Little Women

Der Roman "Little Women" wurde von Louisa May Alcott geschrieben und in zwei Teilen publiziert. Der Verlag brachte den ersten Teil des Romans 1868 heraus. Ein Jahr später erschien dann auch Teil zwei, denn die Geschichte feierte riesige Erfolge. Doch worum geht es in der Handlung von "Little Women" genau?

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Das Buch begleitet vier Schwestern, die in einer amerikanischen Kleinstadt zur Zeit des Civil War aufwachsen. "Little Women" setzt sich mit den Geschlechterrollen und dem Aufwachsen zu dieser Zeit auseinander. Für eine Interpretation können auch die Themen Nächstenliebe und Glück im Roman herangezogen werden.

    Charaktere "Little Women"

    Die wichtigsten Charaktere in "Little Women" sind die Schwestern Jo, Meg, Beth und Amy. Daneben gibt es noch die Mutter der Mädchen, Marmee und den Nachbarsjungen Laurie, die ebenfalls als Hauptfiguren infrage kommen.

    Neben den Hauptfiguren gibt es in dem Roman "Little Women" noch zahlreiche Nebencharaktere:

    • der Vater der Schwestern Mr. March
      • arbeitet als Philosoph und Pastor
      • kämpft allerdings den Großteil der Geschichte im amerikanischen Bürgerkrieg
    • Auch spielt Mr. Laurence, Lauries Großvater, eine wichtige Rolle.
      • Er lebt neben der March-Familie und wird zu einem engen Freund.

    "Little Women" Roman – Jo

    Josephine, genannt Jo, ist die zweitälteste Schwester und Hauptfigur der Handlung von "Little Women". Sie basiert auf der Autorin Louisa May Alcott selbst.

    • ist ein Schreibtalent und kann ihre Familie schließlich damit finanziell unterstützen
    • spricht oft aus, was sie denkt und gerät deswegen in Schwierigkeiten
    • ist die beste Freundin von Laurie
    • heiratet am Ende des Buches den Professor Bhaer und eröffnet eine Schule

    "Little Women" Roman – Meg

    Meg ist die älteste der March-Schwestern. Sie übernimmt im Roman "Little Women" Verantwortung und hilft bei der Erziehung ihrer Schwestern.

    • wird als wunderschön beschrieben, ist allerdings auch eitel
    • heiratet John Brooke und bekommt die Zwillinge Daisy und Demi

    "Little Women" Roman – Amy

    Amy ist die jüngste Schwester der Familie. Sie ist eine talentierte Malerin, wird allerdings als verwöhnt und selbstverliebt beschrieben.

    • Jo und Amy sind sehr unterschiedlich und streiten sich häufig
    • Amy achtet sehr auf ihr Erscheinungsbild und möchte eine Dame der Gesellschaft werden.
    • Sie möchte reich heiraten, lehnt den Heiratsantrag Fred Vaughns jedoch ab und heiratet stattdessen Laurie.

    "Little Women" Roman – Beth

    Beth ist die drittälteste Schwester und die gute Seele der Familie.

    • immer nett und freundlich, selbstlos und liebt ihre Familie sehr
    • hat ein Talent für Musik, insbesondere fürs Klavierspielen
    • erkrankt am Scharlachfieber, an dem sie letztendlich stirbt

    "Little Women" Roman – Laurie

    Theodore Laurence, kurz Laurie, wird Jos bester Freund und verbringt in "Little Women" viel Zeit mit den Schwestern.

    • wohnt bei seinem Großvater nebenan, nachdem er im Ausland zur Schule gegangen ist
    • bester Freund, Bruder und Spielkamerad der March Schwestern
    • wird als gut aussehend, großzügig und stürmisch beschrieben
    • heiratet am Ende des Romans Amy

    "Little Women" – Handlung

    "Little Women" wurde in zwei Teilen publiziert:

    • Der Verlag brachte den ersten Teil des Romans 1868 heraus.
    • Ein Jahr später erschien dann auch Teil zwei, denn die Geschichte der vier Schwestern feierte riesige Erfolge.

