Luftwiderstand

In diesem physikalischen Kapitel steht das Thema Luftwiderstand im Vordergrund. Als Widerstand, der auftritt, wenn ein Körper sich durch ein Medium wie Luft bewegt, ist der Luftwiderstand ein Schlüsselelement in vielen wissenschaftlichen und technischen Bereichen. Der Artikel zerlegt den komplexen Begriff 'Luftwiderstand' in seine Grundlagen, erläutert seine Definition und verdeutlicht seine Auswirkungen auf verschiedene Formen und Geschwindigkeiten. Zudem wird die Berechnung des Luftwiderstands ausführlich erläutert. Im Folgenden wird die Anwendung von Luftwiderstand in der Mechanik und sein direkter Einfluss auf den Energieverbrauch veranschaulicht.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Luftwiderstand: Grundlagen

    Bevor du das Konzept des Luftwiderstands zu verstehen beginnen kannst, ist es wichtig zu wissen, was genau der Luftwiderstand ist. In seiner Grundessenz stellt der Luftwiderstand eine Form der Reibung dar, die auftritt, wenn sich ein Objekt durch Luft bewegt. Die Körper in Bewegung erfahren einen Widerstand, weil sie die Luft vor sich verdrängen müssen.

    Der Luftwiderstand - auch bekannt als aerodynamischer Widerstand - ist die Kraft, die ein sich durch die Luft bewegendes Objekt rückwärts drückt. Er wirkt entgegen der Richtung der Bewegung.

    Betrachte ein Fahrzeug, das auf einer geraden Straße fährt. Während das Fahrzeug fährt, verdrängt es die Luft vor sich, was zu Luftwiderstand führt. Dieser Luftwiderstand wirkt der Bewegung des Fahrzeugs entgegen und muss vom Motor des Fahrzeugs überwunden werden, um weiterhin vorwärts fahren zu können.

    Luftwiderstand einfach erklärt

    Auf materielle Körper, die sich durch die Luft bewegen, wirkt eine rückwirkende Kraft, der Luftwiderstand. Seine Größe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Geschwindigkeit des Körpers, seiner Größe, Form und Oberflächenbeschaffenheit. Die Gleichung, die den Luftwiderstand (FD) beschreibt ist: \[ F_D = \frac{1}{2} \rho v^2 C_D A \], wobei \( \rho \) die Dichte der Luft, \( v \) die Geschwindigkeit des Körpers, \( C_D \) der Luftwiderstandsbeiwert (ein von der Form und der Oberflächenbeschaffenheit des Körpers abhängiger Faktor) und \( A \) die Stirnfläche des Körpers ist.

    Die Größe des Luftwiderstands hängt in erster Linie von diesen vier Faktoren ab:

    • Luftdichte (\( \rho \)) – je dichter die Luft, desto größer der Widerstand
    • Geschwindigkeit (v) – je schneller der Körper, desto größer der Widerstand
    • Luftwiderstandsbeiwert (\( C_D \)) – abhängig von der Form und der Oberflächenbeschaffenheit des Körpers
    • Frontalfläche (A) – je größer die vom Wind getroffene Fläche, desto größer der Widerstand

    Interessanterweise wächst der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Das heißt, wenn du die Geschwindigkeit deines Fahrzeugs verdoppelst, vervierfacht sich der benötigte Kraftaufwand, um den Luftwiderstand zu überwinden. Dies betont die Bedeutung der Aerodynamik bei Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen und Flugzeugen, wo es wichtig ist, den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten.

    Luftwiderstand Definition

    Widerstand wird oft als die Kraft beschrieben, die sich gegen die einschränkenden Bewegungen von Körpern in einer Flüssigkeit oder einem Gas (wie Luft) stellt. Daher ist der Luftwiderstand die einschränkende Kraft, die sich gegen die Bewegung eines Körpers in der Luft stellt.

