Ökologie

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Die Ökologie ist ein Teilbereich der Biologie, der sich mit der Wechselwirkung von Lebewesen zu ihrem belebtem und unbelebtem Umfeld beschäftigt. In diesem Artikel erklären wir dir die Geschichte und die Grundlagen der Ökologie.



Ökologie Definition 


Das Wort Ökologie kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern oikos (Haushalt) und logos (Lehre) zusammen. Ökologie bedeutet also ins Deutsche übersetzt, so viel wie Haushaltslehre. Das macht vielleicht im ersten Moment wenig Sinn für dich, aber laut dem Wissenschaftler Ernst Haeckel, der den Begriff erfand, wird mit diesem Wissenschaftsbereich die Haushaltslehre der Natur erklärt. 




Ursprung und Geschichte der Ökologie


Der Begriff wurde 1866 erstmals verwendet. Ernst Haeckel sagte damals in seinem Buch „Generelle Morphologie der Organismen“ , dass man unter Ökologie die Beziehung von einem Organismus zur umgebenden Außenwelt versteht. Kurze Zeit später verdeutlichte er nochmal seine Aussage und unterschied diese Außenwelt nach organischen und anorganischen Komponenten und schloss auch Stoffwechsel und Energiefluss zwischen Pflanzen und Tieren mit ein.


In dieser Zeit fand die Ökologie auch ihren ersten konkreten Nutzen und wurde in der Land- und Forstwirtschaft verwendet, um die Ernte und die Erträge zu verbessern.


Heute findet man unterschiedliche Definitionen für Ökologie in Lehrbüchern. Eine der beliebteren Definitionen von Gene E. Likens (1992) lautet: „Ökologie ist Wissenschaft vom Studium der Prozesse, die die Verteilung und Häufigkeit von Organismen beeinflussen, von den Interaktionen zwischen den Organismen und den Interaktionen zwischen Organismen und dem Fluss von Energie und Materie."


Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden viele weitere wichtige Erkenntnisse in der Ökologie gewonnen. Unter anderem wurde entdeckt, dass Organismen in der Natur in einer Wechselwirkung miteinander bestimmte Funktionen erfüllen. So zersetzen Bakterien zum Beispiel den Waldboden, damit die Pflanzen besser Nährstoffe aufnehmen können. Die Organismen sind also ein kleines Element in einem übergeordneten System, dem Ökosystem. Jedes Ökosystem lässt sich außerdem in mehrere Biotope einteilen.


Um die Ökologie besser zu verstehen und die Beziehungen zwischen den Systemelementen zu erklären, haben sich neue Teilbereiche in der Biologie entwickelt welche die Ökologie mit anderen Wissenschaften verbindet. Hierzu gehören unter anderem die Öko-Biochemie, die ökologische Genetik, die Evolutionsökologie und die Verhaltensökologie.


Quelle: Unsplash




Ökologische Umweltfaktoren


Umweltfaktoren können in der Ökologie entweder abiotischer Natur oder biotischer Natur sein. Den Unterschied zwischen diesen beiden sehr ähnlich klingenden Begriffen erklären wir dir im Folgenden.



Abiotische Umweltfaktoren


Als Abiotische Umweltfaktoren bezeichnet man jene Umweltfaktoren, die "nichtlebend" sind. Das bedeutet, dass an dem Einwirken abiotischer Umweltfaktoren keine Lebewesen beteiligt sind. Als abiotische Umweltfaktoren bezeichnet man beispielsweise




Biotische Umweltfaktoren


Im Gegensatz zu den abiotischen Umweltfaktoren, versteht man unter dem Begriff Biotische Umweltfaktoren die Interaktionen beziehungsweise Wechselwirkungen zwischen Lebewesen. Biotische Umweltfaktoren entstehen also dann, wenn ein Lebewesen auf ein anderes einwirkt und es somit positiv, neutral oder auch negativ beeinflusst. Dies kann man in der Natur ganz häufig bei der Konkurrenz zwischen Tieren um Nahrung oder auch um Nistplätze beobachten.




