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Analyse epischer Texte

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Analyse epischer Texte

Du sollst einen epischen Text analysieren, und weißt nicht, wie das geht? Du möchtest wissen, was alles in eine solche Analyse gehört und wie man am besten vorgeht? Eine Textanalyse ist oft eine Herausforderung. In dieser Erklärung, wie genau eine Analyse von epischen Texten ist und worauf Du achten solltest.

Definition der Epik

Analyse wurde vom lateinischen Wort analysis entlehnt, das auf das griechische ανάλυσις‎ (análysis)‎ zurückgeht und mit „Zergliederung, Untersuchung übersetzt werden kann.

Eine Analyse ist eine wissenschaftliche Untersuchungsmethode. Dabei wird der Untersuchungsgegenstand in seine Bestandteile zerlegt und mithilfe bestimmter Werkzeuge und Methoden untersucht. Bei einer Analyse werden auch die Beziehungen der einzelnen Bestandteile zueinander betrachtet.

Auch in der Mathematik wird Dir das Wort Analysis begegnen. Dort ist sie ein Teilgebiet, dass sich mit Funktionen befasst. Schau Dir gern die StudySmarter-Erklärung dazu an.

Die Epik als Gattung

Das Wort Epik stammt von griechischen Wort επική [ποίησις] ab, welches mit „zum Epos gehörende Dichtung“ übersetzt wird. Epik wird dir in der Schule sehr oft begegnen. Zu ihr zählen z. B. Märchen, Kurzgeschichten, Fabeln, Erzählungen, Sagen und vieles mehr.

Merkmale der Epik

Die Epik ist eine der drei literarischen Gattungen. Sie wird auch als Prosa bezeichnet. Anders als in der Dramatik oder der Lyrik gibt es in der Prosa weder Verse noch Reime, sie wird also als Fließtext geschrieben. Außerdem unterscheidet sich die Epik vor allem dadurch, dass sie einen Erzähler hat. Die Epik wird deshalb auch erzählende Literatur“ genannt.

Wenn Du mehr zum Thema "Epische Werke" wissen möchtest, dann schau Dir die Erklärung dazu hier bei StudySmarter an.

Textsorten der Epik

In der Epik unterscheidet man zwischen Großformen, mittleren Formen und Kleinformen.

  • Zu den Großformen gehören alle Romane und Biografien.

  • Zu den mittleren Formen zählen die Novellen.

  • Bei den Kleinformen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Textarten, z. B. Kurzgeschichten, Märchen, Fabeln, Legenden, Kalendergeschichten, Parabeln und viele mehr.

Für eine Übersicht über die Textarten, die zur Epik gehören, schau Dir gern unsere Erklärung "Textarten" an.

Beispiele für Werke der Epik sind:

Allgemeines Vorgehen bei der Analyse epischer Texte

Eine Textanalyse ist keine leichte Aufgabe, aber mit dem richtigen Vorgehen gelingt sie Dir sicher. Bevor Du loslegst, ist es hilfreich festzulegen, in welcher Reihenfolge und auf welche Art und Weise Du vorgehen willst. Du brauchst also eine Gliederung.

Folgende Struktur hat sich dabei bewährt:

  • Analyse des Inhalts
  • Analyse von Aufbau und Struktur
  • Analyse der Sprache

Die Gliederung bei der Analyse epischer Texte

Die Analyse eines epischen Textes wirst Du in den meisten Fällen schriftlich anfertigen. Aber auch eine Präsentation mit Vortrag oder andere Formen sind möglich. Egal, welche Form durch die Aufgabenstellung verlangt wird, die Abfolge der einzelnen Analyseschritte bleibt gleich.

Bei der Ausarbeitung musst Du folgende Gliederung schriftlicher Texte beachten:

  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss

In der Einleitung stehen die Eckdaten (Werktitel, Name des/r Autor*in, Erscheinungsjahr, Umfang, Textart sowie evtl. die Epoche) und die Deutungshypothese im Fokus.

Im Hauptteil folgt der eigentliche Analyseteil. Dort gehört die Analyse des Inhalts, die Analyse von Aufbau und Struktur sowie die Analyse der Sprache hinein.

Zum Schluss schreibst Du eine Zusammenfassung der Ergebnisse Deiner Analyse und setzt sie mit der Aufgabenstellung und Deiner Deutungshypothese in Bezug. Außerdem wird hier auch die Relevanz des Textauszuges in Bezug auf den Gesamttext betrachtet. Dabei werden alle Ergebnisse der Analyse mit einbezogen und ein kurzes Fazit gezogen. Auch die Einordnung des Textes in eine Epoche sowie die Besonderheit der Epoche werden zum Schluss vorgenommen.

Vor der Analyse

Bevor Du Dich mit der Analyse des Textes befasst, solltest Du Dir erst einmal einen Überblick über die Art des Textes verschaffen.

  • Welcher Textsorte gehört der Text an?

  • Gehört der Text zu den epischen Großformen, den mittleren Formen oder ist es eine Kleinform?

  • Wann wurde der Text veröffentlicht?

  • Welcher Epoche gehört der Text an?

  • Von welchem/r Autor*in stammt der Text?

Wenn Du eine Aufgabe zur Textanalyse erhältst, wirst Du normalerweise die Information, um welche Textsorte es sich handelt, von Deinem/r Lehrer*in erhalten. Manchmal steht es auch beim Text selbst oder auf dem Umschlag (bei Büchern) dabei. Natürlich kannst Du auch auf Grundlage Deiner Analyse herausfinden, um welche Textsorte es sich handelt. Dieses Wissen hilft Dir dabei, den Text als Großform, eine mittlere Form oder eine Kleinform einzuordnen.

Auch die Zeit, in der der Text verfasst wurde, ist nicht unwichtig für die Analyse. Vielleicht hast Du bereits Texte aus der Literaturepoche gelesen und erinnerst Dich, welche rhetorischen Stilmittel dort besonders gern verwendet wurden oder über welche Themen in der entsprechenden Epoche geschrieben wurde.

