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The Lottery

Die Kurzgeschichte "The Lottery" wurde von Shirley Jackson geschrieben. Sie wurde am 25. Juni 1948 in der Zeitung "The New Yorker" veröffentlicht. Die Geschichte beschreibt eine Stadt in den USA, die jährlich eine Lotterie betreibt. Jedoch wird erst später enthüllt, was der grausame Preis ist, der dort ausgelost wird. 

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Die Kurzgeschichte "The Lottery" wurde von Shirley Jackson geschrieben. Sie wurde am 25. Juni 1948 in der Zeitung "The New Yorker" veröffentlicht. Die Geschichte beschreibt eine Stadt in den USA, die jährlich eine Lotterie betreibt. Jedoch wird erst später enthüllt, was der grausame Preis ist, der dort ausgelost wird.

Nach der Veröffentlichung von "The Lottery" erhielt "The New Yorker" mehr Leserbriefe als je zuvor. Die Leser*innen waren verstört, verärgert und verängstigt. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Zeitung damals nicht angab, welche Geschichten echt, und welche nur fiktional waren.

The Lottery Charaktere

The Lottery Charaktere StudySmarterAbb. 1 - Figurenkonstellation "The Lottery"

Tessie Hutchinson und Mr. Hutchinson sind verheiratet. Ihre Kinder sind Eva, Bill Jr., Nancy und Dave. Mr. Summers organisiert die Lotterien und Old Man Warner ist der Dorfälteste.

Tessie Hutchinson

  • Frau von Billy Hutchinson
  • Mutter von Eva, Bill Jr., Nancy und Dave
  • ist zu spät zur Lotterie gekommen
  • zieht da schwarz markierte Los
  • nimmt jedes Jahr an der Lotterie teil
  • protestiert erst als sie das Los trifft

Mr. Hutchinson

  • Ehemann von Tessie Hutchinson
  • hat kein Problem damit, allen zu zeigen, dass seine Frau das Los gezogen hat
  • wehrt sich nicht gegen das Schicksal seiner Frau

Old Man Warner

  • Dorfältester
  • hat schon an 77 Lotterien teilgenommen
  • belächelt die Jugend
  • ist gegen das Stoppen der Lotterie

Mr. Summers

  • organisiert die Lotterie jedes Jahr
  • Besitzer der Kohlefabrik
  • hat keine Kinder
  • führt eine unglückliche Ehe
  • ist gegen die Lotterie

The Lottery Zusammenfassung

Die Ausgangslage der Kurzgeschichte wird wie folgt beschrieben:

  • Morgen des 27. Junis

  • Ort: ein kleines Dorf mit 300 Einwohner*innen in New England, USA

  • Dorfbewohner*innen versammeln sich langsam auf dem Dorfplatz

  • Kinder spielen und sammeln Steine

Vorbereitung auf die Lotterie

Mr. Summers, der Organisator der jährlichen Lotterie, erscheint. Er trägt eine Kiste, die mit Losen gefüllt ist. Heute findet die Lotterie statt, weshalb die Stimmung angespannt ist. Mr. Summers wird begleitet von Mr. Graves, der einen Hocker für die schwarze, sehr abgegriffene Lotterie-Kiste aufstellt.

Mr. Summers hatte schon oft vorgeschlagen, die Kiste auszutauschen, doch die Dorfbewohner wollen nicht mit der Tradition brechen. Zumindest hat er sie schon dazu bekommen, die früheren Chips aus Holz durch Papierlose auszutauschen.

Tessie Hutchinson eilt noch schnell auf den Platz, weil sie vergessen hat, welcher Tag heute ist. Da Mr. Dunbar ein gebrochenes Bein hat, zieht seine Frau heute ein Los für ihn.

Regeln der Lotterie

Mr. Summers erklärt noch einmal die Regeln. Nur wenige Leute hören ihm wirklich zu, da sie dieses Ritual schon so oft miterlebt haben. Zunächst werden alle Familienoberhäupter in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen, um ein Los zu ziehen.

