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Verhaltensbiologie

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Biologie

sieglinde.sterbling@studysmarter.de

Alter Einleitungs- und Schlusssatz, alte Formatvorlage für Keytakeaways

14:16 04.01.2022

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Die Verhaltensbiologie ist ein wichtiges Teilgebiet der Biologie und beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit dem Verhalten von Menschen und Tieren. In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über die wichtigsten Bereiche der Verhaltensbiologie. Dazu gehört unter anderem das angeborene- und erlernte Verhalten sowie Sozial- und Aggressionsverhalten. 


Dieser Artikel dient nur dazu, dir einen Überblick zu diesem Teilbereich der Biologie zu geben. Für einen umfassenden Einblick in die Verhaltensbiologie, lies dir am besten die weiterführenden Artikel dazu auf StudySmarter durch.



Was versteht man unter Verhaltensbiologie?


In der Verhaltensbiologie, die auch als Ethologie bezeichnet wird, wird mithilfe von wissenschaftlichen Methoden das Verhalten von Mensch und Tier erforscht und analysiert. Es wird untersucht, welche Faktoren bestimmte Verhaltensweisen auslösen, diese können angeboren sein oder durch Umwelteinflüsse ausgelöst werden. Die Ethologie überschneidet sich außerdem mit anderen wissenschaftlichen Teilbereichen wie der Psychologie, der Soziologie und der Pädagogik.


Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, mit welchen Fragen sich die Verhaltensbiologie grundsätzlich beschäftigt. Drei der wichtigsten Fragen sind:


  1. Wie zeigen sich spezifische Verhaltensweisen?
  2. Welche Ursachen kann ein spezifisches Verhalten haben?
  3. Was für Funktionen hat das entsprechende Verhalten im biologischen Sinne?


Da es die Aufgabe beziehungsweise das Ziel der Verhaltensbiologie ist, diese Fragen möglichst akkurat und wahrheitsgemäß zu beantworten, wurden entsprechende Arbeitsmethoden entwickelt. Zu den Methoden gehören unter anderem:


  • Das Beobachten und Erfassen verschiedener Verhaltensweisen.
  • Das Messen, die Auswertung und die Analyse der erhobenen Daten.
  • Experimente, wie Freihandversuche und Laborexperimente.
  • Schlussfolgerungen ziehen und entsprechende Verhaltensmodelle entwickeln.



Angeborenes Verhalten 


Als angeborene Verhaltensweisen bezeichnet man Verhalten, die schon von Geburt an bei Menschen und Tieren veranlagt sind und die sich daher kaum willentlich steuern lassen. Vielleicht hast du schonmal vom angeborenen Saug- oder Greifreflex bei Säuglingen gehört? Solche automatischen Reflexe sind angeboren und sichern das Überleben vieler Säugetiere. 


Auch Instinkte sind angeborene Verhaltensweisen und werden durch sogenannte Schlüsselreize ausgelöst, die zu reflexartigen Bewegungen führen bzw. dem starken Drang etwas zu tun oder nicht zu tun. Zwischen dem Schlüsselreiz und dem Instinkt steht noch der angeborene Auslösemechanismus (AAM), der dazu dient, die Schlüsselreize nach ihrer Relevanz zu "filtern". Beim erbbedingten Verhalten spricht man von Verhaltensweisen die bereits genetisch im Individuum verankert sind, wie zum Beispiel das Flugverhalten bei Tauben. Mehr zum Thema angeborenes Verhalten findest du auf StudySmarter!



Erlerntes Verhalten


Beim erlernten bzw. erworbenen Verhalten sind Verhaltensweisen bei Mensch und Tier gemeint, die erst nach der Geburt unter anderem durch Lerneinflüsse gelernt werden. Bei der Prägung im Tierreich werden die Tiere innerhalb einer kurzen Zeitspanne irreversibel auf eine bestimmte Reaktion bzw. ein Objekt “geprägt”. In der Natur dient die “Nachfolgeprägung” bei Entenküken dazu, dass sie stets der Mutter folgen. Die klassische Konditionierung nach Iwan Pawlow besagt, dass bestimmte Reize mit spezifischen Reaktionen verknüpft werden können. Bei der operativen Konditionierung wird dagegen mit Hilfe von Belohnung und Bestrafung eine gewünschte Verhaltensweise herbeiführt. Jeder von uns lernt natürlich auch durch die ein oder andere Erfahrung im Leben, hierfür gibt es zahlreiche Beispiele:


Jedes Kind, dass schon mal auf eine heiße Herdplatte gefasst hat und sich dabei die Finger verbrannt hat, wird das vermutlich kein zweites mal tun. Auch im Tierreich gibt es Beispiele für das Lernen aus Erfahrung: so lernen Krähen durch Versuch und Irrtum, wie sie Nüsse aufknacken können.