Der Name des Autors bzw. der Autorin gehört ebenfalls mit zu den ersten Informationen, die Du Dir notieren solltest. So könnte es sein, dass Du bei einem Text von Franz Kafka sofort weißt, auf welche sprachlichen Besonderheiten Du achten musst, wenn Du bereits ein Werk von ihm gelesen hast.

Hier noch ein paar wichtige Tipps und Hinweise, bevor Du mit der Arbeit beginnst:

  • Eine Textanalyse wird immer im Präsens verfasst und enthält keine deutenden Aussagen.

  • Bleib immer sachlich und nahe am Text.

  • Verwende Fachausdrücke (z. B. Zeitdehnung oder personaler Erzähler).

  • Markiere Dir Textstellen, mit denen Du die Ergebnisse Deiner Analyse belegen kannst.

  • Hintergrundwissen solltest Du nur anbringen, wenn es für die Analyse relevant ist.

  • Manche Informationen zum Text können in der Aufgabenstellung versteckt sein, lies sie Dir also genau durch.

  • Achte auf die Vorgaben, die Du von Deinem/r Lehrer*in erhältst. Diese können von der Struktur, wie sie hier angegeben wird, abweichen.

  • Oft wird in der Aufgabenstellung genau beschrieben, nach welchen formalen oder sprachlichen Aspekten Du den Text analysieren sollst. Es kann also sein, dass Du nicht alle Punkte, die im folgenden beschrieben werden, in Deine Analyse aufnehmen musst.

  • Die einzelnen Teile der Analyse sollten aufeinander bezogen werden.

Analyse des Inhalts

Nachdem Du nun die Eckdaten des Textes aufgeschrieben hast, folgt die Analyse des Inhalts. Dabei stellst Du zunächst eine Deutungshypothese auf und fasst dann den Inhalt kurz zusammen.

Die Deutungshypothese

Das Wort Hypothese wird vom griechischen Wort ὑπόθεσις hypóthesis abgeleitet und kann mit „Unterstellung“ übersetzt werden. Bei einer Deutungshypothese wird eine Annahme über die Kernaussage eines Textes aufgestellt, die anhand der Ergebnisse der Untersuchung des Textes bewiesen oder widerlegt wird.

In einer Deutungshypothese fasst Du in wenigen Sätzen das Kernthema des Textes zusammen. Dabei gibst Du auch an, was die Intention des Autors bzw. der Autorin ist.

Oft bezieht sich die Deutungshypothese direkt auf die Aufgabenstellung. Wenn Du beispielsweise eine Figurenentwicklung betrachten sollst, dann musst du in der Hypothese deine Einschätzung geben, wie die besagte Figur sich im Laufe der Handlung entwickeln könnte.

Die Deutungshypothese stellt nur eine Vermutung dar, das heißt, dass Du ihr während Deiner Analyse widersprechen kannst. Wenn Du zu einem anderen Ergebnis kommst, als dem vermuteten, kannst Du Deine Hypothese am Ende auch verändern oder erweitern.

Achte unbedingt auf die Vorgaben in der Aufgabenstellung. Dort findest Du vielleicht Hinweise, wie Du die Hypothese aufstellen sollst. Ansonsten solltest Du sie so schreiben, wie Du es im Unterricht gelernt hast.

Zusammenfassung des Inhalts

Für die Zusammenfassung des Inhalts kannst Du den Text in Abschnitte einteilen. Es ist einfacher, in kleineren Abschnitten zu arbeiten, um den Überblick zu behalten. Den Inhalt der einzelnen Abschnitte fasst Du dann in wenigen Sätzen zusammen. Konzentriere Dich dabei auf die Haupthandlung und lasse unwichtige Details weg. Manchmal reicht ein einziger Satz, um den Inhalt eines Abschnitts zusammenzufassen, manchmal wirst Du mehr Sätze brauchen. Das hängt auch davon ab, wie lang Deine Abschnitte sind.

Bei der Analyse von Textausschnitten aus längeren Texten ist es wichtig, diesen Auszug zu kontextuieren. Die Kontextuierung ist keine Inhaltszusammenfassung, sondern gibt die für den Textauszug relevanten Ereignisse wieder und ordnet Deine Textstelle in die Gesamthandlung ein.

Bei der Zusammenfassung des Inhalts gibt es ein paar Punkte, die enthalten sein sollten:

  • Handlungsort
  • Zeit und Zeitraum, in dem die Handlung stattfindet
  • Hauptfigur
  • weitere handelnde Figuren
  • Hauptkonflikt(e) zwischen den handelnden Figuren
  • Hauptmotiv des Textes
  • Thema/Themen

Konflikt

Das Wort Konflikt kommt vom lateinischen confligere, was mit „zusammentreffen, kämpfen“ übersetzt werden kann.

Bei einem Konflikt treffen unterschiedliche Meinungen, Einstellungen, Interessen, Ziele oder Wertvorstellungen aufeinander, die von unterschiedlichen Personen oder Personengruppen dargestellt werden. Konflikte scheinen oft unvereinbar zu sein. Die sich gegenüberstehenden Parteien kämpfen um ihre Meinungen, Einstellungen, Interessen, Ziele oder Wertvorstellungen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Konflikten, z. B. den Zielkonflikt, den Machtkonflikt oder den Interessenkonflikt.

Außerdem wird unterschieden zwischen inneren und äußeren Konflikt. Der innere Konflikt findet innerhalb einer Person statt. Der äußere Konflikt wird zwischen verschiedenen Personen oder Personengruppen ausgetragen.

Hauptmotiv

Das Hauptmotiv ist ein Grund- oder Leitgedanke eines Textes. Er gibt das Thema vor, mit dem sich die Handlung befasst.