Untersuchungsebenen der Ökologie


In der Ökologie werden die Zusammenhänge zwischen Elementen in bestimmten Wechselwirkungen anhand von verschiedene Untersuchungsebenen unterteilt: 

Die Autökologie, Demökologie , Synökologie  und  Ökosystemforschung.


Autökologie

Autökologie untersucht die Wechselbeziehungen einer Art mit ihrem abiotischen Umfeld.


Demökologie

Demökologie untersucht Struktur, Wachstum und Reaktionen von Populationen einer Art, in Abhängigkeit von bestimmten Umweltfaktoren.


Synökologie

Synökologie untersucht die Beziehung zwischen Lebensgemeinschaften und ihrer Umgebung, aber auch die Beziehung zwischen zwei Lebensgemeinschaften.


Ökosystemforschung

Ökosystemforschung untersucht die Gesetze eines Ökosystems, das aus verschiedenen Teilelementen besteht:


Quelle: STARK: Grundlagen der Ökologie



Weitere ökologische Unterteilungen


Je nach Lebensraum des betrachteten Elements kann auch hier weiter unterteilt werden. So bezeichnet die terrestrische Ökologie den Bereich des Festlandes, marine Ökologie bezeichnet die Ökologie in den Meeren und limnische Ökologie bezeichnet die Ökologie in Binnengewässern.


Die Ökologie kann auch nach Organismengruppen unterschieden werden. Hierbei wird unterteilt in Tierökologie, Pflanzenökologie und Mikrobenökologie.


Die Ökologie kann noch in eine Vielzahl von weiteren Ebenen unterteilt werden. Entdecke noch mehr Themen zur Ökologie:


Weitere Themen zum ökologischen Lebensraum und seinen Lebewesen


Biodiversität

Saurer Regen

Räuber-Beute-Beziehung

Eutrophierung

Fortpflanzungsstrategien

Ökologische Nische

Ökologische Potenz





Was der Treibhauseffekt mit Umweltschutz zu tun hat


Vom sogenannten Treibhauseffekt ist die Rede, wenn sich die Erdatmosphäre aufgrund der in ihr enthaltenen Treibhausgase erwärmt. Ozon ist einer dieser Treibhausgase und auch der Grund dafür, weshalb wir uns Gedanken über das immer größer werdende Ozonloch machen. Die Ozonschicht ist für uns Lebewesen auf der Erde sehr wichtig, da sie uns unter anderem vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne schützt.

Da wir die Ozonschicht mit unseren alltäglichen Gewohnheiten, wie z.B. Autofahren stetig zunehmend beschädigen, gibt es Organisationen wie Greenpeace, welche sich für den Umweltschutz einsetzen, damit die für uns lebensnotwendige Ozonschicht weitestgehend erhalten bleibt.


Ökologie - das Wichtigste auf einen Blick!


  • Die Ökologie ist ein Unterkapitel der Biologie, welche die Wechselwirkung zwischen einem Organismus und seiner biotischen und abiotischen Umgebung untersucht.

  • Sie wurde Mitte des 19. Jahrhundert durch den Wissenschaftler Ernst Haeckel begründet, der erstmals die Beziehungen zwischen Organismen und ihrer Umgebung untersuchte.

  • Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Ökologie immer relevanter, sodass sich immer mehr Teilbereiche wie Ökobiochemie, Ökologische Genetik und ähnliche entwickelten.

  • Die Ökologie wurde ursprünglich in 3 Teilbereiche unterteilt. Hierzu gehört als erstes die Autökologie, welche die Beziehung des Organismus mit ihrer abiotischen Umgebung untersucht. Der nächste Teilbereich ist die Demökologie, welcher die Abhängigkeit der Population einer Art von ihrer Umwelt untersucht. Und der letzte Teilbereich ist die Synökologie, welche die Beziehung zwischen einer Lebensgemeinschaft einer Art und ihrer Umgebung, aber auch mit anderen Lebensgemeinschaften, untersucht.

