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Wolken

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Wolken

Wolken sind Ansammlungen von Wasser und anderen Teilchen – wie zum Beispiel Staub – in der Erdatmosphäre. Je nach Art bestimmen Wolken das Wetter maßgeblich. Doch sie sind nicht nur ausschlaggebend für das Wetter, sie regeln auch den Wasserhaushalt weltweit und sind deshalb für alle Lebewesen lebensnotwendig.

Wolken Definition

Wolken schweben in der Luft und tragen kleine Wasser-, Eis- und zum Teil auch Staubteilchen in sich, die die Erdoberfläche zunächst nicht berühren. In der Fachsprache werde Wolken auch Hydrometeoren genannt.

Hydrometeore umfassen alle auf der Erdoberfläche oder in der Atmosphäre befindlichen Formen kondensierten Wassers.

Wolken sind überlebenswichtig, weil sie verdunstetes Wasser aus allen Gewässern speichern und es weitertragen, um es anschließend in Form von Regen auf der ganzen Welt zu verteilen.

Beobachtungen zufolge ist die Erdoberfläche zu jeder Zeit zu mindestens 50% mit Wolken bedeckt. Das heißt, dass sich rund 15 Billionen Tonnen Wasser in der Atmosphäre befinden und dort zirkulieren.

Erforschung der Wolken

Schon Aristoteles, der vor über 2000 Jahren lebte, faszinierten die Wolken, ihre Besonderheiten und vor allem ihre Entstehung. Seitdem haben sich viele Wissenschaftler*innen mit der Thematik auseinandergesetzt und im Laufe der Jahren kamen zunehmend neue Erkenntnisse dazu.

Der aktuelle Stand in der Meteorologie ist, dass es insgesamt zehn Wolkengattungen, 14 Wolkenarten und sowohl neun Wolkenunterarten als auch neun Begleitwolken mit zusätzlichen Sonderformen gibt. Was das alles bedeutet, erfährst Du im weiteren Verlauf der Erklärung.

Entstehung von Wolken

Wolken entstehen durch die Veränderung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Und genau so lösen sich auch wieder auf. Dass sich die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit verändern, kann immer wieder und vor allem sehr schnell passieren, z. B. durch thermische Aufwinde oder Kalt-/ Warmfronten.

Thermische Aufwinde entstehen dadurch, dass die Sonneneinstrahlung die Erdoberfläche und die Luft erwärmt, wodurch sie schneller aufsteigen kann. Warme Luft ist leichter und weniger dicht als kalte Luft.

Bei der Kaltfront schiebt sich kalte Luft unter die warme Luft, wodurch die Luft insgesamt abkühlt. Bei einer Warmfront handelt es sich um den gleichen Prozess, jedoch bewegt sich hierbei die warme auf die kalte Luft zu.

Die Front stellt eine Luftmassengrenze zwischen Erdoberfläche und Frontfläche dar.

Falls Du mehr zum Thema "Kaltfront" und "Warmfront" wissen möchtest, schau Dir am besten die dazugehörigen Erklärungen an.

Nachdem Du nun weißt welche Faktoren zur Wolkenbildung beitragen, gehen wir etwas genauer auf die Prozesse ein, die während der Wolkenbildung eintreten.

Maßgebliche Prozesse der Wolkenbildung sind die Kondensation und die Verdunstung.

Die Kondensation beschreibt das Übergehen eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand.

Die Verdunstung beschreibt den Übergang eines Stoffes vom flüssigen in den gasförmigen Zustand.

Bei der Bildung von Wolken kommt es darauf an, dass das Verhältnis zwischen Kondensation und Verdunstung stimmt, damit die Bildung der Wassertröpfchen und -kristallen garantiert ist.

Während der Wolkenbildung muss die Kondensationsrate höher sein als die Verdunstungsrate, da es bei der Kondensation zur Bildung eines flüssigen Stoffes kommt, was für die Tropfenbildung essentiell ist. Die Verdunstung bewirkt gegenteiliges.

Wenn der Fall eintritt, dass die Kondensationsrate höher ist als die Verdunstungsrate, können die Tropfen wachsen und die Wolkenbildung setzt ein.

Niedrige Temperaturen und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen die Wolkenbildung und können sie beschleunigen. Das liegt daran, dass bei einer hohen Luftfeuchtigkeit mehr Wassermoleküle vorhanden sind, die sich ansammeln können. Bei hohen Temperaturen können sich diese Anhäufungen wieder lösen, daher sorgen niedrige Temperaturen wiederum dafür, dass sie bestehen bleiben, was den Grundstein für die Wolkenbildung darstellt.

Einfluss der Menschen auf die Wolkenbildung

Bis jetzt haben wir uns angeschaut wie Wolken auf natürliche Art und Weise entstehen. Sie entstehen jedoch auch durch den Einfluss der Menschen, der sich meist in Form von Schadstoffen ausdrückt. Die schädlichsten Schadstoffe entstehen durch das verbrennen von Biomassen, Tabakrauch, Dämpfe von Teer oder Autoabgase.