Analyse von Aufbau und Struktur

Bei der Analyse von Aufbau und Struktur Deines Textes geht es grob gesagt um die formalen Eigenschaften. Dazu gehören:

  • Textaufbau
  • Erzählsituation
  • Zeit
  • Raum
  • Figuren

Der Textaufbau

Bei der Analyse des Textaufbaus betrachtest Du den Text in seiner Struktur. Man könnte auch sagen, es ist eine Analyse des Gerüsts der Geschichte. Dazu gehören:

  • äußere Struktur
  • Handlungsstränge
  • Wendepunkt/ Peripetie

Die äußere Struktur

Die Analyse der äußeren Struktur umfasst alles, was einen Text gliedert.

  • Gibt es Kapitel? Wie lang sind diese?
  • Wie sind die Kapitelüberschriften gestaltet?
  • Wie lang sind die einzelnen Absätze?
  • Gibt es Absätze, die durch eine oder mehrere Leerzeilen voneinander getrennt sind?

Die Handlungsstränge

Geschichten bestehen oft aus mehr als einem Handlungsstrang. Vor allem bei längeren Texten oder Textauszügen aus Großformen der Epik wirst Du neben der Haupthandlung weitere Handlungsstränge finden. Bei der Analyse betrachtest Du alle Handlungen und setzt sie mit dem Haupthandlungsstrang in Beziehung. Schau Dir dazu an, was passiert, wo es passiert und wer die beteiligten Personen sind.

Unterschiedliche Handlungsstränge werden oft durch Kapitel oder Leerzeichen zwischen Absätzen voneinander abgegrenzt. Manchmal sind sie gekennzeichnet durch einen Ortswechsel oder den Wechsel der Erzählerfigur. Oft sind die einzelnen Handlungsstränge aber auch stark miteinander verwoben. Dann solltest Du schauen, welche Konflikte zwischen welchen Figuren im Zentrum der Handlung stehen. Auch das kann ein Hinweis auf einen anderen Handlungsstrang sein.

Der Wendepunkt

Ein Wendepunkt wird auch als Peripetie bezeichnet. Das Wort Peripetie leitet sich vom altgriechischen Wort περιπέτεια: peripeteia ab und kann mit „plötzlicher Umschlag, unerwartetes Unglück oder Glück“ übersetzt werden.

Das Wort Peripetie stammt aus der Dramatik und wurde erstmals in der „Poetik“ von Aristoteles verwendet, später aber auch auf andere Gattungen ausgeweitet.

Wendepunkte sind Punkte der Geschichte, an denen etwas passiert, was die Handlung in eine unerwartete Richtung lenkt. Auslöser können Ereignisse in der Handlung oder auch Entscheidungen der Figuren sein.

Wendepunkte durchbrechen den linearen Verlauf einer Handlung und erzeugen somit Spannung. Mit einer Wendung wird eine Frage gestellt, die im Verlauf der weiteren Handlung beantwortet werden muss.

Der Wendepunkt, der die Katastrophe oder Lösung des Hauptkonflikts einleitet, wird auch oft als Höhepunkt bezeichnet.

Die Erzählsituation

Zur Analyse der Erzählsituation gehören:

  • Erzählperspektive
  • Erzählmodus

Die Erzählperspektive

Die Analyse der Erzählperspektive beinhaltet folgende Fragen:

  • Wer erzählt die Geschichte?
  • Was weiß der Erzähler?
  • Wie viel weiß er?
  • Woher weiß der Erzähler es?

Unterschieden werden vier verschiedene Erzählperspektiven:

  1. Auktorialer Erzähler: Weiß alles über die Handlung und die Charaktere. Er erzählt in der 3. Person (er/sie). Er ist nicht Teil der Geschichte, sondern betrachtet sie von außen.
  2. Ich-Erzähler: Weiß alles über den eigenen Charakter. Er erzählt in der 1. Person (ich) und ist Teil der Geschichte. Der Ich-Erzähler ist der Protagonist (die Hauptfigur) der Geschichte.
  3. Personaler Erzähler: Weiß alles über einen bestimmten Charakter. Er erzählt in der 3. Person (er/sie) und ist Teil der Geschichte.
  4. Neutraler Erzähler: Weiß nur, was von außen wahrgenommen werden kann. Er erzählt in der 3. Person (er/sie). Er ist nicht Teil der Geschichte, sondern betrachtet sie von außen.

Nicht immer wird eine Geschichte durchgehend in einer einzigen Erzählperspektive erzählt. Die Perspektiven können auch (mehrmals) wechseln.

Möchtest Du mehr über die verschiedenen Erzählperspektiven wissen? Dann schau in die Erklärung dazu hier bei StudySmarter.

Die Erzählperspektive wird manchmal auch als "Erzählverhalten" bezeichnet, denn es wird nicht nur angegeben, aus welcher Perspektive die Sicht auf die Geschichte geschieht, sondern auch, ob der Erzähler Teil der Geschichte ist, in welcher Person gesprochen wird, wie viel er weiß und woher er es weiß.

Es kann sein, dass Du in der Schule andere Begriffe gelernt hast, weil es verschiedene Modelle für die Analyse der Erzählsituation gibt.

Der Erzählmodus

Bei der Analyse des Erzählmodus stehen folgende Fragen im Vordergrund:

Bei der Analyse des Erzählmodus wird unterschieden zwischen dem Erzählerbericht und der Figurenrede.

Die Erzählerbericht umfasst alle Textteile, die nicht durch die Figuren der Geschichte wiedergegeben werden. Er beschreibt die Welt und die Figuren und teilt außerdem mit, was die Figuren denken und fühlen.

Die Figurenrede hingegen gibt an, was die Figuren der Geschichte sagen. Dabei wird zwischen fünf Formen unterschieden:

  1. Die direkte Rede: Was die Figur sagt, wird wörtlich (in wörtlicher Rede) wiedergegeben. Der Erzähler tritt in den Hintergrund.

    Er sagte: "Ich werde morgen nach Berlin fahren. Ich darf die Veranstaltung nicht verpassen."

  2. Die indirekte Rede: Was die Figur sagt oder denkt, wird indirekt wiedergegeben. Sie wird im Konjunktiv geschrieben. Der Erzähler vermittelt das Geschehen.