Old Man Warner ist der Dorfälteste und hat schon 77 dieser Lotterien mitgemacht. Er winkt ab, als jemand berichtet, dass andere Dörfer mit dieser Tradition aufhören wollen. Er hält die Leute für verrückt und sagt, dass man nicht auf junge Leute hören sollte, sonst würde man bald wieder in Höhlen wohnen. Außerdem bringe die Lotterie Glück für die Ernte.

Ablauf der Lotterie

  • Mr. Hutchinson zieht das schwarz markierte Los.

  • Er und seine Familie müssen weiter Lose ziehen.

  • Alle anderen Familien sind nun von der Lotterie ausgeschlossen.

  • Tessie Hutchinson beschuldigt Mr. Summers, ihrem Mann nicht genug Zeit gegeben zu haben, um richtig nachzudenken und sich für das richtige Los zu entscheiden.

  • Die Dorfbewohner*innen äußern abwertende Kommentare: Tessie solle keine schlechte Verliererin sein und einfach weitermachen.

  • Es kommt zu einer neuen Auslosung für die Hutchinsons.

Bei der neuen Auslosung ziehen Bill Jr., Dave und Nancy, die kleinen Kinder der Familie, blanke Lose – alle sind erleichtert. Doch jetzt ist es Tessie, die das schwarz markierte Los zieht. Daraufhin beginnen die Dorfbewohner*innen damit, Tessie mit Steinen zu bewerfen bis sie stirbt.

Erzählerperspektive in The Lottery

The Lottery wird von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben. Der auktoriale Erzähler ist selbst kein Teil der Geschichte, sondern betrachtet sie von außen. Außerdem ist er "allwissend" – das erkennst du daran, dass der Erzähler schon in der Einleitung Informationen preisgibt, die kein Protagonist bis dahin äußert:

In some towns there were so many people that the lottery took two days and had to be started on June 2d.

Alle Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus Shirley Jacksons „The Lottery“ (1948, New Yorker).

Außerdem berichtet der Erzähler über den Mythos, dass die Lotterie-Kiste aus Teilen der originalen Losbox besteht. Die originale Losbox soll aus der Zeit stammen, als Menschen sich zum ersten Mal in dem Dorf niedergelassen hatten. Auch diese Information wurde von niemandem ausgesprochen und wird nur vom Erzähler gewusst und wiedergegeben:

There was a story that the present box had been made with some pieces of the box that had preceded it, the one that had been constructed when the first people settled down to make a village here.

The Lottery – Analyse und Interpretation

Welche Motive und Themen in Shirley Jacksons Kurzgeschichte "The Lottery" zu finden sind und was du daraus interpretieren kannst, erfährst du im folgenden Teil des Artikels.

Regeln

Zu Beginn scheint die Lotterie feste Regeln zu haben, die seit Jahrhunderten feststehen und eingehalten werden. Auffällig ist aber, dass willkürlich manche Regeln außer Acht gelassen oder einfach überschaut werden.

Sehr ernst genommen werden die Listen der Familienoberhäupter, Haushälter in den Familien und Familienmitglieder, nach welchen die Lotterie abläuft. Andere Regeln wurden mit der Zeit vergessen oder einfach nicht mehr befolgt. Früher gab es eine offizielle Begrüßung, die der Lotteriemeister jedem Teilnehmer entgegenbringen musste. Diese wird mittlerweile ausgelassen:

There had been, also, a ritual salute, which the official of the lottery had to use in addressing each person who came up to draw from the box, but this also had changed in time, until now it was felt necessary only for the official to speak to each person approaching.

Es ist offensichtlich, dass die Regeln willkürlich befolgt oder ignoriert werden. Das lässt die Frage, warum die Lotterie noch immer stattfindet, nur lauter werden. Warum werden manche Regeln ausgelassen, doch jedes Jahr muss eine Person trotzdem sterben?

