Diktat

Die Orthografie, besser bekannt als Rechtschreibung, befasst sich mit der richtigen Schreibweise der Wörter in den verschiedenen Sprachen. Um die Rechtschreibkenntnisse von Schüler*innen zu überprüfen, wird in der Schule oftmals das sogenannte Diktat angewendet.

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Inhaltsangabe

    Wenn Du im Fach Deutsch ein Diktat schreiben musst, gibt es oft einiges zu beachten. Insbesondere die Kommasetzung, die Groß- und Kleinschreibung und Wörter wie "dass" und "das" können dabei schwierig werden. Wie sich ein Diktat besser schreiben lässt, erfährst Du im Folgenden.

    Diktat – Definition

    Nachfolgend findest Du die Definition des Begriff "Diktat" im Fach Deutsch.

    Bei einem Diktat handelt es sich in Verbindung mit dem Deutschunterricht um einen Text, der meistens von einer Person (häufig Lehrer*innen) langsam und laut gesprochen wird, während Schüler*innen versuchen, diesen Text wortwörtlich und fehlerfrei mitzuschreiben.

    Die Idee hinter Diktaten ist, dass durch die wiederholte Übung Deine Rechtschreibkenntnisse überprüft und verbessert werden können.

    Diktat schreiben – Erklärung und Beispiele

    Um ein gutes Diktat schreiben zu können, ist es in erster Linie wichtig, dass Du ruhig bleibst, nicht in Panik verfällst und genau zuhörst. Dein*e Deutschlehrer*in wird darauf achten, dass Du genügend Zeit hast, um das Diktat zu schreiben und zu vervollständigen.

    Der Ablauf eines Diktates kann dabei je nach Art des Diktates unterschiedlich sein. Wenn es sich um das klassische Vorlesen eines Textes handelt, wird anfangs meistens der ganze Text vorgelesen. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird zumindest der ganze Satz zuerst vorgelesen und daraufhin in einzelne Stücke zerteilt.

    Beim Schreiben eines Diktates solltest Du Dich hauptsächlich auf die einzelnen Wörter und ihre Rechtschreibung konzentrieren. Versuche dabei trotzdem den Gesamtkontext im Auge zu behalten. Wenn Du mit Deinem Text fertig bist, solltest Du ihn noch einmal konzentriert durchlesen und darauf achten, ob Deine Sätze einen Sinn ergeben oder ob es Dir so vorkommt, als würde ein Wort fehlen.

    Diktat Deutsch – Arten

    Diktate im Fach Deutsch können auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen durchgeführt und auch geübt werden. Das sogenannte Abschreibe-, Partner*innen- oder auch Schleichdiktat sind nur einige der vielen Varianten, die es gibt.

    Abschreibediktat

    Das Abschreibediktat ist gut für eine eigenständige Übung geeignet. Hierbei ist der Text klassischerweise entweder nur in Groß- oder ausschließlich in Kleinbuchstaben formuliert.

    • Deine Aufgabe besteht nun darin, die richtige Groß- bzw. Kleinschreibung der Wörter herauszufinden.
    • Am besten gliederst Du dafür den Text in seine einzelnen Sätze und arbeitest diese nacheinander ab.
    • Dadurch erkennst Du auch sofort die Satzanfänge, die alle großgeschrieben werden müssen.
    • Alle Fehler, die beim Durchlesen des Textes auffallen, können farbig markiert werden, damit sie Dir beim Abschreiben direkt wieder ins Auge fallen.

    Partnerdiktat

    Um das Schüler*innen-Lehrer*innen-Verhältnis aufzubrechen, kann das klassische Diktat auch durch ein Partnerdiktat ersetzt werden.

    • Hierbei diktiert ihr euch gegenseitig die jeweiligen Sätze.
    • Zuerst diktierst Du Deinem/Deiner Partner*in den ersten Satz seines/ihres Textest.
    • Danach diktiert er/sie Dir Deinen Text.
    • Ihr wechselt euch immer ab, bis ihr mit dem Diktat fertig seid.
    • Anschließend könnt ihr eure Diktate austauschen und gegenseitig korrigieren.