    Er sagte, er werde morgen nach Berlin fahren. Er dürfe die Veranstaltung nicht verpassen.

  3. Die erlebte Rede: Die Gedanken und Gefühle einer Figur werden direkt aber nicht in wörtlicher Rede wiedergeben. Der Erzähler übernimmt die direkte Wiedergabe von Gedanken und Gefühlen. Die erlebte Rede ist eine Mischform aus direkter und indirekter Rede.

    Er durfte die Veranstaltung nicht verpassen.

  4. Der Innere Monolog: Auch hier werden Gedanken und Gefühle einer Figur wiedergegeben, allerdings nicht durch den Erzähler, sondern durch die Figur selbst.

    Hoffentlich komme ich rechtzeitig an. Ich darf diese Veranstaltung nicht verpassen.

  5. Der Bewusstseinsstrom: Beim Bewusstseinsstrom werden Gedanken und Gefühle einer Figur in rascher Abfolge meist in verknappter Form wiedergegeben. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung verschiedener Eindrücke, die die Form eines Monologs aufweisen.

    Die Bahn ist zu spät. Mist. Welcher Ausgang? Die Veranstaltung startet. Kein Taxi zu sehen. Hunger.

Wenn Du mehr zum Erzählmodus wissen möchtest, dann schau in die Erklärung zum Thema auf StudySmarter an.

Die Zeit

Bei der Analyse der Zeit wird einerseits das Erzähltempo betrachtet, andererseits die Chronologie der Ereignisse einer Handlung.

Das Erzähltempo

Für das Erzähltempo werden zwei Aspekte betrachtet:

  • Erzählzeit: gibt an, wie viel Zeit benötigt wird, um einen Text zu lesen.
  • Erzählte Zeit: gibt die Zeitspanne an, über die sich die Handlung einer Geschichte erstreckt.

Auf Grundlage dieser beiden Punkte wird das Erzähltempo definiert. Das Erzähltempo setzt die Erzählzeit und die erzählte Zeit in Relation zueinander. Schau Dir also an, wie viel Zeit in der Geschichte vergeht und wie viel Zeit in der Realität.

  1. Die ZeitdeckungEine Zeitdeckung liegt vor, wenn Du beim Lesen genauso viel Zeit brauchst, wie in der Geschichte an Zeit vergeht, z. B. wenn in der Geschichte 10 Minuten vergangen sind und Du 10 Minuten zum Lesen gebraucht hast. (Erzählzeit = erzählte Zeit)

  2. Die ZeitdehnungWenn Du beim Lesen länger brauchst, als die Zeit, die in der Geschichte vergeht, liegt eine Zeitdehnung vor, z. B. wenn Du zwei Stunden liest, in der Geschichte jedoch nur 10 Minuten vergangen sind. Die Zeit in der Geschichte wird also gedehnt. (Erzählzeit > erzählte Zeit)

  3. Die ZeitraffungBei einer Zeitraffung brauchst Du weniger Zeit, als im Leben der Figur der Geschichte vergeht, z. B. Du liest zwei Minuten, aber in der Geschichte vergehen zwei Stunden. In der Geschichte wurde die Zeit gerafft. (Erzählzeit < erzählte Zeit)

Mehr zum Thema Zeit in Prosatexten kannst Du in der Erklärung zum Thema auf StudySmarter lesen.

Die Chronologie

Auch die Chronologie wird bei der Analyse der Zeit betrachtet.

  • Wird die zeitliche Abfolge der Handlungen eingehalten?
  • Gibt es Rückblenden?
  • Gibt es Vorausdeutungen?

Bei einer Rückblende werden Ereignisse bezeichnet, die vor denen liegen, die bisher erzählt wurden. Sie wird auch als Analepse bezeichnet. Vorausdeutungen sind ein Sprung in die Zukunft einer Geschichte. Entweder wird direkt gesagt, was an einem späteren Zeitpunkt erzählt wird (durch den Erzähler) oder es werden Hinweise gegeben, was passieren könnte. Diese Hinweise müssen vom Leser gedeutet werden.

Der Raum

Bei einer Analyse des Aufbaus eines epischen Textes betrachtest Du auch den Raum. Dabei wird unterschieden zwischen:

  • Raumarten und Raumfunktionen
  • Raumerfahrungen und Reaktionen

Raumarten und Raumfunktionen

In epischen Texten gibt es verschiedene Arten von Räumen:

  • Handlungsraum (Raum, in dem die Handlung stattfindet)
  • Lebensraum (Arbeit, Familie, Freunde)
  • geistiger Raum (Träume, Wünsche, Fantasien, Gedanken)

Außerdem hat ein Raum auch unterschiedliche Funktionen:

  • Atmosphäre oder Stimmung erzeugen
  • Raum als Symbol und bedeutungstragendes Element

Raumerfahrungen und Reaktionen

Es gibt Räume, die bestimmte Motive, Erfahrungen oder Reaktionen vermitteln. So steht zum Beispiel ein Haus für Geborgenheit. Es kann aber auch für Begrenzung oder Enge stehen. Das Fenster war z. B. ein beliebtes Motiv in der Romantik. Es stellt die Verbindung zwischen dem Innen des Hauses und der Freiheit dar.

Mehr zum Thema Raumgestaltung findest Du in der Erklärung dazu hier bei StudySmarter.

Die Figuren

Die Analyse der Figuren ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Analyse von epischen Texten. Dabei geht es um drei Teilbereiche:

Die Figurenkonzeption

Bei der Figurenkonzeption wird zwischen einfach oder komplex sowie zwischen statisch oder dynamisch unterschieden. Dabei können folgende Kombinationen auftreten:

  • einfach und statisch
  • einfach und dynamisch
  • komplex und statisch
  • komplex und dynamisch
einfachkomplex
Figur hat nur eine wesentliche Eigenschaft.Figur hat mehrere Eigenschaften.
statischdynamisch
Figur entwickelt sich nicht.Figur entwickelt sich während der Handlung weiter, sie lernt dazu.

