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Atmosphärische Zirkulation

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Atmosphärische Zirkulation

Um die Erde herum gibt es eine Lufthülle, die die Erde ummantelt und als Atmosphäre bezeichnet wird. In dieser Lufthülle passieren alle möglichen physikalischen und chemischen Prozesse. Ein wichtiger Begriff hierbei ist die atmosphärische Zirkulation. Sie beschreibt die Strömungssysteme der Luft.

Atmosphärische Zirkulation – Definition

Die atmosphärischen Zirkulation, auch planetarische Zirkulation genannt, beschreibt alle Windzirkulationssysteme und infolgedessen alle vertikalen und horizontalen Luftbewegungen auf der Erde. Hierzu zählen auch alle globalen Windsysteme.

Die atmosphärische Zirkulation ist ein Sammelbegriff für alle atmosphärische Zirkulationssysteme, die die Erde umfassen. Durch ihre Wechselwirkungen bestimmen sie die globalen Windsysteme und Wetterdynamiken.

Insbesondere handelt es sich um eine Modellvorstellung auf einer globalen Skala, und geht nicht näher auf lokale Wetterbedingungen ein.

Du möchtest mehr über das Wetter und die Atmosphäre erfahren? Auch dazu haben wir Erklärungen für dich!

Atmosphärische Zirkulation – Erklärung

Um die atmosphärische Zirkulation zu verstehen, muss man zunächst die physikalischen Prozesse verstehen, die dem zugrunde liegen: die Entstehung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Diese verursachen nämlich die Winde, die die planetarische Zirkulation mitbegründen.

Die Entstehung der Hoch- und Tiefdruckgebiete

Der Wind entsteht durch Hoch- und Tiefdruckgebiete, die wiederum durch die Einstrahlung der Sonne zustande kommen.

Luft ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen. Gase wiederum sind nichts anderes als ganz viele Teilchen, die so klein sind, dass wir sie nicht sehen können. Diese Teilchen nennt man auch Moleküle.

Wenn Luft erwärmt wird, dehnt sie sich aus und wird dadurch dünner und leichter. Das liegt daran, dass sich die Teilchen durch die Erwärmung stärker bewegen, und so der Abstand zwischen ihnen größer wird. Da folglich weniger Luftteilchen im gleichen Raum sind, ist warme Luft leichter. Sie steigt also nach oben.

Der Prozess der warmen Luft, die aufsteigt, kannst du dir wie bei dem Prinzip einer Heizung vorstellen.

Wenn warme Luft also aufsteigt und leichter wird, dann sinkt der Luftdruck am Boden. Es entsteht ein Tiefdruck in Bodennähe. Kalte Luft hingegen ist schwerer, da mehr Teilchen auf einem Raum sind, und der Luftdruck am Boden steigt. So entsteht also Hochdruck in Bodennähe.

Die Luft erwärmt sich an verschiedenen Orten der Welt unterschiedlich. So entstehen auch unterschiedlichen Hoch- und Tiefdruckgebiete.

Mehr über Hoch- und Tiefdruckgebiete erfährst du in einer separaten Erklärung dazu.

Die Entstehung von Winden

Die Druckunterschiede zwischen Hochdruck- und Tiefdruckgebiete gleicht der Wind wieder aus. Er strömt immer vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet.

Da, wo warme Luft aufsteigt, strömt als Ausgleich kalte Luft hin. Je größer der Temperaturunterschied ist, umso schneller weht der Wind.

Atmosphärische Zirkulation – Einfach erklärt

Der Wind entsteht also durch Hoch- und Tiefdruckgebiete. Am Äquator entsteht ein Tiefdruckgebiet, da hier die Sonneneinstrahlung am höchsten ist. Dieses Tiefdruckgebiet, das rund um den Äquator entsteht, nennt man auch die äquatoriale Tiefdruckrinne oder die Innertropische Konvergenzzone (ITCZ).

Die Innertropische Konvergenzzone (engl.: Innertropical Convergence Zone) ist die Zone der Erde, wo die Sonneneinstrahlung am höchsten ist. Sie bildet eine Tiefdruckzone rund um den Äquator.