    Schleichdiktat

    Das sogenannte Schleichdiktat ist eine spielerische Variante, wie der Ablauf von einem Diktat aktiver gestalten werden kann.

    • Der Text wird hierfür ein paar Meter vom Sitzplatz entfernt angebracht.
    • Die Schreiber*innen müssen nun immer zum Text gehen und sich vor Ort Abschnitte des Diktates merken.
    • Je nachdem wie viel Du Dir selber zutraust, kann das ein ganzer Abschnitt, eine Zeile oder ein Satz sein.
    • Daraufhin geht es zurück an den Arbeitsplatz: Hier versuchst Du den Text fehlerfrei wiederzugeben.
    • Das Besondere an dieser Art von Diktat ist, dass jede*r Schüler*in in seiner/ihrer eigenen Geschwindigkeit arbeiten kann.

    Diktat Übungen – Grammatik und Rechtschreibung

    Diktate werden geschrieben, um die Grammatik und Rechtschreibung von Schüler*innen zu überprüfen. Umso wichtiger ist es, die Regeln der deutschen Grammatik und Rechtschreibregeln zu lernen und zu verstehen.

    Diktat – Groß- und Kleinschreibung

    Die Groß- und Kleinschreibung ist eines der wichtigsten Kriterien für das Dikat. Es ist nicht immer leicht herauszufinden, ob ein Wort groß oder kleingeschrieben wird. Im Folgen findest Du ein paar Regeln und Ansätze, nach denen Du Dich beim Schreiben Deines Diktates orientieren kannst.

    Satzanfänge

    Das erste Wort am Anfang eines Satzes (der Satzanfang) wird immer großgeschrieben. Das gilt für jede Satzart! Egal, ob Aussage-, Frage-, Ausruf-, Aufforderungssatz oder sogar unvollständige Sätze. Wenn also ein Punkt, ein Fragezeichen oder ein Ausrufezeichen diktiert wird, bedeutet das, dass der Satz zu Ende ist und daraufhin ein neuer Satz beginnt. Das nachfolgende Wort ist also ein Satzanfang und muss großgeschrieben werden.

    Die Lehrerin hat für morgen ein Diktat angekündigt.

    Wann beginnt der Deutschunterricht?

    Jetzt müssen alle einmal genau zuhören!

    Auch wenn nach einem Doppelpunkt ein vollständiger Satz anfängt, schreibst Du das erste Wort nach dem Doppelpunkt groß.

    Melanie ist sich sicher: Morgen wird es ein Überraschungsdiktat geben.

    Paul hat Zweifel: Hat Frau Müller das denn so gesagt?

    Aber aufgepasst! Anders ist es, wenn nach dem Doppelpunkt ein unvollständiger Satz folgt. Dann wird das darauffolgende Wort meistens kleingeschrieben.

    Nomen

    Nomen werden immer großgeschrieben. Ein Nomen kann z.B. ein Lebewesen, ein Gefühl, einen Vorgang oder einen Gegenstand beschreiben. Oft haben Nomen bestimmte oder unbestimmte Artikel. Aber genauso können sie auch Präpositionen oder Pronomen vor sich (stehen) haben. Außerdem können auch Adjektive oder Zählwörter auf Nomen hinweisen.

    Bestimmte Artikel, werden im Deutschen verwendet, wenn von einer konkreten Sache oder Person gesprochen wird: der Füller, das Heft, die Klasse

    Unbestimmte Artikel, werden benutzt, wenn von etwas gesprochen wird, dass nicht wirklich bekannt oder näher bestimmbar ist: ein Stift, eine Brotbox, eine Federtasche

    Pronomen (auch Fürwörter genannt), sollen für ein Nomen stehen, dieses ersetzen oder darauf verweisen: mein Radiergummi, deine Blätter, seine Hausaufgaben

    Präpositionen, sind dafür da, um Wörter miteinander in Beziehung und in einen z.B. räumlichen oder zeitlichen Bezug zu setzen: Sie gehen ins (statt: in das) Schulgebäude.

