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Organische Chemie Strukturformel

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Organische Chemie Strukturformel
Im Chemieunterricht bist Du im Gebiet der organischen Chemie sicher auf manche der unterschiedlichen Darstellungsformen gestoßen. Diese unterscheiden sich in ihrem Informationsgehalt und sind somit in manchen Situationen besser geeignet, um ein Molekül zu beschreiben, während sie bei anderen Verbindungen in der organischen Chemie unvollständig sind und daher im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und abgewandelt wurden.

Summenformel

Eine Summenformel beschreibt in der Chemie lediglich die Art der Elemente, die in dem Molekül miteinander verbunden sind und deren relativen Anteile. Zudem kann man über die Summenformel das Molekulargewicht einer organischen Verbindung ermitteln.

Die Summenformel von Wasser beispielsweise ist sehr geläufig. Aus ihr erkennst Du, dass die Verbindung ein Sauerstoffatom und zwei Wasserstoffatome enthält (H2O).

Aus einer Summenformel kannst Du nicht ablesen, wie genau die einzelnen Atome miteinander verbunden sind, weshalb diese Darstellungsform für die Beschreibung der Konnektivitäten und der räumlichen Anordnung der Atome in der organischen Chemie unbrauchbar ist. Hierzu benötigst Du Strukturformeln.

Organische Chemie – Strukturformeln

Strukturformeln beschreiben in der organischen Chemie die Konstitution von Molekülen, sprich wie die Atome in einer Verbindung miteinander verknüpft sind. In der organischen Chemie wird von kovalenten Bindungen ausgegangen. Das heißt, dass jeder Bindungspartner einer Verbindung in den Einfachbindungen mit je einem Elektron zur Bindung beiträgt.

Im Gegensatz zu Summenformeln bist Du mit Hilfe von Strukturformeln in der Lage, Dir die räumliche Gestalt von Molekülen besser vorzustellen. Strukturformeln sind ein wichtiger Teil in der organischen Chemie, wenn es um die Beschreibung von Reaktionsmechanismen geht.

Elektronenformel nach Lewis

In der Strukturformel nach Gilbert Newton Lewis werden die Elektronen in den Valenzschalen der Bindungspartner beschrieben. Die einzelnen Elektronen werden hierbei durch je zwei Punkte dargestellt. Bei Methan ist somit das C-Atom von acht Elektronenpunkten umgeben, jedes H-Atom hat zwei Valenzelektronen.

Mit der Edelgaskonfiguration ist in der Chemie gemeint, dass ein Atom, entweder durch Abgabe oder Aufnahme von Valenzelektronen, den Zustand seines nächstgelegenen Edelgases (Element der achten Hauptgruppe im Periodensystem der Elemente) einnimmt. Für Wasserstoff ist das zum Beispiel der Fall, wenn ein Elektron aufgenommen wird. Dann hat es die Edelgaskonfiguration von Helium.

Valenzstrichformel nach Kekulé

Als Vereinfachung der Strukturformel nach Lewis verzichtete Friedrich August Kekulé auf die Bindungselektronen als Punkte. Für seine Darstellung verwendete er stattdessen Valenzstriche, die die kovalenten Bindungen und somit gleichzeitig die Bindungselektronen verdeutlichen.

Sind die Moleküle größer und dazu noch verzweigt, wird diese Darstellungsform schnell unübersichtlich und unpraktisch. Als Lösung für dieses Problem wurde eine weitere Strukturformel, nämlich die Skelettformel, entwickelt.

Skelettformel Chemie

Die Skelettformel ist eine vereinfachte Strukturformel in der organischen Chemie für Kohlenwasserstoffe, bei der die H-Atome in der Darstellung vernachlässigt werden und die Kette aus C-Atomen, die in der Papierebene liegt, in einer Zick-Zack-Schreibweise dargestellt wird.

Der Vorteil dieser Strukturformel liegt darin, dass die funktionellen Gruppen in einem organischen Molekül dieser Darstellungsform deutlicher herausstechen. Der Grund hierfür ist, dass einzelne H-Atome auf dem Papier nicht gezeichnet werden. Das erleichtert das Formulieren von Reaktionsmechanismen erheblich, da nur noch die funktionellen Gruppen ausformuliert werden. Beachte bei der Skelettformel, dass stets jeder "Knick" der Zick-Zack-Kette ein Kohlenstoff-Atom darstellt.