Der Bereich der ITCZ ist durch die äquatoriale Tiefdruckrinne gekennzeichnet, in der der Nordost- und der Südostpassat zusammenströmen beziehungsweise konvergieren.

Wichtig hierbei ist, dass die äquatoriale Tiefdruckrinne wandert:

Die Erdachse ist um 23.5° zur Sonne geneigt. Wegen der Neigung ist die höchste Sonneneinstrahlung über den Jahresverlauf immer an unterschiedlichen Stellen. Die äquatoriale Tiefdruckrinne wandert also über das Jahr zwischen 23.5°N und 23.5°S. Diese Breitengrade werden auch deshalb Wendekreise der Sonne genannt.

Die Sonneneinstrahlung an den Polen ist am niedrigsten, und es entsteht ein Tiefdruckgebiet. Am Äquator ist die Luft also warm, und an den Polen kalt. Es entsteht ein thermisches Ungleichgewicht und Luftdruckunterschiede. Diese Wärmeüberschüsse und -defizite werden durch Ausgleichsströmungen ausgeglichen. Und der Wind strömt immer vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet.

Da die Erde sich aber dreht, werden diese Winde abgelenkt. Die Ablenkung der Winde nennt man auch Corioliskraft.

Durch die Corioliskraft wird die Luft auf der Nordhalbkugel nach rechts, und auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt.

Die Corioliskraft bewirkt schlussendlich, dass drei Zirkulationssysteme bzw. Zellen entstehen.

Wenn die Luft am Äquator aufsteigt, entsteht am Boden ein Tiefdruckgebiet, und in der Höhe ein Hochdruckgebiet.

Auf der Nordhalbkugel sähe es zum Beispiel so aus, dass die Luft Richtung Nordpol strömen würde. Auf dem Weg dahin wird sie wegen der Corioliskraft nach rechts abgelenkt, und die Luft erreicht nicht den Nordpol, sondern sinkt.

Durch die unterschiedlichen Hoch- und Tiefdruckgebiete auf dem Planeten entstehen Windsysteme, um das thermische Ungleichgewicht auszugleichen. Wegen der Erdumdrehung bzw. der Corioliskraft werden diese Winde abgelenkt, entsteht dann das komplexe globale Windsystem, das wir die atmosphärische Zirkulation nennen.

Genauer gesagt entstehen diese drei Zirkulationssysteme bzw. Zellen: die Hadley-Zelle, die Ferrel-Zelle und die Polar-Zelle.

Diese Zirkulationssysteme werden als Zellen bezeichnet, da Zellen einen in sich abgeschlossenen Kreislauf darstellen, in diesen Fällen sind es abgeschlossene Luftströmungszirkulationen.

Atmosphärische Zirkulation – Globales Windsystem

Die globalen Winde werden in drei Zellen unterteilt, die jeweils ein eigenes Zirkulationssystem bilden.

  • Die Hadley-Zelle befindet sich jeweils zwischen 0° und 30° Nord bzw. Süd.
  • Die Ferrel-Zelle befindet sich jeweils zwischen 30° und 60° Nord bzw. Süd.
  • Die Polar-Zelle befindet sich jeweils zwischen 60° und Nord- bzw. Südpol.

Auf jeder Halbkugel gibt es also dieselben Zellen, da bei der Einordnung immer vom Äquator ausgegangen wird.

Hadley-Zelle

In Äquatornähe (bei 0°) erwärmt sich die Luft also und steigt auf. Dort, wo die warme Luft aufgestiegen ist, ist jetzt am Boden ein Tiefdruck entstanden. In der Höhe herrscht wiederum hoher Druck.

In der Höhe strömt die Luft jedoch irgendwann nicht mehr weiter nach oben, sondern nach Norden bzw. Süden. Durch das Strömen nach Norden/Süden kühlt die Luft weiter ab. Da kalte Luft schwer ist, verliert sie an Höhe, und die Luftschicht sinkt. In Bodennähe entsteht ein Hochdruckgebiet. Das passiert bei ca. 30°, und wird wegen des hohen Luftdrucks auch der subtropische Hochdruckgürtel genannt.

Die Luft am Hochdruckgebiet (30°) strömt in Richtung des Tiefdruckgebiets (0°), da sich die Druckunterschiede ausgleichen. So wird die Zelle also geschlossen und der Kreislauf beginnt von neu.