    Adjektive geben an, wie etwas oder jemand ist: spannender Unterricht, warmes Wetter

    Zählwörter: Er muss zur dritten Stunde. Für den Matheunterricht brauchen sie zwei Würfel.

    Diktat – Nominalisierung und Zeitangaben

    Auch wenn es um Nominalisierungen und Zeitangaben geht, muss die Groß- und Kleinschreibung beachtet werden.

    Nominalisierte Verben

    Die Grundform eines Verbs wird als Infinitiv bezeichnet. Der Infinitiv gibt die Bedeutung des Verbs an. Er besteht meistens aus dem Wortstamm und der Endung -en. Ausnahmen sind z.B. die Infinitive „sein” und „tun”.

    Diese Verben können im Infinitiv jedoch auch zu Nomen werden.

    Wenn das geschieht, steht als Folge dessen immer eine Präposition, ein Adjektiv oder ein Artikel vor den Begriffen. Der Artikel kann sich jedoch ändern, wenn das nominalisierte Verb in einem anderen Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ) vorkommt. Der Kasus gibt an, welche Beziehung das Nomen zu den weiteren Bausteinen eines Satzes hat.

    lesen - das Lesen: Im Deutschunterricht macht ihr das Lesen am meisten Spaß.

    zuhören - das Zuhören: Ihm fiel das Zuhören schon immer schwerer.

    Lisa tanzt in einer Schul-AG. Das Tanzen macht ihr großen Spaß.

    Nominalisierte Adjektive

    Genauso wie Verben können auch Adjektive zu Nomen werden und werden daraufhin großgeschrieben. Das erkennst Du daran, dass auch wieder ein Artikel, eine Präposition oder ein anderes Adjektiv vor dem Wort steht. Außerdem werden Adjektive immer zu Nomen, wenn unbestimmte Mengenangaben (manches, etwas, nichts, viel, genug, wenig, allerlei) vorkommen.

    intelligent: die Intelligente, die Intelligentere, die Intelligenteste

    groß: Frau Müller hat etwas Großes für die Klasse geplant.

    Schau gerne auch in die StudySmarter Erklärung zur „Nominalisierung” rein, wenn Dich interessiert, wie Du selber Nominalisierungen bilden kannst.

    Zeitangaben

    Tageszeiten werden als Substantiv großgeschrieben. Das erkennst Du am vorangestellten Artikel oder an der Präposition. Ebenso müssen Tageszeiten großgeschrieben werden, wenn sie nach „gestern”, „heute” und „morgen” vorkommen.

    Ab Morgen soll es regnen.

    Ich habe in der Schule zu Mittag gegessen.

    Gestern Abend bin ich früh schlafen gegangen.

    Genauso werden Tageszeiten großgeschrieben, wenn sie im Genitiv geschrieben wurden und ein -s angehängt haben. Der Genitiv ist auch als „2. Fall” bekannt. Er wird verwendet, um Zugehörigkeit, Teilhabe oder Herkunft anzugeben. Du erkennst ihn immer am Artikel und kannst ihn mit der Frage „Wessen?” kontrollieren.

    Achte jedoch darauf, dass Du den Genitiv nicht mit den Adverbien auf -s durcheinander bringst! Adverbien nutzt Du, um im Deutschen zu beschreiben, wie etwas ist oder wie etwas gemacht wird. Wenn Zeitangaben als Adverbien verwendet werden, schreibst Du sie immer klein. Im Gegensatz zum Genitiv haben Adverbien keinen Artikel.

    Eines Tages werde ich ein fehlerfreies Diktat schreiben.