Achte darauf, dass auch die Enden dieser Ketten C-Atome darstellen. Mehrfachbindungen, also Doppel- oder Dreifachbindungen, werden durch Striche oberhalb (und unterhalb) der Kette angedeutet.

Anhand der Skelettformel kannst Du leider immer noch nicht ablesen, wie die am Kohlenstoff gebundenen Bindungspartner einer Verbindung, die nicht zur Hauptkette gehören, räumlich angeordnet sind. In der organischen Chemie wird dazu gesagt, dass die Konfiguration eines Moleküls durch diese Schreibweise nicht hinreichend beschrieben wird.

Keilstrichformel

Der Keil deutet in der Keilstrichformel solche Bindungspartner an, die aus der Bildebene heraus zeigen, räumlich also zum Betrachter hin. Die gestrichelten Linien hingegen deuten solche Bindungspartner an, welche in die Bildebene hinein gerichtet sind. Die Keilstrichformel ist also die erste Strukturformel, der auch die räumliche Darstellung des Moleküls gelingt.

Das Problem mit der Konfiguration, nämlich dass die räumliche Anordnung der Substituenten nicht sofort ersichtlich wird, löst die Keilstrichformel. Diese Strukturformel beschreibt die räumliche Anordnung der beiden Bindungspartner, die nicht in der Ebene liegen.

Die Konfiguration eines Moleküls beschreibt die räumliche Anordnung der Atome, abgesehen davon, dass frei drehbare Einfachbindungen nicht berücksichtigt werden.

Organische Chemie – Strukturformeln benennen

Um eine einheitliche Benennung organischer Verbindungen auf der ganzen Welt zu ermöglichen, wurden die Vorschriften der IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) zur Nomenklatur entwickelt. Werden diese angewandt, bekommt das Molekül einen Namen, den jeder nachvollziehen kann, vorausgesetzt die Person kennt diese Vorschriften ebenfalls. Allein aus dieser Nomenklatur heraus bekommt der Chemiker schon eine Vorstellung darüber, wie das Molekül in etwa aufgebaut ist.

  1. Zunächst findest Du die längste Kette im Molekül. Hat eine der Seitengruppen einen Substituenten höherer Priorität am Ende, ist diese als Grundgerüst zu identifizieren und bildet den Wortstamm. In diesem Fall schreibst Du ihren Namen, oder eine Kurzform, als Endung an den Namen der entsprechenden Alkankette. Hat man eine Kohlenstoffkette mit acht Kohlenstoffen und einer Carboxylgruppe (-COOH), so lautet der Wortstamm des Moleküls -octacarbonsäure (das n von Octan wird gestrichen)
  2. Identifiziere die übrigen Substituenten und deren Position(en) am Grundgerüst. Die Zählweise beginnt bei dem Ende der Kette mit der höchsten Priorität. Ist keine vorhanden, beginnst Du so, dass die Summe der übrigen Substituenten minimal wird. Die Positionen werden den funktionellen Gruppen als Vorsilbe vorangestellt und mit einem Bindestrich abgetrennt. Die Verbindung aus unserem Beispiel hat an der Stelle vier einen Bromsubstituenten und an der Stelle fünf einen Hydroxysubstituenten (-OH).
  3. Reihe nun die Namen der Substituenten, vorangegangen von der Position, in alphabetischer Reihenfolge vor den Wortstamm. Bei Alkan-/Alken-/Alkin- und Aromatenresten wird die Endung -yl angehangen. Das Beispielmolekül heißt 4-Brom-5-hydroxyoctacarbonsäure.

Halogene sind Elemente aus der siebten Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente (PSE).

Zur Benennung von Molekülen mit einem Stereozentrum verwendest Du die CIP-Nomenklatur (Cahn-Ingold-Prelog). Diese liegen in organischen Verbindungen, in denen ein mindestens ein Kohlenstoff vier unterschiedliche Substituenten trägt.

Hierbei zeichnest Du das zu beschreibende Stereozentrum planar und gibst dem Bindungspartner mit der höchsten Priorität, in der Regel ist das derjenige Substituent mit der höchsten Ordnungszahl, die Nummer eins. Der am wenigsten priorisierte Substituent, in der Regel Wasserstoff, muss dabei nach hinten zeigen und bekommt die Nummer vier.