Aus Norden und Süden treffen zudem die Luftströmungen am Äquator wieder zusammen. So wird die Luft zum Aufstieg gezwungen. Die Luftströmungen am Boden nennt man auch Passatwinde. Durch die Erdumdrehung kommen die Winde aus dem Osten und werden nach Westen abgelenkt – deshalb nennt man sie auch Nordostpassat und Südostpassat.

Eine besondere Form des Südostpassats ist der Monsun.

Mehr über den Wind und den Monsun erfährst du in unserer Erklärung dazu.

In der Höhe wehen die sogenannten Antipassate: Die Winde, die in die genau entgegensetzte Richtung der bodennahen Passatwinden strömen.

Polar-Zelle

Kalte, trockene Luftmassen sinken über die Polarregionen (bei 90°) ab. Dadurch wird der Luftdruck am Boden erhöht. In Bodennähe strömen dann diese Luftmassen wieder Richtung Äquator, wobei sie auch hier durch die Corioliskraft nach Westen abgelenkt werden. Diese Winde nennt man auch die polaren Ostwinde.

Etwa am 60. Breitengrad haben sie sich genügend erwärmt, und sie steigen wieder auf. In der Höhe hören sie irgendwann auf zu steigen, und sie strömen wieder zurück zu den Polarregionen, sodass der Kreislauf von neu beginnt.

Ferrel-Zelle

Weil ab 60° Luft aufsteigt und bei 30° Grad Luft absinkt, bildet sich in dem Gebiet dazwischen eine weitere Zirkulation. Hier strömt die Luft am Boden pol- und ostwärts. Das heißt, dass der Wind aus dem Westen kommt. Auch Deutschland ist geprägt von diesem sogenannten Westwinddrift bzw. der Westwindzone.

Diese Zelle wird also vielmehr von den benachbarten Zirkulationssystemen angetrieben, und ist nicht unbedingt thermisch bedingt. Die Ferrel-Zelle verbindet die tropische Hadley-Zelle mit der Polar-Zelle, und wird auch die außertropische Zirkulation genannt.

Hier treffen aber die feuchtwarmen Westwinde auf polare Ostwinde – sie konvergieren.

Atmosphärische Zirkulation und Klimazonen

Die atmosphärische Zirkulation spielt eine essenzielle Rolle bei der Beeinflussung von Klimazonen.

Die Klimazonen der Erde

Es wird grob unterschieden in: Äquatorialklima, tropisches Wechselklima, trockenes Passatklima, Winterregenklima der Westseiten, Seeklima der Westseiten, Subpolares Klima und polares Klima.

Äquatorialklima, tropisches Wechselklima und trockenes Passatklima

Diese drei Klimazonen befindet sich zwischen 0° und 30°, also liegen diese drei in der Hadley-Zelle und werden von Passatwinden und der ITCZ beeinflusst.

Alle drei Klimazonen weisen aufgrund ihrer Nähe zum Äquator hohe Temperaturen auf. Das äquatoriale Klima ist geprägt von tropischen Regenwäldern, da es wegen der hohen Temperaturen und der feuchten Luft das ganze Jahr über stark regnet. Das tropische Wechselklima ist hingegen stärker von den trockenen Passatwinden geprägt.

An den Wendekreiswüsten, wie der Sahra oder der Kalahari-Wüste, herrscht trockenes Passatklima mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen.

Winterregenklima der Westseiten, Seeklima der Westseiten

Diese Klimazonen befinden sich in der Westwindzone und werden auch davon beeinflusst.

Weitere Bezeichnungen für das Winterregenklima der Westseiten sind das "Mittelmeerklima" oder das "Subtropische Wechselklima". Hier sind die Temperaturen warmgemäßigt und die Niederschläge fallen im Winter (Winterregen).

Das Seeklima wird auch als maritimes oder ozeanisches Klima bezeichnet. Der Temperaturverlauf wird durch den Einfluss der Ozeane bestimmt.

Subpolares Klima und polares Klima

Diese Klimazonen befinden sich in der Polar-Zelle und werden von den polaren Ostwinden beeinflusst.

