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A Christmas Carol

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A Christmas Carol

"A Christmas Carol" ist ein Roman von Charles Dickens, der 1843 veröffentlicht wurde. Vielleicht bist Du dem Roman bereits in einer seiner zahlreichen Adaptionen begegnet: Das Werk ist so beliebt, dass es mittlerweile für viele verschiedene Formate angepasst wurde: Film, Fernsehen, Theater und sogar für die Oper und das Ballett.

Adaption bedeutet, dass ein Werk – meistens ein Buch – angepasst oder umgearbeitet wurde, damit es sich besser in einer anderen Form vorführen lässt. So ist etwa ein Drehbuch, das auf einem Roman basiert, eine Adaption.

"A Christmas Carol" erzählt die Geschichte des geizigen und kaltherzigen Ebenezer Scrooge, der weder für seine Familie, noch für die Feierlichkeiten der Weihnachtszeit ein Herz hat. Erst, nachdem er mit seinem eigenen düsteren Schicksal konfrontiert wird – einem Tod in Einsamkeit und Vergessenheit – verändert Scrooge sein Leben fundamental. Doch wie genau kommt es eigentlich zu diesem Sinneswandel und was hat das Werk mit Geistern zu tun?

"A Christmas Carol" – Charaktere

Hier erfährst Du das Wichtigste über den Protagonisten der Geschichte – Ebenezer Scrooge – , die Geister und über Scrooges Angestellten Bob Cratchit.

Darüber hinaus spielen auch Scrooges Neffe Fred, seine Schwester Fan, sein verstorbener Geschäftspartner Jacob Marley sowie Bob Cratchits Sohn Tiny Tim eine wichtige Rolle in der Geschichte.

Ebenezer Scrooge

Wie bereits erwähnt, ist Ebenezer Scrooge der Protagonist der Geschichte. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, aber auch ein ebenso großer Geizhals, der seinem Angestellten Bob Cratchit zu wenig zahlt. Scrooge gilt als unbarmherzig und gefühllos; für familiäre Angelegenheiten hat er genauso wenig übrig, wie für die Festtagsstimmung der Menschen an Weihnachten. Er ist unverheiratet und hat keine Kinder; sein genaues Alter wird in der Geschichte nicht genannt.

Bob Cratchit

Bob Cratchit arbeitet für Scrooge, wird von seinem Chef jedoch trotz seiner hervorragenden Arbeit nicht vernünftig bezahlt. Bob ist ein liebevoller Vater und Ehemann, der sich – obwohl seine Familie in Armut lebt – an den kleinen Dingen erfreut und es versteht, dankbar zu sein. Um seinen kranken Sohn Tiny Tim kümmert er sich mit viel Hingabe. Bob ist von Grund auf optimistisch und gutherzig.

Geister in "A Christmas Carol"

In "A Christmas Carol" wird Scrooge von mehreren Geistern heimgesucht, die ihm jeweils eine wichtige Lektion erteilen.

The Ghost of Christmas Past

The Ghost of Christmas Past ist in weiße Gewänder gekleidet und leuchtet wie eine Kerze. Er ist der erste Geist, der mit Scrooge eine Reise in eine andere Zeit macht: gemeinsam besuchen sie Erinnerungen aus Scrooges Vergangenheit. Das Besondere an dem Ghost of Christmas Past ist, dass er Jugend und Alter gleichzeitig verkörpert: Er strahlt die Unschuld eines Kindes aus, aber verfügt über die Weisheit älterer Menschen.

The Ghost of Christmas Present

The Ghost of Christmas Present zeigt Scrooge die Gegenwart. Gemeinsam machen die beiden einen Besuch in die Stadt, in der der Geist alle Menschen in freudige Festtagsstimmung versetzt. Bevor er erlischt, offenbart er unter seinem Fellmantel zwei Kinder, die sich dort versteckt halten.