    "Little Women" ist dem Genre des fiktionalen Romans zuzuordnen. Eine kurze Erklärung zur Handlung siehst Du hier:

    • Der Roman begleitet vier Schwestern, die in der amerikanischen Kleinstadt Concord, Massachusetts aufwachsen.
    • "Little Women" gilt als autobiografisch angelehnt und zeigt das Leben der Schwestern Jo, Meg, Beth und Amy.
    • Es lassen sich demnach zahlreiche Parallelen zwischen dem Leben der Autorin Louisa May Alcott und der Protagonistin Jo finden.

    Zusammenfassung "Little Women" – Teil 1

    Der erste Teil des Romans "Little Women" beginnt im Dezember 1861.

    • Die vier Schwestern jammern, dass sie zu hart arbeiten müssten.
    • Sie bekämen noch nicht einmal Weihnachtsgeschenke.
    • Daraufhin erinnert ihre Mutter die Töchter daran, dass es nicht richtig ist, Geld auszugeben, während viele Männer im Krieg kämpften.
      • Auch der Vater der vier Schwestern ist im Amerikanischen Bürgerkrieg.

    Im Amerikanischen Bürgerkrieg kämpften 1861 bis 1865 die Südstaaten gegen die Nordstaaten. Der größte Konfliktpunkt war die Frage der Sklaverei.

    • In den Südstaaten war die Sklaverei noch erlaubt, denn sie waren auf die Landwirtschaft angewiesen.
    • Sklav*innen wurden für ihre Arbeit nicht bezahlt und hatten keine Rechte.
    • Daher stellten sie für die Bauern der Südstaaten günstige Arbeitskräfte dar.
    • Die Nordstaaten dagegen argumentierten, dass das Halten von Sklav*innen nicht zu der Moral der amerikanischen Verfassung passe.
    • Es kam zum sogenannten Civil War.

    Die endgültige Kapitulation der Südstaaten 1865 beendete den Civil War und schaffte die Sklaverei ab.

    Am nächsten Morgen spenden die vier Schwestern ihr großzügiges Weihnachtsfrühstück der armen Nachbarsfamilie Hummels und frühstücken stattdessen Brot und Milch. Die Mädchen lernen, dass Nächstenliebe und das Geben des Frühstücks ihnen viel Freude bereiten.

    Der wohlhabende Nachbar der Familie, Mr. Laurence, bekommt die selbstlose Geste der Mädchen mit und schickt ihnen ein paar Leckereien seines Weihnachtsfrühstücks. So kommen die Mädchen und sein Enkel Laurie in Kontakt und werden Freunde.

    Marmee bekommt die Nachricht, dass der Vater der Mädchen im Krieg verwundet wurde und reist los, um ihn gesundzupflegen. Währenddessen infiziert sich Beth mit Scharlachfieber und kämpft um ihr Leben.

    Wenn Du noch mehr geschichtlichen Hintergrund über den Amerikanischen Bürgerkrieg und die Sklaverei in den USA lesen möchtest, klick Dich doch durch die Erklärung "American Civil War" zum Thema.

    Amy wird zur Tante der Mädchen geschickt, um an ihrem Egoismus zu arbeiten. Deswegen bleibt Jo zu Hause und kümmert sich um ihre kranke Schwester. Zeitgleich verliebt sich Meg in Lauries Lehrer – Mr. John Brooke.

    Marmee und der gesund gepflegte Vater der Mädchen kommen nach Hause zurück, als sich Beth größtenteils wieder vom Fieber erholt hat. Mr. Brooke macht Meg einen Heiratsantrag und die beiden entschließen sich zu heiraten.

    Jo hat das Gefühl, dass ihre Familie auseinanderbricht und möchte nicht, dass ihre große Schwester die Familie verlässt. Sie muss sich damit abfinden, dass sie und ihre Schwestern erwachsen werden.

