Macbeth

Im mittelalterlichen Schottland begleitet Shakespeares berühmtes Drama "Macbeth" den Aufstieg und Fall des gleichnamigen Generals Macbeth. Das Stück wurde im Jahr 1606 veröffentlicht und spielt im 11. Jahrhundert in Schottland.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Macbeth  Inhaltswarnung Thematisierung von Suizid, Gewalt, Rassismus und andere Formen von Diskriminierung, StudySmarter

    Das Buch "Macbeth" lässt sich so kurz zusammenfassen: Als drei Hexen Macbeth vorhersagen, dass er eines Tages König von Schottland wird, verwandelt sich der General Macbeth in einen tyrannischen und skrupellosen Menschen. Seiner maßlosen Gier nach Macht fallen nicht nur viele Menschen aus seiner Umgebung, sondern auch er selbst am Ende zum Opfer.

    Doch wie kann eine Charakterisierung von Macbeth aussehen? Und gibt es eigentlich Filme zu Shakespeares Drama "Macbeth"?

    "Macbeth" – Figuren

    Das Drama basiert auf realen Begebenheiten und Figuren aus der Geschichte Schottlands. Allerdings hat Shakespeare einige Figuren in seiner Tragödie anders dargestellt, als sie im realen Leben waren.

    Neben den Hauptfiguren Macbeth, Lady Macbeth, den drei Hexen und Banquo spielen auch folgende characters in "Macbeth" mit:

    • König Duncan von Schottland
    • König Duncans Sohn Malcolm
    • Banquos Sohn Fleance
    • General Macduff

    Macbeth Charakterisierung

    Macbeth ist in Shakespeares Drama die titelgebende Hauptfigur. Er ist zu Beginn ambitioniert, tapfer und angesehen. Doch er entwickelt sich zu einer hinterhältigen & grausamen Figur.

    Für eine Charakterisierung von Macbeth helfen Dir auch diese Stichpunkte:

    • zunächst Thane of Glamis (General der Region Glamis) des schottischen Königs Duncan
    • dann Thane of Cawdor (General der Region Cawdor)
    • schließlich King of Scotland (König von Schottland)
    • tötet König Duncan, um selbst den Thron zu besteigen
    • leicht beeinflussbar
    • unsicher in seinen Entscheidungen
    • zunehmend paranoid

    Thane of Glamis bedeutet so viel wie "General der schottischen Region Glamis". Die Bezeichnung thane ist ein schottischer Titel, der Männern von dem König oder der Königin verliehen wurde. Dadurch erhielten die Generäle außerdem ein Stück Land, über das sie walten sollten. Der thane-Titel wurde vor allem für außerordentliche Loyalität zur Krone verliehen und verpflichtete gleichzeitig das Königshaus militärisch zu unterstützen.

    "Macbeth" – Charakterisierung Lady Macbeth

    Lady Macbeth ist Macbeths Ehefrau. In Shakespeares Drama ist sie eine grausame und hinterhältige Figur. Für eine Charakterisierung von Lady Macbeth sind auch diese Eigenschaften wichtig:

    • strebt nach Macht
    • manipulativ
    • skrupellos
    • zielstrebig
    • verleitet Macbeth zur Ermordung des Königs & unterstützt ihn dabei
    • letztendlich von ihrer eigenen Schuld überwältigt
    • wird aufgrund ihrer Schuldgefühle verrückt

    "Macbeth" – Charakterisierung Die drei Hexen

    Die drei Hexen werden in "Macbeth" auch The Weird Sisters oder Wayward Sisters genannt. Sie geben Prophezeiungen, die in Erfüllung gehen.

    • weder wohlwollend noch böse
    • rätselhaft
    • undurchschaubar
    • mächtig
    • verursachen Chaos und Konflikte durch ihre Prophezeiungen

    "Macbeth" – Charakterisierung Banquo

    Banquo ist in "Macbeth" ein tapferer und pflichtbewusster schottischer General. Ursprünglich waren er und Macbeth befreundet. Doch er wird Macbeth gegeünber im Laufe des Dramas immer misstrauischer.

