Winterschlaf: Definition, Dauer & Beispiele | StudySmarter
StudySmarter - Die all-in-one Lernapp.
4.8 • +11k Ratings
Mehr als 5 Millionen Downloads
Free

Winterschlaf

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden
X
Du hast bereits eine Erklärung angesehen Melde dich kostenfrei an und greife auf diese und tausende Erklärungen zu
Biologie

Um die Kälte und Nahrungsmittelknappheit des Winters zu überstehen, legen viele Tiere einen Winterschlaf oder eine Winterruhe ein. 

dilek.oezyildirim@studysmarter.de

FAQs unvollständig bzw. nicht gleich mit SEO Sheet, sec. keywords fehlen

10:52 24.11.2021

remove icon



Was versteht man unter Winterschlaf?


Der Winterschlaf ist eine Art Ruhezustand, in den manche gleichwarme Tiere (einige Säugetiere und Vögel) während des Winters fallen. Dabei werden im Herbst alle Stoffwechselaktivitäten stark heruntergefahren, damit so der Winter in diesem Zustand überbrückt werden kann.


Die Körpertemperatur sinkt auf bis zu 1 °C ab, das Herz schlägt nur noch wenige Male pro Minute und bei manchen Tieren beträgt die Pause zwischen zwei Atemzügen bis zu einer Stunde. Während des Schlafs können die Tiere keine Nahrung zu sich nehmen und müssen daher ihre Energie aus einem vorher angefressenen Fettdepot ziehen.


Tiere, die Winterschlaf halten, sind zum Beispiel der Siebenschläfer, die Haselmaus, der Braunbrustigel und das Murmeltier.


Das Aufwachen während des Winterschlafs

 

Winterschläfer sind während des Schlafs nie komplett ungeschützt. Wenn ihre Körper starke äußerliche Störungen wahrnehmen, können sie sich schnell wieder auf die normale Temperatur erwärmen und so auf die Störung reagieren. Dies verbraucht allerdings viel Energie. Werden Winterschläfer deswegen zu oft aus ihrem Winterschlaf aufgeweckt, verbrauchen sie zu viel von ihrem Fettdepot und können verhungern.


Wie bereiten sich Winterschläfer auf den Winterschlaf vor?


Für Winterschläfer ist der Spätsommer und der Herbst wichtig, um die Vorbereitungen für den Winter zu treffen. Dabei sind zwei Dinge essenziell: der Schlafplatz und die Fettreserven. Die Zeit, in denen noch ausreichend Futter zu finden ist, wird genutzt, um so viel Energie wie möglich zu sich zu nehmen. 


Schlafplätze werden an Orten gesucht, die vor der Kälte und dem Wetter schützen, wie zum Beispiel in hohlen Baumstämmen oder Erdhöhlen. Zusätzlich werden diese Orte während dem Herbst mit Heu, Stroh, Wolle oder ähnlichen weichen Materialien ausgestopft.


Manche Winterschläfer überdauern den Winter außerdem nicht allein, sondern teilen ihren Schlafplatz mit mehreren Tieren. Indem sie nebeneinander liegen, können sie sich gegenseitig wärmen und so verhindern, dass die Körpertemperaturen zu niedrig werden.


Wie lange dauert der Winterschlaf?


Je nach Tier kann die Dauer des Winterschlafs um einige Monate schwanken. Während zum Beispiel der Igel drei bis vier Monate überdauert, sind es bei Siebenschläfern bis zu sieben Monate.


Allerdings befinden sich Winterschläfer nicht die gesamte Zeit in einem Dauerschlaf. Sie wachen nach längeren Abschnitten kurz wieder auf, wobei auch die Länge der Schlafphasen von Tier zu Tier variieren kann. Der Igel zum Beispiel wacht alle ein bis drei Tage auf, der Siebenschläfer dagegen alle 20 bis 33 Tage.