    Zusammenfassung "Little Women" – Teil 2

    Der zweite Teil des Romans beginnt drei Jahre später.

    • Jo fokussiert sich immer mehr auf ihr Schreiben und verkauft ihre ersten Geschichten.
    • Amy begleitet die Tante der Mädchen und konzentriert sich auf ihre Malerei.
    • Meg heiratet und bekommt ein Jahr später Zwillinge.
    • Laurie bekommt von dem Alltag der Mädchen wenig mit.
      • Er wurde von seinem Großvater auf das College geschickt.

    Beth geht es währenddessen gesundheitlich wieder schlechter. Als Jo ihren ersten Thriller verkauft, schickt sie Beth und Marmee mit dem verdienten Geld ans Meer in der Hoffnung, dass Beth durch die Seeluft wieder gesund wird. Amy verhält sich immer mehr wie eine Dame der Gesellschaft und wird deswegen von Tante Carrol eingeladen, mit nach Europa zu kommen.

    • Jo fühlt sich zurückgewiesen.
    • Eigentlich hätte sie die Tante nach Europa begleiten sollte.
    • Sie entscheidet sich, für ein paar Monate nach New York zu ziehen.
    • Dort konzentriert sie sich auf ihre Bücher und trifft auf den deutschen Professor Bhaer.
    • Sie findet ihn sympathisch, allerdings kritisiert er ihren Schreibstil.
    • Jo stellt ihr unterhaltsames Schreiben daraufhin infrage und möchte von nun an anspruchsvollere Texte schreiben.

    Als Jo wieder nach Hause zurückkommt, geht es ihrer Schwester Beth noch schlechter. Sie nimmt Beth noch einmal für ein paar Wochen mit ans Meer, doch es wird klar, dass Beth die Krankheit nicht überleben wird. Laurie macht währenddessen seinen Abschluss und realisiert seine romantischen Gefühle für Jo. Er macht ihr einen Heiratsantrag, den sie allerdings ausschlägt.

    Jo pflegt ihre Schwester, bis sie stirbt. Laurie bricht währenddessen mit gebrochenem Herzen nach Europa auf. Nach Beths Tod überzeugt Marmee Jo davon, wieder zu schreiben und sie, woraufhin diese wieder einige Geschichten verkauft.

    "Little Women" – Ende

    In Europa kommen sich Laurie und Amy näher und heiraten. Beide kommen an Jos 25. Geburtstag nach Hause zurück. An demselben Tag besucht auch Professor Bhaer Jo zu Hause und macht ihr einen Heiratsantrag. Allerdings kann der Professor nicht für Jo sorgen, es sei denn, er nimmt ein Jobangebot im Westen der USA an.

    Jo ist in einer Zwickmühle, denn sie möchte nicht von ihrer Familie wegziehen, den Professor aber dennoch heiraten. Daraufhin verstirbt Tante Caroll plötzlich und vererbt Jo ihr gesamtes Vermögen. Jo beschließt nun den Professor zu heiraten und von dem Erbe eine Schule zu eröffnen.

    "Little Women" Buch – Themen und Motive

    Alcott bespricht in ihrem Roman "Little Woman" zahlreiche Themen. Zu den zentralsten gehören

    • Geschlechterrollen und Weiblichkeit
    • Aufopferung und Nächstenliebe
    • Vermögen und Glück

    Geschlechterrollen und Weiblichkeit

    Jo March rebelliert gegen die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Sie muss mit Vorurteilen und Einschränkungen aufgrund ihres Geschlechts kämpfen.

    • Jo würde gerne im Amerikanischen Bürgerkrieg mitkämpfen, doch darf nicht, weil es damals für Frauen nicht erlaubt war.
    • Zudem erfährt sie Diskriminierung von dem Verleger, der ihrer Bücher veröffentlichen will.
    • Sie wird weniger bezahlt als männliche Autoren und muss den Inhalt ihrer Bücher den gesellschaftlichen Konventionen anpassen.

