinbaren. Da John F. Kennedy im selben Jahr jedoch ermordet wurde, übernahm der bisherige Vizepräsident Lyndon B. Johnson das Amt. Dieser unterzeichnete den Civil Rights Act schließlich am 2. Juli 1964, wodurch die Rassentrennung aufgehoben wurde und fortan alle Menschen gleichbehandelt werden sollten.

Marsch von Selma nach Montgomery

Trotz des neuen Gesetzes herrschten weiterhin Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen von Afroamerikaner*innen. Im März 1965 plante Martin Luther King daraufhin Protestmärsche von der Kleinstadt Selma in die Nachbarstadt Montgomery.

Die ersten zwei Märsche wurden dabei an der Stadtgrenze von Selma aufgehalten. Polizisten hatten die Demonstranten brutal zurückgedrängt. Einige Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

Mit dem dritten Marsch war Martin Luther King schließlich erfolgreich. Präsident Lyndon B. Johnson sagte King zu, ein neues Wahlrechtgesetz zu unterzeichnen. Nachdem der Voting Rights Act verabschiedet wurde, war es für die gesamte schwarze Bevölkerung möglich, wählen zu gehen.

Kritik an Martin Luther King

Seine friedlichen Proteste wurden stark von Gandhis Leben und seinem christlichen Glauben beeinflusst. Obwohl Martin Luther King dadurch immer mehr Anhänger*innen für sich gewinnen konnte, wurde er von verschiedenen Menschen kritisiert.

Martin Luther King wurde immer wieder von Rassisten angegriffen und insgesamt 29-mal festgenommen. Mit Hilfe des damaligen Präsidenten John F. Kennedy konnte er aus dem Gefängnis freigelassen werden und seine Proteste fortführen. Durch seine Proteste gegen den Vietnamkrieg machte King sich jedoch sowohl unter einigen seiner Anhänger als auch im Weißen Haus unbeliebt.

Wenn Dich noch andere Themen zur Landeskunde USA interessieren, lies Dir doch auch unsere Artikel zu Thanksgiving, zur Amerikanischen Revolution und zum Thema Religion USA durch.

Bewegungen des schwarzen Nationalismus

In nördlichen Bundesstaaten und Städten in Kalifornien bildeten sich immer mehr Gruppen wie zum Beispiel die Black Panther Party, die mit Gewalt für den schwarzen Nationalismus kämpften. Diese verspotteten Kings Gewaltlosigkeit, da ihnen die Entwicklungen seiner Methoden nicht schnell genug voran gingen.

Kritik von der FBI

Des Weiteren hatte Martin Luther King mit dem FBI (Federal Bureau of Investigation) zu kämpfen. Von der US-Bundespolizei wurde er für einen Kommunisten gehalten, weshalb der damalige Chef des FBI J. Edgar Hoover ihn ausspionieren ließ. Um die Bürgerrechtsbewegung aufzuhalten, erpressten FBI-Ermittler Martin Luther King damit, seine privaten Angelegenheiten an die Öffentlichkeit zu bringen. Martin Luther King führte seine Proteste dennoch fort.

Attentat auf Martin Luther King

Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King Opfer eines Attentates. Der damals 39-jährige Bürgerrechtler befand sich auf dem Balkon eines Hotels in Memphis, Tennessee, als Martin Luther King erschossen wurde. Als Einzeltäter wurde der Rassist James Earl Ray verurteilt.

Nach der Bekanntgabe seines Todes kam es zu großen Aufständen in über 100 Städten der USA. Die Krawalle führten zu zahlreichen Plünderungen, Hausbränden und Verhaftungen von etwa 10.000 Menschen. 39 Menschen haben bei diesen Aufständen ihr Leben verloren.

Martin Luther Kings Auszeichnungen

Für die friedliche Bekämpfung der Rassenungleichheit erhielt King 1964 den Friedensnobelpreis. Bis dahin war er der jüngste Friedensnobelpreis-Gewinner der Welt. Vom US-Nachrichtenmagazin Time wurde Martin Luther King 1964 außerdem zum Mann des Jahres ernannt.

Einflüsse auf die heutige Welt

Bis heute ist Martin Luther King für viele Menschen Vorbild und Held. Unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion haben alle Einwohner*innen Amerikas heutzutage die gleichen Rechte. Um ihn zu ehren, feiern die Amerikaner*innen jedes Jahr am dritten Montag im Januar den Nationalfeiertag Martin Luther King Memorial Day.

Auch Martin Luther Kings Enkelin Yolanda Renee King besitzt rhetorisches Talent. Am 24. März 2018 hielt sie beim "March For Our Lives" in Washington, D.C. eine Rede, in der sie den Traum von Martin Luther King erwähnte und schärfere Waffengesetzen in den USA verlangte.

