Parkinson - Alles zum Thema | Lernen mit der StudySmarter App
StudySmarter - Die all-in-one Lernapp.
4.8 • +11k Ratings
Mehr als 5 Millionen Downloads
Free

Parkinson

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden
X
Du hast bereits eine Erklärung angesehen Melde dich kostenfrei an und greife auf diese und tausende Erklärungen zu
Biologie

In diesem Artikel geht es um Parkinson als eine wichtige Erkrankung des Nervensystems. Wir erklären dir, was die Krankheit ausmacht, wie sie zustande kommt, wie der Verlauf aussieht und inwieweit man Parkinson behandeln kann.

Dieser Artikel gehört zum Fach Biologie und erweitert das Thema Neurobiologie.



Was versteht man unter Parkinson?


Das Parkinson-Syndrom beschreibt verschiedene Krankheitsbilder, die sich alle durch einen Dopaminmangel und eine charakteristische Bewegungsstörung auszeichnen. 

Es handelt sich außerdem um eine neurodegenerative Erkrankung, das heißt, dass fortschreitend Neurone aus bestimmten Gehirnarealen absterben. 


Das mit 75% mit Abstand häufigste Parkinson-Syndrom ist das idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS), auch Morbus Parkinson genannt. Wenn man von Parkinson spricht, ist diese Form meistens gemeint, weshalb sich der Artikel v. a. darauf fokussiert.


Von der älteren Bevölkerung sind ca. 1-2% von Morbus Parkinson betroffen, wobei der Anteil an männlichen und weiblichen Patient*innen ungefähr gleich ist. Die Krankheit zeigt sich meist nach dem 50. Lebensjahr.


Warum "Parkinson"?

Schon 1817 fiel dem englischen Arzt James Parkinson bei seinen Patient*innen eine "shaking palsy" (=Schüttellähmung) auf. Einige Jahrzehnte später wurde daraufhin die Krankheit nach ihrem Entdecker benannt.


Tipp: 

Fällt dir noch eine andere neurodegenerative Erkrankung ein? Als Gedankenstütze kannst du dir gerne unseren Artikel zu Alzheimer durchlesen! 



Neurobiologische Veränderungen


Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zum Absterben von Neuronen im Mittelhirn, genauer in der "Substantia nigra" (lat. = Schwarze Substanz). Diese Neurone produzieren üblicherweise den Neurotransmitter Dopamin


Für die Neurodegeneration spielen toxische Proteinablagerungen innerhalb der Neurone eine Rolle: Diese sind mikroskopisch als sogenannte Lewy-Körperchen sichtbar. Makroskopisch erkennt man das Absterben am Entfärben des Gehirnareals der Substantia nigra, das seinen Namen wegen der sonst typischen schwarzen Farbe erhält.


Abbildung 1: Makro- (A und B) und Mikroskopische Veränderungen (C, D und E). ; Quelle via Researchgate


Man sieht bei B eine deutliche Entfärbung im Vergleich zu A aufgrund des Absterbens der schwarzen Neurone der Substantia nigra. Auch mikroskopisch zeigt sich im Vergleich zu einer gesunden Person (E) die Entfärbung, da man bei D fast keine dunklen Zellen findet. Was man allerdings findet ist die umrahmte Struktur, die sich bei näherer Betrachtung (E) als Lewy-Körperchen herausstellt.


Und was hat das mit Bewegungsstörungen zu tun? Lasst uns dafür erst einmal das gesunde Gehirn bei der Planung einer Bewegung genauer betrachten 

und dann das Gehirn von Parkinson-Erkrankten.


Gesundes Gehirn


Wenn du auf die Maus klickst, um einen Artikel von StudySmarter zu öffnen, dann wird das in deinem Gehirn genauestens geplant. Der genaue Plan des Bewegungsablaufs muss, bevor er ausgeführt werden kann, allerdings noch zugelassen werden. 


Das geschieht u. a. durch eine Gruppe von bestimmten Arealen im Gehirn, die man als Basalganglien bezeichnet. Normalerweise wirken die wie eine Bremse, damit nicht unkontrolliert Bewegungen durchgeführt werden. 