Die Ordnungszahl sagt etwas über die Stellung eines Elements im Periodensystem der Elemente. Sie repräsentiert die Anzahl an Protonen in einem Atomkern. Innerhalb einer Periode steigt diese von links nach rechts. Innerhalb einer Gruppe steigt sie von oben nach unten.

Zeigt das Wasserstoffatom nicht von Beginn an schon nach hinten, musst Du paarweise tauschen, zum Beispiel links mit rechts und oben mit unten. Das simuliert das Drehen des Moleküls, sodass das H-Atom in die Ebene hinein zeigt.

Dann gilt es noch die übrigen Bindungspartner hinsichtlich ihrer Priorität zu bewerten. Sind hierbei zum Beispiel zwei Kohlenstoffe Substituenten, müssen diese wieder einzeln betrachtet und ausgewertet werden, auch jetzt gehst Du wieder nach der Ordnungszahl.

Aus dieser Analyse ergibt sich dann, ob das Stereozentrum (R)- oder (S)-Konfiguration besitzt.

Die Regiodeskriptoren (R) und (S) beschreiben die Konfiguration der Bindungspartner eines bestimmten C-Atoms. Wie gewohnt beschreibst Du die Position dieser besonderen Stellen: beispielsweise (2S, 3R).

Sind die Substituenten nach fallender Priorität im Uhrzeigersinn angeordnet, so hat das Stereozentrum (R)-Konfiguration (lat. rectus, rechts). Sind sie entgegen des Uhrzeigersinnes angeordnet, hat das Stereozentrum (S)-Konfiguration (lat, sinistra, links).

Projektionsschreibweisen

In der organischen Chemie helfen Projektionsschreibweisen bei der räumlichen Darstellung bestimmter organischer Verbindungen, den Stereoisomeren. Diese sind Moleküle mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher räumlicher Anordnung, bei denen die zuvor besprochenen Strukturformeln nicht mehr ausreichen.

Bei Kohlenwasserstoffen mit Einfachbindungen, in denen die räumliche Anordnung (Konformation) der funktionellen Gruppen durch simple Drehung um eine freie C-C-Kernverbindungsachse, die Achse zwischen zwei Kohlenstoffkernen in der Ebene, verändert werden kann, wird von Konformationsisomeren gesprochen. Diese sind neben den Enantiomeren und Diastereomeren eine Unterform der Stereoisomere.

Die Konformation beschreibt die unterschiedlichen räumlichen Anordnungsmöglichkeiten von Atomen, welche ein Molekül auf Grund einer frei drehbaren C-C-Einfachbindung besitzt.

Isomere sind grundsätzlich Moleküle mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher Struktur. Konformationsisomere sind somit Verbindungen mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher Konformation.

Sägebock-Projektion

In dieser räumlichen Darstellungsform betrachtest Du das Molekül entlang einer ausgewählten C-C-Achse. So kann die räumliche Anordnung der übrigen Substituenten relativ einfach als dreidimensionales Bild dargestellt werden.

Je nachdem, in welcher der beiden genannten Konformationen sich ein Molekül befindet, sind unterschiedliche Reaktionswege bei einer Eliminierung erforderlich. Bei diesem Reaktionstyp entsteht eine Doppelbindung auf Kosten von zwei Einfachbindungen.

Ist ein Molekül gestaffelt angeordnet, so muss der Angriff aus zwei Richtungen erfolgen (anti-Eliminierung, anti-, griechisch, "entgegen (gesetzt)"). Bei der ekliptischen Konformation muss der Angriff folglich von derselben Seite erfolgen (syn-Eliminierung von syn-, griechisch, "zusammen").

Mit der ekliptischen Konformation von Ethan im Kopf kannst Du Dir diese Art der Darstellung leicht merken, da diese tatsächlich der Form eines Sägebocks ähnelt.

Newman-Projektion

Da die Sägebock-Projektion in drei Dimensionen mit längeren Resten schnell zu kompliziert und unübersichtlich wird, wurde von Melvin Spencer Newman die Newman-Projektion entwickelt. Diese hat den Vorteil, dass die räumliche Darstellung in zwei Dimensionen auf dem Papier gelingt, die Konformationsanalyse von organischen Molekülen erleichtert.