The Ghost of Christmas Yet to Come

The Ghost of Christmas Yet to Come ist der dritte und letzte Geist, der Scrooge aufsucht. Er ist am furchteinflößendsten von allen, den seine Gestalt ist knochig und er ist in einen langen, schwarzen Mantel gehüllt. Außerdem umgibt den Geist eine mysteriöse Aura, die Trübsal und Schwermut ausstrahlt. The Ghost of Christmas Yet to Come verkörpert die Moral der Geschichte, denn er zeigt Scrooge, wie finster seine Zukunft aussehen könnte.

"A Christmas Carol" – Zusammenfassung des Buchs

An Heiligabend sitzt Ebenezer Scrooge in seinem Büro. Es ist sieben Jahre her, seitdem sein Geschäftspartner und einziger Freund Jacob Marley verstorben ist. Scrooge hat in der Zwischenzeit ein Monopol in der Kohleversorgung aufgebaut und verdient damit viel Geld. Nichtsdestotrotz bezahlt er seinen Angestellten Bob Cratchit schlecht und lässt ihn in seinem kalten Büro frieren.

Wer ein Monopol über etwas hat, ist die einzige Person, die eine bestimmte Ware verkauft. Somit hat die Person sehr viel Macht, denn da es keine anderen Anbieter*innen neben ihr gibt, kann sie die Preise für diese Ware frei bestimmen.

Scrooge bekommt Besuch von seinem Neffen Fred, doch dessen Freude über die Feiertage nervt ihn. Freds Einladung zum Weihnachtsessen lehnt er daraufhin ab. Kurz danach wird Scrooge von zwei Männern besucht, die Spenden für Arme sammeln. Scrooge glaubt jedoch, dass arme Menschen ihr Geld selber verdienen sollen, und schickt die beiden Männer wieder weg.

Der Geist von Jacob Marley

Als Scrooge schließlich nach Hause kommt, passieren ihm einige spukhafte Dinge: Der Türklopfer verwandelt sich in das Gesicht von Jacob Marley. Scrooge glaubt erst, sein Verstand spielt ihm einen Streich, doch dann begegnet er Marleys Geist, um dessen Körper eine schwere Kette gewickelt ist.

Marleys Geist erklärt Scrooge, dass Marley nicht in Frieden ruhen kann, bis er all seine Fehler, die er während seiner Lebenszeit begangen hat, wieder gutgemacht hat. Er warnt Scrooge davor, wegen seines unangenehmen Charakters dem gleichen – wenn nicht sogar noch schlimmeren – Schicksal geweiht zu sein.

Außerdem teilt er Scrooge mit, dass er in den folgenden drei Nächten von drei Geistern besucht werden wird. Daraufhin verschwindet der Geist und Scrooge fällt in einen tiefen Schlaf.

The Ghost of Christmas Past

Als Scrooge wieder erwacht, begegnet ihm der erste Geist, der Ghost of Christmas Past. Gemeinsam mit Scrooge besuchen die beiden Erinnerungen aus Scrooges Jugend: wie er einsam im Klassenzimmer sitzt, bis seine Schwester Fan ihn abholt, sowie seine ausgelassene Zeit als Lehrling.

Schließlich besuchen sie auch die Erinnerung an den Moment, in dem Scrooges Verlobte Belle die Verlobung auflöst, da Scrooge sich nur auf das Geldverdienen fokussiert. Die Reise durch seine Vergangenheit macht Scrooge traurig. Der Geist verschwindet und Scrooge schläft erneut ein.

The Ghost of Christmas Present

Als Scrooge wieder aufwacht, besucht ihn der Ghost of Christmas Present: ein freundlicher Riese in einem Fellmantel. Die beiden wandern – unbemerkt von allen Anderen – durch die Stadt und beobachten die Leute bei ihren weihnachtlichen Feierlichkeiten.