Falls du dich noch tiefer in Themen wie Prägung oder klassische Konditionierung einlesen willst, dann schau dir einfach die passenden Artikel dazu an!


Sozialverhalten


Als Sozialverhalten bezeichnet man jegliche Interaktion, die bei Menschen und Tieren mit Individuen einer Art stattfindet. Wichtige Aspekte hierbei sind sowohl die Kooperation als auch die Kommunikation. Bei uns Menschen umfasst diese unsere Sprache und Körpersprache, bei Tieren werden oft verschiedene Arten von Signalen kombiniert. Als Kooperation bezeichnet man einen Zusammenschluss von Individuen zum Erreichen eines gemeinsamen Zwecks. 


Eine besondere Form ist altruistisches Verhalten, bei dem ein Individuum sich zum Wohl der Gruppe selbstlos und uneigennützig verhält. Bei der Eusozialität bilden Tiere eine Art Sozialstaat aus, leben auf unbestimmte Zeit zusammen und betreiben Arbeitsteilung. Interessierst du dich noch stärker für das Sozialverhalten? Dann schau dir am besten den weiterführenden Artikel dazu auf StudySmarter an!



Aggressionsverhalten


Unter dem Begriff “Aggression” wird ein fest verankertes Verhalten bei Säugetieren bezeichnet, dass in der Natur der Abwehr von Gefahren dienen soll. Die menschliche Aggression wird meistens durch eine bestimmte Situation und entsprechende negative Reize, wie Frust, Schmerzen oder Angst ausgelöst. Durch das wissenschaftliche Verständnis der Ursachen von Aggressionen, wurden bereits einige Ansätze zur Aggressionskontrolle entwickelt, um unangebrachtes Aggressionsverhalten in den Griff zu bekommen. Mehr zum Thema Aggressionsverhalten findest du in unseren weiterführenden Artikeln dazu!



Sexualverhalten


Die Biologie ist beim Thema Sexualverhalten bzw. Fortpflanzungsverhalten breit aufgestellt. Das Thema umfasst die Partnerfindung, die Paarungssysteme, die Partnerbindung und auch Themen wie den Infantizid. Im Tierreich gibt es zahlreiche Arten der Partnerfindung, einige davon sind sehr ausgeklügelt und beeindruckend. Auch die Paarungssysteme unterscheiden sich je nach Tierart und den spezifischen Umweltfaktoren stark voneinander. Während einige wenige Tierarten eine monogame Partnerbindung eingehen, gibt es zahlreiche Arten, die nur während der Fortpflanzungsperioden an einer temporären Partnerbindung interessiert sind. 


Werden die Jungtiere von den eigenen Eltern oder fremden Artgenossen getötet, spricht man von Infantizid. Es gibt mehrere Theorien aus der Verhaltensbiologie, die dieses Verhalten wissenschaftlich belegen sollen. Schau dich doch auf StudySmarter um, wenn du noch mehr zu dem Thema Sexualverhalten erfahren möchtest!



Verhaltensstörungen


Natürlich gibt es auch Verhaltensweisen, die von “normalem” beziehungsweise “artspezifischem” Verhalten abweichen. Die Ursachen für solche Verhaltensauffälligkeiten oder Verhaltensstörungen können genetisch, organisch oder durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. Bestimmt hast du schonmal von der Aufmerksamkeitsdefizitstörung- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört, bei der es bei Betroffenen zu starker körperlicher Unruhe und Konzentrationsstörungen kommen kann.