    Paul spielt freitagabends immer noch eine Runde Karten mit seiner Familie.

    Adverbien: abends, mittwochs, übermorgen

    Auch die Wochentage werden großgeschrieben. Außer sie enden mit einem kleinen s am Ende.

    Nächsten Freitag beginnen die Ferien.

    Lisa geht jeden Montag tanzen.

    Justus versucht seine Hausaufgaben immer schon donnerstags fertig zu haben.

    Für alle weiteren Rechtschreibregeln der die Groß- und Kleinschreibung ließ Dir doch die Erklärung „Groß- und Kleinschreibung” auf StudySmarter durch!

    Diktat – Dass / das

    In einem Diktat werden häufig auch die Wörter "dass" und "das" miteinander verwechselt. Die Bezeichnungen „das” mit einem "s" und „dass” mit Doppel-s haben unterschiedliche Verwendungszwecke:

    "Das" kann einen Artikel, Demonstrativ- oder Relativpronomen darstellen.

    Demonstrativpronomen werden auch als hinweisende Fürwörter bezeichnet. Sie werden anstelle eines Artikels oder eines Nomens eingesetzt und diesen zur Betonung bzw. Unterstreichung.

    Relativpronomen werden größtenteils verwendet, um in sogenannten Relativsätze einzuleiten. Mit Relativsätzen sind Nebensätze gemeint, die sich auf einen Teil des Hauptsatzes beziehen und diesen spezifizieren.

    Herr Meier korrigiert das (Artikel) Diktat. Das (Demonstrativpronomen) hat diesmal länger gedauert als sonst.

    Das (Demonstrativpronomen) ist das (Artikel) neues Hausaufgabenheft, das (Relativpronomen) Timo gestern geschenkt bekommen hat.

    "Dass" mit Doppel-s ist jedoch immer ein Bindewort, dessen Aufgabe darin besteht, zwei Sätze miteinander zu verbinden. Achte darauf, dass vor einem "dass" immer ein Komma steht!

    Ich freue mich. Morgen findet der Deutschunterricht statt.

    Ich freue mich, dass morgen der Deutschunterricht stattfindet.

    Die Konjunktion „dass” kann nie durch etwas anderes ersetzt werden.

    „Das” mit einem "s" kann ersetzt werden durch:

    • einen Artikel, z.B. „ein”
    • einen Demonstrativpronomen, z.B. „dieses”
    • ein Relativpronomen, z.B. „welches”

    Als Eselsbrücke kannst Du Dir folgendes merken: Wenn Du „welches”, „dieses” oder „jenes” einsetzen könntest, dann wird "das" mit einem "s" geschrieben!

    Dieses (Demonstrativpronomen) ist ein (Artikel) neues Hausaufgabenheft, welches (Relativpronomen) Timo gestern geschenkt bekommen hat.

    Für noch mehr Übungen zu diesem Thema kannst Du Dir die Erklärung „Das oder Dass” von StudySmarter anschauen!

    Diktat – Kommasetzung

    Auch die Kommasetzung ist für die Bewertung eines Diktats ausschlaggebend. Grundsätzlich solltest Du Kommas in einem Diktat nach den deutschen Regeln der Grammatik setzen und nicht nur nach Deinem Gehör. Dennoch kannst Du Dir merken, dass Kommas oftmals dort gesetzt werden müssen, wo die Vorleser*innen des Diktates eine Pause machen.

    Kommas werden...

    • zwischen Teilsätzen,

    • bei Aufzählungen,

    • bei Infinitivgruppen und Partizipialkonstruktionen (Partizipien werden aus einem Verb gebildet und oftmals wie ein Adjektiv verwendet. Nachgestellte Partizipien oder Partizipgruppen können mit Kommas eingeschlossen werden),

    • vor Konjunktionen,

    • nach wörtlicher Rede, Anrede oder Ausrufen,

    • bei Wohnungs-, Zeit- und Literaturangaben gesetzt.

