Hygrophyten: Besonderheiten, Anpassung & Beispiele
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Hygrophyten

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Biologie

Hygrophyten, auch Feuchtpflanzen genannt, sind Pflanzen, die in besonders feuchten Gebieten wachsen. 


dilek.oezyildirim@studysmarter.de

FAQs stimmen nicht (siehe Sheet)

16:28 27.11.2021

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Hygrophyten Definition


Hygrophyten kommen in besonders feuchten Gebieten, wie zum Beispiel dem tropischen Regenwald, Feuchtwiesen oder Mooren vor. Aber auch manche Arten der Wasserpflanzen (= Hydrophyt) werden zu den Feuchtpflanzen hinzugezählt. Dazu gehören vor allem die Schwimmpflanzen, die sich oberhalb der Wasseroberfläche befinden und die Sumpfpflanzen.


Hygrophyten sind so gut wie nie mit dem Problem der Wasserknappheit konfrontiert und können daher auch vorübergehenden Wassermangel nicht überleben. Feuchtpflanzen sind fast immer auch Schattenpflanzen, da das Wasser im Schatten nicht so leicht verdunstet wie in der Sonne.


Obwohl Hygrophyten besonders in Ökosystemen wie dem tropischen Regenwald verbreitet sind, gibt es auch in eher gemäßigteren Orten wie Deutschland einige Feuchtpflanzenarten. Beispiele für Hygrophyten sind das Springkraut oder das Buschwindröschen.


Hygrophyt Beispiel Springkraut StudySmarter
Abbildung 1: Drüsiges Springkraut; Quelle:wikipedia.org
       

 


Allgemeiner Aufbau von Hygrophyten


Im Folgenden lernst du etwas über den Aufbau von Hygrophyten, die zumeist aus Wurzeln, Sprossachse und Blättern bestehen.


Wurzeln


Bei den Wurzeln von Hygrophyten handelt es sich in den meisten Fällen um Flachwurzler. Das sind Wurzeln, die sich in einem Kreis rund um eine Pflanze ausbreiten und dabei nicht besonders tief in den Boden reichen. Sie ziehen ihre Nährstoffe so nur aus den oberen Schichten des Bodens, da diese auch besonders nährstoffreich sind. Da es insbesondere im Regenwald viel regnet und die Luftfeuchtigkeit stets hoch ist, brauchen Hygrophyten auch keine tiefen Wurzeln, um an Wasser zu kommen.



                                                                                   


Sprossachse


Das Xylem von Hygrophyten ist darauf ausgelegt, Wasser besonders schnell zu den anderen Pflanzenteilen zu transportieren. Dabei handelt es sich um den Holzteil von Pflanzen, welches sich als Leitgewebe um den Transport kümmert und außerdem die Pflanze stützt.


Blätter


Die Blätter von Hygrophyten sind besonders gut an die Umgebung der Hygrophyten angepasst. Zunächst haben Feuchtpflanzen viele und vor allem große, dünne Blätter, um dadurch die Verdunstung von Wasser zu erhöhen. In der dünnen Epidermis der Hygrophyten sitzen besonders viele Stomata, um die Transpiration zu fördern. Zusätzlich besitzen Hygrophyten eine sehr dünne Wachsschicht (= Cuticula), die ebenfalls die Transpiration erleichtert sowie lebende Haare (= Trichome), die der Oberflächenvergrößerung dienen. Da Feuchtpflanzen, wie schon erwähnt, fast immer auch Schattenpflanzen sind, besitzen sie zudem ein flaches, einschichtiges Palisadengewebe. In der folgenden Abbildung siehst du den Blattquerschnitt eines Hygrophyten beschriftet:



Hygrophyten Blattquerschnitt beschriftet StudySmarterHygrophyten-Blattquerschnitt mit Hydathode und erhöhter Spaltöffnung; D = Drüse, E = Epidermis, P = Parenchym, S = Spaltöffnung, Quelle: spektrum.de



Anpassung der Hygrophyten


Hygrophyten müssen sich nur Sorgen um eine mögliche Überhitzung machen, da für ein mögliches Austrocknen stets zu viel Wasser vorhanden ist. Um sich vor der Sonne zu schützen, haben diese Pflanzenarten zahlreiche Anpassungen, um die Transpiration zu fördern. Somit kann stets eine hohe Verdunstung stattfinden.


Stomata sind bei Hygrophyten für den Gasaustausch besonders wichtig. Um diesen zu beschleunigen, sind Stomata meistens aus den Blättern hervorgehoben. Die großen Stomata sind zudem förderlich für die Photosynthese, da durch sie auch Kohlenstoffdioxid in die Pflanze gelangen kann.


Besonderheiten von Hygrophyten


Die Wasserausscheidung kann über Hydathoden stattfinden. Diese sind besondere Einrichtungen für das Abgeben von Wasser und sie können in Form von Haaren, oder als umgewandelte Spaltöffnungen auftreten. Durch sie können Hygrophyten Wasser in Tropfenform abgeben, wenn die Luftfeuchtigkeit bereits zu hoch ist.



                                                                                   




Hygrophyten - Das Wichtigste auf einen Blick


  • Hygrophyten, auch Feuchtpflanzen genannt, sind Pflanzen, die in besonders feuchten Gebieten wachsen.
  • Hygrophyten sind Flachwurzler und haben Blätter, die sich besonders gut an die Umgebung anpassen.
  • Nicht nur durch Stomata ist es Hygrophyten möglich, Wasser abzugeben. Sie besitzen auch spezielle Einrichtungen (Hydathoden), womit sie Wasser auch in Tropfenform abgeben können.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Hygrophyten

Xerophyten leben in besonders trockenen Gebieten, Hygrophyten in besonders feuchten Gebieten. Aufgrund dieser Tatsache verlassen sich Hygrophyten bei der Wasserabgabe nicht nur auf ihre besonders gut ausgeprägten Stomata, sondern auch auf andere Wasserausscheidungsmechanismen (Hydathoden). Xerophyten brauchen besonders viele Stomata, um sich vor der Hitze zu schützen und sich mithilfe der Transpiration abzukühlen.

Feuchtpflanzen sind fast immer auch Schattenpflanzen, da das Wasser im Schatten nicht so leicht verdunstet wie in der Sonne.

Hygrophyten passen sich durch viele verschiedene Faktoren gut an ihre Umgebung an. Dazu gehören die flachen Wurzeln, die großen, dünnen Blätter und die gut ausgeprägten Stomata sowie die Hydathoden.

Hygrophyten haben besonders gut ausgerägte Stomata, die die Transpiration fördern. Zusätzlich besitzen sie Hydathoden, durch welche Wasser auch in Tropfenform abgegeben werden kann. Außerdem wird die Oberfläche mithilfe großer, dünner Blätter und lebender Haare erhöht.

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