  • Weiter Unterteilungsebenen der Ökologie sind die Gliederung nach Lebensräumen, die Gliederung nach Organismengruppen, Humanökologie, Sozialökologie und noch viele weitere.



Insider Tipp


Vorsicht mit dem Begriff  “Ökologie”, denn der Begriff hat im Laufe der Zeit weitere Bedeutungen gewonnen! In letzter Zeit hörst du bestimmt öfters das Wort ökologisch. Egal ob in Zusammenhang mit Strom, Essen, oder Mode, überall wird “Öko” davor gesetzt. Das hat in diesem Zusammenhang aber nicht mit der wissenschaftlichen Ökologie als Teil der Biologie zu tun! Hiermit ist eher Nachhaltigkeit gemeint. Ökologie als Wissenschaft bezeichnet aber, wie oben erklärt, die Wechselwirkung zwischen Organismus und seiner Umgebung.


Finales Ökologie Quiz

Frage

Was ist eine Population?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Population umfasst alle in einem bestimmten Gebiet vorkom-
menden Individuen einer Art, die sich untereinander uneingeschränkt
fortpflanzen können (gemeinsamer Genpool).

Frage anzeigen

Frage

Was ist die Wachstumsrate?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Wachstum einer Population wird durch ihre Wachstumsrate be-
stimmt.

Frage anzeigen

Frage

Wie kann die Wachstumsrate berechnet werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Wachstumsrate ist die Differenz zwischen Geburtenrate
und Sterberate.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Form der Wachstumskurve, wenn ein unbegrenzter Lebensraum vorhanden ist?

Antwort anzeigen

Antwort

J-Form

Frage anzeigen

Frage

Wie nenn man die Wachstumskurve, wenn die Populationsentwicklung durch einen oder mehrere Umweltfaktoren begrenzt wird?

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Antwort

Logistische Wachstumskurve

Frage anzeigen

Frage

Nenn die 5 Phasen der Umweltkapazität?

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Antwort

Anlaufphase (lag-Phase)

Expon. Phase (log-Phase)

Logistische Phase 

Stationäre Phase

Absterbephase

Frage anzeigen

Frage

Anlaufphase 

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Antwort

Einstellung auf Lebensbedingungen

Frage anzeigen

Frage

Exponentielle Phase

Antwort anzeigen

Antwort

optimale Wachstumsbedingungen

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Frage

Logistische Phase

Antwort anzeigen

Antwort

Verringerte Wachstumsrate durch
begrenzenden Faktor

Frage anzeigen

Frage

Stationäre Phase

Antwort anzeigen

Antwort

Annähern und Erreichen der Umweltkapazität (Biotopkapazität) K

Frage anzeigen

Frage

Absterbephase

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Antwort

Tod durch Nahrungsmangel und Anhäufung von Abfallprodukten

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Frage

Kennzeichen eines superexponentiellen Wachstums?

Antwort anzeigen

Antwort

Die ständig verkürzenden Verdoppelungszeiten 

Frage anzeigen

Frage

Gründe für superexponentielles Wachstum?


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Antwort

• die Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbauflächen,
• die Steigerung der Agrarproduktion durch Verbesserung der Tech-
nik, der Düngung und der Schädlingsbekämpfung,
• die Industrialisierung und
• die bessere hygienische und medizinische Versorgung.

Frage anzeigen

Frage

Regionale Unterschiede im Bevölkerungswachstum

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Antwort

Etwa 90 % des jährlichen Bevölkerungswachstums entfallen auf die Entwicklungsländer in Afrika und Asien. Die meisten Industrienationen wei-
sen dagegen Geburtenrückgänge auf.