    Jo sagt am Anfang des Romans den folgenden Satz zu Marmee, Meg, Beth und Amy und zeigt damit deutlich, wie unwohl sie sich mit der Rolle der little woman fühlt:

    I'll try and be what he loves to call me, "a little woman", and not be rough and wild, but do my duty here instead of wanting to be somewhere else.1

    Jo empfindet es als Pflicht, der Rolle der Frau zu entsprechen, obwohl sie lieber wild sein und die Welt sehen will. Die Geschlechterrollen des 19. Jahrhunderts lassen das allerdings nicht zu. Sie sagt im ersten Kapitel:

    I can't get over my dissappointment in not being a boy.1

    Damit drückt Jo ihre Enttäuschung aus, nicht als Junge geboren zu sein, weil sie nicht akzeptieren kann, dass sie sich wie eine Dame verhalten muss. Während sie aufwächst, lernt sie jedoch, die Grenzen, die ihr aufgrund ihres Geschlechts auferlegt wurden, zu akzeptieren.

    Es gibt sogar die Theorie, dass Louisa May Alcott das Ende von "Little Women" umschreiben musste, damit es zu den Geschlechteridentitäten des 19. Jahrhunderts passte. "Little Women" sollte die jungen Frauen des 19. Jahrhunderts unterhalten, aber auch erziehen und musste deswegen ein gesellschaftskonformes Bild transportieren. Ursprünglich blieb die Protagonistin Jo unverheiratet und arbeitete selbstständig als Schriftstellerin. Der Verleger Alcotts bestand allerdings auf eine Heirat der Figur und darauf, dass die Protagonistin Jo der Frauenrolle gerecht wurde und das Geldverdienen dem Mann überließ.

    Aufopferung und Nächstenliebe

    Die Themen Aufopferung und Nächstenliebe ziehen sich durch den Roman.

    BeispielErklärung
    Weihnachtsfrühstück
    • Schwestern geben lang ersehntes Weihnachtsfrühstück auf
    • so helfen sie einer ärmeren Nachbarsfamilie
    • "I think there were not in all the city four merrier people than the hungry little girls who gave away their breakfasts and contented themselves with bread and milk that Christmas morning." 1
    Jo
    • gibt ihren Traum auf, eigenständige Autorin zu werden
    • Stattdessen heiratet sie Professor Bhaer, um eine Familie zu gründen.
    Meg
    • entscheidet sich gegen ihren Wunsch zum Wohlstand zurückzukehren
    • heiratet aus Liebe
    • Sie lernt, mit wenig glücklich zu sein.
    Amy
    • gibt ihren Traum auf, eine berühmte Künstlerin zu werden
    • Sie heiratet Laurie und "vrepflichtet" sich als Ehefrau.
    Beth
    • akzeptiert, dass sie sterben wird
    • versucht ihre letzten Wochen trotzdem glücklich zu verbringen
    • will so ihrer Familie helfen, mit ihrem nahenden Tod umzugehen

    Der Roman "Little Women" vermittelt den Eindruck, dass Frauen sich der Familienplanung hingeben müssen. Besonders Jo und Amy geben dafür ihre eigenen Wünsche auf. Gleichzeitig wirkt das Ende des Romans zu glatt und harmonisch.

    Jo gibt ihre Freiheit und Eigenständigkeit, für die sie im Laufe der Geschichte gekämpft hat, auf. Diese Wendung scheint zu plötzlich und kann als versteckte Kritik an den gesellschaftlichen Regeln gelesen werden.

    Vermögen und Glück

    In "Little Women" werden zwei unterschiedliche Herangehensweisen zum Thema Glück und Geld vorgestellt. Die Tante der Mädchen, Carol, lehrt die Mädchen reich zu heiraten, um der Familie zu helfen. Marmee widerspricht der Tante jedoch, indem sie sagt:

    Money is a needful and precious thing – and, when well used, a noble thing – but I never want you to think it is the first or only prize to strive for. I'd rather see you poor men's wives, if you were happy, beloved, contented, tahn queens on thrones, without self-respect or peace.1

    Demnach stellt Marmee das Glück ihrer Töchter über das mögliche Vermögen dieser. Die Schwestern wachsen mit der Erziehung auf, dass Glück aus einer moralischen und christlichen Lebensweise resultiert.