    Kommas bei Aufzählungen

    Aneinandergereihte Wörter bzw. Wortgruppierungen müssen durch Kommas voneinander getrennt werden, sofern sie nicht durch eine Konjunktion (z.B. „und”, „oder” und „sowie”) miteinander verbunden sind.

    Eine Konjunktion ist eine nicht formveränderliche Wortart, die auch als Bindewort oder Fügewort bezeichnet wird. Ihre Aufgabe besteht darin, Sätze, Nebensätze, Satzteile oder Wörter miteinander zu verbinden.

    Beispiele für eine Konjunktion sind Begriffe wie „und”, „oder”, „da”, „aber”, „sowie”, „sowohl – als auch”, „weder – noch” etc.

    Um noch mehr darüber zu erfahren, was eine Konjunktion ausmacht, kannst Du Dir die Erklärung „Konjunktion” durchlesen!

    Es gibt aber auch Ausnahmen, in denen kein Komma zwischen Adjektive gesetzt wird. Das ist der Fall, wenn diese Adjektive nicht gleichrangig sind. Adjektive sind nicht gleichrangig, sobald Du die Adjektive nicht mit einem „und” trennen kannst.

    Die letzten großen Ferien sind schon lange her.

    Im Gegensatz dazu macht der Satz mit einem „und” gar keinen Sinn: „Die letzten und großen Ferien sind schon lange her”. Da das zweite Adjektiv (großen) einen Gesamtbegriff mit dem Substantiv (Ferien) bildet.

    Frau Müller ist eine nette, höfliche Lehrerin.

    Bei diesem Beispielsatz könntest Du ohne Probleme ein „und” einsetzen: „Frau Müller ist eine nette und höfliche Lehrerin”. Der Satz verliert dadurch nicht an Logik, da die Adjektive hier gleichrangig sind.

    Kommas, die Sätze voneinander trennen

    Bei Sätzen wird in sogenannte Haupt- und Nebensätze unterschieden:

    Ein Hauptsatz gilt als selbstständiger Satz. Das bedeutet, dass er grammatikalisch vollständig ist und dadurch alleine oder als übergeordneter Satz in einem Satzgefüge stehen kann.

    Nebensätze hingegen sind unselbstständig und können nicht alleine stehen. Ohne die Verbindung zu einem Hauptsatz würden Nebensätze unlogisch wirken.

    Der häufigste Fall, in dem Kommas verwendet werden, ist, um zwei oder mehrere dieser Sätze voneinander abzugliedern, die nicht durch eine Konjunktion verbunden sind. Dass es sich hierbei um zwei Sätze handelt, die durch ein Komma getrennt werden sollten, erkennst Du daran, dass z.B. zwei gebeugte Verben in einem Satz vorkommen:

    Zwei Hauptsätze: Anna ist gut vorbereitet, sie hat ausreichend gelernt.

    Ein Haupt- und ein Nebensatz: Tom fühlt sich schlecht vorbereitet, weil er letzte Nacht nicht genug geschlafen hat.

    Kommas beim Infinitiv

    Eine Infinitivgruppe bildet sich aus der Verbindung eines Infinitivs mit dem Wort „zu“ und unter Umständen weiteren Wörtern.

    Infinitivgruppen werden durch Kommas voneinander getrennt, wenn:

    1. die Infinitivgruppe mit den Wörtern „(an)statt”, „außer”, „ohne”, „als” oder „um” eingeleitet wird.

    Lisa gibt im Deutschunterricht immer ihre Hausaufgaben ab, um eine gute Note zu bekommen.

    2. die Infinitivgruppe auf ein Substantiv bezogen wird:

    Seine Hoffnung, eine gute Note zu schreiben, hat sich erfüllt.

    3. ein Bezugswort aus dem Hauptsatz in der Infinitivgruppe näher bestimmt bzw. wiederaufgenommen wird.