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Frage

Faktoren, die die Größe einer Population beeinflussen

Antwort anzeigen

Antwort

dichteunabhängige Faktoren (v. a. abiotische Faktoren):
Klima- und Bodenfaktoren


dichteabhängige Faktoren (v. a. biotische Faktoren):
– Nahrung
– Wohnraum
– Konkurrenten
– Fressfeinde
– Parasiten,
Krankheitserreger

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Frage

Zu was führt der Einfluss dichteabhängiger Faktoren auf die Populationsdichte?

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Antwort

negativen Rückkopplung

Frage anzeigen

Frage

Fressfeind-Beute-Beziehung

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Antwort

Die Wachstumsrate einer Fressfeindpopulation ist von der Populati-
onsdichte ihrer Beute abhängig. Umgekehrt führen natürlich auch ver-
änderte Fressfeinddichten zu Schwankungen in der Beutepopulation.

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Frage

Biodiversität 

Antwort anzeigen

Antwort

Biodiversität bezeichnet den Artenreichtum der Tier- und Pflanzen-
welt. Ein Ökosystem gilt als umso stabiler, je größer seine Biodiversi-
tät ist, d. h. je mehr Arten in ihm leben.

Biodiversität bezeichnet den Artenreichtum der Tier- und Pflanzen-
welt. Ein Ökosystem gilt als umso stabiler, je größer seine Biodiversi-
tät ist, d. h. je mehr Arten in ihm leben.

Frage anzeigen

Frage

Vernichtung naturnaher Lebensräume

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Antwort

U. a. durch Anlegen von Monokulturen (Nahrungs-, Holz- und Ener-
giepflanzen) sowie von Siedlungs- und Verkehrsflächen.

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Frage

Eintrag von Schadstoffen in die Umwelt

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Antwort

• Boden: Übermäßige Düngung mit Mineraldünger, Pestizideinsatz
⇒ Rückstandsbildung, Auswaschung in Gewässer, Anreicherung in
den Nahrungsketten.
• Gewässer: Ungeklärte Abwässer, ausgewaschener Mineraldünger
⇒ Eutrophierung: Vermehrung des Phyto- und des Zooplanktons
→ Anhäufung toter Biomasse → Sauerstoffmangel → anaerober
Abbau.
• Luft:
– Schwefeldioxid und Stickoxide (z. B. aus Verbrennung fossiler
Brennstoffe) ⇒ Saurer Regen: Hemmung des Pflanzenwachs-
tums („Waldsterben“).
– Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) ⇒ Abbau der Ozon-
schicht.
– Kohlenstoffdioxid (z. B. aus Verbrennung fossiler Brennstoffe),
Methan, Stickoxide, FCKW ⇒ Treibhauseffekt: Treibhausgase
absorbieren Wärmestrahlung, die normalerweise ins Weltall
zurückgestrahlt wird → globale Erwärmung (Klimawandel).

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Frage

Invasive Arten

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Antwort

Invasive Arten beanspruchen die gleichen ökologischen Nischen
wie einheimische Arten und können diese verdrängen.
– Amerikanische Grauhörnchen verdrängen einheimische Eichhörn-
chen.
– Der Nilbarsch vernichtete im Victoriasee viele einheimische Bunt-
barscharten.
– Der Riesenbärenklau nimmt konkurrierenden Pflanzen das Licht.

• Invasive Arten beanspruchen die gleichen ökologischen Nischen
wie einheimische Arten und können diese verdrängen.
– Amerikanische Grauhörnchen verdrängen einheimische Eichhörn-
chen.
– Der Nilbarsch vernichtete im Victoriasee viele einheimische Bunt-
barscharten.
– Der Riesenbärenklau nimmt konkurrierenden Pflanzen das Licht.

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Frage

Nicht invasiven Arten

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Antwort

Nicht invasiven Arten ist es gelungen, eine weitgehend konkur-
renzfreie ökologische Nische zu besetzen.
– Die Rosskastanie wächst verwildert in Laubwäldern. Stärkere
Ausbreitung wird durch schnelles Austrocknen der Samen (Kasta-
nien) und durch die Kastanien-Miniermotte verhindert.
– Der Bachsaibling lebt in begradigten Flüssen, die für Bachforel-
len als Lebensraum nicht mehr geeignet sind.