Wenn aber die Substantia nigra das konkrete Signal "Drück auf die Maus! Ich möchte den Artikel lesen." erhält, dann wird dort der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt. Dopamin wirkt auf ein Neuron im sogenannten Striatum - das ist ein nachgeschaltetes Gehirnareal im Basalganglien-System. 


Neurone im Striatum hemmen normalerweise über den Transmitter Acetylcholin die Bewegungsausführung. Doch durch das Dopamin werden die hemmenden Neurone des Striatum selbst gehemmt. 


So wird der bremsende Anteil der Basalganglien ausgeschaltet und die Bewegung wird zur Ausführung zugelassen.


Merkhilfe

Die Bremse wird ausgeschaltet, sodass der Motor laufen kann.


Parkinson


Durch die Degeneration der Neurone in der Substantia nigra, kommt es zu einem Dopaminmangel. Andererseits gibt es durch die Abnahme an Dopamin in der Substantia nigra im Verhältnis dazu einen Überschuss an ausgeschüttetem Acetylcholin im Striatum.

Auch weitere Neurotransmitter, wie Serotonin und Noradrenalin können in ihrer Konzentration verändert sein. Der aus dem Gleichgewicht gebrachte Transmitterhaushalt hat vielfältige neurologische Auswirkungen, die v. a. die Motorik betreffen (Bewegungsstörungen), aber auch weitere Systeme beeinträchtigen.

Merkhilfe

Die Bremse ist kaputt und kann nicht komplett ausgeschaltet werden, sodass der Motor auch nicht richtig laufen kann.



Abbildung 2: Veränderungen bei Parkinson; Quelle via Medipresse (modifiziert)


Tipp:

Basalganglien, Mittelhirn, Dopamin, Acetylcholin... Puh, das hört sich nach viel an? Gar kein Problem, wir sind für dich da! Lies dir einfach unsere Artikel zum Gehirn und zu den verschiedenen Neurotransmittern durch - easy! 



Wie entsteht Parkinson?


Anders als bei den selteneren Formen des Parkinson-Syndroms (s. u.) ist die Ursache für die Neurodegeneration beim idiopathischen Parkinsonsyndrom noch unklar. 


Das steckt sogar im Namen: Als idiopathisch werden Krankheiten oder Beschwerden ohne bekannte äußere oder genetische Ursache beschrieben. Es konnten aber einige Faktoren identifiziert werden, die das Auftreten der Krankheit wahrscheinlicher machen:


Risikofaktoren


  • Altern: Das ist der wichtigste Risikofaktor. Mit dem Altern nimmt die Wahrscheinlichkeit an Parkinson zu erkranken zu. 
  • Genetik: Auch bestimmte Genvarianten steigern das Risiko an Parkinson zu erkranken.
  • Schadstoffe: Bestimmte schädliche Stoffe, wie Pestizide, Lösungsmittel und Schwermetalle steigern das Risiko für Parkinson. 
  • Schädel-Hirn-Verletzungen: Darüber hinaus haben auch Menschen mit häufigen schweren Kopfverletzungen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.


Mohammad Ali:

Apropos häufige Kopfverletzungen: Mohammad Ali (Spitzname: "The Greatest") wird oft als bester Schwergewichtsboxer und herausragendster Sportler des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Als Boxer musste er sich vielen Hieben aussetzen - da blieb der Kopf nicht verschont. Später in seinem Leben erkrankte er an Parkinson. 

Natürlich kann man das Boxen nicht als alleinigen Grund für seine Erkrankung ausmachen, es wird aber als Teil der Entstehung diskutiert.



Verlauf und Beschwerden


Die Parkinson-Erkrankung verläuft schleichend und bleibt häufig über Jahrzehnte unentdeckt, denn erst wenn 60-70% der Neurone abgestorben sind, kommt es zu den charakteristischen Symptomen. 