Die Figurencharakterisierung

Bei der Charakterisierung von Figuren wird unterschieden zwischen auktorialer oder figuraler Beschreibung sowie expliziter oder impliziter Beschreibung. Dabei können alle Bereiche bei nur einer Figur auftreten, denn oft werden Figuren sowohl durch den Erzähler als auch durch die Figur sowie gleichermaßen explizit und implizit vorgestellt.

auktoriale Beschreibungfigurale Beschreibung
Wird vom Erzähler der Geschichte vorgenommen, indem er eine Figur, eine Handlung oder ein Verhalten beschreibt.Erfolgt durch die Figur selbst anhand ihrer Handlung, Gedanken und Gefühle.
explizite Beschreibungimplizite Beschreibung
Eigenschaften einer Figur werden durch den Erzähler oder durch die Rede einer anderen Figur wiedergegeben.Beiläufige Hinweise, das "Nichtgesagte", das den/die Leser*in dazu anregen sollen, selbst ein Urteil zu bilden, z. B.:
  • Handlungen, die Rückschlüsse auf bestimmte Charaktereigenschaften zulassen
  • Hinweise durch das äußere Erscheinungsbild oder durch die Umgebung der Figur die Art und Weise zu sprechen (Figurenrede)

Die Figurenkonstellation

Um Figuren zu charakterisieren, kann auch die Figurenkonstellation betrachtet werden.

  • Wie verhalten sich die Figuren zueinander?
  • Welche Beziehungen bestehen zwischen den Figuren?
  • Welche Konflikte gibt es?
  • Gibt es bestimmte (soziale) Gruppen, zu denen die Figuren gehören?
  • Welche Aufgaben/Ziele haben die Figuren?

Das lässt sich am besten grafisch darstellen, indem die einzelnen Figuren entsprechend ihrer Beziehungen zueinander oder der Konflikte untereinander verbunden werden.

Analyse epischer Texte, Figurenkonstellation, StudySmarterBeispiel einer Figurenkonstellation

Mehr zum Thema Figurenanalyse findest Du in der Erklärung dazu bei StudySmarter.

Die Analyse der Sprache

Die Analyse der Sprache lässt sich grob in drei Teilbereiche einteilen:

  • sprachliche Gestaltung
  • Wortwahl
  • Rhetorische Mittel

Sprachliche Gestaltung

Bei der sprachlichen Gestaltung betrachtest Du die syntaktische Struktur Deines Textes oder Deines Textauszuges. Dabei achtest Du auf:

Der Satzbau

Beim Satzbau achtest Du darauf, wie einfach oder komplex die Sätze sind. Außerdem schaust Du Dir auch an, wie abwechslungsreich die Satzstrukturen sind. Sätze können einfach und kurz sein.

Er rannte zur Schule.

Wenn solche einfachen Sätze ständig vorkommen, kann ein Text schnell eintönig wirken.

Er rannte zur Schule. Der Unterricht hatte schon begonnen. Er klopfte an die Tür. Der Lehrer ließ ihn hinein. Er setzte sich auf den Platz neben Emma.

In epischen Texten wirst Du jedoch meistens eine abwechslungsreichere Struktur vorfinden.

Er rannte zur Schule. Es war schon spät und der Unterricht hatte bereits begonnen. Ob der Lehrer ihn noch hereinlassen würde? Zaghaft klopfte er an die Tür und wartete. Herr Müller ließ ihn hinein und schickte ihn zum Platz neben Emma, die er schon seit drei Wochen nicht mehr gesehen hatte, weil sie krank gewesen war. Erleichtert setzte er sich.

Zum Thema Satzbau kannst Du Dir die Erklärung zur Grammatik und den Satzgliedern anschauen.

Die Satzarten

Auch verschiedene Satzarten können in epischen Texten vorkommen.

Auch zu den Satzarten findest Du Erklärungen bei StudySmarter.

Die Satzlänge

Es gibt epische Texte mit sehr langen und komplexen Sätzen, die über mehrere Zeilen gehen, viele Einschübe haben und entsprechend viele Kommata. Es gibt aber auch kurze und präzise Sätze. Wie viele kurze oder lange Sätze es gibt, hat auch Einfluss darauf, wie gut sich ein Text lesen lässt.

Möchtest Du mehr über komplexe Sätze wissen? Dann lies gern die Erklärung zu diesem Thema hier bei StudySmarter.

Die Wortwahl

Beim Analysieren der Wortwahl werden drei Teilbereiche betrachtet:

Die Schlüsselwörter

Gibt es besondere Wörter, die immer wieder verwendet werden und welche Bedeutung haben sie für die Geschichte?

Schlüsselwörter geben die Kernaussage eines Textes wieder. Sie tauchen oft mehrfach im Text auf. Sie sind der Schlüssel, um den Inhalt und die Bedeutung eines Textes zu verstehen.

Die Wortfelder

Welche Wortfelder werden benutzt?

Wortfelder bestehen aus Wörtern, die eine ähnliche Bedeutung haben und der gleichen Wortart angehören. Oft können sie daher gegeneinander ausgetauscht werden, ohne die grundlegende Bedeutung des Satzes zu verändern.

Schau Dir gern die Erklärung zum Thema Wortfelder hier bei StudySmarter an.

Das Sprachniveau

Beim Sprachniveau wird der Text auf Umgangssprache, Mundart und Dialekte untersucht. Durch sie kannst Du Aussagen darüber treffen, wie das Niveau der verwendeten Sprache ist. Es geht also darum, wie leicht der Text zu verstehen ist, ob der/die Leser*in Vorwissen braucht oder ob das Lesen Schwierigkeiten bereiten könnte, weil altertümliche Wörter oder fremde Dialekte benutzt werden.

Rhetorische Stilmittel

Als letzter Punkt in der Analyse der Sprache werden die rhetorischen Mittel betrachtet. Davon gibt es sehr viele. Einige sind Dir wahrscheinlich ein Begriff, z. B. Metapher oder Alliteration. Sicherlich hast Du im Unterricht schon Stilmittel kennengelernt und weißt, wie Du diese im Text findest.