In der Newman-Projektion stellt der Mittelpunkt des Kreises die C-C-Kernverbindungsachse dar, entlang der die Betrachtung des Moleküls erfolgt. Die Bindungen des vorderen C-Atoms werden durch Linien dargestellt, die direkt vom Kreismittelpunkt ausgehen. Die Bindungen des hinteren C-Atoms werden durch Linien dargestellt, welche vom Kreisrand ausgehen. Idealerweise bist Du auch in der Lage, aus der Newman-Projektion die Winkel zwischen zwei benachbarten C-X-Bindungen, auch Diederwinkel genannt, abzulesen. X ist dabei ein beliebiger Substituent. Der Diederwinkel beschreibt somit den Winkel, in dem zwei Substituenten zueinander stehen.

Merke: Diederwinkel (ekliptisch/verdeckt) = 0°, Diederwinkel (gestaffelt) = 60°

Mit Sterik ist in der organischen Chemie die räumliche Ausdehnung des Moleküls gemeint. Im Falle von Butan hindern sich die beiden Methylgruppen in der gauche-Anordnung, weshalb die Verbindung bevorzugt in der anti-Anordnung vorzufinden ist.

Fischer Projektion

Die Fischer-Projektion nach Emil Fischer ist besonders dann relevant, wenn das darzustellende Molekül mehrere Chiralitätszentren aufweist. Sie übersetzt dreidimensionale chirale Moleküle in zwei Dimensionen, was die Betrachtung erheblich erleichtert. Besonders für Kohlenhydrate hat sich diese Darstellungsform als nützlich erwiesen.

Chirale Moleküle zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach vorgenommener Drehung und Spiegelung nicht ineinander überführbar sind . Kurz gesagt ist jedes Molekül ohne eine Drehspiegelachse chiral. Solche Moleküle sind beispielsweise Enantiomere, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten.

Ein Chiralitätszentrum liegt in der Regel dann vor, wenn ein C-Atom an vier verschiedene Substituenten gebunden ist.

Zu Beginn zeichnest Du eine vertikale Linie, gedanklich ist dies eine Kette aus Kohlenstoffen, mit dem am höchsten oxidierten C-Atom nach oben zeigend. Bei diesem C-Atom beginnt dann auch die Zählweise. Dann zeichnest Du die horizontalen Verbindungslinien, um das sogenannte Fischerkreuz zu vervollständigen. Diese Linien stellen die Bindungen zwischen dem Chiralitätszentrum und den Substituenten dar. Der Schnittpunkt der beiden Achsen, oder auch der Mittelpunkt des sogenannten Fischerkreuzes, stellt jeweils das C-Atom im Zentrum dar, welches nicht mehr explizit in der Darstellung erwähnt wird.

Bei organischen Molekülen kann man prinzipiell nicht die Oxidationszahlen aller Kohlenstoffatome als gleich betrachten, da die Elektronegativität der Bindungspartner an unterschiedlichen Positionen in einem Molekül variiert. Du betrachtest also jeden Kohlenstoff einzeln und ordnest die Bindungselektronen stets dem Bindungspartner mit höherer Elektronegativität zu. Das am höchsten oxidierten C-Atom ist dasjenige, das am meisten Elektronen an seine Nachbaratome verloren hat.

Die Elektronegativität ist ein Maß für das Bestreben eines Atoms, Elektronen von seinen Nachbarn innerhalb eines Moleküls an sich heranzuziehen.

Findest Du den untersten Substituenten der Kette (für Saccharide, also Zuckermoleküle, die -OH-Gruppe) zur rechten des Fischerkreuzes, so wird der Stereodeskriptor D (lat. dextra, rechts) vorgestellt. Bei Substituenten auf der linken Seite des Kreuzes findet das Präfix L (lat. laevus, links) Anwendung.

Haworth Projektion

Die nach Walter Norman Haworth benannte Projektionsvorschrift ist eine weitere Darstellungsweise von organischen Molekülen. Auch hier geht es hauptsächlich um die räumliche Darstellung von Kohlenhydraten. Hierzu muss zwingend eine cyclische Grundstruktur vorliegen. Das heißt, das Molekül weist meist eine Ringstruktur aus fünf oder sechs Atomen vor.

Enthält der Ring darüber hinaus ein Sauerstoff-Atom, wie beispielsweise in Abbildung 14 bei Glucose, so zeigt dieses für Sechsringe (Pyranosen) nach hinten rechts und für Fünfringe (Furanosen) nach hinten, vom Betrachter weg. Die Zählweise beginnt in der Regel dann bei diesem Atom.

Die Bezeichnungen Pyranose und Furanose finden in der organischen Chemie für Kohlenhydrate Anwendung.