Sie besuchen auch das Haus von Bob Cratchit, Scrooges Angestellten. Er und seine große Familie, in der jeder hart arbeiten muss, bereiten sich gerade freudig auf das Weihnachtfest vor. Bob bringt seinen gelähmten Sohn Tiny Tim nach Hause. Scrooge ist gerührt von dem Mut und der Kraft des kleinen Jungen; allerdings kann der Geist Scrooge nicht versprechen, dass Tim noch viel länger leben wird.

Als Nächstes besuchen sie Scrooges Neffen Fred, der sich gemeinsam mit seiner Familie über seinen grimmigen und vereinsamten Onkel lustig macht. Scrooge vergnügt sich unterdessen daran, von den anderen unentdeckt bei den gemeinsamen Spielen mitzumischen.

Dem Geist bleibt jedoch nicht mehr viel Zeit, bevor er erlischt. Er enthüllt zwei kleine, verarmt aussehende Kinder, die sich die ganze Zeit unter seinem großen Fellmantel verdeckt haben. Ihre Namen sind Ignorance ("Ignoranz") und Want ("wollen"), und der Geist warnt Scrooge vor allem vor Ignorance.

The Ghost of Christmas Yet to Come

In der darauffolgenden Nacht wird Scrooge von dem dritten und letzten Geist besucht: dem Ghost of Christmas Yet to Come. Die Gestalt des Geistes – er ist knochig und in einen schwarzen Mantel gehüllt – erfüllt Scrooge mit Furcht, doch er ist auch gespannt, was der Geist ihm mitteilen möchte.

Der Geist führt ihn zu dem Teil der Stadt, in dem viel Handel getrieben wird. Zwei Geschäftsleute unterhalten sich unaufgeregt über den Tod eines geizigen Mannes. Scrooge und der Geist sehen daraufhin eine Gruppe von Plünderern, die das Eigentum des verstorbenen Mannes verscherbeln wollen.

Scrooge wird von dem Geist in ein dunkles Zimmer gebracht, wo der Körper des toten Mannes mit einem Tuch bedeckt ist. Er wünscht sich, dass jemand dem Verstorbenen Gefühle oder Trauer entgegenbringt. Stattdessen zeigt der Geist Scrooge jedoch, wie die Familie des Mannes über dessen Tod erleichtert ist. Außerdem führt der Geist Scrooge zum Haus von Bob Cratchit, wo die Familie um den kleinen Tim trauert.

Zuletzt bringt der Geist Scrooge zu einem Friedhof. Die beiden besuchen das Grab des mysteriösen Mannes, der verstorben ist. Scrooge sieht auf dem Grabstein seinen eigenen Namen eingraviert. Ihn überkommen Furcht und Traurigkeit; in seiner Verzweiflung verspricht er dem Geist, Weihnachten ab sofort ins Herz zu schließen. Der Geist verschwindet jedoch und lässt Scrooge alleine.

Als Scrooge aufwacht, ist er überglücklich über die Chance, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und seine Zukunft zu verändern. Als ihm bewusst wird, dass Weihnachten ist, schickt er einen Essenskorb zu Bob Cratchit. Er wünscht jedem, dem er begegnet, frohe Weihnachten und besucht seinen Neffen, um mit ihm und dessen Familie das Fest zu feiern.

Am folgenden Tag erhöht er Cratchits Gehalt und kümmert sich in den folgenden Jahren darum, dass Tiny Tim nicht nur überlebt, sondern auch ein schönes Leben führen kann. Scrooge selbst wird in den folgenden Jahren bekannt für seine außerordentliche Weihnachtsstimmung.

"A Christmas Carol" – Analyse der Erzählung

In "A Christmas Carol" gibt es viele Aspekte, deren Analyse Dir Aufschluss über die Kernaussagen der Geschichte geben. Zentral sind unter anderem die Themen Gier und Familie.