Erste Anzeichen


Den motorischen Beschwerden gehen oft jahrelang unklare Symptome voraus. Dazu gehören:


  • Schlafstörungen: Parkinson-Erkrankte leiden etwa doppelt so häufig an Schlafstörungen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörungen, die sich durch das Ausleben der geträumten Bewegungen auszeichnen. Das heißt, dass man, wenn man im Traum Fahrrad fährt, auch im Bett die Beine entsprechend bewegt.
  • Verstopfung: Auch hier sind Parkinson-Patient*innen doppelt so häufig betroffen.
  • Riechstörung: Der Geruchssinn ist oft vermindert.
  • Reduziertes Mitschwingen der Arme: Ein weiteres Frühwarnzeichen ist, dass die Arme beim Laufen vermindert mitgeschwungen werden.


Stufen und Beschwerden


Die klassischen 4 Leitbeschwerden der Parkinson-Krankheit sind Bewegungsarmut (Hypokinese) bis hin zur Bewegungsunfähigkeit (Akinese), Verlangsamung der Bewegungen (Bradykinese), Zittern (Tremor) und Muskelsteifigkeit (Rigor). Zeitlich verläuft Parkinson typischerweise in folgenden Stadien:


Stadien

Symptome

Stadium 1einseitig:
  • Abnahme der Feinmotorik
  • Reduktion der Mimik
  • Gebeugte Körperhaltung
  • Tremor
Stadium 2zusätzlich:
  • Ausweiten der Symptome auf die zweite Körperhälfte 
  • kleinschrittiger, unsicherer Gang
  • Hypokinese
  • Probleme beim Sprechen
  • Antriebslosigkeit
Stadium 3zusätzlich:
  • Bradykinese
  • Rigor
  • Instabilität der Haltung und des Gangs mit Fallneigung
Stadium 4
  • volle Ausprägung und Zunahme aller Symptome
    • eingeschränkte Selbstständigkeit
Stadium 5

zusätzlich:

  • Akinese
  • Pflegebedürftigkeit 
  • Bettlägerigkeit 
  • Fortbewegung nur mit Gehhilfen bzw. Rollstuhl möglich



Abbildung 3: Typisches Beschwerdebild bei Parkinson; Quelle via Netdoktor


Todesursache


Wie schnell die Krankheit verläuft ist sehr individuell und zwischen den einzelnen Stadien können Jahre vergehen. Auch wenn Parkinson die Betroffenen sehr beeinträchtigen kann, ist die Krankheit selbst nicht lebensbedrohlich. 


Durch die modernen Behandlungsmöglichkeiten haben Parkinson-Patient*innen heutzutage eine ähnliche Lebenserwartung wie die restliche Bevölkerung und versterben erst im hohen Alter an unterschiedlichsten Ursachen. Wenn aktuell z. B. eine 63-jährige Person an Parkinson erkrankt, kann sie schätzungsweise noch mit knapp 20 weiteren Lebensjahren rechnen.



Sonderformen des Parkinson-Syndroms


Einteilung nach Manifestationsalter


Early onset Parkinson


Zeigt sich die Krankheit vor dem 40. Lebensjahr, so spricht man von einer "früh beginnenden" Parkinson-Erkrankung (englisch: Early Onset Parkinson Disease).


Juvenile Parkinson


Eine juvenile Parkinson manifestiert sich vor dem 21. Lebensjahr.


Einteilung nach Ursache


Neben dem Morbus Parkinson gibt es andere, seltenere Formen des Parkinson-Syndroms:


Genetische Formen 


Durch bestimmte Gendefekte kann es zum Absterben der dopaminergen Neurone kommen.


Atypische Parkinson-Syndrome


Bei atypischen Parkinson-Syndromen hat die betroffene Person eigentlich eine andere neurodegenerative Erkrankung. Wenn die Neurodegeneration aber auch vor den Dopamin-produzierenden Neuronen keinen Halt macht und diese untergehen, kommt des zu den typischen Symptomen des Parkinson-Syndroms.  


Sekundäre Parkinson-Syndrome


Im Unterschied zu den atypischen Parkinson-Syndromen werden sekundäre Parkinson-Syndrome nicht durch neurodegenerative Erkrankungen ausgelöst, sondern durch andere Krankheiten und Ursachen. Dazu gehören u. a. Vergiftungen, Medikamente und Hirntumore.



