Funktionen des Waldes: Zusammenfassung & Erklärung
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Funktionen des Waldes

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Biologie

Wälder liefern nicht nur frische Luft und sauberes Wasser, sondern auch Holz. Außerdem bietet der Wald Tieren und Pflanzen den nötigen Lebensraum sowie Nahrung und Schutz. In diesem Artikel lernst du etwas über die unterschiedlichen Funktionen des Waldes. Der Artikel gehört zum Fach Biologie und erweitert den Themenkomplex Ökologie, genauer gesagt das Ökosystem Wald.



Die Funktionen des Waldes


Wälder erfüllen viele unterschiedliche Funktionen. Die Funktionen lassen sich in verschiedene Funktionsgruppen unterteilen.


Zum einen erfüllt der Wald ökologische Funktionen. Unter diese Kategorie fallen der Wasserhaushalt, die Sauerstoffproduktion oder die Bindung von Kohlenstoffdioxid.


Der Wald erfüllt aber auch ökonomische Funktionen. Darunter fallen zum Beispiel die Holzproduktion, die Gewinnung von Heilpflanzen, die Jagd, oder der Tourismus. Andere Funktionen sind noch die Filterwirkung für Staub und Luftschadstoffe, Lärmschutz und Windschutz.


Der Wald als Sauerstoffproduzent


Eine der, für den Menschen, wichtigsten Funktionen des Waldes, ist die Produktion von Sauerstoff.


Bäume produzieren Sauerstoff als einen "Abfallstoff" während der Photosynthese. Obwohl Pflanzen einen Teil dieses Sauerstoffs, während der Nacht selbst wieder verbrauchen, produzieren sie mehr Sauerstoff, als sie selbst benötigen.


Nadelwälder produzieren mehr Sauerstoff als Laubwälder. Während Nadelwälder circa 30 Tonnen Sauerstoff pro Hektar im Jahr produzieren, kommen Laubwälder nur auf 15 Tonnen Sauerstoff pro Hektar im Jahr. 


Eine 150 Jahre alte Buche produziert am Tag genug Sauerstoff, dass ein erwachsender Mensch mehr als 13 Jahre lang davon atmen könnte.


Der Wald und der Wasserhaushalt


Wälder haben in vielen Teilen der Erde eine große Bedeutung für den regionalen Wasserhaushalt, da sie regulierend wirken. Da Wälder Wasserspeicher sind, können sie über 50% des Jahresniederschlags, durch Verdunstung des Niederschlagswassers, wieder an die Atmosphäre abgeben.


Die Verdunstung des Niederschlagwassers erfolgt über die Blattoberflächen, den Boden und die Transpiration über die Spaltöffnung der Blätter.


Der Wald als Lebensraum


Der Wald ist ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Der Wald ist am Land der Lebensraumtyp, der die meisten Arten beherbergt. Der dauerhafte Schutz und Erhalt dieser lebendigen Vielfalt ist ein wichtiges Ziel für die Gesellschaft, schließlich sind auch wir Menschen auf intakte Wald-Ökosysteme angewiesen. 


Die Tiere und Pflanzen die hier leben sind an das Zusammenleben mit Bäumen angepasst. Einige gedeihen nur im Schatten der Bäume, andere brauchen Baumhöhlen als Verstecke, wieder andere benötigen Eicheln, Bucheckern oder Fichtensamen als Nahrung. 


In den tropischen Regenwäldern leben circa 200.000 Pflanzen und viele Millionen Tierarten.


Heutzutage ist der Wald kein unberührter Urwald mehr, sondern ein von Menschen geprägter Wirtschaftswald. Die Lebensgemeinschaften des Waldes sind gegenüber dem ursprünglichen Zustand zwar verändert, aber nicht zerstört. Unsere Wälder sind in großen Teilen naturnah. Das bedeutet, dass der Aufbau des Waldes, die Artenzusammensetzung und die Struktur sich auch ohne das Eingreifen des Menschen in weiten Teilen ähnlich entwickelt hätte.

Die Erholungsfunktion des Waldes


Der Wald gilt als die "grüne Lunge" der Erde. Wesentliche Klimafaktoren, wie zum Beispiel die Temperatur, die Luft und das Wasser werden vom Wald positiv begünstigt. Diese Begünstigung, bzw. Reinigung und Erneuerung der Luft und des Wassers wird als Wohlfahrtsfunktion bezeichnet. Das macht den Wald zu einem perfekten Erholungsgebiet für viele Menschen.


Die Bäume des Waldes filtern bis zu 99% aller Staubteilchen aus. Die gute Luft die im Wald herrscht, ist eine gesunde Abwechslung zu der meist staubigen Luft in den Großstädten, in denen die meisten Menschen heutzutage leben. Denn die durch ätherische Öle angereicherte Luft regeneriert die Lungen.