    Luftwiderstand bei verschiedenen Formen

    Die Form eines Körpers spielt eine große Rolle in der Höhe des Luftwiderstandes, den er erfährt. Unterschiedliche Formen verursachen unterschiedliche Luftstrommuster und daher unterschiedlichen Widerstand. Einige Formen sind aerodynamischer als andere und erzeugen somit weniger Widerstand.

    Form Aerodynamischer Widerstand
    Kugel Hoch
    Quader Moderat
    Tropfenform Niedrig

    Denke an ein Rennrad und ein Mountainbike. Das Rennrad hat schmale Reifen und eine stromlinienförmige Form und bietet somit geringeren Luftwiderstand als das Mountainbike mit seinen breiten Reifen und unförmigen Rahmen.

    Wusstest du, dass die Form des Luftwiderstandes in vielen Bereichen von großem Interesse ist? Von der Gestaltung von Autos und Flugzeugen bis hin zur Leistung von Sportlern - Luftwiderstand spielt eine enorme Rolle! Es kann sogar entscheiden, ob ein Auto Kraftstoff effizient ist oder nicht. Ein Auto mit hohem Luftwiderstand benötigt mehr Kraftstoff, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten wie eines mit geringem Luftwiderstand.

    Wie man den Luftwiderstand berechnet

    Die Berechnung des Luftwiderstands kann eine komplexe Aufgabe sein, da mehrere Variablen in die Gleichung eingehen. Allerdings kann es für Wissenschaftler und Ingenieure essenziell sein. Daher tauchen wir nun tiefer in die Formeln und Konzepte ein, die dabei helfen, den Luftwiderstand zu berechnen.

    Luftwiderstand Formel

    Du hast vielleicht schon einmal von der Lamellenformel oder der Luftwiderstandsgleichung gehört. Sie ist eine der grundlegendsten Methoden, um den Luftwiderstand zu berechnen. Es ist ganz einfach: je mehr Fläche dein Körper hat und je schneller du dich bewegst, desto mehr Luft musst du verdrängen und desto größer wird der Widerstand, den du überwinden musst. Das lässt sich mathematisch wie folgt ausdrücken:

    Die Formel zur Berechnung des Luftwiderstands lautet: \[ F_D = \frac{1}{2} \rho v^2 C_D A \] Dabei stehen F_D für den Luftwiderstand, \( \rho \) für die Dichte der Luft, v für die Geschwindigkeit, C_D für den Widerstandsbeiwert und A für die Querschnittsfläche.

    Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass jeder Faktor in dieser Gleichung eine spezifische Rolle spielt. Die Dichte der Luft (\( \rho \)) und die Geschwindigkeit (v) sind äußere Faktoren, die wir nicht kontrollieren können. Andererseits können wir die Querschnittsfläche (A) und den Widerstandsbeiwert (C_D) kontrollieren, indem wir die Form und Oberfläche unseres Körpers ändern.

    Ein tiefgehendes Verständnis dieser Faktoren ermöglicht es uns, effizientere und effektivere Designs für Fahrzeuge, Flugzeugen und sogar Sportausrüstung zu entwickeln. Durch das Variieren dieser Kontrollfaktoren und das Ausbalancieren zwischen der Notwendigkeit, den Luftwiderstand zu reduzieren, und anderen Designprioritäten, können wir bessere Produkte und effizientere Technologien schaffen.

    Reibungskraft und Luftwiderstand

    Vielleicht fragst du dich, wie die Reibungskraft mit dem Luftwiderstand zusammenhängt. Eigentlich ist der Luftwiderstand eine Form der Reibungskraft, die auftritt, wenn ein Körper durch ein Fluid, wie Luft oder Wasser, bewegt wird. Diese Widerstandskraft wirkt entgegen der Bewegungsrichtung des Körpers.

    Die Reibungskraft ist eine Kraft, die der Bewegung eines Körpers entgegenwirkt und ihn verlangsamt. So wie der Rollwiderstand die Bewegung eines Rades auf dem Boden bremst, bremst der Luftwiderstand die Bewegung eines Körpers in der Luft.