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Frage

Freizeitverhalten des Menschen

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Antwort

Der boomende Tourismus führt zu Eingriffen in empfindliche Lebens-
räume (z. B. Gebirgsregionen, Gewässer): erhöhter Wasser- und Ener-
gieverbrauch, größere Mengen an Abfall, Abwasser und Abgasen.

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Frage

Ökonomische Aspekte


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Antwort

• „Schatzkammer“ z. B. für neue Nahrungs- und Nutzpflanzen, Heil-
mittel und medizinische Wirkstoffe
• „Genetische Reserve“ in der Tier- und Pflanzenzucht
• Nutzwert z. B. für die Bestäubung von Nutzpflanzen

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Frage

Ökologische Aspekte

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Antwort

• Voraussetzung für stabile Ökosysteme
• Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen

Frage anzeigen

Frage

Bioindikatoren

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Antwort

Ein Bioindikator ist eine Art, deren Vorkommen an eine ganz be-
stimmte Kombination von Umweltfaktoren gebunden ist. Eine gute
Entwicklung einer solchen Art bzw. ihr Fehlen lässt Rückschlüsse auf
den Zustand eines Ökosystems zu.

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Frage

Zeigerpflanzen

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Antwort

Gehäuftes Auftreten von Brennnesseln zeigt Stickstoffüberschuss im Boden an.

Frage anzeigen

Frage

Leitorganismen der Gewässergüteklassen

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Antwort

In sehr reinem, sauerstoffreichem Wasser kommen Eintagsfliegenlarven, Steinfliegenlarven und Kieselalgen vor.

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Frage

Was ist eine Population?

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Antwort

Eine Population umfasst alle in einem bestimmten Gebiet vorkom- menden Individuen einer Art, die sich untereinander uneingeschränkt fortpflanzen können (gemeinsamer Genpool).

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Frage

Was ist die Wachstumsrate?

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Antwort

Das Wachstum einer Population wird durch ihre Wachstumsrate bestimmt. Die Wachstumsrate ist die Differenz zwischen Geburtenrate und Sterberate.

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Frage

Beschreibe das exponentielle Wachstum

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Antwort

Wirkt keiner der Umweltfaktoren im Lebensraum begrenzend, verläuft die Wachstumskurve einer sich ideal vermehrenden Population exponentiell („J-Form“).

Beispiele: Neubesiedlung eines Lebensraums (frisch angelegte Bakterienkultur, Blattläuse im Frühjahr), menschliche Population

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Frage

Beschreibe das logistische Wachstum

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Antwort

Meistens wird die Populationsentwicklung durch einen oder mehrere Umweltfaktoren begrenzt ⇒ logistische Wachstumskurve.

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Frage

Beschreibe die Populationsentwicklung des Menschen und Gründe für die Entwicklung

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Antwort

Die Weltbevölkerung nahm in den letzten 300 Jahren von ca. 500 Millionen auf über 7 Milliarden zu. Die sich ständig verkürzenden Verdopplungszeiten sind Kennzeichen eines superexponentiellen Wachstums. 

Wesentliche Gründe für diese Entwicklung sind … 

  • die Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbauflächen, 
  • die Steigerung der Agrarproduktion durch Verbesserung der Technik, der Düngung und der Schädlingsbekämpfung, 
  • die Industrialisierung und 
  • die bessere hygienische und medizinische Versorgung.
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Frage

Welche Faktoren beeinflussen die Größe einer Population?