Schreibweisen der organischen D-Glucose Haworth-Projektion StudySmarterAbbildung 14: Haworth-Projektion von Glucose als Pyranose

Umwandlung der Fischer Projektion in die Haworth Projektion

FLOH - Der Substituent, der bei der Fischer Projektion links ist, ist oben bei der Haworth Projektion.

Kurz: Fischer Links, Oben Haworth. Analog gilt die Regel für Substituenten, die bei Fischer rechts liegen. Diese liegen dann in der Haworth Projektion unten.

Worauf Du bei der Überführung von der Fischer- in die Haworth-Projektion besonders achten solltest, ist der Ringschluss. Oft ist nicht direkt ersichtlich, an welcher Stelle dieser zu erfolgen hat. Die hier in Abbildung 15 ablaufende Reaktion ist eine Halbacetal-Bildung, bei der meist eine Hydroxygruppe (-OH) mit einer Aldehydgruppe (-CHO) reagiert. Das ist auch bei der Glucose der Fall.

Halbacetale zeichnen sich dadurch aus, dass eine Alkoxygruppe (-OR, R meint einen Kohlenwasserstoffrest) und eine Hydroxygruppe (-OH) am gleichen C-Atom gebunden sind.

Bei dieser intramolekularen Reaktion stellt der Sauerstoff der Aldehydgruppe (-CHO) Elektronen bereit. Diese gelangen an die Hydroxygruppe (-OH) am unteren Ende der Kette. Aus diesem Grund bricht die Bindung zwischen O und H. Daraufhin kommt es zu einer Protonenwanderung (H+) in Richtung dieser Carbonylgruppe, es entsteht eine neue Bindung zwischen Sauerstoff und Wasserstoff.

Diesem Schritt folgt der Ringschluss mit dem an Stelle 5 gebundenen, deprotonierten Sauerstoff und dem an Stelle 1 befindlichen C-Atom. Der so entstandene 6er-Ring ist per Definition für Kohlenhydrate also eine Pyranose. Hier greift, wie Du siehst, auch direkt FLOH, denn der Hydroxysubstituent an Position 3, der sich bei Fischer noch links befand, liegt in der Haworth-Projektion oben.

Unter intramolekularen Reaktionen versteht man Reaktionen und Umwandlung, die im gleichen Molekül stattfinden.

Organische Chemie Strukturformel - Das Wichtigste

  • Summenformeln sagen Dir lediglich, welche Elemente in welchem Verhältnis in einem Molekül vorliegen.
  • Strukturformeln geben Dir Informationen darüber, wie die Atome in einem Molekül miteinander verknüpft sind, und im Fall der Keilstrichformel auch noch über deren räumliche Anordnung.
  • Keile stehen für Substituenten, welche aus der Papierebene heraus ragen. Gestrichelte Linien stehen für Substituenten, die in die Papierebene hinein zeigen.
  • Aus den Namen organischer Moleküle nach der IUPAC-Nomenklatur eine Strukturformel ableiten zu können, ist eine wichtige Fähigkeit im Gebiet der organischen Chemie, um Reaktionsmechanismen vorherzusagen.
  • Projektionsschreibweisen sind für die räumliche Darstellung organischer Verbindungen gedacht und darüber hinaus, um Stereoisomere klar unterscheiden zu können.

Nachweise

  1. Buddrus, Schmidt (2014). Grundlagen der organischen Chemie. De Gruyter

Häufig gestellte Fragen zum Thema Organische Chemie Strukturformel

Strukturformeln beschreiben die Konstitution von Molekülen, das heißt, wie die einzelnen Atome miteinander verknüpft sind. Strukturformeln sind ein wichtiger Teil in der organischen Chemie, wenn es um die Beschreibung von Reaktionen geht. 

Die Skelettformel ist eine vereinfachte Strukturformel für Kohlenwasserstoffe, bei der explizit die H-Atome in der Darstellung nicht geschrieben werden. Die Kette aus C-Atomen, welche in der Papierebene liegt, wird in einer Zick-Zack-Schreibweise dargestellt. Achte darauf, dass auch die Enden dieser Ketten C-Atome darstellen.

Eine chemische Formel gibt Informationen über die enthaltenen Elemente einer Verbindung sowie das Zahlenverhältnis der Atome an. Darüber hinaus können chemische Formeln die Konstitution, Konfiguration und Konformation von Molekülen beschreiben.