    Du wirst vielleicht überrascht sein, dass die Reibungskräfte im Alltag oft größer sind, als du erwartest. Sie wirken immer und überall, auch im Vakuum des Weltraums. Tatsächlich ist der Luftwiderstand bei weitem nicht die einzige Reibungskraft, die wir überwinden müssen. Es gibt viele Arten von Reibung, einschließlich Rollwiderstand, Gleitwiderstand und Strömungswiderstand, die alle eine Rolle beim Bremsen von Bewegung spielen.

    Stelle dir vor, du fährst Fahrrad. Die Bewegung des Fahrrads erzeugt eine Reibungskraft zwischen den Reifen und der Straße, die als Rollwiderstand bezeichnet wird. Gleichzeitig erzeugt der Wind, der gegen dich und das Fahrrad bläst, einen Luftwiderstand. Beide Arten von Reibung wirken entgegen der Fahrtrichtung und bremsen das Fahrrad ab. Sie müssen durch deine Pedalleistung überwunden werden, um das Fahrrad in Bewegung zu halten.

    Einfluss von Luftwiderstand und Geschwindigkeit

    Die Geschwindigkeit eines Körpers und der Luftwiderstand sind eng miteinander verknüpft. Tatsächlich wächst der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Dies bedeutet, dass mit zunehmender Geschwindigkeit der Widerstand, den ein Objekt durch die umgebende Luft erfährt, zunehmend größer wird. Denke daran, wenn du das nächste Mal mit deinem Fahrrad gegen den Wind fährst oder einen Papierflieger wirfst.

    Freier Fall mit Luftwiderstand

    Der freie Fall ist ein klassisches Beispiel in der Physik und gibt dir ein tiefgehendes Verständnis, wie sich der Luftwiderstand auswirkt. Wenn ein Körper ohne Anfangsgeschwindigkeit in die Luft geworfen wird, fällt er unter der Schwerkraft herab. In der Realität wird allerdings auch der Luftwiderstand auf ihn einwirken, was die Bewegung des Körpers beeinflusst.

    Im Idealfall (in einer Vakuumwelt ohne Luftwiderstand) wäre die Geschwindigkeit eines in freiem Fall befindlichen Körpers nur von der Gravitationsbeschleunigung \( g \) abhängig: \( v = g \times t \). Allerdings existiert ein solches Szenario nur in Theorie, weil der Luftwiderstand in der Realität eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt.

    Im freien Fall mit Luftwiderstand führt der Widerstand dazu, dass der Körper eine maximale Geschwindigkeit erreicht, die als Terminalgeschwindigkeit bezeichnet wird. An diesem Punkt ist die auf das Objekt wirkende Gravitationskraft gleich der Widerstandskraft und das Objekt fällt mit einer konstanten Geschwindigkeit.

    Stelle dir vor, du lässt eine Feder und einen Stein in der Luft fallen. Aufgrund des relativ großen Luftwiderstands fällt die Feder sehr langsam, während der Stein schnell zu Boden fällt. Wenn du das gleiche Experiment in einem Vakuum durchführst, wo es keinen Luftwiderstand gibt, würden sowohl die Feder als auch der Stein im gleichen Tempo fallen.

    Luftwiderstand Geschwindigkeit

    Die Geschwindigkeit eines Körpers und der Luftwiderstand haben eine quadratische Beziehung, was bedeutet, dass der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zunimmt. Daher spielt die Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle in der Größe des Luftwiderstands und bestimmt somit, wie schnell ein Körper durch die Luft bewegt wird.

    Diese quadratische Beziehung kann in der Formel für den Luftwiderstand gesehen werden: \[ F_D = \frac{1}{2} \rho v^2 C_D A \] Dabei steht \( v \) für die Geschwindigkeit des Körpers. Wie du sehen kannst, wird die Geschwindigkeit im Quadrat genommen, was bedeutet, dass eine Verdopplung der Geschwindigkeit eine vierfache Erhöhung des Luftwiderstands zur Folge hat.