    Dennoch werden die Schwestern von der Armut der Familie beeinflusst und wünschen sich mehr.

    • Jo verkauft ihre Geschichten, obwohl sie es moralisch verwerflich findet.
    • Meg sehnt sich nach Wohlstand und es fällt ihr schwer, das limitierte Geld ihres Mannes zu akzeptieren.
      • Allerdings lernt sie, zufrieden zu sein und bereut ihre Entscheidung, John Brooke zu heiraten, nicht.
    • Jo heiratet schließlich ebenfalls den mittellosen Professor Bhaer.
    • Amyschlägt den Heiratsantrag des vermögenden Fred Vaughn schließlich doch aus.
      • Sie wünscht sich sogar, Laurie wäre arm, damit sie ihn von ihrer echten Liebe überzeugen kann.

    Sprache in "Little Women"

    In "Little Women" erzählt ein auktorialer, also allwissender Erzähler in der 3. Person Singular. Im Englischen wird diese Erzählperspektive Third-Person Omniscent Narrator genannt. Die Geschichte folgt zu großen Teilen der Protagonistin Jo. Der Erzähler kann sich aber auch in ihre Schwestern, sowie alle anderen Figuren hineinversetzen. Das ermöglicht den Lesenden, sich mit der ganzen Familie zu identifizieren.

    Der Roman ist dem Genre des Bildungsromans zuzuordnen und folgt den Schwestern, wie sie aufwachsen.

    Wenn Du noch Fragen zu den verschiedenen Erzählperspektiven im Englischen hast, schaue Dir gerne die Erklärung zum Thema "Point of View" an. Wenn Du allerdings noch weiteres über das Genre des Bildungsromans lesen möchtest, schau gerne in die Erklärung "Romane Englisch" hinein und informiere Dich weiter.

    Manchmal spricht der Erzähler die Lesenden direkt an. Der Erzähler spricht in seinen Erläuterungen von sich selbst als "Ich" und eröffnet damit eine sogenannte Metaebene, auf welcher der Erzähler über die Handlung der Geschichte urteilt und reflektiert.

    Als Metaebene wird eine weitere Ebene neben dem Inhalt bezeichnet. In diesem Fall weicht der Erzähler von der Erzählung des Inhalts der Geschichte ab und denkt als Erzähler, der nicht Teil der Geschichte ist, über die Geschichte nach. Oft werden Metaebenen in der Literatur dafür benutzt, um Kritik an dem Erzählten hinzuzufügen, oder die Lesenden sogar direkt anzusprechen.

    Hauptsächlich ist "Little Women" in der Vergangenheitsform geschrieben, doch manchmal wechselt die Zeit in die Gegenwartsform, wenn sich der Erzählstil ändert. Alcott fügt ihrem Roman neben der Erzählung auch andere Elemente, wie Briefe, Gedichte und Zeitungsartikel hinzu. Diese, sowie die direkte Rede, sind im Präsens verfasst.

    Dieser Erzählstil erweckt den Eindruck, als würde der Erzähler über seine eigene Geschichte im Nachhinein reflektieren. Auch die vielen Parallelen zwischen dem Leben der Hauptfigur Jo und dem der Autorin Alcott selbst unterstützen die Theorie, dass der Erzähler eine Mischung aus der älteren Jo und der Autorin Alcott ist, die die Geschichte ihrer Jugend erzählt.

    "Little Women" – Interpretation

    Ein Aspekt, der sich für eine Interpretation von "Little Women" eigent ist die Beziehung zwischen der Protagonistin Jo und dem Nachbarsjungen Laurie.