Diagnostik und Therapie von Parkinson


Lasst uns nun noch betrachten, wie Parkinson im klinischen Alltag erkannt und behandelt wird:


Diagnosefindung "Parkinson"


Zunächst einmal werden in einer Anamnese die passenden Symptome erfragt. 


In einer neurologischen Untersuchung werden dann die körperlichen Beschwerden genauer geprüft: So wird die betroffene Person gebeten einige Schritte zu laufen, um sich ein Bild vom Gang und der Haltung zu machen. Zum Überprüfen der Muskelstarre, bewegt man die Gelenke durch. Auch die Reflexe, ein mögliches Zittern und andere Symptome werden getestet.


Ein weiteres Diagnostikinstrument ist der sogenannte L-Dopa-Test: Hierbei wird der betroffenen Person einmalig das Medikament L-Dopa (s. u.) verabreicht. Wenn sich die Symptome danach deutlich bessern, dann geht man von einer Parkinson-Erkrankung aus.


Eine Bildgebung (CT oder MRT) wird nur zum Ausschluss einer Sonderform des Parkinson-Syndroms angewandt (z. B. um nicht einen Tumor zu übersehen, der die Ursache der Parkinson sein kann).


Therapiemöglichkeiten


Parkinson ist bis heute unheilbar. Man kann lediglich die Symptome eindämmen. Das kann man zunächst medikamentös erreichen: Es gibt Medikamente, die im Körper wie Dopamin wirken oder Dopaminvorstufen enthalten (z. B. L-Dopa), die im Körper dann zu Dopamin umgewandelt werden. 

So kann man dem Dopaminmangel entgegenwirken. 


Sollte die medikamentöse Behandlung nicht ausreichen, kann man operativ eine "Tiefe Hirnstimulation" durchführen, indem man einen Hirnschrittmacher ins Gehirn einsetzt. Der kann mithilfe von Elektroden Stromimpulse abgeben, die die Impulse der geschädigten Neurone ersetzt. 



Das wichtigste zu Parkinson auf einen Blick!


  • Allgemein

    • neurodegenerative Erkrankung = fortschreitendes Absterben von Neuronen  

    • betroffen sind v. a. dopaminerge Neuronen in der Substantia nigra (Mittelhirn)

    • Morbus Parkinson/ IPS als Hauptvertreter


  • Leitsymptome

    • Hypo- bis Akinese

    • Bradykinese

    • Tremor

    • Rigor


  • Ursache

    • unbekannt


  • Neurobiologische Änderungen

    • mikroskopisch: Lewy-Körperchen

    • makroskopisch: Entfärbung der Substantia nigra


  • Risikofaktoren 

    • hohes Alter

    • Genetik

    • Schadstoffe

    • häufige schwere Kopfverletzungen


  • Verlauf

    • Schleichend 

    • 5 Stadien  

    • unveränderte Lebenserwartung

  • Diagnostik

    • Anamnese

    • neurologische Untersuchung

    • L-Dopa-Test

    • Bildgebung


  • Therapie 

    • Unheilbar!

    • medikamentöse Reduktion der Symptome

    • Tiefe Hirnstimulation

 

FERTIG!


Jetzt kennst du die Bedeutung und die Merkmale von Parkinson. Parkinson bildet zusammen mit Alzheimer und Multipler Sklerose wichtige Erkrankungen des Nervensystems. Artikel zu diesem und vielen weiteren Themen, Übungsaufgaben und hilfreiche Literatur findest du auf StudySmarter.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Parkinson

Schlafstörungen, Verstopfung, Riechstörungen und reduziertes Mitschwingen der Arme können der Erkrankung Jahre voraus gehen.

Weil diese Frühwarnzeichen aber so unspezifisch sind, wird Parkinson erst viel später erkannt.

Parkinson selbst ist nicht tödlich. Die meisten Patienten sterben im hohen Alter an anderen Krankheiten.

Parkinson-Patienten haben eine ähnliche Lebenserwartung wie die restliche Bevölkerung.