    Die Terminalgeschwindigkeit ist erreicht, wenn die auf das Objekt wirkende Gravitationskraft gleich der Widerstandskraft ist. Ab diesem Zeitpunkt fällt das Objekt mit einer konstanten Geschwindigkeit. Dies ist ein praktisches Konzept für Fallschirmspringer, die die Terminalgeschwindigkeit erreichen, bevor sie ihren Fallschirm öffnen, um die Sinkrate zu kontrollieren.

    Schnelle Autos und Flugzeuge sind oft stromlinienförmig gestaltet, um den Luftwiderstand zu reduzieren und höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Trotzdem wird bei sehr hohen Geschwindigkeiten sogar die kleinste Zunahme der Geschwindigkeit zu einer signifikanten Erhöhung des Luftwiderstands führen. Also muss beim Design für hohe Geschwindigkeiten großen Wert auf die Reduzierung des Luftwiderstands gelegt werden.

    Du magst dich fragen: "Warum fällt der Luftwiderstand nicht weg, wenn etwas schnell genug ist?" Wenn ein Körper sich mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft bewegt, muss er eine größere Menge an Luft verdrängen, was zu einer Erhöhung des Luftwiderstands führt. Daher wird der Luftwiderstand immer ein Faktor bleiben, egal wie schnell man sich bewegt. Dies erklärt, warum es eine Grenze für die Höchstgeschwindigkeit gibt, die ein Körper unter den gegebenen Bedingungen erreichen kann.

    Anwendung von Luftwiderstand in der Mechanik

    Die Mechanik ist ein Bereich der Physik, der Bewegung und Gleichgewicht analysiert. Aufgrund der allgegenwärtigen Natur des Luftwiderstands spielt dieser eine entscheidende Rolle in vielen mechanischen Anwendungen. Um eine bessere Vorstellung vom Einfluss des Luftwiderstands in der Mechanik zu bekommen, betrachten wir dessen Anwendung in der Gestaltung von Fahrzeugen und Bauwerken sowie bei der Vorhersage der Bewegungen von Objekten, die sich durch die Luft bewegen.

    Stromlinienform und Luftwiderstand

    Die Aerodynamik ist ein wichtiger Aspekt in vielen Bereichen der Mechanik, insbesondere in der Fahrzeug- und Luftfahrtdesigns. Die Stromlinienform, die oft in der Konstruktion dieser Vehikel verwendet wird, unterstützt dabei, Luftwiderstand zu minimieren und somit die Effizienz und Leistung zu verbessern. Bei der Stromlinienform handelt es sich um ein Design, das so entwickelt wurde, um den Luftfluss um ein Objekt herum zu optimieren und somit den Luftwiderstand zu reduzieren.

    Die Stromlinienform ist eine Form, die so konzipiert ist, dass sie den Widerstand minimiert, den ein bewegtes Objekt unter Einfluss einer Flüssigkeit oder eines Gases erfährt. Bei Fahrzeugen und anderen Objekten, die sich mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft bewegen, ist eine niedrige stromlinienförmige Form von Vorteil, um den Luftwiderstand zu verringern.

    Durch das Minimieren des Luftwiderstands kann die Energieeffizienz erhöht und der Kraftstoffverbrauch verringert werden. Aus diesem Grund sind viele Fahrzeuge, Flugzeuge und sogar Züge stromlinienförmig gestaltet.

    Nehmen wir als Beispiel eines stromlinienförmigen Designs das Formel-1-Auto. Diese Fahrzeuge sind dafür bekannt, dass sie extrem schnell sind und dabei sehr viel Kraftstoff verbrauchen. Ein großer Teil des Designs der Autos konzentriert sich darauf, die Form so aerodynamisch wie möglich zu gestalten, um Kraftstoff zu sparen und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Die Autos haben eine sehr flache, abgesenkte Form mit einem spitzen vorderen und einem abgerundeten hinteren Teil, um den Luftstrom um das Fahrzeug herum zu optimieren und den Luftwiderstand zu minimieren.

    Luftwiderstandsbeiwert

    Der Luftwiderstandsbeiwert (oft als C_D bezeichnet) ist ein entscheidender Faktor in der Berechnung des Luftwiderstands. Er ist abhängig von der Form und der Oberflächenbeschaffenheit eines Körpers und variiert daher von einem Objekt zum anderen.