    • Laurie und Jo werden im Verlauf der Zeit beste Freunde und verbringen viel Zeit miteinander.
    • Wenn Jo mit Laurie zusammen ist, kann sie ganz sie selbst sein – wild und ungestüm.
    • Laurie macht Jo einen Heiratsantrag.
    • Jo allerdings ist mit ihren Gedanken und Prioritäten ganz woanders.
      • Sie kümmert sich tieftraurig um ihre im Sterben liegende Schwester Beth
      • und versucht noch immer ihren Platz als Frau in der Gesellschaft zu akzeptieren.
      • Deswegen beantwortet sie Lauries Frage mit "Nein".
    • Laurie flüchtet daraufhin mit gebrochenem Herzen nach Europa, wo er schließlich Amytrifft.
      • Die beiden verlieben sich ineinander und heiraten schließlich.
    • Zeitgleich wird sich Jo ihrer Gefühle für Laurie bewusst und möchte sich ihm anvertrauen.
      • Kurz darauf erfährt sie allerdings von der Verlobung der beiden.

    In einem Gespräch zwischen Jo und Laurie, erklärt Laurie seine Gefühle. Diese Szene kann als Schlüsselszene der Beziehung zwischen Laurie und Jo gelesen werden:

    (...) I shall never stop loving you; but the love is altered, and I have leraned to see that it is better as it is. Amy and you changed places in my heart, that's all. I think it was meant to be so, and would have come about naturally, if I had waited, as you tried to make me; but I never could be patient, and so I got a heartache. I was a boy then, headstrong and violent; and it took a hard lesson so show me my mistake. For it was one, Jo, as you said, and I found it out, after making a fool of myself (...).1

    Während des ersten Teils des Romans haben die Lesenden das Gefühl, dass aus den besten Freunden Jo und Laurie letztendlich ein Liebespaar werden wird. Nach der Veröffentlichung des ersten Teils empfing Alcott zahlreiche Briefe von Leser*innen, die darum bettelten, dass die beiden im zweiten Teil heiraten würden.

    Das oben genannte Zitat kann als Versuch Alcotts gelesen werden, die Heirat zwischen Laurie und Amy zu rechtfertigen. Die Autorin musste ihre Leser*innenschaft davon überzeugen, dass die Ehe von Laurie und Amy glaubhaft und wünschenswert ist. Dadurch, dass Marmee Amys und Lauries Verlobung gutheißt und Lauries und Jos Verhältnis immer kritisch betrachtet hat, wird die Richtigkeit der Wendung noch unterstrichen.

    Jo akzeptiert die Heirat ihrer Schwester und Laurie schließlich aus Nächstenliebe und heiratet den Professor Bhaer. Trotzdem hinterlässt diese Wendung der Geschehnisse eine Unzufriedenheit bei den Lesenden. Dieses Gefühl der Ablehnung kann als Subtext Alcotts interpretiert werden.

    Das Ende der Geschichte geht Hand in Hand mit den Werten, die vermittelt werden sollen, das Gefühl der Leserschaft, dass das Ende nicht richtig sei, kann als bewusste Kritik Alcotts an der Gesellschaft, an den Rollenbildern von Mann und Frau interpretiert werden.

    Das Zitat zeigt außerdem Lauries Veränderung von einem headstrong ("eigensinnig") und violent boy ("gewaltbereiter Junge") zu einem Mann, der ebenfalls seine Jugendträume aufgegeben hat und seinen Platz im Leben einnimmt, Verantwortung übernimmt.

    "Little Women" – Interpretation Titel

    Auch der Titel "Little Women" birgt mehrere Möglichkeiten zur Interpretation.

    • Erstmals wurde der Ausdruck "Little Women" von Charles Dickens in "Bleak House" genutzt.
    • Die Autorin Alcott las viel von Dickens und spielt mit dem Titel auf seinen Roman an.
    • Außerdem unterstreicht der Titel "Little Women", dass die Mädchen anmutig bleiben, obwohl sie enormen gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind.
    • Eine dritte Interpretationsmöglichkeit ist, dass der Titel "Little Women" ironisch gemeint ist.
      • "Little Women" spielt darauf an, dass Frauen sich in der Gesellschaft unterordnen mussten.
      • Die Autorin Alcott ist als Feministin bekannt.
      • Sie kämpfte also für die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Gesellschaft.