Martin Luther King - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Baptistenpfarrer und Menschenrechtler Martin Luther King war Anführer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung.
  • Martin Luther Kings gewaltlosen Proteste wurden hauptsächlich von Gandhi inspiriert.
  • Für die Organisation des Montgomery Bus Boycott und Marsch von Selma nach Montgomery war Martin Luther King mitverantwortlich.
  • Martin Luther King hatte einen große Einfluss auf den Civil Rights Act und den Voting Rights Act, mit denen Afroamerikaner*innen mehr Rechte bekamen.

Martin Luther King

Martin Luther King war ein Baptistenpfarrer, Menschenrechtler und Anführer der Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung in den USA. Er protestierte friedlich dafür, dass alle Menschen in gleicher Weise behandelt werden, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion.

Martin Luther King war Anführer einer gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung.

Martin Luther King Junior war ein Menschenrechtler und setzte sich für die Aufhebung der Rassentrennung in den USA ein. Seine Rede "I have a dream" machte ihn weltweit berühmt.

Martin Luther King wollte, dass die Rassentrennung aufgehoben wurde und dass alle Menschen in den USA die gleichen Rechte bekommen.

In der Rede "I have a dream" spricht Martin Luther King über seinen Traum von einer friedlichen und gerechten Welt, in der es keine Rassentrennung mehr geben wird. Mehr als 250.000 Erwachsene und Kinder, darunter auch Weiße Menschen, beteiligten sich friedlich an der Demonstration und verfolgten seine Rede.  

Finales Martin Luther King Quiz

Frage

Wer war Martin Luther King?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Baptistenpfarrer
  • Menschenrechtler 
  • Anführer der Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung 
Frage anzeigen

Frage

Wie ist Martin Luther King gestorben?

Antwort anzeigen

Antwort

Martin Luther King wurde in Memphis von James Earl Ray erschossen.

Frage anzeigen

Frage

Wo hielt Martin Luther King seine berühmte "I have a dream"-Rede?

Antwort anzeigen

Antwort

beim "March on Washington" in der Hauptstadt Washington, D.C.

Frage anzeigen

Frage

Welche wichtigen Gesetze wurden dank Martin Luther King verabschiedet?

Antwort anzeigen

Antwort

Civil Rights Act und Voting Rights Act

Frage anzeigen

Frage

Wer hat den Civil Rights Act und den Voting Rights Act unterzeichnet?

Antwort anzeigen

Antwort

Präsident Lyndon B. Johnson

Frage anzeigen

Frage

Welche Feinde hatte Martin Luther King?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Rassisten
  • Das Weiße Haus (nachdem King gegen den Vietnamkrieg protestierte)
  • Bestimmte Gruppen des schwarzen Nationalismus (z. B. Black Panther Party)
  • FBI
Frage anzeigen

Frage

Wieso wurde Martin Luther King von FBI-Ermittlern bespitzelt?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie hielten ihn für einen Kommunisten.

Frage anzeigen

Frage

Wie reagierten die Menschen, als sie von Martin Luther Kings Tod erfahren haben?

Antwort anzeigen

Antwort

Aufstände in über 100 Städten:

  • Plünderungen
  • Hausbrände
  • 10.000 Verhaftungen
  • 39 Tote
Frage anzeigen

Frage

Welchen Preis gewann Martin Luther King für die gewaltlose Bekämpfung der Rassenungleichheit?

Antwort anzeigen

Antwort

Friedensnobelpreis

Frage anzeigen

Frage

Welchen Nationalfeiertag feiern Amerikaner*innen Martin Luther King zu Ehren?

Antwort anzeigen

Antwort

Martin Luther King Memorial Day

Frage anzeigen

Frage

Von welchem indischen Propheten ließ sich Martin Luther King am meisten beeinflussen?

Antwort anzeigen

Antwort

Mahatma Gandhi

Frage anzeigen

Frage

Was genau sollte durch den Montgomery Bus Boycott verdeutlicht werden?

Antwort anzeigen

Antwort

die wirtschaftliche Abhängigkeit von der schwarzen Bevölkerung

Frage anzeigen

Frage

Wie oft wurde Martin Luther King bei seinen Protesten verhaftet?

Antwort anzeigen

Antwort

29-mal

Frage anzeigen

Frage

Welchen Beruf übte Martin Luther King aus, bevor er sich den Protesten widmete?

Antwort anzeigen

Antwort

Pfarrer

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Frage

Was war die erste große Bürgerrechtsbewegung, die Martin Luther King leitete?

Antwort anzeigen

Antwort

Montgomery Bus Boycott

Frage anzeigen
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