Themen

Der wichtigste Aspekt in "A Christmas Carol" ist der Zusammenhang zwischen Gier und Charakter. Das Zusammenspiel der beiden beeinflusst unmittelbar das zweite Thema im Roman: Familie.

Gier & Charakter

Ebenezer Scrooge wird bereits zu Anfang der Geschichte als ein geiziger Geschäftsmann vorgestellt, der seinen Angestellten schlecht bezahlt und die Heizkosten so gering wie möglich hält, um Geld zu sparen:

Oh! But he was a tight-fisted hand at the grindstone, Scrooge! A squeezing, wrenching, grasping, scraping, clutching, covetous old sinner! Hand and sharp as flint, from which no steel had ever struck out a generous fire; secret, and self-contained, and solitary as an oyster.1

Wie Du dem Zitat entnehmen kannst, ist Scrooge nicht nur ein Geizkragen, sondern durch seine Gier nach Geld auch einsam geworden. Sein immerwährender Drang, sein Vermögen zu vergrößern, hat ihn zu einem unangenehmen Charakter gemacht. Diese Entwicklung ist letztendlich auch der Grund dafür, wieso seine Beziehung zu seiner Verlobten Belle gescheitert ist:

Our contract is an old one. It was made when we were both poor and content to be so, until, in good season, we could improve our worldly fortune by our patient industry. You are changed. When it was made, you were another man.1

Wie Du siehst, wirft Belle Scrooge vor, zum Zeitpunkt ihrer Verlobung ein anderer Mann gewesen zu sein: ein Mann nämlich, der wie sie arm, aber froh und geduldig war. Sie planten, ihr Vermögen gemeinsam aufzubauen, doch Scrooge hat sich mit zunehmendem Erfolg in einen unangenehmen, geizigen und ungeduldigen Mann verwandelt. Dickens verdeutlicht so, wie Geld und Gier den Charakter eines Menschen zum Schlechten verändern können.

Um diesen Zusammenhang noch stärker zu verdeutlichen, stellt Dickens mit dem Charakter von Bob Cratchit das genaue Gegenteil von Scrooge dar: Obwohl Bob nur wenig Geld verdient und seine Familie nur knapp über die Runden kommt, verkörpert er Zufriedenheit und Dankbarkeit für alles, was er hat:

Oh, a wonderful pudding! Bob Cratchit said, and calmly too, that he regarded it as the greatest success achieved by Mrs Cratchit since their marriage (...) Everybody had something to say about it, but nobody said or thought it was at all a small pudding for a large family. It would have been flat heresy to do so.1

Wie Du siehst, empfinden Bob und seine Familie große Freude und Dankbarkeit für den Pudding, den Bobs Frau zubereitet hat, obwohl er eigentlich zu klein ist für die ganze Familie. Dies wird jedoch nicht offen bemängelt; stattdessen ist die Familie einfach nur froh darüber, dass es überhaupt einen Pudding gibt.

Dickens verdeutlicht so, wie unterschiedlich die Charaktere von Bob und Scrooge sind: Scrooge, der über ein großes Vermögen verfügt, ist durch seine unersättliche Gier bitter und undankbar geworden. Bob hingegen, dessen Familie in ärmlichen Verhältnissen lebt, empfindet selbst für die kleinen Dinge große Freude und Dankbarkeit.

Familie

Wie bereits im vorherigen Abschnitt angedeutet wurde, spielt das Thema Familie eine zentrale Rolle in "A Christmas Carol". Es ist nicht so, als hätte Scrooge keine Familie, die sich um ihn sorgt; sein Neffe Fred lädt ihn gleich zu Beginn der Geschichte zu einem gemeinsamen Abendessen ein und wünscht ihm frohe Feiertage:

'A merry Christmas, uncle! God save you!' cried a cheerful voice. It was the voice of Scrooge's nephew, who came upon him so quickly that his was the first inimation he had of his approach. 'Bah!' said Scrooge, 'Humbug!' 1

Das Zitat zeigt, dass Scrooge nicht auf die netten Worte seines Neffen eingeht, sondern ihn schroff abweist, indem er die Feiertage als humbug bezeichnet. Es wird deutlich, dass Scrooge weder von Festlichkeiten an sich, noch vom Beisammensein der Familie viel hält.

