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Heroin

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Biologie

Heroin ist eine illegale Droge mit starkem Suchtpotential, welche aus der Schlafmohn Pflanze gewonnen wird. In diesem Artikel erfährst du Genaueres über das Suchtmittel selbst, wie es im Körper des Menschen wirkt und was seine Gefahren sind.


Dieser Artikel gehört zum Fach Biologie und erweitert das Thema Informationsaufnahme und -verarbeitung im Bereich der Neurotoxine. 



Was ist Heroin? 


Bei Heroin handelt es sich um ein sogenanntes Opioid - eine Substanz, die morphinartige Eigenschaften aufweist und an Opioidrezeptoren wirksam ist. Es wird halbsynthetisch hergestellt, das bedeutet, es wird eine natürlichen Verbindung zu einer anderen Verbindung umgewandelt. Dies geschieht entweder durch das Hinzugeben eines künstlich hergestellten Stoffs oder der chemischen Veränderung der Stoffbasis. 


Um die Droge Heroin herzustellen, wird Rohopium (= der getrocknete Milchsaft von Schlafmohn) extrahiert, um Morphin herzustellen. Dieses läuft dann durch ein weiteres chemisches Verfahren (= Acetylierung) und Heroin entsteht in Form eines farblosen, kristallähnlichem Feststoffs. 


Die Droge Heroin kann auf verschiedene Arten konsumiert werden. Am häufigsten wird es intravenös gespritzt, allerdings kann es auch über die Nase oder den Mund aufgenommen, oder durch Inhalieren konsumiert werden. Dadurch, dass Heroin fettlöslich ist, passiert es schnell die Blut-Hirn-Schranke und wird innerhalb weniger Minuten im Körper in verschiedene Stoffe umgewandelt. dAm wichtigsten ist hierbei das Alkaloid Morphin, so nennt man chemische Verbindungen, die Stickstoff enthalten und als ein Endprodukt von dem pflanzlichen Stoffwechsel entstehen. Es ruft die entscheidenden Effekte der Droge hervor.


                                                                                

                                                                               



Wirkung von Heroin? 


Wie der Name bereits vermuten lässt, bindet das Opioid an den Opioidrezeptoren des zentralen Nervensystems. Normalerweise werden diese von dem Botenstoff Endorphin aktiviert; umgangssprachlich auch als Glückshormone bekannt handelt es sich bei diesem um ein vom Körper selbst hergestelltes Opioid. Dockt statt Endorphin also Morphin an die Opioidrezeptoren an, so werden in kürzester Zeit innerhalb der Zelle eine Menge Reaktionen ausgelöst, die schlussendlich für die Hemmung des Neurons sorgen.


Im zentralen Nervensystem sind diese Art von Rezeptoren vor allem für die Kontrolle des Schmerzempfindens verantwortlich. Daher kam dir vielleicht der Begriff Morphium schon bekannt vor, denn die Substanz gilt aus diesem Grund als eines der wirksamsten Schmerzmittel. Somit ist eine zentrale Wirkung von Heroin auch die starke Milderung von Schmerzen.


Opioidrezeptoren kommen allerdings auch in hoher Dichte im Limbischen System vor. Das ist ein Bereich im Gehirn, der für die Gefühlslage verantwortlich ist und vermutlich auch anfällig für die Abhängigkeitsentwicklung ist. Wer Heroin konsumiert hat, fühlt sich extrem euphorisch. Dieser Effekt wird noch weiter verstärkt, indem Morphin Nervenzellen daran hindert, den dämpfend wirkenden Neurotransmitter GABA auszuschütten und es dadurch zu einer verstärkten Dopaminproduktion kommt. 


Wenn also Heroin konsumiert wird, so treten entspannende und extrem glückliche Gefühle auf. Das Bewusstsein und Schmerzen werden gedämpft, unangenehme Gefühle wie Ängste und Probleme werden kaum mehr wahrgenommen. Wird es intravenös aufgenommen, spüren Konsumenten außerdem nach der Injektion einen "Kick", da es aufgrund der schnellen Aufnahme zu einer regelrechten Überflutung an den Wirkrezeptoren kommt.



Wie schädlich ist Heroin für den Körper? 


Suchtpotential 


Eine Heroinabhängigkeit bildet sich ganz unabhängig von der Konsumart sehr schnell aus. Nicht umsonst gilt Heroin als eine der Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotential. 


Die körperliche Abhängigkeit entsteht durch eine Toleranzbildung, die nach mehrmaligem Konsumieren von Heroin auftritt. Die bisherige Dosis reicht dann nicht mehr aus, um das gleiche Gefühl und den gleichen "Kick" zu erreichen. Stattdessen braucht der Konsument eine immer höhere Dosis. Dabei ist es nicht unüblich, dass die Menge im Vergleich zum ersten Konsum um das vierzigfache gesteigert wird.


Hinzu kommen noch körperliche Entzugserscheinungen, wenn die Droge zu lange ausbleibt oder die Dosis reduziert wird. 