Die Auslöser für den Winterschlaf


Der Auslöser für den Winterschlaf ist verschieden begründet. Neben tiefen Temperaturen und dem Mangel an Nahrung haben andere Faktoren stärkere Einflüsse: Dazu gehören zum Beispiel die kürzeren Tage, die als Signalgeber dienen, oder auch die Umstellung des Hormonhaushalts. Dieser entsteht unter anderem durch die geringere Aufnahme von Vitamin D durch die nachlassenden Sonnenstrahlen. Auch die innere Uhr, die sich je nach Jahreszeit anpasst, soll eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Bildung des Fettdepots und die Schlafbereitschaft anregt.


Das große Erwachen im Frühjahr


Warum Winterschläfer im Frühjahr wieder aufwachen, ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich stellen aber die wärmeren Außentemperaturen und das Ansammeln von Stoffwechselendprodukten im Körper die Wecksignale dar. Durch diese werden Hormone ausgeschüttet, wodurch die Körpertemperatur erhöht wird. Dabei wird zunächst die Temperatur des Kopf- und Rumpfbereichs aufgrund seiner lebenswichtigen Organe erhöht und danach die Gliedmaßen wie Arme und Beine.


Welche Auswirkungen hat der Winterschlaf?


Nicht alle Winterschläfer brauchen den Winterschlaf zwingend, um die kalte Jahreszeit zu überleben. Tiere wie Dachse und Hamster können, wenn es darauf ankommt, auch ohne Winterschlaf überdauern. Andere Winterschläfe wie Fledermäuse, Siebenschläfer oder Haselmäuse sterben dagegen, wenn sie am Winterschlaf gehindert werden.


Auch wenn der Winterschlaf für die meisten Winterschläfer überlebenswichtig ist, so haben Forschungen herausgefunden, dass dieser auch negative Auswirkungen auf die Tiere haben kann. Vor allem die Gedächtnisleistungen können nach der Winterschlafpause schlechter sein, als wenn kein Winterschlaf gehalten wurde. Einige Untersuchungen haben sogar ergeben, dass Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn abgebaut wurden.



Winterruhe


Was ist die Winterruhe?


Die Winterruhe ist so ähnlich wie der Winterschlaf, nur nicht so drastisch. Tiere, die Winterruhe halten, sind ebenfalls gleichwarm, fressen sich ebenso ein Fettpolster während des Herbstes an und verbringen einen Großteil des Winters in einem ruhenden Zustand. Sie fahren ihren Stoffwechsel allerdings nur bedingt herunter und behalten ihre normale Körpertemperatur bei. Stattdessen haben sie immer mal wieder längere Wachphasen, in denen sie Nahrung fressen, die sie davor angesammelt und versteckt haben. Den Rest der Zeit ernähren sie sich – wie auch die Winterschläfer – von ihrem Fettdepot.


Der bekannteste "Winterruher" ist das Eichhörnchen. Es versteckt im Herbst an verschiedenen Orten Nüsse und Samen im Boden, um diese während der Wachphasen zu fressen.


Winterruhe bei Pflanzen


Auch einige Pflanzen halten in der kalten Jahreszeit eine Winterruhe. Laubbäume und andere winterharte Pflanzen werfen Blätter ab und lassen frostempfindliche Teile absterben, um so den Winter zu überdauern und im Frühjahr wieder neu zu blühen.



Vergleich von Winterschlaf und Winterruhe


In dieser Tabelle kannst Du die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Überwinterungsformen noch einmal auf einen Blick sehen:



Art des SchlafesStoffwechselKörpertemperaturErnährung Beispieltiere
WinterschlafLange Schlafperioden, wenige und kurze Wachphasenstark heruntergefahrenstark heruntergefahrenernähren sich nur vom FettdepotFledermaus, Igel, Siebenschläfer
WinterruheHäufigere Wachphasenwährend der Schlafphasen verlangsamtnormalernähren sich teils vom Fettdepot, teils von angesammelten VorrätenBär, Eichhörnchen