    • vorsichtig
    • bedacht
    • moralisch integer
    • Laut der Prophezeiung sollen seine Söhne Könige werden, weshalb Macbeth ihn ermorden lässt.

    "Macbeth" – Zusammenfassung kurz

    Macbeth ist klassisch in fünf Akte gegliedert. Auf der Bühne umfasst das Drama eine ungefähre Dauer von zwei Stunden. Eine kurze Zusammenfassung von "Macbeth" siehst Du hier:

    • Macbeth erhält von drei Hexen Prophezeiungen, dass er König von Schottland wird.
    • Macbeth ermordet schließlich König Duncan und besteigt den Thron von Schottland.
    • Doch er gerät in eine Spirale aus Gewalt und Machtgier.
    • Lady Macbeth manipuliert ihren Ehemann und treibt ihn zu weiteren Morden, um ihre Macht zu sichern.
    • Schuldgefühle und Paranoia plagen sowohl Macbeth als auch Lady Macbeth.
    • Macbeth wird im finalen Kampf von Macduff getötet und die Ordnung in Schottland wird wiederhergestellt.

    "Macbeth" Handlung Anfang – Akt I

    Nach ihrem Sieg in einer Schlacht gegen Norwegen treffen Macbeth und der General Banquo auf drei Hexen. Diese Begegnung endet mit zwei Prophezeiungen.

    1. Macbeth soll General von Cawdor (Thane of Cawdor) und dann König von Schottland (King of Scotland) werden.
    2. Banquos Nachkommen wird ebenfalls die schottische Krone zukommen.

    Es bleibt zunächst unklar, wer genau den Thron besteigen wird. Wenig später bewahrheitet sich die erste Prophezeiung.

    • Macbeth wird zum General von Cawdor (Thane of Cawdor) befördert.
      • Er hatte erfolgreich die Schlacht gegen die norwegischen Feinde geführt.
    • Macbeth glaubt nun immer mehr daran, dass die Prophezeiungen tatsächlich wahr werden können.
    • Allerdings fragt er sich weiterhin, ob er auch wirklich König wird.
    • Immerhin war das Banquos Nachkommen auch vorhergesagt worden.

    Lady Macbeth, die Frau von Macbeth, erfährt in einem Brief von der wahr gewordenen Prophezeiung und Macbeths Beförderung. Zudem erfährt sie, dass König Duncan Macbeth und sie in ihrem Schloss in Inverness besuchen möchte. Sie hegt sofort Mordgedanken gegen den König, um somit Macbeth zum Thronfolger zu machen. Nachdem der König im Schloss angekommen ist, entschließen Macbeth und seine Frau sich zum Mord an Duncan.

    Inverness ist eine Stadt in den Schottischen Highlands. Wenn Du mehr über diese erfahren möchtest, sieh Dir die Erklärung "Schottland Highlands" an.

    "Macbeth" Handlung – Akt II

    Lady Macbeth verabreicht den Wachen Duncans Alkohol und sorgt so dafür, dass sie bewusstlos werden. Damit ist der Weg zum König frei. Sowohl Lady Macbeth als auch Macbeth sind unruhig und nervös, da sie wissen, dass der Mord am König kurz bevorsteht.

    • Macbeth beginnt zu halluzinieren und sieht über seinem Kopf einen blutigen Dolch schweben.
    • Er sieht dies als ein Vorzeichen für die bevorstehende Tat.
    • Er macht sich auf den Weg zu dem schlafenden König Duncan.
    • Macbeth ermordet Duncan.
    • Lady Macbeth legt die Mordwaffen neben die Wachen Duncans.
    • So sieht es aus, als hätten die Wachen König Duncan ermordet.

    Der General von Fife, Macduff, betritt das Schloss und wird von Macbeth zu den Gemächern des Königs begleitet. Als Macduff den toten König sieht, wird das gesamte Schloss geweckt und alle sind in Aufruhr. Es wird vorerst davon ausgegangen, dass die Wachen den König ermordet haben.