Rhetorische Mittel können eine Textaussage verstärken oder bestimmte Aspekte hervorheben. Daher solltest du sie auch immer im Gesamtzusammenhang eines Textes betrachten.

Bei StudySmarter findest Du viele Erklärungen zum Thema "Rhetorische Stilmittel".

Formulierungen für deine Analyse

Eine Analyse zu schreiben ist oft nicht einfach, daher hier ein paar Formulierungshilfen, die Dir das Schreiben erleichtern:

Einleitung

  • In der Kurzgeschichte/Novelle geht es um ...
  • In dem Textauszug aus dem Roman ... wird ... thematisiert/dargestellt ...
  • Thema der Novelle/des Märchens ist ...
  • Im vorliegenden Auszug aus dem Roman/der Erzählung "..." von ..., erschienen ..., wird ... thematisiert.

Hauptteil

  • Die Kurzgeschichte/der Textauszug ... lässt sich in ... Abschnitte einteilen.
  • Im ersten/nächsten Erzählabschnitt wird deutlich, dass …
  • Diese Textstelle lässt erkennen, dass ...
  • Durch diese Erzählweise werden die Gedanken und Gefühle der Figur(en) erfahrbar/soll Distanz zum Geschehen und den Figuren erzeugt werden …
  • Die Charakterisierung der Figur erfolgt durch …
  • Ein Beleg für … ist in Zeile ... zu finden.
  • Die zitierte Textstelle belegt, dass ...
  • Eine sprachliche Besonderheit ist …
  • Um zu verdeutlichen/hervorzuheben/zu unterstreichen/zu betonen, dass ..., nutzt/verwendet der Autor ...
  • Dies deutet darauf hin/unterstreicht/erweckt den Eindruck, dass ...
  • Dieses sprachliche Mittel … lässt die Deutung zu/spricht für/erweckt den Eindruck, dass ...
  • Durch Formulierungen wie "..." unterstreicht/veranschaulicht der Autor, dass …

Schluss

  • Zusammenfassend lässt sich feststellen ...
  • Ich komme zu dem Ergebnis ...
  • Meine eingangs formulierte Deutungshypothese hat sich bestätigt/nicht bestätigt.
  • Die Analyse des Textauszugs/der Novelle … hat gezeigt, dass …
  • Aus der Analyse ergibt sich ...

Analyse epischer Texte - Das Wichtigste

  • Die Epik wird auch als Prosa bezeichnet und umfasst Großformen (wie Romane), mittlere Formen (Novelle) und Kleinformen (wie Märchen, Fabeln oder Sagen).
  • Zur Analyse von epischen Texten gehört die Analyse des Inhalts, die Analyse des Aufbaus und die Analyse der Sprache.
  • Vor der eigentlichen Analyse solltest Du Dich mit den Eckdaten (Autor*in, Erscheinungsjahr/Epoche, Textsorte) Deines Textes vertraut machen, denn sie können Dir erste Hinweise darauf geben, worauf Du bei der Analyse achten solltest.
  • Bei der Analyse des Inhalts erstellst Du zunächst eine Deutungshypothese, in der Du eine Annahme zum Ergebnis deiner Analyse formulierst.
  • Bei der Zusammenfassung des Inhalts kannst Du den Text in Abschnitte einteilen, zu denen Du dann jeweils einen Satz schreibst. Konzentriere Dich dabei auf die Haupthandlung. Textauszüge größerer epischer Texte solltest Du kontextuieren.
  • In der Zusammenfassung des Inhalt sollten folgende Punkte enthalten sein: Handlungsort, Hauptfigur, Zeit und Zeitraum der Handlung, Hauptkonflikt und Hauptmotiv.
  • Zur Analyse des Aufbaus gehören die Analyse des Textaufbaus, der Erzählsituation, der Zeit, des Raums und der Figuren.
  • Bei der Analyse des Textaufbaus werden die äußere Struktur (z. B. Kapitellänge und Kapitelüberschriften), die Handlungsstränge und die Wendepunkte untersucht.
  • Bei der Erzählsituation wird die Erzählperspektive und der Erzählmodus analysiert.
  • Bei der Analyse der Zeit wird das Erzähltempo und die Chronologie der Ereignisse untersucht.
  • Bei der Analyse des Raums werden Raumarten und Raumfunktionen (Handlungsraum, Lebensraum, geistiger Raum), sowie Raumerfahrungen und Reaktionen (Atmosphäre/Stimmung, Symbol) untersucht.
  • Figuren werden nach den Aspekten Figurenkonzeption (einfach oder komplex, statisch oder dynamisch), Figurencharakterisierung (auktorial, figural, explizit, implizit) und Figurenkonstellation (Verhältnis der Figuren zueinander) untersucht.
  • Zur Analyse der Sprache gehört die Analyse der sprachlichen Gestaltung, der Wortwahl und der Rhetorischen Mittel.
  • In der sprachlichen Gestaltung wird der Satzbau, die Satzlänge und die Satzart betrachtet.
  • Bei der Analyse der Wortwahl sind Schlüsselwörter, Wortfelder und das Sprachniveau zu untersuchen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Analyse epischer Texte

Die Epik ist eines der drei literarischen Gattungen. Ein epischer Text wird auch als Prosa bezeichnet. Anders als in der Dramatik oder der Lyrik gibt es in der Prosa weder Verse noch Reime, sie wird also als Fließtext geschrieben. Außerdem unterscheiden sich epische Texte vor allem dadurch, dass sie einen Erzähler haben.

Eine Epik-Analyse wird in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilt. In der Einleitung schreibst Du die Eckdaten deines Textes (Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Epoche). Im Hauptteil schreibst du die Analyse des Inhalts, die Analyse von Aufbau und Struktur und die Analyse der Sprache. Zum Schluss fasst du die Ergebnisse deiner Analyse zusammen.