Die Subpolargebiete sind durch lange Winter und kurze Sommer geprägt. Die kalten polaren Winde bestimmen das Klima. Die Subpolarregionen sind allgemein niederschlagsarm.

Die Temperaturen sind hier fast ganzjährig unter dem Gefrierpunkt. Auch die Niederschläge sind das gesamte Jahr sehr gering.

Atmosphärische Zirkulation – Das Wichtigste

  • Die allgemeine atmosphärische Zirkulation beschreibt die globalen Strömungssysteme der Luft
  • Grund dafür ist das thermische Ungleichgewicht: Die Erde erwärmt sich am Äquator viel stärker als an den Polen
  • Durch dieses Ungleichgewicht entstehen unterschiedliche Druckverhältnisse, welche durch Ausgleichsströmungen (Winde) ausgeglichen werden
  • Die Winde werden wegen der Erdrotation abgelenkt, wodurch drei sogenannte Zellen bzw. Zirkulationen entstehen
  • In der Hadley-Zelle (0°-30°) befindet sich die äquatoriale Tiefdruckrinne, mit den tropischen Regenwälder und den Wendekreiswüsten
  • Die Polar-Zelle (60°-90°) befindet sich an den Polen, mit kalten, polaren Winden
  • Die Ferrel-Zelle, auch Westwindzone, (30°-60°) wird von den benachbarten Zellen angetrieben, in der Höhe befinden sich die sogenannten Jetstreams

Häufig gestellte Fragen zum Thema Atmosphärische Zirkulation

Die globalen Windsysteme kommen durch das thermische Ungleichgewicht zustande: Die Sonneneinstrahlung am Äquator ist viel stärker als an den Polen. Hinzu kommt noch die Erdumdrehung, die die Winde ablenken.

Unter der Atmosphärischen Zirkulation versteht man alle großräumigen Luftbewegungen in der Atmosphäre.

Die planetarische Zirkulation funktioniert, indem Winde von Hoch- zu Tiefdruckgebieten strömen, also durch Druckausgleich. Durch die Erdrotation entsteht außerdem die Corioliskraft, die die Winde ablenkt.

Es gibt zum einen die Passatwinde: Die Nordostpassate und Südostpassate in der Hadley-Zelle, die in Bodennähe wehen. Die Antipassate in der Hadley-Zelle sind in der Höhe wehende Winde, die in die entgegensetzte Richtung der bodennahen Passte wehen. In den gemäßigten Breiten gibt es die Westwinde. Und die polaren Ostwinde wehen  an den Polen. 

Finales Atmosphärische Zirkulation Quiz

Frage

Die Corioliskraft ist eine ...

Antwort anzeigen

Antwort

Scheinkraft

Frage anzeigen

Frage

Erkläre (in eigenen Worten) was mit dem Begriff Monsun gemeint ist. Gehe in Deiner Antwort auf räumliche und zeitliche Faktoren ein.

Antwort anzeigen

Antwort

Monsun bezeichnet im (süd/südost) asiatischen Raum einen beständigen Wind, der im halbjährlichen Wechsel, von den Passatwinden beeinflusst, besonders die (sub-)tropischen Gebiete einschließt. Vor allem im sommerlichen Halbjahr ist er entscheidend an der Wetterentstehung beteiligt, und sorgt in den betroffenen Gebieten (bspw. Indien) für hohe Luftfeuchtigkeit und Niederschläge.  

Frage anzeigen

Frage

Nenne vier (sub-)tropische Länder Asiens, welche stark vom jahreszeitlichen Monsun beeinflusst werden. 

Antwort anzeigen

Antwort

Klassische Länder die ein vom Monsun geprägtes Klima aufweisen sind Thailand, Kambodscha, die Philippinen aber auch Indonesien und Teile Indiens. 

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Frage

Für viele Länder in Südostasien ist die Zeit des Südwestmonsuns als eigene Jahreszeit, oder Regenzeit bekannt. Welche Monate des Jahres sind hiervon betroffen und warum?

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Antwort

Aufgrund der geographischen Lage in Äquatornähe (ITC) ist die Regenzeit bzw. Zeit des Südwestmonsuns auf die Monate Mai - Oktober zu verorten. Dabei spielen insbesondere die Passatwinde, Corioliskraft und die Nähe zur ITC eine große Rolle. In diesem Zeitfenster kommt es in der Regel zu örtlich variierenden, hohen und regelmäßigen Niederschlägen.

