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All the world's a stage, and all the men and women merely players (Act 2, Scene 7).Übersetzt heißt dieses Zitat "Die Welt ist eine Bühne und alle Männer und Frauen sind lediglich Spieler" und stammt aus dem Stück "As you like it" von dem britischen Schriftsteller William Shakespeare. Damit meint er, dass das Leben eigentlich nichts andere ist als ein…
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Jetzt kostenlos anmeldenAll the world's a stage, and all the men and women merely players (Act 2, Scene 7).
Übersetzt heißt dieses Zitat "Die Welt ist eine Bühne und alle Männer und Frauen sind lediglich Spieler" und stammt aus dem Stück "As you like it" von dem britischen Schriftsteller William Shakespeare. Damit meint er, dass das Leben eigentlich nichts andere ist als ein Drama - aber was ist ein Drama überhaupt?
In der englischen Literatur gibt es drei große Textgattungen:
Wenn du mehr über epische oder lyrische Texte lernen möchtest, sieh dir gerne die dazugehörigen Zusammenfassungen an. Außerdem findest du unter Textanalyse Englisch Informationen dazu, wie du die verschiedenen Texte analysieren kannst!
Der Ursprung des Begriffs Drama liegt im Griechischen, wo er "Handlung/Schauspiel" bedeutet. Das heißt, es geht um eine literarische Textform, die in Form von Schauspiel auf einer Bühne dargestellt wird.
Dementsprechend bestehen Dramen aus Dialogen, manchmal auch aus Monologen, aus denen der/die Zuschauer*in oder Leser*in Zusammenhänge erkennen kann. Neben den Dialogen und Monologen gibt es die Regieanweisungen, die den Schauspieler*innen sagen können, wie sie handeln müssen.
Ein Dialog bezeichnet ein Gespräch, das zwischen zwei oder mehr Personen stattfindet. Bei einem Monolog spricht eine Person mit sich selbst. Er dient dazu, das Innenleben einer Person besser zu verstehen.
Das Drama wird in zwei Arten aufgeteilt: Die Tragödie (tragedy), in der ernste Themen verarbeitet werden, die Furcht oder Mitleid bei Zuschauer*innen auslösen sollen. Der Hauptcharakter schafft es in einem solchen Stück nicht, den dargestellten Konflikt zu bewältigen oder begeht einen tragischen Fehler. Auf Englisch könnte man sagen: The tragic hero had a tragic flaw ("Der tragische Held des Stücks begeht einen tragischen Fehler").
Ein klassisches Beispiel für eine solche Tragödie ist das Stück "Romeo und Julia" von Shakespeare. Durch Missverständnisse bringen sich Romeo und Julia am Ende des Dramas um. Dass ihre Familien durch ihren Tod Frieden schließen, ist dabei nur ein kleiner Trost.
Wenn du mehr über Romeo und Julia wissen willst, sieh dir unsere Zusammenfassung Romeo and Juliet an!
Im Gegensatz zur Tragödie steht die Komödie (comedy): Das Stück dient der Unterhaltung des Publikums und versucht innerhalb eines scheinbaren Konflikts die menschlichen Schwächen aufzuzeigen. Dazu werden Situationskomik (situational comedy), Sprachwitz (verbal wit) oder komische Figuren (stock characters) genutzt. Anders als in der Tragödie schafft es der Hauptcharakter am Ende zu einem Happy End ("glückliches Ende").
Obwohl das Drama für die Aufführung gemacht ist, gibt es auch das sogenannte "Lesedrama". Dieses beinhaltet alle Merkmale eines Dramas, ist aber nicht für eine Theaterproduktion gedacht. Meist entstanden diese Lesedramen, wenn es politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich nicht möglich war, Theaterstücke aufzuführen.
Wie du bereits in der Definition gelernt hast, ist das wichtigste Merkmal eines Dramas seine "Rezeptionsform". Denn ein Dramen-Text ist zur Aufführung gedacht. Weitere Merkmale sind außerdem:
Das englische Drama kann bis zu fünf Akte (acts) beinhalten, die einer Spannungskurve folgen. Die meisten klassischen Stücke haben fünf Akte, einige haben nur drei Akte und in der Moderne hat sich außerdem das Ein-Akt-Drama ausgebildet. Die Akte sind in einzelne Szenen aufgeteilt, die oft mit einem Orts- oder Charakterwechsel einhergehen. Wie die Dramen inhaltlich aufgebaut sind, unterscheidet sich von der Anzahl der Akte und ob es sich um ein sogenanntes geschlossenes oder offenes Drama handelt.
Am besten unterscheidest du die beiden Formen, indem du am Ende prüfst, ob alle Fragen und Handlungsstränge gelöst wurden (geschlossen) oder ob das Ende verschiedene offene Fragen lässt (offen).
Die häufigste Form des Dramas ist der 5-Akter. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich um einen Text, der in fünf Akte unterteilt wird. Die Spannungskurve wird oft in der aristotelischen Pyramide dargestellt, die du auf dem folgenden Bild siehst.