Parkinson kündigt sich oft Jahre vor den Bewegungsstörungen durch Schlafstörungen, Verstopfung, Riechstörungen und reduziertes Mitschwingen an. Weil diese Frühwarnzeichen aber so unspezifisch sind, wird Parkinson erst viel später erkannt.

Finales Parkinson Quiz

Frage

Welche Veränderungen in der Bewegungsplanung im Gehirn gehen mit Parkinson einher?

Antwort anzeigen

Antwort

Normales Gehirn:

  1. Genauer Bewegungsablauf wird erstellt
  2. Basalganglien erlauben die Bewegung
    1. Substantia nigra schüttet Dopamin aus 
    2. Dopamin wirkt hemmend auf das Striatum
    3. Striatum wird in seiner bremsenden Funktion gestoppt
  3. Ausführung der Bewegung kann erfolgen


Parkinson-Gehirn: 

Bei Parkinson sterben die Dopamin-produzierenden Neurone der Substantia nigra ab und es folgt ein Dopaminmangel:

  1. Genauer Bewegungsablauf wird erstellt
  2. Die Basalganglien sind in ihrer bremsenden Funktion gefangen
    • Die bremsende Wirkung des Striatums kann nicht ausgeschaltet werden (denn es fehlt genügend Dopamin)
  3. Bewegungen sind verringert und verlangsamt
Frage anzeigen

Frage

Parkinson verläuft als Erkrankung generell...

Antwort anzeigen

Antwort

schleichend. Erst wenn die Mehrheit der Neurone abgestorben ist, kommt es zu den typischen Symptomen und die Krankheit wird erkannt.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die Risikofaktoren für Parkinson?

Antwort anzeigen

Antwort

  • steigendes Alter
  • bestimmte Genvarianten
  • Schadstoffe
    • z. B. Pestizide, Lösungsmittel
  • häufige schwere Kopfverletzungen
    • denke an Boxer wie Mohammad Ali
Frage anzeigen

Frage

Was sind erste Anzeichen von Parkinson?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Schlafstörungen
    • ganz wichtig: REM-Schlaf-Verhaltensstörungen (= im Schlaf Bewegungen aus den Träumen mitmachen) 
  • Verstopfung
  • Riechstörung
  • Reduziertes Mitschwingen der Arme beim Laufen
Frage anzeigen

Frage

Was beobachtet man mikroskopisch im Gehirn von Parkinson-Patienten?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Neurodegeneration in der Substantia nigra erkennt mikroskopisch an toxischen Proteinablagerungen innerhalb der Neurone. Diese typischen Proteineinschlüsse nennt man "Lewy-Körperchen".

Frage anzeigen

Frage

Was beobachtet man makroskopisch im Gehirn von Parkinson-Parienten?

Antwort anzeigen

Antwort

Normalerweise erkennt man die Substantia nigra des Gehirn an der schwarzen Färbung. 

Durch die Neurodegeneration bei Parkinson kommt es bei Erkrankten zu einer Entfärbung dieses Gehirnareals.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die Leitsymptome von Parkinson?

Antwort anzeigen

Antwort

Die 4 Leitsymptome sind:

  • Hypokinese (Bewegungsarmut) bis hin zur Akinese (Bewegungsunfähigkeit)
  • Bradykinese (Verlangsamung der Bewegungen)
  • Tremor (Zittern)
  • Rigor (Muskelsteifigkeit)
Frage anzeigen

Frage

Man unterteilt Parkinson in __ Stadien. Wie kann man sie beschreiben?

Antwort anzeigen

Antwort

Man unterteilt Parkinson in 5 Stadien. Dabei verschärfen sich die Symptome pro Stadium:

  1. einseitige leichte Bewegungseinschränkung:
    • Tremor
    • Abnahme der Feinmotorik & Mimik
    • Gebeugte Haltung
  2. Ausweiten auf zweite Körperhälfte & zusätzlich:
    • Hypokinese
    • Gangunsicherheit
    • Antriebslosigkeit
    • Sprachprobleme
  3. moderate Bewegungseinschränkung:
    • Bradykinese
    • Rigor
    • Instabiler Gang & Haltung mit Fallneigung
  4. starke Bewegungseinschränkung:
  5. Vollständig auf Unterstützung angewiesen:
    • Akinese
    • Bettlägerigkeit 
Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Lebenserwartung bei Parkinson?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Lebenserwartung bei Parkinson ist aufgrund der modernen Behandlungsmöglichkeiten ähnlich wie bei dem Rest der Bevölkerung.