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Frage

In welche Richtung werden Winde durch die Corioliskraft auf der Nordhalbkugel abgelenkt?

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Antwort

Nach Osten (also rechts)

Frage anzeigen

Frage

Warum werden Winde durch die Corioliskraft abgelenkt?

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Antwort

Wenn Luftmassen sich vom Äquator aus Richtung Norden (oder Süden) bewegen

werden sie durch die Corioliskraft abgelenkt und bewegen sich dann schneller als die Erdoberfläche.

Frage anzeigen

Frage

In welche Richtung werden Luftmassen auf der Südhalbkugel abgelenkt, wenn sie vom Äquator Richtung Südpol wandern?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie werden nach Osten (also links) abgelenkt.

Frage anzeigen

Frage

Vervollständige diesen Satz:

Die Corioliskraft führt auf der Nordhalbkugel zu einer ___-Ablenkung und auf der Südhalbkugel zu einer ___-Ablenkung. Sie wirkt umso ___ je näher man zu den Polen kommt.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Corioliskraft führt auf der Nordhalbkugel zu einer Rechts-Ablenkung und auf der Südhalbkugel zu einer Links-Ablenkung. Sie wirkt umso stärker je näher man zu den Polen kommt.

Frage anzeigen

Frage

Inwiefern beeinflusst die Corioliskraft den Golfstrom?

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Antwort

Wie bei den Lüftströmen auch beeinflusst die Corioliskraft die Laufrichtung des Golfstroms und lenkt die Meeresströmung Richtung Norden nach rechts ab. Im Norden Europas kommt so der Warme Golfstrom an und erwärmt dort die Küstenregionen.

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Frage

Welche Wind-Zirkulation (Höhenwinde) wird mitunter am stärksten von der Corioliskraft beeinflusst?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Jetstreams - sie fließen an der Grenze zur polaren Zelle und sind Höhenwinde, die  auf der Nordhalbkugel durch die Corioliskraft nach Osten abgelenkt werden.

Frage anzeigen

Frage

Welche Rolle spielt die Corioliskraft bei der Entstehung von Hurrikans?

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Antwort

Hurrikans werden durch warmes, verdunstendes Wasser und feuchte, warme Luft begünstigt. Letzter steigt hoch auf und begünstigt den Abfall kalter Luft. Die Corioliskraft dreht diese beiden gegenteiligen Luftmassen umeinander was eine Sogwirkung verursacht. Immer mehr feuchte Meeresluft wird angesogen. Der Hurrikan wächst.


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Frage

Warum entstehen Wirbelstürme hauptsächlich in den Tropen?

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Antwort

An den Polen ist das Wasser zu kalt.

Am Äquator ist die Corioliskraft zu gering.

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Frage

In Indien ist das Monsunphänomen regional betrachtet am stärksten ausgeprägt. Erläutere in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Himalaya im Norden und Nordosten des Landes.


Antwort anzeigen

Antwort

Das Himalaya Gebirge, welches im Nord- Nordosten den Indischen Subkontinent prägt, hat im Hinblick auf das wechselnde Monsunklima in Indien die Funktion einer Wetterscheide. Aufgrund der limitierenden Topographie (z.B. der Höhenunterschiede) herrscht jenseits dieser Gebirgskette in der Regel ein anderes Klima. 

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Frage

Die Monsunzeit prägt insbesondere die Nordostbereiche Indiens. Erläutere, warum dies annähernd sämtliche Einwohner (>150.000.000) im über 500km entfernten küstennahen Bangladesh regelmäßig bedroht. 

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Antwort

Das Monsunphänomen ist insbesondere im Nordosten Indiens stark ausgeprägt. Dort fallen regelmäßig Rekordmassen an Niederschlag (>10.000), welche über den Hauptstrom Brahmaputra in die südlichen Gebiete fließen. Aufgrund der Topographie, Verästelung und Deltabildung in Bangladesh bedrohen diese Hochwasser und Überschwemmungen regelmäßig Millionen Einwohner. 