In der Epik wird unterschieden zwischen Großformen (z.B. Roman), mittleren Formen (Novelle) und Kleinformen (z.B. Märchen, Kurzgeschichte, Fabel).


Finales Analyse epischer Texte Quiz

Frage

Was ist eine Epik-Analyse?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei einer Epik-Analyse analysierst du einen epischen Text im Hinblick auf folgende Punkte:

  • Inhalt
  • Aufbau und Struktur
  • Sprache
Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Analyse?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Analyse ist eine wissenschaftliche Untersuchungsmethode. 

  • Der Untersuchungsgegenstand wird in seine Bestandteile zerlegt und mithilfe bestimmter Werkzeuge und Methoden untersucht
  • Auch die Beziehungen der einzelnen Bestandteile zueinander wird betrachtet. 
Frage anzeigen

Frage

Was sind die wichtigsten Merkmale der Epik?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Epik ist eine literarische Gattung.
  • Sie wird auch als Prosa bezeichnet. 
  • Es gibt weder Verse noch Reime, sie wird also als Fließtext geschrieben.
  • In epischen Texten gibt es einen Erzähler
Frage anzeigen

Frage

Welche Textsorten gibt es in der Epik?

Antwort anzeigen

Antwort

Es gibt epische Großformen, z.B. den Roman.

Frage anzeigen

Frage

Was steht in der Einleitung einer Epik-Analyse?

Antwort anzeigen

Antwort

Eckdaten (Werktitel, Name des/r Autor*in, Erscheinungsjahr, Umfang, Textart sowie evtl. die Epoche) 

Frage anzeigen

Frage

Was ist bei einer Epik-Analyse zu beachten?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Eine Textanalyse wird immer im Präsens verfasst.
  • Sie enthält keine deutenden Aussagen. 
  • Eine Analyse ist sachlich und nahe am Text. 
  • Es werden Fachausdrücke (z.B. Zeitdehnung oder personaler Erzähler) verwendet. 
  • Aussagen werden mit Zitaten belegt. 
  • Hintergrundwissen wird nur eingebracht, wenn es für die Analyse relevant ist. 
Frage anzeigen

Frage

Was ist bei einer Deutungshypothese zu beachten?

Antwort anzeigen

Antwort

 Das Kernthema des Textes wird  in wenigen Sätzen zusammengefasst. 

Frage anzeigen

Frage

Wie wird der Inhalt eines Textes zusammengefasst?

Antwort anzeigen

Antwort

  • den Text in Abschnitte einteilen
  • den Inhalt der einzelnen Abschnitte in wenigen Sätzen zusammenfassten
  • nur die Haupthandlung zusammenfassen
  • unwichtige Details weglassen
Frage anzeigen

Frage

Was enthält die Zusammenfassung des Inhalts?

Antwort anzeigen

Antwort

Handlungsort

Frage anzeigen

Frage

Welche Punkte gehören zur Analyse von Aufbau und Struktur?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Textaufbau
  • Erzählsituation
  • Zeit
  • Raum
  • Figuren
Frage anzeigen

Frage

Nach welchen Gesichtspunkten wird die äußere Struktur eines Textes analysiert?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Gibt es Kapitel? Wie lang sind diese? 
  • Wie sind die Kapitelüberschriften gestaltet? 
  • Wie lang sind die einzelnen Absätze?  
Frage anzeigen

Frage

Was ist ein Wendepunkt?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch Wendepunkte wird die Handlung in eine unerwartete Richtung gelenkt. 

Frage anzeigen

Frage

Was wird bei der Analyse der Erzählperspektive betrachtet?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Wer erzählt die Geschichte? 
  • Was weiß der Erzähler? 
  • Wie viel weiß er? 
  • Woher weiß der Erzähler es? 
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Frage

Was versteht man unter "Erzählmodus"?

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Antwort

Es wird unterschieden zwischen dem Erzählerbericht und der Figurenrede.

  • Die Erzählerbericht umfasst alle Textteile, die nicht durch die Figuren der Geschichte wiedergegeben werden. 
  • Die Figurenrede hingegen gibt an, was die Figuren der Geschichte sagen. 
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Frage

Wie viele Formen der Figurenrede gibt es?

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vier

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Frage

Was ist ein Bewusstseinsstrom?


Beim Bewusstseinsstrom werden                 und                 einer Figur in rascher Abfolge meist in verknappter Form wiedergegeben. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung verschiedener Eindrücke, die die Form eines                     aufweisen. 

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Gedanken, Gefühle, Monologs 

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Was ist das Erzähltempo?

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Für das Erzähltempo werden zwei Aspekte betrachtet: 

  1. Erzählzeit: gibt an, wie viel Zeit benötigt wird, um einen Text zu lesen. 
  2. Erzählte Zeit: gibt die Zeitspanne an, über die sich die Handlung einer Geschichte erstreckt.

Das Erzähltempo setzt die Erzählzeit und die erzählte Zeit in Relation zueinander. 


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Welche Formen des Erzähltempos gibt es?

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Zeitdeckung: (Erzählzeit = erzählte Zeit) 

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Was ist eine Vorausdeutung?

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Vorausdeutungen sind ein Sprung in die Zukunft einer Geschichte. Entweder wird direkt gesagt, was an einem späteren Zeitpunkt erzählt wird (durch den Erzähler) oder es werden Hinweise gegeben, was passieren könnte. 

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Frage

Bei einer Analyse wird auch der Raum untersucht. Dabei wird unterschieden zwischen:


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Raumarten und Raumfunktionen 

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Frage

Was wird bei einer Figurenanalyse betrachtet?

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Figurenkonzeption, Figurencharakterisierung, Figurenkonstellation 

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Wie kann eine Figur konzeptioniert sein?

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einfach oder komplex

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Wie wird eine Figur implizit charakterisiert?