Zu ihnen gehören unter anderem: 


  • Muskelschmerzen
  • Magenkrämpfe
  • Ruhe- und Schlaflosigkeit
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Hitze-Kälte-Schauer
  • Schwindel
  • Durchfall und Erbrechen
  • tränende Augen und laufende Nase
  • Unruhegefühle, bis hin zu Selbstmordgedanken


Diese Nebenerscheinungen sowie das extreme Verlangen nach dem Gefühl, das durch den Konsum von Heroin empfunden wird, sind die Gründe, warum eine Heroinabhängigkeit rasend schnell das ganze Leben des Konsumenten einnehmen kann.


Weitere gesundheitliche Risiken


Reines Heroin selbst wirkt sich nicht unbedingt toxisch auf die Organe des Menschen aus. Eine Überdosierung kann allerdings schnell zum Atemstillstand führen - das liegt an der Hemmung von Neuronen, die auch die Atemmuskulatur betreffen. Diese Überdosierung geschieht oft auch "versehentlich", da der Reinheitsgehalt der Droge auf dem "Straßenmarkt" immer wieder schwankt. Es kann also passieren, dass ein Konsument ein reineres Produkt in die Finger bekommt und es dann aufgrund der stärkeren Konzentration zu einer Überdosis kommt.


Die bekannten körperlichen Verfallsmerkmale wie Leberschädigung, Lungenerkrankungen, Magen-Darm-Störungen, Karies oder Zahnausfall sind eher auf den zerstörerischen Lebensstil von stark Abhängigen zurückzuführen. Da irgendwann das gesamte Denken von dem Verlangen für den nächsten "Shot" geprägt ist, vernachlässigen Konsumenten alles andere - sei es soziales Umfeld, Arbeit oder die Pflege des eigenen Körpers. 


Abgesehen davon, kann es durch das Spritzen generell zu körperlichen Schäden kommen. Entzündungen an Einstichstellen oder Schädigungen der Venen sind ein Aspekt davon. Auch das "needle sharing", also das Teilen von Spritzen, oder allgemein das Verwenden von nicht sterilem Spritzbesteck, kann gravierende Infektionen wie Hepatitis-C oder sogar HIV verursachen.


Heroin - Das Wichtigste auf einen Blick

Heroin - Das Wichtigste auf einem Blick


  • Heroin ist ein illegales Opioid mit starkem Suchtpotential.
  • Es wird halbsynthetisch hergestellt: Die Basis bildet der getrocknete Milchsaft von Schlafmohn.
  • Die meisten Effekte der Droge entstehen durch das Alkaloid Morphin.
  • Heroin wirkt, indem Morphin an die Opioidrezeptoren im Körper bindet. Diese befinden sich nicht nur im zentralen Nervensystem, sondern auch im Gehirn.
  • Dadurch, dass Heroin die Hemmung von Zellen verursacht, wirkt es schmerzmildernd. Bei einer Überdosierung können allerdings die Zellen der Atemmuskulatur gelähmt werden.
  • Heroin lässt den Konsumenten extrem euphorisch, sorgenfrei und entspannt fühlen.
  • Die körperliche Abhängigkeit von Heroin entsteht durch die Kombination von der Entstehung einer Toleranzbildung sowie starken körperlichen Entzugserscheinungen, wenn die Dosis nicht von Mal zu Mal gesteigert wird.
  • Reines Heroin ist nicht toxisch für die Organe des Menschen.
  • Körperliche Erkrankungen sind entweder auf den zerstörerischen Lebensstil von Abhängigen oder auf das Spritzen allgemein zurückzuführen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Heroin

Wenn Heroin konsumiert wird, bindet sich das Alkaloid Morphin, da ein Bestandteil von Heroin ist, an Opioidrezeptoren. Es sorgt dafür, dass innerhalb der Zelle binnen kürzester Zeit Reaktionen ausgelöst werden, die zur Folge haben, dass die Zelle gehemmt wird. Außerdem hindert Morphin Nervenzellen daran, den dämpfend wirkenden Neurotransmitter GABA auszuschütten, wodurch es zu einer verstärkten Dopaminproduktion kommt.

Heroin ist ein Opioid, welches halbsynthetisch hergestellt wird. Grundlage bildet der getrocknete Milchsaft des Schlafmohns, aus welchem schließlich Morphin entsteht. Heroin wird als Droge verwendet; der Konsum und Verkauf ist illegal.

Wie bei jeder Droge gibt es kleine Unterschiede von Person zu Person. Generell baut Heroin aber schnell eine Toleranz im Körper auf, welche für die unangenehmen Nebenwirkungen nach Abfall der Wirkung und dem daraus resultierendem starken Craving nach mehr sorgt. Oftmals reichen dabei nur wenige Dosen.

Der körperliche Heroinentzug kann bis zu zwölf Tage lang andauern, wobei die Entzugserscheinungen erst nach ein paar Tagen ihren Höhepunkt erreichen. Er verlangt den Konsumenten sowohl körperlich als auch psychisch einiges ab und kann nicht unbedingt ungefährlich sein.

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