Auch das Waldklima, der Schutz vor starker Sonneneinstrahlung und die höhere Luftfeuchte tragen zur Erholung bei. Im Sommer ist es im Wald meistens 2 - 3 ° C kälter als in der Stadt, die Luftfeuchte ist höher und er schützt vor intensiver Sonneneinstrahlung. Im Wald weht zudem weniger Wind, da die Windgeschwindigkeit in Wäldern geringer ist und durch die vielen Bäume, die im Wald wachsen, gebremst wird. Ein weiterer Faktor, der zur Erholung beiträgt, ist die Stille im Wald. Denn Wälder wirken schalldämpfend.


Die Nutzfunktion des Waldes


Holz ist ein vielseitiger und CO2-neutraler nachwachsender Rohstoff, der bei einer nachhaltigen Nutzung unbegrenzt zur Verfügung steht . Die Nutzung von Holz hat gerade in den Zeiten des Klimawandels eine besondere Rolle. Holz ist ein Rohstoff für die Holz- und Papierwirtschaft. Außerdem schafft die Waldbewirtschaftung Jobs im ländlichen Raum. Der Holzverkauf ist zudem die wesentliche Einnahmequelle der Forstwirtschaft. Über 90 % des heimischen Holzeinschlags werden im Inland verarbeitet.


Weitere Produkte des Waldes sind Beeren, Pilze, Kräuter und Wildfleisch, die aber wirtschaftlich nicht ins Gewicht fallen.


 Die steirische Forst- und Holzwirtschaft ist ein bedeutender Arbeitgeber für rund 55.000 Menschen.


Die Schutzfunktionen des Waldes


Die Wälder übernehmen Schutzfunktionen, die für den Menschen genauso wichtig sind, wie für Flora und Fauna. Die unterschiedlichen Schutzfunktionen, die die Wälder übernehmen, sind abhängig von ihrem Standort.


  • Bodenschutz: Alle Wälder, die in Steillage wachsen erfüllen diese Funktion. Durch die starke Durchwurzelung verhindert der Wald in Hanglage Bodenrutsch und Steinschlag. Außerdem verhindert der Wald dadurch den Bodenabtrag durch Wasser und Wind.
  • Wasserschutz: Der Waldboden speichert große Mengen von Wasser und füllt nach Sättigung des Bodens den natürlichen Grundwasserspeicher. Seine Filterfunktion sorgt nach Schmelz- und Regenwasser für sauberes Grundwasser 
  • Temperaturausgleich: Wälder gleichen Temperaturschwankungen aus. Außerdem erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit und fördern die Taubildung. Im Sommer sind die Temperaturen im Wald niedriger als im Freiland. Aufgrund dieser Temperaturunterschiede bewirken Wälder in Stadtnähe einen ständigen Luftaustausch. Das führt dazu, dass reine und qualitativ bessere Luft in die Stadt gelangt.
  • Immissionsschutz: Wälder filtern Staub und Gase aus der Luft. Gase können aufgenommen werden, wenn die Blätter feucht sind und sich die Gase im Regenwasser lösen. Diese Phänomen nennt man auch sauren Regen. Die Filterwirkung eines Waldes ist abhängig von der Blattoberfläche.


Pro Hektar filtern die Wälder jährlich bis zu 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Atmosphäre.



Funktionen des Waldes - Das Wichtigste auf einen Blick

Wälder erfüllen viele Funktionen. Einige, wie zum Beispiel die Produktion von Sauerstoff sind dabei lebenswichtig für den Menschen. Aber auch die unterschiedlichen Schutzfunktionen, wie zum Beispiel der Bodenschutz sind wichtige Funktionen die der Wald erfüllt. Zudem ist der Wald ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Funktionen des Waldes

Ein Wald hat viele Funktionen. Er reguliert den Wasserhaushalt, die Sauerstoffproduktion und dient auch dem Lärm- und Windschutz.

Der Wald erfüllt viele unterschiedliche Funktionen. Eine, für den Menschen besonders wichtige Funktion, ist die Produktion von Sauerstoff.

Der Wald gilt als die "grüne Lunge" der Erde. Wesentliche Klimafaktoren, wie zum Beispiel die Temperatur, die Luft und das Wasser werden vom Wald positiv begünstigt. Diese Begünstigung, bzw. Reinigung und Erneuerung der Luft und des Wassers wird als Wohlfahrtsfunktion bezeichnet. Das macht den Wald zu einem perfekten Erholungsgebiet für viele Menschen.

Die Wälder übernehmen Schutzfunktionen, die für den Menschen genauso wichtig sind, wie für Flora und Faune. Die unterschiedlichen Schutzfunktionen, die die Wälder übernehmen, sind abhängig von ihrem Standort. Schutzfunktionen sind unteranderem der Bodenschutz, der Temperaturausgleich und der Immissionsschutz.

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