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Antwort

  • dichteunabhängige Faktoren (v. a. abiotische Faktoren): Klima- und Bodenfaktoren
  • dichteabhängige Faktoren (v. a. biotische Faktoren): Nahrung, Wohnraum, Konkurrenten, Fressfeinde , Parasiten, Krankheitserreger
    Der Einfluss dichteabhängiger Faktoren auf die Populationsdichte führt zu einer negativen Rückkopplung. 
    Bei einer hohen Populationsdichte nimmt die verfügbare Nahrung rasch ab -> Weniger Nahrung bewirkt eine geringere Wachstumsrate und damit eine Abnahme der Populationsdichte.
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Frage

Welche drei Regeln gelten in einer idealisierten Fressfeind-Beute-Beziehung?

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Antwort

  • 1. Volterrasche Regel: Die Populationskurven von Fressfeind und Beute schwanken periodisch. Die Maxima der Fressfeindpopulation folgen dabei phasenverzögert denen der Beutepopulation. 
  • 2. Volterrasche Regel: Die Populationskurven schwanken jeweils um einen Mittelwert. 
  • 3. Volterrasche Regel: Vermindert man die Fressfeind- und die Beutepopulation gleich stark, nimmt die Individuenzahl der Beute- tiere schneller wieder zu als die ihrer Fressfeinde.
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Frage

Was versteht man unter Biodiversität?

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Antwort

Biodiversität bezeichnet den Artenreichtum der Tier- und Pflanzen- welt. Ein Ökosystem gilt als umso stabiler, je größer seine Biodiversi- tät ist, d. h. je mehr Arten in ihm leben.

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Frage

Beschreibe die Bedeutung der Biodiversität in Hinblick auf ökonomische Aspekte

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Antwort

  • „Schatzkammer“ z. B. für neue Nahrungs- und Nutzpflanzen, Heil- mittel und medizinische Wirkstoffe 
  • „Genetische Reserve“ in der Tier- und Pflanzenzucht 
  • Nutzwert z. B. für die Bestäubung von Nutzpflanzen
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Frage

Beschreibe die Bedeutung der Biodiversität in Hinblick auf ökologische Aspekte


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Antwort

  • Voraussetzung für stabile Ökosysteme 
  • Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen
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Frage

Was sind Bioindikatoren?

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Antwort

Ein Bioindikator ist eine Art, deren Vorkommen an eine ganz bestimmte Kombination von Umweltfaktoren gebunden ist. Eine gute Entwicklung einer solchen Art bzw. ihr Fehlen lässt Rückschlüsse auf den Zustand eines Ökosystems zu. 

  • Zeigerpflanzen: Gehäuftes Auftreten von Brennnesseln zeigt Stick- stoffüberschuss im Boden an. 
  • Leitorganismen der Gewässergüteklassen: In sehr reinem, sauer- stoffreichem Wasser kommen Eintagsfliegenlarven, Steinfliegenlar- ven und Kieselalgen vor.
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Frage

Beschreibe den Kreislauf des Schwefels

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Antwort

  • Die von den Primärproduzenten genutzte Verbindung des Schwefels ist das Sulfat. Sulfat kann direkt aufgenommen wer- den. Der Schwefel wird in viele organische Verbindungen ein- gebaut, vor allem in Eiweiße. 
  • Wie alle organischen Verbindungen unterliegen auch die Schwe- felverbindungen dem Stoffstrom über die Trophiestufen.
  • Der Abbau schwefelhaltiger organischer Verbindungen erfolgt über Destruenten: 
    • Beim Abbau entsteht zunächst Schwefelwasserstoff (H2S). 
    • Chemoautotrophe und fotoautotrophe Bakterien nutzen H2S als Energie- oder Wasserstoffquelle und setzen es in Schwefel und Sulfat um (Sulfurikation).
    • Sulfat wird von Desulfurikanten zu H2S reduziert (Desulfurikation). 
  • Rein chemische Umsetzungen sind
    • Oxidation von H2S zu Schwefel durch molekularen Sauerstoff. 
    • Bildung von Sulfiden (S2–).
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Frage

Beschreibe den Kreislauf des Phosphates

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Antwort

  • Primärproduzenten nehmen Phosphat auf und bauen es in organische Verbindungen ein.
  • Es findet eine Verteilung der phosphathaltigen organischen Verbindungen in den Trophiestufen statt.
  • Beim Abbau organischer Stoffe durch Destruenten werden Phos- phate frei.
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Frage

Was sind Wälder?