Winterschlaf - Das Wichtigste


  • Der Winterschlaf ist ein Ruhezustand, in den manche gleichwarme Tiere während der kalten Jahreszeit fallen.
  • Während des Winterschlafs ist der Stoffwechsel und die Temperatur der Winterschläfer stark heruntergefahren und sie ernähren sich von einem vorher angefressenen Fettdepot.
  • Winterschläfer müssen im Herbst dafür sorgen, dass sie einen geeigneten Schlafplatz finden und genug Nahrung zu sich nehmen.
  • Die Länge des Winterschlafs variiert von Tier zu Tier, ebenso die Abstände, in denen die Wachphasen eintreten.
  • Als die wichtigsten Auslöser für den Winterschlaf werden nicht die Außentemperatur oder der Nahrungsmangel, sondern eher die innere Uhr und das Ausbleiben der Sonnenstrahlen erachtet.
  • Obwohl der Winterschlaf für viele Winterschläfer überlebenswichtig ist, haben Forschungen ergeben, dass er auch negative Auswirkungen auf die Nervenzellen haben kann.
  • Die Winterruhe ähnelt dem Winterschlaf sehr. Allerdings haben Winterruher mehr Wachphasen, fahren ihre Temperatur während des Schlafs nicht herunter und ernähren sich sowohl von ihrem Fettdepot als auch von vorher angelegten Vorräten.
  • Auch einige Pflanzen legen eine Winterruhe ein, indem sie frostempfindliche Teile wie Blätter abwerfen oder absterben lassen, um im Frühjahr neu aufzublühen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Winterschlaf

Zu den Tieren, die Winterruhe halten, gehören zum Beispiel das Eichhörnchen, der Braunbär und der Waschbär.

Je nach Tier kann die Dauer des Winterschlafs um einige Monate schwanken. Während zum Beispiel der Igel drei bis vier Monate überdauert, sind es bei Siebenschläfern bis zu sieben Monate.

Die normale Körpertemperatur bei Igeln befindet sich zwischen 33,5 °C und 35,5 °C. Wenn die Umgebungstemperatur unter 17 °C fällt, beginnt so langsam der Winterschlaf. Dabei befinden sich Igel bei Temperaturen zwischen 17 °C und 14,5 °C noch in einem halbwachen Zustand; bei unter 14,5 °C fallen sie schließlich ganz in den Winterschlaf und senken ihre Temperatur stark ab.

Finales Winterschlaf Quiz

Frage

Welche Art von Tieren fällt in den Winterschlaf?

Antwort anzeigen

Antwort

In den Winterschlaf fallen manche gleichwarme Tiere (einige Säugetiere und Vögel).

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Winterschlaf?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Winterschlaf ist ein Ruhezustand, in den manche Tiere während des Winters fallen. Dabei werden im Herbst alle Stoffwechselaktivitäten, allen voran die Körpertemperatur, stark heruntergefahren, damit so der Winter in diesem Zustand überbrückt werden kann.

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe, wie einige Körperfunktionen während des Winterschlafs heruntergefahren werden.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Körpertemperatur sinkt auf bis zu 1 °C ab, das Herz schlägt nur noch wenige Male pro Minute und bei manchen Tieren beträgt die Pause zwischen zwei Atemzügen bis zu einer Stunde.

Frage anzeigen

Frage

Wie ernähren sich Tiere während des Winterschlafs?

Antwort anzeigen

Antwort

Winterschläfer ernähren sich von Fettdepots, die sie sich vor dem Winter anfressen.

Frage anzeigen

Frage

Nenne Beispiele für Tiere, die Winterschlaf halten.

Antwort anzeigen

Antwort

Tiere, die Winterschlaf halten, sind zum Beispiel der Siebenschläfer, die Haselmaus, der Braunbrustigel und das Murmeltier.

Frage anzeigen

Frage

Welche Vorbereitungen müssen Winterschläfer vor dem Winter treffen?

Antwort anzeigen

Antwort

Für Winterschläfer sind der Spätsommer und Herbst wichtig, um die Vorbereitungen für den Winter zu treffen. Dabei sind zwei Dinge essentiell: Der Schlafplatz und die Fettreserven.

Frage anzeigen

Frage

Wie bereiten Winterschläfer ihren Schlafplatz vor?