Zu den weitaus schwerwiegenderen Verhaltensstörungen gehören die Schizophrenie und das Stockholm Syndrom. Letzteres bezeichnet ein Phänomen, bei dem Opfer einer Geiselnahme Sympathien gegenüber dem Täter entwickeln. Wenn du noch mehr über die einzelnen Verhaltensstörungen erfahren willst, klick einfach auf die blau hinterlegten Begriffe und du gelangst zu den entsprechenden Artikeln!

FERTIG! Jetzt hast du einen Überblick zu allen wichtigen Themen der Verhaltensbiologie erhalten. Wenn du dich noch ausführlicher mit den einzelnen Themen beschäftigen willst, lies dir einfach die passenden Artikel dazu auf StudySmarter durch. Viel Erfolg beim Lernen!



Verhaltensbiologie - Das Wichtigste auf einen Blick


  • In der Verhaltensbiologie, wird mithilfe von wissenschaftlichen Methoden das Verhalten von Mensch und Tier erforscht und analysiert.
  • Als angeborene Verhaltensweisen bezeichnet man Verhalten, die schon von Geburt an bei Menschen und Tieren veranlagt sind und die sich daher kaum willentlich steuern lassen.
  • Beim erlernten bzw. erworbenen Verhalten sind Verhaltensweisen bei Mensch und Tier gemeint, die erst nach der Geburt unter anderem durch Lerneinflüsse gelernt werden.
  • Als Sozialverhalten bezeichnet man jegliche Interaktion, die bei Menschen und Tieren mit Individuen einer Art stattfindet.
  • Unter dem Begriff “Aggression” wird ein fest verankertes Verhalten bei Säugetieren bezeichnet, dass in der Natur der Abwehr von Gefahren dienen soll. 
  • Die Biologie ist beim Thema Sexualverhalten bzw. Fortpflanzungsverhalten breit aufgestellt. Das Thema umfasst die Partnerfindung, die Paarungssysteme, die Partnerbindung und auch Themen wie den Infantizid.
  • Die Ursachen für solche Verhaltensauffälligkeiten oder Verhaltensstörungen können genetisch, organisch oder durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. 

Häufig gestellte Fragen zum Thema Verhaltensbiologie

In der Verhaltensbiologie, die auch als Ethologie bezeichnet wird, wird mithilfe von wissenschaftlichen Methoden das Verhalten von Mensch und Tier erforscht und analysiert.

Verhaltensbiologen beschäftigen sich mit folgenden Fragen:

  • Wie zeigen sich spezifische Verhaltensweisen?
  • Welche Ursachen kann ein spezifisches Verhalten haben?
  • Was für Funktionen hat das entsprechende Verhalten im biologischen Sinne?

  • Das Beobachten und Erfassen verschiedener Verhaltensweisen.
  • Das Messen, die Auswertung und die Analyse der erhobenen Daten.
  • Experimente, wie Freihandversuche und Laborexperimente.
  • Schlussfolgerungen ziehen und entsprechende Verhaltensmodelle entwickeln.

Unter Ethologie oder Verhaltensbiologie versteht man das Erforschen und Analysieren von menschlichem und tierischem Verhalten mithilfe von wissenschaftlichen Methoden.

Finales Verhaltensbiologie Quiz

Frage

Was versteht man unter Verhalten?

Antwort anzeigen

Antwort

Unter Verhalten versteht man alle äußerlich wahrnehmbaren Aktionen und Reaktionen eines tierischen Lebewesens.

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Frage

Was versteht man unter Ethogramm?

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Antwort

Ein Katalog aller beobachtbaren Verhaltensweisen einer Tierart wird als Ethogramm bezeichnet.

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Frage

Warum quakt ein Frosch?

  • in Bezug auf Mechanismen des Verhaltens (proximate Wirkursachen)
  • in Bezug auf Funktion des Verhaltens (ultimate Zweckursache)
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Antwort

Mechanismen des Verhaltens (proximate Wirkursachen)

  • ...weil im Frühjahr die Konzentration bestimmter Hormone im Körper eines männlichen Frosches ansteigt. Darauf reagieren Nervenzellen, die die Schallblasen steuern.
  • ....weil es ihm angeboren ist. Seine Gene steuern die Entwicklung der körperlichen Strukturen, die Voraussetzung für die Lauterzeugung und das Instinktverhalten sind.