    Macbeth gesteht aus Wut wegen des Mordes am König die Wachen umgebracht zu haben. Die Söhne von König Duncan – Malcolm und Donalbain – fliehen, da sie fürchten, dass auch ihre Leben in Gefahr sind.

    "Macbeth" Handlung – Akt III

    Macbeth ist nach dem Tod von König Duncan der neue König Schottlands. Aber er bereut seine Taten. Außerdem erinnert er sich an die zweite Prophezeiung, die besagt, dass die Nachkommen von Banquo ebenfalls den Thron von Schottland besteigen.

    • Daher befiehlt Macbeth zwei Auftragsmördern, Banquo und dessen Sohn Fleancezu töten.
      • Banquo fällt dem Attentat zum Opfer, Fleance aber gelingt die Flucht.
    • Vor seinem inneren Auge sieht Macbeth immer wieder die Geister von den Personen, die er ermordet hat.
    • Diese Erscheinungen machen ihn nahezu verrückt.

    Am Tag der Ermordung Banquos trifft Macbeth sich mit weiteren Adeligen im Bankett-Saal seines Schlosses. Er halluziniert wieder und glaubt, Banquos Geist auf einem der Stühle sitzen zu sehen.

    Macbeth schreit, er habe Banquo nicht ermordet. Die Adeligen sind verwirrt von Macbeths Auftreten. Lady Macbeth entschuldigt schließlich ihren Mann und lügt, dass er gelegentlich solche harmlosen Anfälle habe.

    Währenddessen wächst bei vielen Adeligen das Misstrauen gegenüber Macbeth weiter. Macduff und Malcolm, Duncans Sohn, suchen Hilfe bei König Edward von England.

    Inhalt von "Macbeth" – Akt IV

    In seinem Zustand geistiger Unruhe will Macbeth noch einmal von den drei Hexen hören, was auf ihn zukommen wird. Die neue Prophezeiung löst die erste Prophezeiung ab:

    1. Macbeth soll sich vor Macduff in Acht nehmen.
    2. Kein Mensch wird ihn töten können, der auf natürliche Weise geboren wurde.
    3. Macbeth wird so lange gesund und am Leben sein, bis der örtliche Wald Birnams auf den Hügel von Dunsinane gebracht wird.

    Macbeth erfährt, dass Macduff nach England geflohen ist. Dies bringt Macbeth zu noch grausameren Taten: Er lässt die Familie Macduffs umbringen, während Macduff noch mit Malcolm in England ist. Erschrocken von Macbeths Grausamkeit beschließen Macduff und Malcolm, Macbeth zu töten. Das Königreich England unterstützt das Vorhaben und macht sich mit seinen Truppen auf den Weg nach Schottland.

    Inhalt von "Macbeth" Ende – Akt V

    Auch Lady Macbeths Geisteszustand verschlimmert sich stetig. Schuldgefühle plagen sie und sie beginnt zu schlafwandeln. Dabei wird sie von den Diener*innen beobachtet. Sie gibt wirres Zeug von sich und gesteht sogar fast den Mord an Duncan und Macduffs Familie.

    Die schottischen und englischen Truppen, die sich zusammengeschlossen haben, um Macbeth zu stürzen, treffen sich im Wald von Birnam. Malcolm befiehlt, dass die Soldaten sich einen Ast vor den Körper halten, um sich zu tarnen. Zur gleichen Zeit erhält Macbeth in seinem Schloss in Dunsinane die Nachricht, dass Lady Macbeth Selbstmord begangen hat.

    Außerdem erfährt Macbeth, dass Holzstücke aus dem Wald Birnam in seine Richtung gebracht werden. Dadurch geht eine weitere Prophezeiung der drei Hexen in Erfüllung, da Macbeth nur so lange am Leben sein wird, bis der örtliche Wald Birnams auf den Hügel von Dunsinane gebracht wird. Er weiß, dass er sich in Lebensgefahr befindet.