Antwort anzeigen

Antwort

Schlafplätze werden an Orten gesucht, die vor der Kälte und dem Wetter schützen, wie zum Beispiel in hohlen Baumstämmen oder Erdhöhlen. Zusätzlich werden diese Orte während dem Herbst mit Heu, Stroh, Wolle oder ähnlichem ausgestopft.

Frage anzeigen

Frage

Wie lange dauert der Winterschlaf?

Antwort anzeigen

Antwort

Je nach Tier kann die Dauer des Winterschlafs um einige Monate schwanken. Während zum Beispiel der Igel drei bis vier Monate überdauert, sind es bei Siebenschläfern bis zu sieben Monate.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die wichtigsten Auslöser für den Winterschlaf?

Antwort anzeigen

Antwort

  • weniger Vitamin D durch kürzere Tage und weniger Sonnenstrahlen stellt Hormonhaushalt um
  • innere Uhr
Frage anzeigen

Frage

Was sind die Vermutungen dafür, warum Winterschläfer im Frühjahr wieder aufwachen?

Antwort anzeigen

Antwort

Vermutlich stellen die wärmeren Außentemperaturen und das Ansammeln von Stoffwechselendprodukten im Körper die Wecksignale dar. Durch diese werden Hormone ausgeschüttet, durch welche die Körpertemperatur wieder erhöht wird. Dabei wird zunächst der Kopf- und Rumpfbereich aufgrund seiner lebenswichtigen Organe erhöht, und zuletzt die Gliedmaßen wie Arme und Beine.

Frage anzeigen

Frage

Ist der Winterschlaf überlebenswichtig?

Antwort anzeigen

Antwort

Für viele Winterschläfer schon. Manche können aber, wenn es darauf ankommt, auch ohne Winterschlaf den Winter überstehen.

Frage anzeigen

Frage

Kann der Winterschlaf schädlich sein?

Antwort anzeigen

Antwort

Auch wenn der Winterschlaf für die meisten Winterschläfer überlebenswichtig ist, so haben Forschungen herausgefunden, dass dieser negative Auswirkungen auf die Tiere haben kann. Vor allem die Gedächtnisleistungen können nach der Winterschlafphase schlechter sein, als wenn kein Winterschlaf gehalten wurde. Einige Untersuchungen haben sogar ergeben, dass Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn abgebaut wurden.

Frage anzeigen

Frage

Was passiert bei der Winterruhe?

Antwort anzeigen

Antwort

Winterruher sind gleichwarm, fressen sich ein Fettpolster während des Herbstes an und verbringen einen Großteil des Winters in einem ruhigen Zustand, allerdings fahren sie ihren Stoffwechsel nur bedingt herunter und behalten ihre normale Körpertemperatur bei.

Frage anzeigen

Frage

Wie ernähren sich Winterruher?

Antwort anzeigen

Antwort

Winterruher haben immer mal wieder längere Wachphasen, in welchen sie Nahrung fressen, die sie davor angesammelt und versteckt haben. Den Rest der Zeit ernähren sie sich - wie auch die Winterschläfer - von dem Fettdepot.

Frage anzeigen

Frage

Welche Lebewesen halten neben Tieren Winterruhe?

Antwort anzeigen

Antwort

Auch einige Pflanzen halten in der kalten Jahreszeit eine Winterruhe. Laubbäume und andere winterharten Pflanzen werfen Blätter ab und lassen frostempfindliche Teile absterben, um so den Winter zu überdauern und im Frühjahr wieder neu zu blühen.

Frage anzeigen
60%

der Nutzer schaffen das Winterschlaf Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Über 2 Millionen Menschen lernen besser mit StudySmarter

  • Tausende Karteikarten & Zusammenfassungen
  • Individueller Lernplan mit Smart Reminders
  • Übungsaufgaben mit Tipps, Lösungen & Cheat Sheets

Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer

Hol dir jetzt die Mobile App

Die StudySmarter Mobile App wird von Apple & Google empfohlen.

Winterschlaf
Lerne mit der Web App

Alle Lernunterlagen an einem Ort mit unserer neuen Web App.

JETZT ANMELDEN Winterschlaf