    Am Wandertag ins Kino zu gehen, das war Lukas Wunsch.

    In allen anderen Fällen, in denen eine Infinitivgruppe vorkommt, kannst Du ein Komma setzen, musst Du aber nicht.

    Wenn Du Dich mit weiteren Regeln der Kommasetzung befassen möchtest, kannst Du Dir die Erklärung „Kommasetzung” auf StudySmarter anschauen!

    Tipps für das Schreiben eines Diktates

    Die folgenden Tipps können Dir dabei helfen, wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Du ein Wort schreiben sollst bzw. wie Du die Schreibweise herausfinden kannst:

    • Teile lange Wörter in ihre einzelnen Silben auf: Haus-auf-ga-ben-heft
    • VerlängereWörter, bei denen Du Dir anhand ihres Klanges unsicher bist, auf welchen Buchstaben sie enden, um ihre Schreibweise zu überprüfen:
      • Steg – Stege → Dadurch weißt Du jetzt, dass das Wort am Ende mit "g" geschrieben wird, obwohl es so klingt, als würde es auf ein "k" enden
    • Adjektive, die Dir schwerfallen, kannst Du steigern oder mit einem Nomen verbinden:
      • laut – lauter – die laute Musik
    • Bei Verben, bei denen Du Dir unsicher bist, solltest Du versuchen, die Grundformzu bilden:
      • denkt – denken
    • Suche generell immer nach verwandten Wörtern:
      • bläulich – blau → Dadurch weißt Du jetzt, dass das Wort mit ä und nicht mit e geschrieben wird
    • Alle Satzanfänge werden großgeschrieben
    • Wörter mit Artikeln werden immer großgeschrieben

    Diktat Text – Fehlerkorrektur

    Nachdem Du Dein Diktat zurückbekommst, solltest Du Dir die Fehler, die Du gemacht hast, genau anschauen und überprüfen, wie die Wörter richtig geschrieben werden. Du kannst Dir auch eine Fehlerliste anlegen. In diese Liste schreibst Du die Wörter, die Du im Diktat falsch geschrieben hast.

    • Markiere am besten die Stellen, an denen die Fehler waren farbig und notiere die richtige Schreibweise.
    • Überlege außerdem, woran es lag, dass Du dieses Wort so geschrieben hast.
    • Dadurch kannst Du Dir diese speziellen Begriffe und ihre richtige Rechtschreibung leichter einprägen.
    • Beim nächsten Diktat wird Dir sicherlich schnell einfallen, dass Du Dich mit diesem Wort doch schon einmal befasst hast.