    Getarnt unter den Holzstücken nähert sich währenddessen Malcolms Armee. In der Schlacht zwischen Macbeth und Malcolms Armee bewahrheitet sich die nächste Prophezeiung: Macbeth wird von Macduff getötet. Dieser kann Macbeth umbringen, da er nicht auf natürliche Weise, sondern per Kaiserschnitt zur Welt kam. König Macbeth ist tot und Malcolm wird zum neuen König Schottlands ernannt.

    "Macbeth" Drama – Aufbau

    Der Aufbau von Shakespeares Drama "Macbeth" ist chronologisch. Dementsprechend erfährst Du von den Geschehnissen in dem Moment, in dem sie stattfinden. Bei einigen Ausnahmen wird Dir jedoch auch etwas rückblickend erzählt, wie z. B. als Macbeth zum König gekrönt wurde.

    Das Drama "Macbeth" enthält eine für Shakespeares Dramen typische Spannungskurve. Allerdings ist der Höhepunkt in den geläufigsten Interpretationen erst im 5. Akt des Dramas: während der Schlacht gegen Macbeth.

    Zunächst werden die Figuren vorgestellt und die Prophezeiung der Hexen wird ausgesprochen. Daraufhin steigt die Spannung kontinuierlich an (Rising Action):

    • Macbeth und Lady Macbeth töten den König; Macbeth wird zum neuen König von Schottland gekrönt.
    • Macbeth fürchtet sich vor Banquo und lässt ihn töten.
    • Die drei Hexen sprechen eine erneute Prophezeiung aus und bestätigen Macbeth in seiner Machtgier.
    • Macduff, Thane of Fife, überzeugt Banquos Sohn Malcolm für Schottland und gegen Macbeth vorzugehen.
    • Lady Macbeth wird vollends verrückt und stirbt.

    An dieser Stelle im 5. Akt findet das Drama "Macbeth" seinen Höhepunkt. Malcolm, Duncans Sohn, führt die Truppen in die Schlacht gegen Macbeth. Hier endet Macbeths Aufstieg.

    Indem Macduff Macbeth in der Schlacht tötet, beginnt die Spannungskurve nun nach dem Höhepunkt zu fallen. Das Drama resultiert darin, dass Malcolm, der Sohn des verstorbenen König Duncan, Macbeths Platz als rechtmäßiger König Schottlands einnimmt.

    Wenn Du mehr zum Aufbau eines Dramas erfahren möchtest, dann schaue Dir gerne die Erklärung zum Thema "Drama Englisch" an!

    "Macbeth" Drama – Sprache

    Das Drama "Macbeth" wurde im Englisch des 17. Jahrhunderts verfasst. Das heißt, dass oft alte Redewendungen oder Wörter verwendet wurden, die heute nicht mehr Teil des alltäglichen Sprachgebrauchs sind.

    That will be ere the set of sun.1

    Dieses Zitat bedeutet in der deutschen Übersetzung so viel, wie: "Das wird sein, bevor die Sonne untergeht." Der Ausdruck that will be ere wird heute eher weniger gebraucht und Du musst ihn gegebenenfalls nachschlagen.

    Außerdem unterscheidet Shakespeare durch den Sprachgebrauch den sozialen Stand der Figuren. Die Adeligen des Dramas sprechen zum Beispiel auffällig rhythmisch. So verwenden unter anderem Lady Macbeth oder König Duncan oft einen jambischen Pentameter.

    Ein jambischer Pentameter ist ein Vers, der aus fünf Versfüßen besteht. Diese gliedern sich in eine kurze, unbetonte Silbe, gefolgt von einer lang betonten Silbe. Schriftsteller*innen verwenden ihn, um Texte mit einem Rhythmus zu versehen.

    Ein Beispiel findest Du in diesem Zitat:

    I heard the owl scream and the crickets cry.1

    I heard ist hier einer der fünf Versfüße. Die erste Silbe bleibt unbetont (I), die zweite Silbe wird hingegen betont (heard). Die Betonung der fünf Versfüße siehst Du in dieser Tabelle:

    unbetonte Silbebetonte Silbe
    Iheard
    theowl
    screamand
    thecrick-
    -etscry

    Möchtest Du mehr über den jambischen Pentameter und andere Versmaße erfahren? Dann schau in die Erklärung "Metrum Englisch"!