Funktion des Verhaltens (ultimate Zweckursache)

  • Ein Frosch quakt, um ein fortpflanzungsbereites Weibchen anzulocken und andere Männchen von sich fernzuhalten. 
  • Ein Frosch quakt, um bei der Fortpflanzung erfolgreicher zu sein. 
  • Ein Frosch quakt, weil es sich im Laufe der Evolution als Selektionsvorteil erwiesen hat.
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Frage

Was versteht man unter Reflex und Reaktion?

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Antwort

Bei einem Reflex erfolgt auf einen bestimmten auslösenden Reiz hin unter gleichen Bedingungen immer dieselbe Reaktion. Die Reaktion ist schnell, unbewusst, unwillkürlich und beliebig oft wiederholbar.

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Frage

Skizziere die schematische Darstellung eines Reflexbogens

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Antwort

Jeder Reflex verläuft nach einem starren Reiz-Reaktions-Schema, dem sog. Reflexbogen, der als Blockschaltbild dargestellt werden kann.


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Frage

Wie unterscheiden sich afferente und efferente motorische Nervenfasern?

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Antwort

Afferente sensorische Nervenfasern führen zum Rückenmark bzw. zum Gehirn hin. 

Efferente motorische Nervenfasern führen vom Rückenmark oder vom Gehirn weg.

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Frage

Was versteht man unter Instinkthandlungen?

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Antwort

Verhaltensweisen, die unter gleichen Bedingungen immer wieder in der gleichen starren Form ablaufen, bezeichnet man als Erbkoordinationen oder Instinkthandlungen.

Frage anzeigen

Frage

Wie lauten die Phasen einer Instinkthandlung?

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Antwort

Die Instinkthandlung ist eine angeborene Verhaltensweise, die sich aus ungerichtetem Appetenzverhalten, Taxis und Endhandlung zusammensetzt.

Frage anzeigen

Frage

Wie werden Instinkthandlungen ausgelöst?

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Antwort

Zur Auslösung einer Instinkthandlung tragen in der Regel zwei Faktoren bei, die von außen kommenden Reize und die innere Bereitschaft (oder Motivation, Handlungsbereitschaft, Antrieb).

Frage anzeigen

Frage

Was besagt das Prinzip der doppelten Quantifizierung?

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Antwort

Nach dem Prinzip der doppelten Quantifizierung beeinflussen zwei Größen die Intensität der Reaktion: Qualität und Quantität des äußeren Reizes und die Stärke der inneren Bereitschaft.

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Frage

Was versteht man unter Schlüsselreizen?

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Antwort

Reize, die die Voraussetzungen erfüllen, ein bestimmtes Instinktverhalten auszulösen, bezeichnet man als Schlüsselreize.

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Frage

Was sind Attrappen?

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Antwort

Attrappen sind mehr oder weniger genaue Nachbildungen der auslösenden Reizsituation, deren Einzelmerkmale variiert werden können.

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Frage

Was besagt die Reizsummenregel?

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Antwort

Reizsummenregel: Gleichzeitig auftretende Schlüsselreize können sich wechselseitig beeinflussen und führen meist zu einer Erhöhung der Reaktionsstärke verglichen mit einem einzelnen auslösenden Reiz.

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Frage

Wie lässt sich überprüfen ob eine Verhaltensweise angeboren ist?

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Antwort

Bei Tieren

  • Beobachtungen von Tieren unter natürlichen Bedingungen
  • Kreuzungsexperimente
  • Isolationsversuche


Bei Menschen

  • Beobachtung an Neugeborenen:
  • Beobachtung von blind und taubblind geborenen Kindern:
  • Homologe Verhaltensweisen in verschiedenen Kulturen:
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Frage

Was ist ein Kasper-Hauser-Versuch?

Antwort anzeigen

Antwort

Im Kaspar-Hauser-Versuch werden Versuchstiere unter spezifischem Erfahrungsentzug in einer veränderten Umwelt ohne Kontakt mit Artgenossen aufgezogen. Wenn trotz möglicher Beeinträchtigungen eine Verhaltensweise bei Erfahrungsentzug auftritt, ist dies ein sicherer Beweis dafür, dass das Verhalten angeboren sein muss.

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Frage

Was sind Lernvorgänge?