Notwendigkeit, Traditionen zu hinterfragen

The Lottery ist eine jährliche Tradition im Dorf. Keiner weiß genau, wann oder warum diese Tradition integriert wurde, dennoch findet sie jedes Jahr aufs Neue statt. Als Mr. Adams erzählt, dass andere Dörfer mit der Tradition aufgehört haben oder darüber nachdenken, belächelt Old Man Warner das:

Pack of crazy fools. Listening to the young folks, nothing’s good enough for them. Next thing you know, they’ll be wanting to go back to living in caves, nobody work any more, live that way for a while. Used to be a saying about ‘Lottery in June, corn be heavy soon’

Old Man Warner hinterfragt die Lotterie nicht und folgt dieser Tradition blind. Damit aufzuhören, ist für ihn nur eine Spinnerei junger Leute. Auch die anderen Dorfbewohner*innen hinterfragen die Tradition der Lotterie nicht. Dass andere Dörfer mit der Lotterie aufgehört haben, bezeugt eigentlich, dass nichts Schlimmes nach dem Brechen dieser Tradition passiert. Die Notwendigkeit, Traditionen zu hinterfragen, wird hiermit deutlich.

Individuum vs. Gesellschaft

Der Ablauf der Lotterie spiegelt auch wider, wie wir Menschen uns in einer Gruppendynamik sicher fühlen, doch als Individuum unsicher sind. Beim Losen sind alle Dorfbewohner*innen in ihren Familiengruppen.

Doch die Familie, die weiter losen muss, ist nun keine Gruppe mehr, sondern besteht nur noch aus Individuen, die jeweils ein Los für sich selbst ziehen müssen. Tessie will sogar, dass ihre Tochter Eva, die schon eine eigene Familie mit ihrem Mann Don hat, mit bei ihnen lost. Um ihre eigenen Chancen, das markierte Los zu ziehen, zu verringern, ist sie sogar bereit dazu, das Leben ihrer eigenen Tochter zu riskieren:

There’s Don and Eva, make them take their chance!

Als Tessie dann das Los zieht, stellt sich ihre eigene Familie gegen sie. Als Individuum ist sie nicht sicher vor der Gesellschaft, einer Gruppe, in der sich jedes Individuum als Teil eines größeren Ganzen sieht. Sie ist schutzlos und ihr Protest wird von der Dorfgemeinschaft ignoriert. Sie beginnen, sie zu steinigen.

"The Lottery" zeigt auch, wie einfach es ist, Teil einer Mob-Mentalität zu werden. Da sich alle Dorfbewohner*innen an der Steinigung beteiligen, kann kein einzelner Mörder oder keine einzelne Mörderin identifiziert werden. Das schützt alle Teilnehmenden und niemand fühlt sich schuldig. Das Individuum verliert sich selbst in der Gruppendynamik und denkt nicht mehr kritisch über die Geschehnisse nach.

Moral von "The Lottery"

Aus der Kurzgeschichte The Lottery lässt sich eine wichtige Moral ziehen: Auch wenn eine Gesellschaft gewisse Traditionen und Bräuche seit Jahrhunderten hat, sollten Menschen ihnen nie blind folgen. Traditionen können unsinnig und unmoralisch sein. Nur weil sie schon seit Generationen bestehen, müssen sie nicht ewig befolgt werden. Menschen müssen einen kritischen Blick auf Traditionen werfen.

The Lottery – Sprache & Symbole

Der Morgen des 27. Juni, an dem die Lotterie stattfindet, wird zu Beginn der Kurzgeschichte als warm und sonnig beschrieben, mit blühenden Blumen und grünem Gras.

The morning of June 27th was clear and sunny, with the fresh warmth of a full-summer day; the flowers were blossoming profusely and the grass was richly green.

Trotz des schönen Tages und der bevorstehenden Lotterie, bemerken Leser*innen eine angespannte Stimmung:

They stood together, away from the pile of stones in the corner, and their jokes were quiet and they smiled rather than laughed.

In der gesamten Kurzgeschichte sind diese unterschwellig angespannten Momente zu finden. Beim ersten Lesen lassen sich diese dadurch erklären, dass die Leute vielleicht gewinnen möchten und deswegen angespannt sind. Später wird allerdings klar, dass der Preis der Lotterie nichts ist, was die Leute gewinnen wollen. Die angespannte Atmosphäre ergibt erst am Ende Sinn.