    Die drei Hexen dagegen lässt Shakespeare in einem trochäischen Tetrameter sprechen. Ein trochäischer Tetrameter ist wieder ein anderer Verstyp, der aus drei Versfüßen besteht. Die erste Silbe wird betont, die zweite hingegen bleibt unbetont. Insofern bildet dies einen Gegensatz zum Jambus. Die betonten Silben erkennst Du in diesem Beispiel daran, dass sie unterstrichen sind:

    When the hurlyburly's done, when the battle's lost and won.1

    Wenn Du das laut vorlesen würdest, würde sich das leicht wie ein Lied anhören. Dafür sorgt auch der Paarreim done-won.

    Ein Paarreim ist ein Reimschema, bei dem Verse aufeinanderfolgen und sich jeweils die letzten Worte des Verses reimen.

    Die Nicht-Adeligen hingegen bedienen sich einer alltäglichen Sprache ohne Reim und ohne ein bestimmtes Versmaß. Dadurch betont Shakespeare den Unterschied zwischen den Adeligen und den Nicht-Adeligen.

    Insgesamt kann festgestellt werden, dass Shakespeare sich sowohl Prosa als auch rhythmischer Verse bedient. Mit diesen sprachlichen Merkmalen unterscheidet er den sozialen Stand seiner Figuren.

    • Die Sprache der Figuren mit einem niedrigeren sozialen Stand ist weniger ausgeschmückt.
      • So wird ihr einfaches Leben untermauert.
    • Im Gegensatz dazu wird die Sprache der Figuren mit einem höheren sozialen Stand mehr ausgeschmückt.

    Unter Prosa verstehst Du Texte, die in Alltagssprache, also ohne Verse, Reime oder Rhythmus formuliert wurden.

    "Macbeth" Buch – Themen, Motive & Symbole

    Es gibt einige Themen und Motive, die in dem Buch "Macbeth" eine zentrale Rolle einnehmen. Dazu zählen die Prophezeiungen, mit denen die Geschichte beginnt. Am Anfang des Stücks prophezeien Macbeth die drei Hexen seine Zukunft, wie in diesem Zitat:

    Macbeth shall never vanquished be until Great Birnam wood to high Dunsinane Hill shall come against him.1

    Hier sagen die drei Hexen voraus, dass Macbeth so lange König sei, bis Holz aus Great Birnam zu seinem Schloss nach Dunsinane Hill gebracht wird. Die Prophezeiungen ziehen sich durch das gesamte Stück und bleiben während des ganzen Dramas auch präsent.

    Nicht nur Macbeth richtet sich nach ihnen, sondern auch Lady Macbeth und Banquo. Als Leser*in kannst Du Dir deshalb die Frage stellen, ob so viele Menschen hätten sterben müssen, wenn es die Prophezeiung niemals gegeben hätte.

    Ehrgeiz

    Ein weiteres Themengebiet in Shakespears Drama "Macbeth" ist der Ehrgeiz. Lady Macbeth erkennt diesen auch in ihrem Ehemann wieder:

    Thou wouldst be great art not without ambition, but without the illness should attend it.1

    Sie beschreibt ihn als jemanden, der Ehrgeiz besitzt. Doch ihm fehle das notwendige rücksichtslose Verhalten, seine Taten wirklich umzusetzen, um seine Ziele zu erreichen. Das Zitat zeigt, dass es Lady Macbeth ist, die den Ehrgeiz in Macbeth erst richtig zum Vorschein bringen möchte.

    Später fühlt sich Macbeth von Banquo und seiner Familie nur deshalb so bedroht, weil er davon ausgeht, dass sie genauso ehrgeizig sind wie er und die Prophezeiungen auch wahr machen möchten. Es reicht Macbeth also nicht mehr, König geworden zu sein, er möchte es auch für immer bleiben.