    Der Luftwiderstandsbeiwert C_D ist eine dimensionslose Größe, die angibt, wie stark ein Körper den Luftstrom stört. Ein höherer Wert bedeutet, dass der Körper den Luftstrom stärker stört und somit einen größeren Luftwiderstand hat.

    Das Verständnis und die Kontrolle von C_D ist wichtig bei der Gestaltung von Fahrzeugen, Gebäuden und anderen Objekten, die Windlasten ausgesetzt sind. Beispielsweise haben Fahrradfahrer und Skifahrer, die sich in der Hockposition befinden, einen niedrigeren C_D-Wert als in aufrechter Position und erleben daher weniger Luftwiderstand.

    Um zu veranschaulichen, wie der Luftwiderstandsbeiwert in der Praxis funktioniert, betrachten wir das Beispiel eines professionellen Rennrads. Dieses Rad ist so konzipiert, dass es einen minimalen Luftwiderstandsbeiwert hat. Dies wird durch die schmale Form des Rads, die niedrige, hockende Position des Fahrers und das flüssige Material, welches den Luftstrom um das Rad minimiert, erreicht.

    Ein tiefes Verständnis des Luftwiderstands und des Luftwiderstandsbeiwerts ist unerlässlich für viele Ingenieursdisziplinen. Von der Gestaltung effizienter Fahrzeuge und Flugzeuge bis hin zur Voraussage des Wetters und der Auslegung sicherer Brücken - Ingenieure müssen den Luftwiderstand berücksichtigen und Wege finden, um ihn zu minimieren und ihn zu ihrem Vorteil zu nutzen.

    Luftwiderstand und Energieverbrauch

    Der Luftwiderstand spielt eine zentrale Rolle beim Energieverbrauch. Vor allem bei der Bewegung durch Luft - ob es Fahrzeuge, Flugzeuge oder sogar Personen beim Laufen sind - hat der Luftwiderstand eine große Auswirkung auf die benötigte Energie.

    Wie der Luftwiderstand den Energieverbrauch beeinflusst

    Der Luftwiderstand ist eine Widerstandskraft, die bei jeder Bewegung durch die Luft entsteht. Diese Kraft wirkt entgegen der Richtung der Bewegung und muss durch Energiemengen überwunden werden, die von der Geschwindigkeit und der Form des bewegenden Körpers abhängen.

    Der Energieverbrauch bezeichnet die Menge an Energie, die benötigt wird, um eine Aufgabe zu erledigen oder eine Maschine zu betreiben. Im Kontext des Luftwiderstands bedeutet dies die Menge an Energie, die benötigt wird, um einen Körper durch die Luft zu bewegen und dabei den Widerstand der Luft zu überwinden.

    Im Allgemeinen gilt: Je größer der Luftwiderstand, desto mehr Energie wird benötigt, um die Bewegung aufrechtzuerhalten. Dies ist entscheidend bei der Betrachtung der Energieeffizienz von Fahrzeugen, da sie konstante Energiemengen aufwenden müssen, um den durch die Bewegung durch die Luft verursachten Widerstand zu überwinden.

    • Fahrzeuge mit hohem Luftwiderstand verbrauchen mehr Energie (und somit mehr Kraftstoff), um die gleiche Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten wie Fahrzeuge mit niedrigem Luftwiderstand. Dies kann starken Einfluss auf die Umweltbilanz von Fahrzeugen haben.
    • In der Luftfahrt ist es entscheidend, den Luftwiderstand zu minimieren, um den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Von der Form des Flugzeugs bis hin zur Planung der Flugrouten spielt der Luftwiderstand eine entscheidende Rolle.
    • Bei menschlicher Bewegung, wie Laufen oder Radfahren, erhöht ein hoher Luftwiderstand den Energieaufwand und führt zu mehr Müdigkeit.