Je mehr Schadstoffe freigesetzt werden, desto höher it die Menge an Kondensationspartikeln in der Atmosphäre.

Zu den Kondensationspartikeln gehört zum Beispiel Ultrafeinstaub.

Es gibt ein Beispiel für menschengemachte Wolken, das vermutlich jeder schon einmal wahrgenommen hat.

Bei Kondensationsstreifen von Flugzeugen handelt es sich im Grunde um Wolken, die von Menschen gemacht wurden.

Kunstschnee und Blitzableiter sind weitere Beispiele dafür, wie die Menschen das Wetter beeinflussen, wie Du in der folgenden Abbildung siehst.

Es werden aber auch bewusst größere künstliche Wolken erzeugt, die durch Flugzeuge mit Silberjodid oder auch Trockeneis angereichert werden.

Bei Silberjodid handelt es sich um ein in Wasser unlösliches Salz.

Die Wolken regnen in der Folge schneller ab, da die Luftfeuchtigkeit auf Grund der Salze sofort kondensiert. Das Silberjodid und weitere Salze werden jedoch mit abgeregnet, was dafür sorgt, dass es nicht den geplanten positiven, sondern einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Menschen hat.

Künstlich erzeugte Wolken helfen vor allem Orten, die von starker Trockenheit betroffen sind. Das schnellere Abregnen soll dafür sorgen, dass Waldbrände verhindert werden und, dass Landwirtschaft besser betrieben werden kann.

Sichtbarkeit von Wolken

Du hast dich vielleicht schon einmal gefragt, warum Wolken sichtbar sind. Die Tröpfchen, aus denen die Wolken bestehen, sind nämlich zunächst farblos. Doch sie werden für das menschliche Auge sichtbar, da Licht gestreut wird, sobald Sonnenstrahlung auf die Wassermoleküle und -kristalle trifft.

Bei dieser Streuung wird ein Teil des Lichtes reflektiert und ein anderer Teil ändert seine Richtung. Das gestreute Licht löst den Tyndall-Effekt aus, der dafür sorgt, dass die Wolken sichtbar werden.

Der Tyndall-Effekt beschreibt das Prinzip, dass ein Lichtstrahl auch von der Seite betrachtet werden kann. Dass dies möglich wird, setzt voraus, dass das Licht vorher gestreut wurde.

Ein Beispiel für dieses Phänomen ist der Lichtkegel, der von Scheinwerfern ausgehend im Nebel plötzlich sichtbar wird.

Wolkenarten

In der Forschung bezüglich der Kenntnis über die verschiedenen Wolkenarten gibt es Stand jetzt insgesamt zehn Wolkengattungen, vierzehn Wolkenarten und neun Wolkenunterarten, sowie auch neun Begleitwolken mit zusätzlichen Sonderformen.

Die forschenden Wissenschaftler erweitern diese Kenntnis jedoch fortlaufend.

Die Aspekte, die bei der Beobachtung und der letztendlichen Zuordnung der Wolkenart betrachtet werden, sind folgende:

  • Gestalt
  • Größe
  • Struktur
  • Farbe
  • Helligkeit

Grundlegend lassen sich die Wolkenarten in 3 Höhenstufen einteilen:

  • hohe Wolken
  • mittelhohe Wolken
  • tiefe Wolken

Hohe Wolken

Hohe Wolken befinden sich in einer Höhe von 5 bis 13 Kilometern. Beispiele für höhe Wolken sind Zirruswolken, Zirrokumuli und Zirrostratuswolken.

Zirruswolken werden auch Federwolken genannt, was sich auch in ihrem Aussehen widerspiegelt. Es handelt sich um dünne Wolken, die aus Eiskristallen bestehen. Diese Art von Wolken erwärmt das Klima, sie kann aber auch eine Warmfront mit Regen ankündigen.

Zirrokumuli sehen den Zirruswolken optisch ähnlich, kündigen jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Gewitter an. Sie erscheinen meist als weiße, dünne Flocken.

Zirrostratuswolken sind Schleierwolken und bedecken meist den gesamten Himmel. Sie bringen außerdem so gut wie in jedem Fall nach einigen Stunden Regen mit sich.

Mittelhohe Wolken

Mittelhohe Wolken befinden sich in einer Höhe von 2 bis 7 Kilometern. Beispiele für Mittelhohe Wolken sind Altokumuli und Altostratuswolken.

Altokumuli sind meistens weiß oder grau und ähneln Wellen. In den meisten Fällen gehen sie mit beständigem Wetter einher. Die Wolkenart ähnelt außerdem Schafen, weshalb sie auch Schäfchenwolken genannt werden.