    Schuld und Moral

    Die Versuchung, Erfolg mit dem Verrat von moralischen Werten wie Treue, Pflicht und Menschlichkeit zu erkaufen, ist ebenso ein zentrales Motiv, auf das Du in Shakespeares "Macbeth" triffst. Damit einhergehend wird besonders die Gier nach Macht und die Manipulation in der Tragödie thematisiert.

    Macbeth und Lady Macbeth sind für die Erlangung von Macht bereit, über Leichen zu gehen – Macbeth schreckt später selbst vor der Ermordung seines eigentlichen Freundes Banquo nicht zurück.

    Als weiteres Motiv kannst Du daher die Schuld feststellen. Beide, Macbeth und seine Frau, werden nach ihren Gräueltaten von Schuldgefühlen geplagt. Macbeth äußert das so:

    Will all great Neptune's ocean wash this blood clean from my hand? No, this my hand will rather.1

    Das Zitat zeigt, dass Macbeth immer wieder Schuldgefühle hat. Er wünscht sich deshalb, seine Taten von seinen Händen waschen zu können. Lady Macbeth wird wegen ihrer Schuldgefühle sogar letztlich wahnsinnig, hat Halluzinationen und begeht Selbstmord.

    Symbole

    Shakespeare verwendete in seinem Stück "Macbeth" auch einige Symbole. Die wichtigsten findest Du als Übersicht in dieser Tabelle:

    SymbolBedeutung
    Blut
    • Das Drama beginnt mit Erzählungen von vergossenem Blut während des Krieges (Schottland/Norwegen).
    • Blut klebt an den Händen von Macbeth und Lady Macbeth nach der Ermordung des Königs.
    • Lady Macbeth versucht sich beim Schlafwandeln Blut von ihren Händen zu schrubben.
    • Lady Macbeth beschwert sich oft über den Geruch von Blut.
    • Macbeth bittet darum, seine Hände vom Blut reinzuwaschen.
    • Blut steht in "Macbeth" für die begangenen Verbrechen und die Schuld.
    Wetter
    • Die drei Hexen treten auf, als es blitzt und donnert.
    • Licht und Dunkelheit stehen immer in Zusammenhang mit Gut und Böse.
    • Während der Ermordung Duncans tobt ein Sturm und untermauert dadurch die Hinterlistigkeit.
    Schlaf
    • Macbeth findet Ruhe im Schlaf, Lady Macbeth beginnt zu schlafwandeln.
    • Lady Macbeth wird von ihren schrecklichen Taten im Schlaf heimgesucht.
    • Lady Macbeth verrät beim Schlafwandeln fast das Geheimnis (die Ermordung des Königs).
    • Der Schlaf zeigt in gewisser Weise also das Innenleben der Charaktere.

    "Macbeth" Buch – Interpretation & Charakterisierung

    In dem Buch "Macbeth" lassen sich einige Schlüsselstellen finden, die besonders wichtig für den weiteren Verlauf der Handlung sind. Eine der zentralen Schlüsselstellen findest Du in Akt I. in der dritten Szene. Hier bekommt der Charakter Macbeth die erste Prophezeiung von den drei Hexen. Anhand der Szene kannst Du Macbeth auch charakterisieren.

    Für den gesamten Verlauf der Handlung in "Macbeth" ist die Prophezeiung der dritten Hexe aus der dritten Szene des ersten Aktes maßgeblich:

    [...] Third Witch: All hail, Macbeth, thou shalt be king hereafter! [...] Thou shalt get kings, though thou be none: So all hail, Macbeth and Banquo! [...] 1

    Die Hexe prophezeit, dass Macbeth König sein wird. Etwas später fügt sie hinzu: Auch sie – Banquos Söhne sind damit gemeint – werden Könige, nicht aber Banquo selbst. Banquo zweifelt an der Wahrhaftigkeit der Prophezeiung und nimmt die Hexen nicht beim Wort. Macbeth hingegen glaubt daran, dass die Prophezeiung in Erfüllung gehen könnte. Er hegt bereits erste Pläne, den König zu ermorden.