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Eine implizite Charakterisierung erfolgt durch beiläufige Hinweise, das "Nichtgesagte", das den/die Leser*in dazu anregen sollen, selbst ein Urteil zu bilden, z.B.:

  • Handlungen, die Rückschlüsse auf bestimmte Charaktereigenschaften zulassen
  • Hinweise durch das äußere Erscheinungsbild oder durch die Umgebung der Figur 
  • die Art und Weise zu sprechen (Figurenrede) 
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Was ist eine auktoriale Charakterisierung?

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Eine auktoriale Charakterisierung wird vom Erzähler der Geschichte vorgenommen, indem er eine Figur, eine Handlung oder ein Verhalten beschreibt 

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Was wird bei der Analyse der Sprache untersucht?

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  • sprachliche Gestaltung 
  • Wortwahl 
  • Rhetorische Mittel 
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Frage

Sprachliche Gestaltung 


Bei der sprachlichen Gestaltung schaust Du Dir die                        Deines Textes oder Deines Textauszuges an.


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syntaktische Struktur 

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Was ist ein innerer Monolog?

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Ein innerer Monolog ist ein Gedankengespräch, das der Erzähler nutzt, um die Gedanken seiner Figuren auszudrücken. Als Form der Figurenrede werden dabei unmittelbare Gedanken der Figur erzählt, das heißt, es benötigt keine wörtliche Rede. Durch den inneren Monolog gelingt es den Leser*innen, die inneren Wahrnehmungen der Figuren auf einer direkten Ebene zu erfassen.

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Frage

Wie wirkt ein innerer Monolog auf den/die Leser*in?

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Ein Gedankengespräch ist aus der Erzählperspektive betrachtet sehr informativ, da die Leser*innen auf eine unmittelbare Art etwas über die Gedanken der literarischen Figuren erfahren. Der/die Leser*in erfährt etwas über die Gedanken, Gefühle und Reflexionen der literarischen Figur. 


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Frage

Wie ist ein innerer Monolog aufgebaut?

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Es gibt keine bestimmte Reihenfolge, da Gedanken ebenfalls ungeordnet sind.

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Was sind die Merkmale eines inneren Monologs?

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Antwort

- Gespräche mit einer zweiten Figur

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Was wird im Hauptteil eines inneren Monologs erläutert?

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Im Hauptteil erfahren die Leser*innen, in welcher Situation sich die literarische Figur befindet, um später besser ihren Gedanken und Gefühlen folgen zu können. Die für die Geschichte wichtigen Information werden erläutert.

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Was ist der Unterschied zwischen einem Monolog und einem inneren Monolog?

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Bei einem Monolog spricht nur eine Person, es handelt sich um wörtliche Rede mit Anführungszeichen. Bei einem inneren Monolog werden die Gedanken nicht laut von der Figur ausgesprochen, sondern finden allein in deren Kopf statt.

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Frage

Wie wird ein innerer Monolog auch genannt?

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Selbstgespräch

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Was weiß der personale Erzähler?

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Der personale Erzähler weiß nur das, was die Figur selbst weiß.

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Frage

Der auktoriale Erzähler...



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...ist kein Teil der Handlung.

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Kommentare und Bewertungen können in welcher Erzählperspektive vorkommen?

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Antwort

  1. auktoriale Perspektive
  2. personale Perspektive, wenn sie die Figur selbst äußert
  3. Ich-Erzählung
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Frage

Die neutrale Erzählperspektive lässt sich daran erkennen, dass...

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...keine Wertung stattfindet.

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Was kennzeichnet das erlebte-Ich?

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  • Die erzählte Zeit wurde bereits erlebt.
  • Es herrscht Distanz zur Handlung.
  • Eventuelle Bewertungen können reflektierter geäußert werden.
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Wird aus der Außenperspektive berichtet, dann könnte es welche Erzählperspektive sein?

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Antwort

  • auktoriale Erzählperspektive
  • neutrale Erzählperspektive
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Der neutrale Erzähler...

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...beschreibt, was von außen zu sehen ist.

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Die Ich-Erzählung ist...

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...subjektiv, manipulativ und begrenzt.

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In der Ich-Erzählung ist der Erzähler...


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...Hauptfigur der Geschichte.

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Woran erkennt man den personalen Erzähler?

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  1. Die Personalpronomen der 3. Person werden verwendet.
  2. Er hat ein begrenztes Wissen.
  3. Er erlebt die Geschichte durch die Figur.
  4. Es gibt keine eigenständigen Kommentare oder Bewertungen.
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Frage

Wie erkennt man die indirekte Rede?

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Antwort

  • Es gibt keine Anführungszeichen.
  • Das Gesagte oder Gedachte wird vom Erzähler in der 3. Person wiedergegeben.
  • Es wird der Konjunktiv verwendet.
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Was ist ein Merkmal der erlebten Rede?



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Antwort

Die Gedanken werden vom Erzähler geäußert.

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Frage

Ein _________ Er/Sie-Erzähler wird häufig auch als allwissender _________ bezeichnet.

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Antwort

Ein auktorialer Er/Sie-Erzähler wird häufig auch als allwissender Erzähler bezeichnet. 

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Frage

Der ______ Erzähler erzählt in der dritten Person _______ und tritt meist in den _______ .


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Antwort

Der Er-/Sie-Erzähler erzählt in der dritten Person Singular und tritt meist in den Hintergrund.

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Handelt es sich um einen _______ Er/Sie-Erzähler, kennt der Erzähler nur die ______ und _______ einer oder mehrerer bestimmter _______.


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Antwort

Handelt es sich um einen personalen Er/Sie-Erzähler, kennt der Erzähler nur die Gedanken- und Gefühlswelt einer oder mehrerer bestimmter Personen.

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Frage

Die neutrale Erzählperspektive kann daran erkannt werden, dass...


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Antwort

...keinerlei Wertung stattfindet.

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Frage

In welcher Erzählperspektive können Kommentare und Bewertungen vorkommen?


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Antwort

  1. In der auktorialen Perspektive
  2. In der personalen Perspektive, wenn sich die Figur selbst äußert
  3. In der Ich-Erzählung
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