Das Wort "Humbug" gibt es auch im Deutschen und bedeutet so viel wie "Unsinn".

Dafür könnte es zwei Gründe geben, die beide etwas mit Verlust zu tun haben: Einerseits war Scrooges Geschäftspartner Jacob Marley möglicherweise auch wie ein enges Familienmitglied für Scrooge. Schließlich haben die beiden sich mit ihrem Handel ein gemeinsames Lebenswerk aufgebaut und so viel Zeit miteinander verbracht. Marleys früher Tod war ein herber Verlust für Scrooge, den er nicht gut verkraftet hat.

Andererseits ist auch die Rolle von Belle – Scrooges damalige Verlobte – hier ausschlaggebend: Die Möglichkeit, mit ihr eine Familie zu gründen, hat Scrooge aufgrund seiner unersättlichen Gier verspielt. Daher kommt es, dass das Familienglück anderer Scrooge an seine eigenen Verluste und sein Versagen erinnert, weshalb er zu Personen wie seinem Neffen oder auch Bob Cratchit kaltherzig und abweisend ist.

The Ghost of Christmas Yet to Come führt Scrooge jedoch sein eigenes Schicksal vor Augen: einen einsamen Tod, über den seine Familienmitglieder erleichtert sind. Aus Furcht davor hat Scrooge einen Sinneswandel. Infolgedessen beginnt er, seine Familie und die Menschen in seinem direkten Umfeld (wie Bob) wertzuschätzen:

'Now, I'll tell you what, my friend,' said Scrooge, 'I am not going to stand this sort of thing any longer. And therefore,' he continued, leaping from his stool, and giving Bob such a dig in the waistcoat that he staggered back into the Tank again; 'and therefore I am about to raise your salary!'1

Durch die Gehaltserhöhung bringt Scrooge Bob endlich die Wertschätzung entgegen, die er verdient. Scrooge zeigt damit auch, dass ihm Bobs Familie am Herzen liegt, die sich durch die Lohnerhöhung ein etwas leichteres Leben machen kann. Das wird auch daran deutlich, dass Scrooge beginnt, Tiny Tim zu unterstützen, um ihm ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen. So wird Scrooge in gewissem Sinn Teil von Bobs Familie, die ihm viel Wärme entgegenbringt. Dickens verdeutlicht damit, dass es für das eigene Glück weitaus wichtiger ist, reich an Familie statt reich an Geld zu sein.

Erzählperspektive & Sprache

"A Christmas Carol" wird aus der Perspektive des allwissenden Erzählers (third person omniscient narrator) geschildert. Das bedeutet, dass der Erzähler Einsicht hat in die persönlichen Gedanken und Gefühle aller Charaktere, zwischen deren Perspektive er hin- und herwechseln kann. Er weiß also zu jedem Zeitpunkt darüber Bescheid, was die Personen denken und fühlen, und hat darüber hinaus Einsicht in die Geschehnisse in ihrer Vergangenheit.

Wenn Du Deine Kenntnisse zu den verschiedenen Arten von Erzählweisen noch einmal auffrischen möchtest, hilft Dir der Artikel "Point of View".

In sprachlicher Hinsicht ist die Geschichte besonders durch ihre detaillierten Ausschmückungen gekennzeichnet. Dickens verwendet beispielsweise zahlreiche Adjektive, um Dir als Leser*in eine genaue und detailreiche Vorstellung der Situation zu ermöglichen:

In easy state upon this couch, there sat a jolly Giant, glorious to see, who bore a glowing torch, in shape not unlike Plenty's horn, and held it up, high up, to shed its light on Scrooge, as he came peeping round the door.1

Wie Du siehst, beschreibt Dickens das Erscheinen des Geistes sehr detailliert und in vielen Adjektiven. Das ist vor allem deshalb wichtig, um die Beschreibung einer ungewöhnlichen Erfahrung glaubhaft darzustellen. Die Begegnung mit einem Geist ist so für die Leser*innen eher nachvollziehbar.