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Antwort

Lernvorgänge sind Prozesse, die bei Tier und Mensch zu dauerhaften Verhaltens- änderungen führen.

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Frage

Wie unterschiedet sich obligatorisches und fakultatives Lernen?

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Antwort

Obligatorisches Lernen ist lebensnotwendig; 

fakultatives Lernen ist „nur“ vorteil- haft und nützlich.

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Frage

Was bedeutet Prägung?

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Antwort

Durch Prägung erwerben Tiere in einer frühen und zeitlich begrenzten sensiblen Phase lebenswichtige Kenntnisse.

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Frage

Was bedeutet reizbedingte (klassische) Konditionierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei der reizbedingten (klassischen) Konditionierung wird ein bestimmtes Verhalten auf einen zuvor neutralen Reiz hin ausgeführt. Der neutrale Reiz wird zum bedingten Reiz.

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Frage

Was bedeutet verhaltensbdingte (operante) Konditionierung?

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Antwort

Bei der verhaltensbedingten (operanten) Konditionierung wird ein neues Verhalten erlernt. Ein vorher zufällig ausgeführtes Verhalten wird zum bedingten Verhalten.

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Frage

Wie unterscheiden sich bedingte Appetenz und bedingte Aversion?

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Antwort

  • Zum Erlernen einer bedingten Appetenz und einer bedingten Aktion ist eine positive Erfahrung erforderlich. 
  • Das Erlernen einer bedingten Aversion und einer bedingten Hemmung erfolgt aufgrund schlechter Erfahrung.
Frage anzeigen

Frage

Was versteht man unter Sozialverhalten?

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Antwort

Zum Sozialverhalten werden alle Verhaltensweisen gerechnet, die sich auf Art- genossen beziehen.

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Frage

Wieso gibt es Kooperation in einer sozialen Gruppe?

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Antwort

Kooperation in einer sozialen Gruppe hat oft Vorteile (z. B. Schutz vor Feinden), sie bringt aber auch Nachteile (z. B. Konkurrenz) mit sich.

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Frage

Was besagt das Optimalitätsmodell?

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Antwort

Nach dem Optimalitätsmodell ergibt sich der höchste Gewinn aus der größt- möglichen Differenz zwischen Kosten und Nutzen.

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Frage

Was besagt die Theorie der Individualselektion?

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Antwort

Die Theorie der Individualselektion geht davon aus, dass jedes Individuum versucht, seine Gene möglichst erfolgreich an die nächste Generation weiterzugeben.

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Frage

Wie lässt sich altruistisches Verhalten erklären?

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Antwort

Altruistisches Verhalten, bei dem ein Individuum zugunsten der Gruppe auf Vorteile verzichtet, lässt sich mit einer Erhöhung der Gesamtfitness (Lebenszeit-Fortpflanzungs- erfolg) dieses Individuums erklären.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist das Zusammenleben bei eusozialen Arten?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Zusammenleben bei eusozialen Arten (z. B. Bienenstaat) ist durch viele altruistische Verhaltensweisen gekennzeichnet. Die Individuen sind besonders nah verwandt.

Frage anzeigen

Frage

Wie erfolgt die Kommunikation zwischen Artgenossen?

Antwort anzeigen

Antwort

Zwischen Artgenossen kann die Kommunikation über akustische, optische, taktile oder chemische Signale erfolgen.

Frage anzeigen

Frage

Was versteht man unter Ritualisierung?

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Antwort

Bei der Ritualisierung wird ein Verhaltenselement durch Bedeutungswechsel zu einem neuen, selbstständigen und unverwechselbaren Verständigungsmittel unter Art- genossen.

Frage anzeigen

Frage

Wie können Kosten-Nutzen-Analysen des Aggressionsverhaltens erstellt werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Mit dem „Falken“-„Tauben“-Modell der Spieltheorie werden Kosten-Nutzen- Analysen des Aggressionsverhaltens erstellt.

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Frage

Was wird in den verschiedenen Paarungssystemen angestrebt?

Antwort anzeigen

Antwort

In den verschiedenen Paarungssystemen wird ein maximaler Fortpflanzungserfolg angestrebt.

Frage anzeigen

Frage

Wofür wird das Kindchenschema benötigt?