"Aristotelisch" kommt von dem griechischen Wissenschaftler und Philosophen Aristoteles, der sich mit der Logik der Sprache beschäftigte und die Definition von Dramen maßgeblich prägte. So wie diese Pyramide.
Act I: Exposition
Act II: Rising Action
Act III: Climax/Crisis
Act IV: Falling Action
Act V: Dénouement
Die Spannungskurve bei einem Drama mit drei Akten verzichtet auf steigende oder abfallende Handlung als eigenen Akt. Das folgende Bild zeigt dir, wie eine Spannungskurve bei drei Akten aussieht.
Act I: Einleitung
Act II: Haupthandlung
Act III: Schluss
Die Spannungskurve bei Dramen mit einem Akt kannst du dir so vorstellen, wie in einem Drama mit drei Akten. Allerdings ist die Handlung wesentlich konzentrierter. Das heißt, die Handlung passiert schneller und der abgehandelte Zeitraum ist wesentlich kürzer als bei einem Drama mit mehr Akten.
Dramen mit einem Akt gibt es seit Mitte des 18. Jahrhunderts und seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden sie besonders gerne bei moderneren Dramen verwendet. Man nennt sie im Englischen auch Flash-Drama, bei denen es sich um zehnminütige Kurzstücke handelt.
In einem Drama musst du verschiedene Aspekte analysieren, die du in der folgenden Tabelle auf Deutsch und Englisch siehst.
Deutsch | Englisch |
Struktur und Aufbau | structure and composition |
Inhalt | content |
Figuren und Figurenkonstellationen (= wie die Figuren zueinander stehen) | characters and character line-up as well as their relationships |
Figurenrede: Monologe und Dialoge | character speech: monoloque and dialogue |
Regieanweisungen (bzw. Erzähler*in) | stage direction (narrator) |
Konflikt (innerer oder äußerlicher) | conflict (internal or external) |
Im Unterricht wirst du meistens eine Szene aus einem Drama bekommen, die du analysieren musst. Zur Vorbereitung solltest du dir immer erst einen Überblick über die Szene verschaffen und sie in den Gesamtkontext des Dramas einordnen. Also wann die Szene sich im Text abspielt. Ob eine Szene sich im dritten oder im fünften Akt befindet, kann dir schon viel Aufschluss darüber geben, worum es geht.
Wenn du eine Dramenanalyse schreibst, startest du in der Einleitung mit einer ganz kurzen Inhaltsangabe und formellen Aspekte wie Autor und Titel. Nach der Einleitung kommt der Hauptteil, bei dem du den Inhalt nochmal zusammenfassen kannst, aber vorrangig die Szene analysierst und interpretierst. Zum Schluss schreibst du noch ein Fazit und fasst kurz zusammen, welche Erkenntnisse du im Hauptteil erlangt hast.
Wenn du mehr darüber lernen willst, wie du eine gute Dramenanalyse durchführst und schreibst, sieh dir die Zusammenfassung Dramenanalyse Englisch an!
In der folgenden Tabelle findest du einige Fragen, die du dir bei der Dramenanalyse für den Hauptteil stellen kannst.
Analyseaspekt | Welche Fragen kannst du dir stellen |
Struktur und AufbauStructure and composition | Welche dramatische Gattung liegt vor: Tragödie oder Komödie?Wie viele Akte hat das Stück?In welchem Akt befindet sich die zu behandelnde Szene?Welche Gesprächsformen liegen vor: Dialoge, Monologe? |
Handlung (Inhalt & Konflikt)Action (content & conflict) | Welche äußeren (sichtbaren) Handlungen kommen vor?Welche inneren (seelischen, geistigen) Handlungen kommen vor?Was löst die Handlungen aus: innere oder äußere Bedingungen/Konflikte?Sind die Figuren passiv oder aktiv? |
FigurenCharacters | Wie ist der Charakter der Figuren?Welche Beziehungen gibt es zwischen den Charakteren? |
Raumgestaltung (Regieanweisungen)Setting (stage direction) | In welcher Zeit wurde das Stück geschrieben?Gibt es historischen Kontext für das Stück?Welche Regieanweisungen gibt es und was sagen sie aus?Welche Requisiten, Kostüme, etc. wurden genutzt? |
Warum ist das Drama so wichtig im Englischunterricht? Das Drama geht zurück auf Traditionen im antiken Griechenland und ist durch das römische Reich in ganz Europa verbreitet. Die Römer*innen brachten das Theater auch nach Großbritannien, wo es in großen Theatern aufgeführt wurde. Nachdem die Römer*innen Großbritannien verlassen hatten, begann sich in England das Straßentheater durchzusetzen, bei dem es vor allem um biblische Ereignisse ging.
Ab 1558, zu Beginn des Elizabethan Age waren außerdem Historien bei der britischen Bevölkerung sehr beliebt. Historien sind unabgeschlossene Handlungen, die über geschichtliche Ereignisse erzählen, wie z. B. den Sieg der englischen Flotte über Spanien im Jahr 1588. Während des Elizabethan Age wurde aber vor allem William Shakespeare groß. Gemeinsam mit Christopher Marlowe legte er den Grundstein für die geschlossenen Dramen mit dem Fokus auf einzelnen Charakteren.