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe (in eigenen Worten) die typischen Charakteristika von tropischen Monsunregen.

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Antwort

Monsunregen sind in der Regel wiederkehrende, intensive Regenschauer (Wolkenbrüche), in welchen innerhalb weniger Stunden hohe Niederschlagsmengen an Regen fallen. Als kurzphasiges Starkregenereignis sorgt er bei entsprechender Bodenstruktur (z.B. stark verdichtet, überprägt etc.) oft für Überschwemmungen. 

Frage anzeigen

Frage

Welchen Einfluss können Regenzeiten (wie ein Monsunklima) auf die Vegetation haben? Nenne zwei Beispiele mit unterschiedlichen  Ausprägungen.

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Antwort

Abseits des gemäßigten Klimas in Europa sind wiederkehrende Starkregenereignisse wie der Monsun elementar für die Entwicklung der Vegetation. Vormals savannenähnliches Landschaftsbild wie in den Westghats (Indien) wird aufgrund der saisonalen Wasserverfügbarkeit während und nach der Monsunzeit grundlegend verändert.

Die saisonale Entstehung und Besiedelung von Mangrovenwäldern im Brackwasserbereich von großen Strömen sind eine weitere Ausprägung, vom Einfluss des Monsuns auf räumlich begrenzte Vegetationen. 

Frage anzeigen

Frage

Erläutere (in eigenen Worten) die Bedeutung der Monsunwinde für den kulturellen, historischen Austausch der Völker.

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Antwort

Für die historische Seefahrt, welche sich insbesondere durch den Austausch von Waren und Handelsbeziehungen ausprägte, spielte das Monsunklima eine entscheidende Rolle. Die Monsunwinde haben die Seefahrt vor allem entlang der afrikanischen Küste, bis nach Indien im Zeitalter der Segelschifffahrt über viele Jahrhunderte geprägt. Der dadurch entstandene kulturelle (z.B. Religion) Austausch hatte dabei einen ähnlich hohen und prägenden Stellenwert. 

Frage anzeigen

Frage

Was beschreibt die Monsundrift?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Monsundrift beschreibt den Einfluss der Monsunwinde auf Wasseroberflächen- und deren Strömungen. 

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Frage

Von welchem Wort kommt der Begriff Monsun und was bedeutet dieses?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Begriff Monsun kommt vom arabischen Wort mausim, das Jahreszeit bedeutet.

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Frage

Was ist ein Monsun?

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Antwort

Der Monsun ist ein regelmäßig wehender Wind, der seine Richtung oft schlagartig ändert

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Frage

In welchen Gebieten kommt es zu Monsunen?

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Antwort

Zu Monsunen kommt es vor allem in Süd- und Südostasien.

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Frage

In welchen Monaten kommt es zum Sommermonsun und aus welcher Richtung bringt er den Wind mit?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Somermosnun weht zwischen Juni und September und kommt immer vom Meer. Die Windewehen aus südwestlicher Richtung .

Frage anzeigen

Frage

Wie nennt man den Monsun der im Winter bzw. im Sommer weht?

Antwort anzeigen

Antwort

Den Mosnun der im Winter weht, nennt man Wintermonsun und den im Sommer Sommermonsun.

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Frage

In welchen Monaten weht der Wintermonsun?

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Antwort

Der Wintermonsun weht von Oktober bis Mai vom Land auf das Meer.

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Frage

Wie entsteht ein Monsun?

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Antwort


Ein Monsun entsteht weil sich im Sommer die asiatischen Landmassen erhitzen, warme Luft aufsteigt und der Luftdruck sinkt.Die Luftmassen reichern sich mit Wasserdampf an. Stößt die Luft auf ein Hindernis muss die Luft aufsteigen, sie kühlt ab und es entstehen schwere Wolken. Können diese Wolken die Feuchtigkeit nicht mehr halten, beginnt es zu regnen.

Frage anzeigen

Frage

Welche Auswirkungen hat der Wintermonsun auf die Natur?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Wintermonsun trocknet das Land aus, lässt Gräser und Kräuter verdorren und die Bäume ihr Laub abwerfen. Die Landschaften ähneln einer Halbwüste.

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Frage

Welche Auswirkungen hat der Sommermonsun auf die Natur?