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Antwort

Das Kindchenschema stellt sicher, dass ein Kleinkind die für ihn lebensnotwendige Zuwendung (Betreuung, Pflege und Schutz) erhält.

Frage anzeigen

Frage

Welche Hypothesen zur Entstehung menschlicher Aggression gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Triebhypothese der Aggression
  • Frustrations-Aggressions-Hypothese
  • Lernhypothese der Aggression
Frage anzeigen

Frage

Was besagt die Triebhypothese der Aggression?

Antwort anzeigen

Antwort

Aggressives Verhalten ist angeboren. Nach dem Instinktmodell von K. LORENZ liegt eine Motivation (Antrieb) vor, die sich ständig selbst (endogen) verstärkt. Bei entsprechendem „Triebstau“ müsste eine aggressive Handlung im Leerlauf ablaufen; darauf gibt es aber keine Hinweise.

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Frage

Was besagt die Frustrations-Aggressions-Hypothese?

Antwort anzeigen

Antwort

John DOLLARD ging davon aus, dass eine Aggression die Reaktion auf eine Frustration, also einen erzwun- genen Verzicht auf eine Triebbefriedigung darstellt.

Frage anzeigen

Frage

Was besagt die Lernhypothese der Aggression?

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Antwort

Nach Albert BANDURA sind Aggressio- nen keine angeborenen, sondern durch Erziehung erworbene Verhaltens- weisen. Die Kinder lernen durch Erfolg und Misserfolg und durch Nachah- mung der Erwachsenen aggressives Verhalten.

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Frage

Nenne und erkläre die drei Hypothesen zur Entstehung menschlicher Aggression.

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Antwort

Aggressions-Trieb-Hypothese: Hiernach ist aggressives Verhalten ein angeborener Trieb, also schon ohne äußere Reize vorhanden. Dieser staut sich von innen her an und drängt nach einer Entladung, welche nicht verhindert werden kann. Ein Vertreter dieser Theorie ist Konrad Lorenz.

Lernhypothese der Aggression: Nach Albert Bandura wirkt Aggression durch Imitation und Verstärkung (Belohnung) gelernt. Somit sind Aggressionen kein angeborenes Verhalten, sondern eine durch Erziehung erworbene Verhaltensweise.

Frustrations-Aggressions-Hypothese: Nach John Dollard tritt Aggression immer als Reaktion auf eine Frustration auf und Frustration führt immer zu einer Aggression.

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Frage

Für was steht die Abkürzung AAM? Beschreibe zudem kurz zwei AAMs beim Menschen.

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Antwort

AAM steht für Angeborene Auslösemechanismen beim Menschen. Hierbei werden durch bestimmte Schlüsselreize bestimmte Verhaltensweisen ausgelöst.

Kindchenschema: Schlüsselreize wie:

  • große und tief liegende Augen
  • vorspringende, runde "Pausbacken"
  • Stupsnase und kleiner Mund

stellen sicher, dass ein Kleinind die für ihn lebensnotwendige Zuwendung erhält.

Frau-Mann-Schema: Schlüsselreize wie:

  • breites Becken bei der Frau, schmale Schultern, runde Körperformen
  • und beim Mann breite Schultern und schmales Becken, sowie Körperbehaarung und kantige Körperformen

macht die Unterscheidung der beiden Geschlechter möglich.



Frage anzeigen

Frage

Nenne Methoden zur Erforschung der Verhaltensbiologie?

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Antwort

Beobachtungen im Labor

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Frage

Welcher der folgenden Beispiele sind angeborene Verhaltensformen?

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Antwort

Reflexe

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Frage

Was ist assoziatives Lernen?

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Antwort

Hierbei wird eine Assoziation zwischen einem neutralen Reiz und einem zweiten Reiz hergestellt.

Frage anzeigen

Frage

Welche der folgenden Beispiele sind erworbene Verhaltensformen?

Antwort anzeigen

Antwort

Reflexe

Frage anzeigen

Frage

In welchen Bereich der Verhaltensbiologie fällt die Eirollbewegung der Graugans?

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Antwort

Instinkthandlungen

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Frage

Was wird durch einen Schlüsselreiz ausgelöst?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein instinktives Verhalten.

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