Beispiel:

Wenn heute eine 63-jährige Person an Parkinson erkrankt, kann sie trotzdem damit rechnen noch ca. 20 Jahre zu leben.

Frage anzeigen

Frage

Parkinson tritt meist ab dem __. Lebensjahr auf und betrifft Männer und Frauen ca. im Verhältnis _:_.

Antwort anzeigen

Antwort

Parkinson tritt meist ab dem 50. Lebensjahr auf und betrifft Männer und Frauen ca. im Verhältnis 1:1.

Frage anzeigen

Frage

Was sind Sonderformen von Parkinson mit besonderem Eintrittsalter der Erkrankung?

Antwort anzeigen

Antwort

Sonderformen nach Manifestationsalter:

  1. Early onset Parkinson
    • Die Krankheit beginnt vor dem 40. Lebensjahr
  2. Juvenile Parkinson
    • Die Krankheit beginnt vor dem 21. Lebensjahr.
Frage anzeigen

Frage

Was sind Sonderformen von Parkinson mit besonderem Entstehungsmechanismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Die gängige Form des Parkinson-Syndroms wird als idiopatisches Parkinson-Syndrom (IPS) bzw. Morbus Parkinson bezeichnet.


Sonderformen nach Entstehung:

  1. Genetische Formen
    • durch Gendefekte ausgelöst
  2. Atypische Parkinson-Syndrome
    • durch andere neurodegenerative Krankheiten ausgelöst
  3. Sekundäre Parkinson-Syndrome
    • durch Tumore oder chemische Stoffe ausgelöst
Frage anzeigen

Frage

Es besteht der Verdacht, dass Frau Maier Parkinson hat. Wie geht man vor, um das zu diagnostizieren?

Antwort anzeigen

Antwort

  1. Anamnese
    • Zunächst sollte man mit Frau Maier reden und einen generellen Eindruck gewinnen. 
  2. Neurologische Untersuchung:
    • Schon im Gespräch kann man beobachten, ob eine instabile Haltung oder Zittern auffällt
    • Frau Maier wird gebeten, ein paar Schritte zu laufen. Ist der Gang unsicher und kleinschrittig?
    • Die Gelenke werden durchbewegt: Geht das leicht oder spürt man eine Muskelsteifigkeit?
    • Reflextestung
  3. L-Dopa-Test
    • Die Dopamin-Vorstufe L-Dopa wird verabreicht. Verbessern sich die Symptome von Frau Maier? 
  4. Bildgebung
    • Es können CT- oder MRT-Bilder gemacht werden, um eine Sonderform des Parkinson-Syndroms auszuschließen.
Frage anzeigen

Frage

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Parkinson?

Antwort anzeigen

Antwort

Parkinson ist unheilbar. Die Symptome lassen sich aber folgendermaßen mildern:

  • Medikamente
    • u. a. Dopamin-ähnliche Stoffe oder Dopamin-Vorstufen (z. B. L-Dopa) gegen den Dopaminmangel
  • Tiefe Hirnstimulation
    • wenn die Wirkung der Medikamente nicht ausreicht
    • operatives Einsetzen eines Hirnschrittmachers, der die Impulse der abgestorbenen Neurone ersetzt
Frage anzeigen
60%

der Nutzer schaffen das Parkinson Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Über 2 Millionen Menschen lernen besser mit StudySmarter

  • Tausende Karteikarten & Zusammenfassungen
  • Individueller Lernplan mit Smart Reminders
  • Übungsaufgaben mit Tipps, Lösungen & Cheat Sheets

Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer

Hol dir jetzt die Mobile App

Die StudySmarter Mobile App wird von Apple & Google empfohlen.

Parkinson
Lerne mit der Web App

Alle Lernunterlagen an einem Ort mit unserer neuen Web App.

JETZT ANMELDEN Parkinson