Um einen inneren Monolog schreiben zu können, findest Du im Folgenden die wichtigsten Merkmale des inneren Monologs noch einmal aufgelistet:

1. Ausgangssituation

  • Wo befindet sich die Figur?
  • Was hat dazu geführt, dass sich die Figuren so fühlt (wie im zweiten Teil des inneren Monologs beschrieben)?

2. Schilderung der Gedanken- und Gefühlswelt

  • Was hat die Figur gerade erlebt?
  • In welchen Handlungsschritten hat die Figur Dinge erlebt?
  • Welche Gedanken und Gefühle gingen der Figur während den Situationen durch den Kopf?
  • Ausdrucksstarke Sprache (z. B. sprachliche Bilder wie Metaphern)

3. Schlussfolgerung

  • Reflexion der Gedanken und/oder des Erlebten
  • Hoffnungen
  • Erwartungshaltung
  • Schlussfolgerung

Innerer Monolog – Beispiele aus der Literatur

"Wie lang’ wird denn das noch dauern? Ich muss auf die Uhr schauen… schickt sich wahrscheinlich nicht in einem so ernsten Konzert. Aber wer sieht’s denn? Wenn’s einer sieht, so passt er gerade so wenig auf, wie ich, und vor dem brauch’ ich mich nicht zu genieren… Erst viertel auf zehn?… Mir kommt vor, ich sitz’ schon drei Stunden in dem Konzert. Ich bin’s halt nicht gewohnt… Was ist es denn eigentlich? Ich muss das Programm anschauen… Ja, richtig: Oratorium! Ich hab’ gemeint: Messe. Solche Sachen gehören doch nur in die Kirche! Die Kirche hat auch das Gute, dass man jeden Augenblick fortgehen kann."

(Arthur Schnitzler: Lieutnant Gustl)