    Ein tieferes Verständnis des Zusammenhangs zwischen Luftwiderstand und Energieverbrauch kann dazu beitragen, effektivere und energieeffizientere Designs für Fahrzeuge und Gebäude zu entwickeln. Es kann auch dabei helfen, die Effizienz von erneuerbaren Energiesystemen wie Windturbinen zu verbessern, bei denen der Luftwiderstand eine entscheidende Rolle spielt.

    Stelle dir vor, du fährst ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahn. Das Auto muss eine beträchtliche Menge an Energie aufbringen, um die Geschwindigkeit gegen den Luftwiderstand aufrechtzuerhalten. Wenn du die Geschwindigkeit reduzierst, wird die Energie, die aufgebracht werden muss, um den Luftwiderstand zu überwinden, erheblich verringert. Dies erklärt, warum Autos bei niedrigeren Geschwindigkeiten einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch haben.

    Luftwiderstand - Das Wichtigste

    • Luftwiderstand: Die einschränkende Kraft, die sich gegen die Bewegung eines Körpers in der Luft stellt.
    • Luftwiderstand bei verschiedenen Formen: Die Form eines Körpers beeinflusst die Größe des Luftwiderstands, den dieser erfährt. Beispielsweise haben stromlinienförmige Körper einen geringeren Luftwiderstand als unförmige.
    • Luftwiderstand Formel: Die Kraft des Luftwiderstands kann berechnet werden mit: F_D = 1/2 ρ v² C_D A. Dabei stehen ρ für die Dichte der Luft, v für die Geschwindigkeit, C_D für den Luftwiderstandsbeiwert und A für die Querschnittsfläche.
    • Reibungskraft und Luftwiderstand: Luftwiderstand ist eine Form der Reibungskraft, die auftritt, wenn ein Körper durch ein Fluid, wie Luft oder Wasser, bewegt wird. Diese Widerstandskraft wirkt entgegen der Bewegungsrichtung des Körpers.
    • Luftwiderstand und Geschwindigkeit: Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, d.h. mit zunehmender Geschwindigkeit wird der Widerstand, den ein Körper durch die umgebende Luft erfährt, zunehmend größer.
    • Stromlinienform und Luftwiderstand: Fahrzeuge, Flugzeuge und andere Objekte, die sich mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft bewegen, sind oft stromlinienförmig gestaltet, um so den Luftwiderstand zu reduzieren und die Effizienz zu erhöhen.
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Luftwiderstand
    Was versteht man unter Luftwiderstand?
    Unter Luftwiderstand versteht man den Widerstand, den ein Körper in der Luft erfährt, wenn er sich bewegt. Dieser Widerstand entsteht durch die Reibung zwischen dem Körper und den ihn umgebenden Luftmolekülen.
    Welche Einheit hat der Luftwiderstand?
    Der Luftwiderstand wird in der Einheit Newton (N) gemessen.
    Wie funktioniert der Luftwiderstand?
    Der Luftwiderstand ist eine Kraft, die entsteht, wenn sich ein Objekt durch die Luft bewegt. Er wirkt entgegen der Bewegungsrichtung des Objekts und wird stärker, je schneller sich das Objekt bewegt. Die Form und Oberfläche des Objekts beeinflussen ebenfalls die Stärke des Luftwiderstands.
    Wie beeinflusst der Luftwiderstand den Flug eines Flugzeugs?
    Der Luftwiderstand wirkt entgegen der Flugrichtung und verlangsamt das Flugzeug, zwingt es also, mehr Energie zu verbrauchen, um die gewünschte Geschwindigkeit beizubehalten. Zudem trägt der Luftwiderstand zur Stabilität des Fluges bei, indem er Auftrieb erzeugt.
    Wie kann man den Luftwiderstand berechnen?
    Der Luftwiderstand kann mit der Formel F = 0,5 * p * C * A * v^2 berechnet werden. In dieser Formel steht F für den Luftwiderstand, p steht für die Dichte der Luft, C steht für den Luftwiderstandsbeiwert des Körpers, A für die Querschnittsfläche des Körpers und v für die Geschwindigkeit des Körpers.

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