Altostratuswolken breiten sich über den gesamten Himmel aus und sind so dicht, dass die Sonne meist hinter ihnen verschwindet. Sie kündigen starken Regen- oder Schneefälle an.

Tiefe Wolken

Tiefe Wolken befinden sich in einer Höhe von bis zu 2 Kilometern.

Stratokumuli kündigen im Winter die Verbesserung des Wetters an und sie zeigen sich in Form von grauen oder weißen Haufenschichtwolken.

Wolken in allen Höhenlagen

Wolken in allen Höhenlagen sind Nimbostratus, Kumuluswolken, Kumulonimben.

Nimbostratuswolken nehmen den gesamten Horizont ein und sind sehr dunkel. Sie kündigen Regen an.

Kumuluswolken haben die Form von Kuppeln und eine hohe Dichte an Wassermolekülen.

Kumulonimben sind bekannt als Gewitterwolken, da sie sehr groß und dicht sind und viel Wasser enthalten. Sie türmen sich teilweise bis zu 10 Kilometer auf.

Einfluss der Wolken auf das Wetter

Hast du auch schon einmal gehört, dass es möglich ist anhand der verschiedenen Wolken ein bestimmtes Wetter vorherzusagen?

Das ist richtig! Denn der Zusammenhang von Wolken und aufkommenden Wetterbedingungen wurde schon lange Zeit beobachtet und es wurden Regelmäßigkeiten festgestellt.

Die verschiedenen Wolkenarten beeinflussen das Wettergeschehen außerdem auf unterschiedliche Art und Weise. Die ausschlaggebendsten Aspekte sind dabei die Dichte der Wassermoleküle in der Wolke und die Höhe, in der sich die Wolke befindet.

Wolken geben außerdem in den meisten Fällen eine ziemlich sichere Auskunft darüber, wie das Wetter in den nächsten Stunden und Tagen aussehen wird. Dabei kann es darauf hinauslaufen, dass die Verbesserung des Wetters angekündigt wird, so wie es beispielsweise bei Stratokumuli im Winter der Fall ist, jedoch ist auch Gegenteiliges, wie bei Kumulonimben der Fall, die Gewitter mit sich bringen.

Gewitter

Gewitter sind luftelektrische Entladungen innerhalb einer Wolke.

Die lufteklektische Entladung stellt den Blitz dar. Die Luft, die sich in der umliegenden Atmosphäre befindet, erhitzt sich und dehnt sich explosionsartig aus, was für den lauten Knall sorgt.

Je höher die Dichte der Wassermoleküle innerhalb einer Wolke ist und je größer die Wolke ist, desto größer ist die Gewittergefahr.

Gewitter treten meistens im Sommer auf, da die Sonneneinstrahlung zu dieser Zeit am höchsten ist. Aber auch die warme Wasseroberfläche im Herbst ist nicht selten der thermische Auslöser für ein Gewitter.

Auf der Erde treten durchschnittlich circa 1600 Gewitter gleichzeitig auf.

Wolken - Das Wichtigste

  • Wolken sind Ansammlungen von Wasser und anderen Teilchen wie Staub in der Erdatmosphäre und je nach Wolkenart bestimmen sie das Wetter maßgeblich.
  • Man bezeichnet Wolken auch als Hydrometeore.
  • Hydrometeore umfassen alle auf der Erdoberfläche oder in der Atmosphäre befindlichen Formen kondensierten Wassers.
  • Durch die Veränderung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit entstehen Wolken und sie lösen sich auch auf diese Art und Weise auf.
  • Die Kondensation und Resublimation sind die Prozesse, die während der Wolkenbildung einsetzen.
  • Die verschiedenen Wolkenarten beeinflussen das Wettergeschehen auf unterschiedliche Art und Weise.
  • Grundlegend lassen sich die Wolkenarten in die Höhenstufen Hohe Wolken, Mittelhohe Wolken und Tiefe Wolken einteilen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Wolken

Wolken lassen sich in insgesamt zehn Wolkengattungen, vierzehn Wolkenarten und sowohl neun Wolkenunterarten, als auch neun Begleitwolken mit zusätzlichen Sonderformen einteilen.

Welches Wetter die Wolken mit sich bringen hängt von der Wolkenart ab. 

Dabei kann es darauf hinauslaufen, dass die Verbesserung des Wetters angekündigt wird, so wie es beispielsweise bei Stratokumuli im Winter der Fall ist, jedoch ist auch gegenteiliges wie bei Kumulonimben der Fall, die Gewitter mit sich bringen. 

Die höchsten Wolken sind bis zu 13 Kilometern hoch.

Wolken kann man sehen, weil die Tröpfchen der Wolken für das menschliche Auge sichtbar werden, da Licht gestreut wird. Das gestreute Licht löst den Tyndall-Effekt aus, der dafür sorgt, dass die Wolken sichtbar werden.

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