Wenn es um das englische Drama geht, ist also vor allem das britische Drama gemeint. Allerdings werden auch amerikanische Stücke wie "Death of a Salesman" ("Tod eines Handlungsreisenden") von Arthur Miller oder "A Streetcar named Desire" ("Endstation Sehnsucht") von Tennessee Williams zu englischen Dramen gezählt. Dramen aus Neuseeland, Australien, sowie anderen englischsprachigen Ländern zählen ebenfalls zum englischen Drama.
Mehr zu den Dramen von Arthur Miller und Tennessee Williams findest du in den zugehörigen Artikeln!
Heutzutage sind Dramen nicht mehr auf eine spezielle Form beschränkt, sondern zeigen eine Vielfalt von Darstellungen. Versform zum Beispiel ist nur noch selten zu sehen, dafür verschiedene experimentelle Formen. England und die USA zählen mit dem West End in London und dem Broadway in New York zu den besonders bekannten Theaterstätten. In beiden Stadtteilen reihen sich Theater an Theater.
Der wohl bekannteste Dramenautor ist William Shakespeare (1564 –1616, Bild unten), der mit seinen Stücken die englischsprachige sowie weltweite Theaterlandschaft prägte. Er schrieb 30 Dramen und 150 Sonette (= vierzehnzeilige Gedichte) und war Mitgründer des Globe Theater in London. Über sein Privatleben ist wenig bekannt: Er wuchs in Stratford-upon-Avon in England auf und kam aus einer wohlhabenden Familie. Später heiratete er und bekam drei Kinder.
In Stratford-upon-Avon gibt es seit 1933 das "Royal Shakespeare Theatre", in dem viele Stücke von Shakespeare aufgeführt werden. Das Theater ist den Bühnen des Elisabethanischen Zeitalters nachempfunden.
Shakespeares Stücke beinhalten oft eine sprachliche Mischung aus Lyrik und Prosa. Meistens zeigt er durch diese Mischung Standesunterschiede auf. Das heißt Personen, die höherrangig sind (z. B. König*innen oder andere Adelsleute) sprechen meist in Versform (Lyrik), während Personen, die niederen Standes sind (z. B. Bauern und Bäuerinnen) in Form von normalen Texten sprechen. Häufig verwendete Stilmittel Shakespeares sind Metaphern (metaphor) und Gleichnisse (similies).
Wenn du mehr über Metaphern und Vergleiche lernen möchtest, klick dich auch durch unsere Artikel zu den rhetorischen Stilmitteln.
Einige seiner bekanntesten Werke sind:
Das wohl bekannteste Drama Shakespeares ist "Romeo and Juliet" ("Romeo und Julia"). Die Tragödie besteht aus fünf Akten und 24 Szenen und behandelt Themen wie Liebe, Gewalt und Schicksal. Es geht um die Familien Capulet und Montaque, die im steten Streit miteinander sind. Julia Capulet und Romeo Montaque verlieben sich ineinander, doch durch die äußeren Umstände ist ihre Liebe von Anfang an dem Untergang geweiht und beide Charaktere sterben am Ende des Stücks.
Das Shakespeare-Drama mit den meisten Adaptionen ist "Hamlet". "Hamlet" wurde in 75 verschiedenen Filmen neu behandelt, viele davon sind britisch, doch es gibt auch Adaptionen aus Deutschland, Italien, Japan und den USA. Das Stück mit fünf Akten handelt von Hamlet, dem Prinz von Dänemark, der den Tod seines Vaters rächen möchte. Sein Versuch endet ultimativ in einer Katastrophe. Besonders bekannt ist "Hamlet" durch die vielen Monologe Hamlets, unter anderem der Spruch "Sein oder nicht sein" findet hier seinen Ursprung.
Shakespeares letztes Drama ist "The Tradegy of Macbeth" oder kurz "Macbeth". Die Tragödie hat fünf Akte und ist Shakespeares kürzestes Drama, ein Großteil des Textes ist in Versform geschrieben. Behandelte Motive sind Krieg, Verrat und Mord, die den Aufstieg des Heerführers Macbeth zum König von Schottland behandeln. Macbeth ist bereit für Macht alles zu tun und wird dadurch zum skrupellosen, grausamen Mann. Am Ende wird er für seine Gier nach Macht bestraft.
Weitere Dramen, sowie ausführliche Inhaltsangaben und wie du die Stücke analysieren kannst, findest du in den dazugehörigen Zusammenfassungen!
Ein Drama analysiert man, indem man den Text auf Struktur, Aufbau, Inhalt, Figuren, Figurenrede, Regieanweisungen und Konflikt untersucht.
Das Drama kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Handlung/Schauspiel".
Einfach erklärt ist ein Drama ein Text, der für eine Aufführung auf der Bühne geschrieben wurde.
Es gibt zwei Arten von Drama: Tragödien (ernst) und Komödien (unterhaltend).
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