Gegensätze

Neben der Anspannung verwendet Shirley Jackson auch Gegensätze in "The Lottery", die zusätzlich eine schaurige Stimmung verbreiten. Zum Beispiel scheint es eigentlich, als würden die Kinder am Anfang spielen, wenn sie die Steine sammeln:

Bobby Martin had already stuffed his pockets full of stones, and the other boys soon followed his example, selecting the smoothest and roundest stones; Bobby and Harry Jones and Dickie Delacroix eventually made a great pile of stones in the corner of the square[…].

Dabei steckt ein düsterer Grund hinter dem scheinbaren Spiel. Die Kinder sammeln die Steine für die spätere Steinigung.

Die Lotterie

Die Lotterie ist eine Metapher für eine Tradition, die unabhängig davon, wie unlogisch, unmenschlich und seltsam sie ist, von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Lotterie wurde schon veranstaltet, als das Dorf gegründet wurde.

There was a story that the present box had been made with some pieces of the box that had preceded it, the one that had been constructed when the first people settled down to make a village here.

Den Bewohner*innen ist es scheinbar egal, dass sie jedes Jahr einen ihrer Mitmenschen gemeinsam umbringen, in einem Ritual, dessen Ursprung nicht einmal wirklich klar ist. Die Lotterie wird veranstaltet, weil es schon immer so war.

Möchtest du mehr über Metaphern oder andere Stilmittel wissen? Dann schau dir den Artikel Stilmittel Englisch an!

Die Loskiste

Die Lose werden in einer abgegriffenen, alten Box aufbewahrt. Sie ist an vielen Stellen schon so abgenutzt, dass die Farbe abgesplittert ist. Dennoch weigern sich die Bewohner*innen, die Kiste auszutauschen, der Tradition wegen.

The black box grew shabbier each year: by now it was no longer completely black but splintered badly along one side to show the original wood color, and in some places faded or stained.

Die Loskiste ist ein Symbolbild dafür, dass auch die Tradition der Lotterie abgegriffen und alt ist. Sowohl Loskiste als auch die Tradition der Lotterie hätten schon längst durch etwas Neues und Besseres ausgetauscht werden müssen.

The Lottery – Das Wichtigste auf einen Blick

  • "The Lottery" wurde von Shirley Jackson geschrieben
  • Die Kurzgeschichte wurde 1948 in der Zeitung "The New Yorker" veröffentlicht
  • Inhalt: Ein unbekanntes Dorf trifft sich zur jährlich stattfinden Lotterie. Tessie Hutchinson "gewinnt" die Lotterie, weil sie das schwarz markierte Los zieht. Doch der/die "Gewinner*in" der Lotterie wird von den restlichen Dorfbewohner*innen zu Tode gesteinigt.
  • auktorialer Erzähler
  • Loskiste als Symbol für alte, moralisch abgelaufene Traditionen
  • angespannte Stimmung & Gebrauch von Gegensätzen als zentrale Motive

Häufig gestellte Fragen zum Thema The Lottery

Die Kurzgeschichte "The Lottery" wurde von Shirley Jackson geschrieben. Sie wurde am 25. Juni 1948 in der Zeitung "The New Yorker" veröffentlicht.

In "The Lottery" geht es um ein unbekanntes Dorf, das sich zur jährlich stattfinden Lotterie trifft. Tessie Hutchinson "gewinnt" die Lotterie, weil sie das schwarz markierte Los zieht. Doch der/die "Gewinner*in" der Lotterie wird von den restlichen Dorfbewohner*innen zu Tode gesteinigt. Tessie stirbt am Ende der Kurzgeschichte.

Tessie Hutchinson stirbt, weil sie die Lotterie "gewinnt". Sie zieht das schwarze Los und wird daraufhin von den anderen Dorfbewohner*innen zu Tode gesteinigt.

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