    My thought, whose murther yet is but fantastical, shakes so my single state of man...1

    Hier erkennst Du das erste Mal im Stück Macbeths wahren Charakter:

    • Er ist sehr ehrgeizig und strebt nach mehr Macht.
    • Der Gedanke an Mord löst in ihm zwar ein unwohlesGefühl aus.
    • Doch entscheidet er sich letzten Endes trotzdem für die Ermordung des Königs.

    Macbeths Gier nach Macht führt letztendlich auch dazu, dass er den Thron mit allen Mitteln verteidigen möchte und alle Anwärter*innen tötet. Macbeth ist nun schon so weit gegangen, dass eine Umkehr zum Guten nicht mehr möglich ist.

    "Macbeth" – Film

    Von dem Drama "Macbeth" gibt es auch mehrere Filme. Der heute bekannteste Film von "Macbeth" wurde 2021 von Joel Coen unter dem Namen "The Tragedy of Macbeth" veröffentlicht.

    Die Besonderheit des Films ist, dass er, obwohl er neu verfilmt wurde, nur in schwarz-weiß zu sehen ist.

    • DenzilWashington spielt die Rolle des machtgierigen Generals Macbeth.
    • Schon zu Beginn des Films trifft er, wie im Original, auf die drei Hexen.
    • Alle drei Hexen werden von Kathryn Hunter gespielt.
    • Auch im Film prophezeien die Hexen Macbeth, dass er schon bald der nächste König Schottlands werden wird.

    Denzel Washington ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur. Der afroamerikanische Schauspieler gewann bereits zwei Oscars und gewann für "Macbeth" den Golden Globe in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller".

    Die Verfilmung von Joel Coen ähnelt stark dem Originaltext von William Shakespeare. Trotzdem gibt es wenige Unterschiede zum Originalstück.

    Theaterstück von Shakespeare (1606)Verfilmung von Joel Coen (2021)
    Andeutung, dass Macbeth und Lady Macbeth ca. 40 Jahren alt sind.Das Alter der Schauspieler*innen liegt bereits bei 60 Jahren, wodurch die Figuren älter wirken.
    Akt I – V folgen einer Spannungskurve
    • Gekürzte Fassung
    • Die Abfolge der Szenen wurde teilweise getauscht: Die erste Szene von Akt V ist im Film mitten in Akt IV.
    viele Monologe von MacbethMacbeths Monologe sind fast vollständig rausgestrichen.

    Mehr zu den verschiedenen Verfilmungen von Shakespeares "Macbeth" findest Du in der Erklärung "Macbeth Film".

    "Macbeth" – Shakespeare

    Der Autor von "Macbeth", William Shakespeare, gehört zu den bekanntesten Autor*innen und Dramatiker*innen der Weltliteratur. Kaum jemand vor und nach ihm hatte einen so großen Einfluss auf die englische Literatur wie er. Schon zu seinen Lebzeiten war er sehr wohlhabend und erfolgreich, nicht zuletzt auch wegen seines Talents als Geschäftsmann: so war er z. B. Mitbegründer des "Globe Theaters" in London.

    Mehr zu William Shakespeare als Schriftsteller findest Du in der Erklärung "William Shakespeare".

    Geboren wurde Shakespeare 1564 in England und er starb im Jahr 1616.

    • wuchs in einer wohlhabenden Familie auf
    • besuchte vermutlich eine Grammar School in England
    • besuchte nie eine Universität
    • heiratete mit 18 seine Ehefrau Anne Hathaway
    • Sie hatten drei Kinder.

    Zu seinen Lebzeiten verfasste er über 30 Dramen und über 150 Sonette.

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    Macbeth - Das Wichtigste

    • Das Drama "Macbeth" wurde von dem englischen Schriftsteller William Shakespeare geschrieben und 1606 veröffentlicht.