"A Christmas Carol" – Interpretation der Schlüsselstelle

Die Schlüsselszene der Geschichte ist der Moment, in dem The Ghost of Christmas Yet to Come Scrooge mit seinem eigenen Tod konfrontiert:

He recoiled in terror, for the scene had changed, and now he almost touched a bed: a bare, uncurtained bed: on which, beneath a ragged sheet, there lay something covered up, which, though it was dumb, announced itself in awful language.1

In diesem Abschnitt führt der Geist Scrooge zum Körper eines toten Mannes, der mit einem alten Tuch bedeckt ist. Niemand kümmert sich um die Leiche, und keiner der Angehörigen scheint um den Verstorbenen zu trauern. Zwar wird nicht ausdrücklich deutlich gemacht, um wessen leblosen Körper es sich genau handelt, doch Scrooge beginnt, eine Vorahnung zu haben. Diese wird letztendlich bestätigt, als der Geist ihn zum Friedhof führt:

Scrooge crept towards it, trembling as he went; and following the finger, read upon the stone of the neglected grace his own name, Ebenezer Scrooge.1

Hier entdeckt Scrooge seinen eigenen Namen auf einem Grabstein. Das Grab selbst ist verwahrlost und ungepflegt; es gibt also niemanden, der sich um darum kümmert. In diesem Moment wird Scrooge das Schicksal, auf das er zusteuert, bewusst: Aufgrund seiner Gier und seiner Kaltherzigkeit werden sich alle von ihm abwenden, sodass er in Einsamkeit sterben und schnell in Vergessenheit geraten wird. Scrooges einzige Möglichkeit, diesem Schicksal zu entkommen, besteht darin, sein Leben und seine Einstellung grundlegend zu verändern:

He went to church, and walked about the streets, and watched the people hurrying to and fro, and patted children on the head, and questioned beggars, and looked down into the kitchens of houses, and up to the windows, and found that everything could yield him pleasure. He had never dreamed that any walk – that anything – could give him so much happiness.1

Wie Du siehst, erlebt Scrooge, nachdem der Geist ihm seine düstere Zukunft gezeigt hat, einen Sinneswandel: Er wird barmherzig, nimmt sich Zeit für andere und findet viel Freude in kleinen Dingen, die ihm zuvor nicht einmal aufgefallen sind. Aus Scrooge wird ein glücklicher Mann, der das Leben in vollen Zügen genießt.

"A Christmas Carol" – Der Autor Charles Dickens

Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 im englischen Landport geboren. Im Alter von 10 Jahren zog er mit seiner Familie nach London, wo er bereits mit jungen Jahren in einem Warenhaus arbeiten musste, da sein Vater verschuldet war. Seine Kindheit in Armut wirkte sich später stark auf seine Geschichten aus, die häufig von sozialer Kritik handeln.

Seine Karriere als Schriftsteller war von Anfang an von Erfolg geprägt. Mit seinen Charakteren und großem Einfallsreichtum wurde er zu einem der bedeutendsten Schriftsteller*innen der Viktorianischen Epoche und darüber hinaus. Seine Werke waren neben England auch schnell in den Vereinigten Staaten von großer Beliebtheit, weshalb er mehrere Male für Lesungen in die USA reiste.

Dickens starb am 7. Juni 1870 und liegt in der Poets' Corner des Westminster Abbeys begraben.

Möchtest Du mehr zur Viktorianischen Epoche erfahren? Dann schau Dir doch gerne die Erklärung "Viktorianische Epoche" an.