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Antwort

Wälder sind größere Bestände hochwachsender Gehölze mit mehr oder weniger geschlossenem Kronendach.

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Frage

Was sind Seen?

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Antwort

Seen sind größere stehende Gewässer, die inselartig auf dem Festland verteilt sind. Sie haben keine direkte Verbindung zum Meer.

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Frage

Was versteht man unter Plankton?

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Antwort

Plankton ist die Sammelbezeichnung für eine aquatische Lebensgemeinschaft schwebender Organismen mit fehlender oder gering ausgebildeter Eigenbewegung.

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Frage

Was ist ein Nekton?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Nekton bildet die zweite große Lebensgemeinschaft des Freiwassers. Zum Nekton zählen alle größeren Organismen, die deutliche Eigenbewegung vollführen können.

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Frage

Was sind Sedimente?

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Antwort

Sedimente sind durch die Schwerkraft abgelagerte Teilchen, die Bo- denablagerungen bilden. Sie lassen sich nach der chemischen Beschaf- fenheit (mineralische Sedimente, organische Sedimente) oder nach der Teilchengröße klassifizieren.

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Frage

Was sind die wichtigsten mikrobiellen Schwefelumsätze?

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Antwort

  • Sulfat ist für fotoautotrophe Pflanzen zugänglich. 
  • Mikroorganismen bauen bei anaeroben Bedingungen organische Stoffe (Eiweiße) unter Freisetzung von Schwefelwasserstoff ab. 
  • Bei der Sulfurikation kann der Schwefelwasserstoff von chemo-autotrophen Bakterien (Thiobakterien) und fotoautotrophen Chlorobakterien über Schwefel in Sulfat umgewandelt werden. 
  • Sulfate werden von Desulfurikanten zu Schwefelwasserstoff, Sulfiden und organisch gebundenem Schwefel umgebaut (Desul- furikation). Ein beträchtlicher Teil dieser Schwefelverbindungen wird im Sedimentkörper abgelegt.
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Frage

Was sind die wichtigsten Phosphatumsätze?

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Antwort

  • In der lichtdurchlässigen Zone wird das Phosphat von Fotoautotrophen aufgenommen und in organisch gebundenes Phosphat umgewandelt. 
  • Der mikrobielle Abbau fotoautotropher Plankter setzt anorganisch gelöstes Phosphat aus organisch gebundenem Phosphat schon in den oberen Wasserschichten wieder frei (kleiner Phos- phatkreislauf). 
  • Ein Teil des organisch gebundenen Phosphates wird nicht abge- baut und sinkt in das Sediment ab, wo es über lange Zeit relativ stabil deponiert werden kann.
  • Unter aeroben Bedingungen werden die Phosphate vom Sediment adsorbiert und unter Anwesenheit von Fe3+-Ionen zu unlös- lichem Eisen(III)-phosphat (FePO4) ausgefällt. E Reagieren Sulfide im Sediment mit Fe2+-Ionen, können die Phosphate auch unter aeroben Bedingungen freigesetzt werden. 
  • Unter anaeroben Bedingungen lösen sich die Phosphate als Eisen(II)-phosphat und diffundieren in den Wasserkörper.
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Frage

Was bedeutet Eutrophierung?

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Antwort

Eutrophierung ist die Anreicherung von Gewässern mit Nährstoffen.

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Frage

Was ist ein Ökosystem?

Antwort anzeigen

Antwort

Als Ökosystem bezeichnet man das Beziehungsgefüge von Lebewesen untereinander (Biozönose) und mit ihren Lebensraum (Biotop). Es gibt sehr viele verschiedene Typen von Ökosystemen (z.B. See oder Kiefernwald). 

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