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Antwort

Das Land wird wieder üppig grün. Pflanzen blühen, wachsen und keimen in sehr kurzer Zeit.

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Frage

Was für Pflanzen wachsen im Monsunklima?

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Antwort

Im Monsunklima wachsen Pflanzen, die an lange Dürreperioden und an starken Regen angepasst sind.

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Frage

Welche Auswirkungen hat der Monsun auf die Menschen?

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Antwort

Der Monsun ist für die Menschen überlebenswichtig. Er füllt die Wasserspeicher  auf und bewässert die Felder.


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Frage

In welchen Stockwerken gibt es Windsysteme?

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Antwort

In der Troposphäre, der Atmosphäre, der Stratosphäre und der Mesosphäre

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Frage

Welche Sphäre ist fast ausschließlich für das Wettersystem verantwortlich?

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Antwort

Troposphäre (die unteren 10 - 15 km der Atmosphäre)

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Frage

Warum ist es an den Polen viel kühler als am Äquator?

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Antwort

Da sich die gleiche Strahlungsenergie am Pol auf eine viel größere Fläche als am Äquator verteilt.

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Frage

Was ist die Basis der atmosphärische Zirkulation?

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Antwort

Großräumige Bewegungen in der Atmosphäre und im Ozean in Gang gesetzt, die das Energiedefizit am Pol (Gleichgewichtszustand herstellen).

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Frage

Was ist die Corioliskraft?

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Antwort

  • bewirkt, dass auf der Nordhalbkugel die Winde nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt werden
  • entsteht durch die Rotationsbewegung der Erde
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Frage

Wodurch entstehen die typischen Westwindlagen?

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Antwort

Dadurch, dass sich Polwärts strömende Luftmassen  nach Osten und äquatorwärts strömende Luftmassen nach Westen bewegen.

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Frage

Was sind die vorherrschenden Windsysteme am Äquator?

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Antwort

die aus dem Osten wehenden Passatwinde

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Frage

Wo laufen die Passatwinde zusammen?

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Antwort

In der Innertropischen Konvergenzzone.

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Frage

Wodurch entsteht die äquatoriale Tiefdruckrinne?

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Antwort

Durch die aufsteigenden Luftmassen und den damit verbunden Druckfall am Boden.

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Frage

Welche Kräfte wirken bei der Entstehung von Windsystemen mit?

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Antwort

Druckgradientkraft

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Frage

Welche Arten von Windsystemen gibt es?

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Antwort

globale und lokale/regionale Windsysteme

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Frage

Was sind Windsysteme?

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Antwort

Sie sind eine Kombination aus mehreren verschiedenen Winden.

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Frage

Woran sind globale Windsysteme maßgeblich beteiligt?

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Antwort

An dem Austausch von Luft, aber auch von Schadstoffen und Ähnlichem auf der Erde.

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Frage

Welche Zellen bilden zusammen die planetare Zirkulation?

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Antwort

Polarzellen

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Frage

Wie wird die Windrichtung angegeben?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie wird mit der Himmelsrichtung angegeben, aus welcher der Wind kommt.

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Frage

Was ist der Jetstream?

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Antwort

Der Jetstream ist ein Starkwind, der rund um den Globus im Bereich der Tropopause in 8 bis 12 km Höhe von Westen nach Osten weht.

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Frage

Was sind Zyklone?

Antwort anzeigen

Antwort

Zyklone sind tropische Wirbelstürme.

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Frage

Wann entsteht eine Warmfront?

Antwort anzeigen

Antwort

Wenn sich eine warme Luftmasse auf eine kalte Luftmasse zubewegt

Frage anzeigen

Frage

Wann entsteht eine Kaltfront?

Antwort anzeigen

Antwort

Wenn sich eine kalte Luftmasse auf eine warme Luftmasse zubewegt.

Frage anzeigen

Frage

Wann entsteht eine Okklusion?

Antwort anzeigen

Antwort

wenn eine Kaltfront eine Warmfront überlagert

Frage anzeigen

Frage

Was ist das Land-Seewind-System?

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Antwort

  • ein gekoppeltes Klimasystem aus Land- und Wasseroberflächen
  • das durch diese Winde erzeugte Zirkulationssystem
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