    "Little Women" – Louisa May Alcott

    Louisa May Alcott (1832 bis 1888) ist eine amerikanische Schriftstellerin, die primär durch ihren Roman "Little Women" bekannt ist.

    • Alcott wuchs in New England, USA in einer finanziell-schwachen Familie auf.
    • Sie versuchte, ihrer Familie durch das Verkaufen von Geschichten finanziell zu helfen.
    • Louisa May Alcott war eine Abolitionistin, also eine Gegnerin der Sklavenhaltung, und in feministischen Bewegungen tätig.
    • Sie starb an einem Herzinfarkt 1888.
    • Neben ihrer "Little Women"-Reihe schrieb sie noch weitere zahlreiche Romane, Kurzgeschichten und Gedichte.
    • "Little Women" basiert auf ihrer eigenen Jugend, die sie mit ihren drei Schwestern verbracht hat.
    • Der Roman wurde schon damals nach der Veröffentlichung viel gelesen und ist bis heute weltbekannt.
    • Es gibt zahlreiche Adaptionen in Theater und Film. Die neuste Filmversion ist von 2019 von der Regisseurin Greta Gerwig.

    Die neuste Filmversion des Romans "Little Woman" von 2019 zeigt eine Starbesetzung mit Emma Watson, Florence Pugh, Saoirse Ronan, Timothée Chalamet, Laura Dern und Meryl Streep.

    Little Women - Das Wichtigste

    • "Little Women", geschrieben von der Amerikanerin Louisa May Alcott, wurde 1868 und 1869 als ein "Buch für Mädchen" in zwei Teilen veröffentlicht.
    • "Little Women" Charaktere: Jo, Meg, Amy, Beth, Laurie
    • "Little Women" Zusammenfassung:
      • Der Roman ist autobiografisch angelehnt und zeigt die Jugend der Schwestern Jo, Meg, Amy und Beth zur Zeit des Civil Warsin den USA.
      • Jo ist die Protagonistin des Romans und basiert auf der Autorin Alcott selbst. Sie ist ein Schreibtalent, beste Freundin des Nachbars Laurie und heiratet später den Professor Bhaer.
      • Meg, Amy und Beth sind die Geschwister Jos, die alle auf ihre eigene Weise erwachsen werden und ihren Platz in der Gesellschaft finden müssen.
      • Laurie ist der wohlhabende Nachbarsjunge der Schwestern und bald schon bester Freund von Jo. Trotz romantischer Gefühle zwischen den beiden, heiratet er am Ende des Romans Amy.
    • "Little Women" Interpretation
      • Zu den zentralen Themen des Romans zählen Geschlechterrollen und Weiblichkeit, Aufopferung und Nächstenliebe, Vermögen und Glück sowie die Frau als Künstlerin.

    Nachweise

    1. Alcott (1869). Little Women. Roberts Brothers.
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Little Women

    Um was geht es in dem Roman "Little Women"?

    In dem Roman "Little Women" geht es um das Leben der Schwestern Jo, Meg, Amy und Beth, die in einer amerikanischen Kleinstadt aufwachsen. Sie müssen sich den Gesellschaftsbildern der Zeit anpassen und lernen, Mitgefühl und Nächstenliebe zu haben.

    Wer ist die Autorin von "Little Women"?

    Die Autorin von "Little Women" ist Louisa May Alcott.

    Wann spielt "Little Women"?

    "Little Women" spielt zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs, ca. von 1861 bis 1865.

    Wann wurde "Little Women" geschrieben?

    Die Autorin Louisa May Alcott veröffentlichte beide Teile des Romans in den Jahren 1868 und 1869.

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