Der Unterschied zwischen Summen- und Strukturformel liegt darin, dass die Summenformel einzig Informationen über die chemischen Elemente und die Anzahl deren Atome gibt, während Strukturformeln Informationen über die Zusammensetzung und räumliche Anordnung dieser Atome liefern.

Finales Organische Chemie Strukturformel Quiz

Frage

Welche Art von Informationen erhältst du durch eine Summenformel?

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Antwort

Eine Summenformel liefert lediglich Informationen über die relativen Anteile der Elemente in einem Molekül. Zudem kannst du über die Summenformel das Molekulargewicht einer Verbindung ermitteln. 

Frage anzeigen

Frage

Wo liegt der Unterschied zwischen der Lewis-Schreibweise und der Valenzstrich-Schreibweise?

Antwort anzeigen

Antwort

Während die Lewis-Schreibweise Elektronenpunkte verwendet, um die Valenzelektronen darzustellen, werden bei der Valenzstrich-Schreibweise die gleichnamigen Valenzstriche, mit denen die Bindungen angedeutet werden, genutzt.

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Frage

Die ... nimmt die ... als Grundlage und ist eine vereinfachte Darstellungsform für organische Moleküle. Die Zick-Zack-Ketten stehen für die Kohlenstoffketten und bei der Darstellung werden ausschließlich die von ... verschiedenen Substituenten gekennzeichnet.

Antwort anzeigen

Antwort

Skelettformel, Valenzstrichformel, Wasserstoffatome

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Frage

Was deuten die Keile und was deuten die gestrichelten Linien in der Keilstrichformel an?

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Antwort

Mit Keilen werden solche Substituenten gekennzeichnet, welche zum Betrachter, also aus der Papierebene heraus zeigen. Die gestrichelten Linien werden folglich für solche Substituenten, die in die Papierebene hinein, sprich vom Betrachter weg, zeigen verwendet.

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Frage

Wahr/Falsch: Die Konstitution beschreibt die Verknüpfung der Atome in einem Molekül

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Antwort

Wahr

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Frage

Die Konfiguration beschreibt...

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Antwort

Die räumliche Anordnung der Atome, ohne Rücksicht auf frei drehbare C-C-Einfachbindungen.

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Frage

Mit Hilfe welcher Strukturformel beschreiben Chemiker die Konfiguration eines Moleküls?

Antwort anzeigen

Antwort

Keilstrichformel

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Frage

Wozu dienen die unterschiedlichen Projektionsschreibweisen?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie geben einen Einblick in die möglichen Konformationszustände eines Moleküls mit frei drehbaren C-C-Einfachbindungen.

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Frage

Wo liegt der Unterschied zwischen der gestaffelten und der ekliptischen Konformation?

Antwort anzeigen

Antwort

In der gestaffelten Form befinden sich die Substituenten auf Lücke, während die Substituenten in der ekliptischen Form deckend, sprich einander gegenüberliegend, angeordnet sind.

Frage anzeigen

Frage

Wo liegt der Unterschied zwischen der Sägebock- und der Newman-Projektion?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Sägebockprojektion ist eine dreidimensionale Schreibweise, während die Newman-Projektion sich auf zwei Dimensionen beschränkt.

Frage anzeigen

Frage

Welche zusätzlichen Informationen liefern Strukturformeln?

Antwort anzeigen

Antwort

Diese Strukturformeln geben dir Informationen über die Konstitution, und im Falle der Keilschreibweise auch noch über die Konfiguration, eines Moleküls

Frage anzeigen

Frage

Was ist FLOH?

Antwort anzeigen

Antwort

FLOH ist eine Merkhilfe, um das Umwandeln einer Fischer-Projektion in die Haworth-Projektion zu erleichtern.

Fischer links, oben Haworth!

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Frage

Was ist der Diederwinkel?

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Antwort

Der Diederwinkel beschreibt in der organischen Chemie die räumliche Beziehung zwischen zwei Substituenten. Er dient der Beschreibung der Konformation eines Moleküls.

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Frage

Wie werden in der organischen Chemie Mehrfachbindungen dargestellt?

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Antwort

Indem man weitere Striche oberhalb,  beziehungsweise unterhalb der C-C-Bindung zeichnet.

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Frage

Was sind Substituenten?

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Antwort

Substituenten sind von H-Atomen verschiedene Bindungspartner von Kohlenstoff in Kohlenwasserstoffen.

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