    Diktat – Das Wichtigste

    • Diktat Definition:
      • Ein Diktat dient dazu, generelle Rechtschreibkenntnisse zu überprüfen.
      • Durch wiederholte Übung und gezielte Fehlererkennung soll die Rechtschreibung verbessert werden.
    • Diktat Deutsch – Arten:
      • Bei einem klassischen Diktat wird der Text meistens von Lehrer*innen langsam und laut vorgelesen, während Schüler*innen versuchen den Text wortwörtlich und fehlerfrei mitzuschreiben.
      • Das Abschreibediktat kann gut zur selbstständigen Übung verwendet werden. Der Text ist meistens in ausschließlich Groß- oder Kleinbuchstaben verfasst und muss auf die Rechtschreibung und Grammatik überprüft und korrigiert werden.
      • Das Partnerdiktat wird zusammen mit einer weiteren Person verfasst. Die Sätze werden sich hierfür nach und nach gegenseitig diktiert und währenddessen notiert.
      • Für das Schleichdiktat wird der Text etwas vom Arbeitsplatz entfernt angebracht. Schüler*innen stehen jetzt immer wieder auf und schleichen zum Diktat. Vor Ort prägen sie sich Textstellen ein und versuchen diese fehlerfrei am Sitzplatz wiederzugeben.
    • Mithilfe eines Diktates kann z.B. die Groß- und Kleinschreibung, aber auch die Grammatik kontrolliert werden.
    • Diktat – Groß- und Kleinschreibung:
      • Satzanfänge werden immer großgeschrieben. Auch wenn nach einem Doppelpunkt ein vollständiger Satz anfängt.
      • Wenn nach einem Doppelpunkt ein unvollständiger Satz folgt, dann wird das darauffolgende Wort meistens kleingeschrieben.
      • Nomen (beschreiben z.B. Lebewesen, Gefühle, Vorgänge, Gegenstände) werden immer großgeschrieben. Verben und Adjektive können auch zu Nomen werden und werden daraufhin auch großgeschrieben.
      • Tageszeiten werden als Substantive, Genitive mit -s und als Wochentage großgeschrieben.
      • Im Gegensatz dazu werden Wochentage, die auf -s enden und Tageszeiten als Adverbien mit -s am Ende kleingeschrieben.
    • Diktat – "dass" & "das":
      • „Das” wird als Artikel, Demonstrativpronomen und Relativpronomen verwendet.
      • „Dass” ist ein Bindewort, vor das immer ein Komma gesetzt werden muss.
    • Diktat – Kommasetzung:
      • Kommas werden zwischen Sätzen, bei Aufzählungen, Partizipialkonstruktionen und Infinitivgruppen, vor Konjunktionen, nach wörtlicher Rede, Anrede oder Ausrufen und bei Wohnungs-, Zeit und Literaturangaben gesetzt.
    • Diktat Übungen:
      • Um die Schreibweise bestimmter Wörter herauszufinden, können lange Wörter in ihre einzelnen Silben aufgeteilt oder auch verlängert werden.
      • Schwierige Adjektive können gesteigert und Verben auf ihre Grundform zurückgeführt werden.
    • Diktat Text korrigieren:
      • Es ist wichtig, sich mit den gemachten Fehlern auseinanderzusetzen, diese zu korrigieren und die richtige Schreibweise zu notieren.

    Nachweise

    1. studysmarter.de: Groß und Kleinschreibung. (09.06.2022)
    2. studysmarter.de: Das oder Dass. (09.06.2022)
    3. studysmarter.de: Kommasetzung (09.06.2022)
    4. AOL Verlag (2015). Allgemeine Diktate und verschiedene Diktatformen. scolix.de. (09.09.2022)
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Diktat

    Was ist ein Schleichdiktat?

    Ein Schleichdiktat ist eine gute Variante, um den Ablauf eines Diktates aktiver zu gestalten. Hierfür wird der Diktattext ein paar Meter vom Arbeitsplatz entfernt platziert. Die Schreibenden müssen daraufhin immer zum Text schleichen und sich vor Ort Abschnitte des Diktates merken, um diese am Platz möglichst fehlerfrei wiederzugeben.

    Wie schreibt man ein gutes Diktat?

    Ein gutes Diktat schreibt man, indem man ruhig bleibt und genau zuhört. Beim Schreiben des Textes sollte sich auf die einzelnen Wörter und ihre Rechtschreibung konzentriert werden. Wichtig ist vor allem die Nachbereitung des Diktates und aus den vorherigen Fehlern zu lernen.

    Was muss ich bei einem Diktat beachten?

    Bei einem Diktat musst Du die Rechtschreibung und Grammatik des Textes beachten. Beim Schreiben des Diktats sollte sich zuerst auf die einzelnen Wörter konzentriert werden und am Schluss kann der Text dann noch einmal auf seine Stimmigkeit Korrektur gelesen werden. 

    Warum sind Diktate wichtig?

    Diktate sind wichtig, um Rechtschreibkenntnisse von Schüler*innen zu überprüfen und daraufhin an den Rechtschreibfehlern arbeiten zu können. Durch die wiederholte Übung von schweren Begriffen soll die Rechtschreibung verbessert werden.

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