Zu Dickens bekanntesten Werken zählen neben "A Christmas Carol" auch:

  • "Oliver Twist" (1837)
  • "Great Expectations" (1861) ("Große Erwartungen")
  • "David Copperfield" (1850).

A Christmas Carol - Das Wichtigste

  • "A Christmas Carol" ist ein Roman von Charles Dickens aus dem Jahr 1843.
  • Im Fokus steht der kaltherzige, geizige Ebenezer Scrooge, der sein Leben und seine Einstellung radikal ändert, nachdem er mit seinem eigenen Tod konfrontiert wurde.
  • Die Geschichte thematisiert, wie Gier den Charakter eines Menschen verderben kann. Außerdem wird die bedeutende Rolle von Familie deutlich gemacht: Es ist weitaus besser, reich an einem warmherzigen, familiären Umfeld zu sein, statt reich an finanziellen Mitteln.
  • Erzählt wird "A Christmas Carol" von einem allwissenden Erzähler, der Einsicht in die persönlichen Gedanken und Gefühle aller Charaktere hat
  • Dickens Schreibstil zeichnet sich vor allem durch detaillierte Ausschmückungen aus.

Nachweise

  1. Charles Dickens (1843). A Christmas Carol. Chapman & Hall.

Häufig gestellte Fragen zum Thema A Christmas Carol

"A Christmas Carol" wurde von dem englischen Autor Charles Dickens verfasst.

Insgesamt erscheinen vier Geister: der Geist von Jacob Marley, The Ghost of Christmas Past, The Ghost of Christmas Present sowie The Ghost of Christmas Yet to Come. 

"A Christmas Carol" ist ein Roman, der sowohl in das Genre der Gespenstergeschichte sowie der Gesellschaftskritik einordnen lässt. 

Finales A Christmas Carol Quiz

Frage

Wer hat "A Christmas Carol" verfasst?

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Antwort

Charles Dickens

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Frage

Von wie vielen Geistern wird Ebenezer Scrooge heimgesucht?

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Antwort

vier

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Frage

Wie heißt Scrooges verstorbener Geschäftsparnter?


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Antwort

Jacob Marley

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Frage

Welcher Geist zeigt Scrooge Erinnerungen aus seiner Jugend?


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Antwort

The Ghost of Christmas Past

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Frage

Welchen Namen liest Scrooge auf dem Grabstein?

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Antwort

seinen eigenen Namen

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Frage

Richtig oder falsch: Belle beendete die Beziehung mit Scrooge, weil er sich nicht genug auf das Geldverdienen konzentrierte.

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Antwort

Falsch. Sie löste die Verlobung auf, weil er nur noch auf Geld fokussiert war. 

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Frage

Aus welcher Erzählperspektive wird die Geschichte geschildert?

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Antwort

aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers

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Frage

Wann wurde "A Christmas Carol" veröffentlicht?


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Antwort

1843

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Frage

Richtig oder falsch: Charles Dickens erzählt seine Geschichte in wenigen Details.

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Antwort

Falsch. Sein Schreibstil ist sehr detailreich. 

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Frage

Welche Themen werden in "A Christmas Carol" aufgegriffen?


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Antwort

Gier & Familie

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Frage

Wie heißt der Sohn von Bob Cratchit?


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Antwort

Tiny Tom

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Frage

Wie äußert Scrooge seine Wertschätzung gegenüber Bob Cratchit am Ende der Geschichte?


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Antwort

mit einer Gehaltserhöhung

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Frage

Was empfindet Bob Cratchits Familie angesichts des viel zu kleinen Puddings?

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Antwort

Freude und Dankbarkeit

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Frage

Welcher Geist führt Scrooge zu seinem eigenen Grabstein?


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Antwort

The Ghost of Christmas Yet to Come

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Frage

Wie hieß die damalige Verlobte von Scrooge?


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Antwort

Belle

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