    • "Macbeth" Characters:

      • Macbeth, Lady Macbeth, König Duncan, Banquo, die drei Hexen, Malcolm und Macduff

    • "Macbeth" Charaktierisierung

      • ambitioniert, tapfer und angesehen

      • Doch er entwickelt sich zu einer hinterhältigen & grausamen Figur.

      • tötet König Duncan, um selbst den Thron zu besteigen

      • zunehmend paranoid

    • Lady Macbeth Charakterisierung:

      • Macbeths Ehefrau
      • grausame und hinterhältige Figur
      • strebt nach Macht
      • wird aufgrund ihrer Schuldgefühle verrückt
    • "Macbeth" Zusammenfassung

      • Zu Beginn der Handlung prophezeien drei Hexen, dass Macbeth nächster König von Schottland wird.

      • Nun ist Macbeth von Gier besessen und möchte unbedingt König werden.

      • Macbeth beginnt mit seiner Ehefrau Lady Macbeth Intrigen zu spinnen und Macbeth ermordet König Duncan.

      • Danach werden beide von ihrem schlechten Gewissen heimgesucht, weshalb Lady Macbeth Suizid begeht

      • Macbeth selbst wird schlussendlich in einer Schlacht gegen ihn und seine Machtgier von dem General Malcolm getötet.

    • "Macbeth" Interpretation

      • Themen und Motive des Stücks sind Prophezeiungen, Ehrgeiz, Boshaftigkeit, Verrat und Schuld.

      • Unter anderem lassen sich in dem Buch "Macbeth" die Symbole Blut, Verbrechen, Schuld, Wetter und Schlaf finden.

      • Shakespeare bedient sich sowohl Prosa als auch rhythmischer Verse, um verschiedene gesellschaftliche Schichten darzustellen.

    • Von "Macbeth" gibt es mehrere Filme, doch die heute bekannteste Version des Dramas wurde 2021 unter Joel Coen veröffentlicht.

    Nachweise

    1. Shakespeare (1623). Macbeth. Edward Blount and William Jaggard, London.
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Macbeth

    Wann spielt "Macbeth"?

    "Macbeth" spielt im 11. Jahrhundert in Schottland und England. 

    Ist "Macbeth" eine wahre Geschichte?

    "Macbeth" ist zum Teil eine wahre Geschichte, da es auf realen Begebenheiten und Figuren aus der Geschichte Schottlands basiert. Allerdings stellte Shakespeare einige Figuren anders dar, damit er das Wohlwollen des damaligen Königs erlangen und die Handlung interessanter gestalten konnte.

    Warum stirbt Macbeth?

    Macbeth stirbt, weil er während seiner Herrschaft in den Wahnsinn abdriftet und zunehmend gewalttätig und tyrannisch wird.  

    Warum hat Shakespeare "Macbeth" geschrieben?

    Genaue Gründe, warum Shakespeare "Macbeth" geschrieben hat, sind nicht bekannt. Allerdings wurde das Stück zum ersten Mal im Jahr 1606 vor dem damaligen Englands König vorgespielt. Es wird vermutet, dass Shakespeare das Stück schrieb, um das Wohlwollen des damaligen Königs zu erlangen.

    Wer tötet Macbeth?

    Macduff tötet Macbeth.

    Wann wurde "Macbeth" geschrieben?

    "Macbeth" wurde wahrscheinlich zwischen 1606 und 1607 geschrieben und erstmals 1623 veröffentlicht. 

    Worum geht es in "Macbeth"?

    In "Macbeth" geht es um die Geschichte des schottischen Generals Macbeth, der prophezeit bekommt, dass er eines Tages König sein wird. Getrieben von Ehrgeiz und angestachelt von seiner Frau, ermordet Macbeth den regierenden König Duncan und besteigt den Thron. Seine Schuld und Wahnvorstellungen führen jedoch zu weiteren Gewalttaten und schließlich zu seinem eigenen Tod. 

    Wo spielt "Macbeth"?

    "Macbeth" spielt in Schottland und England im 11. Jahrhundert.

    Wer war Macbeth?

    Macbeth war eine historische Figur und König von Schottland von 1040 bis 1057.  

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